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	<title>Wahn &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Der Wahn ist eine irrationale Überzeugung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Apr 2024 01:00:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn ein Wahn ein epistemisch irrationale Überzeugung ist, gilt dann auch im Umkehrschluss, dass epistemisch irrationale Überzeugungen grundsätzlich wahnhaft sind? Philipp Sterzer kann die Antwort auf diese Frage schon jetzt mit einem klaren und eindeutigen Nein beantworten. Er fügt hinzu: „Natürlich hängt die Antwort auf diese Frage stark davon ab, inwieweit wir Wahn als etwas ... <a title="Der Wahn ist eine irrationale Überzeugung" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/wahn-ist-eine-irrationale-ueberzeugung.html" aria-label="Mehr Informationen über Der Wahn ist eine irrationale Überzeugung">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ein Wahn ein epistemisch irrationale Überzeugung ist, gilt dann auch im Umkehrschluss, dass epistemisch irrationale Überzeugungen grundsätzlich wahnhaft sind? Philipp Sterzer kann die Antwort auf diese Frage schon jetzt mit einem klaren und eindeutigen Nein beantworten. Er fügt hinzu: „Natürlich hängt die Antwort auf diese Frage stark davon ab, inwieweit wir Wahn als etwas Pathologisches betrachten.“ Man könnte sich ja auch auf den Standpunkt stellen, dass Wahn ohnehin etwas ganz Normales ist, das bei gesunden Menschen einfach nur unterschiedlich stark ausgeprägt ist. Wer aber einen solchen Standpunkt einnimmt, der muss sich von der gängigen Wortbedeutung verabschieden und den Begriff „Wahn“ neu definieren. Im Jahr 2011 berief man Philipp Sterzer zum Professor für Psychiatrie und computationale Neurowissenschaften an die Charité in Berlin. 2022 wechselte er an die Universität Basel. <span id="more-5346"></span></p>
<p><strong>Wahnhaftes Denken kann nicht der Normalfall sein</strong></p>
<p>Denn der Wahn hat in der deutschen Sprache eindeutig die Konnotation des Pathologischen, also eines Krankheitssymptoms. Man kann feststellen, dass der Begriff Krankheit im Gegensatz zum Begriff Gesundheit verstanden wird, wobei Gesundheit als der Normalzustand zu verstehen ist und Krankheit als eine Abweichung von dieser Norm. Philipp Sterzer stellt fest: „Wenn Wahn also ein Krankheitssymptom ist, dann kann wahnhaftes Denken nicht der Normalfall sein.“ </p>
<p>Philipp Sterzer möchte nicht den Fehler machen, die Mehrzahl der Menschen als krank zu erklären, indem er Wahn als etwas „Normales“ bezeichnet. Tatsächlich muss man allerdings in der psychisch gesunden Bevölkerung nicht lange nach Überzeugungen suchen, die im epistemischen Sinne eindeutig irrational sind. Philipp Sterzer nennt Beispiele: „Dazu gehören viele Aspekte religiösen Glaubens, Aberglaube, Verschwörungstheorien, rassistische Vorurteile und vieles mehr. Überzeugungen dieser Art sind normal in dem Sinne, dass sie sehr weit verbreitet sind.“ </p>
<p><strong>Die meisten Menschen haben insgeheim seltsame Überzeugungen</strong></p>
<p>Der Harvard-Psychiater Brendan Maher vertrat bereits in den 1980er-Jahren die Ansicht, dass irrationale Überzeugungen eher die Regel als die Ausnahme seien. Er schreibt: „Im Hinblick auf den Wahn gehen wir normalerweise davon aus, das nicht-plausible Erklärungen eher selten sind: aber ich argumentiere, dass sie sogar eher häufig sind. […] Der Standard eines rationalen, deduktiven – also logisch schlussfolgernden – Vorgehens trifft auf normales Denken nicht zu. Viele oder sogar die meisten Menschen haben insgeheim seltsame Überzeugungen, die von Psychiatern als wahnhaft diagnostiziert werden könnten.“ </p>
