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	<title>Verliebtheit &#8211; Psychologie Guide</title>
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		<title>Eine Beziehung ist ein ewiger Machtkampf</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Apr 2025 01:00:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Von einer Beziehung erwarten viele Menschen das Paradies auf Erden: sie haben sich in den anderen verliebt, um endlich all ihre Bedürfnisse erfüllt zu bekommen. Michael Lehofer erklärt: „Die Evolution hat die Verliebtheit vorgesehen, um Paarbeziehungen, die ja letztlich der Erhaltung der Art dienen, einen gehörigen Anschub zu geben.“ In der der darauf folgenden Phase der Differenzierung wird jedoch viel gestritten; man wirft dem Partner vor, nicht so zu sein, wie man ihn sich vorgestellt hat. Das ist ungerecht. Denn der andere hat sich gar nicht verstellt, er war immer der, der er ist. Man versucht in dieser Situation zu retten, was zu retten ist, und den anderen so umzumodeln, dass er dem eigenen Idealbild entspricht. Univ.-Prof. Dr. med. Dr. phil. Michael Lehofer ist ärztlicher Direktor und Leiter der einer Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie am Landeskrankenhaus Graz II. <span id="more-5965"></span></p>
<p><strong>Nachgeben ist der goldene Weg zur Freiheit</strong></p>
<p>Es ist ein ewiger Machtkampf, an dem viele Beziehungen früher oder später zerbrechen. Michael Lehofer bedauert: „Das ist schade, denn die Differenzierungsphase ist wesentlich wertvoller und schöner als die Symbiosephase. Das Leiden an der Beziehung ist nichts anderes als ein Wachstumsschmerz.“ Es ist beileibe kein Grund, die Beziehung infrage zu stellen. Ein Mensch wird nie wachsen, wenn das Leben ihn nicht fordert. Beziehungen sind Herausforderungen.</p>
<p>Michael Lehofer erläutert: „Manchmal setzen wir uns durch, bei den Dingen, die uns ganz wichtig sind, dann wieder geben wir nach. Dehnen ist ein anderes Wort für nachgeben. Es gibt in der Tat nichts Wichtigeres im Leben, als zu lernen nachzugeben.“ Das klingt nach so wenig, ist aber viel. Denn Nachgeben ist der goldene Weg zur Freiheit. Wenn Menschen nachgeben, sich dehnen, dann erleben sie, dass das Leben auch ganz anders verlaufen kann, als sie es sich vorgestellt haben – und dass es trotzdem in Ordnung ist.</p>
<p><strong>Beziehungen dienen der Erfahrung der persönlichen Reifung</strong></p>
<p>Menschen brauchen nicht bis zum Umfallen um ein bestimmtes Leben zu kämpfen. Sie sollten sich lieber mit der Kreativität in ihrem Leben beschäftigen. Michael Lehofer stellt fest: „Im Dehnen wird unser Leben neu, dürfen wir uns neu erfinden. So gesehen ist unsere Partnerin, unser Partner immer ein Guru für uns. In Indien sind Gurus Menschen, die uns als Lehrer auf eine höhere Bewusstseinsebene heben, oder besser gesagt uns zeigen, wie uns das selbst gelingt.“</p>
<p>Viele Menschen glauben, eine Partnerschaft sein ein Wellness-Wochenende. Nein, eine Partnerschaft ist eine Lebenserfahrung, in der Menschen Geborgenheit und Entwicklung erfahren sollten, mit Betonung auf dem „und“. Michael Lehofer fügt hinzu: „Beziehungen sind eine unmittelbare Fortsetzung unserer Kindheit. Auch diese dient der Erfahrung des Urvertrauens und der persönlichen Reifung. Kommt das zu kurz, leidet unsere Beziehungsfähigkeit.“ Quelle: „40 verrückte Wahrheiten über Frauen und Männer“ von Michael Lehofer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Verliebtheit fühlt sich wie ein Rausch an</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Nov 2024 02:00:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Symbiosephase]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Verliebtheit ist eine Verheißung, die nicht eintritt. Amerikanische Forscher haben die Verliebtheit untersucht. Dabei haben sie herausgefunden: Die Verliebtheit ist ein Rausch. Michael Lehofer erklärt: „Ein Rausch ist definitionsgemäß eine Ekstase, ein Zustand, in dem man außer sich ist. In diesem Fall handelt es sich um eine extreme Aktivierung des sogenannten Belohnungssystems im Gehirn, ... <a title="Die Verliebtheit fühlt sich wie ein Rausch an" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/die-verliebtheit-ist-ein-rausch.