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	<title>Bildung &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Die Akademikerquote ist gestiegen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jul 2024 01:00:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Zeit, die Kinder und Jugendliche heute in Bildungseinrichtungen verbringen, ist deutlich länger geworden, und auch die Anzahl an Bildungsabschlüssen ist in den letzten Jahrzehnten drastisch nach oben gegangen. Jakob Pietschnig nennt ein Beispiel: „In Deutschland ist die Akademikerquote von sieben Prozent im Jahr 1975 auf fast 18 Prozent im Jahr 2004 gestiegen.“ Diverse Reformen ... <a title="Die Akademikerquote ist gestiegen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/die-akademikerquote-ist-gestiegen.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Akademikerquote ist gestiegen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Zeit, die Kinder und Jugendliche heute in Bildungseinrichtungen verbringen, ist deutlich länger geworden, und auch die Anzahl an Bildungsabschlüssen ist in den letzten Jahrzehnten drastisch nach oben gegangen. Jakob Pietschnig nennt ein Beispiel: „In Deutschland ist die Akademikerquote von sieben Prozent im Jahr 1975 auf fast 18 Prozent im Jahr 2004 gestiegen.“ Diverse Reformen haben in den letzten Jahrzehnten zu Verbesserungen im Bildungssystem geführt. So erlaubt beispielsweise das Belegen von Wahlpflichtfächern im Rahmen des Unterrichts eine individuelle Schwerpunktsetzung, die jeweils dem Interesse des Schülers entspricht. Und dadurch steigt natürlich die Lernmotivation. Wie verhält es sich, in Bezug auf die Intelligenz, mit den modernen Technologien, die für viele Menschen scheinbar unverzichtbar geworden sind? Jakob Pietschnig lehrt Differentielle Psychologie und Psychologische Diagnostik an der Universität Wien. <span id="more-5553"></span></p>
<p><strong>Die Digitalisierung hat die Anforderungen an das Denken verändert</strong></p>
<p>Wirken sie sich positiv auf die Intelligenz aus oder lassen sie Menschen womöglich sogar verdummen? Jakob Pietschnig stellt fest: „Immer wieder wird vermutet, dass das Benutzen von Computern, Tablets und Handys unser Fähigkeit, logisch und abstrakt zu denken, beiläufig trainiert und so zu besseren Testleistungen führt.“ Mit Sicherheit ist es so, dass die Digitalisierung die Anforderungen an das Denken der Menschen verändert hat. Die Frage, ob es einen Zusammenhang zwischen Digitalisierung und Intelligenz gibt, kann von zwei unterschiedlichen Blickwinkeln aus gestellt und auch beantwortet werden.</p>
<p>Kulturoptimisten gehen davon aus, dass moderne Technologien Intelligenz begünstigen. Sie nehmen an, dass der Umgang mit den komplexen Geräten des modernen Alltags viel Intelligenz erfordert – und Letztere damit fördert. Jakob Pietschnig fügt hinzu: „Tatsächlich erscheint es aus dieser Perspektive auch als plausibel, dass unsere kognitiven Fähigkeiten von der Digitalisierung profitieren. Man denke etwa an Computerspiele. Um solche erfolgreich zu meistern, muss man Aufgaben bewältigen, die im Laufe des Spiels immer anspruchsvoller werden.“</p>
<p><strong>Das Fernsehen trug zur Anhebung des Grundwortschatzes bei</strong></p>
<p>Seit ihrem Aufkommen gibt es Verfechter der Meinung, Computerspiele würden mehr nützen als schaden. Jakob Pietschnig ergänzt: „Neben dem Spielen kann man natürlich vor allem auch das Arbeiten am Computer und die Nutzung des Internets im Allgemeinen als informelle Lernumgebung betrachten, die unsere kognitiven Fähigkeiten fördert, und zwar insbesondere die Fähigkeiten im visuell-räumlichen Bereich.“ Durchaus können Parallelen zum Phänomen des Fernsehens gezogen werden.</p>
