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	<title>Mentor &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Mentoren sind Gold wert</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jul 2020 05:43:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Zu den wichtigen Komponenten eines Lernerfolgs zählt die Bereitschaft zur Nachahmung. Erfolgreiche Vorbilder geben Orientierung in Fragen, welche die Zukunft betreffen. Denn sie können auf Erfahrungen in der Vergangenheit zurückgreifen, über die man selbst nicht verfügt. Jens Weidner weiß: „Jeder, der bei seinem Aufstieg Mentoren an seiner Seite hatte, weiß: Mentoren sind Gold wert. Denn ... <a title="Mentoren sind Gold wert" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/mentoren-sind-gold-wert.html" aria-label="Mehr Informationen über Mentoren sind Gold wert">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zu den wichtigen Komponenten eines Lernerfolgs zählt die Bereitschaft zur Nachahmung. Erfolgreiche Vorbilder geben Orientierung in Fragen, welche die Zukunft betreffen. Denn sie können auf Erfahrungen in der Vergangenheit zurückgreifen, über die man selbst nicht verfügt. Jens Weidner weiß: „Jeder, der bei seinem Aufstieg Mentoren an seiner Seite hatte, weiß: Mentoren sind Gold wert. Denn an ihnen kann man sich orientieren, sie öffnen Türen, sie weisen die Richtung und sie warnen vor Fallstricken.“ Im Gegenzug wünschen sich viele Mentoren, dass man ein bisschen so wird wie sie, ein wenig geklont, voller Sympathie und Bewunderung für den Mentor. Das ist die Währung, die man für ihre Hilfestellung zahlt. Optimisten zahlen diesen Preis gerne. Denn das, was sie an Expertise, Kontakten und Berufserfahrung zurückbekommen, ist von unschätzbarem Wert für ihre gute Zukunft. Jens Weidner ist Professor für Erziehungswissenschaften und Kriminologie. <span id="more-2294"></span></p>
<p><strong>Die Orientierung am Machtvollen ist attraktiv</strong></p>
<p>Ein Wert, mit dem man behutsam umgehen muss, denn Mentoren leiden schnell unter den selbstständigen Entscheidungen ihrer Schützlinge. Jens Weidner erläutert: „Nicht, weil diese Entscheidungen schlecht sind, sondern weil sie ein Zeichen für den sinkenden Einfluss auf den Schützling sind. Mentoren haben es häufig nicht gelernt, mit diesem Einflussverlust umzugehen.“ Bis es aber dazu kommt, gilt die goldene Regel des Imitationslernens: Je kraftvoller, attraktiver, fairer und mächtiger ein Mentor erscheint, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass man sich an ihm orientiert.</p>
<p>Diese Orientierung am Machtvollen ist attraktiv. Denn es hilft beim Überleben in der Geschäftswelt, in der der Wettbewerb zum Alltag zählt. Es geht ums Gewinnen und Verlieren. Und vor allem Optimisten wollen gewinnen, denn das steigert ihre gute Laune und ihre Perspektive für die Zukunft. Sie haben gelernt, Krisen zu antizipieren, können mehrere Schachzüge vorausdenken oder sie intuitiv erfassen. Sie sind deshalb zum Beispiel nicht bereit, die absehbare „verbrannte Erde“ eines Kollegen zu akzeptieren.</p>
<p><strong>Optimisten lieben das Rosarot</strong></p>
<p>Jens Weidner schreibt: „Sie werden ihn eindringlich bitten, von seinem problematischen Plan Abstand zu nehmen wenn das nicht hilft, werden sie ihn so ins Abseits manövrieren, dass seine pessimistischen Beiträge nicht mehr die Stimmung im Team verderben.“ Wenn das nicht reicht, werden sie versuchen, ihn loszuwerden, ihn zu versetzen oder in andere Projekte abzuschieben, um nicht in seine Abwärtsstrudel gerissen zu werden. In dieser Reihenfolgen, wie im Fußball: ermahnen, gelbe Karte, rote Karte.</p>