<p>Philipp Sterzer muss zugeben, dass er diese Aussage zunächst etwas verstörend fand. Seine erste Reaktion war: „Na gut, die meisten Menschen mögen irrationale Überzeugungen haben, aber auf mich trifft das natürlich nicht zu. Aber vielleicht bin ich ja bei dieser Einschätzung Opfer des altbekannten und selbstwertdienlichen „Better-than-Average“-Effekts geworden.“ Menschen denken, dass sie überdurchschnittlich rational sind, so, wie die Mehrzahl der Autofahrer denkt, sie seinen überdurchschnittlich gute Autofahrer. Quelle: „Die Illusion der Vernunft“ von Philipp Sterzer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Es gibt verschiede Arten von Überzeugungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Aug 2023 01:00:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Illusion]]></category>
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					<description><![CDATA[Bei bestimmten Überzeugungen ist die entscheidende Frage, ob eine Aussage wahr oder falsch ist. „Deskriptive Überzeugungen“ betreffen Aussagen oder Theorien über die Realität. Philipp Sterzer erklärt: „Das heißt, sie können in der Regel durch Überprüfungen bestätigt oder widerlegt werden, zumindest mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit.“ Deskriptiv sind zum Beispiel Überzeugungen wie die, dass die Erde um ... <a title="Es gibt verschiede Arten von Überzeugungen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/philipp-sterzer-die-illusion-der-rationalitaet.html" aria-label="Mehr Informationen über Es gibt verschiede Arten von Überzeugungen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bei bestimmten Überzeugungen ist die entscheidende Frage, ob eine Aussage wahr oder falsch ist. „Deskriptive Überzeugungen“ betreffen Aussagen oder Theorien über die Realität. Philipp Sterzer erklärt: „Das heißt, sie können in der Regel durch Überprüfungen bestätigt oder widerlegt werden, zumindest mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit.“ Deskriptiv sind zum Beispiel Überzeugungen wie die, dass die Erde um die Sonne kreist oder dass regelmäßiger Sport gesund ist. Im Unterschied dazu gibt es aber auch Überzeugungen, deren Wahrhaftigkeit nicht überprüfbar ist. Sie beschäftigen sich gar nicht mit der Frage, ob etwas mit der Realität übereinstimmt oder nicht, sondern nur mit der Frage, wie etwas sein „sollte“. Im Jahr 2011 berief man Philipp Sterzer zum Professor für Psychiatrie und computationale Neurowissenschaften an die Charité in Berlin. 2022 wechselte er an die Universität Basel. <span id="more-4813"></span></p>
<p><strong>Man kann „Verrücktheit“ nur mit bestimmten Symptomen beschreiben</strong></p>
<p>In diesem Fall spricht man von „normativen Überzeugungen“. Sie betreffen zum Beispiel die Frage, ob eine Handlung gut oder böse ist oder ob ein Verhalten moralisch richtig oder falsch ist. Normativ wären etwa Überzeugungen wie die, dass alle Menschen ein Recht auf freie Meinungsäußerung haben oder dass sich Frauen in der Öffentlichkeit verschleiern müssen. In seinem Buch „Die Illusion der Vernunft“ beschäftigt Philipp Sterzer mit „deskriptiven Überzeugungen“. Diese Überzeugungen erheben Anspruch auf Wahrhaftigkeit.</p>
<p>Philipp Sterzer beschäftigt sich auf mit der Frage, was mit dem Begriff „verrückt“ gemeint ist. Dabei handelt es sich nicht um einen medizinischen oder psychiatrischen Fachbegriff. Psychiater bezeichnen Menschen in der Regel nicht als „verrückt“, sondern sie beschreiben Symptome und stellen Diagnosen. „Verrücktheit“ ist jedoch kein Symptom und auch keine Diagnose. Man kann „Verrücktheit“ nur mit bestimmten Symptomen beschreiben. Gemeinhin bezeichnet man Personen dann als „verrückt“, wenn sie Überzeugungen haben, die nicht mit der Realität übereinstimmen. </p>
