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	<title>Walter Mischel &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Motivation schützt vor Erschöpfung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jun 2016 05:50:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Walter Mischel]]></category>
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					<description><![CDATA[Sich erschöpft zu fühlen und durch anstrengende Arbeit „erledigt zu sein“ ist real und alles andere als selten. Aber es ist auch bekannt, dass Menschen, wenn sie motiviert genug sind, einfach unbeirrt weitermachen können. Walter Mischel nennt ein Beispiel: „Wenn wir verliebt sind, können wir eine Zeit – egal ob einen Tag, eine Woche oder einen Monat – durchhalten, die uns schlaucht und Kraft kostet, bis wir dann endlich den geliebten Menschen treffen.“ Manche Menschen schalten, wenn sie erschöpft sind, nicht den Fernseher ein, sondern joggen stattdessen zum Fitnessstudio. Gemäß&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sich erschöpft zu fühlen und durch anstrengende Arbeit „erledigt zu sein“ ist real und alles andere als selten. Aber es ist auch bekannt, dass Menschen, wenn sie motiviert genug sind, einfach unbeirrt weitermachen können. Walter Mischel nennt ein Beispiel: „Wenn wir verliebt sind, können wir eine Zeit – egal ob einen Tag, eine Woche oder einen Monat – durchhalten, die uns schlaucht und Kraft kostet, bis wir dann endlich den geliebten Menschen treffen.“ Manche Menschen schalten, wenn sie erschöpft sind, nicht den Fernseher ein, sondern joggen stattdessen zum Fitnessstudio. Gemäß der motivationalen Deutung der Bereitschaft, sich anzustrengen, hängt es von Einstellungen, Selbststandards und Zielen ab, wann einen Mensch seine Anstrengungen anspornen, statt ihn zu ermüden, und wann er sich besser entspannen, ein Nickerchen machen oder sich selbst belohnen sollte. Walter Mischel zählt zu den bedeutendsten und einflussreichsten Psychologen der Gegenwart. <span id="more-1406"></span></p>
<p><strong>Der Aufschub von Belohnungen kann unklug sein</strong></p>
<p>Wenn Menschen glauben, anspruchsvolle Aufgaben würden sie beleben und nicht auslaugen, schneiden sie bei einer späteren Aufgabe besser ab. Man braucht keine Experimente oder Philosophen, um zu wissen, dass ein Übermaß an Willensstärke genauso kontraproduktiv sein kann wie ihr Mangel. Die Belohnungen immer aufzuschieben und dafür unentwegt zu arbeiten, kann eine unkluge Entscheidung sein. Im Extremfall führt der Aufschub von Belohnungen zu einem trübseligen, sterilen Leben mit permanent aufgeschobenen Freuden und verpassten Zerstreuungen.</p>
<p>Dazu kommen nie erlebte Emotionen und vielleicht sogar das Gefühl, sein Leben nicht gelebt zu haben. Seine Erkenntnisse über die Fähigkeit zur Selbstkontrolle führten Walter Mischel zu mehreren wichtigen Schlussfolgerungen. Erstens können einige Menschen – das ist wenig überraschend – Verlockungen besser widerstehen und unangenehme Emotionen besser regulieren als andere. Zweitens treten diese Unterschiede erstaunlicherweise bereits in den Vorschuljahren zutage. Sie sind bei den meisten, wenn auch nicht bei allen Menschen über lange Zeit stabil.</p>
<p><strong>Selbstkontrolle kann vor Verwundbarkeiten schützen</strong></p>
<p>Außerdem geben die Unterschiede Aufschluss über äußerst wichtige psychologische und biologische Folgen in späteren Lebensjahren. Walter Mischel ergänzt: „Die herkömmliche Auffassung, der zufolge Willenskraft ein angeborenes Persönlichkeitsmerkmal sei, das man entweder in hohem Maße oder gar nicht besitze, ist falsch. Vielmehr können wir kognitive und emotionale Kompetenzen der Selbstkontrolle lernen, verbessern und gezielt nutzen, sodass sie, wenn nötig, automatisch aktiviert werden können.“</p>
