<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Baby &#8211; Psychologie Guide</title>
	<atom:link href="https://www.psychologie-guide.de/tag/baby/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.psychologie-guide.de</link>
	<description>Alles über Psychologie</description>
	<lastBuildDate>Fri, 10 Mar 2023 06:40:16 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>
	<item>
		<title>Trotz beginnt schon in der Babyzeit</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/evelyn-steinbach-trotzphase-kind.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/evelyn-steinbach-trotzphase-kind.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Oct 2022 01:00:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Baby]]></category>
		<category><![CDATA[Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Trotzphase]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=4017</guid>

					<description><![CDATA[Im Alter zwischen zwei und sechs Jahren können simple Situationen heftigen Trotz auslösen. Für Eltern ist die Autonomiephase, wie man die Zeit der beginnenden Selbstständigkeit des Kleinkindes nennt, oft belastend. Wie reagiert man auf Wutanfälle? Und wie können Kinder lernen, mit Gefühlsausbrüchen umzugehen? Kinder wissen schon früh, was sie wollen. Und das teilen sie deutlich ... <a title="Trotz beginnt schon in der Babyzeit" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/evelyn-steinbach-trotzphase-kind.html" aria-label="Mehr Informationen über Trotz beginnt schon in der Babyzeit">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Alter zwischen zwei und sechs Jahren können simple Situationen heftigen Trotz auslösen. Für Eltern ist die Autonomiephase, wie man die Zeit der beginnenden Selbstständigkeit des Kleinkindes nennt, oft belastend. Wie reagiert man auf Wutanfälle? Und wie können Kinder lernen, mit Gefühlsausbrüchen umzugehen? Kinder wissen schon früh, was sie wollen. Und das teilen sie deutlich mit. „Trotz beginnt schon in der Babyzeit“, erklärt die Pädagogin und Buchautorin Susanne Mierau. Zum Beispiel, wenn es sich abwendet und nicht wickeln lassen will, so die Expertin. Noch schafft man es, das Baby abzulenken. Ab zwei Jahren wird das schwieriger. Die Sprache kommt dazu, die Kinder werden stärker und motorisch geschickter. Ein lautstarkes „Nein“ oder „Ich will aber nicht“ ist nicht mehr zu überhören. <span id="more-4017"></span></p>
<p><strong>Frust und Enttäuschung gehören zum Alltag von Kleinkindern</strong></p>
<p>„Die Hochphase der Autonomiebestrebungen liegt bei drei bis vier Jahren“, sagt Sebastian Arnold vom Berufsverband der Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten (bkj). „Kinder lernen in dieser Zeit, dass sie einen eigenen Willen haben und bestimmen können, kommen aber in ihrem Ausdruck an ihre Grenzen.“ Eltern sollten die Phase gut begleiten. Denn „wie Kinder sie durchleben, hat Auswirkungen auf das gesamte Leben“, so Susanne Mierau. Frust und Enttäuschung gehören im Alltag von Kleinkindern, wo viel Neues entdeckt wird, dazu. </p>
<p>„Das Gehirn befindet sich noch in der Reifung“, sagt Sebastian Arnold. Kinder müssen erst lernen, mit ihren Gefühlen umzugehen. „Eine Trotzreaktion ist wie ein Kurzschluss“, meint er. „Die Sicherung brennt durch und es fehlt noch an einem Weg daran vorbei.“ Gleichzeitig lernt das Kind viel über seine Wirkung auf andere. „Wenn Kinder ihre Eltern ärgern, dann vor dem Hintergrund zu schauen, was sie bewirken können“, so der Familientherapeut. Bewusstes provozieren stecke nicht dahinter, das können sie erst viel später. </p>
<p><strong>Alte Erziehungsstile haben ausgedient</strong></p>
<p>Trotzen ist demnach kein Fehlverhalten, sondern eine innere Not, die raus muss. „Wenn Gefühle unterdrückt werden, kommen sie später als Bumerang zurück“, weiß Sebastian Arnold. Oft seien solche Kinder dann im Grundschulalter oder in der Pubertät auffälliger. Susanne Mierau warnt vor alten Erziehungsstilen: „Kinder mussten früher gehorchen, sie durften keinen eigenen Willen zeigen, und wenn doch, so wurden Strafen eingesetzt, um diesen zu unterdrücken“, erzählt sie. </p>
