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	<title>Voreingenommenheit &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Kognitive Abkürzungen sparen Zeit und Energie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Jan 2025 02:00:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Lüge]]></category>
		<category><![CDATA[Voreingenommenheit]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>
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					<description><![CDATA[Menschen sind aus einem bestimmten Grund voreingenommen. Für die frühen Vertreter unser Spezies hat sich nie viel von heute auf morgen verändert. Ob sie überlebten oder nicht, hing von ihrer schnellen Reaktion ab. Jonathan Rauch ergänzt: „Die menschlichen Reaktionsmuster prägten sich daher so aus, dass sie an unsere Umwelt angepasst waren; unsere Gehirne sind darauf ... <a title="Kognitive Abkürzungen sparen Zeit und Energie" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/kognitive-abkuerzungen-sparen-zeit-und-energie.html" aria-label="Mehr Informationen über Kognitive Abkürzungen sparen Zeit und Energie">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Menschen sind aus einem bestimmten Grund voreingenommen. Für die frühen Vertreter unser Spezies hat sich nie viel von heute auf morgen verändert. Ob sie überlebten oder nicht, hing von ihrer schnellen Reaktion ab. Jonathan Rauch ergänzt: „Die menschlichen Reaktionsmuster prägten sich daher so aus, dass sie an unsere Umwelt angepasst waren; unsere Gehirne sind darauf gepolt, bestimmte Vermutungen oder Vorhersagen anzustellen.“ Diese kognitiven Abkürzungen sparen Zeit, Energie und sind potenziell lebensrettend. In der Savanne, wo das unzureichende Reagieren auf eine Gefahr tödlich enden kann und statistische Risikoanalysen selten zur Verfügung stehen, ergibt es Sinn, sich von seinen emotionalen Reaktionen auf Reize oder Bedrohungen leiten zu lassen. Jonathan Rauch studierte an der Yale University. Als Journalist schrieb der Politologe unter anderem für das National Journal, für The Economist und für The Atlantic. <span id="more-5874"></span></p>
<p><strong>Verzerrte Wahrnehmung führt oft auf eine falsche Fährte</strong></p>
<p>Ebenso ergibt es Sinn, dass man in kleinen Stammesgruppen, wo das Überleben davon abhängt, dass man sich auf die Informationen und den Schutz anderer verlassen kann, den Aussagen vertraut, die man häufig von den Menschen um sich herum vernimmt. Jonathan Rauch erklärt: „Und auch heute ist normalerweise nichts verkehrt daran, Heuristiken zu verwenden, das heißt die Entscheidungsfindung dadurch abzukürzen, dass man sich auf seine Eingebung, auf Pauschalurteile oder auf Faustregeln verlässt, von denen sich einige der Erfahrung und andere der evolutionären Entwicklung verdanken.“ </p>
<p>Jonathan Rauch warnt: „Aber trotzdem: In einer komplexen Umgebung, die nach differenzierten Urteilen verlangt, führt uns unsere verzerrte Wahrnehmung oft auf eine falsche Fährte, während sie uns zugleich für die Möglichkeit unempfindlich werden lässt, dass wir eventuell falsch liegen könnten.“ Und es ist wichtig zu betonen, dass Voreingenommenheiten, gerade weil sie evolutionär entstanden sind, um Menschen in bestimmte Richtungen zu lenken, nicht zu Fehlern führen, die einem erkennbaren Muster folgen.</p>
<p><strong>Selbst offensichtlichen Manipulationen kann man sich nicht gänzlich entziehen</strong></p>
<p>Propagandisten, begabte Psychologen, machen sich das Vertrautheitsvorurteil zunutze, indem sie Lügen solange wiederholen, bis sie irgendwann vertraut klingen, und indem sie die empörten Zielgruppen dieser Lügen dazu verführen, sie sogar noch zu wiederholen. Jonathan Rauch fügt hinzu: „Die Werber, vielleicht die besten Psychologen von allen, sind Virtuosen auf dem Gebiet der Ausnutzung von Framing-Effekten, indem sie Bilder und Assoziationen gebrauchen, um unsere Einstellungen schon zu beeinflussen, bevor das erste Wort der Werbebotschaft überhaupt gefallen ist.“</p>
<p>Und auch wenn die Manipulation offensichtlich ist, können Menschen sich ihr doch nicht gänzlich entziehen. Die Literatur zu kognitiven und perzeptuellen Verzerrungen ist monumental. Für die Klärung der Frage, warum Menschen die Verfassung der Erkenntnis benötigen, scheinen einige dieser Voreingenommenheiten jedoch von besonderer Bedeutung zu sein. Jonathan Rauch erläutert: „Eine davon ist der Bestätigungsfehler, der primär auf der individuellen Ebene wirksam ist und die Art und Weise beeinflusst, wie wir denken – ebenso wie sein naher Verwandter, das motivierte Denken.“ Quelle: „Verteidigung der Wahrheit“ von Jonathan Rauch</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Einem Menschen unterlaufen viele Irrtümer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Oct 2024 01:00:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Irrtum]]></category>
