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	<title>Wahnsinn &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Alle turnen am Abgrund des Todes entlang</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Dec 2021 02:00:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Friedrich Nietzsche]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Psychiatrie]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>
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					<description><![CDATA[Manche Menschen können sich selbst und andere aufgrund einer psychischen Erkrankung in Gefahr bringen. Im Fachjargon heißt das: Sie sind selbst- oder fremdgefährdend. Diese Menschen können auch gegen ihren Willen über das zuständige Ordnungsamt in die örtliche Psychiatrie eingewiesen werden. So etwas kommt jedoch vergleichsweise selten vor. Manfred Lütz warnt: „Die Psychiatrie darf sich nicht ... <a title="Alle turnen am Abgrund des Todes entlang" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/manfred-luetz-genie-und-wahnsinn.html" aria-label="Mehr Informationen über Alle turnen am Abgrund des Todes entlang">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Manche Menschen können sich selbst und andere aufgrund einer psychischen Erkrankung in Gefahr bringen. Im Fachjargon heißt das: Sie sind selbst- oder fremdgefährdend. Diese Menschen können auch gegen ihren Willen über das zuständige Ordnungsamt in die örtliche Psychiatrie eingewiesen werden. So etwas kommt jedoch vergleichsweise selten vor. Manfred Lütz warnt: „Die Psychiatrie darf sich nicht dazu verleiten lassen, das Außergewöhnliche, das Exzentrische durch Diagnosen ruhig zu stellen. Wir alle turnen mehr oder weniger kunstvoll am Abgrund des sicheren Todes entlang.“ Normalerweise schauen Menschen da nicht hinein. Das heißt zwar nicht, dass man alle diese Menschen einfach für kurzsichtig erklären darf. Aber man darf diejenigen, die immer mal wieder in diesen Abgrund starren und dann etwas anders wirken als die meisten, deswegen nicht für verrückt erklären.  Dr. med. Dipl. theol. Manfred Lütz ist Psychiater, Psychotherapeut, Kabarettist und Theologe. <span id="more-3181"></span></p>
<p><strong>Friedrich Nietzsche war nicht wahnsinnig</strong></p>
<p>Der große Denker Friedrich Nietzsche hat wie kaum ein anderer Mensch an den Grenzen der menschlichen Existenz gedacht, gedichtet und gelitten. Manfred Lütz stellt fest: „Es ist kein Zeichen von geistiger Souveränität, wenn manche Christenmenschen sein ganzes Denken am liebsten als Ausgeburt des Wahnsinns darstellen. Friedrich Nietzsche war nicht wahnsinnig.“ Nur am Ende seines Lebens litt er an den Folgen einer Hirnentzündung durch Syphilisbakterien. Das hat ihn dann zeitweilig verwirrt. </p>
<p>Aber seine großen Gedankenexperimente waren überhaupt nicht verrückt, sondern die konsequenteste Ausformulierung eines leidenden Atheismus. Nicht dieses Denken hat Friedrich Nietzsche in den Wahnsinn getrieben, wie es manche gerne hätten, sondern es waren kleine Bakterien, die sein Gehirn zerstörten. Es ist ein Mythos von missgünstigen und kleingeistigen Stammtischphilosophen, dass zu viel Denken einen Menschen wahnsinnig machen kann. </p>
<p><strong>Die wenigsten Gedanken sind krank</strong></p>
<p>Die Psychiatrie kennt so etwas nicht. So eignet sie sich nicht für die Entschärfung schwieriger oder gefährlicher Gedanken. Wenige Gedanken sind richtig, viele Gedanken sind falsch, aber die wenigsten Gedanken sind krank. Genie und Wahnsinn, das gehe häufig zusammen, meint der Volksmund. Doch da hat er ausnahmsweise einmal Unrecht. Manfred Lütz erklärt: „Menschen, die Geniales vollbringen, sind zwar nicht normal, aber deswegen noch lange nicht verrückt.“</p>
<p>Im Gegenteil, um Großes zu vollbringen, muss man seine Tassen im Schrank ziemlich geordnet haben. Zwar sind auch „Wahnsinnige“ bisweilen zu genialen Produktionen in der Lage, aber am ehesten dann, wenn die Krankheit nicht akut ist. Es wird mitunter übertrieben viel Aufhebens von der Kunst psychisch Kranker gemacht. Die Sammlung Prinzhorn in Heidelberg ist legendär. Und doch ist nicht das Verrückte selbst das Künstlerische. Psychisch kranke Künstler sind in der Regel nicht wegen, sondern trotz ihrer psychischen Krankheit kreativ. Auch wenn sie sie psychische Erkrankung vielleicht unmittelbarer mit ihren existenziellen Tiefen in Berührung gebracht haben mag. Quelle: „Neue Irre!“ von Manfred Lütz</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Es gibt viele wahnsinnig Normale</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Mar 2021 02:00:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Normale]]></category>