<p>Besser ist, in einer Trotzreaktion ruhig zu bleiben, durchzuatmen und abzuwarten, so der Experte. „Oft hilft es, den Wutanfall auszusitzen und einfach in der Nähe des Kindes zu bleiben – etwa mit Körperkontakt, wenn es das zulässt,“ sagt er. Auf ein Kind einzureden, bringt wenig. „Die vielen Worte kommen gar nicht an.“ Äußert sich die Wut körperlich, sollten Eltern sagen: „Mir tut es weh, wenn du mich haust.“ Selbst laut und wütend zu werden ist keine gute Idee. „Das verschlechtert die Situation“, sagt Susanne Mierau. Quelle: „Die Trotzphase des Kindes meistern“ von Evelyn Steinbach in der „Passauer Neuen Presse“ vom 29. September 2022</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/evelyn-steinbach-trotzphase-kind.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Schon Babys reagieren eifersüchtig</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/reinhard-haller-eifersucht.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/reinhard-haller-eifersucht.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Jul 2022 01:00:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Baby]]></category>
		<category><![CDATA[Eifersucht]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=3705</guid>

					<description><![CDATA[Der deutsche Psychologe und Psychotherapeut Rolf Merkle sagt: „Eifersucht zeugt nicht von Liebe, sondern von Angst vor dem Verlust der Liebe.“ Bereits Charles Darwin beobachtete das Phänomen der Eifersucht in frühester Kindheit. Reinhard Haller erklärt: „Sein Sohn William habe, so geht aus seinen Aufzeichnungen aus dem Jahr 1877 hervor, schon im Alter von 15 Monaten ... <a title="Schon Babys reagieren eifersüchtig" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/reinhard-haller-eifersucht.html" aria-label="Mehr Informationen über Schon Babys reagieren eifersüchtig">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der deutsche Psychologe und Psychotherapeut Rolf Merkle sagt: „Eifersucht zeugt nicht von Liebe, sondern von Angst vor dem Verlust der Liebe.“ Bereits Charles Darwin beobachtete das Phänomen der Eifersucht in frühester Kindheit. Reinhard Haller erklärt: „Sein Sohn William habe, so geht aus seinen Aufzeichnungen aus dem Jahr 1877 hervor, schon im Alter von 15 Monaten eifersüchtig reagiert, sobald sich der Vater intensiv mit einer großen Puppe befasst habe.“ Diese Beobachtung wurde in jüngster Zeit durch systematische Studien bestätigt. Forscher der Texas Tech University in Lubbock wiesen nach, dass Babys schon im Alter von sechs Monaten weinerlich reagieren und die Aufmerksamkeit der Mutter auf sich lenken wollen, wenn diese ein lebensechtes Püppchen hätschelt. Der Psychiater und Psychotherapeut Reinhard Haller arbeitet vornehmlich als Therapeut, Sachverständiger und Vortragender. <span id="more-3705"></span></p>
<p><strong>Die Eifersucht könnte angeboren sein</strong></p>
<p>Blätterte die Mutter hingegen in einem Bilderbuch und beachtete dabei das eigene Kind nicht, ließen sich die Sprösslinge nicht irritieren. Kinderpsychologen folgern aus dem frühen Auftreten der Eifersucht, dass es sich bei dieser nicht um eine Charaktereigenschaft, sondern um eine angeborene Strategie handelt. Darin könnte auch die Ursache für Eifersüchteleien unter Erwachsenen liegen, wie eine Forschergruppe an der Florida Atlantic University in Boca Raton aufgezeigt hatte.</p>
<p>Die US-Psychologinnen Amy Rauer und Brenda Volling ermittelten in einer Befragung von 200 jungen Erwachsenen Folgendes: Jene Probanden, die rückblickend von ihren Eltern gleich viel Aufmerksamkeit erhalten hatten wie ihre Geschwister, verfügten über dien stärker ausgeprägtes Selbstwertgefühl als jene, deren Elternhaus von Ungerechtigkeit und Eifersüchtelei geprägt war. Reinhard Haller weiß: „Evolutionsbiologisch wird Eifersucht mit dem Überlebenskampf beschrieben. In Zeiten der Nahrungsmittelknappheit – auch der geistigen – stellen Geschwister eine Bedrohung dar und Eifersucht dient dazu, sich die Zuwendung der Eltern zu sichern. </p>
