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	<title>News &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Rolf Dobelli deckt die Illusion des Mitgefühls auf</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2020 06:09:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Mitgefühl]]></category>
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					<description><![CDATA[News lullen viele Menschen in ein warmes, weltumspannendes Gefühl ein. Sie fühlen sich alle als Weltbürger. Ihnen passieren dieselben Dinge. Sie alle sind miteinander verbunden. Der Planet ist ein globales Dorf. Rolf Dobelli kritisiert: „Der Zauber einer allumfassenden, weltweiten Verbundenheit ist ein gigantischer Selbstbetrug.“ Tatsache ist: Nicht der Konsum von Nachrichten verbindet eine Person mit ... <a title="Rolf Dobelli deckt die Illusion des Mitgefühls auf" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/rolf-dobelli-deckt-die-illusion-des-mitgefuehls-auf.html" aria-label="Mehr Informationen über Rolf Dobelli deckt die Illusion des Mitgefühls auf">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>News lullen viele Menschen in ein warmes, weltumspannendes Gefühl ein. Sie fühlen sich alle als Weltbürger. Ihnen passieren dieselben Dinge. Sie alle sind miteinander verbunden. Der Planet ist ein globales Dorf. Rolf Dobelli kritisiert: „Der Zauber einer allumfassenden, weltweiten Verbundenheit ist ein gigantischer Selbstbetrug.“ Tatsache ist: Nicht der Konsum von Nachrichten verbindet eine Person mit seinen Mitmenschen und Kulturen. Die Menschen sind miteinander verbunden, weil sie miteinander kooperieren, Handel treiben, Freundschaften pflegen, verwandt sind oder lieben. Wenn immer Rolf Dobelli berichtet, dass er sich von News fernhält, kommt unweigerlich der Vorwurf: „Aber Sie nehmen ja keinen Anteil am Leiden der Ärmsten der Welt, an den Kriegsgeschehnissen und Gräueltaten.“ Der Bestsellerautor Rolf Dobelli ist durch seine Sachbücher „Die Kunst des klaren Denkens“ und „Die Kunst des klugen Handelns“ weltweit bekannt geworden. <span id="more-2195"></span></p>
<p><strong>Anteilnahme durch Medienkonsum ist der größte Selbstbetrug</strong></p>
<p>Rolf Dobellis Antwort lautet: „Erstens, muss ich das denn?“ Zweitens „Anteilnehmen durch Medienkonsum“ – gibt es einen größeren Selbstbetrug. Denn echte Anteilnahme bedeutet Handeln. Im eigenen Mitgefühl schwelgen ist nicht nur nicht hilfreich, sondern einfach nur widerlich. Rolf Dobelli fordert: „Wenn Ihnen das Schicksal der Erbebenopfer, Kriegsflüchtlinge und Hungerleidenden wirklich am Herzen liegt, spenden Sie Geld. Nicht Aufmerksamkeit. Nicht Arbeit. Keine Gebete. Sondern Geld.“</p>
<p>Ihre Aufmerksamkeit schenken die Menschen beim Konsum von Nachrichten beispielsweise nicht den Erdbebenopfern, sondern den Betreibern von News-Webseiten oder Printmedien. Die Erdbebenopfer spüren diese Aufmerksamkeit nicht, die Betreiber der Nachrichtenportale sehr wohl. Und zwar in doppelter Hinsicht: Erstens, indem sie Geld verdienen, indem sie die Aufmerksamkeit den Werbekunden weiterverkaufen. Zweitens, weil sie wieder mehr Daten über den Nutzer gesammelt haben, den sie in Zukunft noch gezielter mit Werbung bombardieren können.</p>
<p><strong>News haben nichts mit einer objektiven Beurteilung der Leiden der Welt zu tun</strong></p>
<p>Mit ihrer Aufmerksamkeit helfen viele Menschen den News-Medien, nicht den Opfern. Und sie schaden sich selbst. Rolf Dobelli hat eine Idee: „Wenn Sie auf News verzichten, haben sie einen ganzen Monat pro Jahr an Zeit gewonnen. Verwandeln sie einen Teil dieser frei gewordenen Zeit in Geld – vielleicht in Form von Überstunden oder mit einem Nebenjob – und spenden den damit erarbeiteten Betrag.“ Am besten an etablierte Organisationen wie Ärzte ohne Grenzen oder Terre des Hommes.</p>
<p>Oft hört Rolf Dobelli den Einwand: „Ohne News-Konsum wissen Sie ja gar nicht, wo die Hilfe am dringendsten ist.“ Auch das ist ein Denkfehler. Denn die News-Medien sind voreingenommen in der Entscheidung, über welche Katastrophen sie berichten. Sie berichten über Katastrophen, die erstens neu sind, zweitens gute Bilder liefern und drittens an Einzelschicksalen aufgehängt werden können. Eine Nachrichtenauswahl nach den genannten drei Kriterien, hat aber nicht mit einer objektiven Beurteilung der Leiden dieser Welt zu tun. Quelle: „Die Kunst des digitalen Lebens“ von Rolf Dobelli</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Kurznachrichten hemmen das Denken</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Apr 2020 05:02:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Denken]]></category>
