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	<title>Wut &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Angst und Lust sind gleichstarke Emotionen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Oct 2023 01:00:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn man auf jemanden wütend ist, urteilt die Wut, dass einem diese Person Unrecht getan hat. Die Wut zeigt dann eine propositionale Einstellung, also eine bestimmte innere Haltung zu einem Sachverhalt. Vor allem aber können Emotionen Wünsche auslösen und zum Tun bewegen. In jedem Menschenleben wechseln sich Phasen der Angst und der Lust ab. Rebekka Reinhard weiß: „Wo sich Angst und Lust treffen, entsteht ein vibrierender Schwebezustand; ein kitzliges Gefühl voller schillernder Widersprüchlichkeit.“ Angstlust ist die Bassline, die überall im Hintergrund wabert. Sie ist der emotionale Soundtrack einer Zeit, die&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man auf jemanden wütend ist, urteilt die Wut, dass einem diese Person Unrecht getan hat. Die Wut zeigt dann eine propositionale Einstellung, also eine bestimmte innere Haltung zu einem Sachverhalt. Vor allem aber können Emotionen Wünsche auslösen und zum Tun bewegen. In jedem Menschenleben wechseln sich Phasen der Angst und der Lust ab. Rebekka Reinhard weiß: „Wo sich Angst und Lust treffen, entsteht ein vibrierender Schwebezustand; ein kitzliges Gefühl voller schillernder Widersprüchlichkeit.“ Angstlust ist die Bassline, die überall im Hintergrund wabert. Sie ist der emotionale Soundtrack einer Zeit, die versucht, sich aus sich selbst zu befreien. Als Hybrid aus zwei gleich starken Emotionen, die in entgegengesetzte Richtungen auseinanderstreben, ist die Angstlust wesentlich raffinierter als die primitive Wut und der platte Hass. Die Philosophin Rebekka Reinhard war, bis zur Einstellung der Zeitschrift, stellvertretende Chefredakteurin des Magazins „Hohe Luft“. <span id="more-4961"></span></p>
<p><strong>Angstlust spielt im Leben eine entscheidende Rolle</strong></p>
<p>Die Simplizität von Wut und Hass kann der Angstlust nicht im Mindesten das Wasser reichen. Rebekka Reinhard nennt Beispiele: „Angstlust fühlt nicht nur der koksende Chirurg, der Free-Climber auf der Suche nach dem Kick, die Borderlinerin, die mit der Rasierklinge ihre blutenden Unterarme bearbeitet.“ Angstlust ist auch ein gesellschaftliches Phänomen, das in einem Umfeld radikaler Unsicherheit und sich stetig verkürzender Aufmerksamkeitspannen entsteht; in einer scheinbar ewigen Gegenwart. </p>
<p>Nach dem Eintritt des „Realitätsschocks“ hilft die Angstlust bei der Sinnfindung. Denn sie stimmt auf den Thrill des freien Lebens ein, in dem es nicht für jedes Problem eine Lösung gibt. Wo ist die Eindeutigkeit, wo ist die Sicherheit? Weg. Schon ist man in Stimmung für das wohl spannendste Unterhaltungsformat aller Zeiten. Eins, von dem es endlos viele Staffeln gibt: das eigene Leben. Die Angstlust spielt darin eine entscheidende Rolle. Sie verhindert, dass man eine Entweder-Oder-Existenz führt. </p>
<p><strong>Angstlust animiert zum gewagten Neuausprobieren</strong></p>
<p>Die Angstlust motiviert einen Menschen loszulegen, bevor er bereit dazu ist, mit Mut zum Scheitern. Rebekka Reinhard ergänzt: „Sie sensibilisiert Sie für das Zweideutige, Mehrdeutige, Vielschichtige in der Welt – und in Ihnen selbst. Sie inspiriert Sie, nicht immer nur der Mensch zu sein, für den man sie halten soll, sondern gegen das bewährte Ich aufzubegehren.“ Angstlust verweigert sich dem langweiligen Nachäffen, animiert stattdessen zum gewagten Neuausprobieren. Zum Spielen. </p>