<p><strong>Eifersucht kann sogar zu Tötungsdelikten führen</strong></p>
<p>Nach einer anderen evolutionsbiologischen These sei Eifersucht bei den Vorfahren der heutigen Menschen erforderlich gewesen, um die Weitergabe der eigenen Gene zu sichern. Deshalb sei die Eifersucht bei Männern und Frauen unterschiedlich ausgerichtet. Während Männer besonders die sexuellen Untreue der Partnerin befürchten, kämpfen Frauen aus ökologischen Überlegungen gegen die emotionale Zuwendung ihrer Männer zu Nebenbuhlerinnen. Männer leiden immer unter der Angst, dass sie ein Kuckuckskind aufziehen. </p>
<p>Dagegen wissen Frauen sehr wohl, dass ihr Kind das eigene ist und deshalb eher befürchten, dass auch die wirtschaftliche Sicherheit verloren geht, wenn sich der Ernährer für eine andere Frau interessiert. Zudem ruft emotionale Untreue bei weiblichen Personen wesentlich stärkere Reaktionen hervor als bei Männern. Mit höherer Schulbildung gleicht sich die Einstellung der Geschlechter allerdings an. Reinhard Haller betont: „Eifersucht entfaltet eine enorme psychische Energie, die zu Misstrauen, ständig kontrollierendem Verhalten, schweren Auseinandersetzungen, ja sogar Tötungsdelikten führen kann.“ Quelle: „Die Macht der Kränkung“ von Reinhard Haller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/reinhard-haller-eifersucht.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Schon Babys fokussieren sich auf Lebendiges</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/lucy-f-jones-lebendigkeit.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/lucy-f-jones-lebendigkeit.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 May 2022 01:00:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Baby]]></category>
		<category><![CDATA[Lebendigkeit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=3571</guid>

					<description><![CDATA[Ein Beweisstück für E. O. Wilsons Konzept der Biophilie hängt mit der Lebendigkeit zusammen. Lucy F. Jones weiß: „Schon in den ersten Lebenswochen lernt ein Baby, das kaum den Blick fokussieren der Farben neben Schwarz und Weiß erkennen kann, was lebendig ist und was nicht.“ E. O. Wilson argumentiert, dass Menschen schneller und stärker auf ... <a title="Schon Babys fokussieren sich auf Lebendiges" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/lucy-f-jones-lebendigkeit.html" aria-label="Mehr Informationen über Schon Babys fokussieren sich auf Lebendiges">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Beweisstück für E. O. Wilsons Konzept der Biophilie hängt mit der Lebendigkeit zusammen. Lucy F. Jones weiß: „Schon in den ersten Lebenswochen lernt ein Baby, das kaum den Blick fokussieren der Farben neben Schwarz und Weiß erkennen kann, was lebendig ist und was nicht.“ E. O. Wilson argumentiert, dass Menschen schneller und stärker auf lebendige Organismen reagieren, weil alles Lebendige interessanter ist als reglose, inaktive Objekte. Menschen ziehen vor, was kompliziert ist, wächst und unvorhersehbar genug ist, um ihr Interesse zu halten. Ein Eichhörnchen zu beobachten, ist interessanter als eine Chipstüte, gleiches gilt für einen Schmetterling und einen Verkehrskegel. Lucy F. Jones ist Journalistin. Sie schreibt regelmäßig zu wissenschaftlichen Themen, Gesundheit, Umwelt und Natur für die BBC, The Guardian und The Sunday Times. <span id="more-3571"></span></p>
<p><strong>Das Offensichtliche ist häufig von größerer Bedeutung</strong></p>
