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	<title>Solidarität &#8211; Psychologie Guide</title>
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		<title>Solidarität ist immer individuell und freiwillig</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Oct 2024 01:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Solidarität]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer Menschen ihrer Leidensfähigkeit beraubt, beraubt sie zugleich ihrer Selbstwirksamkeit. Menschen müssen das Leiden als Kraftquelle und Lernimpuls neu entdecken. Johann Wolfgang von Goethe sagte: „Alle Veränderung erfolgt aus Leid.“ Das Leid, von dem Reinhard K. Sprenger hier spricht, ist zunächst ein selbstdefiniertes Phänomen: „Und wir wissen aus der Anthropologie, dass sich alle unsere Talente und Kräfte den Problemen verdanken, die uns herausgefordert haben und an denen wir wachsen konnten.“ Zudem behauptet Reinhard K. Sprenger, dass Politiker ein Interesse an Menschen im Zustand der Unmündigkeit haben. Seiner Meinung nach hat die Politik viel von dem zerstört, was früher die Familien an Strukturen, Rahmen und Hilfe leisteten. Betrachtet man die „Solidarität“ – sie ist immer individuell und freiwillig, niemals kollektiv und erzwungen. Reinhard K. Sprenger, promovierter Philosoph, ist einer der profiliertesten Führungsexperten Deutschlands. <span id="more-5679"></span></p>
<p><strong>Der Wohlfahrtsstaat führt zu erzwungener Umverteilung</strong></p>
<p>Die Solidarität gehört in die Familie, in den Nahbereich, dort ist sie unersetzlich. Reinhard K. Sprenger kritisiert: „Was heute unter „Solidarität“ verkauft wird, ist nichts anderes als Gruppenegoismus – positiv ummäntelt und nötigend präsentiert. Große Teile der Politik wollen die Gesellschaft nach dem Motto der Familie lenken, die große Welt den Regeln der kleinen Welt unterwerfen.“ Der Wohlfahrtsstaat hat den Anspruch, die Bürger durch erzwungene Umverteilung von freiwilliger Solidarität zu entlasten.</p>
<p>Am Ende des Verwöhnungsprozesses steht der mitleidlose, egoistische Bürger, den bloß noch interessiert, was er tun muss, um ein möglichst großes Stück vom Umverteilungskuchen zu bekommen. Wie sollen verwöhnte Gesellschaften aus dieser Situation herausfinden. Reinhard K. Sprenger antwortet: „Der Leidensdruck muss so groß sein, dass wir unsere Komfortzone verlassen müssen, weil sonst das Spiel zu Ende ist.“ Reinhard K. Sprenger sieht kleine Hoffnungsschimmer. Die Finanzkrise hat beispielsweise nicht zu einer Erstarkung der Linken geführt.</p>
<p><strong>Reinhard K. Sprenger ist ein Freiheitsliebender</strong></p>
<p>Ein weiteres Zeichen: Der EU-Zentralismus bröckelt. Es beginnt sich die Einsicht durchzusetzen, dass sich auch globale gesellschaftliche Probleme am besten in kleinen Einheiten lösen lassen. Reinhard K. Sprenger ist zwar ein Freiheitsliebender, seine Staatskritik beschränkt sich auf die Mikroebene des Alltags: „Ich analysiere, wie der Staat in meine Privatsphäre eindringt, wie er mich ködert, verführt, erzieht, lenken will, wie er mich abhängig macht.“</p>
<p>Reinhard K. Sprenger ist ein Feind jenes Staates, der ihn nicht in Ruhe lässt. Es war die große Illusion der großen Totalitarismen des 20. Jahrhunderts, den „neuen Menschen“ erschaffen zu können. Man will das Wollen abschaffen und es durch das Sollen ersetzen. Auch in den Unternehmen: Die Menschen sollen – nicht mit Gewalt, sondern mit Anreizen – erzogen, konditioniert, motiviert werden. Am Ende hat man es stets mit verantwortungslosen Drogenabhängigen zu tun. Quelle: „Gehirnwäsche trage ich nicht“ von Reinhard K. Sprenger</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Es gibt eine dunkle Seite des Mitgefühls</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Oct 2020 10:31:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Empathie]]></category>
		<category><![CDATA[Mitgefühl]]></category>