<p>Andererseits können Menschen ihre Fähigkeiten zur Selbstkontrolle auch brachliegen lassen, und selbst wenn sie reichlich davon besitzen, fehlen ihnen vielleicht die Ziele, die Werte und die nötige Unterstützung des sozialen Umfelds, um sie konstruktiv zu nutzen. Menschen müssen also nicht Opfer ihrer sozialen und biologischen Vorgeschichten werden. Die Fähigkeit zur Selbstkontrolle kann sie vor ihren Verwundbarkeiten schützen. Vielleicht beseitigt sie diese Schwachstellen nicht vollständig, aber sie kann einem Menschen helfen, besser damit zurechtzukommen. Quelle: „Der Marshmallow-Test“ von Walter Mischel</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Belohnungen aufzuschieben schützt vor Verletzlichkeiten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 May 2016 08:01:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Walter Mischel]]></category>
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					<description><![CDATA[Die kognitiven und emotionalen Kompetenzen, dank deren Vorschulkinder auf größere Belohnungen warten können, ebnen ihnen den Weg zur Entwicklung psychischer Ressourcen, Einstellungen und sozialer Beziehungen, die ihre Chancen verbessern können, ein erfolgreiches Leben zu führen. Außerdem schützt die Fähigkeit, Belohnungen aufzuschieben, das eigene Selbst. Walter Mischel erklärt: „Denn sie hilft uns dabei, unsere persönlichen Verletzlichkeiten – Vulnerabilitäten – effektiver abzuschirmen und zu regulieren, unsere heißen, impulsiven Reaktionen abkühlen zu lassen und auch die Konsequenzen unseres Handelns zu bedenken.“ Zunächst einmal würdigt Walter Mischel das heiße System. Die Menschen sollten auf&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die kognitiven und emotionalen Kompetenzen, dank deren Vorschulkinder auf größere Belohnungen warten können, ebnen ihnen den Weg zur Entwicklung psychischer Ressourcen, Einstellungen und sozialer Beziehungen, die ihre Chancen verbessern können, ein erfolgreiches Leben zu führen. Außerdem schützt die Fähigkeit, Belohnungen aufzuschieben, das eigene Selbst. Walter Mischel erklärt: „Denn sie hilft uns dabei, unsere persönlichen Verletzlichkeiten – Vulnerabilitäten – effektiver abzuschirmen und zu regulieren, unsere heißen, impulsiven Reaktionen abkühlen zu lassen und auch die Konsequenzen unseres Handelns zu bedenken.“ Zunächst einmal würdigt Walter Mischel das heiße System. Die Menschen sollten auf das hören, was es ihnen sagt, und von ihm lernen. Es schenkt ihnen die Emotionen und die Freude, ohne die das Leben nicht lebenswert ist, und es erlaubt reflexartige Urteile, die sich manchmal bewähren. Walter Mischel gehört zu den wichtigsten und einflussreichsten Psychologen der Gegenwart. <span id="more-1382"></span></p>
<p><strong>Das heiße System entscheidet oftmals völlig falsch</strong></p>
<p>Walter Mischel gibt allerdings auch zu bedenken: „Aber das heiße System hat auch seine Nachteile. Es trifft mühelos schnelle Entscheidungen, die sich intuitiv richtig anfühlen, aber oftmals völlig falsch sind.“ Es kann zwar einem Menschen das Leben retten, indem es ihn dazu bringt, rechtzeitig auf die Bremse zu treten, um einen Zusammenstoß zu vermeiden, oder in Deckung zu gehen, sobald er in der Nähe einen Schuss hört. Aber es kann ihm auch Ärger einbringen. So kann es beispielsweise Liebespaare durch Eifersucht und Misstrauen auseinandertreiben.</p>
<p>Die Exzesse des heißen Systems, die Versuchungen, mit denen es Menschen ködert und denen sie nicht widerstehen können, die überstürzten Schlussfolgerungen und Entscheidungen, zu denen es drängt, können die Gesundheit, das Wohlbefinden und das Vermögen gefährden oder sogar ruinieren. Die natürliche Selektion hat das heiße System geformt, damit die Menschen in einer vom Kampf ums Dasein geprägten Welt überleben und ihre DNA verbreiten. Aber im Lauf der Evolution hat sie, wenngleich viel später, auch das kühle System hervorgebracht.</p>
<p><strong>Selbstkontrolle ermöglicht ein aktiv gestaltetes Leben</strong></p>
