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	<title>Psychologie Guide &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Erwin Ringel erörtert die Rolle der kindlichen Sexualität</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Psychologie Guide]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Jun 2015 01:00:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kindheit]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualität]]></category>
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					<description><![CDATA[Dass die Sexualität zu den am häufigsten und intensivst verdrängten Trieben des Menschen gehört, war für Erwin Ringel eine der wichtigsten Endeckungen von Sigmund Freud. Auch in der Gegenwart sind viele Menschen seiner Meinung nach weiterhin bestrebt, ganze und sehr wichtige Lebensabschr herrscht in weiten Kreisen die Vorstellung, dass die Kinder engelgleiche Wesen seien, die mit schmutzigen Trieben, insbesondere mit der Sexualität, in Verbindung zu bringen, wird dort fast als Verbrechen bezeichnet.“ Diese Auffassung ist eine Rückkehr in längst überwunden geglaubte Zeiten, in denen eventuelle Spuren von kindlichem Sexualinteresse als ein Symptom schwerer Abnormalität aufgefasst wurden.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dass die Sexualität zu den am häufigsten und intensivst verdrängten Trieben des Menschen gehört, war für Erwin Ringel eine der wichtigsten Endeckungen von Sigmund Freud. Heute dagegen herrscht in weiten Kreisen die Vorstellung, dass die Kinder engelgleiche Wesen seien, die mit schmutzigen Trieben, insbesondere mit der Sexualität, in Verbindung zu bringen, wird schon fast als Verbrechen bezeichnet.“ Diese Auffassung ist eine Rückkehr in längst überwunden geglaubte Zeiten, in denen eventuelle Spuren von kindlichem Sexualinteresse als ein Symptom schwerer Abnormalität aufgefasst wurden. <span id="more-155"></span></p>
<p><strong>Die infantile Sexualität des Kindes</strong></p>
<p>Die Wirklichkeit sieht nach Erwin Ringel ganz anders aus. Er zitiert Anna Freud, die ihre psychoanalytischen Entdeckungen wie folgt ausgedrückt hat: „Das junge Kind, seinen Triebwünschen ausgeliefert, ist ein primitives, unzivilisiertes Wesen. Es ist unsauber und aggressiv, selbstsüchtig und rücksichtslos, unbescheiden und neugierig, unersättlich und zerstörerisch.&#8220;</p>
<p>Die Sexualität tritt beim Kleinkind laut Erwin Ringel in einer infantilen Form in Erscheinung, da sie ja noch nicht wie beim Erwachsenen im Dienste der Fortpflanzung steht. Zuerst erlebt das Kind eine lustvolle Stimulierung der Mundschleimhaut durch den Milchstrom, den es von Anfang an einsaugt. Beim Übergang vor der oralen zur analen Phase entdeckt es den Bereich des Afters als neue erogene Zone. In der dritten Phase gilt die Zuwendung des Kindes dem Genitalbereich selbst und seine Berührung erzeugt Lust.</p>
<p><strong>Eltern müssen ihre Kinder mit Geduld und Liebe erziehen</strong></p>
<p>Nach Erwin Ringel ist es die Aufgabe der Eltern, dieses vielfältige, triebmäßige Rohmaterial durch eine gute Erziehung so zu formen, dass sich das Kind in der zivilisierten Welt zurechtfindet. Doch in der Erziehung begehen viele Eltern schwere Fehler. Erwin Ringel schreibt: „Hier beginnen aber schon die katastrophalen Missverständnisse, denn viele Erwachsene fassen die kindlichen Triebe als Unarten auf, die man dem jungen Erdenbürger so rasch wie möglich und mit aller Härte sowie Brutalität abgewöhnen müsse.“</p>
<p>Die meisten Eltern interpretieren fälschlicherweise die oralen Wünsche als Gier, die analen Spiele als Unsauberkeit sowie die sexuelle Neugier als Schamlosigkeit. Selbstverständlich muss beim Kind die Wandlung vom Lust- zum Realitätsprinzip vollzogen werden, aber sie muss laut Erwin Ringel begleitet sein von zwei entscheidenden Verhaltensweisen: Geduld und Liebe!</p>
<p><strong>Kurzbiographie: Erwin Ringel</strong></p>
<p>Der bekannte Wiener Psychiater und Psychotherapeut Prof. Dr. Erwin Ringel wurde am 27. April 1921 in Temesvár, Rumänien, geboren. Als Suizidforscher baute er 1948 das erste Präventivzentrum für Selbstmordgefährdete in Wien auf. Zu seinen bekanntesten Büchern zählen: „Der Selbstmord. Abschluss einer krankhaften Entwicklung“, „Selbstmordverhütung“, „Die österreichische Seele“, „Die ersten Jahre entscheiden“, sowie „Selbstschädigung durch Neurose: Psychotherapeutische Wege zur Selbstverwirklichung“. Erwin Ringel starb am 28. Juli 1994 in Bad Kleinkirchheim an Herzversagen.</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Alfred Adler erkennt die Wichtigkeit der Einfühlung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Psychologie Guide]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 May 2015 02:00:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Empathie]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
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					<description><![CDATA[In der Funktion des Voraussehens erkennt Alfred Adler bei beweglichen Organfassen des Denkens, Fühlen und Empfindens einer erst zu erlebenden Situation wieder ein Standpunkt gewonnen werden kann, etwa der, einen bestimmten Punkt mit besonderer Kraft anzustreben oder ihm mit besonderer Vorsicht auszuweichen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In der Funktion des Voraussehens erkennt Alfred Adler bei beweglichen Organismen eine unerlässliche Notwendigkeit. Der Seele kommt dabei die Fähigkeit zur Hilfe, nicht nur zu empfinden, was in der Wirklichkeit ist, sondern auch zu fühlen, zu erraten, was etwa in der Zukunft sein wird. Man nennt diesen Vorgang Einfühlung. Diese Fähigkeit ist bei den Menschen besonders stark entwickelt. Sie ist ein so weit reichender Vorgang, dass man sie an fast jeder Stelle des Seelenlebens findet. Alfred Adler ist der Überzeugung, dass erst durch das Zusammenfassen des Denkens, Fühlen und Empfindens einer erst zu erlebenden Situation wieder ein Standpunkt gewonnen werden kann, etwa der, einen bestimmten Punkt mit besonderer Kraft anzustreben oder ihm mit besonderer Vorsicht auszuweichen. <span id="more-149"></span></p>
