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	<title>Fanatiker &#8211; Psychologie Guide</title>
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		<title>Fanatiker sind von ihren Vorstellungen besessen</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Nov 2020 06:44:46 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Das lateinische Wort „fanaticus“ bedeutet wie das französische „fanatique“ so viel wie „göttlich inspiriert“. Tatsächlich glauben die meisten fanatischen Menschen, im Besitz einer höheren, besseren und auf jeden Fall richtigen Idee zu sein. Reinhard Haller weiß: „Der fanatische Mensch ist von einem Gedanken, einer Vorstellung oder Überzeugung geradezu besessen.“ Es genügt ihm dabei aber nicht, seine Vorstellungen für absolut wahr zu halten. Sondern er zeigt auch gegenüber allen Menschen, die seine Ansicht bezweifeln oder relativieren wollen, völlig intolerant. Mit missionarischem Eifer versucht er, Andersdenkende zu überzeugen. Er verteidigt seine Idee&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das lateinische Wort „fanaticus“ bedeutet wie das französische „fanatique“ so viel wie „göttlich inspiriert“. Tatsächlich glauben die meisten fanatischen Menschen, im Besitz einer höheren, besseren und auf jeden Fall richtigen Idee zu sein. Reinhard Haller weiß: „Der fanatische Mensch ist von einem Gedanken, einer Vorstellung oder Überzeugung geradezu besessen.“ Es genügt ihm dabei aber nicht, seine Vorstellungen für absolut wahr zu halten. Sondern er zeigt auch gegenüber allen Menschen, die seine Ansicht bezweifeln oder relativieren wollen, völlig intolerant. Mit missionarischem Eifer versucht er, Andersdenkende zu überzeugen. Er verteidigt seine Idee kämpferisch und ist keinem vernünftigen Argument zugänglich. Bernhard Verbeek meint in seinem Werk „Die Wurzeln der Kriege“: „Die subjektive moralische Gutheit fanatisierter Menschen kennt offenbar keine Grenzen.“ Der Psychiater und Psychotherapeut Reinhard Haller arbeitet vornehmlich als Therapeut, Sachverständiger und Vortragender. <span id="more-2430"></span></p>
<p><strong>Diktaturen und Kriege sind ohne Ideologie nicht möglich</strong></p>
<p>Der Ausdruck „Kampffanatiker“ beschreibt diesen Persönlichkeitstypus sehr treffend. In anderen Bereichen kann er durchaus vernünftig denken und urteilen. Seine fanatische Vorstellung ist jedoch jedem kritischen Reflexionsvermögen entzogen. Fanatische Ideen findet man in politischen und religiösen Fragestellungen. Sie tauchen auf in extremistischen Ideologien, im Fundamentalismus und im Rassismus. Fanatismus ist viel mehr als überschwängliche Begeisterung, wie sie etwa jedem Sport- oder Popfan eigen ist.</p>
<p>Die fanatische Idee ist emotional hochgradig besetzt und nimmt immer weitere Teile des Denkens, Fühlen und Handelns in Besitz. Bereits Voltaire hatte die Gefährlichkeit fanatischer Ideen erkannt. Er sagt: „Bedenkt, dass Fanatiker gefährlicher sind als Schurken. Einen Besessenen kann man niemals zur Vernunft bringen, einen Schurken wohl!“ Diktaturen und Kriege sind ohne Ideologie, ohne fanatische und böse Ideen nicht möglich. Dazu können unzählige historische Beispiele angeführt werden. Etwa die Kreuzzüge, denen der Gedanke zugrunde lag, das Heilige Land aus den Händen der Sarazenen zu befreien.</p>
<p><strong>Der Ausdruck „Rassenwahn“ ist gründlich falsch</strong></p>
<p>Der Rassenwahn der Nazis leitet sich von Lombrosos Idee vom geborenen Verbrecher und den gesunden Arten ab. Der Ausdruck „Rassenwahn“ ist allerdings gründlich falsch. Denn es handelt sich bei der NS-Ideologie um kein pathologisches und somit nicht zu verantwortendes Gedankengut. Sondern es sind Ideen, die von gesunden Gehirnen hervorgebracht worden sind. Dieser Gedanke erscheint vielen Menschen jedoch kaum erträglich.</p>
<p>Doch man braucht in der Geschichte gar nicht so weit zurückzugehen. Auch die jüngste Zeit liefert genügend Beispiele, wie sich Ideen auswirken und wie sich das Böse entwickelt. Reinhard Haller nennt das Stichwort „killing fields“. Die böse Idee des 1998 verstorbenen Schlächters Pol Pot bestand darin, Kambodscha über Nacht in einen Bauernstaat zu verwandeln. Die uralte Kulturnation sollte gewaltsam auf die „Stunde null“ zurückgedreht werden, um dort anschließend ein agrarisches Utopia zu schaffen. Quelle: „Das Böse“ von Reinhard Haller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Hass enthemmt Fanatiker in Wort und Tat</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Dec 2019 06:59:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Fanatiker]]></category>