<p>Dem kühlen System verdanken die Menschen die Fähigkeit, intelligent, fantasievoll, einfühlsam, weitsichtig und manchmal sogar weise zu handeln. Walter Mischel erläutert: „Es erlaubt uns, die Bedeutung von Ereignissen, Situationen, Menschen und überhaupt unser Leben neu zu bewerten und neu zu deuten.“ Die Fähigkeit auf konstruktive Weise anders zu denken, kann die Auswirkungen von Reizen und Lebensereignissen auf das Fühlen, Denken und Handeln verändern. So können Menschen zu selbstbestimmt und zielgerichtet handelnden Personen werden, die in der Lage sind, Verantwortung zu übernehmen.</p>
<p>Diese Menschen sind zudem in der Lage Selbstkontrolle auszuüben und ihr Leben aktiv zu gestalten. Die mentalen Mechanismen, die Selbstkontrolle angesichts von Verlockungen ermöglichen, spielen auch eine entscheidende Rolle bei den Bemühungen, unangenehme Gefühle wie Trennungsschmerz und Zurückweisung durch andere zu regulieren und abzukühlen. Diese Mechanismen werden durch das psychische Immunsystem unterstützt, das überaus geschickt darauf hinarbeitet, unsere Selbstachtung aufrechtzuerhalten und Stress abzubauen. Quelle: „Der Marshmallow-Test“ von Walter Mischel</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Überempfindlichkeit führt zu zerstörerischen Effekten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 May 2016 07:54:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Aggression]]></category>
		<category><![CDATA[Walter Mischel]]></category>
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					<description><![CDATA[Menschen mit einer Überempfindlichkeit gegen potentielle Kränkung und Zurückweisung (RS) haben große Angst vor Ablehnung in engen Beziehungen. Sie rechnen damit, verlassen zu werden, und sie provozieren oftmals durch ihr eigenes Verhalten die Zurückweisung, vor der sie sich fürchten. Walter Mischel erklärt: „Die zerstörerischen Effekte dieser großen Empfindlichkeit können wie eine sich selbst erfüllende Prophezeiung wirken, wenn sie unkontrolliert bleiben.“ Die Gedanken hochempfindlicher Menschen drehen sich oft zwanghaft um die Frage, ob sie wirklich gemocht oder geliebt werden, und ihre Grübeleien lösen in dem Maße, wie sich ihre Verlassensängste verstärken,&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Menschen mit einer Überempfindlichkeit gegen potentielle Kränkung und Zurückweisung (RS) haben große Angst vor Ablehnung in engen Beziehungen. Sie rechnen damit, verlassen zu werden, und sie provozieren oftmals durch ihr eigenes Verhalten die Zurückweisung, vor der sie sich fürchten. Walter Mischel erklärt: „Die zerstörerischen Effekte dieser großen Empfindlichkeit können wie eine sich selbst erfüllende Prophezeiung wirken, wenn sie unkontrolliert bleiben.“ Die Gedanken hochempfindlicher Menschen drehen sich oft zwanghaft um die Frage, ob sie wirklich gemocht oder geliebt werden, und ihre Grübeleien lösen in dem Maße, wie sich ihre Verlassensängste verstärken, eine weitere Kaskade heißer Wut- und Grollgefühle aus. Auf ihren eigenen Stress und die verärgerten und unangemessenen Reaktionen ihrer Partner reagieren sie ihrerseits mit noch größerem Kontrollzwang – ganz offen oder mit passiver Aggression. Walter Mischel gehört zu den wichtigsten und einflussreichsten Psychologen der Gegenwart. <span id="more-1381"></span></p>
<p><strong>Wutausbrüche machen krank</strong></p>
<p>Sie geben dem Partner die Schuld an ihrem Verhalten, und sie sehen sich durch die Zurückweisungen, die sie sich zunächst ausmalen und dann durch ihre Wutanfälle mit provozieren, in ihren Ängsten vor dem Verlassenwerden bestätigt. Langfristig erleben stark zurückweisungsempfindliche Menschen mehr Ablehnungen, was im Lauf der Zeit ihr Selbstwertgefühl und ihre Selbstachtung schwächt und so das Risiko einer Depression erhöht. Eine hohe Empfindlichkeit gegenüber Zurückweisungen kann auch zu körperlichen Folgeschäden führen.</p>
<p>Jedes Mal, wenn jemand einen Wutausbruch hat, steigt sein Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Asthma, rheumatische Arthritis, verschiedene Krebsarten oder Depression. Das Immunsystem produziert zum Beispiel bei Stress Substanzen, die Entzündungen begünstigen. Menschen mit hoher RS entwickeln auch eher Symptome der Borderline-Persönlichkeitsstörung. Walter Mischel erläutert: „Borderliner neigen dazu, kleine Unstimmigkeiten aufzubauschen und sie als persönliche Angriffe zu erleben, auf die sie mit destruktiven Verhaltensweisen reagieren.“</p>
