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	<title>Unbewusstes &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Das Bewusstsein ist nicht leicht zu erklären</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Apr 2024 01:00:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bewusstsein]]></category>
		<category><![CDATA[Unbewusstes]]></category>
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					<description><![CDATA[Was das menschliche Bewusstsein ist, ist wirklich nicht leicht zu erklären. Das bewusste Leben ist wie ein Live-Stream mit Spitzentechnik. Der Mensch ist als Hauptfigur mittendrin. Franca Cerutti ergänzt: „Während du dich in Echtzeit durch deinen Film bewegst, ploppen laufend kleine Einblendungen auf. Beispielsweise mit Assoziationen oder Erinnerungen aus deiner Vergangenheit, oder auch „Was wäre wenn“-Fensterchen mit alternativen Handlungssträngen.“ Ziemlich komplex, aber auch unterhaltsam. Gleichzeitig läuft parallel noch eine Spur, die einen Menschen Dinge empfinden lässt. Dazu zählen Berührungen, Geruch und Geschmack, Hunger, Durst und Müdigkeit, aber auch Emotionen. Dieser&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Was das menschliche Bewusstsein ist, ist wirklich nicht leicht zu erklären. Das bewusste Leben ist wie ein Live-Stream mit Spitzentechnik. Der Mensch ist als Hauptfigur mittendrin. Franca Cerutti ergänzt: „Während du dich in Echtzeit durch deinen Film bewegst, ploppen laufend kleine Einblendungen auf. Beispielsweise mit Assoziationen oder Erinnerungen aus deiner Vergangenheit, oder auch „Was wäre wenn“-Fensterchen mit alternativen Handlungssträngen.“ Ziemlich komplex, aber auch unterhaltsam. Gleichzeitig läuft parallel noch eine Spur, die einen Menschen Dinge empfinden lässt. Dazu zählen Berührungen, Geruch und Geschmack, Hunger, Durst und Müdigkeit, aber auch Emotionen. Dieser Film verfügt über sämtliche sinnliche Qualitäten. Franca Cerutti arbeitet in eigener Praxis am Niederrhein als Psychotherapeutin mit den Schwerpunkten Verhaltenstherapie und Coaching. Sie moderiert zwei Podcasts: „Split – Happens – Der Scheidungs-Guide“ und „Psychologie to go!“<span id="more-5358"></span></p>
<p><strong>Verschiedene Ich-Anteile geraten manchmal in einen Konflikt</strong></p>
<p>Und während man mitten im Geschehen ist, gibt es mehrere „Ich-Anteile“, die ebenfalls die Hauptrolle spielen wollen und sich manchmal nach vorn drücken, um auch ein paar Zeilen zu sagen. Franca Cerutti erklärt: „In solchen Momenten gerät die Handlung kurz ins Stocken, weil deine Anteile diskutieren und rangeln. Bestenfalls einigen sie sich, wem jetzt das Rampenlicht gebührt und wer die Situation am besten handeln kann. Schlimmstenfalls gewinnt einfach immer der stärkste Anteil – der aber nicht unbedingt die beste Wahl ist.</p>
<p>Ja, manchmal wird es unübersichtlich im Film des Lebens. Da ist ganz schön viel los in einem Menschen, in jedem einzelnen Moment. Die von Franca Cerutti geschilderten Vorgänge sind prinzipielle bewusstseinsfähig. Man bekommt sie also mit, wenn man seine Aufmerksamkeit darauf richtet. Und dann gibt es noch das, was der Volksmund Unterbewusstsein nennt. Franca Cerutti weiß: „Der Erfinder der Psychoanalyse Sigmund Freud hat den Begriff abgelehnt, weil er es verwirrend fand, geistigen Bewegungen ein „Unten“ und ein „Oben“ zuzuordnen.</p>
<p><strong>Im Unterbewussten geht viel mehr ab als im Bewusstsein</strong></p>
<p>Daher sprechen Profos lieber vom „Unbewussten“. Das bildet die Wahrheit auch besser ab. Moment! Die Wahrheit? Ist denn bewiesen, dass es das Unbewusste wirklich gibt? Hmm … ja. Kann man so sagen. Zunächst blickt Franca Cerutti zurück zum Livestream des Lebens. Wie jeder weiß, braucht es für jeden Film ein ganzes Team. Am Set sind viele Menschen, die für den Text, den Ton, die Kulissen, die Kleidung, die richtige Beleuchtung und die Regieanweisungen zuständig sind. </p>
<p>Irgendjemand muss ja Impulse und Anweisungen geben, das macht man als Hauptfigur nicht allein. Franca Cerutti erläutert: „Dieses riesige Team ist also da, in deinem Film aber nicht sichtbar. Sie alle sind dein Unbewusstes. Das Getümmel „hinter den Kulissen“ ist übrigens sehr viel größer als das, was man im Film sieht, so wie in deinem Unterbewusstsein auch viel mehr abgeht als in deinem Bewusstsein. In deinem unbewussten inneren Team tauchen immer mal wieder Konflikte auf. Und zwar auf allen Ebenen.“ Quelle: „Psychologie to go!“ von Franca Cerutti</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Der Geist muss sich aussprechen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 May 2022 01:00:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Geist]]></category>