<p>Unter den internationalen Games-Märkten rangiert Deutschland aktuell auf Platz fünf. Wer spielt, übt Leben. Spiele eröffnen einen freien, unbelasteten Möglichkeitsraum innerhalb und neben der realen Welt. Rebekka Reinhard fügt hinzu: „Sie regen nicht nur die Vorstellungskraft an, sie trainieren auch die Sozialkompetenz und wecken unseren Siegeswillen. Kooperative wie kompetitive Spiele gehörten immer zu menschlichen Entwicklung, zu Gesellschaft und Kultur.“ Quelle: „Wach denken“ von Rebekka Reinhard</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Wut und Hass können als Programm dienen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Aug 2023 01:00:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Aggression]]></category>
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					<description><![CDATA[Seit einigen Jahren ist in den westlichen Gesellschaften, sowohl in der politischen Öffentlichkeit als auch im Internet, zu beobachten, wie Gruppen entstehen, die vor allem dadurch auffallen, dass sie tiefsitzende, chronische Gefühle der Unzufriedenheit, des Ärgers und der Wut mit sich herumtragen. Joachim Baur stellt fest: „Ihr Thema ist nicht etwa die konkrete Verbesserung der Verhältnisse. Ihr eigentliches Thema scheinen die in ihnen vorhandenen negativen Gefühle selbst zu sein.“ Affekte wie Wut und Aggression sind normalerweise Hilfsmittel und dienen dem Zweck, einem berechtigten Anliegen Gehör zu verschaffen. Für Menschen, die&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit einigen Jahren ist in den westlichen Gesellschaften, sowohl in der politischen Öffentlichkeit als auch im Internet, zu beobachten, wie Gruppen entstehen, die vor allem dadurch auffallen, dass sie tiefsitzende, chronische Gefühle der Unzufriedenheit, des Ärgers und der Wut mit sich herumtragen. Joachim Baur stellt fest: „Ihr Thema ist nicht etwa die konkrete Verbesserung der Verhältnisse. Ihr eigentliches Thema scheinen die in ihnen vorhandenen negativen Gefühle selbst zu sein.“ Affekte wie Wut und Aggression sind normalerweise Hilfsmittel und dienen dem Zweck, einem berechtigten Anliegen Gehör zu verschaffen. Für Menschen, die den genannten Gruppen angehören, sind Wut und Aggression aber nicht mehr Mittel zum Zweck, ihre Affekte sind das eigentliche Programm. Prof. Dr. Med. Joachim Bauer ist Neurowissenschaftler, Psychotherapeut und Arzt. <span id="more-4806"></span></p>
<p><strong>Affektgruppen sind immer gegen etwas</strong></p>
<p>Man könnte sie daher als „Affektgruppen“ oder als narzisstische Gruppen bezeichnen. Die emotional aufgeladene Kritik der Affektgruppen zielt nicht etwa darauf, konkrete Missstände zu beheben – was überaus sinnvoll wäre. Diese Gruppen sind nicht für, sondern gegen etwas. Ihre Wut und ihr Hass richten sich auf andere Gruppen innerhalb der Gesellschaft. Gegenstand ihrer Aggression sind einerseits Gruppen, denen sie sich unterlegen und von denen sie sich gedemütigt fühlen. Dazu gehören Gebildete, Kulturschaffende, Wohlhabende oder solche, die sie dafür halten. </p>
<p>Joachim Bauer weiß: „Andererseits hassen sie Gruppen, die sie als Konkurrenz um gemeinsame soziale Ressourcen erleben – Deutsche mit Vorfahren aus dem Ausland, Fremde, Migranten, Menschen mit anderer Hautfarbe.“ Zu ihrem Feindbild zählt außerdem alles, was ihnen fremd und verdächtig ist – darunter Juden, Muslime, Menschen mit anderer sexueller Orientierung und andere. Affektgruppen, also Gruppen, deren Programm sich im Ausdruck negativer, gegen andere Gruppen gerichteter Affekte erschöpft, kultivieren eine Opferhaltung. </p>
<p><strong>Affektgruppen sind eine gefährliche Erscheinung in einer Demokratie</strong></p>