<p><strong>Alfred Adler nennt Beispiele der Einfühlung</strong></p>
<p>Die Einfühlung kommt schon zustande, wenn der Mensch mit einem anderen Menschen spricht. Es ist unmöglich, mit einem Menschen Fühlung zu bekommen, wenn keine Einfühlung in die Lage des anderen vorhanden ist. Eine besondere künstlerische Ausgestaltung erfährt die Einfühlung im Schauspiel. Im Theater wird man es kaum vermeiden können, mitzufühlen und die verschiedenen Rollen in seinem Innern mitzuspielen.</p>
<p>Alfred Adler erkennt weitere Beispiele der Einfühlung in den Fällen, in denen die Menschen von einem eigentümlichen Gefühl übermannt werden, wenn sie merken, dass einem anderen Menschen irgendeine Gefahr droht. Hier ist die Einfühlung manchmal so stark, dass man unwillkürlich selbst, obwohl nicht gefährdet, Abwehrbewegungen vollführt. Weitere Erscheinungen sind die Gefühle, von denen man befallen wird, wenn man jemand an einer Hochhauswand Fenster putzen sieht oder wenn man erlebt, wie ein Redner das Unglück hat, stecken zu bleiben.</p>
<p><strong>Tierquäler leiden an völligem Mangel der Einfühlung</strong></p>
<p>Für Alfred Adler gibt es sowohl verschiedene Grade des Gemeinschaftsgefühls als auch verschiedene Grade der Einfühlung, die man ebenfalls schon im Kindesalter beobachten kann. Es gibt Kinder, die mit Puppen spielen, als wären sie lebendige Wesen, während andere Kinder vielleicht nur das Interesse daran haben, nachzusehen, wie die Puppe im Inneren zusammengesetzt ist.</p>
<p>Durch Ablenken der Gemeinschaftsbeziehungen von den Mitmenschen auf leblose oder weniger wertvolle Dinge, kann die Entwicklung eines Menschen sogar völlig zum Scheitern gebracht werden. Fälle von Tierquälerei, die man so oft bei Kindern beobachtet, sind laut Alfred Adler nur denkbar bei Annahme eines fast völligen Mangels an Einfühlung in das Empfinden anderer Wesen.</p>
<p>In weiterer Folge können solche Kinder dazu gelangen, sich für Dinge zu interessieren, die für ihre Entwicklung zum Mitmenschen bedeutungslos sind, Interessen anderer Menschen völlig zu übersehen und nur an sich zu denken. Alle diese Erscheinungen hängen mit dem geringen Grade der Einfühlung zusammen. Schließlich kann der Mangel an Einfühlung dazu führen, die Aufnahme der Mitarbeit in der Gemeinschaft völlig zu verweigern. Das gesamte Erleben des Menschen hängt mit der Einfühlung also innig zusammen.</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Grundzüge der Willenstherapie von Otto Rank</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Psychologie Guide]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 May 2015 02:00:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[In seinem Buch „Entwicklungsziele der Psychoanalyse“ das er zusammen mit Sándor Ferenczi geschrieben hatte, rückte Otto Rank von der übertriebenen Vergangenheitsforschung der analytischen Therapie ab. Er betonte, dass die aktuellen Probleme des Patienten die wichtigsten seien. In der Beziehung zwischen Therapeut und Analysand entwickelt sich der eigentlichen Heilungsprozess. Die entscheidenden Kräfte dabei sind seiner Meinung nach die Emotionen und Einsichten, die aus der Übertragungssituation gewonnen werden. Otto Rank plädiert für ein aktives Verhalten des Analytikers, nur ein kühl distanziertes Gegenüber lehnt er ab. In seiner Lehre machte Otto Rank die Mutter zur Hauptgestalt in der Krankheitsgeschichte seiner Patienten, denn das Übertragungsgeschehen galt ihm als Reminiszenz an dessen Mutterbeziehung in der präödipalen Phase seines Lebens.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In seinem Buch „Entwicklungsziele der Psychoanalyse“ das er zusammen mit Sándor Ferenczi geschrieben hatte, rückte Otto Rank von der übertriebenen Vergangenheitsforschung der analytischen Therapie ab. Er betonte, dass die aktuellen Probleme des Patienten die wichtigsten seien. In der Beziehung zwischen Therapeut und Analysand entwickelt sich der eigentlichen Heilungsprozess. Die entscheidenden Kräfte dabei sind seiner Meinung nach die Emotionen und Einsichten, die aus der Übertragungssituation gewonnen werden. Otto Rank plädiert für ein aktives Verhalten des Analytikers, nur ein kühl distanziertes Gegenüber lehnt er ab. In seiner Lehre machte Otto Rank die Mutter zur Hauptgestalt in der Krankheitsgeschichte seiner Patienten, denn das Übertragungsgeschehen galt ihm als Reminiszenz an dessen Mutterbeziehung in der präödipalen Phase seines Lebens. <span id="more-158"></span></p>
<p><strong>Der Patient braucht gesteigerte Ich-Erlebnisse</strong></p>
<p>Otto Rank ist davon überzeugt, dass der Patient in der Beziehung zwischen ihm und seinem Therapeuten neuartige Erfahrungen machen muss, wenn er sich positiv verändern will. Erlebnschliche Umgebung von Kindheit an das Ich des Heranwachsenden verkennt, unterdrückt und missachtet. Eine Heilung ist nur möglich, wenn der Patient in der Therapie ein gesteigertes Ich-Erlebnis erfährt.</p>
<p>Beim Heilungsvorgang kommt es nach Otto Rank zu einem Kampf zweier Willenskräfte. Der Patient will aus Angst in seinem Zustand verharren, der Analytiker will ihn aus diesem befreien. Der Therapeut setzt dabei einen positiven Willen ein, währen der Patient mit seinem Gegenwillen arbeitet. Gelingt die Therapie, dann lernt der Analysand auch echt zu wollen. Anstatt sich mit unfruchtbaren Schuldgefühlen herumzuplagen, wählt er dann laut Otto Rank Ziele und Werte, die er verwirklichen will. Entscheidend ist dabei, dass der Therapeut weder moralisiert noch verurteilt.</p>
