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	<title>Selbstwert &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Die Sucht greift den Selbstwert an</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Aug 2024 07:05:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kränkung]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstwert]]></category>
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					<description><![CDATA[Kränkungen resultieren aus den direkten und indirekten Folgen der Sucht, aus Zurechtweisungen und Vorwürfen, aus Streit in der Partnerschaft und Ermahnung am Arbeitsplatz, aus Führerscheinentzug und Kündigung. Reinhard Haller weiß: „Sucht greift den Selbstwert an, durch die nicht mehr unterdrückbaren Entzugserscheinungen und Gesundheitsschäden, durch das Gefühl des Versagens, besonders aber durch die Verdrängung.“ Keine andere ... <a title="Die Sucht greift den Selbstwert an" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/reinhard-haller-verleugnung-der-sucht.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Sucht greift den Selbstwert an">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kränkungen resultieren aus den direkten und indirekten Folgen der Sucht, aus Zurechtweisungen und Vorwürfen, aus Streit in der Partnerschaft und Ermahnung am Arbeitsplatz, aus Führerscheinentzug und Kündigung. Reinhard Haller weiß: „Sucht greift den Selbstwert an, durch die nicht mehr unterdrückbaren Entzugserscheinungen und Gesundheitsschäden, durch das Gefühl des Versagens, besonders aber durch die Verdrängung.“ Keine andere Krankheit wird derart bagatellisiert und verleugnet wie die Sucht. Solange sich Menschen im Suchtprozess befinden, entwickeln sie ein Gebäude aus Begründungen, Rechtfertigungen, Relativierungen und Verleugnungen. Damit wehren sie sich gegen die kränkende Stigmatisierung der Sucht und wollen mit geradezu advokatischer Spitzfindigkeit verhindern, dass ihnen das weggenommen wird, was ihnen im Leben am wichtigsten geworden ist: das Suchtmittel. Prof. Dr. med. Reinhard Haller war als Psychiater, Psychotherapeut und Neurologe über viele Jahre Chefarzt einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Klinik. Heute führt er eine fachärztliche Praxis in Feldkirch (Österreich). <span id="more-5581"></span></p>
<p><strong>Die allergrößte Kränkung liegt in der Selbsttäuschung</strong></p>
<p>Die Reaktionen der Umgebung gegen diese „Uneinsichtigkeit, Sturheit und Willenlosigkeit“ werden direkter, schärfer und kränkender. Reinhard Haller stellt fest: „Die Gefahr der Bloßstellung durch Niederreißen der Verdrängung ist nicht zu unterschätzen. Geschieht dies in der Therapie allzu radikal, steht der Süchtige hilflos und beschämt da und erfährt neue Kränkungen.“ Die allergrößte Kränkung liegt aber in der Selbsttäuschung, im Eingestehen, dass er an seine eigenen Rechtfertigungen und Begründungen geglaubt hat.</p>
<p>Jener Moment, in dem der Süchtige ernüchtert erkennen muss, wie dominant seine Sucht geworden ist und wie schwerwiegend sie in sein Leben eingegriffen hat, gehört zweifelsohne zum Bittersten im Verlauf einer Suchtkarriere. Reinhard Haller erläutert: „Sucht und Kränkung können gemeinsame Ursachen haben und sich gegenseitig bedingen. Der wesentliche Ursprung beider Störungen liegt wohl im fehlenden oder reduzierten Selbstwertgefühl.“ </p>
<p><strong>Heilsubstanzen können das Problem nicht wirklich lösen</strong></p>
<p>Selbstwert ist ja jene psychische Kategorie, an welcher Kränkungen ansetzen und welche Gekränktheit zulässt. Reinhard Haller ergänzt: „Selbstwertzweifel sind aber auch eine wesentliche Ursache für Missbrauch und Abhängigkeit von berauschenden Substanzen, da dieser vorübergehend Gefühle der Größe, Macht und Einzigartigkeit spenden können.“ Jede Therapie, die den durch Kränkungen oder Sucht unfrei gewordenen Menschen in seinen ganzheitlichen Bezügen betrachtet, muss ganz stark auf die Stärkung seines Selbstwerts fokussieren.</p>