<p>Die weite Verbreitung des Letzteren zeichnet immerhin verantwortlich für die Anhebung des Grundwortschatzes von Menschen sämtlicher Bevölkerungsschichten. Jakob Pietschnig weiß: „Ein gänzlich anderes Bild zeichnen die Kulturpessimisten. Sie sind davon überzeugt, dass sich die omnipräsente Verfügbarkeit des Internets negativ auf das Wissen der Menschen auswirkt.“ Das Abrufen der Informationen auf Knopfdruck ersetze das mühsame Aneignen von Wissen. Quelle: „Intelligenz“ von Jakob Pietschnig</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Der Wettbewerb beginnt im Kindergarten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Oct 2022 01:00:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
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					<description><![CDATA[Es sind nur teilweise die Eltern, die extrem hohe Anforderungen an ihren Nachwuchs stellen. In ihrem neuen Buch „Angepasst, strebsam, unglücklich – die Folgen der Hochleistungsgesellschaft für unsere Kinder“ kritisiert die Erziehungswissenschaftlerin Margrit Stamm das Bildungssystem. Ihrer Meinung nach wird heutzutage zu viel von den Kindern verlangt: „Die Akademisierung des Bildungssystems führt dazu, dass zunehmend ... <a title="Der Wettbewerb beginnt im Kindergarten" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/der-wettbewerb-beginnt-schon-im-kindergarten.html" aria-label="Mehr Informationen über Der Wettbewerb beginnt im Kindergarten">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es sind nur teilweise die Eltern, die extrem hohe Anforderungen an ihren Nachwuchs stellen. In ihrem neuen Buch „Angepasst, strebsam, unglücklich – die Folgen der Hochleistungsgesellschaft für unsere Kinder“ kritisiert die Erziehungswissenschaftlerin Margrit Stamm das Bildungssystem. Ihrer Meinung nach wird heutzutage zu viel von den Kindern verlangt: „Die Akademisierung des Bildungssystems führt dazu, dass zunehmend höhere Abschlüsse vorausgesetzt werden. Eltern spürten das und verlangen ihren Kindern deshalb mehr ab.“ Die Kleinen merken wiederum, wenn die Eltern nicht zufrieden mit ihnen sind. Dafür sprechen auch die Zahlen: Viele Kinder haben psychische Probleme und leiden unter dem Leistungsdruck. Das beginnt schon früh, selbst im Kindergarten. Bereits in der Frühförderung herrscht ein Wettbewerb unter Eltern, welches Kind am besten ist. Margrit Stamm ist Professorin für pädagogische Psychologie und Erziehungswissenschaften an der Universität Freiburg (Schweiz). <span id="more-4002"></span></p>
<p><strong>Überfachliche Kompetenz muss mehr gefördert werden</strong></p>
<p>Besonders die gebildeten Mütter stecken ihren Nachwuchs in private Förderkurse. Diese sollen ihren Kindern einen Vorsprung gegenüber anderen Kindern verschaffen, sie wettbewerbsfähig machen. Margrit Stamm kritisiert: „Der Kindergarten ist nicht mehr zum Spielen da, die Kleinen werden nach Kompetenzrastern beurteilt.“ In der Grundschule bekommen sie Noten und die Lehrer überprüfen sie mit Tests. Das führt zu Konkurrenzdruck. Schafft das Kind es auf das Gymnasium, ist das für die Eltern auch ein Statussymbol. </p>
