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	<title>Mehrdeutigkeiten &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Toleranz ist eine vorübergehende Gesinnung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Jun 2022 01:00:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ambiguität]]></category>
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					<description><![CDATA[Reinhard K. Springer erklärt: „Der Begriff „Ambiguitätstoleranz“ wurde nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelt. Man versuchte wissenschaftlich herauszufinden, wieso sich bei Nazi-Größen der extreme Antisemitismus als Persönlichkeitsmerkmal entwickelt hatte.“ Seinen publizistischen Niederschlag fand dieses Konzept in Theodor W. Adornos berühmten Buch „Studien zum autoritären Charakter“. Es ist ein schwieriger Begriff. Nicht nur wegen seiner Länge, nicht ... <a title="Toleranz ist eine vorübergehende Gesinnung" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/reinhard-k-sprenger-ambiguitaetstoleranz.html" aria-label="Mehr Informationen über Toleranz ist eine vorübergehende Gesinnung">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Reinhard K. Springer erklärt: „Der Begriff „Ambiguitätstoleranz“ wurde nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelt. Man versuchte wissenschaftlich herauszufinden, wieso sich bei Nazi-Größen der extreme Antisemitismus als Persönlichkeitsmerkmal entwickelt hatte.“ Seinen publizistischen Niederschlag fand dieses Konzept in Theodor W. Adornos berühmten Buch „Studien zum autoritären Charakter“. Es ist ein schwieriger Begriff. Nicht nur wegen seiner Länge, nicht nur wegen des ungebräuchlichen Fremdwortes „Ambiguität“. Sondern auch wegen der „Toleranz“. Johann Wolfgang von Goethe hielt Toleranz für minderwertig: „Toleranz sollte eigentlich nur eine vorübergehende Gesinnung sein: Sie muss zur Anerkennung führen.“ Das ist, mit Verlaub, zu viel verlangt. Reinhard K. Sprenger will unterscheiden dürfen zwischen dem, was er tatsächlich befürwortet, und dem, was er erträgt und toleriert. Reinhard K. Sprenger ist promovierter Philosoph und gilt als einer der profiliertesten Managementberater und Führungsexperte Deutschlands. <span id="more-3648"></span></p>
<p><strong>Viele Menschen erleben Mehrdeutigkeit als Stress</strong></p>
<p>Tolerant ist man also, wenn man etwas nicht mag, aber es trotzdem zulässt. Kaum jemand ruft bei Mehrdeutigkeit „Hurra!“. Die hierzulande viel gepriesene „Meinungsstärke“ blendet lediglich die Ambivalenz aus. Das Verständnis für Mehrdeutigkeit, das Aushalten offener Fragen und Situationen, hat gesamtgesellschaftlich abgenommen. Viele Menschen erleben Mehrdeutigkeit als Stress. Alles muss erledigt, möglichst rasch geklärt werden. Dadurch erleben sich die Menschen als selbstwirksam – auch wenn es immer nur eine Schein-Erledigung sein kann. </p>
<p>So machen es im Wirtschaftsleben die zahllosen Blender, die eben durch das Ausblenden der Mehrdeutigkeit so überzeugend auftreten – und in der Realität wirkungslos bleiben. Mehr noch: IN den USA konnte Reinhard K. Sprenger intensiv erleben, wie die Wahl Donald Trumps zum Präsidenten 30 Jahre lange Freundschaften, sogar Familien auseinanderbrechen ließ. Im besten Fall tabuisierte man das Thema. Besser wäre es gewesen, nachzufragen, auch in ruhiger Weise dagegenzuhalten.</p>
<p><strong>Werte sind Antipoden </strong></p>
<p>Leider ist das Idealbild vom meinungsfreudigen Macher omnipräsent. Und nicht nur in den USA hat Intoleranz neuerdings einen positiven Klang. Vor allem in dauerbeleidigten Milieus. Wie ohnehin der Wunsch nach Eindeutigkeit vergiftet ist. Reinhard K. Sprenger stellt fest: „Denn Ambiguität ist die Bedingung unserer Autonomie, die Voraussetzung unseres Wählenkönnens. Wäre es möglich, sie zu beseitigen, wir würden uns als Freiheitswesen aufkündigen.“ </p>
<p>So wusste schon Friedrich Nietzsche: „Wer nur die eine Seite sieht, schielt.“ Das kann, das darf man sich nicht wünschen. Menschen mit Ambiguitätstoleranz sehen die Unentschlossenheit im Kern jedes Gedankens. Daraus resultiert die Fähigkeit, mit Widersprüchen souverän umzugehen. Die nicht zu tilgende Ambivalenz gilt auch für Werte. Werte sind Antipoden, die sich gut kennen. Was sie bedeuten und welche Seite vorzuziehen ist, ist abhängig vom Kontext. Sie sind also keineswegs so eindeutig, wie zumeist unterstellt wird. Quelle: „Magie des Konflikts“ von Reinhard K. Sprenger</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Mehrdeutigkeiten prägen das Leben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Sep 2021 01:00:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Entscheidung]]></category>