<p>Wer sich als verfolgtes Opfer aufführt, kann sich als jemand fühlen, der besondere Ansprüche stellen darf. Er oder sie kann sich einbilden, nunmehr selbst das Recht zu haben, andere – die angeblich Schuldigen – verfolgen zu dürfen. Joachim Bauer warnt: „Wer die angebliche oder tatsächliche eigene Benachteiligung zum ständigen und alleinigen Thema macht, lähmt sich selbst und schneidet sich von Möglichkeiten ab, welche die Zukunft bieten könnte.“ Menschen, die sich Affektgruppen anschließen, wollen auf der Ebene einer gemeinsamen „kollektiven“ Identität die subjektiv gefühlten Erniedrigungen kompensieren, die man ihrer „persönlichen“ Identität zugefügt habe. </p>
<p>Ein ständig aggressiver Ton, zur Schau gestellte Kraftmeierei und der zum Programm erhobene Traum von nationaler Großartigkeit sollen die über viele Jahre gewachsenen, als quälend empfundenen persönlichen Minderwertigkeitsgefühle ausgleichen. Joachim Bauer warnt: „Affektgruppen leben vom Hass und sind im Hinblick auf die Bewältigung anstehender Krisen eine gefährliche Erscheinung in unseren demokratischen Gesellschaften. Sie schwächen und zerstören den Geist des gesellschaftlichen Zusammenhalts.“ Quelle: „Fühlen, was die Welt fühlt“ von Joachim Bauer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Der Querulant sinnt oft auf Rache</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Sep 2022 01:00:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Hass]]></category>
		<category><![CDATA[Rache]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit Ausnahme der Psychoanalyse, die zahlreiche Erkenntnisse zur Entstehung der Rache geliefert hat, haben fast alle psychologischen und sozialen Disziplinen das Racheproblem vernachlässigt. Bei der „Person des Rächers“ ist beispielsweise auf Persönlichkeitsbezüge und psychische Störungen zu achten, welche die Rache begünstigen oder die auf der anderen Seite hilfreich sein könnten, um sie zu überwinden. Reinhard Haller erklärt: „Mit stärkeren Rachebedürfnissen verbunden sind Persönlichkeitsvariablen wie erhöhte Kränkbarkeit, Verletzlichkeit, Sensibilität für Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit, erhöhtes Aggressionspotenzial, eingeschränkte Fähigkeit zur Impulssteuerung, hintergründige Ängste vor Liebesentzug und Selbstwertgefühl sowie Narzissmus in all seinen Facetten.“&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit Ausnahme der Psychoanalyse, die zahlreiche Erkenntnisse zur Entstehung der Rache geliefert hat, haben fast alle psychologischen und sozialen Disziplinen das Racheproblem vernachlässigt. Bei der „Person des Rächers“ ist beispielsweise auf Persönlichkeitsbezüge und psychische Störungen zu achten, welche die Rache begünstigen oder die auf der anderen Seite hilfreich sein könnten, um sie zu überwinden. Reinhard Haller erklärt: „Mit stärkeren Rachebedürfnissen verbunden sind Persönlichkeitsvariablen wie erhöhte Kränkbarkeit, Verletzlichkeit, Sensibilität für Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit, erhöhtes Aggressionspotenzial, eingeschränkte Fähigkeit zur Impulssteuerung, hintergründige Ängste vor Liebesentzug und Selbstwertgefühl sowie Narzissmus in all seinen Facetten.“ Besonders anfällig ist der Typus „Querulant“. Deren Persönlichkeiten sind geprägt durch eine Kombination aus radikalem „Gerechtigkeitsnarzissmus“, hohem Aggressionspotenzial und ausgeprägter Gemütsarmut. Der Psychiater und Psychotherapeut Reinhard Haller arbeitet vornehmlich als Therapeut, Sachverständiger und Vortragender. <span id="more-3893"></span></p>
<p><strong>Es gibt Menschen mit ausgeprägter Rachegier</strong></p>