		<category><![CDATA[Wahnsinn]]></category>
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					<description><![CDATA[Es gibt nicht nur den ganz normalen Wahnsinn, sondern auch die wahnsinnig Normalen. Es gibt diese öden blassen Gestalten, an die man sich partout nicht erinnern kann, obwohl sie einem im Zug stundenlang gegenübergesessen sind. Manfred Lütz erläutert: „Diese grauen Mäuse unserer Normalgesellschaft, deren Motto ist: Bloß nicht auffallen! In der Schule waren sie gut ... <a title="Es gibt viele wahnsinnig Normale" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/manfred-luetz-normaler-wahnsinn.html" aria-label="Mehr Informationen über Es gibt viele wahnsinnig Normale">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt nicht nur den ganz normalen Wahnsinn, sondern auch die wahnsinnig Normalen. Es gibt diese öden blassen Gestalten, an die man sich partout nicht erinnern kann, obwohl sie einem im Zug stundenlang gegenübergesessen sind. Manfred Lütz erläutert: „Diese grauen Mäuse unserer Normalgesellschaft, deren Motto ist: Bloß nicht auffallen! In der Schule waren sie gut bis mittelmäßig, aber nur so sehr, dass die Klassenkameraden sich nicht herausgefordert fühlten.“ Im örtlichen Waschsalon fanden sie ihre Frau fürs Leben, der Sauberkeit über alles ging, porentiefe Sauberkeit natürlich. Sie wurden Buchhalter in der Finanzverwaltung und ihre Kleidung wählten sie stets so, wie es sich für den gepflegten Herrn gehört. Mann ist dann gut angezogen, wenn sich keiner später mehr erinnern kann, was er anhatte. Dr. med. Dipl. theol. Manfred Lütz ist Psychiater, Psychotherapeut, Kabarettist und Theologe. <span id="more-2541"></span></p>
<p><strong>Die wahnsinnig Normalen sind der Kitt der Gesellschaft</strong></p>
<p>Auch ihre Meinungen liegen stets im Trend. Ein bisschen kritisch, aber nicht allzu viel. Sie sterben unspektakulär am Herzinfarkt wie die meisten ihrer Freunde. Solche Menschen hätten nie die Chance, in eine Psychiatrie eingeliefert zu werden. Sie böten bei allen psychologischen Tests den ultimativen Normalbefund. Von außen ist man nicht immer sicher, ob sie überhaupt leben, und wenn ja, wie? Wahrscheinlich leben sie aber doch irgendwie, man merkt es nur nicht. </p>
<p>Manfred Lütz will jedoch solch wahnsinnig Normale nicht verachten. Sie sind schließlich der Kitt der Gesellschaft. Sie sind die Existenzbedingung jeder Straßenverkehrsordnung. Sie sind die Freunde aller Statistiker, die nichts so sehr hassen wie statistische Ausreißer. Die wahnsinnig Normalen sind das Passepartout, damit sich alle Außergewöhnlichen auch wirklich außergewöhnlich fühlen können. Doch gibt es da ein Problem mit diesen Normalen. Sie mögen die anderen nicht. </p>
<p><strong>Der brave Bürger kann zur Furie werden</strong></p>
<p>Manfred Lütz stellt fest: „Sie hassen all die Bunten, die Schrillen, die Lauten.“ Es macht sie wütend, dass da immer wieder diese regellosen Chaoten sind, die falsch parken. Nie würde es ihnen einfallen, mit solchen Leuten zu reden. Aber wenn das Fass überläuft, bricht es aus ihnen heraus, dann kann der brave Bürger zur Furie werden, dann brüllt er los in gerechtem Zorn. Wahnsinnig Normale sind zwar normal, aber sie können unberechenbar sein. Wer kein Blut sehen kann und deswegen seinen Nachbarn nicht gleich erschlagen will, der kann ihn heutzutage geistig fertigmachen. </p>
<p>Im Zeitalter der political correctness wurde der Pranger wieder eingeführt. Am mittelalterlichen Pranger stellte man Menschen auf einem öffentlichen Platz zur Strafe zur Schau mit einem Schild, auf dem ihr Verbrechen genannt wurde. Man hält das heute für eine eklatante Verletzung der Menschenwürde. Doch zugleich hegt man keinerlei Bedenken, einen Menschen wegen einer nicht korrekten öffentlichen Äußerung in allen Medien und auf sämtlichen Social-Media-Kanälen der Lächerlichkeit und Verachtung, ja des Hasse preiszugeben. Quelle: „Neue Irre!“ von Manfred Lütz</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Eine Diagnose darf keine Waffe sein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Nov 2020 08:08:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Diagnose]]></category>
