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	<title>Besonnenheit &#8211; Psychologie Guide</title>
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		<title>Seneca war der Erzieher des Tyrannen Nero</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Nov 2023 02:00:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Besonnenheit]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn es um das Thema „Grausamkeit“ geht, dann ist bis zum heutigen Tag Lucius Annaeus Seneca (4 v. Chr. – 65 n. Chr.) ein einschlägiger Schriftsteller. Die historische Erfahrung, die Werken wie „De clementia“ oder „De ira“ zugrunde liegt, ist die Zeit der Herrschaft Kaiser Neros. Dieser hat im kulturellen Gedächtnis des Okzidents einen bleibenden Platz in der historischen Galerie der Tyrannen. Wolfgang Müller-Funk stellt fest: „Senecas Leben und Denken ist von der Figur und der Allgegenwart eines tyrannischen Herrschers bestimmt und überschattet. Auf Initiative von Neros Mutter aus der Verbannung befreit, wird er zum Erzieher ihres jungen Sohnes und zum Konsul.“ Wolfgang Müller-Funk war Professor für Kulturwissenschaften in Wien und Birmingham und u.a. Fellow an der New School for Social Research in New York und am IWM in Wien. <span id="more-5008"></span></p>
<p><strong>Grausamkeit stellt ein unbeherrschtes Verhalten dar</strong></p>
<p>Zehn Jahre später zwingt ihn Nero, für den Menschen Spielbälle sind, zum Selbstmord. Üblicherweise übersetzt man „clementia“, die in Senecas fragmentarisch überlieferten Schrift als Gegenbegriff zu „crudelitas“ fungiert, im Deutschen mit „Güte“. Das ist irreführend, denn „clementia“ ist in diesem Diskurs ein rationales, überlegtes Verhalten, das nicht auf Empathie und Mitleid gründet. Denn diese Emotionen lehnt Seneca expressis verbis ab. </p>
<p>Wolfgang Müller-Funk erläutert: „Hingegen ist, wie aus „De ira“ hervorgeht, „crudelitas“ entweder irrational oder sie geht von einem strategisch falschen Herrschaftskalkül aus.“ Die gesamten philosophischen Überlegungen Senecas handeln weniger von der Güte als dass sie vom Thema der Affektsteuerung und -kontrolle bestimmt sind. Steckt doch im Wort „clementia“ die Konnotation des Temperierens und Mäßigens. Insofern ist das deutsche Wort Milde oder auch Besonnenheit besser geeignet als Güte. Die Grausamkeit von der Seneca spricht, ist seiner Ansicht nach schon allein deshalb zu verwerfen, weil sie ein unbeherrschtes Verhalten darstellt. Dieses ist einem Herrscher unangemessen.</p>
<p><strong>Ein kluger Herrscher hat seine Affekte fest im Griff</strong></p>
<p>Dagegen zeichnet sich der gute, kluge Herrscher dadurch aus, dass er all seine Begierden und Affekte, die sexuellen wie die aggressiven, fest im Griff hat. Diese Charaktermerkmale bilden die eigentliche Voraussetzung für seinen Erfolg. Die Texte des römischen Philosophen Seneca sind vor allem kleine Meisterwerke angewandter politischer Philosophie. Sein Buch über die „clementia“ gibt sich als eine Anleitung zum klugen, gerechten Regieren aus. Seine Schrift wendet sich an ein doppeltes Publikum: die an der „res publica“ interessierten Zeitgenossen und an den Herrscher.</p>
<p>An den Herrscher wendet sie sich durch eine eindeutig dialogische Struktur. Zwar ist über weite Strecken die angesprochene Person ganz allgemein gehalten, aber im Speziellen ist es doch immer wieder und unüberhörbar Nero, den Cicero wiederholt direkt anspricht. Wolfgang Müller-Funk erklärt: „Der Sprecher im Text schlüpft dabei in die Rolle des Ratgebers des Imperators Nero. Währen Augustus erst im Alter milde geworden sei, könnte Nero, so setzt die Schrift ein, das gleich von Anbeginn seiner Regierungszeit sein.“ Quelle: „Crudelitas“ von Wolfgang Müller-Funk</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Besonnenheit sorgt für Selbstbeherrschung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Sep 2021 01:00:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[„Ich komme vom Himmel, um deinem leidenschaftlichen Drang ein Ende zu machen. Hör auf mit dem Streit und zücke das Schwert nicht!