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	<title>Selbstoptimierung &#8211; Psychologie Guide</title>
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		<title>Der Optimierungszwang erreicht das Private</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Nov 2022 02:00:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Freizeit]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstoptimierung]]></category>
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					<description><![CDATA[Ingo Hamm macht sich nichts vor: „Freizeit ist auch nicht mehr das, was sie mal war. Noch unsere Eltern erholten und entspannten sich gut in ihrer Freizeit. Nach Feierabend legte man die Beine hoch oder vergnügte sich gesellig – totales Abschalten.“ So erfanden etliche Industriekonzerne für ihre Mitarbeiter bereits vor Jahrzehnten sogenannte Feierabendhäuser. Diese dienten ... <a title="Der Optimierungszwang erreicht das Private" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/ingo-hamm-die-industrialisierung-des-privaten.html" aria-label="Mehr Informationen über Der Optimierungszwang erreicht das Private">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ingo Hamm macht sich nichts vor: „Freizeit ist auch nicht mehr das, was sie mal war. Noch unsere Eltern erholten und entspannten sich gut in ihrer Freizeit. Nach Feierabend legte man die Beine hoch oder vergnügte sich gesellig – totales Abschalten.“ So erfanden etliche Industriekonzerne für ihre Mitarbeiter bereits vor Jahrzehnten sogenannte Feierabendhäuser. Diese dienten ausschließlich zur Bespaßung und Rekreation der ausgelaugten Belegschaft. Und zwar nach Feierabend und schon während der Arbeit. Essenssaal statt Espressomaschine, Konzert statt Kicker. Aber das ist vorbei. Dem Optimierungszwang sind viele Menschen nicht mehr nur am Arbeitsplatz ausgesetzt, sondern seit Jahren intensiv auch im Privaten. Wenn man zum Beispiel joggt, dann muss es mit Puls-Uhr und Lauf-App sein. Dr. Ingo Hamm ist Professor für Wirtschaftspsychologie an der Hochschule Darmstadt. <span id="more-4032"></span></p>
<p><strong>Apps vermessen sogar den Schlaf</strong></p>
<p>Viele Menschen brauchen keinen Sklaventreiber mehr. Sie treiben sich selber an und nennen die massenhafte Zwangsneurose euphemistisch „Selbstoptimierung“. Wenn eine auf Abwertung gepolte Gesellschaft von unseren Eltern verlangt hätte, dass sie sich auch noch nach Feierabend weiter optimieren, hätte Papa wohl gesagt: „Ich hol mir erst mal ein Bier aus dem Keller – danach sehen wir weiter!“ Wir aber sagen: „Ich muss besser werden!“ Selbst vor dem letzten Zufluchtsort des durchoptimierten Menschen macht die Industrialisierung nicht Halt. </p>
<p>Es gibt auch Apps, die den Schlaf vermessen und den Anwender morgens Sekunden nach dem Aufwachen ermahnen, dass er auch in dieser Nacht lediglich nur wieder zweit volle REM-Zyklen geschafft hat: Das muss besser werden! Millionen Menschen, die nachts schlecht schlafen und sich in den zerwühlten Laken wälzen, kaufen quartalsweise neue Matratzen – allein die Matratzen-Werbung ist ein Millionenmarkt geworden. Sie wechseln die Matratzen aus wie andere Leute die Oberhemden – anstatt sich einen Job zu suchen, der sich nachts nicht mit quälenden Gedanken wachhält. </p>
<p><strong>Die Selbstoptimierung ruiniert einen Menschen geistig und körperlich</strong></p>
<p>Ingo Hamm warnt: „Die Industrialisierung des Individuums ruiniert uns geistig und körperlich.“ Oder wie ein Hausarzt das ausdrückt: „Das wirft den stärksten Hünen um. Das hält kein Mensch im Kopf nicht aus!“ Diese ganze irre Überforderung auch und gerade des Privaten, diesen immensen gesellschaftlichen Druck, diesen erdrückenden Peer Pressure hält ein Mensch nur aus, wenn er dem ganzen Wahnsinn einen Sinn zuschreibt. So viel Quatsch und Selbstoptimierung hält kein Mensch aus, dem man nicht sagt, warum und wozu das Ganze. </p>
<p>In der Arbeitswelt kursiert in allen Branchen schon seit Jahrzehnten der Spruch: „Bei uns machen heute drei Kollegen die Arbeit, die früher fünf gemacht haben.“ Was immer noch Heiterkeit auslöst – und unter Garantie die Reprise eines Naseweisen: „Da habt ihr ja noch Glück gehabt! Bei uns sind es nur noch zwei!“ Nicht umsonst wurde der Modebegriff der „Work-Life-Balance“ geprägt und kurz nach seiner Einführung der Lächerlichkeit preisgegeben: Nichts hat sich geändert. Quelle: „Sinnlos glücklich“ von Ingo Hamm</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die gnadenlose Selbstoptimierung ist in</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Jun 2020 06:39:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstoptimierung]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>
