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	<title>Routine &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Wissen alleine führt nicht zur Veränderung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Sep 2021 01:00:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gewohnheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Routine]]></category>
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					<description><![CDATA[Ulrich Schnabel warnt vor einem Missverständnis: „Wissen alleine führt noch nicht zur Veränderung.“ Das ist ja gerade eine der Irrtümer einer Wissensgesellschaft. Dass zur Veränderung eines Verhaltens vor allem Wissen notwendig ist. In Wahrheit ist es eher umgekehrt. Erst durch die Veränderung eingefahrener Gewohnheiten entstehen neue Einsichten. Denn der Großteil des menschlichen Handelns wird gar ... <a title="Wissen alleine führt nicht zur Veränderung" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/wissen-alleine-fuehrt-nicht-zur-veraenderung-2.html" aria-label="Mehr Informationen über Wissen alleine führt nicht zur Veränderung">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ulrich Schnabel warnt vor einem Missverständnis: „Wissen alleine führt noch nicht zur Veränderung.“ Das ist ja gerade eine der Irrtümer einer Wissensgesellschaft. Dass zur Veränderung eines Verhaltens vor allem Wissen notwendig ist. In Wahrheit ist es eher umgekehrt. Erst durch die Veränderung eingefahrener Gewohnheiten entstehen neue Einsichten. Denn der Großteil des menschlichen Handelns wird gar nicht bewusst gesteuert, sondern unterliegt automatisierten Routinen. Das gilt für Tätigkeiten wie Essen, Reden oder Schuhe zubinden ebenso wie für Denkgewohnheiten. Die Art, wie Menschen auf die Welt blicken ist durch all die Erfahrung geprägt, die sie im Laufe ihres Lebens gemacht haben, und wie sie ihre Umgebung verstärkt. Und diese Art des Denkens hat sich regelrecht in das Gehirn eingegraben. Ulrich Schnabel ist seit über 25 Jahren Wissenschaftsredakteur bei der ZEIT. <span id="more-2934"></span></p>
<p><strong>Gewohnheiten sparen Zeit und Energie</strong></p>
<p>Wer sich verändern will, muss daher immer auch sein Gehirn verändern – und das braucht Zeit und immer wiederholte neue Erlebnisse. Ulrich Schnabel erklärt: „Psychologen gehen heute davon aus, dass 30 bis 50 Prozent unseres täglichen Handelns durch Gewohnheiten bestimmt werden.“ Sie helfen einem Menschen, Energie und Zeit zu sparen. Denn in der Regel denkt er nicht mehr über sie nach. Etwa wenn er immer denselben Weg zur Arbeit nimmt oder zu Hause am Küchentisch immer am selben Platz sitzt.</p>
<p>Gewohnheiten sind ebenso bequem wie hartnäckig. Sie funktionieren sogar ähnlich wie kleine Süchte. Der Neurowissenschaftler Wolfram Schultz sagt: „Wenn wir die Erfahrung machen, dass ein bestimmtes Verhalten zu einer Belohnung führt, wiederholen wir es möglichst oft.“ Damit verstärkt das Gehirn jene Verhaltensweisen, die es wiedererkennt. Es schüttet Botenstoffe aus, durch die sich ein Mensch besonders wohl fühlt. Wolfram Schultz ergänzt: „Belohnungen erzeugen ein neuronal verankertes Verlangen, sie verändern das Gehirn.“</p>
<p><strong>Negative Gewohnheiten sind schwer zu verändern</strong></p>
<p>Das heißt: Einmal eingeübte Gewohnheiten haben eine starke Tendenz, sich selbst zu erhalten. Und das funktioniert bei positiven genauso wie bei negativen Gewohnheiten. Deshalb ist es so schwer, Letztere zu verändern. Wie kann man diesen Mechanismus dennoch durchbrechen? Der erste Schritt zur Veränderung von Denkgewohnheiten besteht darin, sich diese bewusst zu machen. Das heißt: sich selbst aufmerksam zu beobachten und festzustellen, was man eigentlich den ganzen Tag so denkt.</p>
<p>Denn die Vorstellungen und Meinungen, die bewussten Bewertungen einer Situation, laufen im Kopf so schnell und automatisiert ab, dass man diesen Prozess in der Regel gar nicht registriert. So entstehen Vorurteile und Denkschubladen, welche die eigene Perspektive einengen, ohne dass man es bemerkt. Deshalb muss man dem automatischen Prozess der persönlichen Gedankenmuster erst einmal auf die Schliche kommen. Ein Anlass dazu sind zum Beispiel starke Gefühle, die einen scheinbar grundlos überschwemmen. Quelle: „Zuversicht“ von Ulrich Schnabel</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Das Verlassen des Gewohnten bringt Gewinn</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Jul 2021 01:00:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Resonanz]]></category>