<p><strong>&#8222;Wenn-dann-Pläne&#8220; besänftigen die Feindseligkeit</strong></p>
<p>Wenn Menschen mit hoher RS Gefühle der Wut und Feindseligkeit erleben, wie es häufig geschieht, hilft es ihnen, wenn sie es schaffen, sich selbst abzukühlen und zu bremsen, indem sie tief einatmen, ihre Gedanken umlenken und an ihre langfristigen Ziele denken. Sie können diese Strategien spontan, statt unter großer Anstrengung des Willens umsetzen, wenn sie „Wenn-dann-Pläne“ aufstellen und einüben, die ihre heißen äußeren oder inneren Auslösereize mit ihren Strategien der Selbstkontrolle verknüpfen.</p>
<p>Wenn die Bemühungen um Selbstkontrolle scheitern, haben Menschen einen heimlichen Verbündeten. Er hilft einem mit der Zeit dabei, sich besser zu fühlen, oder zumindest nicht allzu schlecht, ganz gleich wie sehr man etwas vergeigt oder wie unsanft einen das Leben behandelt. Die Evolution hat den Menschen mit automatischen Schutzmechanismen versehen, die helfen, wenn die Bewältigungsstrategien nicht funktionieren oder wenn unvernünftiges Verhalten und emotionale Labilität einen in Schwierigkeiten bringen. Quelle: „Der Marshmallow-Test“ von Walter Mischel</p>
<p>Von Hans Klumbies</p>
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		<title>Das subjektive Erleben verändert das Selbst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Apr 2016 08:05:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Walter Mischel]]></category>
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					<description><![CDATA[Viele Menschen manchen sich schnell Sorgen über Ereignisse, die unmittelbar bevorstehen und sie ängstigen, aber sie stellen sich die Zukunft nur selten in anschaulicher, emotionaler Weise vor. Walter Mischel fügt hinzu: „Die rosarote Brille und das psychische Immunsystem, die unser Wohlgefühl aufrechterhalten, schützen die meisten davor, länger bei solchen Ängsten zu verweilen.“ Sie erlauben es, bedrohlichen Risiken in der Zukunft wie Krankheiten, Verarmung und Einsamkeit im Alter weitgehend auszublenden. Wenn diese Ängste übermächtig werden, lenken sich die meisten Menschen schnell von ihnen ab. So vermeidet man Angst. Folglich gehen Menschen&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Menschen manchen sich schnell Sorgen über Ereignisse, die unmittelbar bevorstehen und sie ängstigen, aber sie stellen sich die Zukunft nur selten in anschaulicher, emotionaler Weise vor. Walter Mischel fügt hinzu: „Die rosarote Brille und das psychische Immunsystem, die unser Wohlgefühl aufrechterhalten, schützen die meisten davor, länger bei solchen Ängsten zu verweilen.“ Sie erlauben es, bedrohlichen Risiken in der Zukunft wie Krankheiten, Verarmung und Einsamkeit im Alter weitgehend auszublenden. Wenn diese Ängste übermächtig werden, lenken sich die meisten Menschen schnell von ihnen ab. So vermeidet man Angst. Folglich gehen Menschen weiterhin alle möglichen Risiken ein, wobei sie die langfristigen Folgen ignorieren, die weit in der Zukunft liegen, die obendrein ungewiss sind und damit leicht abgetan werden können. Walter Mischel gehört zu den wichtigsten und einflussreichsten Psychologen der Gegenwart. <span id="more-1363"></span></p>
<p><strong>Mancher Mensch fühlt sich mit seinem zukünftigen Selbst eng verbunden</strong></p>
<p>Der menschliche Körper macht tiefgreifende Veränderungen durch, wenn er altert. Walter Mischel stellt sich die Frage, ob sich dabei auch das subjektive Erleben des eigenen Selbst verändert. Wer sich mit seinem zukünftigen Selbst eng verbunden fühlt, wird die Auswirkungen seiner gegenwärtigen Handlungen auf sein späteres Wohlbefinden stärker berücksichtigen als Personen, die ihren Selbst in der Zukunft distanziert gegenüber stehen. Die Psychologen Yaacow Trope und Nira Liberman haben die Hypothese aufgestellt, dass Menschen eine einzige Dimension durchqueren, wenn sie sich die Zukunft vorstellen oder über die Vergangenheit nachdenken, nämlich die psychologische Distanz.</p>
