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	<title>Abhängigkeit &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Narzissten werden von niemandem geliebt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Apr 2022 01:00:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Abhängigkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Häufig anzutreffen ist der Narzissmus bei leicht reizbaren, aggressiven jungen Männern, die meistens aus patriarchalischen Milieus kommen. Dort werden sie einerseits idealisiert, weil sie nicht dem abgewerteten weiblichen Geschlecht angehören, andererseits von dominanten Vätern erniedrigt oder gar geschlagen werden. Joachim Bauer weiß: „Der Narzissmus findet sich bei beiden Geschlechtern. Die Sucht, sich permanent mit Smartphones ... <a title="Narzissten werden von niemandem geliebt" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/joachim-bauer-narzisstische-menschen.html" aria-label="Mehr Informationen über Narzissten werden von niemandem geliebt">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Häufig anzutreffen ist der Narzissmus bei leicht reizbaren, aggressiven jungen Männern, die meistens aus patriarchalischen Milieus kommen. Dort werden sie einerseits idealisiert, weil sie nicht dem abgewerteten weiblichen Geschlecht angehören, andererseits von dominanten Vätern erniedrigt oder gar geschlagen werden. Joachim Bauer weiß: „Der Narzissmus findet sich bei beiden Geschlechtern. Die Sucht, sich permanent mit Smartphones aufnehmen und über die Medien anderen zeigen zu müssen, um dafür Anerkennung zu erhalten, zeigt dies überdeutlich.“ Narzissten fügen sich und anderen meistens sehr viel Schaden zu, bevor sie den Weg zu einem Psychotherapeuten finden. Auslöser dafür, sich therapeutische Hilfe zu holen, sind meistens sogenannte narzisstische Krisen, die sich einstellen, wenn der Narzisst erkennt, dass er zwar von allen gefürchtet, aber von niemandem geliebt wird. Prof. Dr. Med. Joachim Bauer ist Neurowissenschaftler, Psychotherapeut und Arzt. <span id="more-3485"></span></p>
<p><strong>Abhängigkeit zeigt sich in einem breiten Spektrum</strong></p>
<p>Abhängige Menschen sind das zu Narzissten komplementäre Gegenstück. Abhängigkeit kann sich, vor allem hinsichtlich ihres Schweregrads, in einem breiten Spektrum zeigen. Joachim Bauer betont: „Abhängige Menschen haben, nicht mehr und nicht weniger als alle Menschen, den Wunsch, eine Person mit Würde, ein Jemand zu sein, dem Respekt und Anerkennung entgegengebracht werden.“ Das Selbst-Element, das für diesen Wunsch steht, repräsentiert einen in jedem Menschen vorhandenen, gesunden Anteil. </p>
<p>Ihr Problem haben abhängige Menschen, weil sie einen weiteren Selbst-Anteil internalisiert haben, der ihnen ständig einflüstert, sie seien weniger wert als andere, andere würden auf sie herabschauen oder sie benachteiligen. Nicht selten handelt es sich bei diesem „Programm“ um eine Mischung aus konstruierten und realen Elementen. Eine solche Mischung liegt vor, wenn abhängige Menschen aus sozial benachteiligten gesellschaftlichen Gruppen kommen, in der Kindheit unterversorgt waren und ihnen später Bildungsmöglichkeiten und die Partizipation an den kulturellen Angeboten der Gesellschaft verwehrt werden. </p>
<p><strong>Die Leitfigur ist in der Regel ein ausgeprägter Narzisst</strong></p>
<p>Leider tun sich diese Menschen in den seltensten Fällen zusammen, um sich die gesellschaftliche Teilhabe politisch zu erkämpfen und selbst etwas an ihrer Situation zu verändern. Stattdessen delegieren sie ihre ungestillten Wünsche nach Würde, Anerkennung und Respekt oft an eine Leitfigur im persönlichen Umfeld oder im öffentlichen Raum. Diese verspricht den Abhängigen, sozusagen stellvertretend für sie in den Kampf zu ziehen und ihnen die verweigerte Wertschätzung zu verschaffen. </p>