		<category><![CDATA[Psychoanalyse]]></category>
		<category><![CDATA[Sigmund Freud]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit Philosophie hat Sigmund Freud wenig am Hut. Er reiht sich in die positivistische Tradition des puren Wissenschaftlers ein. Gleichwohl, so stellt er fest, erfordert der Geist eine besondere Untersuchungsmethode, für welche die spekulative Physiologie Franz Joseph Galls und seiner Schüler viel zu oberflächlich ist. Ger Groot erklärt: „Psychologische Beobachtung ist weniger eine Frage des Sehens als des Zuhörens. Der Geist muss sich aussprechen, auch und vielleicht sogar von allem, wenn man seine tiefsten, unbewussten Abgründe ausloten will.“ Ein solches Ausloten ist unumgänglich, will man den Geist nicht nur verstehen,&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit Philosophie hat Sigmund Freud wenig am Hut. Er reiht sich in die positivistische Tradition des puren Wissenschaftlers ein. Gleichwohl, so stellt er fest, erfordert der Geist eine besondere Untersuchungsmethode, für welche die spekulative Physiologie Franz Joseph Galls und seiner Schüler viel zu oberflächlich ist. Ger Groot erklärt: „Psychologische Beobachtung ist weniger eine Frage des Sehens als des Zuhörens. Der Geist muss sich aussprechen, auch und vielleicht sogar von allem, wenn man seine tiefsten, unbewussten Abgründe ausloten will.“ Ein solches Ausloten ist unumgänglich, will man den Geist nicht nur verstehen, sondern auch seine Krankheit heilen können. Ger Groot lehrt Kulturphilosophie und philosophische Anthropologie an der Erasmus-Universität Rotterdam und ist Professor für Philosophie und Literatur an der Radboud Universität Nijmegen. <span id="more-3582"></span></p>
<p><strong>In der Psychologie geht es vor allem um Bedeutungen</strong></p>
<p>Ebenso wie Le Mettrie ist Sigmund Freud in erster Linie Arzt. Und mag das Unbewusste auch aus einem unbändigen Chaos psychischer Kräfte bestehen, die das „Ich“ mit knapper Not im Zaum halten kann, so besteht dieses Chaos doch nicht nur aus Kräften. In der Psychologie geht es vor allem um Bedeutungen – und um ihnen auf die Spur zu kommen, müssen sie dazu gebracht werden, sich selbst auszudrücken. So entwickelte sich Sigmund Freuds Heilmethode zu dem, was er „a talking cure“ genannt hat. </p>
<p>Ger Groot weiß: „Sigmund Freud steht in der Aufklärungstradition, die nach größtmöglicher Erkenntnis und Klarheit strebt.“ René Descartes hatte erkannt, dass die Leidenschaften für das menschliche Verhalten hilfreich sind, denn sie motivieren den Menschen zum Handeln. Aber sie müssen so weit wie möglich unter die klare Führung der Vernunft gebracht werden. Auch Sigmund Freud will den Einfluss des Unbewussten möglichst weitgehend zügeln, indem er diesen der Autorität des Bewusstseins unterstellt.</p>
<p><strong>Die Psychoanalyse stärkt das Ich</strong></p>
<p>Das „Es“, in dem die primären Triebe hausen, und das „Über-Ich“, das die internalisierte und daher gleichermaßen unbewusste Autorität des Vaters und Gottes beherbergt, müssen durchsichtig und daher für das „Ich“ verständlich gemacht werden. So erlangt der Mensch Einsicht in seine eigenen Triebfedern und sein Verhalten und kann sein Leben selbst in die Hand nehmen. Die freudianische Psychoanalyse wird im 20. Jahrhundert im Film, vor allem im Hollywoodfilm, ungeheuer populär. </p>
<p>Zum Beispiel wäre der Schluss von Alfred Hitchcocks „Psycho“ ohne die Psychoanalyse undenkbar gewesen. Ger Groot stellt fest: „Einblick in die Funktion des Unbewussten zu erlangen ist zugleich eine Form, es in den Griff zu bekommen und rational zu lenken.“ Das Augenmerk der psychotherapeutischen Anstrengung der Psychoanalyse, so schreibt Sigmund Freud, besteht darin, „das Ich zu stärken, es vom Über-Ich unabhängiger zu machen, sein Wahrnehmungsfeld zu erweitern und seine Organisation auszubauen, so dass es sich neue Stücke des Es aneignen kann. Wo Es war, soll Ich werden. Es ist Kulturarbeit wie die Trockenlegung der Zuydersee.“ Quelle: „Und überall Philosophie“ von Ger Groot</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Gustave Le Bon analysiert die Massen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Jun 2021 01:00:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Annäherungstheorie]]></category>
		<category><![CDATA[Masse]]></category>
		<category><![CDATA[Massenpsychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Unbewusstes]]></category>