<p>Diese Distanz kann sich auf die Zeit, den Raum, die Bekanntheit und die Gewissheit beziehen. Je größer die psychologische Distanz ist, umso komplexer und abstrakter wird die Verarbeitung von Informationen. Walter Mischel ergänzt: „Wenn sich die Ebene der Informationsverarbeitung vom abstrakten Denken über die Zukunft zum konkreten und anschaulichen Denken der Gegenwart verschiebt, verändert dies zugleich, was wir fühlen, wie wir planen und wie wir Entscheidungen treffen.“</p>
<p><strong>Es lohnt sich die Zukunft zu simulieren</strong></p>
<p>Dies hilft zu verstehen, weshalb Menschen ihre Entscheidungen über zukünftige Ereignisse und Engagements oftmals bereuen: Denn wenn die Zukunft zur Gegenwart wird, stehen sie plötzlich vor einer Reise, die sie nicht unternehmen, einer Veranstaltung, zu der sie nicht gehen, einem Aufsatz, den sich nicht schreiben, oder einem Familienbesuch, den sie nicht mache wollen. Die erfreuliche Nachricht lautet, dass alles gut sein wird, wenn man einfach wartet und ein bisschen nachdenkt, nachdem ein Ereignis vorüber ist.</p>
<p>Walter Mischel rät: „Wenn Sie wissen wollen, wie sich etwas in der Zukunft für sie anfühlen wird, sollten Sie versuchen, sich vorzustellen, Sie würden es in der Gegenwart tun. Simulieren Sie die Ereignisse so anschaulich und detailliert wie möglich, indem Sie vorwegnehmend durchleben.“ C. G. Jung soll gesagt haben, dass Menschen am liebsten gerade das erforschen, was sie selbst nicht gut können. Dies trifft ziemlich genau auf Walter Mischel selbst zu. Er ist zwar kein Muster der Selbstkontrolle – ganz im Gegenteil – aber im Kampf gegen seine Zigarettensucht hatte er Erfolg. Quelle: „Der Marshmallow-Test“ von Walter Mischel</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die positiven Folgen des Optimismus sind überwältigend</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/die-positiven-folgen-des-optimismus-sind-ueberwaeltigend.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Apr 2016 07:26:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Walter Mischel]]></category>
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					<description><![CDATA[Optimismus ist die Neigung, mit dem bestmöglichen Ergebnis zu rechnen. Psychologen definieren ihn als das Ausmaß, in dem Menschen positive Erwartungen bezüglich ihrer persönlichen Zukunft hegen. Walter Mischel ergänzt: „Diese Erwartungen beziehen sich auf das, was ihrer Auffassung nach tatsächlich geschehen wird – sie gehen über bloße Hoffnungen hinaus und gleichen eher festen Glaubensgewissheiten –, und sie sind eng mit der Überzeugung verknüpft, es schaffen und Herausforderungen meistern zu können.“ Die positiven Folgen einer optimistischen Grundeinstellung sind überwältigend, und man würde sie kaum für möglich halten, wenn sie nicht durch&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Optimismus ist die Neigung, mit dem bestmöglichen Ergebnis zu rechnen. Psychologen definieren ihn als das Ausmaß, in dem Menschen positive Erwartungen bezüglich ihrer persönlichen Zukunft hegen. Walter Mischel ergänzt: „Diese Erwartungen beziehen sich auf das, was ihrer Auffassung nach tatsächlich geschehen wird – sie gehen über bloße Hoffnungen hinaus und gleichen eher festen Glaubensgewissheiten –, und sie sind eng mit der Überzeugung verknüpft, es schaffen und Herausforderungen meistern zu können.“ Die positiven Folgen einer optimistischen Grundeinstellung sind überwältigend, und man würde sie kaum für möglich halten, wenn sie nicht durch die Forschung so gut belegt wären. So haben zum Beispiel Shelley Taylor und ihre Kollegen gezeigt, dass Optimisten erfolgreicher Stress bewältigen können und besser vor dessen negativen Folgen geschützt sind. Walter Mischel gehört zu den wichtigsten und einflussreichsten Psychologen der Gegenwart. <span id="more-1350"></span></p>
