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	<title>Fakten &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Alternative Fakten dienen der Verschleierung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Dec 2023 02:00:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Manchen Menschen ist schon aufgefallen, dass diejenigen Dinge und Sacherhalte, die man mit wohlklingenden neuen Begrifflichkeiten benennt, ihre eigentliche Bedeutung verlieren. Heidi Kastner nennt Beispiele: „Aus „alten Personen“ wurden „reifere Personen“, ohne dass gleichzeitig alle an Lebensjahren Reichen auch durch Lebenserfahrung reifer geworden wären.“ „Bürgernahe“ Argumente dienen der populistischen Verblendung, Arbeitskräfte werden im Rahmen von ... <a title="Alternative Fakten dienen der Verschleierung" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/begriffe-verlieren-ihre-eigentliche-bedeutung.html" aria-label="Mehr Informationen über Alternative Fakten dienen der Verschleierung">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Manchen Menschen ist schon aufgefallen, dass diejenigen Dinge und Sacherhalte, die man mit wohlklingenden neuen Begrifflichkeiten benennt, ihre eigentliche Bedeutung verlieren. Heidi Kastner nennt Beispiele: „Aus „alten Personen“ wurden „reifere Personen“, ohne dass gleichzeitig alle an Lebensjahren Reichen auch durch Lebenserfahrung reifer geworden wären.“ „Bürgernahe“ Argumente dienen der populistischen Verblendung, Arbeitskräfte werden im Rahmen von Umstrukturierungen „freigesetzt“ und nicht mehr entlassen. Probleme ersetzt man durch Herausforderungen. Die Werbung verwandelt sich in eine „Kundeninformation“, gestiegene Preise nennt man „Preisanpassung“ und nicht Preiserhöhung. Gebäude reißt man nicht ab, sondern baut sie zurück und wirtschaftlicher Stillstand führt trotzdem Wachstum im Namen, aber eben als „Nullwachstum“. Heidi Kastner ist Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie. Seit 2005 ist sie Chefärztin der forensischen Abteilung der Landesnervenklink Linz. <span id="more-5137"></span></p>
<p><strong>Begriffe infiltrieren das Denken</strong></p>
<p>Die Methodik ist nicht neu, hat aber mit den viel zitierten „alternativen Fakten“ einen neuen Tiefpunkt erreicht und diente schon immer zur Verschleierung allzu unschöner Wahrheiten. Heidi Kastner erläutert: „Euphemismen sind zumeist behübschte Behältnisse für unangenehme Tatsachen oder gedanklichen Unrat. Und jeder, der schon von der „Endlösung der Judenfrage“ gehört hat, müsste eigentlich in der Lage sein, den Mechanismus zu erkennen und sich dagegen zu wappnen.“ Trotzdem sprechen angesehene und gebildete Menschen vom „postfaktischen Zeitalter“ und von „postfaktischer Demokratie“. </p>
<p>Das Ausblenden der Realität mit populistischer, meist stramm rechts orientierter Ausrichtung ist jedoch mit dem Begriff der Demokratie in keiner Weise vereinbar. Heidi Kastner weiß: „Begriffe kommen nicht zufällig in die Welt, sondern infiltrieren unser Denken und schaffen erst diejenigen Realitäten, die sie angeblich benennen.“ Die ehemalige deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel zeichnete einen Teil der Auswirkung vor. In einer Rede meinte sie: „Es heißt ja neuerdings, wir lebten in postfaktischen Zeiten. Das soll wohl heißen, die Menschen interessieren sich nicht mehr für Fakten, sie folgen allein den Gefühlen.“</p>
<p><strong>Es gibt keine einfachen Antworten auf diffizile Fragen</strong></p>
<p>Das Problem dabei ist allerdings, dass sich Gefühle als wesentlich modellierbarer erweisen als Fakten und von einschlägig Begabten auch immer wieder höchst effizient modelliert werden. Meist ist der Ausgang im Längsverlauf nicht ideal. Die neuen Begrifflichkeiten schaffen einen Bedeutungsrahmen, in dem die Rationalität verblasst und die schillernden Farben einer emotionsbefeuerten autoritären Politik immer mehr Raum einnehmen. Der unmittelbare Gewinn einer solchen „gefühlten“ Positionierung liegt in der Möglichkeit, Komplexität und Widersprüchlichkeit auszublenden.</p>
<p>Dadurch findet man einfache, klare Antworten auf diffizile Fragen und muss nicht ertragen, dass es solche Antworten immer wieder einmal nicht gibt. Heidi Kastner betont: „Das Ertragen von Ambivalenz und Widersprüchlichkeit zählt zu den wesentlichen Entwicklungsaufgaben im Reifungsprozess, den viele allem Anschein nicht durchlaufen haben.“ Der Preis für diese Form von emotionaler Dummheit ist die „neue Normalität“. Der dänische Philosoph Vincent Hendricks stellt dazu fest, es sei nicht neu, dass Politiker lügen, neu sei aber, dass man mit offensichtlichen Lügen Präsident werden kann. Quelle: „Dummheit“ von Heidi Kastner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Meinungen und Fakten unterscheiden sich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Mar 2023 02:00:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Autonomie]]></category>