<p><strong>Die Psychotherapie vermittelt Selbsterkenntnis</strong></p>
<p>Das Verstehen ist für Otto Rank das wichtigste Behandlungsinstrument. Denn nur ein Mensch, der verstanden wird, lernt auch sich selbst zu verstehen. Aus dem Gegenwillen des Patienten muss sich im Laufe der Behandlung ein Gesundungswille entwickeln, der allein der psychischen Störung ein Ende setzen kann. Der eigentliche Heiler ist nach Otto Rank der Analysand selbst, da seiner Meinung nach niemand einen anderen heilen kann. Wenn der Patient wirklich gesund werden will, dann wird er es auch.</p>
<p><strong>Kurzbiographie: Otto Rank</strong></p>
<p>Otto Rank wurde 1884 in Wien geboren. Sein erstes Buch erschien 1907 unter dem Titel „Der Künstler. Ansätze zu einer Sexualpsychologie“. Otto Rank entwickelte sich zu einem der treuesten Mitarbeiter von Sigmund Freud. Nach seiner Doktorarbeit über „Die Lohengrin-Sage“ (1911) wurde er Freuds Privatsekretär. 1924 veröffentlichte er die Werke „Das Trauma der Geburt“ und zusammen mit Sándor Ferenczi „Entwicklungsziele der Psychoanalyse“. Im selben Jahr reiste Otto Rank in die USA, wo er als Vortragsredner und Lehranalytiker wirkte.</p>
<p>1926 übersiedelte er nach Paris, wo er als Therapeut und Autor sehr erfolgreich arbeitete. 1929 trat er aus der Wiener Psychoanalytischen Vereirika um. Bis zu seinem Tod im Jahre 1939 veröffentlichte Otto Rank noch eine Reihe von Büchern wie beispielsweise „Technik der Psychoanalyse“ (1926), „Seelenglaube und Psychologie“ (1931), „Erziehung und Weltanschauung“ (1929) sowie „Kunst und Künstler&#8220; (1930).</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Zwangsneurotiker finden in der Welt keine Heimat mehr</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/zwangsneurose.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Psychologie Guide]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Apr 2015 01:00:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Neurose]]></category>
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					<description><![CDATA[Zwangsneurotiker leiden unter Zwangshandlungen und Zwangsgedanken, die nicht unter der Kontrolle ihres Willens stehen. So müssen sie sich beispielsweise ständig die Hände waschen oder ordnen bestimmte Gegenstände sinnlos in einer bestimmten Reihenfolge oder Formation an. Die Psychoanalyse lokalisiert die Zwangsneurose in der Lebensgeschichte der Patienten in der analsadistischen Phase der Reinlichkeitserziehung. Zwangskranke sind zwar sehr hilflose Menschen, aber dennoch von einem schier grenzenlosen Streben nach Autonomie besessen. Dadurch ergibt sich bei solchen Menschen eine tiefsitzende Unsicherheit in allen Gefühlsbeziehungen. Liebe und Hass gehen bei ihnen Hand in Hand und die seelische Unsicherheit kann die Patienten in den Wahnsinn treiben.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zwangsneurotiker leiden unter Zwangshandlungen und Zwangsgedanken, die nicht unter der Kontrolle ihres Willens stehen. So müssen sie sich beispielsweise ständig die Hände waschen oder ordnen bestimmte Gegenstände sinnlos in einer bestimmten Reihenfolge oder Formation an. Die Psychoanalyse lokalisiert die Zwangsneurose in der Lebensgeschichte der Patienten in der analsadistischen Phase der Reinlichkeitserziehung. Zwangskranke sind zwar sehr hilflose Menschen, aber dennoch von einem schier grenzenlosen Streben nach Autonomie besessen. Dadurch ergibt sich bei solchen Menschen eine tiefsitzende Unsicherheit in allen Gefühlsbeziehungen. Liebe und Hass gehen bei ihnen Hand in Hand und die seelische Unsicherheit kann die Patienten in den Wahnsinn treiben. <span id="more-176"></span></p>
<p><strong>Die Symptome des Zwangsneurotikers</strong></p>
<p>Erwin W. Strauß stellte keine Mutmaßungen über die Entstehung der Zwangsneurose auf, sondern beschrieb und deutete deren Erscheinungsweise. Vor allem fiel ihm beim Zwangstyp die wachsende Einengung des Lebensraumes und der Beziehungsmöglichkeiten auf. Die Patienten finden in der Welt keine Heimat mehr. Hinter jeder Ecke lauert die Gefahr. Sicherheit können solche Menschen nur erzeugen, wenn sie sich an ihre Rituale halten. Echte Handlungen werden immer seltener, es gibt nur noch Geschäftigkeit ohne Sinn und Ziel, eine Verschwendung der Zeit, ohne dass etwas vollbracht wird.</p>
<p>Bei den Zwangsneurotikern geht auch die geschichtliche Dimension ihres Lebens verloren. Durch Handlungen fügen die Menschen die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft in der Regel zu einer Einheit zusammen. Zwangsneurotiker haben laut Erwin W. Straus hr die Kraft und die Fähigkeit dazu, ihre Existenz verwandelt sich in eine punktuelle und löst sich in lauter unverbundene Punkte der Zeit auf. Sie stellen den Sinn und den Inhalt ihres Lebens in Frage. Der Zwangskranke leidet vor allem unter dem Gefühl einer entsetzlichen Sinnlosigkeit.</p>
<p><strong>Zwangshandlungen sollen den Ekel und das Grauen verhindern</strong></p>
<p>Erwin W. Straus befasst sich vor allem mit den Ekelgefühlen in der Zwangsneurose, da der Zwangskranke häufig auch an Grauen, Abscheu, Ekel und Schauder leidet. Menschen können sich vor den unterschiedlichsten Dingen ekeln – Schmutz, Sex, Essen, Gesinnungen, Haltungen. Allerdings gilt auch umgekehrt, was den einen ekelt, kann für den anderen ein Objekt der Begierde sein. Körperliche und seelische Beschmutzung scheinen bei den Patienten zu jener tiefsitzenden Abwehr Anlass zu geben, die im Ekel zum Ausdruck kommt. Erwin W. Straus schreibt: „Der Ekel ist die Abwehr der Einung mit dem Verwesenden.“</p>