		<category><![CDATA[Routine]]></category>
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					<description><![CDATA[Durch die Anwendung ihrer Routinen glauben viele Menschen, dass das Spiel des Lebens aus Optimierung des Bewährten besteht. Dabei liegt gerade im gewagten Verlassen des Gewohnten, im freien Wurf erst der Gewinn. Die „ewige Mitspielerin“ könnte das Schicksal, das Glück, die Berufung, eine höhere Macht oder ganz einfach nur der Zufall sein. Andreas Salcher ergänzt: ... <a title="Das Verlassen des Gewohnten bringt Gewinn" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/das-verlassen-des-gewohnten-bringt-gewinn.html" aria-label="Mehr Informationen über Das Verlassen des Gewohnten bringt Gewinn">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Durch die Anwendung ihrer Routinen glauben viele Menschen, dass das Spiel des Lebens aus Optimierung des Bewährten besteht. Dabei liegt gerade im gewagten Verlassen des Gewohnten, im freien Wurf erst der Gewinn. Die „ewige Mitspielerin“ könnte das Schicksal, das Glück, die Berufung, eine höhere Macht oder ganz einfach nur der Zufall sein. Andreas Salcher ergänzt: „Den Sinn können wir oft erst im Nachhinein erfassen. Resonanz erzielen wir in der Welt durch das Fangen aller Möglichkeiten, die das Schicksal uns zuwirft.“ Beim Ergreifen dieser Möglichkeiten erzielt man mehr Wirkung als mit purer Anstrengung. Erst wer mit sich selbst im Einklang ist, nicht krampfhaft strebt, sondern auch imstande ist, vertrauensvoll zu warten, dem gelingt vielleicht der Weltenwurf. Dr. Andreas Salcher ist Unternehmensberater, Autor von Bestsellern und kritischer Vordenker in Bildungsthemen. <span id="more-2857"></span></p>
<p><strong>Das Leben ist ein Spiel</strong></p>
<p>Durch das spielerische Probieren eines neuen Schrittes – nicht wissend, wohin der führt – kann ein neuer Weg entstehen. Wer weder Dankbarkeit noch Erfolg erwartet, kann befreiter alles fangen, was ihm das Leben zuwirft. Vorbild ist der Meteor, der von den Kräften des Universums geleitet wird. Er steht für eine höhere Ordnung, der sich alles letztlich zu fügen hat. Er erinnert einen Menschen in bestimmten Situationen daran, dass das Leben eben so ist, wie es ist, ein großes Spiel, dessen Regeln man nie ganz durchschaut. </p>
<p>Für den Philosophen Alan Watts ist das Leben vor allem ein Spiel: „Je sicherer und deutlicher man die Zukunft sieht, desto mehr kann man sagen, dass man sie bereits hinter sich hat. Wenn der Ausgang eines Spiels sicher ist, dann möchten wir gar nicht mehr weiterspielen, sondern fangen ein neues Spiel an.“ Darum sollte man sich nicht von einem Job abhängig machen, sondern herausfinden, wie man dafür bezahlt wird, wenn man etwas spielt, was einem Freude macht. </p>
<p><strong>Tanz und Musik sind pure Freude</strong></p>
<p>Seinen scheinbar sehr realitätsfernen Rat begründet Alan Watts mit rationaler Zivilisationskritik, die ihm vor allem in den USA der Siebzigerjahre große Popularität einbrachte. Das Universum sei prinzipiell spielerisch angelegt, es habe kein Endziel, das es zu erreichen gäbe. Das Leben eines Menschen gleicht daher nicht einer Reise, sondern ist viel eher als Musik zu verstehen. Andreas Salcher erläutert: „Wir spielen auf dem Klavier, wir arbeiten nicht auf dem Klavier.“ </p>
<p>Andreas Salcher fährt fort: „Bei einer Reise wollen wir irgendwo ankommen, eine Musikkomposition dagegen will vollendet werden.“ Die besten Dirigenten sind nicht diejenigen, die eine Symphonie am schnellsten spielen. Auch Tanzen entspricht dem Charakter des menschlichen Lebens. Ein Mensch bewegt sich dabei durch den Raum, ohne eine bestimmten Punkt erreichen zu wollen. Das einzige Ziel ist der Tanz selbst. Die Idee, Tanz und Musik als pure Freude zu verstehen, wird vielen Menschen leider in der Schule oft ausgetrieben. Quelle: „Das ganze Leben in einem Tag“ von Andreas Salcher</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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