<p>Joachim Bauer stellt fest: „Die Leitfigur ist in der Regel ein ausgeprägter Narzisst.“ Wenn es sich um eine öffentliche Figur handelt, dann braucht der Narzisst die auf ihn gerichteten Sehnsüchte der Massen von Abhängigen, die ihm spiegeln, dass er ein Großer sei. Die in der Masse versammelten Abhängigen erleben in der narzisstischen Führungsfigur einen externen, sozusagen ausgelagerten Teil ihres verletzten, sich nach Größe sehnenden Selbst. Dieses verspricht der Größenwahnsinnige nun heil und groß zu machen. Quelle: „Wie wir werden, wer wir sind“ von Joachim Bauer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Liebe braucht keine Anhänglichkeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Feb 2022 02:00:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Einen Menschen wahrhaftig zu lieben bedeutet, sein Glück zu wollen. Das ist für eine Paarbeziehung und eine Freundschaft notwendig. Frédéric Lenoir erklärt: „Wir freuen uns über das Glück unserer Angehörigen, selbst wenn sie eine andere Wahl als wir selbst treffen.“ Der libanesische Dichter Khalil Gibran drückt das perfekt in seinem Buch „Der Prophet“ aus. Er ... <a title="Liebe braucht keine Anhänglichkeit" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/liebe-braucht-keine-anhaenglichkeit.html" aria-label="Mehr Informationen über Liebe braucht keine Anhänglichkeit">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Einen Menschen wahrhaftig zu lieben bedeutet, sein Glück zu wollen. Das ist für eine Paarbeziehung und eine Freundschaft notwendig. Frédéric Lenoir erklärt: „Wir freuen uns über das Glück unserer Angehörigen, selbst wenn sie eine andere Wahl als wir selbst treffen.“ Der libanesische Dichter Khalil Gibran drückt das perfekt in seinem Buch „Der Prophet“ aus. Er schreibt: „Eure Kinder sind nicht eure Kinder. Sie sind Söhne und Töchter der Sehnsucht allen Lebens nach sich selbst.“ Deshalb fordern Weisheitslehren ihre Leser auf, zu lieben, ohne anhänglich zu sein. Dass man mit dem Herzen an seinen Angehörigen und Freunden hängt, ist jedoch völlig normal. Das Gegenteil wäre ja beunruhigend. Wenn man in einer Weisheitslehre von „Gleichgültigkeit“ spricht, ist damit eine Haltung gemeint, in der man den anderen nicht an sich reißt und ihn nicht als sein Eigentum betrachtet. Frédéric Lenoir ist Philosoph, Religionswissenschaftler, Soziologe und Schriftsteller. <span id="more-3315"></span></p>
<p><strong>In der Liebe darf man nicht klammern</strong></p>
<p>Es geht dabei auch darum, sich vor einer Abhängigkeitsbeziehung zu schützen. Frédéric Lenoir erläutert: „Lieben wir doch das Leben, ohne dies ausschließlich durch das Prisma einer Gefühlsbeziehung zu tun.“ Man kann sich also mit dem Herzen verbunden fühlen, ohne zu klammern. Denn das wäre Besitzdenken oder Abhängigkeit. Der menschliche Geist ist in der Lage, eine Person von diesem Klammern und Besitzdenken zu befreien, von dieser Abhängigkeit, die schon so viel Unglück oder Dramen verursacht hat. </p>
<p>Das „Nicht-Festhalten“ ist also nicht das Ergebnis fehlender, sondern vielmehr einer herausragenden Liebe. Weil man den anderen ohne Besitzanspruch oder Abhängigkeit lieben möchte, kultiviert man das „Nicht-Festhalten“. Es ist jedoch schon klar, dass man auch aus mangelnder Liebe „loslassen“ kann. Doch man darf diese beiden Formen der Gleichgültigkeit nicht verwechseln, denn sie haben nichts miteinander zu tun. Der Verlust eines Verwandten, eines Ehegatten oder eines lieben Freundes geht mit tiefer Traurigkeit einher.</p>
<p><strong>Man muss das universelle Gesetz von Geburt und Tod annehmen</strong></p>
<p>Denn man wird von einem Menschen getrennt, den man liebt. Doch auch die Traurigkeit hat einen unterschiedlichen Charakter. Je nachdem, ob man in einer Festhalten-Besitzdenken-Abhängigkeit steckt oder in einer Nicht-Abhängigkeit. Im ersten Fall bricht für den Betroffenen eine Welt zusammen und das Sterben des Angehörigen wirft ihn auf seine Unzulänglichkeiten zurück. Er spürt seine emotionale Zerbrechlichkeit, ja sogar die eigene Angst vor dem Tod.</p>
<p>Im zweiten Fall akzeptiert ein Mensch den Verlust dieses lieben Wesens, indem er das universelle Gesetz von Geburt und Tod annimmt. Frédéric Lenoir stellt fest: „Vielleicht wissen wir ja, dass sein Hinscheiden auch gut für ihn war, und erinnern uns an alle gemeinsamen glücklichen Momente.“ Dann kann man sogar mitten in seiner Traurigkeit eine gewisse Freude spüren. Frédéric Lenoir hat das erlebt, als seine Lebensgefährtin verstorben ist, oder auch beim Tod seines Vaters. Quelle: „Weisheit“ von Frédéric Lenoir</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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