<p><strong>Extreme Pessimisten fühlen sich hilflos</strong></p>
<p>Optimisten unternehmen mehr, um ihre Gesundheit und ihr zukünftiges Wohlergehen zu schützen, sie bleiben meistens gesünder, und verglichen mit denen, die wenig optimistisch in die Zukunft blicken, ist ihr Risiko für Depressionen geringer. Der Psychologe Charles Carver und seine Mitarbeiter haben gezeigt, dass sich Optimisten schneller von einer Bypassoperation erholen als Pessimisten. Die Liste der positiven Effekte ist schier endlos. Für Walter Mischel ist Optimismus ein Segen, solange er einigermaßen realistisch bleibt.</p>
<p>Pessimismus dagegen ist die Neigung, sich auf das Negative zu konzentrieren, das Schlimmste zu erwarten oder Tatsachen besonders schwarzseherisch zu betrachten. Extreme Pessimisten fühlen sich hilflos, niedergeschlagen, deprimiert und unfähig, ihr Leben in den Griff zu bekommen. Walter Mischel fügt hinzu: „Sie führen die Missgeschicke, die ihnen widerfahren, auf ihre stabilen negativen Persönlichkeitsmerkmale zurück, anstatt offen zu sein für stärker situationsbezogene und weniger selbstverurteilende Erklärungen.“</p>
<p><strong>Optimisten gehen konstruktiv mit Niederlagen um</strong></p>
<p>Pessimisten glauben, dass sich ihre Situation nie verbessern wird und sie verallgemeinern sehr weitgehend über jedes einzelne Ereignis hinaus, um zu düsteren Schlussfolgerungen über unterschiedliche Aspekte ihres Lebens zu gelangen – und für alles geben sie sich die Schuld. Der amerikanische Psychologe Martin Seligman stellt die Hypothese auf, Optimisten und Pessimisten würden ihre Erfolge und Misserfolge unterschiedlich wahrnehmen und erklären. Wenn Optimisten scheitern, glauben sie, sie könnten das nächste Mal erfolgreich sein.</p>
<p>Eine Ablehnung zu erfahren, eine erfolglose Stellenbewerbung, eine Fehlinvestition oder ein schlechtes Prüfungsergebnis, spornt Optimisten dazu an, herauszufinden, wie sie ihre Chancen auf einen Erfolg beim nächsten Anlauf verbessern können. Walter Mischel erklärt: „Sie entwickeln dann alternative Pläne und finden andere Wege, um ihre wichtigen Ziele zu erreichen, oder sie suchen Rat, bis sie es schaffen, eine bessere Strategie auszuarbeiten. Während Optimisten konstruktiv mit Niederlagen umgehen, sehen Pessimisten in der gleiche Erfahrung eine Bestätigung ihrer düsteren Erwartungen.“ Quelle: „Der Marshmallow-Test“ von Walter Mischel</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Prominente Persönlichkeiten führen oft ein Doppelleben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Mar 2016 07:21:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Walter Mischel]]></category>
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					<description><![CDATA[Westliche Vorstellungen von den Eigenschaften der Persönlichkeit und der menschlichen Natur sind lange Zeit davon ausgegangen, dass Selbstkontrolle und die Fähigkeit zum Belohnungsaufschub feste Merkmale sind und das Verhalten von Individuen durchgehend – also in verschiedenen Situationen und Kontexten – kennzeichnen. Walter Mischel erklärt: „Deshalb geben sich die Medien jedes Mal erstaunt und erschüttert, wenn die Öffentlichkeit erfährt, dass wieder eine prominente Persönlichkeit ein geheimes Doppelleben führte, das auf einen völligen Mangel an Urteilskraft und Selbstkontrolle hindeutet.“ Gerade diese Menschen müssten doch in der Lage sein, geduldig auf ihre Belohnung&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Westliche Vorstellungen von den Eigenschaften der Persönlichkeit und der menschlichen Natur sind lange Zeit davon ausgegangen, dass Selbstkontrolle und die Fähigkeit zum Belohnungsaufschub feste Merkmale sind und das Verhalten von Individuen durchgehend – also in verschiedenen Situationen und Kontexten – kennzeichnen. Walter Mischel erklärt: „Deshalb geben sich die Medien jedes Mal erstaunt und erschüttert, wenn die Öffentlichkeit erfährt, dass wieder eine prominente Persönlichkeit ein geheimes Doppelleben führte, das auf einen völligen Mangel an Urteilskraft und Selbstkontrolle hindeutet.“ Gerade diese Menschen müssten doch in der Lage sein, geduldig auf ihre Belohnung zu warten und in sie in vielen Situationen aufzuschieben, anderenfalls wären sie doch nie so erfolgreich gewesen. Walter Mischel ist der Frage nachgegangen, warum sich intelligente Menschen oft so töricht verhalten und es fertig bringen, ihr sorgsam geplantes Leben zu ruinieren. Walter Mischel gehört zu den wichtigsten und einflussreichsten Psychologen der Gegenwart. <span id="more-1334"></span></p>