<p>Margrit Stamm plädiert dafür, den Noten in der Schule weniger Bedeutung zuzumessen. Die Erziehungswissenschaftlerin betont: „Es kommt vielmehr auf überfachliche Kompetenz an. Auf Softskills wie Durchsetzungsfähigkeit, Hartnäckigkeit, Selbstvertrauen und Frustrationstoleranz. Diese Eigenschaften braucht ein junger Mensch letztlich, um im Bildungssystem zu bestehen und auch mit Misserfolgen umgehen zu können.“ Kinder definieren sich allerdings nicht nur über schulische Leistungen. </p>
<p><strong>Kinder entwickeln heute oft psychische Auffälligkeiten</strong></p>
<p>Auch beim Sport oder der Musik sollen sie besser sein als der Durchschnitt und positiv auffallen. Ein Kind, das permanent Leistung erbringen muss, kann nicht abschalten. Freunde werden dann weniger wichtig. Paradoxerweise werden die Leistungen dann nicht besser, sondern schlechter oder komplett verweigert. Depressionen und Burn-out sin die Folge. Die meisten Kinder brauchen Pausen, in denen sie nichts leisten müssen. Auch Langeweile ist wichtig. Viele Studien zeigen, dass Kinder heute oft psychische Auffälligkeiten entwickeln. Sie sind antriebslos, erschöpft und schlafen schlecht. Das sind keine Einzelfälle. </p>
<p>Margrit Stamms Meinung nach ist das Bildungssystem mit schuld daran. Wie kann man das ändern? Die Erziehungswissenschaftlerin schlägt vor: „Indem die Entwicklung des Potenzials eines jeden Kindes in der Schule eine größere Rolle spielen. Und Softskills verstärkt vermittelt werden. Lehrkräfte und Eltern sollten versuchen, das Kind so einzuschätzen, wie es wirklich ist. Die eigenen Erwartungen sollten zurückgestellt werden.“ Stattdessen ist es wichtig, die kindlichen Eigenheiten zu akzeptieren, dem Nachwuchs genügend Zeit und vor allem das Gefühl zu geben, scheitern zu dürfen. Kinder müssen spüren, dass man sich auch dann wertschätzt und liebt, wenn sie keine Spitzenleistungen erbringen. Das stärkt das Selbstvertrauen. Quelle: „Der höchste Abschluss ist nicht der beste fürs Kind“ von Wiebke Bolle in „DIE WELT“ vom 27. September 2022</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Bildung kann nur von unten entstehen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 May 2021 01:00:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Problem Rechtspopulismus lässt sich weder politisch noch ökonomisch noch technisch „lösen“. Keine der Fähigkeiten und Ressourcen, die Herbert Renz-Polster als Schutzfaktoren gegen die Verlockungen des Autoritarismus identifiziert hat, lässt sich auf einem dieser Wege herausbilden. Nicht das Gefühl von Zugehörigkeit, nicht das Gefühl von Sicherheit, nicht das Gefühl von Anerkennung. Herbert Renz-Polster stellt fest: ... <a title="Bildung kann nur von unten entstehen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/herbert-renz-polster-kindheit-wagen.html" aria-label="Mehr Informationen über Bildung kann nur von unten entstehen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Problem Rechtspopulismus lässt sich weder politisch noch ökonomisch noch technisch „lösen“. Keine der Fähigkeiten und Ressourcen, die Herbert Renz-Polster als Schutzfaktoren gegen die Verlockungen des Autoritarismus identifiziert hat, lässt sich auf einem dieser Wege herausbilden. Nicht das Gefühl von Zugehörigkeit, nicht das Gefühl von Sicherheit, nicht das Gefühl von Anerkennung. Herbert Renz-Polster stellt fest: „Was jetzt zu tun ist, hat unmittelbar mit uns selbst zu tun. Wie wir leben. Wie wir Beziehungen gestalten. Vor allem aber: Wie wir diejenigen von klein auf behandeln, die von uns abhängig sind: unsere Kinder.“ Die Bildung, die wir in der heutigen Situation brauchen, kann nur von unten entstehen. Der Kinderarzt Dr. Herbert Renz-Polster hat die deutsche Erziehungsdebatte in den letzten Jahren wie kaum ein anderer geprägt. <span id="more-2694"></span></p>