<p>Laut Erwin W. Straus kämpft der Zwangsneurotiker um sein Leben, wenn er sklavisch genau seine Zwangshandlungen vollzieht, deren Unterlassung ihn dem Grauen überantworten würde. Mit magischen Verhaltensweisen versucht er sich ein Gefühl der Sicherheit herbeizuzaubern. Humor, Gelassenheit und Heiterkeit sucht man bei einem solchen Menschen vergeblich, weil in seinem Inneren alles von Angst überflutet ist. Es ist ein verzweifelter Aufstand gegen die Endlichkeit des Menschen, der jedem Zwang zugrunde liegt.</p>
<p><strong>Kurzbiographie: Erwin W. Straus</strong></p>
<p>Erwin W. Straus wurde am 11. Oktober 1891 in Frankfurt am Main geboren. Er studierte Medizin und schrieb seine Dissertation über eine Suchtkrankheit. Bereits 1931 wurde er in Berlin wegen seiner Grundlagenforschungen im Bereich der Psychiatrie zum Psychiatrieprofessor ernannt. 1935 erschien sein berühmtes Buch „Vom Sinn der Sinne“ mit dem Untertitel „Beitrag zur Grundlegung der Psychologie“.</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Victor-Emil von Gebsattel stellt eine Theorie der Depression auf</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/victor-emil-von-gebsatten-depression.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Psychologie Guide]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Mar 2015 02:00:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Qual]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Zustandsbild der Depression reicht von der normalen Trauer bis zur pathologischen Melancholie. Johannes Heinrich Schultz beschreibt das Wesen der Depression in seinem Werk „Grundfragen der Neurosenlehre“ als eine aversive Fluchthaltung oder Abwehrhaltung bezüglich des gesamten Lebens eines Menschen. Das Element der Lebensvereinung ist in der Depression wirklich überall erkennbar: bei einem depressiven Patienten ist sogar ein Selbstmord jederzeit möglich. Victor-Emil von Gebsattel konstatiert beim Depressiven folgende Symptome: vitale Hemmung, vitale Traurigkeit und Kleinheitswahn. Wie in allen Neurosen stellt er bei der Depression eine fundamentale Werdenshemmung und Handlungsunfähigkeit fest. Die Zeitdimensionen der Gegenwart und der Zukunft existieren für den Depressiven kaum, er scheint vor allem in seiner Vergangenheit zu leben.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Zustandsbild der Depression reicht von der normalen Trauer bis zur pathologischen Melancholie. Johannes Heinrich Schultz beschreibt das Wesen der Depression in seinem Werk „Grundfragen der Neurosenlehre“ als eine aversive Fluchthaltung oder Abwehrhaltung bezüglich des gesamten Lebens eines Menschen. Das Element der Lebensvereinung ist in der Depression wirklich überall erkennbar: bei einem depressiven Patienten ist sogar ein Selbstmord jederzeit möglich. Victor-Emil von Gebsattel konstatiert beim Depressiven folgende Symptome: vitale Hemmung, vitale Traurigkeit und Kleinheitswahn. Wie in allen Neurosen stellt er bei der Depression eine fundamentale Werdenshemmung und Handlungsunfähigkeit fest. Die Zeitdimensionen der Gegenwart und der Zukunft existieren für den Depressiven kaum, er scheint vor allem in seiner Vergangenheit zu leben. <span id="more-192"></span></p>
<p><strong>Bei depressiven Menschen zerfällt das Ich in lauter Einzelteile</strong></p>
<p>Die klassische psychopathologische Literatur spricht bei einer Depression von Depersonalisation und Derealisation: der Depressive meint, dass sein Ich in lauter Einzelteile zerfällt und ihm die Attraktivität und Konsistenz der Realität verloren geht. Beide Befunde bilden oft eine Einheit. Denn es gilt: je gesünder und ganzheitlicher das Ich eines Menschen ist, desto reichhaltiger und kompakter empfindet es die Welt. Die Depressiven dagegen beklagen oftmals die endlose Leere im eigenen Inneren und die Trostlosigkeit der Außenwelt.</p>
<p>Es sind ihre Erlebnisunfähigkeit und ihr Mangel an gelebter Zeit die ihr Leergefühl hervorrufen. Wenn es dem Patienten gelingt, mit der Gegenwart anregende und erfreuliche Erlebnisse zu verbinden und auch wieder Hoffnung in seine Zukunft zu setzen, setzt sich auch für ihn das normale Zeitgeschehen wieder in Gang. Wer eine Gegenwart und eine Zukunft hat, braucht nicht in der Vergangenheit im morbiden Sinn in seinen Verfehlungen und Sünden herumzustochern.</p>
<p><strong>Das fundamentale Ohnmachtsgefühl der Depressiven</strong></p>
<p>Zentral an der Depression ist laut Emil-Victor von Gebsattel auch die Angst beteiligt &#8211;  die Angst vor Verarmung, ein Horror vor dem Ekel, vor allem aber die umfassende Lebensangst. Depressive Menschen sind von einem fundamentalen Ohnmachtsgefühl erfüllt. Deshalb sind sie ganz auf sich selbst zurückgeworfen und erfahren ihre Realität als Widerstand, als bedrohliche Macht, als Heimsuchung und Qual. Die Wirklichkeit erscheint ihm als Alptraum, da er ihr sich verweigert und zu entziehen sucht.</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Peter Lauster weist den Weg zur Gelassenheit</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/peter-lauster-weist-den-weg-zur-gelassenheit.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Psychologie Guide]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Jan 2015 02:00:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Seele]]></category>
		<category><![CDATA[Selbsterkenntnis]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualität]]></category>
