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	<title>Regeln &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Die Erziehung benötigt Regeln</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jul 2024 01:00:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Impulskontrolle]]></category>
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					<description><![CDATA[Rüdiger Maas erläutert: „Sozialisation beschreibt die Einpassung eines Menschen in die Gesellschaft, in die gesellschaftlichen Werte, Normen und Verhaltensweisen.“ Regeln in der Erziehung erleichtern Kinder später einmal den Weg durch die verschiedenen gesellschaftlichen Institutionen. Regeln sind aber auch wichtig für den Selbstschutz. Wenn Kinder die Erfahrung machen, dass ihnen nicht permanent alle Wünsche wie auf ... <a title="Die Erziehung benötigt Regeln" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/die-erziehung-benoetigt-regeln.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Erziehung benötigt Regeln">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Rüdiger Maas erläutert: „Sozialisation beschreibt die Einpassung eines Menschen in die Gesellschaft, in die gesellschaftlichen Werte, Normen und Verhaltensweisen.“ Regeln in der Erziehung erleichtern Kinder später einmal den Weg durch die verschiedenen gesellschaftlichen Institutionen. Regeln sind aber auch wichtig für den Selbstschutz. Wenn Kinder die Erfahrung machen, dass ihnen nicht permanent alle Wünsche wie auf Knopfdruck erfüllt werden, lernen sie, Bedürfnisse zu verschieben und ihre eigenen Impulse zu kontrollieren. Impulskontrolle ist wichtig, um sich nicht spontan einer Aktion oder Handlung hinzugeben, die man vielleicht im Nachhinein bereuen würde oder mit der man anderen Menschen Schaden zufügt. Lernt ein Kind das, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass es einfach mal „draufhaut“, wenn ihm etwas nicht passt. Rüdiger Maas studierte in Deutschland und Japan Psychologie. Er ist Gründer und Leiter eines Instituts für Generationenforschung. <span id="more-5557"></span></p>
<p><strong>Eltern sind ganz einfach manchmal unsicher</strong></p>
<p>Oder größer gedacht: dass das Kind zum Mitläufer wird. Oder dass es ständig danach strebt, immer mehr zu bekommen, nämlich eben all das, nach dem ihm der Kopf steht. Rüdiger Maas betont: „Durch das Versagen von Wünschen können Kinder Strukturen um sich herum aufbauen, die sowohl sie selbst als auch andere Personen schützen als auch den Sozialisationsprozess in die Gesellschaft für das Kind erleichtern.“ Das heißt mitnichten, dass die heutige Elterngeneration keine Grenzen setzen würde. Viele Eltern tun das auch.</p>
<p>Einige machen dies jedoch an der falschen Stelle, zum falschen Zeitpunkt, wie viele Pädagogen berichten. Rüdiger Maas nennt ein Beispiel: „Ein Kind bekam beispielsweise Ärger von der eigenen Mutter, als es einem anderen Kind den Leberkäse weggegessen hatte. Aber nicht, weil es damit dem anderen Kind Unrecht getan hatte, sondern weil die Mutter meinte, das Kind vertrage keinen Leberkäse.“ Wie kann ein solches Verhalten zustande kommen? Eltern sind ganz einfach manchmal unsicher.</p>
<p><strong>Kinder sind keine Freunde oder Ersatzpartner</strong></p>
<p>Diese Eltern gehen Konflikten meist aus dem Weg und sind geradezu hilflos, wenn es darauf ankommt, Grenzen in der Beziehung zu setzen.  Rüdiger Maas erklärt: „Meiner Meinung nach hat das viel mit der Beschleunigung der gesellschaftlichen Entwicklung im Zusammenhang mit dem Siegeszug des Internets zu tun.“ Für jede Handlung gibt es mittlerweile eine Alternative. Überauswahl macht aber nicht zufriedener, sondern verunsichert die Betreffenden in der Entscheidungsfindung. </p>
<p>Einige Pädagogen und Kindertherapeuten fordern, die natürliche Hierarchie zwischen Eltern und ihren Kindern wiederherzustellen, und warnen davor, Kinder wie Freude oder Ersatzpartner zu behandeln. In vielen Fällen lässt sich nicht nur eine Erziehung auf Augenhöhe beobachten, sondern eine Steigerung dessen. Rüdiger Maas stellt fest: „Viele Erzieher berichten, dass die Eltern ihren Kindern hinterhereifern. Sie wollen wie ihre Kinder sein und empfinden ihre Kinder sogar als Vorbilder.“ Quelle: „Generation lebensunfähig“ von Rüdiger Maas</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Soziale Regeln sparen Zeit und Energie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Oct 2021 01:00:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Fragen]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