<p><strong>Menschen können nicht grenzenlos selbstkontrolliert handeln</strong></p>
<p>Um dieses ruinöse Verhalten zu verstehen, betrachtet Walter Mischel genauer, wie sich diese Menschen in verschiedenen Situationen und im Lauf der Zeit tatsächlich verhalten – und nicht nur das, sondern auch was sie sagen. Walter Mischel erläutert: „Merkmale wie Gewissenhaftigkeit, Aufrichtigkeit, Aggressionsbereitschaft und Geselligkeitsbedürfnis zeigen ein hohes Maß an Beständigkeit. Allerdings ist diese Beständigkeit an spezifische Situationstypen gebunden.“ Deshalb muss man sich konkrete Situationen ansehen, in denen Menschen sich gewissenhaft, kontaktfreudig und so weiter verhalten, wenn man verstehen und vorhersagen will, wie sie sich wahrscheinlich in der Zukunft verhalten werden.</p>
<p>Selbstkontrolle, kognitive Neubewertung und emotionale Regulation nehmen eine zentrale Rolle bei der Gestaltung des Lebens ein. Die Situationen und Fähigkeiten, die es einem Menschen erlauben, selbstbestimmt und selbstkontrolliert zu handeln und sachlich fundierte Entscheidungen zu treffen, sind keineswegs grenzenlos. Walter Mischel betont: „Vielmehr unterliegen sie den enormen Zwängen, die das Leben in einer weitgehend unvorhersehbaren Welt kennzeichnen, in der Glück und Pech, unsere sozialen und biologischen Vorgeschichten und unsere derzeitigen Lebensumfelder und Beziehungen unsere Optionen einschränken.“</p>
<p><strong>Selbstkontrolle ist die Voraussetzung für ein gutes Leben</strong></p>
<p>Doch auf wenn die Fähigkeit zur Selbstkontrolle eine Voraussetzung für ein gutes Leben ist, funktioniert sie nicht isoliert: Der Erfolgsmotor wird von weiteren Ressourcen angetrieben, die vor den negativen Auswirkungen von Stress schützen und ein Fundament bilden, dass man festigen und weiterentwickeln kann. Dazu zählt die Kontroll- oder Erfolgsüberzeugung. Sie ist die Gewissheit, gewünschte Handlungen selbstständig ausführen zu können und die Fähigkeit zu besitzen, sich zu verändern, zu wachsen, zu lernen und neue Herausforderungen zu meistern.</p>
<p>Schon im frühen Lebensalter beginnen einige Kinder, ihre Intelligenz, ihre Fähigkeit, die Welt um sich herum zu kontrollieren, ihre soziale Kontaktfähigkeit und andere Merkmale nicht als etwas Unveränderliches anzusehen, mit dem sie von Geburt an entweder belastet oder gesegnet sind. Sondern sie betrachten sie als etwas Formbares, ähnlich wie Muskeln oder kognitive Fähigkeiten, die aufgebaut und entwickelt werden können. Wissenschaftler nennen diese Kinder „wachstumsorientierte Theoretiker“. Quelle: „Der Marshmallow-Test“ von Walter Mischel</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<item>
		<title>Walter Mischel entwickelt den weltberühmten Marshmallow-Test</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Aug 2015 05:47:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Walter Mischel]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Marshmallow-Test, der von Walter Mischel entwickelt wurde, und die vielen Studien in den Jahren danach haben gezeigt, dass die Fähigkeit zur Selbstkontrolle im frühen Kindesalter einen enormen Einfluss hat auf das weitere Leben hat und dass diese Fähigkeit bei Kleinkindern zumindest grob mit einem einfachen Test gemessen werden kann. Für den Marshmallow-Test hat Walter Mischel deshalb Vorschulkinder ausgewählt, weil er an seinen eigenen Kindern beobachtete, dass sie offenbar in dem Alter