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	<title>Schadenfreude &#8211; Psychologie Guide</title>
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		<title>Schadenfreude ist eine passive Rache</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Apr 2022 01:00:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Bei der passiven Form der Rache, der Schadenfreude, muss sich niemand exponieren, zumindest wenn sie heimlich empfunden wird. Reinhard Haller erklärt: „Man kann in der bequemen Rolle des Zuschauers seine Rachegelüste befriedigen. Schadenfreude kann ein stiller innerer Genuss sein, für andere gar nicht erkennbar, oder nach außen durch Häme, Spott und Hohn demonstriert werden.“ Das Unglück anderer, besonders von überlegenen und beneideten Personen, wird als Wohltat empfunden, drängt den eigenen Neid zurück und befriedigt das Gerechtigkeitsempfinden. Der Philosoph Arthur Schopenhauer (1788 – 1860) bezeichnete sie sogar als schlechtesten Zug der menschlichen Natur, „da sie der Grausamkeit eng verwandt ist, ja eigentlich von dieser sich wie Theorie von Praxis unterscheidet, überhaupt aber da eintritt, wo das Mitleid seine Stelle finden sollte, welches als ihr Gegenteil die wahre Quelle aller echten Gerechtigkeit und Menschenliebe ist“. Der Psychiater und Psychotherapeut Reinhard Haller arbeitet vornehmlich als Therapeut, Sachverständiger und Vortragender. <span id="more-3446"></span></p>
<p><strong>Schadenfreudige Menschen sollte man meiden</strong></p>
<p>Schadenfreude sei schlimmer als Neid, sei schlichtweg teuflisch und ein „unfehlbares Zeichen eines ganz schlechten Herzens und tiefer moralischer Nichtswürdigkeit“. Man solle deswegen Personen, an denen man den Hang zu Schadenfreude wahrgenommen habe, für immer meiden, so Arthur Schopenhauers Rat. Die breiteste Bedeutung hat der Begriff der „Revanche“, der neutral sein kann, ja sogar eine positive Bedeutung im Sinn einer dankbaren Gegenleistung haben kann. </p>
<p>Reinhard Haller betont: „Revanche bietet die Chance, eine im Kampf erlittene Niederlage wettzumachen.“ Ein „Revanchefoul“ im Fußball oder Eishockey ist schon ein Stück bösartiger, kann aber immer noch auf ein gewisses Verständnis hoffen, denn es ist ja ein Foul vorausgegangen, der Revanchierende ist zuerst Opfer geworden. Schließlich kann Revanche auch einer ausgedachten Racheaktion entsprechen, wenn man sich etwa für einen erlittenen Betrug revanchiert. </p>
<p><strong>Die Revanche steigert den Selbstwert</strong></p>
<p>Sportlicher Wettkampf wäre ohne Revanche, also ohne Rachebedürfnisse, nicht denkbar. Die Revanche dient der Wiederherstellung von gewünschten Kräfteverhältnissen, der Unterwerfung des Gegners beziehungsweise der gegnerischen Mannschaft und der Stärkung der eigenen Person oder Gruppe. Reinhard Haller fügt hinzu: „Sie ist ein Akt der Rehabilitation und der Steigerung des Selbstwerts.“ Gerade im Sport wird darauf geachtet, dass die Rache verhältnismäßig sein muss. </p>
<p>Für ein gewöhnliches Foul gibt es eine Verwarnung, für eine stärkere Tätlichkeit die gelbe und für ein schweres Revanchefoul die rote Karte, also den Ausschluss. Revanche zielt primär nicht auf die Schädigung eines anderen, sondern vielmehr auf die Rehabilitation der eigenen Person ab. Der Revanchekampf dient dazu, seine eigene Leistung zu verbessern und zu demonstrieren, wer tatsächlich der Stärkere ist. Man kann es allen im wahrsten Sinne des Wortes zeigen. Quelle: „Rache“ von Reinhard Haller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Auch