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					<description><![CDATA[Die inneren moralischen und sozialen Regeln helfen dem Gehirn beim Energiesparen. Helga Kernstock-Redl erklärt: „Jedes einzelne, äußere oder innere Gesetz, jede soziale Spielregel ist eine in Form gegossene Erwartung. Es ist damit fixiert. Das ermöglicht Vorhersage und erspart uns die permanente, zeitaufwendige Neuorientierung.“ Sobald die Mehrheit in einer Gruppe ähnliche Erwartungen hat, können sich die ... <a title="Soziale Regeln sparen Zeit und Energie" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/helga-kernstock-redl-innere-regeln.html" aria-label="Mehr Informationen über Soziale Regeln sparen Zeit und Energie">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die inneren moralischen und sozialen Regeln helfen dem Gehirn beim Energiesparen. Helga Kernstock-Redl erklärt: „Jedes einzelne, äußere oder innere Gesetz, jede soziale Spielregel ist eine in Form gegossene Erwartung. Es ist damit fixiert. Das ermöglicht Vorhersage und erspart uns die permanente, zeitaufwendige Neuorientierung.“ Sobald die Mehrheit in einer Gruppe ähnliche Erwartungen hat, können sich die Mitglieder reibungslos danach richten. Sie wissen deshalb, was zu tun ist und wie sich die anderen verhalten werden. Man muss sich nicht immer neu orientieren oder entscheiden, was richtig und falsch ist. Zudem ist man nicht gezwungen, immer neue Informationen zu sammeln, individuelle Vorkehrungen zu treffen oder ständig neue Regeln auszuhandeln. Das spart Zeit und Energie. Helga Kernstock-Redl ist Psychologin und Psychotherapeutin. Sie beschäftigt sich vor allem mit der Psychologie der Gefühlswelt. <span id="more-3026"></span></p>
<p><strong>Das Gehirn mag Fragen sehr gern</strong></p>
<p>Dieses System der Erwartungsbildung hat jedoch auch einen Nachteil, trotz aller Denk- und Zeitersparnis. Es irrt sich nämlich manchmal. Sobald man selbst oder eine Vertrauensperson eine der zentralen oder moralischen Erwartungen bricht, kann das die Betroffenen bis in die Grundfesten erschüttern. Im ersten Fall folgen quälende Schuldgefühle, im zweiten Schuldzuweisungen, starke Opfergefühle oder Traumafolgen. In enttäuschten Paarbeziehungen beginnen deshalb oft die sogenannten „Rosenkriege“. </p>
<p>Gespeicherte Informationen möglichst rasch zu liefern, ist eine wichtige Aufgabe des Gehirns. Dazu zählen Erinnerungen, Zusammenhänge, bekannte Erklärungen, frühere Vorhersagen, Gesetze und Fakten. Helga Kernstock-Redl weiß: „Eine zentrale Möglichkeit, um Informationen bewusst aufzurufen, ist es, Fragen zu stellen. Unser Gehirn mag Fragen sehr gern, denn so weiß es, wonach es Ausschau halten soll.“ Voller Elan stürzt es sich in die Suche, fast wie eine Suchmaschine das Internet durchforstet, sobald man Schlüsselworte eingibt.</p>
<p><strong>Gute Fragen wollen gut überlegt sein</strong></p>
<p>Kein Gehirn kann jedoch bei Beschimpfung, Drohung oder böser Kritik gut arbeiten. Gute Fragen wollen gut überlegt sein. Helga Kernstock-Redl hat sich deshalb angewöhnt, sehr gewissenhaft auf Fragen an sich selbst zu achten. Indirekte Fragen oder doppelte Verneinungen stiften nur Verwirrung: „Was darf ich nicht tun, um Unglück zu vermeiden?“ Bessere Suchergebnisse liefert vermutlich: „Was will ich tun, um einen Moment Glück zu finden?“</p>
<p>Unlösbare Fragestellungen verursachen Endlosschleifen. Denn das Gehirn geht trotz der Aussichtslosigkeit nach einer befriedigenden Antwort auf die Suche und läuft schlimmstenfalls jahrelang im Kreis. Helga Kernstock-Redl gibt dazu einen wichtigen Tipp: „Sollten Sie längere Zeit keine Antwort finden, dann ist entweder die geforderte Information im Gehirn nicht verfügbar oder die Frage selbst ist schlecht! Verändern Sie schleunigst die Frage!“ Depressionen zeichnen sich beispielsweise durch extrem intensives Nachdenken über schlechte Fragen aus, die permanent Schuldgefühle nähren. Quelle: „Schuldgefühle“ von Helga Kernstock-Redl</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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