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					<description><![CDATA[Dialogbereitschaft ist prinzipiell zu befürworten und eine gute Sache, allerdings nur, wenn sie auf beiden Seiten vorhanden ist. Heidi Kastner erläutert: „Alles andere benennt man besser als das, was es ist. Nämlich als eine zweckbefreite und absehbar ergebnislose Kombination zweier Monologe.“ Dadurch spart man sich Mühe, Ärger und Zeit mit Menschen, die das Recht auf ... <a title="Meinungen und Fakten unterscheiden sich" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/heidi-kastner-faktenverweigerer.html" aria-label="Mehr Informationen über Meinungen und Fakten unterscheiden sich">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dialogbereitschaft ist prinzipiell zu befürworten und eine gute Sache, allerdings nur, wenn sie auf beiden Seiten vorhanden ist. Heidi Kastner erläutert: „Alles andere benennt man besser als das, was es ist. Nämlich als eine zweckbefreite und absehbar ergebnislose Kombination zweier Monologe.“ Dadurch spart man sich Mühe, Ärger und Zeit mit Menschen, die das Recht auf eine eigene Meinung mit dem Recht auf eigene Fakten verwechseln oder zwischen den beiden Begriffen nicht unterscheiden können oder wollen. Gemeinsames Merkmal sind die larmoyante Empörung über gelegentliche abwertende Kommentare anderer, die Berufung auf die eigene zwangsläufig bessere Urteilsfähigkeit und das gänzliche Fehlen der Fähigkeit, sich selbst auch gelegentlich infrage zu stellen. Heidi Kastner ist Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie. Seit 2005 ist sie Chefärztin der forensischen Abteilung der Landesnervenklink Linz. <span id="more-4423"></span></p>
<p><strong>Autonomie ist mit Rechten und Plichten verbunden</strong></p>
<p>Die fundamentale Dummheit besteht allerdings in der Verweigerung eines Lebens in begrenzter, geordneter Freiheit, das als Grundkonzept aller demokratischen Gesellschaftsstrukturen verstanden werden muss. Heidi Kastner betont: „Unbegrenzte Freiheit wäre erstmal Anarchie und dann ziemlich schnell viel Unfreiheit für ziemlich viele, all diejenigen nämlich, die nicht über ausreichend psychisches Durchsetzungsvermögen verfügen, um den freien Handlungen anderer ihre eigenen Freiheitsvorstellungen entgegenzusetzen.“ </p>
<p>Eine freiheitliche Gesellschaft kann nur dann funktionieren, wenn ihre Werte und Regeln von der Mehrzahl der Mitglieder verinnerlicht, als intrinsisches Gut anerkannt und daher auch hochgehalten werden. Jeder in einer Gesellschaftsorganisation lebende Mensch bezahlt für seine Freiheit mit dem Verzicht auf Teile ebendieser Freiheit. Wer an dieser Grunderkenntnis vorbeiargumentiert und -fordert, hat einiges nicht durchdacht, nicht verstanden oder verstehen wollen. Überdies wird von vielen Menschen übersehen, dass Autonomie nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten mit sich bringt und keine verantwortungsfreie Selbstverständlichkeit ist. </p>
<p><strong>Verschwörungsmythen und Rechtspopulismus haben Gemeinsamkeiten</strong></p>
<p>Niemand kann nach Lust und Laune auf Kosten seiner Mitmenschen leben. Heidi Kastner stellt fest: „Im Wesentlichen ist das hohle Gerede von Autonomie ein Wunsch nach uneingeschränkter Selbstermächtigung, die sich im sozialen Miteinander immer als unverträglich und unerträglich erwiesen hat und daher weder Respekt noch Toleranz verdient hat.“ Und es ist eine Form von Dummheit, das einmal mehr das Schädigungspotenzial dieser geistigen Verfassung offenbart. </p>
<p>Die Corona-Pandemie war ein Booster für ein schon vorhandenes, etwas systematisierteres Verschwörungsnarrativ, das unter der Bezeichnung QAnon seit 2017 durch das weltweite Netz geistert. Bis dato ist nicht klar, wer hinter diesen Mythen und Prophezeiungen des Weltuntergangs steckt. Michael Butter, Amerikanistik-Professor an der Universität Tübingen, der sich seit Jahren mit Verschwörungstheorien beschäftigt ist nicht der Einzige, der eine Verbindung zwischen Verschwörungsmythen und Rechtspopulismus erkennt: „Beide lösen komplexe politische Themen in einen Gegensatz von Gut und Böse auf. Auf der einen Seite die Verschwörer beziehungsweise die Eliten, auf der anderen Seite die Opfer der Verschwörung oder das einfache Volk“, sagte er im ARD-Magazin „Monitor“ im April 2020. Quelle: „Dummheit“ von Heidi Kastner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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