<p>Beim rächenden Part kann es sich neben Einzelpersonen auch um Gruppen, um politische und ideologische Verbindungen, um Völker und Nationen handeln. Deren Rachebedürfnisse werden durch Angriffe auf ihre Überzeugungen und Wert, vor allem auf die Ehre, durch überhöhte Machtansprüche und durch soziale und ethische Konflikte sowie kriegerische Motive stimuliert. Wie bei allen Gruppenvorgängen lässt sich die Rachebereitschaft durch die Gesetze der Massenpsychologie extrem intensivieren und zur Überdimensionalität steigern. </p>
<p>Reinhard Haller weiß: „Wenn es demagogische Despoten verstehen, Kränkungs- und Demütigungsgefühle ihrer Anhänger anzustacheln, entzieht sich die Rache jeder Rationalität und wird ohne Rücksicht auf Verluste durchgeführt.“ Anhand der unterschiedlich tiefen Verankerung und Intensität des Rachedurstes könnte man eine eigene Persönlichkeitstypologie vornehmen. Am einen Ende der Skala stehen Menschen mit einem ängstlichen, hortenden, zwanghaft-aggressiven oder extrem narzisstischen Charakter und ausgeprägter Rachegier.</p>
<p><strong>Der kluge Rächer bewegt sich innerhalb der Gesetze</strong></p>
<p>Am anderen Ende der Skala sähe man sehr reife und gelassene Persönlichkeiten, die dem buddhistischen oder christlichen Ideal entsprechen und deshalb verzeihen können. Auf Seiten des „Racheopfers“ ist zunächst zu bedenken, dass es sich dabei zumeist um den ursprünglichen Täter handelt oder zumindest jenen Widerpart des sekundären Rächers, welchen dieser subjektiv für schuldig an seinem Racheverlangen hält. So betrachtet, handelt es sich beim Gegenspiel von Rächer und Racheopfer in gewisser Weise auch um eine Täter-Opfer-Umkehr. </p>
<p>Reinhard Haller betont: „Die von Ärger, Wut und Hass potenzierte Revanche fällt meist viel schwerwiegender aus als die ursprüngliche Schädigung. Wenn es einem der Gegenspieler nicht gelingt, aus der sich abzeichnenden Rachespirale auszusteigen, wird der Schaden auf beiden Seiten immer größer.“ Sinnvollerweise sollten die Racheopfer, sofern sie sich nicht vom eigenen schlechten Gewissen davon abhalten lassen, die jeweilige Staatsmacht zur Hilfe rufen. Dann würde die Gefahr des gegenseitigen Hochschaukelns unterbunden und dem Grundsatz, dass sich kluge Rächer immer innerhalb der Gesetze bewegen, Rechnung getragen. Quelle: „Rache“ von Reinhard Haller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Der Narzisst ist von Neid zerfressen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Jan 2021 06:43:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kränkung]]></category>
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					<description><![CDATA[Heinz Kohut ist ein aus Wien stammender amerikanischer Psychoanalytiker. Er vertritt die These, dass ein Narzisst nur dann befriedigt ist, wenn er den Kränkenden bis zur völligen Vernichtung entwerten kann. Der narzisstisch Gekränkte kann nicht ruhen, bis er den unscharf wahrgenommenen Beleidiger ausgelöscht hat. Denn dieser wagte es, ihm entgegenzutreten, nicht mit ihm übereinzustimmen oder ihn zu überstrahlen. Reinhard Haller weiß: „Hinter all dem steht als psychodynamische Triebkraft der Neid. Der Neid auf allen, denen es scheinbar besser geht oder die überlegen sind.“ Diese als höchst bedrohlich wahrgenommenen Konkurrenten können&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heinz Kohut ist ein aus Wien stammender amerikanischer Psychoanalytiker. Er vertritt die These, dass ein Narzisst nur dann befriedigt ist, wenn er den Kränkenden bis zur völligen Vernichtung entwerten kann. Der narzisstisch Gekränkte kann nicht ruhen, bis er den unscharf wahrgenommenen Beleidiger ausgelöscht hat. Denn dieser wagte es, ihm entgegenzutreten, nicht mit ihm übereinzustimmen oder ihn zu überstrahlen. Reinhard Haller weiß: „Hinter all dem steht als psychodynamische Triebkraft der Neid. Der Neid auf allen, denen es scheinbar besser geht oder die überlegen sind.“ Diese als höchst bedrohlich wahrgenommenen Konkurrenten können nur durch die totale Entwertung abgewehrt werden. Auf narzisstische Kränkungen reagieren manche mit narzisstischer Wut. Deren Heftigkeit ist für die Mitmenschen oft nicht nachvollziehbar. Der Psychiater und Psychotherapeut Reinhard Haller arbeitet vornehmlich als Therapeut, Sachverständiger und Vortragender. <span id="more-2474"></span></p>