<p>Eine Studie mit Neugeborenen aus dem Jahr 2008 stützt E. O. Wilsons Argumentation. Untersucht wurde, ob Babys biologische oder nicht biologische Aktivitäten bevorzugen. Gerade einmal zwei Tage alten Neugeborenen zeigt man sowohl Bilder von versprengten Punkten als auch von einer laufenden Henne. Die Babys sahen lieber die Henne an, also den „Ausdruck biologischer Bewegung“, wie die Wissenschaftler recht blumig formulierten. Sie testeten bei gerade zur Welt gekommenen Babys, ob diese intrinsische, angeborene Antennen für biologische Bewegungen hätten und diese bevorzugten, noch bevor man sie zu richtigem Lernen anleitete. </p>
<p>Lucy F. Jones stellt fest: „Die Ergebnisse legen nahe, dass wir evolutionär eine visuelle Wahrnehmung entwickelt haben könnten, die auf andere Säugetiere und deren Bewegungen ausgelegt ist. Und sicherlich auch auf die Mutter als Nahrungsquelle.“ Die Tatsache, dass Menschen bewegte Objekte anziehen oder Landschaften, die als angenehm oder schön empfunden werden, mag offensichtlich sein, doch E. O. Wilson schreibt: „Das Offensichtliche ist häufig von größerer Bedeutung.“ </p>
<p><strong>Die Natur wirkt sich auf das Wohlbefinden von Menschen aus</strong></p>
<p>Eine Landschaft ist nicht einfach nur schön, weil sie schön ist, sondern weil sie eine Bedeutung hat, die weit zurück in der genetischen Vergangenheit liegt. Vielleicht ist es nicht sonderlich innovativ zu behaupten, die meisten Menschen sähen sich lieber einen Baum als einen Haufen toter Blätter an. Doch gleichzeitig sollte man bedenken, wie oft man sich heutzutage in Kästchen einpfercht und wie selten man in reichhaltige natürliche Diversität abtaucht. </p>
<p>Lucy F. Jones fragt: „Wenn das alles so offensichtlich ist, warum tun wir dann nicht mehr, um die lebendige, atmende, rennende, sich windende, hüpfende, tanzende, sich drehende, strahlende Welt der Natur zu beschützen?“ Tiere sind wahrscheinlich stimulierender als leblose Objekte und die Natur angenehmer anzusehen als urbane Räume. Zudem enthält sie vermutlich gesundheitsfördernde Mikrobakterien. Die Natur wirkt sich also messbar auf das Wohlbefinden, dem Verhalten und der Genesung von Menschen aus. Quelle: „Die Wurzeln des Glücks“ von Lucy F. Jones</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/lucy-f-jones-lebendigkeit.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein Baby ahmt die Gesten der Mutter nach</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/ein-baby-ahmt-die-gesten-der-mutter-nach.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/ein-baby-ahmt-die-gesten-der-mutter-nach.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Oct 2020 06:52:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Baby]]></category>
		<category><![CDATA[Geste]]></category>
		<category><![CDATA[Mutter]]></category>
		<category><![CDATA[Zeigen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=2393</guid>

					<description><![CDATA[In den ersten Lebenswochen wenden sich ein Neugeborenes und seine Bezugsperson einander sehr intensiv zu. Sie haben häufig Blickkontakt, lächeln einander an und ahmen gegenseitig ihre Gesten nach. Matthew B. Crawford fügt hinzu: „Etwa im Alter von sechs Monaten beginnt der Säugling, seine Aufmerksamkeit über die Bezugsperson hinaus zu erweitern und auf dieselben Gegenstände wie ... <a title="Ein Baby ahmt die Gesten der Mutter nach" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/ein-baby-ahmt-die-gesten-der-mutter-nach.html" aria-label="Mehr Informationen über Ein Baby ahmt die Gesten der Mutter nach">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In den ersten Lebenswochen wenden sich ein Neugeborenes und seine Bezugsperson einander sehr intensiv zu. Sie haben häufig Blickkontakt, lächeln einander an und ahmen gegenseitig ihre Gesten nach. Matthew B. Crawford fügt hinzu: „Etwa im Alter von sechs Monaten beginnt der Säugling, seine Aufmerksamkeit über die Bezugsperson hinaus zu erweitern und auf dieselben Gegenstände wie diese Person zu richten, indem er ihrem Blick folgt.“ Bald darauf beginnt das Baby, den Blick seiner Bezugsperson „zu prüfen“, wenn seine anfängliche Blickverfolgung  nicht zu einem Gegenstand führt, der hinreichend beachtenswert erscheint. Die Fähigkeit zu „gemeinsamer Aufmerksamkeit“, die sich im Alter von etwa zwölf Monaten entwickelt, beinhaltet ein zusätzliches Element. In diesem Stadium, erklärt der amerikanische Philosoph Christopher Mole, „besitzt das Kind die Fähigkeit und Bereitschaft, zusammen mit seiner Mutter die Aufmerksamkeit einem dritten Gegenstand zuzuwenden.“ Matthew B. Crawford ist promovierter Philosoph und gelernter Motorradmechaniker. <span id="more-2393"></span></p>
