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	<title>Multitasking &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Multitasking führt zu schlechten Ergebnissen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jun 2020 06:02:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmerksamkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Multitasking ist nicht nur anstrengend, sondern führt auch zu schlechten Ergebnissen. Es steht sogar im Verdacht, das Sozialverhalten zu behindern. Die Gründe hierfür können vielfältig sein. Sicher ist, dass dabei der präfrontale Kortex eine Rolle spielt. Im Multitasking liegt auch eine gewisse Absurdität zugrunde. Georg Milzner erläutert: „Wo wir intensiven Lustgewinn und tiefe Begegnung suchen, ... <a title="Multitasking führt zu schlechten Ergebnissen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/multitasking-fuehrt-zu-schlechten-ergebnissen.html" aria-label="Mehr Informationen über Multitasking führt zu schlechten Ergebnissen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Multitasking ist nicht nur anstrengend, sondern führt auch zu schlechten Ergebnissen. Es steht sogar im Verdacht, das Sozialverhalten zu behindern. Die Gründe hierfür können vielfältig sein. Sicher ist, dass dabei der präfrontale Kortex eine Rolle spielt. Im Multitasking liegt auch eine gewisse Absurdität zugrunde. Georg Milzner erläutert: „Wo wir intensiven Lustgewinn und tiefe Begegnung suchen, kommen wir offenbar gar nicht auf die Idee, es mit Multitasking zu probieren. Das passiert nur – ja, wo eigentlich? Vermutlich da, wo wir in einem fort den Eindruck haben, noch etwas erledigen zu müssen.“ Dabei ist Aufmerksamkeit offenbar mehr als bloß die Beigabe zu einem ansonsten gelingenden Leben. Was im Kern der Aufmerksamkeit steht, wird auch den meisten Einfluss auf das Leben eines Menschen haben. Georg Milzner ist Diplompsychologe und arbeitet in eigener Praxis als Psychotherapeut. <span id="more-2265"></span></p>
<p><strong>Aufmerksamkeitsstörungen sind weit verbreitet</strong></p>
<p>Georg Milzner schreibt: „Wohin die Aufmerksamkeit sich richtet, dahin geht auch das Lebensgefühl. Wenn eine diffundierte Aufmerksamkeit das Merkmal unserer Epoche ist, dann heißt das für unser Lebensgefühl etwas ganz Ähnliches: Es diffundiert, es wird immer diffuser.“ Das Phänomen, das Georg Milzner hier berührt, wird „Mind-Wandering“ genannt. Gemeint ist damit, dass es vielen Menschen immer schwerer fällt, ihre Aufmerksamkeit über einen längeren Zeitraum hinweg bei einer Sache zu halten. Was so viel bedeutet wie: Die meisten Menschen leiden ein wenig unter Aufmerksamkeitsstörungen.</p>
<p>Multitasking und wandernde Aufmerksamkeit begegnen sich an dem Punkt, bei dem die Aufmerksamkeit nicht mehr bei einer Sache ist. Der Multitasker lässt sich wie die Mind-Wanderin als ein Mensch beschreiben, der nicht bei der Sache ist. Als Therapeut wird Georg Milzner ab und zu gesagt, dass einer einen Patienten sehr intensiv anschaut. Nicht jeder findet das angenehm. Manch einer fühlt sich durchleuchtet, analysiert bis auf die Knochen. Anderen wird unbehaglich zumute, weil sie meinen, sie müssten etwas tun.</p>
<p><strong>Multitasking beeinträchtigt das Sozialverhalten</strong></p>
<p>Alle Patienten nehmen aber so etwas wie Bedeutsamkeit wahr. Denn ein Mensch, der intensive wahrgenommen wird, muss bedeutsam sein. Und genau so erlebt man es als Kind, wenn man einen wohlmeinenden, intensiven Blickkontakt spürt. Man erlebt Interesse, Anteilnahme, Begegnung. Und alles dies vergeht in dem Augenblick, wo jemand seine Aufmerksamkeit etwas anderem zuwendet: einer Fernsehserie, der Tageszeitung oder, zeittypisch, dem Smartphone. Multitasking ist nicht denkbar als eine Aktivität, bei der es zu Einbußen kommt – Einbußen, die Konzentration und langfristig auch das Sozialverhalten betreffend.</p>
<p>Georg Milzner erklärt: „Das Dumme ist, dass man nicht unbedingt merkt, wie viele Einbußen es beim Multitasking wirklich gibt. Weil nämlich gerade die verteilte Aufmerksamkeit jene Konzentration, die auch Fehler und Schludrigkeiten erkennen würde, unmöglich macht.“ Erst also da, wo etwas schon gravierend wird, komme es zu diesem Erkennen. Es scheint Georg Milzner an der Zeit, das Multitasking den Aufmerksamkeitsstörungen an die die Seite zu stellen. Denn die Einbußen sind beim Multitasking wesentlich größer als der Gewinn. Quelle: „Wir sind überall, nur nicht bei uns“ von Georg Milzner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Georg Milzner betrachtet Multitasking als innere Spaltung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 May 2020 05:37:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