<p><strong>Beim Wahn handelt es sich um eine Überzeugung</strong></p>
<p>Wenn Psychiater zu der Einschätzung gelangen, dass eine Person von Ideen überzeugt ist, die eindeutig nicht mit der Realität in Einklang stehen, dann sprechen sie von dem Symptom „Wahn“. Wahn kann man folgendermaßen definieren: „Eine feste Überzeugung, die auch im Lichte entgegengesetzter Evidenz keiner Änderung zugänglich ist.“ Die Unterscheidung zwischen einem Wahn und einer stark behaupteten Idee ist manchmal schwer zu treffen. Sie hängt von dem Grad der Gewissheit ab, mit der an einer Überzeugung festgehalten wird.</p>
<p>Zunächst einmal stellt Philipp Sterzer fest: „Beim Wahn handelt es sich um eine Überzeugung. Das ist ein wichtiger Punkt, denn häufig wird Wahn mit Wahrnehmungsstörungen verwechselt. Wenn also zum Beispiel eine Person etwas wahrnimmt, das nicht da ist, oder einen vorhandenen Reiz falsch wahrnimmt.“ Man spricht dann von „Halluzinationen“ oder „Illusionen“. Der Begriff Wahn hingegen bezieht sich nicht auf das, was man mit seinen Sinnen wahrnimmt, sondern auf das, was im Kopf eines Menschen vor sich geht: auf Einfälle, Gedanken und Ideen. Quelle: „Die Illusion der Vernunft“ von Philipp Sterzer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Wahn und Realität liegen eng beieinander</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Feb 2023 02:00:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kategorie]]></category>
		<category><![CDATA[Realität]]></category>
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					<description><![CDATA[Philipp Sterzer hält öfter Vorträge vor Psychiatriekollegen. Manchmal fragt es sie, ob jemand von ihnen schon einen Fall erlebt habe, bei dem die Unterscheidung zwischen Wahn und Realität schwierig oder unmöglich war. Als Antwort erhält er dann von allen Seiten zustimmendes Nicken. Ein Gehirn, das normalerweise nach dem Prinzip der Rationalität operiert, baut sich aufgrund ... <a title="Wahn und Realität liegen eng beieinander" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/philipp-sterzer-wahn-versus-realitaet.html" aria-label="Mehr Informationen über Wahn und Realität liegen eng beieinander">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Philipp Sterzer hält öfter Vorträge vor Psychiatriekollegen. Manchmal fragt es sie, ob jemand von ihnen schon einen Fall erlebt habe, bei dem die Unterscheidung zwischen Wahn und Realität schwierig oder unmöglich war. Als Antwort erhält er dann von allen Seiten zustimmendes Nicken. Ein Gehirn, das normalerweise nach dem Prinzip der Rationalität operiert, baut sich aufgrund einer Überdosis Stresshormon plötzlich eine eigene, völlig irrationale Realität. Philipp Sterzer fragt: „Hängt die Realität, die wir erleben, also davon ab, wie gestresst wir gerade sind? Und nicht nur davon, sondern auch von vielen anderen Faktoren, die unsere Hirnfunktion beeinflussen könnten?“ Im Jahr 2011 berief man Philipp Sterzer zum Professor für Psychiatrie und computationale Neurowissenschaften an die Charité in Berlin. 2022 wechselte er an die Universität Basel. <span id="more-4349"></span></p>
<p><strong>Die Grenzen zwischen „normal“ und „verrückt“ sind fließend</strong></p>
