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	<title>Verletzlichkeit &#8211; Psychologie Guide</title>
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		<title>Passiv-aggressive Personen reagieren neurotisch auf Stress</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Aug 2020 07:59:45 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Hochsensibilität]]></category>
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					<description><![CDATA[Menschen mit mäßig kränkenden und kränkbaren Anteilen zählen zu den sogenannten „passiv-aggressiven“ Persönlichkeitsstörungen. Reinhard Haller erläutert: „Bei diesen sind Kränken und Gekränktsein als neurotischen Reaktionen auf Stress jeglicher Art zu verstehen.“ Kennzeichnend ist die Verweigerung von sozialer und beruflicher Anforderung. Dazu gesellen sich passiver Widerstand und mürrisch streitsüchtiges – also kränkendes – Verhalten. Ihre negativistische ... <a title="Passiv-aggressive Personen reagieren neurotisch auf Stress" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/passiv-aggressive-personen-reagieren-neurotisch-auf-stress.html" aria-label="Mehr Informationen über Passiv-aggressive Personen reagieren neurotisch auf Stress">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Menschen mit mäßig kränkenden und kränkbaren Anteilen zählen zu den sogenannten „passiv-aggressiven“ Persönlichkeitsstörungen. Reinhard Haller erläutert: „Bei diesen sind Kränken und Gekränktsein als neurotischen Reaktionen auf Stress jeglicher Art zu verstehen.“ Kennzeichnend ist die Verweigerung von sozialer und beruflicher Anforderung. Dazu gesellen sich passiver Widerstand und mürrisch streitsüchtiges – also kränkendes – Verhalten. Ihre negativistische Haltung resultiert aus der Angst, von anderen missverstanden und missachtet zu werden. Die Kränkbarkeit wird durch Neid gegenüber der scheinbar glücklichen Gesellschaft intensiviert. Nach der kognitiv-behavioralen Therapie ist das Wesentliche der passiv-aggressiven Persönlichkeitsstörung „ein spezifisches Muster, Ärger in sozialen Beziehungen auszudrücken. Und zwar in einer gereizten verbalen und nicht verbalen Art, die zugleich selten oder nie zu befriedigenden Problemlösungen führt“. Der Psychiater und Psychotherapeut Reinhard Haller arbeitet vornehmlich als Therapeut, Sachverständiger und Vortragender. <span id="more-2337"></span></p>
<p><strong>Paranoide Menschen können sich in einen Wahn hineinsteigern</strong></p>
<p>Das zentrale Problem sind Kompetenzdefizite im sozialen Kontakt und im Umgang mit Ärger und Wut. Reinhard Haller weiß: „Menschen, die in der Durchsetzung eigener Bedürfnisse gehemmt sin und ihre Ärger-Reaktionen nicht offen zeigen, wirken kritisch, zögerlich und skeptisch.“ Eine gewisse Nähe zu den passiv-aggressiven und auch den sensiblen Menschen haben die paranoiden Persönlichkeiten. Ein in der Persönlichkeitsstruktur verankertes übersteigertes Misstrauen und Neigungen zu paranoiden Ausdeutungen bedingen erhöhte Verletzlichkeit. </p>
<p>Diese Menschen vermuten hinter jeder Äußerung einen gefährlichen Gedanken und befürchten hinter jeder Handlung ein bedrohliches Motiv. Dem gesamten Umfeld werden böse Absichten unterstellt. Deshalb leben die Betroffenen in steter Angst, irgendwie benachteiligt und verfolgt zu werden. Sie nehmen überall Dinge wahr, die sie gefährden, verletzen und entwerten könnten. Ihr angstvolles Wähnen kann das Krankheitsgefühl verdichten, manchmal bis zum ausgewachsenen Wahn. </p>
<p><strong>Heutzutage gibt es immer mehr überempfindliche Menschen</strong></p>
<p>Die neben dem Narzissmus für Kränkungen anfälligste Persönlichkeitsstruktur ist jene der Hochsensibilität. Die Überempfindlichkeit hat in einer Zeit, in welcher man sich vor Reizüberflutungen jeglicher Art gar nicht schützen kann, offensichtlich zugenommen. Das Konzept der Überempfindlichkeit ist jedoch keineswegs neu. Es wurde bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts von dem deutschen Psychiater Ernst Kretschmer in seinen bahnbrechenden Arbeiten über den sensitiven Charakter beschrieben. Zentral ist dabei der Gedanke, dass bei solchen Persönlichkeiten Konflikte nicht überwunden oder wie bei Neurosen zumindest verdrängt, sondern im Bewusstsein „verhalten“ werden. </p>