<p><strong>Es gibt drei Typen von Gesten</strong></p>
<p>Christopher Mole fährt fort: „Dabei sind sich beide der Tatsache bewusst, dass sie ihre Aufmerksamkeit gemeinsam auf dieses Objekt richten.“ Dieses Stadium scheint mit dem erwachenden Verständnis des Kindes zusammenzufallen. Es erkennt, dass die Äußerungen seiner Bezugsperson nicht bloß Geräusche sind, sondern sich auf Gegenstände in der Welt beziehen. Folglich ist die gemeinsame Aufmerksamkeit aufs Engste mit der Fähigkeit zu Kommunikation verbunden. Diese verlangt, dass man sich nicht nur der Existenz eines anderen Verstands bewusst ist, sondern auch wechselseitig ein gemeinsames Bezugsfeld wahrnimmt: die gemeinsame Welt.</p>
<p>In der gleichen Entwicklungsphase, so heißt es, etwa im zwölften Lebensmonat, nehmen die Zeigegesten des Kindes einen intentionalen Charakter an. Dabei lassen sich zwei Typen von Gesten unterscheiden: imperatives (aufforderndes) Zeigen, mit dem das Kind einen bestimmten Gegenstand für sich verlangt, und deklaratives (feststellendes) Zeigen, mit dem das Kind einen Erwachsenen dazu bringen will, seine eigene Aufmerksamkeit einem Gegenstand zuzuwenden. Das deklarative Zeigen beinhaltet die Aufforderung „Achte auf das, worauf ich achte“.</p>
<p><strong>Ohne gemeinsames Wissen kooperieren Menschen nicht</strong></p>
<p>Matthew B. Crawford erklärt: „Dies ist eine entwicklungspsychologische Erklärung der sozialen Reflexivität. Dieser liegt unserer Fähigkeit zugrunde, über die Welt zu kommunizieren, und dies scheint ein charakteristisches Merkmal des Menschen zu sein.“ Die britische Philosophin Jane Heal schreibt: „Wörter sind eine äußerst subtile und nützliche Art des Zeigens. Das Zeigen selbst ist eine ausgeklügelte Methode, den gemeinsamen Blick auszurichten. Und dieser Vorgang entspringt dem Bewusstsein, gemeinsam zu leben.“</p>
<p>Die Tatsache, dass die Menschen in einer gemeinsamen Welt leben und gemeinsam handeln, ist von grundlegender Bedeutung für die menschliche Natur. Der Philosoph Axel Seemann erläutert dazu: „Das wachsende Interesse an der gemeinsamen Aufmerksamkeit bezeugt einen Wechsel von einer solipsistischen Konzeption der menschlichen Psyche hin zu einer grundlegend sozialen Sicht geistiger Phänomene.“ In der entwicklungspsychologischen Perspektive verliert die Frage an Bedeutung, wie gemeinsames Wissen entsteht, ohne das Menschen nicht kooperieren können. Quelle: „Die Wiedergewinnung des Wirklichen“ von Matthew B. Crawford</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/ein-baby-ahmt-die-gesten-der-mutter-nach.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Ein neun Monate altes Baby ist genial</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/ein-neun-monate-altes-baby-ist-genial.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/ein-neun-monate-altes-baby-ist-genial.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Aug 2020 04:26:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Baby]]></category>
		<category><![CDATA[Denken]]></category>
		<category><![CDATA[Schrift]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.psychologie-guide.de/?p=2317</guid>