<p>Reinhard Haller betont: „Bei all dem ist zu beachten, dass alle Drogen unter anderem auch Heilmittel und therapeutisch wirkende Substanzen sind. Cannabis hat entspannende, schmerzlindernde und beruhigende Effekte. Kokain ist ein gutes Antidepressivum und Opiate sind die wirksamsten Schmerzmittel überhaupt.“ Die vielfältigen psychotropen Wirkungen des Alkohols, besonders der euphorisierende und damit antidepressive Effekt, ist jedem bekannt. Leider entfalten diese uralten Heilsubstanzen ihre positive psychopharmakologische Wirkung bloß für kurze Zeit, ohne das eigentliche Problem – die Depression, die Angst, die Kränkung – wirklich lösen zu können. Quelle: „Die Macht der Kränkung“ von Reinhard Haller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Schuldzuweisungen schaden dem Selbstwert</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Aug 2023 01:00:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Empathie]]></category>
		<category><![CDATA[Schuldgefühle]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstwert]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine andauernde, wenn auch falsche Schuldzuweisung ist leider irgendwann erfolgreich und sei sie noch so abstrus. Helga Kernstock-Redl weiß: „Denn steter Tropfen höhlt jeden Selbstwert, nur ein völlig lernunfähiges Gehirn wäre gefeit. Der unspezifische, ungute Eindruck, wohl doch die Ursache für das aktuelle Übel des anderen zu sein, stellt sich ein.“ Besonders schwierig zu entdecken ... <a title="Schuldzuweisungen schaden dem Selbstwert" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/helga-kernstock-redl-falsche-schuldzuweisung.html" aria-label="Mehr Informationen über Schuldzuweisungen schaden dem Selbstwert">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine andauernde, wenn auch falsche Schuldzuweisung ist leider irgendwann erfolgreich und sei sie noch so abstrus. Helga Kernstock-Redl weiß: „Denn steter Tropfen höhlt jeden Selbstwert, nur ein völlig lernunfähiges Gehirn wäre gefeit. Der unspezifische, ungute Eindruck, wohl doch die Ursache für das aktuelle Übel des anderen zu sein, stellt sich ein.“ Besonders schwierig zu entdecken sind nonverbale Schuldzuweisungen, die das wachsame Auge der Logik unterfliegen: Blicke, Seufzer, subtile Vorwürfe. Sie nähren eine innere Überzeugung, die wie ein Damoklesschwert jederzeit schlagend werden kann: „Wenn etwas nicht funktioniert, bin immer ich schuld. Es liegt an mir.“ Das ist selbstverständlich immer falsch. Sind Sie tatsächlich so allmächtig und enorm wichtig, dass Sie tatsächlich an allen Übeln wirklich schuld sein könnten? Helga Kernstock-Redl ist Psychologin und Psychotherapeutin. Sie beschäftigt sich vor allem mit der Psychologie der Gefühlswelt. <span id="more-4717"></span></p>
<p><strong>Manche Schuldgefühle überschatten jedes eigene Glück</strong></p>
<p>Eine häufig unerkannte Ursache für unberechtigte Schuldgefühle ist die Empathie mit jemandem, der selbst unter Schuldgefühlen leidet. Viele Menschen haben das vermutlich bei Ärger, Angst oder Scham schon selbst erlebt. Es ist überaus peinlich, wenn sich der andere schämen muss, oder man ärgert sich sofort mit, wenn jemand einem von seinem Ärger berichtet. Vorrangig wichtig ist, überhaupt zu erkennen, dass eine solche Ansteckung passiert ist. </p>