<p>Damit ist das Nachhaltigkeitselement  von Kränkungen angesprochen. Sensitive Menschen seinen intelligent, tief empfindsam, schüchtern, einfühlsam, liebes- und vertrauensfähig auf der einen Seite und menschenfreundlich, ehrgeizig und sozial tüchtig auf der anderen. Wie verletzbar ihr Selbstwert ist, zeigt sich in plötzlich auftretenden Verunsicherungen, Versagensgefühlen, Selbstquälerei und Schuldgefühlen, woraus sich eine paranoide Grundhaltung mit Beziehungsdenken entwickeln kann. Quelle: „Die Macht der Kränkung“ von Reinhard Haller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Verletzlichkeit ist die Voraussetzung für Intimität</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Apr 2020 10:05:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Scham ist universell. Und dennoch redet niemand gerne über sie. Aber je mehr ein Mensch sie fürchtet, desto stärker hindert sie ihn daran, mit sich selbst und anderen in Verbindung zu treten. Scham drückt sich in Gefühlen aus wie „Ich bin nicht gut genug“ oder „Wenn das schiefgeht, bin ich blamiert bis auf die Knochen“. ... <a title="Verletzlichkeit ist die Voraussetzung für Intimität" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/verletzlichkeit-ist-die-voraussetzung-fuer-intimitaet.html" aria-label="Mehr Informationen über Verletzlichkeit ist die Voraussetzung für Intimität">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Scham ist universell. Und dennoch redet niemand gerne über sie. Aber je mehr ein Mensch sie fürchtet, desto stärker hindert sie ihn daran, mit sich selbst und anderen in Verbindung zu treten. Scham drückt sich in Gefühlen aus wie „Ich bin nicht gut genug“ oder „Wenn das schiefgeht, bin ich blamiert bis auf die Knochen“. Andreas Salcher ergänzt: „Scham hat mit unserer Verletzlichkeit zu tun. Die Bereitschaft, uns verletzbar zu machen, ist die Voraussetzung, um Intimität zulassen zu können.“ Nur ein verletzbarer Mensch kann ein empfindsamer und liebender Mensch sein. Menschen, die ein starkes Gefühl der Liebe und Zugehörigkeit haben, glauben, dass sie die Liebe und Zugehörigkeit wert sind. Dr. Andreas Salcher ist Unternehmensberater, Bestseller-Autor und kritischer Vordenker in Bildungsthemen. <span id="more-2189"></span></p>
<p><strong>Vertrauensvolle Menschen haben Mut</strong></p>
<p>Diese Überzeugung ermöglicht es diesen liebenden Menschen zuzulassen, dass sie so gesehen werden wie sie sind. Dadurch können intime und tiefe Beziehungen entstehen. Klingt ganz einfach. Doch woher kam diese Überzeugung? Die erste Gemeinsamkeit, die vertrauensvolle Menschen gemeinsam haben, ist Mut. Diese Menschen sind mutig genug, unvollkommen zu sein, sich aber von ganzem Herzen selbst anzunehmen. Weil sie Mitgefühl für sich selbst empfinden können, ermöglicht ihnen das auch, Mitgefühl für andere zu zeigen. </p>
<p>Diese Menschen können sich mit anderen verbinden, weil sie aufgehört haben, ständig darüber nachzudenken, wer sie sein sollen, und sich stattdessen so akzeptieren, wie sie sind. Eine andere Gemeinsamkeit ist, dass sie ihre Verletzlichkeit uneingeschränkt annehmen. Erst das Eingeständnis ihrer Verletzlichkeit macht sie attraktiv für andere und hilft diesen, sich ebenfalls zu öffnen. Verletzlichkeit ist weder etwas Angenehmes noch Qualvolles, sondern etwas Notwendiges. Sie waren bereit, als Erstes etwas wie „Ich liebe dich“ zu sagen, in dem Wissen, sich damit verwundbar zu machen.</p>
<p><strong>Intimität ist ein Zustand tiefster Vertrautheit</strong></p>
<p>Intimität liegt oft in der Luft. Viele Menschen wagen es aber nicht, sie anzusprechen und ihr damit Raum zu geben. Intimität ist ein Zustand tiefster Vertrautheit. Den Zutritt zu seiner Intimsphäre gewährt ein Mensch nur ganz besonders ausgewählten Menschen. Die Hemmschwelle, um Intimität zu wagen, ist oft gerade gegenüber nahestehenden Menschen besonders hoch. Das hat mit der Angst zu tun, dass man sie mit zu viel Offenheit und Ehrlichkeit erschrecken könnte. </p>
<p>Andreas Salcher warnt: „Wir verdrängen dadurch leicht, dass wir keine intimen Beziehungen zu uns wichtigen Menschen wie Eltern, Geschwistern oder dem Partner haben und der Bereich des Unausgesprochenen immer größer wird.“ Intimität kann allerdings auch unangenehm sein, wenn jemand versucht, einem näher zu kommen, als man es selbst will. In solchen Situationen ist es erlaubt, Nein zu sagen. Eine Ablehnung bleibt aber stets eine Ablehnung, und die bekommt man oft dort, wo sie besonders schmerzt. Quelle: „Das ganze Leben in einem Tag“ von Andreas Salcher</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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