		<category><![CDATA[Voreingenommenheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Theaitetos und Sokrates brüteten über der Frage, wie es möglich ist, dass sich in der Kette der menschlichen Kognition überhaupt so etwas wie der Irrtum einschleicht. Jonathan Rauch stellt fest: „Im Lichte neuerer Forschungsergebnisse sollte die Frage allerdings eher lauten: Wie kann es sein, dass sich jemals keine Irrtümer einstellen? Die menschliche Kognition leidet unter ... <a title="Einem Menschen unterlaufen viele Irrtümer" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/die-kognition-eines-menschen-ist-voll-von-irrtuemern.html" aria-label="Mehr Informationen über Einem Menschen unterlaufen viele Irrtümer">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Theaitetos und Sokrates brüteten über der Frage, wie es möglich ist, dass sich in der Kette der menschlichen Kognition überhaupt so etwas wie der Irrtum einschleicht. Jonathan Rauch stellt fest: „Im Lichte neuerer Forschungsergebnisse sollte die Frage allerdings eher lauten: Wie kann es sein, dass sich jemals keine Irrtümer einstellen? Die menschliche Kognition leidet unter allen möglichen Arten von Verzerrungen.“ Wiederholt hat sich die Existenz einer gleichbleibenden Gruppe von rund 100 Voreingenommenheiten nachweisen lassen, die das Leben eines Menschen kaputtmachen können. Dazu zählen unter anderem das Optimismus-Bias, das heißt, die Neigung der eigenen Erfolgsaussichten überzubewerten. Jonathan Rauch studierte an der Yale University. Als Journalist schrieb der Politologe unter anderem für das National Journal, für The Economist und für The Atlantic. <span id="more-5696"></span></p>
<p><strong>Durch Wiederholungen werden selbst Falschbehauptungen glaubhafter</strong></p>
<p>Zu den Voreingenommenheiten zählend des Weiteren die Verfügbarkeitsheristik, die Tendenz, die Eintrittswahrscheinlichkeit von Phänomenen zu überschätzen, die sich einem Menschen eingebrannt hat – Terroranschläge, Kindesentführungen. Daneben gibt es laut Jonathan Rauch das Vertrautheitsvorurteil oder Wiederholungsbias. Dabei handelt es sich um eine Neigung, Dinge zu glauben, die man häufig hört – tatsächlich kann sogar die Widerlegung eine Falschbehauptung diese durch die schiere Wiederholung vertrauter und damit für einen Menschen glaubhafter machen.</p>
<p>Die Flüssigkeitsheuristik ist die Tendenz, Aussagen zu glauben, die leicht zu verstehen und zu assimilieren sind. Menschen sind eher dazu geneigt, akzentfreien Sprechern zu glauben oder Sätze als wahr anzunehmen, die in großen, fetten oder kontrastreichreichen Schriftarten gedruckt sind. Jonathan Rauch fügt hinzu: „Gleiches gilt für sich reimende Aphorismen und mit Fotos versehenen Aussagen, selbst wenn die Bilder keine relevanten Informationen vermitteln.“ Außerdem gibt es die Illusion asymmetrischer Einblicke, die Menschen zu der Annahme führt, dass sie die Überlegungen und Motive anderer besser verstehen als die einer eigenen Gruppe.</p>
<p><strong>Viele Menschen sind blind für ihre Voreingenommenheiten</strong></p>
<p>Dann gibt es auch den sogenannten Spielerfehlschluss, der Menschen erwarten lässt, dass eine geworfene Münze mit höherer Wahrscheinlichkeit Kopf zeigt, wenn sie vorher fünfmal hintereinander Zahl gezeigt hat. Der Ankereffekt führt dazu, die zu einem Thema zuerst erhaltenen Informationen überzubewerten. Beim Framing-Effekt handelt es sich laut Jonathan Rauch um die Neigung, sich von der Art und Weise beeinflussen zu lassen, je nachdem die Inhalte präsentiert werden.</p>
<p>Die Überlegenheitsillusion ist die Tendenz, die eigenen Kompetenzen zu überschätzen. Beim Beharrungsfehler handelt es sich um die Neigung, an Überzeugungen trotz ihnen widersprechender Belege festzuhalten. Jonathan Rauch ergänzt: „Zu all dem kann noch ein Meta-Bias hinzugefügt werden, denn eins der kennzeichnenden Merkmale unserer Voreingenommenheiten ist, dass sie uns blind für unsere Voreingenommenheiten machen.“ Oft denken Menschen gerade dann, dass sie am vernünftigsten sind, und sich gerade dann am sichersten, wenn sie in Wirklichkeit am weitesten danebenliegen und sich am stärksten haben täuschen lassen. Quelle: „Die Verteidigung der Wahrheit“ von Jonathan Rauch</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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