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	<title>Verdrängung &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Jeder ist von einem Berg an Übeln umgeben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Oct 2021 01:00:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Moral]]></category>
		<category><![CDATA[Übel]]></category>
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					<description><![CDATA[Anderes als frühere Generationen ist der Einzelne heute von einem Berg an Übeln umgeben, für die er unmittelbar verantwortlich ist. Zum Beispiel für die Methoden, mit denen die Rohstoffe für seine Unterwäsche oder sein Handy gewonnen wurden. Ein Smartphone ist der Beweis dafür, dass die gesamte Umgebung ständig von Ausbeutung und Umweltschäden belastet ist. Nadav Eyal stellt fest: „Wir können wenig tun, um das Ausmaß unserer Komplizenschaft einzugrenzen. Außerdem sind wir uns, im Gegensatz zu unseren Vorfahren, dieses moralischen Versagens zutiefst bewusst.“ Selbst wenn man lieber nichts davon wissen will,&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Anderes als frühere Generationen ist der Einzelne heute von einem Berg an Übeln umgeben, für die er unmittelbar verantwortlich ist. Zum Beispiel für die Methoden, mit denen die Rohstoffe für seine Unterwäsche oder sein Handy gewonnen wurden. Ein Smartphone ist der Beweis dafür, dass die gesamte Umgebung ständig von Ausbeutung und Umweltschäden belastet ist. Nadav Eyal stellt fest: „Wir können wenig tun, um das Ausmaß unserer Komplizenschaft einzugrenzen. Außerdem sind wir uns, im Gegensatz zu unseren Vorfahren, dieses moralischen Versagens zutiefst bewusst.“ Selbst wenn man lieber nichts davon wissen will, könnte man zumindest davon wissen. Nun kann der Mensch zum Einsiedler werden und sich ganz von der Zivilisation abkoppeln. Oder er schließt sich Gemeinschaften an, die versuchen, die Ausbreitung dieser Übel zu vermeiden. Nadav Eyal ist einer der bekanntesten Journalisten Israels. <span id="more-3036"></span></p>
<p><strong>Viele Menschen sind moralisch überfordert</strong></p>
<p>Diese Gemeinschaften lehnen das gesamte industrielle Leben für sich ab. Solche radikalen Entscheidungen nehmen wohl zu und vermutlich entstehen immer mehr Gemeinschaften dieser Art. Doch es ist auch anzunehmen, dass die meisten Menschen diesen Weg nicht beschreiten. Sie müssen damit leben, dass die für sie verfügbaren Informationen zu den Übeln, die sie mitzuverantworten haben, beständig zunehmen. Dagegen nimmt das Empfinden, diese beeinflussen zu können, beständig ab.</p>
<p>Im für die Globalisierung charakteristischen Bewusstseinszustand fühlt sich der Mensch von einem griechischen Chor umringt. Dieser ruft ihm zu: Ausbeutung, Verseuchung, Augenverschließen, Schande, Schande, Schande. Nadav Eyal weiß: „Dieses Bewusstsein ist kräftezehrend und führt zu einer Art moralischen Überforderung.“ Von der „Globalisierung der Gleichgültigkeit“ sprach Papst Franziskus einmal in Bezug auf die Haltung der Welt zum Syrienkrieg. Apathie gegenüber den anderen, die Neigung, das Unrecht zu ignorieren, das dem Anderen und Fremden angetan wird, sind in der menschlichen Erfahrung nicht neu.</p>
<p><strong>Verdrängung ist ein psychologischer Schutzmechanismus</strong></p>
<p>Das 20. Jahrhundert war in dieser Hinsicht von allen Epochen die verkommenste. Doch früher gab es die glaubwürdige Erklärung, dass es an zuverlässigen Informationen mangelte. Möglicherweise nahm nicht das Unrecht zu, sondern wuchs das Wissen darüber exponentiell. Die Gleichgültigkeit schlägt manchmal um in eine Revolte, eine Revolte, die aus der Verdrängung entsteht. Die Menschen rebellieren gegen die Machtsysteme, die ihnen Fakten darlegen, die sie nicht akzeptieren wollen.</p>
<p>Und sie tun das, weil ihnen das Verdrängen leichtfällt. Verdrängung ist ein starker und manchmal gesunder psychologischer Schutzmechanismus. Aber sie ist keine gute Methode, um Politik zu gestalten. Wer umweltschädlich handelt und sich vormacht, so schlimm sei es schon nicht, zeigt ein ziemlich menschliches Verhalten. Denn es gibt ein volksnahes und authentisches Bemühen, die Wahrheit wegen ihrer Brutalität zu leugnen. Je weiter die moralische Entfremdung um sich greift und je heftiger die Willkür zuschlägt, desto mehr suchen die Menschen nach Bekanntem und Vertrautem. Quelle: „Revolte“ von Nadav Eyal</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Das Seelenleben wird vom Sexualtrieb und vom Todestrieb dominiert</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Apr 2020 05:51:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualtrieb]]></category>