beginnen, eine Alternative zu verstehen: Sie begreifen, dass ihnen eine größere Belohnung entgeht, wenn sie sich entschließen, die&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Marshmallow-Test, der von Walter Mischel entwickelt wurde, und die vielen Studien in den Jahren danach haben gezeigt, dass die Fähigkeit zur Selbstkontrolle im frühen Kindesalter einen enormen Einfluss hat auf das weitere Leben hat und dass diese Fähigkeit bei Kleinkindern zumindest grob mit einem einfachen Test gemessen werden kann. Für den Marshmallow-Test hat Walter Mischel deshalb Vorschulkinder ausgewählt, weil er an seinen eigenen Kindern beobachtete, dass sie offenbar in dem Alter beginnen, eine Alternative zu verstehen: Sie begreifen, dass ihnen eine größere Belohnung entgeht, wenn sie sich entschließen, die kleinere sofort aufzuessen. Außerdem werden in diesem Alter auch wichtige individuelle Unterschiede hinsichtlich dieser Fähigkeit sichtbar. Das Forscherteam rund um Walter Mischel war davon überzeugt, dass der direkteste Weg, um ein Kleinkind dazu zu bringen, sich die erwarteten Belohnungen vorzustellen, darin besteht, sie während des Wartens direkt vor seinen Augen zu platzieren. Walter Mischel gehört zu den wichtigsten und einflussreichsten Psychologen der Gegenwart. <span id="more-795"></span></p>
<p><strong>Erfolgreiche Kinder lenken sich fantasievoll ab</strong></p>
<p>Walter Mischel beobachtete die Kinder unbemerkt und ein Spiegelfenster, während sie sich bemühten, vor den offen sichtbaren Belohnungen zu warten. Einige hielten sich ihre Hände vor die Augen, andere stützten den Kopf auf die Arme und starrten zur Seite, oder sie wandten den Kopf nach hinten, um sich den Anblick der Belohnungen zu ersparen. Während die Kinder die meiste Zeit über verzweifelt versuchten, den Blick abzuwenden, schauten einige hin und wieder flüchtig auf die Leckereien, um sicherzugehen, dass sie noch da waren und sich das Warten noch lohnte.</p>
<p>Walter Mischel gewann durch seinen Marshmallow-Test folgende Erkenntnis: „Erfolgreiche Belohnungsaufschieber dachten sich alle möglichen Kniffe aus, um sich abzulenken und den Konflikt und Stress, den sie erlebten, abzukühlen. Sie verwandelten die zutiefst unangenehme Situation des Wartens, indem sie sich auf fantasievolle, lustige Art zerstreuten und so ihre Willenskraft nicht unentwegt anspannen mussten.“ Sie dachten sich zum Beispiel kleine Lieder aus oder erfanden Spiele mit Händen und Füßen.</p>
<p><strong>Jeder Stimulus hat zwei Aspekte</strong></p>
<p>Vor über fünf Jahrzehnten unterschied der kanadische Kognitionspsychologe Daniel Berlyne zwischen zwei Aspekten eines jeden Stimulus: „So hat ein verlockender, appetitiver (also angenehmer) Reiz eine erregende, motivierende Qualität: Er weckt in uns den Wunsch, das Marshmallow zu essen, und dabei empfinden wir ein Lustgefühl.“ Andererseits liefert er auch beschreibende Hinweise, die etwas über seine nichtemotionalen, kognitiven Merkmale sagen: Er ist rund, weiß, dick, weich und essbar. Die Wirkung, die ein Reiz auf einen Menschen hat, hängt also davon ab, wie er ihn mental repräsentiert.</p>
<p>Eine anregende Repräsentation konzentriert sich auf die motivierenden, heißen Eigenschaften des Reizes. Dieser heiße Fokus löst unwillkürlich die impulsive Reaktion aus, das Marshmallow zu essen. Eine kühle Repräsentation konzentriert sich eher auf die abstrakten, kognitiven, faktischen Aspekte des Reizes und sagt dem Menschen, wie der Marshmallow beschaffen ist, ohne ihn verlockender zu machen. Sie erlaubt, kühl darüber nachzudenken, statt nur danach zu greifen. Walter Mischel beschreibt ein weiteres Ergebnis seines Marshmallow-Tests: „Wenn sich die Kinder auf die kühlen Merkmale ihrer Belohnungen konzentrieren sollten, warteten sie doppelt so lange, wie wenn sie ihre Aufmerksamkeit auf die heißen Merkmale lenkten. Quelle: „Der Marshmallow Test“ von Walter Mischel</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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