<p>Philipp Sterzer hält fest, dass „normal“ und „verrückt“ erstaunlich nah beieinanderliegen. Deshalb sollte man vorsichtig sein mit vorschnellen Schlussfolgerungen. Natürlich gibt es Fälle, in denen die Sache eindeutig ist. Oft entwickeln Menschen im Rahmen psychischer Erkrankungen Überzeugungen, die so bizarr und zweifellos weit entfernt von der Realität sind, dass man sie ganz eindeutig als wahnhaft einordnen muss. Häufig liegen solchen wahnhaften Überzeugungen schwere psychische oder auch körperliche Erkrankungen zugrunde.</p>
<p>Diese muss man sehr ernst nehmen und sie bedürfen zwingend einer Behandlung. Allerdings sind die Grenzen zwischen „normal“ und „verrückt“, zwischen psychisch „gesund“ und „krank“ fließend. Diese Kategorien sind keineswegs in Stein gemeißelt und ein Psychiater kann sich bei der Zuordnung zu diesen Kategorien durchaus irren. Und doch denken viele Menschen genau in diesen Kategorien. Sie treffen dichotome Entscheidungen wie die zwischen „normal“ und „verrückt“, denn sie erscheinen ihnen intuitiv plausibel.</p>
<p><strong>Kategorien reduzieren Komplexität</strong></p>
<p>Kategorisches Denken ist in der Psychologie ein seit Langem bekanntes Phänomen. Wie der Sozialpsychologe Gordon Allport feststellte, muss „[…] der menschliche Geist mit der Hilfe von Kategorien denken. Wir können diesen Prozess nicht vermeiden. Geordnetes Leben hängt davon ab.“ Philipp Sterzer fügt hinzu: „Die unzähligen Phänomene, die uns in der Welt begegnen, in Kategorien einzuteilen, macht vieles einfacher. Kategorien reduzieren Komplexität, sie ordnen, schaffen Struktur und helfen dadurch, Entscheidungen zu treffen.“ </p>
<p>Aber die Neigung der Menschen zum Kategorisieren birgt auch Gefahren. Sie führt zu Schwarz-Weiß-Denken und kann Gräben reißen, die schwer zu überwinden sind. Besonders tief ist dieser Graben zwischen den Kategorien „normal“ und „verrückt“. So fließend die Übergänge sein können, so scharf ist doch die Grenze, die Menschen in ihren Köpfen zwischen diesen Kategorien ziehen. Wer „normal“ ist, der ist in Ordnung. Wer aber „verrückt“ ist, der ist anders, der lebt in einer anderen Welt, ist den Mitmenschen fremd, unheimlich, vielleicht sogar gemeingefährlich. Quelle: „Die Illusion der Vernunft“ von Philipp Sterzer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Krankheiten haben auch ihre guten Seiten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Apr 2022 08:00:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Gewiss, man stutzt, wenn es heißt, man verdanke etwas einer Krankheit. Manfred Lütz betont: „Doch es ist eine Tatsache, dass selbst die schwere psychische Krankheit nicht nur ihre leidvollen, sondern auch ihre guten Seiten hat. Für viele Patienten, die längst wieder gesund sind, stellt sich ihre kranke Phase im Nachhinein als positiver Wendepunkt in ihrem ... <a title="Krankheiten haben auch ihre guten Seiten" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/manfred-luetz-welt-der-psychiatrie.html" aria-label="Mehr Informationen über Krankheiten haben auch ihre guten Seiten">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gewiss, man stutzt, wenn es heißt, man verdanke etwas einer Krankheit. Manfred Lütz betont: „Doch es ist eine Tatsache, dass selbst die schwere psychische Krankheit nicht nur ihre leidvollen, sondern auch ihre guten Seiten hat. Für viele Patienten, die längst wieder gesund sind, stellt sich ihre kranke Phase im Nachhinein als positiver Wendepunkt in ihrem Leben dar.“ Sie verklären die Krankheit nicht, dazu besteht kein Anlass, aber sie reihen sie in die abenteuerlichen Wegstrecken ihres Lebens ein, die auch zu mancher wichtigen Erkenntnis beigetragen haben. Es klingt banal, aber wer einmal überraschend eine depressive Phase erlitten hat, der kann nie mehr unvorbereitet in eine Depression stürzen. Dr. med. Dipl. theol. Manfred Lütz ist Psychiater, Psychotherapeut, Kabarettist und Theologe. <span id="more-3491"></span></p>