		<category><![CDATA[Mehrdeutigkeiten]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Leben ist voller Ambivalenzen. Reinhard K. Sprenger erläutert: „Alles ist aufgespannt zwischen Polaritäten, hat einen Pluspol und einen Minuspol, alles trägt sein Gegenteil in sich: kein Einatmen ohne Ausatmen, keine Nähe ohne Ferne, kein Berg ohne Tal.“ Auf den Tag mit seiner Helligkeit folgt zuverlässig die Nacht mit ihrer Dunkelheit. Manche Menschen erleben Polarität ... <a title="Mehrdeutigkeiten prägen das Leben" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/reinhard-k-sprenger-mehrdeutigkeiten.html" aria-label="Mehr Informationen über Mehrdeutigkeiten prägen das Leben">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Leben ist voller Ambivalenzen. Reinhard K. Sprenger erläutert: „Alles ist aufgespannt zwischen Polaritäten, hat einen Pluspol und einen Minuspol, alles trägt sein Gegenteil in sich: kein Einatmen ohne Ausatmen, keine Nähe ohne Ferne, kein Berg ohne Tal.“ Auf den Tag mit seiner Helligkeit folgt zuverlässig die Nacht mit ihrer Dunkelheit. Manche Menschen erleben Polarität oft als &#8222;innere Zerrissenheit“: Man will in die Alpen, aber am Meer ist es genauso schön. Man schuldet jemandem Treue, aber will sich auch selbst treu sein. Viele Menschen können nicht ohne den Partner leben, aber irgendwann auch nicht mit ihm. Selbst die glühendste Leidenschaft verlangt irgendwann Abkühlung, die schönste Harmonie irgendwann eine Störung. Reinhard K. Sprenger zählt zu den profiliertesten Managementberatern und wichtigsten Vordenkern der Wirtschaft in Deutschland. <span id="more-2940"></span></p>
<p><strong>Moralisch gesehen ist das Leben wankelmütig</strong></p>
<p>Und nicht im Bleiben konturiert sich eine Person, sondern im Kommen und Gehen. Das kann melancholisch machen. Auch moralisch gesehen ist das Leben wankelmütig. Man will ein guter Mensch sein und scheitert doch immer wieder an den eigenen Ansprüchen. Man ist und bleibt ein Anstandshochstapler. Ebenso hat das In-sich-Gekehrte aller Doppelbegabten seinen Ursprung in der Ambivalenz. Denn sie wissen ein Leben lang nicht, was für sie richtig ist. </p>
<p>Die Entscheidung für das eine war eine Entscheidung gegen das andere und wird somit immer falsch gewesen sein. Am Arbeitsplatz erfahren viele Menschen die gleichen Spannungen: Manchmal kommt es ihnen so vor, als könnten sie es niemandem recht machen. Wer als Führungskraft arbeitet, bei dem spitzen sich die Dilemmata noch zu. Man konfrontiert diese Personen mit Forderungen und Geboten, die sich oft widersprechen. Sie sollen zum Beispiel ihren Mitarbeitern vertrauen und sie gleichzeitig kontrollieren. </p>
<p><strong>Konflikte sind ambivalent</strong></p>
<p>Reinhard K. Sprenger nennt ein weiteres Beispiel: „Aber auch als Vater oder Mutter erleben Sie täglich die Mehrdeutigkeit Ihres Elternseins: Sie sollen verständnisvoll und langmütig sein – obwohl Klarheit und Konsequenz vermutlich ein besseres Erziehungsergebnis hervorbrächte. Sie wollen jeden Schritt ihrer Kinder begleiten, möchten aber auf keinen Fall sich später vorwerfen lassen, dass sie als Helikopter-Eltern die Selbstständigkeit Ihres Nachwuchses verhindert hätten.“ </p>
<p>Mehrdeutigkeiten bleiben oftmals erhalten, unabhängig von einer situativen Entscheidung. Durch die Entscheidung wird lediglich der Zustand der inneren Zerrissenheit kurzfristig beendet. Jedoch nicht immer endgültig. Denn die Entscheidung kann unter veränderten Umständen zur Wiedervorlage kommen. Das ist sogar mehr als wahrscheinlich. Dann muss neu entschieden werden. Möglich ist allerdings auch die Verweigerung der Entscheidung. Was wiederum auch eine Entscheidung ist. Damit spiegeln ambivalente Inhalte die Doppelwertigkeit eines Konflikts. Nicht nur der Konflikt ist ambivalent – die Inhalte selbst sind es auch. Quelle: „Magie des Konflikts“ von Reinhard K. Sprenger</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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