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					<description><![CDATA[Viele Menschen blicken heutzutage verunsichert in die Zukunft. Sie wissen nicht, an welche Institutionen oder Werte sie sich halten können. Deshalb suchen sie ihr Heil häufig in einer gnadenlosen Selbstoptimierung. Ulrich Schnabel weiß: „Denn das Konkurrenzprinzip, das dem Kapitalismus zugrunde liegt. Er treibt den Einzelnen in einen steten Wettbewerb mit allen anderen.“ Dabei konkurriert man ... <a title="Die gnadenlose Selbstoptimierung ist in" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/die-gnadenlose-selbstoptimierung-ist-in.html" aria-label="Mehr Informationen über Die gnadenlose Selbstoptimierung ist in">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Menschen blicken heutzutage verunsichert in die Zukunft. Sie wissen nicht, an welche Institutionen oder Werte sie sich halten können. Deshalb suchen sie ihr Heil häufig in einer gnadenlosen Selbstoptimierung. Ulrich Schnabel weiß: „Denn das Konkurrenzprinzip, das dem Kapitalismus zugrunde liegt. Er treibt den Einzelnen in einen steten Wettbewerb mit allen anderen.“ Dabei konkurriert man nicht nur um die besten Arbeitsplätze, sondern auch um die schönsten Wohnungen, die attraktiveren Partner, das lässigste Outfit, das stählernste Sixpack, die meisten Likes auf Facebook. Anstelle des sozialen Zusammenhalts und des Wir-Gefühls treten der eifersüchtige Vergleich mit anderen. Dazu kommt die stete Sorge, ob das eigene Ich diesem Vergleich standhält. Leider kennt die Sozialpsychologie eine sehr unschöne Methode, um in solchen Situationen das eigene Selbstwertgefühl zu stabilisieren. Sie nennt ihn den „abwärtsgerichteten sozialen Vergleich“. Ulrich Schnabel ist seit über 25 Jahren Wissenschaftsredakteur bei der ZEIT. <span id="more-2261"></span></p>
<p><strong>Der Abwärtsvergleichen braucht keine reale Begründungen</strong></p>
<p>Wer auf andere herabblicken kann, fühlt sich gleich ein bisschen besser. Auf diesem Prinzip beruht letztlich der ganze Kapitalismus. Das erklärt der Kognitionspsychologe Christian Stöcker, „weil der abwärtsgerichtete soziale Vergleich – mein Erfolg, dein Misserfolg – ein so effektiver Motivator ist“. Auch ganze Staatsgebilde und politische Systeme basieren auf diesem Mechanismus, bis hin zum Faschismus, der gleich das eigene Volk für wertvoller erklärt und andere zu minderwertigen „Untermenschen“ abstempelt.</p>
<p>Unglücklicherweise braucht man für das Abwärtsvergleichen gar keine realen Begründungen. Es kann schon reichen, jemand anderen einfach nur um des eigenen Wohlbefindens willen abzuwerten. Christian Stöcker schreibt: „Am Ende, so paradox das klingt, hassen Menschen andere Menschen – Juden, Schwarze, Ausländer, wen auch immer – um sich selbst besser zu fühlen. So wird die Verachtung zur Methode der Selbstwertsteigerung. Das erklärt auch das merkwürdige Faktum, dass die Angst vor der „Islamisierung“ ausgerechnet in jenen Gegenden stark ist, in denen kaum oder nur wenige Muslime leben.</p>
<p><strong>Vorurteile entstehen in der eigenen Psyche</strong></p>
<p>Ebenso zeigen die Erfahrungen der Vergangenheit, dass der Antisemitismus meist dort besonders stark war, wo es wenige oder gar keine Juden gab. Die Politologin Gesine Schwarz analysiert: „Die Ursachen von Vorurteilen liegen gar nicht bei den religiösen oder ethnischen Minderheiten, gegen die sie sich richten. Sondern vor allem in den sozialen und psychischen Befindlichkeiten der Menschen, die die Vorurteile hegen.“ Denn solche Ressentiments machten sich stets an Gruppen fest, die bedrohlich wirkten, „zugleich aber de facto schwach genug sind, um sie gefahrlos angreifen zu können“.</p>
<p>Was darin zum Ausdruck kommt, sind vor allem die Sorgen der von Abstiegsängsten bedrohten und von Arbeitslosigkeit Gedemütigten. Und diese Ängste reichen bis weit in die Mitte der Gesellschaft. Das andere Extrem des Vergleichens, das ebenso häufig praktiziert wird, ist kaum weniger problematisch. Die Rede ist vom „Aufwärtsvergleichen“, also dem Abgleich mit anderen Menschen, die erfolgreicher, besser oder irgendwie höherstehend erscheinen. Quelle: „Zuversicht“ von Ulrich Schnabel</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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