<p><strong>Ehemals Kranke kosten helle Lebensphasen voll aus</strong></p>
<p>Vielleicht geht der Betroffene jetzt dankbarer und intensiver mit allen hellen Lebensphasen um als ein immer Gesunder, dem alles in gleicher trüber Beleuchtung vor dem Auge vorbeizieht. Wer in einem schizophrenen Schub akustische Halluzinationen erlebt hat, der hat da eine kaum überbietbare Lebensintensität gespürt. Das ist auch Leid, aber es gibt Menschen, die sogar das als Bereicherung ihres Lebens verstehen und annehmen. Genau das versuchen auch die modernen Methoden von Psychiatrie und Psychotherapie zu tun.</p>
<p>Das Störende der Störung, das Kranke der Krankheit, das Belastende der Belastung, das sieht der Patient meist selber zur Genüge, wenn er erstmals in Behandlung kommt. Manfred Lütz erklärt: „Da ist es Aufgabe des professionellen Therapeuten, die Beleuchtung zu ändern und ihre Perspektive so zu wechseln, dass eine nützlichere Sichtweise zustande kommt, die zu Lösungen führt.“ Von der Kinderpsychiaterin Thea Schönfelder stammt der berührende Satz: „Was mich von meinen psychotischen Mitmenschen unterscheidet, ist meine Möglichkeit, ihn „heiler“ zu sehen, als er es selbst vermag.“</p>
<p><strong>Der Wahnkranke kann seine Perspektive nicht wechseln</strong></p>
<p>Diese nützlicher Perspektive kann dann die Fähigkeiten und Kräfte des Patienten ins Licht stellen, die er früher bewiesen, jetzt in der Krise aber ausgeblendet hat. Denn womit soll der Patient die Krise lösen? Gewiss nicht mit den Fähigkeiten, die er gerne hätte, sondern nur mit den Fähigkeiten, die er einmal hatte. Manfred Lütz weiß: „Die Unfähigkeit, die Perspektive zu wechseln, wird psychiatrisch als Wahn bezeichnet. Der Wahnkranke kann die ganze Welt nur unter dem beherrschenden Gesichtspunkt sehen, dass zum Beispiel der Nachbar ihn mit Kameras überwacht, mit Autos verfolgen lässt und mit energiereichen Strahlen quält.“ </p>
<p>Von diesen Gedanken ist er mit keinem vernünftigen Argument abzubringen, obwohl er ansonsten ganz rational reagiert. Ideologien haben ebenfalls etwas Wahnähnliches. Sie sehen die Welt nur unter einer bestimmten Perspektive. Und auch die Psychiatrie ist ideologieanfällig. Psychiatrische oder psychologische Schulen sehen den Menschen gern unter nur einem Gesichtspunkt. Doch neuerdings ist man zur Einsicht gelangt, dass gerade die Möglichkeit zum Perspektivwechsel den guten Therapeuten auszeichnet. Quelle: „Neue Irre!“ von Manfred Lütz</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Psychische Störungen können bösartig sein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Sep 2020 06:45:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Das Böse]]></category>
		<category><![CDATA[Ideen]]></category>
		<category><![CDATA[Paranoia]]></category>
		<category><![CDATA[Psychiater]]></category>
		<category><![CDATA[Psychopathologie]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn man von der Psychopathologie des Bösen spricht, darf man die „Bösartigkeit“ mancher Symptome nicht unberücksichtigt lassen. Ähnlich wie bei einer malignen Erkrankung im körperlichen Bereich können auch psychische Störungen von bösartiger Natur sein. Das hat aber nichts mit einer moralischen Wertung zu tun, sondern spricht den Krankheitscharakter der psychischen Symptomatik an. Psychiatrische Erkrankungen können ... <a title="Psychische Störungen können bösartig