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	<title>Mörder &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Jeder Mensch beurteilt das Böse anders</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 May 2020 07:01:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Es ist nahezu unmöglich, das Böse zu quantifizieren und eine böse Tat mit der anderen zu vergleichen. Reinhard Haller nennt den Grund: „Es gibt dafür keinen Maßstab, die Bösartigkeit ist nicht messbar.“ Dazu kommt, dass jeder Mensch das Böse anders beurteilt und als Opfer unterschiedlich darauf reagiert. Selbst in der Wertung der Mutter des Bösen, ... <a title="Jeder Mensch beurteilt das Böse anders" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/jeder-mensch-beurteilt-das-boese-anders.html" aria-label="Mehr Informationen über Jeder Mensch beurteilt das Böse anders">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist nahezu unmöglich, das Böse zu quantifizieren und eine böse Tat mit der anderen zu vergleichen. Reinhard Haller nennt den Grund: „Es gibt dafür keinen Maßstab, die Bösartigkeit ist nicht messbar.“ Dazu kommt, dass jeder Mensch das Böse anders beurteilt und als Opfer unterschiedlich darauf reagiert. Selbst in der Wertung der Mutter des Bösen, des Krieges, gehen die Meinungen auseinander. Sie reichen vom „präventiven“ über den „notwendigen“ und „gerechten“ bis zum „heiligen“ Krieg. In jüngster Zeit wurde mit der Entwicklung der „Skala des Bösen“ durch den amerikanischen Psychiater Prof. Michael Stone und der „Skala der Verderbtheit“ durch dessen Kollegen Dr. Michael Welner aus New York Versuche gemacht, das Böse wissenschaftlich zu messen. Der Psychiater und Psychotherapeut Reinhard Haller arbeitet vornehmlich als Therapeut, Sachverständiger und Vortragender. <span id="more-2197"></span></p>
<p><strong>Michael Stone entwickelte eine Skala der Verderbtheit</strong></p>
<p>Michael Stone entwickelte nach der Auswertung von 279 Fallgeschichten von Ehepartnern, Eltern und Kindern, die ihre Angehörigen umgebracht hatte, eine Messskala, die er als „Gradations of Evil“ bezeichnete. Die Skala ist so aufgebaut, dass jede Stufe jeweils die Verderbtheit der vorhergehenden beinhaltet und ein zusätzliches böses Element enthält. Am unteren Ende dieser 22-stufigen Skala sind jene angesiedelt, die in Notwehr, also völlig ungeplant, töten. </p>
<p>An oberster Stelle stehen diejenigen mit hohem Planungsgrad und schwerster Ausübung von Aggression, wie sie beim Prototyp des psychopathischen Mörders vorliegen. Dieser strebt nur danach, seine Opfer so intensiv uns so lange wie nur irgendwie möglich zu quälen und leiden zu lassen. Der auf einer allgemein verständlichen, heftigen Gemütsbewegung beruhende Totschlag wäre somit als viel weniger böse einzustufen als der auf Gewinn abzielende Mord oder eine Tötung aus „niedrigen Beweggründen“, etwa zur Befriedigung der bösen Lust. </p>
<p><strong>Die Notwehr wird nicht mit dem bösen Willen in Verbindung gebracht</strong></p>
<p>Reinhard Haller erläutert: „Je mehr der Wille durch situative Gegebenheiten, emotionale Erregung oder die enthemmende Wirkung von Alkohol und Drogen eingeschränkt und je nachvollziehbarer der Gefühlszustand des Täters für den Durchschnittsmenschen erlebbar ist, desto geringer ist der Grad des Bösen.“ Die Skala von Michael Stone deckt somit das ganze Spektrum von Notwehr bis zum kalt geplanten und durchgeführten sadistischen Mord ab. </p>
<p>Während die Notwehr nicht mit dem bösen Willen in Verbindung gebracht wird, spielt dieser bei der Notwehrüberschreitung schon eine gewisse Rolle und nimmt in seiner Bedeutung zu, wenn der Täter mehr agiert als reagiert. Die Mitleidstötung zum Beispiel ist nach allgemeinem Verständnis auf der Skala des Bösen weit unten anzusiedeln. Etwas unterhalb der Skala des Bösen sind jene Taten anzusiedeln, bei denen durch eine böse Tat eine noch schlimmere verhindert oder abgewendet wird. Quelle: „Das Böse“ von Reinhard Haller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Reinhard Haller lotet die Abgründe des Bösen aus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Feb 2020 07:33:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Das Böse]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Mörder]]></category>