					<description><![CDATA[Eine Art menschlicher Sprache entstand vermutlich vor mindestens 100.000 Jahren durch eine evolutionäre Weiterentwicklung des Gehirns, des Brustkorbs und des Vokaltrakts. Timothy Garton Ash erklärt: „Eine hoch entwickelte Fähigkeit zur Kommunikation unter Verwendung von Sprache und abstraktem Denken unterscheidet den Menschen von seinen nächsten Verwandten, den Schimpansen und Bonobos.“ Der britische Tierfilmer und Naturforscher David ... <a title="Ein neun Monate altes Baby ist genial" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/ein-neun-monate-altes-baby-ist-genial.html" aria-label="Mehr Informationen über Ein neun Monate altes Baby ist genial">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Art menschlicher Sprache entstand vermutlich vor mindestens 100.000 Jahren durch eine evolutionäre Weiterentwicklung des Gehirns, des Brustkorbs und des Vokaltrakts. Timothy Garton Ash erklärt: „Eine hoch entwickelte Fähigkeit zur Kommunikation unter Verwendung von Sprache und abstraktem Denken unterscheidet den Menschen von seinen nächsten Verwandten, den Schimpansen und Bonobos.“ Der britische Tierfilmer und Naturforscher David Attenborough antwortete auf die Frage, was seiner Ansicht nach das erstaunlichste Geschöpf auf Erden sein: „Das einzige Geschöpf, bei dem mir vor Staunen so der Mund offen stehen bleibt, dass ich mich fast nicht losreißen kann, ist ein neun Monate altes menschliches Baby: Wie schnell es wächst. Wie schnell es lernt. Wie schnell es Nerven entwickelt. Es ist von allen Geschöpfen das komplexeste und außergewöhnlichste. Nichts lässt sich mit ihm vergleichen.“ Timothy Garton Ash ist Professor für Europäische Studien an der Universität Oxford und Senior Fellow an der Hoover Institution der Stanford University. <span id="more-2317"></span></p>
<p><strong>Die Sprache ist ein prägendes Merkmal des Menschlichen</strong></p>
<p>Eines der Dinge, die es wie kein anderes Tier lernt, ist die Sprache. Nach dem Entwicklungspsychologen Robin Dunbar kann ein durchschnittliches Kind mit drei Jahren etwa tausend Wörter gebrauche, mit sechs sind es etwa 13.000 und mit achtzehn circa 60.000. Robin Dunbar konkretisiert: „Das heißt, es hat seit seinem ersten Geburtstag im Durchschnitt zehn neue Wörter pro Tag gelernt; also alle 90 Minuten der im wachen Zustand verbrachten Zeit ein neues Wort.“</p>
<p>Die Sprache ist nicht nur eines von vielen menschlichen Merkmalen, sie ist ein prägendes Merkmal des Menschlichen. Der Historiker Tony Judt sagte: „Solange ich kommunizieren kann, lebe ich noch. Wenn ich nicht mehr kommunizieren kann, bin ich nicht mehr am Leben.“ Die menschliche Kommunikation ist nie allein auf die Sprache beschränkt. Körperkontakt, Handbewegungen und Gesichtsausdruck spielten bestimmt schon eine wichtige Rolle, bevor die Menschen das Sprechen lernten.</p>
<p><strong>Nur der Mensch beherrscht die Schrift</strong></p>
<p>Außerdem nutzen die Menschen schon seit Urzeiten nicht nur ihren Körper, um zu kommunizieren. Die ältesten bekannten Höhlenmalereien sind vor etwa 40.000 Jahren entstanden. Es gibt Hinweise auf Musikinstrumente, die vermutlich genauso alt sind, und auf Schmuck, der noch älter ist. Heute leben die Menschen in einem digitalen Zeitalter, das sowohl durch die Beschleunigung als auch durch die Konvergenz zweier früher getrennter Arten gekennzeichnet ist: der Kommunikation zwischen zwei Personen und der zwischen einer Person und vielen Personen.</p>
<p>Die Kommunikation zwischen einer Person und vielen Personen hat eine lange Vorgeschichte, die mit der Erfindung der Schrift beginnt. Ein großer Sprung nach vorn war für dieses Medium die Erfindung des Buchdrucks in den Vierzigerjahren des 15. Jahrhunderts durch Johannes Gutenberg. In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts breitete sich der Buchdruck über ganz Europa aus. Die Ausbreitung von Radio und Fernsehen war ein weiterer großer Sprung in der Kommunikation von einer Person mit vielen. Und schließlich hat die Erfindung des Internets den größten Fortschritt in der menschlichen Kommunikation seit Johannes Gutenberg eingeleitet. Quelle: „Redefreiheit“ von Timothy Garton Ash</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/ein-neun-monate-altes-baby-ist-genial.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