<p>Optimisten lieben das Rosarot, aber sie sind nicht blöd, sondern beeindrucken mit ihrer Antizipationsfähigkeit. Optimisten entwickeln durch ihr Modelllernen zunächst eine Art Patchwork-Identität, eine Persönlichkeits-Cocktail, dessen Zutaten sich aus den Eigenschaften erfolgreicher Vorbilder zusammensetzen, ohne dass dabei natürlich die Anteile der eigenen Persönlichkeit vernachlässigt werden. Jens Weidner weiß: „Sagen Sie mir, wer Ihre Vorbilder sind, und ich sage Ihnen, was Sie schätzen.“ Quelle: „Optimismus“ von Jens Weidner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Autonomie erfordert Mut</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 May 2020 05:37:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Autonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Entwicklung und der Erwerb von gelingender Autonomie ist ein Prozess, der drei entscheidende Voraussetzungen hat. Zunächst muss es einen hinreichend befähigten Akteur geben, der, wenn die Zeit reif ist, Autonomie anstrebt. Joachim Bauer erläutert: „Autonomieversuche zu unternehmen, bedeutet, bekannte Wege, auf denen man von Begleitern gelenkt und beschützt wurde, zu verlassen.“ Autonom zu werden, ... <a title="Autonomie erfordert Mut" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/autonomie-erfordert-mut.html" aria-label="Mehr Informationen über Autonomie erfordert Mut">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Entwicklung und der Erwerb von gelingender Autonomie ist ein Prozess, der drei entscheidende Voraussetzungen hat. Zunächst muss es einen hinreichend befähigten Akteur geben, der, wenn die Zeit reif ist, Autonomie anstrebt. Joachim Bauer erläutert: „Autonomieversuche zu unternehmen, bedeutet, bekannte Wege, auf denen man von Begleitern gelenkt und beschützt wurde, zu verlassen.“ Autonom zu werden, bedeutet also nicht nur, sich neue Möglichkeiten und Chancen zu erschließen, sondern immer auch, Wagnisse und Risiken einzugehen. Dies erfordert Mut. Den besitzt nur, wer einen ausreichend starken Selbstkern in sich fühlt. Autonomie erfordert doch nicht nur ein starkes Selbst und Mut, sondern auch Besonnenheit und die Anerkennung von Grenzen. Damit ist ihre zweite Voraussetzung genannt. Prof. Dr. Med. Joachim Bauer ist Neurowissenschaftler, Psychotherapeut und Arzt. <span id="more-2196"></span></p>
<p><strong>Mentoren unterstützen den Weg zur Autonomie</strong></p>
<p>Ein funktionierender Selbst-Beobachter führt zu realistischen Einschätzungen. Wer sich dagegen über- oder unterschätzt, dessen Autonomieversuche werden scheitern. Bis zum Eintritt eines jungen Menschen in die Pubertät, sollte die Fähigkeit, sich selbst aus fremder Perspektive zu sehen, grundsätzlich gegeben sein. Leicht übersehen wird, dass für die Entwicklung von Autonomie eine dritte Voraussetzung gegeben sein muss. Menschen bedürfen der Inspiration, einer Anregung, einer Ermutigung sich auf den Weg in Richtung Autonomie zu machen.</p>
<p>Eine solche Inspiration erreicht den Menschen nicht aus höheren Sphären, sondern nimmt ihren Ausgang von anderen Menschen, meistens von Mentoren. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Personen aus der erweiterten Verwandtschaft, häufig auch um schulische oder akademische Lehrer. Manchmal kommt der Anstoß auch von Vorbildern aus der Welt der Literatur oder der Medien. Junge Menschen, die sich entscheiden, persönliche Autonomie zu wagen, bedürfen jedenfalls irgendwann einer ermutigenden Botschaft.</p>
<p><strong>Manche Eltern haben keine souveräne Einstellung zur Autonomie</strong></p>
<p>Eltern kommt im Prozess des Autonom Werdens heranwachsender Menschen eine ganz besondere Bedeutung zu. Die Rolle, die sie dabei einnehmen, kann sehr unterschiedlich sein. Manche Eltern verhalten sich hilfreich, indem sie Adoleszente zum richtigen Zeitpunkt „freilassen“. Zugleich aber bleiben sie in „Stand-by“-Position für den Fall, dass ihr Nachwuchs doch noch Hilfestellung oder Unterstützung brauchen sollte. Nicht alle Eltern sind – aus sehr unterschiedlichen Gründen – zu einer solchen souveränen Einstellung fähig.</p>
<p>Häufig sind laut Joachim Bauer zwei Varianten zu beobachten, die jungen Menschen den Weg in die Autonomie schwer machen. Zum einen, dass Eltern Jugendlichen keine Zeit zur Ablösung lassen und sie proaktiv aus dem Nest werfen. Zum anderen, dass sie die Abnabelung behindern oder ganz verhindern. Die erste der beiden Varianten hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Häufig werden Adoleszente zu früh einer völlig fremden Umgebung ausgesetzt, der sie dann aber nicht gewachsen sind. Quelle: „Wie wir werden, wer wir sind“ von Joachim Bauer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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