		<category><![CDATA[Multitasking]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn ein Mensch mehrere Dinge gleichzeitig tut und keines davon richtig, betreibt er Multitasking. Der ursprünglich technische Begriff meint die Möglichkeit eines Betriebssystems, mehrere Arbeitsprozesse nebeneinander ablaufen zu lassen. Georg Milzner ergänzt: „In der Psychologie spricht man von Multitasking da, wo es um das parallele Erledigen zweier oder mehrerer Aufgaben geht. Dass wir das – ... <a title="Georg Milzner betrachtet Multitasking als innere Spaltung" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/georg-milzner-betrachtet-multitasking-als-innere-spaltung.html" aria-label="Mehr Informationen über Georg Milzner betrachtet Multitasking als innere Spaltung">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ein Mensch mehrere Dinge gleichzeitig tut und keines davon richtig, betreibt er Multitasking. Der ursprünglich technische Begriff meint die Möglichkeit eines Betriebssystems, mehrere Arbeitsprozesse nebeneinander ablaufen zu lassen. Georg Milzner ergänzt: „In der Psychologie spricht man von Multitasking da, wo es um das parallele Erledigen zweier oder mehrerer Aufgaben geht. Dass wir das – zum Teil – können, wissen wir alle.“ Auf das, was hier geleistet werden muss, ist der Mensch evolutionär ganz gut vorbereitet. Jeder kann überdies eine Vielzahl peripherer Reize wahrnehmen, während er einer Tätigkeit nachgeht. Multitasking ist allerdings nicht einfach nur das parallele Tun hier und Wahrnehmen da. Von Multitasking spricht die Wissenschaft etwa erst seit zwei Jahrzehnten. Um die Jahrhundertwende galt es als eine ausgesprochene Kompetenz. Georg Milzner ist Diplompsychologe und arbeitet in eigener Praxis als Psychotherapeut. <span id="more-2213"></span></p>
<p><strong>Der präfrontale Kortex ist eine bedeutende Steuerungszentrale des Gehirns</strong></p>
<p>Der Computerwissenschaftler Dario Salvucci verweist gern darauf, dass Multitasking längst überall stattfindet. Womit er recht hat. Nur bedeutet das nicht, dass es auch gut ist. Das bloße gehäufte Auftreten von etwas sagt ja über dessen Wert noch nichts aus. Die entscheidende Rolle beim Lösen von Aufgaben spielt eine Hirnregion, die der englische Physiologe David Ferrier (1843 – 1928) als „präfrontaler Kortex“ bezeichnet hat. Er bekommt Signale aus allen wesentliche sensorischen Zentren, und zwar sowohl Signale, die von außen, als auch Signale, die von innen, also aus dem Organismus selbst kommen.</p>
<p>Der präfrontale Kortex ist dafür zuständig, eingehende sensorische Reize mit Inhalten der Erinnerung abzugleichen. Georg Milzner fügt hinzu: „Überdies obliegt ihm eine wichtige regulatorische Funktion hinsichtlich des limbischen Systems, einer alten und hochkomplexen Struktur unseres Gehirns, die u. a. mit Emotionalität und Sexualität, aber auch mit der Speicherung von Gedächtnisinhalten und Lernvorgängen befasst ist.“ Damit steht fest, dass der präfrontale Kortex eine bedeutende Steuerungszentrale des Gehirns ist.</p>
<p><strong>Beim Multitasking arbeitet das Gehirn in einem Ausnahmezustand</strong></p>
<p>Das legt nahe, dass der präfrontale Kortex auch beim Bearbeiten wichtiger Aufgaben aktiv ist. Die französischen Neurowissenschaftler Étienne Koechlin und Sylvain Charron konnten nachweisen, dass die Aktivität des präfrontalen Kortex sich verändert, wenn Probanden statt einer einzigen Aufgabe, auf die sie sich ganz konzentrieren können, zwei bekommen und ihre Aufmerksamkeit also aufteilen müssen. Bei Menschen, die konzentriert an einer Sache arbeiten, funktionieren die beiden Teile des präfrontalen Kortex in den zwei Hirnhälften synchron.</p>
<p>Bei zwei Aufgaben jedoch, die parallel gelöst werden sollen, findet eine merkwürdige Aufspaltung statt: Die linke Hälfte des präfrontalen Kortex widmet sich nämlich nun dem ersten und die rechte hälft des präfrontalen Kortex dem zweiten Aufgabenfeld. Georg Milzner spricht in diesem Zusammenhang von einer Strategie unter Krisendruck. Einem Ausnahmezustand, der nicht ohne Folgen bleibt. Denn klar ist ja, dass nicht beide Seiten des Systems die gleichen Informationen bekommen. Étienne Koechlin hat selbst betont, dass mehr als zwei Aufgaben parallel zu lösen eine Überforderung des Gehirns bedeutet. Quelle: „Wir sind überall, nur nicht bei uns“ von Georg Milzner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em

</p>
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