<p><strong>Ein Narzisst vergisst Niederlagen niemals</strong></p>
<p>Narzissten erleben jegliche Art von Kritik als totale Ablehnung ihrer Person, als existenzbedrohende Niederlage oder als persönliches Desaster. Kritik wird, sei sie noch so wohlmeinend und konstruktiv, als Feindseligkeit ersten Ranges empfunden. Das Gefühl einer einmal erlebten Niederlage ist so heftig, dass es niemals vergessen werden kann. Der Narzisst erinnert sich vielleicht gar nicht an solche Situationen, aber innerlich durchlebt er sie immer und immer wieder.</p>
<p>Für die Mitmenschen scheint es unerklärlich, weshalb ein Narzisst wegen Kleinigkeiten mit Wutausbrüchen und Hasstiraden reagiert. Denn sie können den Bezug zu seinen tief verwurzelten, aktuell wieder aufgebrochenen Kränkungsängsten gar nicht herstellen. Heinz Kohut, der den Begriff der narzisstischen Wut geprägt hat, erklärt deren Unterschied zu anderen Formen der Aggressivität mit dem einzigartigen Rachedurst. Das Bedürfnis, ein Unrecht zu korrigieren, eine Beleidigung auszumerzen, mit welchen Mitteln auch immer, ist wie ein tief verwurzelter unerbittlicher Zwang bei der Verfolgung all dieser Ziele.</p>
<p><strong>Narzissten sind die Meister der Kränkung</strong></p>
<p>Allen, die eine narzisstische Kränkung erlitten haben, lässt dieser Rachedurst keine Ruhe mehr. Der Narzissmus nimmt für Reinhard Haller in der Kränkungsproblematik eine absolute Sonderstellung ein: „Keine andere psychische Störung ist derart eng mit Kränken und Gekränktsein, mit Selbsterhöhung und Entwertung anderer verbunden wie der Narzissmus.“ Narzissten sind auf der einen Seite extrem empfindlich und bis zu einer lebenslangen Unverzeihlichkeit reichenden Weise kränkbar.</p>
<p>Narzissten sind dünnhäutig, nachtragend und in einer nahezu schutzlosen Weise verletzlich. Auf der anderen Seite sind Narzissten die „Kränker“ schlechthin, weil sie sich überhaupt nicht in andere Menschen einfühlen können. Deshalb schöpfen sie ihren Selbstwert aus der Erniedrigung und Entwertung anderer. Ein ganz auf sich und sein Wohl zentrierter Narzisst ist gar nicht in der Lage, die Kränkungsgrenze des anderen zu erkennen und dessen Kränkbarkeit zu respektieren. Narzissten sind die Meister der Kränkung, aktiv und passiv. Quelle: „Die Macht der Kränkung“ von Reinhard Haller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Wut kann viel Leid erzeugen</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/wut-kann-viel-leid-erzeugen.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Oct 2020 07:29:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erröten]]></category>
		<category><![CDATA[Wut]]></category>
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					<description><![CDATA[Aristoteles, der sich durchaus bewusst war, welche Bedeutung Zorn im menschlichen Leben spielt. Er schrieb in seinem Werk „Politik“: „Jeder kann wütend werden, das ist einfach. Aber wütend auf den Richtigen zu sein, im richtigen Maß, zur richtigen Zeit, zum richtigen Zweck und auf die richtige Art, das ist schwer.