sein" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/psychische-stoerungen-koennen-boesartig-sein.html" aria-label="Mehr Informationen über Psychische Störungen können bösartig sein">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man von der Psychopathologie des Bösen spricht, darf man die „Bösartigkeit“ mancher Symptome nicht unberücksichtigt lassen. Ähnlich wie bei einer malignen Erkrankung im körperlichen Bereich können auch psychische Störungen von bösartiger Natur sein. Das hat aber nichts mit einer moralischen Wertung zu tun, sondern spricht den Krankheitscharakter der psychischen Symptomatik an. Psychiatrische Erkrankungen können einen guten, also in der Ausheilung mündenden Verlauf nehmen. Oder sie führen in ihrer bösartigen Form zur Katastrophe, Chronifizierung oder gar zum Tod. Die Symptome können eher harmlos und „benigne“ oder schwerwiegend und „bösartig“ sein. Reinhard Haller stellt fest: „Eigenartigerweise fällt es uns weit weniger schwer, von einer bösartigen körperlichen als einer derart beschriebenen psychischen Erkrankung zu sprechen.“ Der Psychiater und Psychotherapeut Reinhard Haller arbeitet vornehmlich als Therapeut, Sachverständiger und Vortragender. <span id="more-2362"></span></p>
<p><strong>Paranoia führt zur Fehlbeurteilung der Wirklichkeit</strong></p>
<p>Psychiater können zwischen bösen, fanatischen und kranken Ideen unterscheiden. Bei bösen Ideen setzen sie ein hohes Maß an freiem Willen voraus. Das heißt, die Idee ist trotz ihrer Verwerflichkeit nicht Folge von krankhaften Gedankengängen oder von schweren emotionalen Einflüssen. Vielmehr entspricht sie einer normalen Psyche und dem freien Denken. Sie wird somit zur Grundlage dessen, was im Strafrecht als „böser Wille“ bezeichnet wird.</p>
<p>Bei kranken Ideen ist hingegen keine freie Willensbildung mehr möglich. Der Betroffene ist seiner pathologischen Vorstellung mehr oder minder hilflos ausgeliefert und kann sich nicht mehr frei entscheiden. Reinhard Haller weiß: „Während beim Fanatismus noch eine gewisse Korrektur und Selbststeuerung möglich ist, dominiert der Wahn das Denken, Fühlen und Wollen in absoluter Weise.“ Diese schwerwiegende, auch als Paranoia bezeichnete Erkrankung führt zu einer Fehlbeurteilung der Wirklichkeit. Diese wird mit absoluter Gewissheit verteidigt.</p>
<p><strong>Für Wahnkranke existiert kein Zweifel</strong></p>
<p>Die wahnhafte Idee kann der Betroffene nicht korrigieren. Selbst dann nicht, wenn sie klare Widersprüche zur objektiven Realität aufweist und mit dem Urteil gesunder Mitmenschen nicht in Übereinstimmung zu bringen ist. Charakteristisch am Wahn ist die unerschütterliche Überzeugung, an der ohne ausreichende Begründung festgehalten wird. Der Wahnkranke weiß, dass es so und nicht anders ist. Seine Erklärung lautet: „Es ist so, es gibt überhaupt keinen Zweifel.“ Wahnhaft zu empfinden und zu denken heißt, Dinge ohne jeglichen Anlass miteinander in Beziehung zu setzen.</p>
<p>Oft wird das Böse zum Inhalt eines bösartigen Symptoms, etwa beim Verschuldungs-, Versündigungs- oder Besessenheitswahn. Ähnlich einer Krebserkrankung wuchert der Wahngedanke immer hemmungsloser. Er nimmt den Organismus der Seele weitgehend gefangen und beherrscht die Ideen, Vorstellungen und schließlich auch das Handeln der erkrankten Person. In „wahnhafter Wehrlosigkeit“ ist diese der Paranoia ausgeliefert, sie kann gar nicht mehr anders handeln. Sie ist nicht mehr zurechnungsfähig. Quelle: „Das Böse“ von Reinhard Haller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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