		<category><![CDATA[Konzentration]]></category>
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					<description><![CDATA[Denken braucht Konzentration, die ihrerseits ungestörte Zeit erfordert. Wer sich dem reißenden Strom der Kurznachrichten öffnet, dessen Konzentration wird im Nu weggeschwemmt sein. Rolf Dobelli ergänzt: „News machen einen seichten Denker aus Ihnen. Aber nicht nur das. Sie beeinträchtigen Ihr Gedächtnis.“ Es gibt zwei Arten von Gedächtnis. Das Langzeitgedächtnis besitzt eine hohe Speicherkapazität, während das ... <a title="Kurznachrichten hemmen das Denken" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/kurznachrichten-hemmen-das-denken.html" aria-label="Mehr Informationen über Kurznachrichten hemmen das Denken">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Denken braucht Konzentration, die ihrerseits ungestörte Zeit erfordert. Wer sich dem reißenden Strom der Kurznachrichten öffnet, dessen Konzentration wird im Nu weggeschwemmt sein. Rolf Dobelli ergänzt: „News machen einen seichten Denker aus Ihnen. Aber nicht nur das. Sie beeinträchtigen Ihr Gedächtnis.“ Es gibt zwei Arten von Gedächtnis. Das Langzeitgedächtnis besitzt eine hohe Speicherkapazität, während das Arbeitsgedächtnis nur wenig aufnehmen kann. Der Weg vom Arbeits- zum Langzeitgedächtnis führt durch einen Engpass im Gehirn. Was immer ein Mensch verstehen möchte, es muss diesen Punkt passieren. Das geht bei abstrakten Informationen nur über Konzentration. Weil Kurznachrichten die Konzentration stören, schwächen sie aktiv das Verstehen. Der Bestsellerautor Rolf Dobelli ist durch seine Sachbücher „Die Kunst des klaren Denkens“ und „Die Kunst des klugen Handelns“ weltweit bekannt geworden. <span id="more-2174"></span></p>
<p><strong>Die größte Ablenkung liefern Online-Videos</strong></p>
<p>Das menschliche Gehirn braucht eine Aufwärmphase, um für neue Eindrücke überhaupt empfänglich zu sein. Um zum Beispiel Konzentration beim Lesen aufzubauen, muss man einer Lektüre mindestens zehn Minuten widmen. Rolf Dobelli warnt: „Steht weniger Zeit zur Verfügung, verarbeitet Ihr Gehirn die Informationen nur oberflächlich und kann sie nicht speichern.“ Schlimmer noch als gedruckte News sind Online-News. Eine Studie des amerikanische Autors Nicholas Carr hat gezeigt, dass das Textverständnis abnimmt, je mehr Hyperlinks ein Dokument hat.</p>
<p>Warum ist das so? Weil das Gehirn bei jedem Link entscheiden muss, ob er einen Klick wert ist oder nicht. Das ist eine permanente Ablenkung, wie wenn das Telefon alle paar Sekunden klingeln würde. Die größte Ablenkung aber liefern Online-Videos – besonders, wenn sie mit sensationellen Start-Bildern auftrumpfen. Das Gehirn wird kaum die Willenskraft aufbieten, nicht darauf zu klicken. Und schon sind wieder ein paar wertvolle Minuten des Lebens verstrichen. Beziehungsweise viel mehr als ein paar Minuten, denn gleich wird das nächste Video angepriesen. Und das übernächste.</p>
<p><strong>Der Mangel an Aufmerksamkeit hat sich ins Unermessliche gesteigert</strong></p>
<p>Der Wirtschaftsnobelpreisträger Herbert Simon erkannte das Problem schon vor einem halben Jahrhundert: „Was die Information konsumiert, ist ziemlich klar: Sie konsumiert die Aufmerksamkeit ihrer Empfänger. Der Überfluss von Information führt zu einem Mangel an Aufmerksamkeit.“ Heutzutage hat sich der Mangel an Aufmerksamkeit dank Alerts, Textnachrichten, News-Feeds, News-Pop-ups und anderen Unterbrechungen ins Unermessliche gesteigert. Nicht mehr der Mensch findet die News, die News finden ihn. Wo auch immer er ist.</p>
<p>Warum geben sich viele Menschen dieser digitalen Ablenkung derart leichtfertig hin? Rolf Dobelli kennt die Antwort: „Weil die Algorithmen der Medienkonzerne genau wissen, mit welchen Bildern und Videos unsere Willenskraft am besten zu überwältigen ist.“ Diese Algorithmen werden von Monat zu Monat besser und die Ausgangslage des Konsumenten immer schlechter. Der Besuch jeder News-Website ist ein Kampf zwischen Verlockung und Willenskraft – wobei die Willenskraft in den meisten Fällen verliert. Quelle: „Die Kunst des digitalen Lebens“ von Rolf Dobelli</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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