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Verliebtheit fühlt sich wie ein Rausch an">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Verliebtheit ist eine Verheißung, die nicht eintritt. Amerikanische Forscher haben die Verliebtheit untersucht. Dabei haben sie herausgefunden: Die Verliebtheit ist ein Rausch. Michael Lehofer erklärt: „Ein Rausch ist definitionsgemäß eine Ekstase, ein Zustand, in dem man außer sich ist. In diesem Fall handelt es sich um eine extreme Aktivierung des sogenannten Belohnungssystems im Gehirn, das wiederum zur Unterdrückung des Aversionssystems führt.“ Das Belohnungssystem motiviert Menschen, während das Aversionssystem sie etwas vermeiden lässt. Daher ist mit Menschen, die verliebt sind, nicht normal zu sprechen. Wenn ein Freund, mit dem man immer tiefsinnige Gespräche geführt hat, gerade verliebt ist, kennt er nur ein Thema. Univ.-Prof. Dr. med. Dr. phil. Michael Lehofer ist ärztlicher Direktor und Leiter der einer Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie am Landeskrankenhaus Graz II. <span id="more-5773"></span></p>
<p><strong>Alle Menschen haben eigentlich ein bisschen Angst voreinander</strong></p>
<p>Der Freund wird oberflächlich, da er psychisch verengt ist – vielleicht könnte man es sogar psychotisch nennen. Michael Lehofer ergänzt: „Erzählt man ihm, dass eine Person, die er immer gern gehabt hat, gestorben sei, reagiert er nur mit einem teilnahmslosen „Ach so“ und spricht dann weiter von der einzigen Angelegenheit, die ihn momentan berührt.“ Verliebtheit wird als tiefes Gefühl erlebt und führt doch zu einer maximalen Oberflächlichkeit der Persönlichkeit.</p>
<p>Es gibt eine zentrale Angelegenheit in Beziehungen. Michael Lehofer erläutert: „Wir alle haben eigentlich ein bisschen Angst voreinander. Denn um einander zu begegnen, müssen wir uns gegenseitig öffnen. Das führt dazu, dass wir in der sehnsüchtigen Hinwendung verletzlich sind und sicher auch verletzt werden.“ Diese Erfahrung führt bei alle Menschen zu einer Nähe-Distanz-Ambivalenz, die eine der wesentlichen Ursachen von Beziehungsproblemen ist. Man möchte seinem Partner nahe sein und gleichzeitig fürchtet man, gerade in der Nähe verletzt zu werden.</p>
<p><strong>Die Verliebtheit ist die einfache Zeit im Leben</strong></p>
<p>Dieser Beziehungstango – vor, zurück, Wiegeschritt! – lässt sich in zahlreichen Beziehungen in der einen oder anderen Form beobachten. Michael Lehofer betont: „Das Zauberhafte an den Verliebtheitsphasen unseres Lebens ist, dass wir in ihnen – und nur in ihnen – der Zwiespältigkeit, die unser Leben schwierig und kompliziert macht, entkommen.“ Die Verliebtheit ist die einfache Zeit im Leben. Nach einiger Zeit wird es dann schwierig. Wenn die Verliebtheit nachlässt, fällt einem nämlich erst auf, dass der andere nicht im Einklang mit einem selbst funktioniert.</p>
<p>Die Symbiosephase, so lautet der Fachausdruck für die Zeit der Verliebtheit, ist vorüber. Es folgt die Phase der Differenzierung. Hier sind Selbstbehauptung und Streit angesagt. Michael Lehofer fügt hinzu: „Man ist erschrocken, dass man plötzlich nicht mehr das projizierte Idealbild vor sich hat, sondern dass der andere sich als weitgehend fremdes Gegenüber entpuppt.“ So gesehen ist jeder Mensch, in den man jemals verliebt war, eine Mogelpackung. Entsprechend ist man in der Regel tief enttäuscht, wenn die Symbiosephase zu Ende ist. Quelle: „40 verrückte Wahrheiten über Frauen und Männer“ von Michael Lehofer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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