<p><strong>Die Antwort auf den Rechtspopulismus lautet: Kindheit wagen!</strong></p>
<p>Wer will, dass es unter Menschen menschlich zugeht, muss den Menschen eine sichernde, ermutigende Kindheit zugestehen. Für Herbert Renz-Polster ist genau das die Antwort auf den Rechtspopulismus: Kindheit wagen! Denn Kinder, die ihre Kindheit innerlich unverletzt, mit Selbstvertrauen, wachen Augen, Einfühlungsvermögen und Mut unter dem Herzen verlassen, sind widerstandsfähig. Gerade gegenüber den Verlockungen des Rechtspopulismus. Allen Kindern ist eine solche Kindheit zu wünschen. </p>
<p>Herbert Renz-Polster erklärt: „Dazu müssen wir als Erstes unser Anerkennungsproblem lösen. Eine Kindheit, die sich vor allem um die Vorbereitung auf den ökonomischen Wettbewerb dreht, wird dazu nicht ausreichen. Eine Kindheit zur Auslese der Gewinner greift zu kurz.“ Und mehr Bildung ohne Beschäftigung mit den Fragen drumherum – auch das wird nicht ausreichen. Kinder, Ihr seid willkommen und ihr seid alle wichtig – müsste das nicht über jeder Einrichtung in großen Lettern stehen? Und müssten die Kinder dort nicht tagtäglich das erfahren: Ihr habt eine Stimme, nutzt sie!</p>
<p><strong>Ein weitverbreitetes Motto lautet: Ellbogen raus und durch!</strong></p>
<p>Und die Familien – bräuchten diese nicht auch mehr Anerkennung? Wäre das nicht der erste Schritt, um den Kindern mehr Heimat und ein Gefühl von Behausung unter die Flügel zu packen? Gerade die Familien sind doch in eine Zwickmühle geraten. Wie sollen sie den immer breiter werdenden Spagat zwischen Arbeitswelt und Familienleben denn schaffen? Alles was Eltern in der produktiven Welt Vorteile verschafft – Ungebundenheit, beständige Erreichbarkeit, Planbarkeit etwa – bringt das Leben mit Kindern jedoch in Schieflage. </p>
<p>Herbert Renz-Polster hat seine Zweifel daran, dass es den Menschen wirklich ernst damit ist, eine Gesellschaft zu gestalten, in der Schutz und Fürsorge eine zentrale Stellung einnehmen. Eher lautet das weitverbreitete Motto: Ellbogen raus und durch! Herbert Renz-Polster sieht die Menschen als Gefangene. Als Gefangene eines Systems, das selbst zum Problem geworden ist – und doch die einzige Lösung ist, welche die Menschen kennen. Und so behandeln sie auch ihre Kinder. Sie hinterfragen wenig und tun stattdessen viel, um auch sie in das Erwachsenenprogramm einzugliedern. Quelle: „Erziehung prägt Gesinnung“ von Herbert Renz-Polster</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Gestresste Kinder lernen nicht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Dec 2020 07:39:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Autoritarismus]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
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		<category><![CDATA[Stress]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Forschung über Autoritarismus hat die möglichen Schutzwirkungen von Bildung inzwischen ziemlich genau untersucht. Und auf den ersten Blick sehen die Befunde nicht einmal schlecht aus. Menschen mit höherem Bildungsgrad sind im Durchschnitt – wenn auch in eher bescheidenem Ausmaß – tatsächlich weniger rechtsautoritär geneigt. Herbert Renz-Polster fügt hinzu: „Insbesondere ein Universitätsstudium geht in manchen ... <a title="Gestresste Kinder lernen nicht" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/gestresste-kinder-lernen-nicht.html" aria-label="Mehr