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					<description><![CDATA[Weit über ein Jahr seines Lebens hat sich Reinhard Haller von Mördern ihre Lebensgeschichten erzählen lassen. Es ging ihm darum, die Persönlichkeit der Täter zu beschreiben, ihre Motive zu analysieren und festzustellen, ob sie mit klarem Verstand – das Gesetz spricht dann von bösem Willen – oder krankhafter Absicht gehandelt haben. In seinem neuen Buch ... <a title="Reinhard Haller lotet die Abgründe des Bösen aus" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/reinhard-haller-lotet-die-abgruende-des-boesen-aus.html" aria-label="Mehr Informationen über Reinhard Haller lotet die Abgründe des Bösen aus">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Weit über ein Jahr seines Lebens hat sich Reinhard Haller von Mördern ihre Lebensgeschichten erzählen lassen. Es ging ihm darum, die Persönlichkeit der Täter zu beschreiben, ihre Motive zu analysieren und festzustellen, ob sie mit klarem Verstand – das Gesetz spricht dann von bösem Willen – oder krankhafter Absicht gehandelt haben. In seinem neuen Buch „Das Böse“ präsentiert er seine Ergebnisse. Dabei hat er festgestellt, dass die zur bösen Tat führenden Motive, zumindest vordergründig, oft erstaunlich banal waren. Manchmal entwickelt sich das Böse aus einer jahrelangen Konfliktsituation, dann wieder resultiert es aus den sich aufschaukelnden Emotionen eines Streits. Oft entspringt es momentanen Frustrationen, manchmal folgt es einem umfassenden, bis in alle Einzelheiten durchdachten, grauenhaften Plan. Der Psychiater und Psychotherapeut Reinhard Haller arbeitet vornehmlich als Therapeut, Sachverständiger und Vortragender. <span id="more-2138"></span></p>
<p><strong>Böses geht aus Bösem hervor und dieser Kreislauf endet nie</strong></p>
<p>Reinhard Haller erläutert: „In nicht wenigen Fällen standen hinter dem Bösen fanatische Ideen, psychische Beeinträchtigungen oder wahnhafte Gedanken, sodass man nicht von der bösen, sondern von der kranken Tat sprechen müsste.“ Manchmal konnte Reinhard Haller die kalte Planung und die gefühllose Durchführung eines Gewaltverbrechens kaum glauben, oft erschauderte er vor den grausig-sadistischen Fantasien, die sich hinter scheinbar normalen menschlichen Fassaden zeigen.</p>
<p>Im Schicksal vieler Täter, die selbst Opfer waren, konnte Reinhard Haller erkennen, wie das Böse aus Bösem hervorgeht und der Kreislauf nie endet. Die meisten Täter sind bemüht, ihre kriminelle Handlung als etwas Gestörtes und Krankes, als eine nicht zu ihrer Person gehörende Handlung darzustellen und vermuten die Ursachen in unbewussten tiefenpsychologischen Vorgängen oder in den niemanden geheueren „Abgründen der Seele“. Die Schuld wird damit vom eigenen Willen auf dunkle seelische Kräfte, für die man weniger verantwortlich zu sein scheint, geschoben.</p>
<p><strong>Der Krieg lässt das Böse in all seinen Formen zu</strong></p>
<p>Aus kriminalpsychiatrischer Sicht sind in einer durch und durch bösen Tat folgende Elemente, die den Code des Bösen bilden könnten, enthalten: Fehlende Empathie, einseitige Machtverteilung, eine psychopathische Charakterstruktur – Sadismus, Maligner Narzissmus – Entwürdigung der Opfer, Planungsgrad, Schwere der Folgen für die Opfer und Missachtung des Moralinstinktes. Wenn man sich fragt, wo der Code des Bösen am unmittelbarsten angetroffen werden kann, landet man unweigerlich beim Krieg.</p>
<p>Der Krieg ist laut Reinhard Haller nicht nur eine Verdichtung des Bösen, er lässt auch das Böse in all seinen Formen zu: „Der Krieg setzt ungezügelte Aggressionen, mörderische Kräfte, eine durch und durch zerstörerische Energie, wie wir im zivilen Antrag unterdrücken, frei.“ Wenn man einen Blick auf die Pressemeldungen der letzten Monate wirft, wird man feststellen, dass das Böse weitergeht, in unverminderter Härte, in vielfältiger Grausamkeit, in nicht enden wollendem Umfang. Sigmund Freud vertrat die These, dass das Böse nur durch die Kultur zurückgedrängt werde könne. Der chinesische Philosoph Hsün Dse wusste das schon 220 v. Chr.: „Der Mensch ist von Natur aus böse; wenn er dennoch gut ist, so ist dies die Frucht der Kultur.“</p>
<p><strong>Das Böse<br />
Die Psychologie der menschlichen Destruktivität<br />
Reinhard Haller<br />
Verlag: Ecowin<br />
Gebundene Ausgabe: 231 Seiten, Auflage 3: 2020<br />
ISBN: 978-3-7110-0248-8, 24,00 Euro</strong></p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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