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					<description><![CDATA[Für Peter Lauster ist Gelassenheit etwas Herrliches und Bewundertes, das von vielen Menschen ersehnt wird. Der Psychologe und Bestsellerautor sagt: „Gelassenheit ist der reinste Ausdruck seelischer Gesundheit. Wer gelassen ist, hat die höchste Stufe des Menschseins und der Weisheit erreicht – er ist ausgeglichen und kann ausgleichend auf andere einwirken.“ Mit der Gelassenheit ist die positive Stärke der Seele verbunden, sie macht sie nahezu unverletzlich. Im Gegensatz zur Schau gestellten Gelassenheit ist die wirkliche Gelassenheit losgelöst von jedem Status, irgendwelchen Drogen und geistigen Tricks. Sie ist deshalb so wünschenswert und selten, weil sie nur unter der Beteiligung der gesamten Existenz eines Menschen erreichbar ist.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Für Peter Lauster ist Gelassenheit etwas Herrliches und Bewundertes, das von vielen Menschen ersehnt wird. Der Psychologe und Bestsellerautor sagt: „Gelassenheit ist der reinste Ausdruck seelischer Gesundheit. Wer gelassen ist, hat die höchste Stufe des Menschseins und der Weisheit erreicht – er ist ausgeglichen und kann ausgleichend auf andere einwirken.“ Mit der Gelassenheit ist die positive Stärke der Seele verbunden, sie macht sie nahezu unverletzlich. Im Gegensatz zur Schau gestellten Gelassenheit ist die wirkliche Gelassenheit losgelöst von jedem Status, irgendwelchen Drogen und geistigen Tricks. Sie ist deshalb so wünschenswert und selten, weil sie nur unter der Beteiligung der gesamten Existenz eines Menschen erreichbar ist. <span id="more-188"></span></p>
<p><strong>Die Gelassenheit lässt sich nicht kaufen</strong></p>
<p>Laut Peter Lauster ist Gelassenheit nicht käuflich, genauso wenig wie die Liebe. Die Sexualität mag käuflich sein, die Liebe ist es nicht. Autogenes Training kann man kaufen, die Gelassenheit aber nicht. Peter Lauster erklärt: „Gelassenheit ist etwas Umfassendes. Sie ereignet sich nicht, vermittelt durch ein äußeres Hilfsmittel, sondern geschieht in der Tiefe der Seele.“ Kein noch so fester Wille kann sie herbeizaubern, sie tritt ohne Anstrengung hervor, sie hat nichts mit Leistung zu tun.</p>
<p><strong>Gelassenheit geschieht durch Loslassen</strong></p>
<p>Die Gelassenheit ist mit dem Glück verwandt: Je mehr man ihm hinterher jagt, desto weiter zieht es sich zurück. Peter Lauster schreibt: „Gelassenheit geschieht durch Loslassen.“ Diese Gelöstheit ist nach seinen Erfahrungen die Voraussetzung für das Wachstum der Seele und einer Selbsterfahrung, die von der Glückseligkeit begleitet wird. Für Peter Lauster ist es ganz wichtig, dass sich die Menschen ihrer Umwelt öffnen und ohne Vorurteile ihren Mitmenschen begegnen und mit ihnen kommunizieren.</p>
<p>Um dies zu verstehen, muss der Mensch nicht nur mit seinem Verstand, sondern mit seinen ganzen Sinnen, seinem Herzen, seinem Körper und seiner Seele dieser Tatsache hingeben. Nur dann entsteht die wahre Erkenntnis. Peter Lauster definiert das Entstehen der Erkenntnis mit folgenden Worten: „Erkenntnis kann blitzlichtartig aufleuchten, sie kann sich aber auch langsam aufbauen, Steinchen auf Steinchen – ein wunderbares Wachstum, Ausreifung der Persönlichkeit und der Selbsterkenntnis.“</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Frieda Fromm-Reichmann stellt ihre Form der Psychotherapie vor</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/die-psychotherapie-der-frieda-fromm-reichmann.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Psychologie Guide]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Jan 2015 02:00:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kindheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Sigmund Freud]]></category>
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					<description><![CDATA[Frieda Fromm-Reichmann kommt aus der orthodoxen Schule der Psychoanalyse und arbeitete ursprünglich genau nach den Richtlinschlichere Form der seelenärztlichen Kur erzwingt, bei der ein wirklicher Austausch der Gefühle und eine echte Kommunikation möglich sind. Im psychoanalytischen Verfahren eines Sigmund Freud war der Arzt nach wie vor das Subjekt, der Patient in der Regel das Objekt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Frieda Fromm-Reichmann kommt aus der orthodoxen Schule der Psychoanalyse. Im psychoanalytischen Verfahren eines Sigmund Freud war der Arzt nach wie vor das Subjekt, der Patient in der Regel das Objekt. Frieda Fromm-Reichmann ging es vor allem darum zu ihren Patienten ein enges und intimes Arbeitsverhältnis zu entwickeln. Beim Schizophrenen kann man sich nicht wie beim neurotischen Analysanden in der Therapie auf verbale Äußerungen stützen, da dieser mitunter sehr wortkarg ist und sich hinter kryptischen Satzgebilden versteckt. <span id="more-153"></span></p>
<p><strong>Angsterfüllte Patienten möchten in der Isolation bleiben</strong></p>
<p>Manchmal ändern die Schizophrenen ihre Sprechweise auch so ab, dass sich nur noch ein Wortsalat oder Kauderwelsch entsteht, das scheinbar keinen Sinn ergibt. Daher ist der Therapeut bei ihm darauf angewiesen, die nichtsprachlichen Kommunikationen ganz genau zu beobachten, etwas die Mimik, die Gestik, die Haltung sowie die Bewegungen. Sehr oft agiert der psychotische Patient laut Frieda Fromm-Reichmann damit seine innere Not. Zum Reflektieren muss er durch die Therapie erzogen werden.</p>
<p>Die Aktionen der Schizophrenen können Tics, Stereotypien, Wutausbrüche, Destruktivitäten, Selbstbeschmutzung und vieles mehr sein, die auf den Arzt im ersten Moment abstoßend oder erschreckend wirken können. Frieda Fromm-Reichmann hat es verstanden, dass es sich hierbei um Manöver des Widerstands des angsterfüllten Patienten handelt, der in seiner Isolation bleiben möchte, weil er Sozialkontakte seit seiner Kindheit als bedrohlich, schädigend und frustrierend erlebt hat.</p>