		<category><![CDATA[Gewissenlosigkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Wahnsinn finden Psychiater bei bestimmten Krankheiten. Die Öffentlichkeit spricht aber viel häufiger vom „ganz normalen Wahnsinn“. Sie meint damit keine Krankheiten, sondern die flächendeckenden Merkwürdigkeiten, von denen die Massenmedien pausenlos berichten. Manfred Lütz stellt fest: „Die Folgen dieses ganz normalen Wahnsinns sind erheblich desaströser als die harmlosen Spinnereien eines Schizophrenen aus dem Nachbarhaus.“ Das wirkliche ... <a title="Eine Diagnose darf keine Waffe sein" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/eine-diagnose-darf-keine-waffe-sein.html" aria-label="Mehr Informationen über Eine Diagnose darf keine Waffe sein">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wahnsinn finden Psychiater bei bestimmten Krankheiten. Die Öffentlichkeit spricht aber viel häufiger vom „ganz normalen Wahnsinn“. Sie meint damit keine Krankheiten, sondern die flächendeckenden Merkwürdigkeiten, von denen die Massenmedien pausenlos berichten. Manfred Lütz stellt fest: „Die Folgen dieses ganz normalen Wahnsinns sind erheblich desaströser als die harmlosen Spinnereien eines Schizophrenen aus dem Nachbarhaus.“ Das wirkliche Problem sind daher die sogenannten Normalen. Donald Trump ist natürlich ein krankhafter Narzisst. Mit dieser Diagnose warteten eine Reihe amerikanischer Psychotherapeuten auf. Sie alle hatten ihn jedoch nicht untersucht und ganz sicher auch nicht gewählt. Hier wurde eine Diagnose als Waffe gegen einen Menschen benutzt, den man aus vielen Gründen nicht mag. Doch dazu sind Diagnosen nicht da. Dr. med. Dipl. theol. Manfred Lütz ist Psychiater, Psychotherapeut, Kabarettist und Theologe. <span id="more-2438"></span></p>
<p><strong>Ein Narzisst braucht den permanenten Beifall</strong></p>
<p>Ein pathologischer Narzisst ist in der Regel jemand, der über ganz wenig gesundes Selbstbewusstsein verfügt. Deshalb braucht er den permanenten Beifall seiner Umgebung, ein Beifall, der ihm aber nie wirklich reicht. Irgendwann machen das die Freude nicht mehr mit, der Patient vereinsamt oder der Erfolg bleibt aus. Dann fällt dieser bemitleidenswerte Mensch in ein Loch, leidet schwer und muss zum Psychotherapeuten. In manchmal jahrelangem Bemühen kann es durch Behandlung gelingen, dass dieser Mensch sein unglaublich nerviges Verhalten ändert.</p>
<p>Ist dies der Fall, findet er wieder Kontakte und kann auf diese Weise endlich ein zufriedenstellendes Leben führen. Doch all das trifft laut Manfred Lütz auf Donald Trump nicht zu. Dass er erfolglos ist, kann man im Ernst nicht behaupten. Und Freude hat er mehr als genug, auch wenn man selber nicht gerne dazugehören würde. Jedenfalls sind Millionen Amerikaner seine Anhänger. Er wurde legal zum Präsidenten des mächtigsten Landes der Erde gewählt. Und gestandene amerikanische Senatoren sind sich nicht zu schade, seine Eskapaden öffentlich und feierlich für völlig normal zu erklären.</p>
<p><strong>Gewissenlosigkeit kann man lernen</strong></p>
<p>Donald Trump ist für Manfred Lütz mithin alles andere als krank. Vielmehr ist er ein zutiefst unmoralischer Mensch und das ist viel schlimmer. Denn so etwas kann man nicht therapieren. Wie kann man nur so werden? Es ist nämlich nicht ganz einfach, einem Menschen die Moral gründlich auszutreiben. Doch leider ist das immer wieder gelungen, mit zum Teil fürchterlichen Folgen. Das Erschütternde an den Massenverbrechen der Diktaturen des 20. Jahrhunderts ist vor allem eine Tatsache.</p>
<p>Nämlich, dass man immer genügend Menschen fand, die ihr Gewissen so weit zum Schweigen bringen konnten, dass sie zu jedem Verbrechen bereit waren. Gewissenlosigkeit kann man lernen. Donald Trump hat schon ganz früh von seinem Vater gelernt, das Wichtigste im Leben sei: Erfolg, viel Geld und Der-Größte-Sein. Und um das zu erreichen, darf man buchstäblich alles tun. Das ist nichts anderes als Gewissenlosigkeit als Lebensprinzip. Quelle: „Neue Irre!“ von Manfred Lütz</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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