<p>In manchen herzensguten Menschen treibt ein ungerechtfertigtes Schuldgefühl sein Unwesen, das seine Energie aus der Regel bezieht: „Mir darf es nicht gut gehen, weil es jemand anderem schlecht geht.“ Wer einem so lebensfeindlichen innerem Gesetz folgt, für den überschattet das Schuldgefühl zwangsläufig jedes eigene Glück. Hat man jemandem Unrecht getan, zwingen einen die Schuldgefühle förmlich, recht oft an die geschädigte Person zu denken. Man beschäftigt sich mir ihr und der eigenen Schuld, das Gehirn sucht verzweifelt nach Möglichkeiten der Wiedergutmachung oder malt sich aus, welch großes Leid man verursacht haben könnte. </p>
<p><strong>Ein Mensch kann sich schuldig und zugleich als Opfer fühlen</strong></p>
<p>Helga Kernstock-Redl stellt fest: „Wir Menschen mit unseren beständig arbeitenden Gehirnen können uns bei entsprechendem innerem Regelwerk sehr leicht schuldig und zugleich als Opfer fühlen.“ Sogar sich selbst gegenüber, weil man sich „etwas angetan“ hat. Ein komplexes Gehirn vollbringt solche Meisterleistungen. Wieder sind es jene mit ehrgeizigen Ansprüchen an sich selbst, die sich – zusätzlich zu all dem Stress – mit Selbstvorwürfen geißeln. </p>
<p>Andere wieder haben starke Schuldgefühle wegen eigener Entscheidungen, die sie in der Vergangenheit getroffen haben, unter denen sie heute am meisten leiden: Opfergefühl steht in der Innenwelt neben Schuldgefühl, Verzweiflung neben Ärger über sich selbst. Man merkt: Das menschliche Gehirn ist enorm erfinderisch. Helga Kernstock-Redl fasst zusammen: „Alle hier besprochenen Varianten von Schuldgefühlen sind vermutlich zumindest zum Teil ungerechtfertigt, aber trotzdem real da.“ Quelle: „Schuldgefühle“ von Helga Kernstock-Redl</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Verdeckten Narzissmus kann man verstehen</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/turid-mueller-verdeckten-narzissmus-verstehen.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Nov 2022 02:00:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Narzissmus]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstwert]]></category>
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					<description><![CDATA[Mangelnde Information ist einer der wesentlichen Gründe dafür, warum so viele Menschen in krank machenden Bindungen ausharren. Turid Müller erklärt: „Das Erlebte verstehen und benennen zu können ist ein wesentlicher Schritt der Heilung. Er gibt uns die Klarheit und Entschlusskraft zurück, die wir durch den geistigen Nebel des toxischen Miteianders eingebüßt haben.“ Das Wort Narzissmus ... <a title="Verdeckten Narzissmus kann man verstehen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/turid-mueller-verdeckten-narzissmus-verstehen.html" aria-label="Mehr Informationen über Verdeckten Narzissmus kann man verstehen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mangelnde Information ist einer der wesentlichen Gründe dafür, warum so viele Menschen in krank machenden Bindungen ausharren. Turid Müller erklärt: „Das Erlebte verstehen und benennen zu können ist ein wesentlicher Schritt der Heilung. Er gibt uns die Klarheit und Entschlusskraft zurück, die wir durch den geistigen Nebel des toxischen Miteianders eingebüßt haben.“ Das Wort Narzissmus ist mit zahlreichen Missverständnissen verbunden. Ein Teil der Unklarheit beruht darauf, dass es nicht nur pathologischen Narzissmus gibt, sondern auch gesunden, den alle Menschen besitzen. Und das ist auch gut so: Wer sogar bei Rückschlägen um seinen Wert weiß, der kommt ohne Vergleich aus. Eigenliebe und ein stabiles Selbstwertgefühl machen es unnötig, sich anderen gegenüber aufzublasen. Zudem gibt es Lebensphasen, in denen Menschen besonders narzisstisch sind. Turid Müller ist Diplom-Psychologin und ausgebildete Schauspielerin. <span id="more-4082"></span></p>
<p><strong>Es gibt einen gesunden und einen pathologischen Narzissmus</strong></p>