<p>Für Frieda Fromm-Reichmann ist klar, dass der Patient in einer gewaltigen Zwickmühle lebt, der sich auf der einen Seite nach Nähe und lebendiger Entfaltung sehnt, sich aber auf der anderen Seite beides fast mit tödlicher Angst fürchtet. Sie schreibt: „Der Arzt, der die Symptome des Patienten bekämpft, ist Gegenstand seiner freundlichen Gefühle, insofern er damit der Genesungstendenz des Patienten entgegenkommt. Gleichzeitig klammert sich der Patient aber an seine Symptome wegen ihrer Abwehrfunktion. Dadurch wird der Psychotherapeut dann wieder zum Objekt der Feindseligkeit, da seine ärztlichen Bemühungen darauf abzielen, den Patienten dieser seiner Schutzwehr zu berauben.“</p>
<p><strong>Kurzbiographie: Frieda Fromm-Reichmann</strong></p>
<p>Frieda Fromm-Reichmann wurde am 23. Oktober 1889 in Königsberg geboren. Sie studierte in ihrer Heimatstadt Medizin und schloss das Studium 1914 ab. Nach dem Krieg ging Frieda Reichmann nach Dresden, um im Sanatorium „Weißer Hirsch“ zu arbeiten. Der Direktor hieß Johannes Heinrich Schultz, der später durch sein autogenes Training weltberühmt werden sollte. 1930 eröffnete sie in Heidelberg ein privates Sanatorium, in dem sie neurotische und psychotische Patienten behandelte. Mit ihrem Ehemann Erich Fromm gründete sie den Südwestdeutschen Studienkreis für Psychoanalyse.</p>
<p>Die Nazis vertrieben Frieda Fromm-Reichmann aus Deutschland. 1935 emigrierte sie in die USA, die ihre zweite Heimat wurde. Als „Direktor of Psychotherapy“ in Chestnut Lodge, einem Sanatorium in Maryland, widmete sie sich der Therapie von Wahnkrankheiten, also der Schizophrenie und des manisch-depressiven Irreseins. Sie starb am 28. April 1957 im Alter von 68 Jahren in Chestnut Lodge.</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Themenübersicht &#8211; Sigmund Freud</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Psychologie Guide]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Nov 2014 11:43:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Neurose]]></category>
		<category><![CDATA[Ödipuskomplex]]></category>
		<category><![CDATA[Sigmund Freud]]></category>
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					<description><![CDATA[Hier haben wir mal die verschiedensten Artikel zum großen Psychoanalytker Sigmund Freud zusammengetragen. Sigmund Freud Sigmund Freud gilt als Begründer der Psychoanalyse und beeinflusste die moderne Psychologie wie kein anderer. Sigmund Freud wurde 1856 in Freiberg als Sohn eines jüdischen Wollhändlers geboren. Nach seiner Matura im Jahr 1873 studierte er in Wien Medizin wo er ein Stipendium bekam. Nach seinem Studium arbeitete er ab 1882 am Wiener allgemeinen Krankenhaus und […] Karl Marx und Sigmund Freud glauben an die Macht der Wahrheit Erich Fromm erläutert die grundlegenden Ansprüche, die den&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Hier haben wir mal die verschiedensten Artikel zum großen Psychoanalytker Sigmund Freud zusammengetragen.</p>
<h2><a title="Sigmund Freud" href="http://www.psychologie-guide.de/sigmund-freud.html">Sigmund Freud</a></h2>
<p>Sigmund Freud gilt als Begründer der Psychoanalyse und beeinflusste die moderne Psychologie wie kein anderer. Sigmund Freud wurde 1856 in Freiberg als Sohn eines jüdischen Wollhändlers geboren. Nach seiner Matura im Jahr 1873 studierte er in Wien Medizin wo er ein Stipendium bekam. Nach seinem Studium arbeitete er ab 1882 am Wiener allgemeinen Krankenhaus und […]</p>
<h2><a title="Permanent Link to Karl Marx und Sigmund Freud glauben an die Macht der Wahrheit" href="http://www.psychologie-guide.de/erich-fromm_karl-marx-sigmund-freud.html">Karl Marx und Sigmund Freud glauben an die Macht der Wahrheit</a></h2>
<p>Erich Fromm erläutert die grundlegenden Ansprüche, die den beiden Denkern Karl Marx und Sigmund Freund gemeinsam sind. Als erste gemeinsame Haltung nennt er ihre kritische Grundhaltung. Der Zweifel im Denken von Karl Marx und Sigmund Freud betrifft vor allem das, was der Mensch über sich und andere denkt. Karl Marx zum Beispiel hielt das meiste, […]</p>
<h2><a title="Permanent Link to Sigmund Freud hegt ein Unbehagen an der Kultur" href="http://www.psychologie-guide.de/sigmund-freud-hegt-ein-unbehagen-an-der-kultur.html">Sigmund Freud hegt ein Unbehagen an der Kultur</a></h2>
<p>Das Alterswerk von Sigmund Freud kann fast durchgehend als eine Art Kulturkritik aufgefasst werden. Deutlich zeigt sie sich beispielsweise in seinem Buch „Massenpsychologie und Ich-Analyse“ aus dem Jahre 1921. Sigmund Freud will darin begreiflich machen, wie der Mensch sein Wesen innerhalb einer Massenversammlung verwandelt. Zur Veranschaulichung wählt er die beiden organisierten Massen der Kirche und […]</p>
<h2><a title="Permanent Link to Karen Horneys Kritik am Ödipusdrama Sigmund Freuds" href="http://www.psychologie-guide.de/karen-horneys-kritik-am-odipusdrama-sigmund-freuds.html">Karen Horneys Kritik am Ödipusdrama Sigmund Freuds</a></h2>
<p>Karen Horney glaubt zwar, dass sexuelle Empfindungen zwischen Kind und Eltern vorkommen, aber nicht in dem Maße, wie Sigmund Freud sie beschreibt. Sofern das doch der Fall ist, handelt es sich um seelische Fehlentwicklungen.[…]</p>
<h2><a title="Permanent Link to Sigmund Freud unterscheidet drei Formen der Phobie" href="http://www.psychologie-guide.de/sigmund-freud_angst.html">Sigmund Freud unterscheidet drei Formen der Phobie</a></h2>
<p>Sigmund Freud, der Begründer der Psychoanalyse, unterscheidet zwei Formen der Angst: Die Realangst und die neurotische Angst. Die Realangst erscheint ihm dabei als etwas sehr Rationelles und Begreifliches. Sie ist eine Reaktion auf die Wahrnehmung einer äußeren Gefahr, das heißt einer erwarteten, vorhergesehenen Schädigung. […]</p>