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					<description><![CDATA[Die dunklen Seiten der Empathie beziehen sich nicht auf den Menschen, sondern auf die Situation, in der er sich befindet. Heinz Bude erläutert: „Der empathische Beobachter schlüpft in die Haut des anderen, indem er sich die Umstände veranschaulicht, die die andere Person so und nicht anders erscheinen lassen.“ Man fühlt mit, wie der andere jetzt ... <a title="Es gibt eine dunkle Seite des Mitgefühls" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/es-gibt-eine-dunkle-seite-des-mitgefuehls.html" aria-label="Mehr Informationen über Es gibt eine dunkle Seite des Mitgefühls">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die dunklen Seiten der Empathie beziehen sich nicht auf den Menschen, sondern auf die Situation, in der er sich befindet. Heinz Bude erläutert: „Der empathische Beobachter schlüpft in die Haut des anderen, indem er sich die Umstände veranschaulicht, die die andere Person so und nicht anders erscheinen lassen.“ Man fühlt mit, wie der andere jetzt ist und im nächsten Augenblick sein wird. Zum Beispiel die Peinlichkeit einer Situation, das Ungeschick in der Rolle und das Bemühen um Haltung werden dem Beobachter zum erlebten Faktum. Auf dieses reagiert er mit Sorge, Bestürzung oder Durchatmen. Dabei besitzt der empathische Beobachter einen Vorteil an Klarheit und Voraussicht. Heinz Bude studierte Soziologie, Philosophie und Psychologie. Seit dem Jahr 2000 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Makrosoziologie an der Universität Kassel. <span id="more-2384"></span></p>
<p><strong>Der empathische Beobachter fühlt mit dem anderen mit</strong></p>
<p>Normalerweise lassen die meisten Menschen im Alltag die Situationen ziemlich verschwommen und schemenhaft an sich vorbeiziehen. Man geht achtlos weiter, macht einen Bogen ums Geschehen oder schüttelt innerlich den Kopf über das, was man von nebenan hört. Wenn man sich aber plötzlich in die Situation eines anderen Menschen versetzt sich, verändert sich das. Die Person ist dann in einer ungeheuren Schnelligkeit in der Lage, aufgrund einiger weniger Merkmale der Situation den Zustand des Gegenübers zu erfassen.</p>
<p>Jemand stolpert, verliert den Faden oder fängt mit einem Mal an zu lachen. Man kann Dinge wahrnehmen, die der andere noch nicht registriert hat. Und man kann Konsequenzen erwägen, die der andere nicht im Blick haben kann. Man bemerkt zum Beispiel, wie sich die Farbe im Gesicht verändert und welchen Ton die Stimme unversehens annimmt. Und man kann diese vielfältigen Informationen in einem Gesamteindruck des Befindens mit einem Schlag zusammenfassen. Der Beobachter sieht, was los ist, und kann mitfühlen, wie es dem anderen geht.</p>
<p><strong>Solidarität verbessert den Zustand meines Nächsten</strong></p>
<p>Heinz Bude erklärt: „Empathie heißt nicht, dass ich einen direkten Draht zum anderen hätte. Ich weiß nicht, was in deinem Kopf vorgeht. Und kann mir auch nicht ausmalen, welche Bilder deiner Kindheit in diesem Moment für dich wachgerufen werden.“ Aber der Beobachter kann sehr wohl erkennen, was den anderen jetzt völlig aus dem Tritt bringen würde oder wie die Situation im Nu gelöst werden könnte. Eine direkte Simulation von Gefühlen und Empfindungen ist bei diesem Vorgang nicht notwendig.</p>
<p>Eine Person kann aber seine Wahrnehmung mit Gefühlen verbinden, weil sie Situationen dieser Art kennt und weiß, wie man sich dann fühlt. Ob die Situation einen dazu einlädt, dass man dem anderen irgendwie zur Hilfe kommt, ist eine ganz andere Frage. Der Beobachter könnte sich auch zurücklehnen und wie ein Sadist genießen, wie der andere schwitzt und kämpft. Solidarisch wäre man mit einer anderen Person erst dann, wenn die persönliche Empathie dazu führt, dass sich der Zustand meines Mitbürgers oder meines Nächsten irgendwie verbessert. Quelle: „Solidarität“ von Heinz Bude</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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