		<category><![CDATA[Hass]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine andauernde Konfrontation mit Unsicherheit, der man hilf- und machtlos ausgeliefert ist, erschüttert in massiver Weise das eigene Selbstwertgefühl. Ernst-Dieter Lantermann ergänzt: „Solche Selbsterschütterungen gehen einher mit schmerzhaften Erfahrungen von Verbitterung, von Misstrauen und Kränkung, von Verlassenheit und Resignation.“ Vor diesem Stimmungshintergrund geraten gerade Fanatiker in einen Zustand misstrauischer Wachsamkeit, Anspannung und Dauergereiztheit, sodass ihr gesamtes Denken, Wollen und Handeln von der Logik ihrer Gefühle mitgerissen und bestimmt wird. Diese richten den Fanatiker dann ausschließlich auf den Augenblick, auf das Hier und Jetzt. In diesen Momenten existieren keinerlei Abwägung, Vergleiche,&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine andauernde Konfrontation mit Unsicherheit, der man hilf- und machtlos ausgeliefert ist, erschüttert in massiver Weise das eigene Selbstwertgefühl. Ernst-Dieter Lantermann ergänzt: „Solche Selbsterschütterungen gehen einher mit schmerzhaften Erfahrungen von Verbitterung, von Misstrauen und Kränkung, von Verlassenheit und Resignation.“ Vor diesem Stimmungshintergrund geraten gerade Fanatiker in einen Zustand misstrauischer Wachsamkeit, Anspannung und Dauergereiztheit, sodass ihr gesamtes Denken, Wollen und Handeln von der Logik ihrer Gefühle mitgerissen und bestimmt wird. Diese richten den Fanatiker dann ausschließlich auf den Augenblick, auf das Hier und Jetzt. In diesen Momenten existieren keinerlei Abwägung, Vergleiche, Relativierungen, sondern ausschließlich ein Entweder-oder, Lüge oder Wahrheit, wir oder die anderen. Ernst-Dieter Lantermann war von 1979 bis 2013 Professor für Persönlichkeits- und Sozialpsychologie an der Universität Kassel. <span id="more-2118"></span></p>
<p><strong>Der Hass der Aufgestachelten kann alle treffen</strong></p>
<p>Ernst-Dieter Lantermann weiß: „Extreme Gefühle drängen daher zur sofortigen Tat, ohne Bedenken und Umschweife, sie schieben die letzten Hemmnisse zur Seite, die eine unmittelbare und entschlossene Umsetzung eines Handlungsimpulses in die Tat blockieren könnten.“ Erlöst von allen komplizierten Gedanken an politische Korrektheit, von moralischen Skrupeln, einzwängenden Normen und sozialen Verpflichtungen, fühlen sich die Aufgestachelten enthemmt, frei in der Wahl ihrer Mittel, ihrer Ziele und ihres Tuns, um ihre Feinde zu bezwingen. </p>
<p>Was Außenstehende als eine Verrohung des Umgangs zwischen Menschen und als verstörende, menschenunwürdige Taten verurteilen mögen, ist für den Fanatiker der Rausch der reinen, moralisch notwendigen, enthemmten Tat. Ein erschütterndes Beispiel für diese zunehmende Enthemmtheit von Wort und Tat mancher Fanatiker bildet der Hass. Dieser Hass kann alle treffen: die Elite, die Verlierer, die Fremden, Journalisten, alle Minderheiten und neuerdings auch diejenigen, die nicht hetzen und hassen wollen wie die „Moralisten“ und „Gutmenschen“. </p>
<p><strong>Rücksichtslose Enthemmung und Hass sind gesellschaftsfähig geworden</strong></p>
<p>Immer häufiger zeigen die Fanatiker ihren erregten Hass völlig ungehemmt und ungeschützt, vor laufender Kamera ebenso wie im sozialen Netz. Ernst-Dieter Lantermann stellt fest: „Populisten von der AfD, CSU bis zu Repräsentanten der gesellschaftlichen Mitte schüren im Verein mit den sozialen Medien als Resonanzverstärker und Brandbeschleuniger den Hass, der so nach und nach tief in die Gesellschaft eindringt und keine Hemmungen mehr kennt, sich offen zu zeigen und in hasserfüllten Taten auszuleben.“ </p>
<p>Rücksichtslose Enthemmung und Hass sind gesellschaftsfähig und immer mehr zum Kennzeichen öffentlicher Auseinandersetzungen geworden. Der entfesselte Fanatismus stellt zwar die eigentliche, ursächliche Quelle dieser Enthemmung dar. Manche der zu Recht empörten Feinde der Fanatiker tragen jedoch zu dieser Entwicklung bei, indem sie Hass mit Hass, Enthemmung mit Enthemmung vergelten und auf die Reinheit, Schlichtheit und moralische Selbstgerechtigkeit des Fanatikers mit einfachen Antworten und Demonstrationen ihrer eigenen moralischen Überlegenheit antworten. Quelle: „Die radikalisierte Gesellschaft“ von Ernst-Dieter Lantermann</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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