verschobene Rache kann süß sein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Feb 2022 02:00:14 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem wissenschaftlich lange Zeit darüber diskutiert wurde, ob verschobene Rache dieselbe Befriedigung bringe wie das direkte Zurückzahlen an den Schädiger, konnte eine Forschergruppe um Mario Gollwitzer nachweisen, dass auch verschobene Rache recht süß sein kann. Reinhard Haller weiß: „Direkte Rache löst beim Rächer weniger Schuldgefühle aus und führt zu mehr Befriedigung als verschobene Rache.“ Diese wird nur dann als mäßig befriedigend erlebt, wenn das unbeteiligte Opfer und der ursprüngliche Übertäter einer untereinander eng verbundenen Gruppe angehörten. Nach Mario Gollwitzer ist deshalb verschobene Rache, die wohl auch der Sippenhaft zugrunde liegt, nicht nur das Ausleben der eigenen Frustrationen an irgendeiner anderen Person und auch nicht als irrationaler Impuls zu betrachten. Der Psychiater und Psychotherapeut Reinhard Haller arbeitet vornehmlich als Therapeut, Sachverständiger und Vortragender. <span id="more-3345"></span></p>
<p><strong>Die Einstellungen zur Rache sind ambivalent</strong></p>
<p>Vielmehr kann sie als zielorientierte Handlung dem Rächer eine gewisse Genugtuung bereiten. Wie ambivalent und unsicher Menschen in ihrer Einstellung zur Rache sind, zeigt sich in der Vielzahl von Ausdrücken und Begriffsabstufungen, mit denen sie ihr einen harmloseren Namen geben. Dies beginnt mit eigentlich wohlmeinenden klingenden Formulierungen wie „Ich werde dir helfen“ oder „Ich werde es dir zeigen“, unter denen jedoch stets eine Drohung und das Ankündigen einer Racheaktion verstanden wird. </p>
<p>Wenn man von „Revanche“ spricht, hört sich dies sportlich an. „Zurückzahlen“, englisch „pay back“, wirkt schon bedrohlicher, zielt aber ausschließlich auf ein Wiederherstellen von Gerechtigkeit ab. Mit jemandem „abrechnen“ erinnert bereits an die Mafia, und beim „Büßenlassen“ versteckt sich hinter dem religiösen Mantel ein Stück Sadismus. Schon wenn man das nahezu ehrwürdige Sprichwort „Wer hoch steigt, der fällt tief“ verwendet, klingt neben der Beschwörung von Gerechtigkeit und Ausgleich, dieser so wichtigen Rachemotive, auch Schadenfreude durch.</p>
<p><strong>Schadenfreude bereitet durchaus Freude</strong></p>
<p>Hinter der Feststellung „Man begegnet sich im Leben immer zweimal“ ahnt man nichts Gutes. Und der viel verwendete, aus China stammende Spruch“ Wenn du lange genug am Fluss sitzt, siehst du irgendwann die Leiche deines Feindes vorbeitreiben“, mutet eher wie ein tröstlicher Rachegedanke denn als eine Lebensweisheit an. Reinhard Haller erläutert: „Er besagt nichts anderes, als dass der Schädiger seine gerechte Strafe, also die Todesstrafe, bekommen habe.“</p>
<p>Der auf Rache Sinnende musste sich in diesem Fall nicht einmal selbst die Hände schmutzig machen, sondern der Lebensstrom hat die Rache vollzogen, ganz zur Genugtuung des geduldig auf Bestrafung, Sühne und Gerechtigkeit wartenden ehemals Geschädigten. Sehr deutlich zeigt sich auch die Ambivalenz der Menschen gegenüber der Rache in ihrem Umgang mit deren scheinbar harmlosesten Form, der Schadenfreude. Reinhard Haller stellt fest: „Die Gefühlsreaktion beim Unglück oder Missgeschick anderer bereitet uns, wie der Ausdruck ja unmissverständlich sagt, durchaus Freude.“ Quelle: „Rache“ von Reinhard Haller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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