Informationen über Gestresste Kinder lernen nicht">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Forschung über Autoritarismus hat die möglichen Schutzwirkungen von Bildung inzwischen ziemlich genau untersucht. Und auf den ersten Blick sehen die Befunde nicht einmal schlecht aus. Menschen mit höherem Bildungsgrad sind im Durchschnitt – wenn auch in eher bescheidenem Ausmaß – tatsächlich weniger rechtsautoritär geneigt. Herbert Renz-Polster fügt hinzu: „Insbesondere ein Universitätsstudium geht in manchen Ländern, auch in Deutschland, mit einer geringeren Neigung zu Vorurteilen und Ausgrenzung einher.“ Die Autoritarismusforscherin Susanne Rippl gibt schränkt ein: „Für sich allein reicht Bildung als Faktor zur Prävention gegenüber Vorurteilen nicht aus. Entscheidend seien vielmehr die Einflüsse der Gesellschaft drumherum.“ So hat zum Beispiel in Ägypten das Bildungsniveau überhaupt keinen Einfluss auf soziale Vorurteile. Der Kinderarzt Dr. Herbert Renz-Polster hat die deutsche Erziehungsdebatte in den letzten Jahren wie kaum ein anderer geprägt. <span id="more-2452"></span></p>
<p><strong>Kinder müssen Mündigkeit lernen</strong></p>
<p>Was passiert, wenn sich Menschen in einer Gesellschaft wie Ägypten einig sind, dass Juden und Homosexuelle schlechte Menschen sind? Dann spricht ein hochgebildeter Arzt genauso schlecht über sie wie ein Analphabet. Warum ist das so? Wenn etwas gegen Vorurteile und Ausgrenzung hilft, dann ist es die gelungene menschliche Entwicklung. Herbert Renz-Polster weiß: „Schutz vor Hass bildet sich dort, wo Kinder lernen, anderen Menschen angstfrei, empathisch und zugewandt zu begegnen.“</p>
<p>Schutz vor Hörigkeit bildet sich dort, wo Kinder Mündigkeit lernen. Indem sie mitsprechen dürfen, indem sie selbstbewusst und sozial kompetent werden. Bildung allein kann dennoch wenig gegen die Verlockungen des Rechtspopulismus ausrichten. Kinder brauchen vielmehr die Fähigkeit, mit ihren Impulsen und Emotionen klarzukommen. Zudem müssen sie lernen, sich in andere hineinzuversetzen und Durchhaltevermögen zu entwickeln. Ohne diesen Haftgrund bleibt die Bildung nicht hängen. Ganz entscheidend ist die Fähigkeit zur Aufnahme von Bildung.</p>
<p><strong>Bindung und Entwicklung kommen vor Bildung</strong></p>
<p>Kinder, denen es bei ihrer Entwicklung nicht gut geht, kommen deshalb auch auf ihrem Bildungsweg nicht weiter. Herbert Renz-Polster stellt fest: „Gestresste Kinder lernen nicht, so einfach und brutal ist die Formel. Solche Kinder sind wie mit Teflon überzogen – selbst das ausgefeilteste Angebot perlt an ihnen ab.“ Und damit ist man bei einer bis heute bestehenden Gemeinheit angelangt. Dieser Haftgrund für Bildung entsteht nämlich vor allem außerhalb der Bildungseinrichtungen. Und dort vor allem in der Familie.</p>
<p>In diesem ersten Bildungsnetz legt das Kind seine wichtigsten Vorräte für seinen Bildungsweg an. Und die Bildungsforschung bestätigt das. Das Elternhaus ist der entscheidende Chancenvermittler. Wer mit guten Bildungsvoraussetzungen in die Kita kommt, wird diese mit guten Bildungsvoraussetzungen für die Schule verlassen. Und wiederum aus Letzterer mit guten Bildungsvoraussetzungen für seine weitere Ausbildung hervorgehen. Anders ausgedrückt: Bindung und Entwicklung kommen vor Bildung. Quelle: „Erziehung prägt Gesinnung“ von Herbert Renz-Polster</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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