<p>Zum Beispiel sind kleine Kinder sehr narzisstisch, bevor sie gelernt haben, dass die Welt sich nicht nur um sie selbst dreht. Oder als Teenager, wenn die Hormone verrücktspielen, und sogar als junge Erwachsene, wenn sie um ihre Identität ringen. Das sind richtige und wichtige Entwicklungsschritte. Auch die ein oder andere narzisstische Verletzung tragen sicher viele Menschen mit sich herum. Der Selbstwert eines Menschen schwankt von Zeit zu Zeit. So weit ist das normal.</p>
<p>Zur Unterscheidung von gesundem und pathologischem Narzissmus gibt es verschiedene Ansätze. Turid Müller weiß: „Eine der vorherrschenden Annahmen in der Wissenschaft ist, dass gesunder und kranker Narzissmus zwei Pole einer Eigenschaft sind und auf einem Kontinuum liegen – sprich: Menschen mit einer narzisstischen Störung haben demzufolge schlicht zu viel des Guten erwischt.“ Die meisten gehen davon aus, dass Narzissmus beides hat – gesunde und weniger gesunde Ausdrucksformen. </p>
<p><strong>Ein stabiler Selbstwert prägt den gesunden Narzissmus</strong></p>
<p>Und dann gibt es noch die Idee, dass gesunder und krankhafter Narzissmus zwei völlig verschiedene Paar Schuhe sein könnten. Denn positiver oder gesunder Narzissmus bedeutet, dass eine Person einen stabilen Selbstwert hat und förderliche Strategien, um diesen zu regulieren. Pathologischer Narzissmus zeichnet sich durch das Gegenteil aus: Minderwertigkeitsgefühle und eine dysfunktionale Selbstwertregulation. Klar, auch eine narzisstische Abwehr von Minderwertigkeitsgefühlen haben alle Menschen.</p>
<p>Wer hat nicht schon mal zur eigenen Ehrenrettung kein gutes Haar an der Konkurrenz gelassen? Turid Müller betont: „Aber beim pathologischen Narzissmus ist die Entwertungs- oder Spaltungsabwehr zum Schutz einer positiven Meinung von sich unabdingbar und besonders gnadenlos.“ Es ist also komplex. Und es fällt nicht leicht zu sagen, wo denn nun genau die Grenze zur Störung überschritten ist. Fest steht: Die narzisstische Persönlichkeitsstörung geht weit über das hinaus, was man unter gesundem Narzissmus oder alltäglichen Selbstwert-Schwankungen versteht. Quelle: „Verdeckter Narzissmus in Beziehungen“ von Turid Müller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Rache soll von negativen Gefühlen befreien</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Nov 2022 02:00:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Rache]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstwert]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine Faustregel besagt, dass die Rache in einer Gesellschaft eine umso größere Rolle spielt, desto weniger die Kultur entwickelt ist und umgekehrt die Bedeutung der Rache bei höherer Kultiviertheit abnimmt. Die „Motivation zur Rache“ besteht vordergründig im Bedürfnis, sich durch die Racheaktion von negativen Gefühlen zu befreien. Reinhard Haller zählt dazu die Emotionen Betroffenheit, Irritation, ... <a title="Rache soll von negativen Gefühlen befreien" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/rache-soll-von-negativen-gefuehlen-befreien.html" aria-label="Mehr Informationen über Rache soll von negativen Gefühlen befreien">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Faustregel besagt, dass die Rache in einer Gesellschaft eine umso größere Rolle spielt, desto weniger die Kultur entwickelt ist und umgekehrt die Bedeutung der Rache bei höherer Kultiviertheit abnimmt. Die „Motivation zur Rache“ besteht vordergründig im Bedürfnis, sich durch die Racheaktion von negativen Gefühlen zu befreien. Reinhard Haller zählt dazu die Emotionen Betroffenheit, Irritation, Ärger, Angst, Zorn, Wut und Hass, vor allem aber Beschämung, Gekränktheit und Demütigung. Die eigentlich maßgebenden Motive stehen jedoch im Hintergrund und sind oft gar nicht richtig bewusst. An erster Stelle ist der Wunsch nach Wiederherstellung der Gerechtigkeit, nach Ausgleich und psychischer Harmonie zu nennen. Wenn man die Rache als „süß“ bezeichnet, ist wohl das bei Rachehandlungen erlebte Gefühl von Genugtuung gemeint. Der Psychiater und Psychotherapeut Reinhard Haller arbeitet vornehmlich als Therapeut, Sachverständiger und Vortragender. <span id="more-4045"></span></p>