<h2><a title="Permanent Link to Sigmund Freud erklärt das Wesen der Zwangsneurose" href="http://www.psychologie-guide.de/sigmund-freud-erklart-das-krankheitsbild-der-zwangsneurose.html">Sigmund Freud erklärt das Wesen der Zwangsneurose</a></h2>
<p>Die Zwangsneurose äußerst sich laut Sigmund Freud darin, dass die Kranken von Gedanken beschäftigt werden, für die sie sich eigentlich gar n oder zu Handlungen veranlasst werden, deren Ausführung ihnen zwar kein Vergnügen bereitet, deren Unterlassung ihnen aber ganz unmöglich ist. […]</p>
<h2><a title="Permanent Link to Sigmund Freud: &quot;Das Unbehagen in der Kultur&quot;" href="http://www.psychologie-guide.de/sigmund-freuds-unbehangen-an-der-kultur.html">Sigmund Freud: &#8222;Das Unbehagen in der Kultur&#8220;</a></h2>
<p>Sigmund Freud setzte vor 80 Jahren mit seiner Schrift “Das Unbehangen in der Kultur” seine jahrelangen Forschungen fort, das wechselseitige Zusammenspiel zwischen individueller und kultureller Neurose zu beweisen. &#8230;</p>
<h2><a title="Permanent Link to Sigmund Freuds Sexualtheorie" href="http://www.psychologie-guide.de/sigmund-freuds-sexualtheorie.html">Sigmund Freuds Sexualtheorie</a></h2>
<p>Im Jahre1905 veröffentlicht Sigmund Freud die „Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie“, mit denen er eine neue Tür zum Verständnis von sexuellen Perversionen öffnet und daneben eindringlich die These von der sexuellen Triebhaftigkeit des Kleinkindes vertritt. &#8230;</p>
<h2><a title="Permanent Link to Sigmund Freud analysiert das Unbewusste" href="http://www.psychologie-guide.de/sigmund-freud-analysiert-das-unbewusste.html">Sigmund Freud analysiert das Unbewusste</a></h2>
<p>Das Buch „Die Traumdeutung“, das Sigmund Freud schrieb, als er bereit Mitte vierzig war, wurde eines der einflussreichsten Werke in der Geschichte. „Die Traumdeutung“ ist eine medizinische und wissenschaftliche Annäherung an ein Thema, dass sich bisher einer Analyse entzogen hatte. &#8230;</p>
<h2><a title="Permanent Link to Philosophische Lustkonzepte von Platon bis Freud" href="http://www.psychologie-guide.de/philosophische-lustkonzepte-von-platon-bis-freud.html">Philosophische Lustkonzepte von Platon bis Freud</a></h2>
<p>Das Buch „Lust. Perspektiven von Platon bis Freud“ von Wolfgang Rother bietet eine kleine Einführung in die Lustlehren ausgewählter Denker. Die Lust zählt seit der Antike zu den Grundbegriffen der Philosophie. &#8230;</p>
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		<title>Die Neurosenlehre des Victor-Emil von Gebsattel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Psychologie Guide]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Feb 2014 02:00:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Neurose]]></category>
		<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
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					<description><![CDATA[Victor-Emil von Gebsattel akzeptierte zwar die tiefenpsychologischen Neurosentheorien eines Sigmund Freuds oder Alfred Adlers als grundlegende Einsichten über die psychischen Erkrankungen eines Menschen, bemängelte an ihnen aber die unangemessene Berücksichtigung von Themen wie Verantwortung, Freiheit, Schuld, Gewissen, Sinnfindung, Vernunft, Personalität und Existenz. Victor-Emil von Gebsattel schrieb: „Wenn man von Trieben, Ängsten, Komplexen, Minderwertigkeitsgefühlen, Hemmungen usw. spricht, so muss man das Geistige der menschlichen Persönlichkeit mitreflektieren, um nicht in den Niederungen der Animalität und des Reflexhaften steckenzubleiben.“ Wie schon Søren Aabye Kierkegaard feststellte, ist der Mensch als Existenz oder Person, ein Verhältnis, welches sich zu sich selbst verhält.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Victor-Emil von Gebsattel akzeptierte zwar die tiefenpsychologischen Neurosentheorien eines Sigmund Freuds oder Alfred Adlers als grundlegende Einsichten über die psychischen Erkrankungen eines Menschen, bemängelte an ihnen aber die unangemessene Berücksichtigung von Themen wie Verantwortung, Freiheit, Schuld, Gewissen, Sinnfindung, Vernunft, Personalität und Existenz. Victor-Emil von Gebsattel schrieb: „Wenn man von Trieben, Ängsten, Komplexen, Minderwertigkeitsgefühlen, Hemmungen usw. spricht, so muss man das Geistige der menschlichen Persönlichkeit mitreflektieren, um nicht in den Niederungen der Animalität und des Reflexhaften steckenzubleiben.“ Wie schon Søren Aabye Kierkegaard feststellte, ist der Mensch als Existenz oder Person, ein Verhältnis, welches sich zu sich selbst verhält. <span id="more-189"></span></p>
<p><strong>In der Neurose scheitert der Mensch an der Selbstverwirklichung</strong></p>
<p>Der Selbstbezug ist laut Victor-Emil von Gebsattel das Geistige am Menschen: er weiß um sich selbst und muss stets zu sich selber Stellung beziehen. Er schreibt: „Dies schließt unter anderem ein, dass er seinem Dasein einen Sinn geben muss durch Entscheidungen, durch Übernahme von Freiheit und Verantwortung und durch Orientierung an Norm- und Richtbildern des menschlichen Existierens.“ Eine Person muss verwirklicht werden. Die Werdenshemmung ist laut Victor-Emil von Gebsattel stets der psychopathologische Zentralbefund, um den sich alle anderen Befunde gruppieren.</p>
<p><strong>Die Aufgabe der Psychotherapie</strong></p>
<p>Eine Psychotherapie ist für Victor-Emil von Gebsattel ein Aufruf zum Werden und Handeln, eine Anleitung zur Individuation, eine Befreiung zum Selbstsein sowie zum Eigentlichwerden der Existenz im Dienste an der Kultur. Seiner Ansicht nach wird echte Personalität nur durch den Abbau der meist fragwürdigen und nivellierenden Werte des kollektiven Daseins erlangt.</p>