		<category><![CDATA[Sigmund Freud]]></category>
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		<category><![CDATA[Verdrängung]]></category>
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					<description><![CDATA[Sigmund Freud hat sich sogar über die Supervenienzbasis, also die neuronale Grundlage seines Modells der Psyche, Gedanken gemacht. In mehreren Skizzen des Hirns verortet er die Wahrnehmung im Bereich der Augen, wo die vorbewussten, also leicht zugänglichen Informationen ins Ich gelangen, das ebenfalls im präfrontalen Kortex angesiedelt ist. Philipp Hübl erklärt: „Im Hintergrund liegt das Es, das nicht klar vom Ich abgetrennt ist. Das Über-Ich lokalisiert Freud im Bereich des linken Schläfenlappens.“ Sigmund Freud wusste aus Forschungsergebnissen, dass die Sprachfähigkeit hinter der linken Schläfe angesiedelt ist. Man kann also daher&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sigmund Freud hat sich sogar über die Supervenienzbasis, also die neuronale Grundlage seines Modells der Psyche, Gedanken gemacht. In mehreren Skizzen des Hirns verortet er die Wahrnehmung im Bereich der Augen, wo die vorbewussten, also leicht zugänglichen Informationen ins Ich gelangen, das ebenfalls im präfrontalen Kortex angesiedelt ist. Philipp Hübl erklärt: „Im Hintergrund liegt das Es, das nicht klar vom Ich abgetrennt ist. Das Über-Ich lokalisiert Freud im Bereich des linken Schläfenlappens.“ Sigmund Freud wusste aus Forschungsergebnissen, dass die Sprachfähigkeit hinter der linken Schläfe angesiedelt ist. Man kann also daher vermuten, dass Sigmund Freud zwischen Über-Ich und der Sprachfähigkeit eine Verbindung sah, denn Normen und Verbote müssen sprachlich formuliert sein. Philipp Hübl ist Juniorprofessor für Theoretische Philosophie an der Universität Stuttgart. <span id="more-2194"></span></p>
<p><strong>Unterdrückte Wut führt nicht zu Krankheiten</strong></p>
<p>Die Vorgänge zwischen Es und Ich beschreibt Sigmund Freud als „hydraulische Metapher“. Im Es brodelt es, dort schlummern Energien. Aggressionen können unterdrückt, Lust verdrängt sein. Man kennt diese Metaphorik auch aus dem Alltag. Zum Beispiel wenn man davon spricht, mal richtig Dampf abzulassen, wenn der psychische Druck zu groß wird. Sigmund Freuds Modell scheint eine Art psychischer „Energie-Erhaltungssatz“ zugrunde zu liegen. Denn Energien, die ein Mensch nicht herauslässt, bleiben bestehen und können allenfalls umgeleitet werden.</p>
<p>Philipp Hübl erläutert: „Wenn zum Beispiel das Ich Aggressionen aus dem Es unterdrückt, kann seinerseits das Über-Ich diese Energien nutzen, um sie gegen das Ich zu verwenden, etwa indem es Gewissensbisse erzeugt.“ Sigmund Freuds Annahme einer psychischen Energiebilanz hat sich allerdings als falsch erwiesen. In der zeitgenössischen Forschung gibt es keine Hinweise darauf, dass unterdrückte Wut sich aufstaut und zu Krankheiten führt oder dass unterdrückte Wünsche das Druckgefüge verschieben und so durch die Schweißnähte des Unbewussten ins Bewusstsein quellen.</p>
<p><strong>Lust und Aggression befinden sich meist im Zustand der Verdrängung</strong></p>
<p>Sigmund Freud hat die psychischen Phänomene nicht als zufällige Erscheinungsformen angesehen, die von Person zu Person oder Epoche zu Epoche schwanken. Sondern er wollte sie auf wenige Prinzipien zurückführen, die er sowohl dynamisch, also kausal, als auch neurologisch, also strukturell, ausbuchstabiert hat. Bei Sigmund Freud sind die entscheidenden Vorgänge Verdrängung und Symbolisierung. Die wichtigsten zwei Konstanten im Seelenleben sind dabei einerseits der Sexualtrieb. Diesen entwickelt jeder Mensch vor allem in der Auseinandersetzung mit seinen Eltern. Die zweite Konstante ist der Todestrieb.</p>
<p>Was den Menschen ausmacht, ist also nicht kulturell zufällig und damit beliebig. Sondern es ist rückführbar auf etwas, dass alle Menschen haben, nämlich Lust und Aggression. Lust und Aggression befinden sich Sigmund Freud zufolge meist im Zustand der Verdrängung. Sie wirken also unerkannt aus dem Unbewussten heraus. Ein Zustand ist dabei dann unbewusst, wenn er sich immerhin ähnlich wie ein bewusster verhält. Verborgene Wüsche, so Sigmund Freud, seien typischerweise an ihren Auswirkungen abzulesen. Sie zeigen sich in Versprechern, in Träumen und in psychischen Krankheiten wie Neurosen. Quelle: „Der Untergrund des Denkens“ von Philipp Hübl</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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