<p><strong>Rache erhöht den eigenen Selbstwert</strong></p>
<p>Die rächende Seite hat jedenfalls immer das subjektive Gefühl, psychisch oder materiell benachteiligt und geschädigt worden zu sein und nun die Berechtigung, ja die Verpflichtung, zur Gegenwehr zu haben. Gar nicht so selten ist dies dem ursprünglichen Schädiger nicht bewusst, weil er vielleicht zu wenig Vermögen zur Selbstreflexion besitzt. Denn diese bewertet die zur Kränkung seines Gegenübers führende Aktion anders und würde die Kränkungsgrenze des Opfers erkennen.</p>
<p>Reinhard Haller weiß: „Ein weiterer wichtiger Motivationsfaktor liegt in der Wiederherstellung des Selbstwerts.“ Hat ein Mensch das Gefühl, Opfer von Benachteiligung, Übervorteilung, Schädigung geworden zu sein, will er durch Rache sein frustriertes Ego auf Augenhöhe bringen und einen Machtausgleich schaffen. Um das zu erreichen, ist es einerseits erforderlich, den vermuteten oder identifizierten Schädiger zu schwächen und von dessen überlegenen Position herunterzuholen und andererseits, den eigenen Selbstwert durch Beweis seiner Stärke anzuheben.</p>
<p><strong>Oft lassen sich Rachegefühle nicht kontrollieren</strong></p>
<p>Als sehr problematisch stellt sich ein weiterer Pol einer Rachekonstellation dar, jener der „Rachehandlung“. Wann ist Rache gerecht und welche Rachehandlungen sind adäquat und maßvoll? Diese Frage lässt sich nicht mit dem „richtigen“ Gerechtigkeitsgefühl – wer kann das schon sein Eigen nennen? – beantworten, sondern hat mit dem besonderen Zusammenspiel rationaler und emotionaler Kräfte zu tun. Manchmal ist Rache genau geplant und rational abgeklärt. Dann wieder fällt sie impulsiv und emotional aus, bekommt einen extrem aggressiven Charakter und schießt weit über das Ziel hinaus.</p>
<p>Reinhard Haller betont: „Manche Rächer lassen intensive Rachegefühle nicht nur bewusst zu, sondern scheinen diese in nahezu sadistischer Weise zu genießen. Oft ist es aber gar nicht möglich, von Rachegefühlen getragene Affekte überhaupt zu kontrollieren, ja manchmal wird dies vom Rächer oder der rächenden Masse gar nicht gewollt.“ Die von Mensch zu Mensch und von Gruppe zu Gruppe unterschiedliche Dynamik dieses Prozesses bedingt die Vielfältigkeit, das Geheimnisvolle, aber auch das Faszinierende der Rache. Quelle: „Rache“ von Reinhard Haller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Werte verleihen einem Menschen Sicherheit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Feb 2020 06:45:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kränkung]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstwert]]></category>
		<category><![CDATA[Werte]]></category>
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					<description><![CDATA[Zu den sensibelsten Bereichen eines Menschen gehören seine Werte, besonders der Selbstwert. Werte sind die als erstrebenswert oder moralisch gut betrachteten Eigenschaften von Menschen, Verhaltensweisen, Handlungsmuster und Charaktereigenschaften, aber auch von Ideen, Sachverhalten und Gegenständen. Reinhard Haller fügt hinzu: „Aus solchen Wertvorstellungen bilden wir unsere Wertesysteme und darauf aufbauend können wir Wertentscheidungen treffen.