“ Mit diesen Worten richtet sich die Göttin der Weisheit, Pallas Athene, in Homers „Illias“ an den Helden Achill. Dieser will wegen einer ihm zugefügten Schmach gerade zum Schwert greifen, um damit König Agamemnon ... <a title="Besonnenheit sorgt für Selbstbeherrschung" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/besonnenheit-sorgt-fuer-selbstbeherrschung.html" aria-label="Mehr Informationen über Besonnenheit sorgt für Selbstbeherrschung">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Ich komme vom Himmel, um deinem leidenschaftlichen Drang ein Ende zu machen. Hör auf mit dem Streit und zücke das Schwert nicht!“ Mit diesen Worten richtet sich die Göttin der Weisheit, Pallas Athene, in Homers „Illias“ an den Helden Achill. Dieser will wegen einer ihm zugefügten Schmach gerade zum Schwert greifen, um damit König Agamemnon anzugreifen. Albert Kitzler weiß: „Schon in der Antike hat man dies als Mahnung zur Besonnenheit aufgefasst. Besonnenheit ist die Fähigkeit zur Mäßigung und Selbstbeherrschung. Sie schützt uns vor uns selbst.“ Wer sich selbst beherrschen kann, dem wird ein Lohn zuteil. Weisheit ist Voraussicht und kluges Bedenken, Gewichten und Abwägen der Folgen. Der Philosoph und Jurist Dr. Albert Kitzler ist Gründer und Leiter von „MASS UND MITTE“ – Schule für antike Lebensweisheit. <span id="more-2936"></span></p>
<p><strong>Die Weisheit ist ein Schutzwall gegen das Schicksal</strong></p>
<p>„Wer sich selbst bezwingt, ist unbezwingbar.“ Dieses Zitat stammt von dem chinesischen Philosophen Laotse. Er sagt außerdem: „Wer andere kennt, ist klug; Wer sich selbst kennt, weise; Wer andere bezwingt, ist stark.“ Selbstbeherrschung führt nach Laotse dazu, dass der Mensch unangreifbar und unverletzlich wird. Man kann ihn ausbeuten, einsperren, seinen Körper schinden. Aber er bleibt er selbst, integer, authentisch. Niemand kann ihn nicht aus seiner seelischen und geistigen Mitte vertreiben, in der er tief verwurzelt, lebendig und unangetastet bleibt.</p>
<p>Er wahrt seine Identität. Sein Selbst bleibt unverletzt. Diese innere Stabilität, Immunität, Stärke und Unerschütterlichkeit gehörten zu den höchsten Zielen, die das antike Weisheitsdenken im antiken China kannte. Albert Kitzler erklärt: „Wir würden heute sagen: ein hohes Maß an Resilienz.“ Es ist die Schutzwehr der Weisheit gegen die Angriffe des Schicksals. In dieser inneren Burg herrschen der Friede der Seele, eine innere Ausgeglichenheit und eine heitere Gelassenheit.</p>
<p><strong>Selbstbeherrschung zählt zu den höchsten aller Güter</strong></p>
<p>Aus dieser inneren Ruhe heraus erwachsen Kraft und Selbstvertrauen. Dazu kommt die Fähigkeit, Glück und Freude zu erleben und das unausweichliche Leiden an der Welt zu ertragen. „Selbstbeherrschung und Ausdauer sind die höchsten aller Güter.“ Dieses Zitat stammt vom Griechen Krates. Weise zu leben ist laut Albert Kitzler eigentlich nicht schwierig. Es sind keine philosophischen Höhenflüge. Sondern es handelt sich dabei um ganz einfache Dinge, weshalb Weisheit nicht selten auch unter unbelesenen Menschen zu finden ist.</p>
<p>Albert Kitzler stellt fest: „Weisheiten anzuwenden braucht weder viel Zeit noch größere Mittel.“ In anderer Hinsicht ist aber eine weise Lebensführung sehr schwierig. Die dafür notwendige Selbstbeherrschung, Ausdauer und Übung bringen nur sehr wenige Menschen auf. Denn nur so lässt sich eine philosophische Erkenntnis in eine Lebenshaltung und feste Gewohnheit verwandeln. Sich zu verändern und weiterzuentwickeln, bedeutet eine Transformation der Persönlichkeit. Dabei sind ein beharrliches Einüben neuer Denk-, Wollens- und Verhaltensgewohnheiten unerlässlich. Quelle: „Weisheit to go“ von Albert Kitzler</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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