<p>Der Mensch muss lernen, den Verlockungen des „man“ zu widerstehen, damit er aus sich selbst heraus den eigenen Weg und die eigene Wahrheit entdecken kann. Laut Victor-Emil von Gebsattel kann ein Mensch der hauptsächlich im Kollektiv existiert, sich von ihm tragen und bestimmen lässt, nicht frei sein.</p>
<p><strong>Kurzbiographie: Victor-Emil von Gebsattel</strong></p>
<p>Victor-Emil von Gebsattel wurde am 4. Februar 1883 in München geboren. Er studierte bei Henri Bergson in Paris, bei Wilhelm Dilthey in Berlin und bei Theodor Lipps in München. Bei letzt genannten promovierte er mit einer Arbeit über die Gefühlstheorie. Als er die Psychoanalyse kennen lernte, war ihm klar, dass ihm eine medizinische Ausbildung fehlte. 1919 schloss er sein Medizinstudium mit einer Dissertation über Tuberkulose ab.</p>
<p>Vor allem seine Forschungen über Zwangsneurosen, Phobien, Depressionen und Perversionen begründeten seinen ausgezeichneten Ruf als Kliniker und Tiefenpsychologe. In seiner so genannten „biographischen Medizin“ ging das philosophische Denken und das wissenschaftliche Forschen eine beachtliche Synthese ein. Victor-Emil von Gebsattel starb am 22. März 1976 im Alter von vierundneunzig Jahren in Bamberg.</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>C. G. Jung stellt seine psychologische Typenlehre vor</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/die-psychologische-typenlehre-von-c-g-jung.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Psychologie Guide]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jan 2014 02:00:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Sigmund Freud]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Loslösung von Sigmund Freud gelingt C.G. Jung mit seinem Buch „Psychologische Typen“ aus dem Jahr 1921. In dem Werk beweist er eigene Originalität und geistige Selbstständigkeit. Laut C.G. Jung kann die seelische Energie des Menschen in die Außen- oder Innenwelt strömen. Fließt nach außen, nennt Jung das Extraversion, wendet sie sich nach innen, gibt er ihr den Namen Introversion. Im normalen Seelenleben wechseln sich beide Prozesse ab. Die Aufmerksamkeit des Menschen richtet sich sowohl auf seine Umwelt als auch auf das eigene Ich, das sich selbst wahrnehmen und beurteilen kann.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Loslösung von Sigmund Freud gelingt C. G. Jung mit seinem Buch „Psychologische Typen“ aus dem Jahr 1921. In dem Werk beweist er seine eigene Originalität und seine geistige Selbstständigkeit. Laut C. G. Jung kann die seelische Energie des Menschen in die Außen- oder Innenwelt strömen. Fließt sie nach außen, nennt C. G. Jung das Extraversion, wendet sie sich nach innen, gibt er ihr den Namen Introversion. Im normalen Seelenleben des Menschen wechseln sich beide Prozesse ab. Die Aufmerksamkeit des Menschen richtet sich sowohl auf seine Umwelt als auch auf das eigene Ich, das sich selbst wahrnehmen und beurteilen kann. <span id="more-146"></span></p>
<p><strong>C. G. Jung unterscheidet zwischen Extravertiertheit und Introvertiertheit</strong></p>
<p>C. G. Jung ist der Meinung, die Menschen danach einteilen zu können, je nach dem, welche psychische Grundbewegung bei ihnen vorherrscht. Bei Individuen, die sich stark nach außen gerichtet präsentieren, spricht er vom extravertierten Einstellungstypus. Bei Menschen, die überwiegend nach innen gekehrt sind, wendet er den Begriff des introvertierten Einstellungstyps an. C. G. Jung ist der Ansicht, dass diese beiden Grundhaltungen in den Genen ihre Grundlage haben.</p>
<p>Das Leben und Erleben von extravertierten und introvertierten Menschen unterscheidet sich von Natur aus sehr stark. C. G. Jung untermauert seine Theorie mit vielen Beispielen aus der europäischen Geistesgeschichte und beschreibt Philosophen wie Platon oder Aristoteles und Dichter wie Friedrich Schiller oder Johann Wolfgang von Goethe als Musterbeispiele der Introversion und der Extraversion.</p>
<p><strong>C. G. Jung benennt vier psychischen Grundfunktionen</strong></p>
<p>Zu den zwei grundlegenden Einstellungstypen fügt C. G. Jung noch vier psychische Grundfunktionen hinzu, die er als Denken, Fühlen, Empfinden und Intuieren bezeichnet. Zum Einstellungstyp kommt also ein Funktionstyp hinzu, wodurch unter anderem Seelenverfassungen wie folgende entstehen können: der extravertierte Denktyp, der introvertierte Empfindungstyp und so weiter.</p>
<p>Dadurch entwickelt sich ein reichhaltiges Schema, das viele Auslegungen offen lässt. Denn wenn sich ein Individuum mit einer der beiden Grundfunktionen im Leben zu orientieren versucht, verdrängt es die gegensätzliche Funktion ins Unbewusste, wo es sich kaum entfalten kann.</p>
<p><strong>Eine Typenlehre kann ein Idividuum niemals ganz erfassen</strong></p>
<p>C. G. Jung schwebt als Gesundheitskriterium ein Menschenbild vor, bei dem alle Einstellungen und Funktionen möglichst gut ausgebildet sind. Dadurch wäre der Mensch in der Lage, rational und irrational seine Mitmenschen und seine Umwelt zu verstehen. Dennoch war sich auch C. G. Jung darüber klar, dass eine noch so ausgefeilte Typenlehre den einzelnen Menschen in seiner Individualität niemals ganz erfassen kann.</p>
<p>Denn jeder Mensch hat seine Einseitigkeiten und Eigenheiten, über die er sich allerdings bewusst sein muss, um nicht gegenüber anderen Individualitäten ungerecht zu sein. In seinem Buch „Praxis der Psychoanalyse“ von 1958 schrieb C. G. Jung dazu folgendes: „Ich muss daher wohl oder übel, insofern ich überhaupt einen individuellen Menschen behandeln will, auf alles Besserwissen und auf alle Autorität und alles Einwirkenwollen verzichten.“</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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