“ Aus evolutionärer Sicht soll die Wut einem Menschen zwar nützen, aber häufig schadet sie ihm auch. Nicht nur wegen des psychischen Leidens, das Wut auslösen kann. Daneben auch wegen möglicher Auswirkungen auf die Beziehungen zu jenen Menschen, auf die der&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Aristoteles, der sich durchaus bewusst war, welche Bedeutung Zorn im menschlichen Leben spielt. Er schrieb in seinem Werk „Politik“: „Jeder kann wütend werden, das ist einfach. Aber wütend auf den Richtigen zu sein, im richtigen Maß, zur richtigen Zeit, zum richtigen Zweck und auf die richtige Art, das ist schwer.“ Aus evolutionärer Sicht soll die Wut einem Menschen zwar nützen, aber häufig schadet sie ihm auch. Nicht nur wegen des psychischen Leidens, das Wut auslösen kann. Daneben auch wegen möglicher Auswirkungen auf die Beziehungen zu jenen Menschen, auf die der Unmut zielt. Eyal Winter ergänzt: „Häufig können wir unsere Wut nicht zügeln, wenn sie uns nicht nur nicht nützt, sondern sogar schadet.“ Eyal Winter ist Professor für Ökonomie und Leiter des Zentrums für Rationalität an der Hebräischen Universität von Jerusalem. <span id="more-2401"></span></p>
<p><strong>Das Erröten entsteht durch ein Gefühl der Verlegenheit</strong></p>
<p>Auch andere emotionale Reaktionen mit evolutionären Vorteilen können soziale Barrieren aufbauen oder einem Menschen ein Bein stellen. Zum Beispiel, wenn er richtige Entscheidungen treffen muss. In manchen Fällen kann der evolutionäre Vorteil bestimmter Emotionen in der heutigen Zeit durch Nachteile überlagert werden. Das Erröten ist dabei ein interessantes Beispiel. Es entsteht durch ein Gefühl der Verlegenheit, das eindeutig eine soziale Emotion ist. Wenn sich jemand schämt oder geniert, möchte er auf gar keinen Fall Aufmerksamkeit erregen.</p>
<p>Wenn der Errötete könnte, würde er in solchen Augenblicken am liebsten unsichtbar werden. Aber genau dann stellt ihn die Natur gleichsam ins Rampenlicht, indem sie seinen Kopf rot anlaufen lässt. Charles Darwin, der Begründer der Evolutionstheorie, widmete dem Erröten ein ganzes Kapitel in seinem Buch „Der Ausdruck der Gefühle bei Mensch und Tier“. Er bezeichnete das Erröten als eines der unverwechselbaren Merkmale des Menschen. Das Erröten ist zudem ein verlässliches Signal, dass der Errötende seinem Umfeld übermittelt. Damit bestätigt er, dass etwas Unzumutbares geschehen ist oder dass von gesellschaftlichen Normen abgewichen wurde.</p>
<p><strong>Ohne Reue begeht man immer wieder die gleichen Fehler</strong></p>
<p>Dieses Signal des Errötens ist genau deswegen verlässlich, weil es sich der menschlichen Kontrolle entzieht und es niemand bewusst vortäuschen kann. In der Vergangenheit diente es den Interessen des Errötenden, indem es soziale Sanktionen überflüssig machte. Jüngste empirische Studien zeigen, dass Personen, die gegen gesellschaftliche Normen verstoßen und deswegen erröten, von anderen weniger negativ gesehen werden als Personen, die nicht erröten. Die Schamesröte tritt allerdings auch in anderen Situationen auf, etwa wenn jemand überschwänglich gelobt wird.</p>
<p>In solchen Fällen ist das Erröten gesellschaftlich gesehen weniger vorteilhaft als Nichterröten. Reue ist ebenfalls eine Gefühlsreaktion, die ganz klare evolutionäre Vorteile birgt, sich aber auch negativ auswirken kann, indem sie zu suboptimalen Entscheidungen verleitet. Eyal Winter erklärt: „Wer nie etwas bedauert, ist dazu verdammt, immer wieder die gleichen Fehler zu begehen.“ Irrationales Bedauern tritt am häufigsten in alltäglichen Situationen auf und es verleitet einen dazu, unausgewogene Entscheidungen zu treffen, bevor man alle Fakten gesammelt und das eigene Handeln rational überdacht hat. Quelle: „Kluge Gefühle“ von Eyal Winter</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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