“ Werte sind ... <a title="Werte verleihen einem Menschen Sicherheit" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/werte-verleihen-einem-menschen-sicherheit.html" aria-label="Mehr Informationen über Werte verleihen einem Menschen Sicherheit">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zu den sensibelsten Bereichen eines Menschen gehören seine Werte, besonders der Selbstwert. Werte sind die als erstrebenswert oder moralisch gut betrachteten Eigenschaften von Menschen, Verhaltensweisen, Handlungsmuster und Charaktereigenschaften, aber auch von Ideen, Sachverhalten und Gegenständen. Reinhard Haller fügt hinzu: „Aus solchen Wertvorstellungen bilden wir unsere Wertesysteme und darauf aufbauend können wir Wertentscheidungen treffen.“ Werte sind ein wichtiges Element einer jeglichen Gesellschaft und Kultur. Sie werden durch ebendiese Kultur und Gesellschaft weitergegeben. Werte geben metaphysisch-religiöse Orientierung, prägen die soziale Ausrichtung und sind zentraler Bestandteil des humanistischen Denkens. Die Wertphilosophie, die ihre Höhepunkte in der Güterethik des Aristoteles und in der „Idee des Guten“ von Platon hatte, wurde später von der Moraltheologie aufgegriffen. Reinhard Haller ist Chefarzt einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Klinik mit dem Schwerpunkt Abhängigkeitserkrankungen. <span id="more-2150"></span></p>
<p><strong>Werte sind besonders anfällig für Kränkungen</strong></p>
<p>Eine der besten Definitionen stammt von Rudolf Hermann Lotze, der den Begriff im Sinne eines „von den Menschen gefühlsmäßig als übergeordnet Anerkanntes, zu dem man sich anschauend, anerkennend, verehrend, strebend verhalten kann“ beschreibt. In der Psychologie werden Werte als Bezugspunkte gesehen, die auf Lebewesen anziehend oder abstoßend wirken. Sie gelten als Richtlinien bei der Planung des Verhaltens. In motivationalen Konzepten haben sie die Funktion als Zielentwurf oder „Korrektiv zur Gestaltung der Welt“ und gelten als „umfassende Sinnmöglichkeiten“.</p>
<p>Werte verleihen einem Menschen Sicherheit und geben seinem Streben ein Ziel. Auf langen Traditionen beruhend und individuell hart erarbeitet, sind sie wegen ihrer enormen Bedeutung besonders anfällig für Kränkungen. In der Psychologie ist der wichtigste Wert das Ego, konkret die Bewertung, die man von sich selbst hat. Reinhard Haller nennt dies Selbstwertgefühl, Selbstbewusstsein, Selbstachtung oder Selbstwert. Der Selbstwert, der wahrscheinlich durch genetische Komponenten beeinflusst, im Wesentliche aber im Laufe der Entwicklung erlernt oder erworben wird, ist keine fixe Größe.</p>
<p><strong>Angriffe auf den Selbstwert verunsichern die Psyche</strong><br />
Die Selbstwertschätzung unterliegt während des Lebens zahlreichen Umbrüchen. So in der Pubertät, die durch die innere Heimatlosigkeit – der Welt des Kindes entwachsen, in jener der Erwachsenen noch nicht zu Hause – und durch die schwierige Suche nach Identität häufig zu Selbstzweifeln führt. Der Selbstwert bildet die Basis des Selbstbewusstseins und des Selbstvertrauens. Im Kampf um ein gesundes Selbstbewusstsein bewegen sich die Menschen zwischen einem neurotischem Minderwertigkeitsgefühl und einem krankhaft übersteigertem Eigenwert, dem pathologischen Narzissmus.</p>
<p>Reinhard Haller weiß: „Ein positives Selbstwertgefühl ist die wichtigste Voraussetzung für psychische Gesundheit.“ Es gibt kaum eine psychische Störung, die nicht auf den Selbstwert trifft und zu einer negativen Veränderung des Selbstwertgefühls führt. Auf Angriffe auf den Selbstwert reagiert die menschliche Psyche mit Verunsicherung, Zweifeln an sich selbst, Niedergeschlagenheit, Depressivität, Scham und Kränkung. Schon aus dieser Logik heraus müsste die Aufarbeitung von Kränkungen das zentrale Ziel einer jeden Psychotherapie sein. Denn nur so ist die Wiederherstellung eines stabilen Selbstwertgefühls möglich. Quelle: „Die Macht der Kränkung“ von Reinhard Haller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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