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					<description><![CDATA[Die erste wissenschaftliche, in ihren Grundzügen bis heute gültige Theorie zum kollektiven Verhalten stammt vom französischen Soziologen Gustave Le Bon. Reinhard Haller konkretisiert: „In seinem 1895 veröffentlichten Hauptwerk „Psychologie der Massen“ versucht er, das landläufig bekannte Phänomen des oft irreal erscheinenden Verhaltens von Menschenansammlungen wissenschaftlich zu fundieren.“ In der Anonymität der Menschenmenge fühlt sich der Einzelne geschützt, gibt seinen individuellen Willen auf und unterliegt den ansteckenden Gefühlen der Masse. Daraus entwickelt sich eine eigene Dynamik, die irrationales Handeln intendiert, etwa panisches Agieren bei geringen Auslösern. Gustave Le Bon, der die&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die erste wissenschaftliche, in ihren Grundzügen bis heute gültige Theorie zum kollektiven Verhalten stammt vom französischen Soziologen Gustave Le Bon. Reinhard Haller konkretisiert: „In seinem 1895 veröffentlichten Hauptwerk „Psychologie der Massen“ versucht er, das landläufig bekannte Phänomen des oft irreal erscheinenden Verhaltens von Menschenansammlungen wissenschaftlich zu fundieren.“ In der Anonymität der Menschenmenge fühlt sich der Einzelne geschützt, gibt seinen individuellen Willen auf und unterliegt den ansteckenden Gefühlen der Masse. Daraus entwickelt sich eine eigene Dynamik, die irrationales Handeln intendiert, etwa panisches Agieren bei geringen Auslösern. Gustave Le Bon, der die Massen und ihr Verhalten eigentlich zu verachten scheint, weist bereits auf die zentrale Rolle des Unbewussten hin und beklagt, dass man darüber so wenig wisse. Der Psychiater und Psychotherapeut Reinhard Haller arbeitet vornehmlich als Therapeut, Sachverständiger und Vortragender. <span id="more-2721"></span></p>
<p><strong>In der Masse verliert der Einzelne seine individuelle Persönlichkeit</strong></p>
<p>In der Masse verliere der Einzelne seine Kritikfähigkeit, unterliege der enormen Suggestion, lasse sich affektiv aufschaukeln und reagiere barbarisch und primitiv. Die „Massenseele“ sei von Führern leicht zu lenken und zu manipulieren. Gustave Le Bon hält die Masse für grundsätzlich impulsiv, irritierbar, suggestibel, leichtgläubig, intolerant und besessen von übertriebenen Ideen. Die Mitglieder einer Masse verlieren ihre individuelle Kritikfähigkeit und ihre spezifische Persönlichkeit. </p>
<p>Die Masse sei unintelligent und denke einseitig, unlogisch und vorschnell. Reinhard Haller stellt erläutert: „Führer erhalten rasche einen charismatischen Nimbus, haben großes demagogisches Talent und herausragende rhetorische Fähigkeiten. Sie bedienen sich zur Beeinflussung der Masse dreier Methoden: der Behauptung, Wiederholung und Übertragung.“ Neben dieser Ansteckungstheorie hat in der Massenpsychologie jene der Annäherung an Bedeutung gewonnen. Diese besagt, dass das irrationale Verhalten nicht von der Masse ausgehe, sondern von den Einzelnen in diese hineingetragen werde. </p>
<p><strong>Die Annäherungstheorie gewinnt an Bedeutung</strong></p>
<p>Personen, die ähnlich denken oder dasselbe Anliegen haben, schließen sich zu großen Interessengruppen zusammen. Die Annäherungstheorie gewinnt in Zeiten der Immigration vermehrt praktische Bedeutung. Mit ihrer Hilfe lässt sich erklären, wie sich alteingesessene, starre Gesellschaften von Zuzüglern bedroht fühlen. Individueller, schon lange schlummernder Fremdenhass führt zur Annäherung von Menschen mit denselben Interessen und Bedingungen. Nach dieser Konvergenztheorie handelt die Masse nicht irrational, sondern verdichtet die individuell bereits seit Langem vorhandenen Gefühle.</p>
<p>Hinter kollektiven Kränkungen stehen letztlich immer „affektenergetische Motoren“, die vor allem auf Gruppen eine enorme denk- und verhaltensregulierende Kraft entwickeln können. So entfalten vergangene und aktuelle Emotionen eine gewaltige Wirkung auf die kollektive Aufmerksamkeit, das kollektive Gedächtnis und das kollektive Denken. Daraus können kollektive Logiken der Angst, Wut, Freude oder Trauer entstehen. Aus diesen bilden sich gruppen- oder kulturspezifische Mentalitäten oder Ideologien. Quelle: „Die Macht der Kränkung“ von Reinhard Haller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Träume sind spannender als Video-Clips</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Apr 2021 01:00:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmerksamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Traum]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine Zeit, die so von Bildern geprägt ist wie die heutige, müsste die inneren Bilderwelten ebenso zu schätzen wissen wie die äußeren. Daher ist es für Georg Milzner merkwürdig, dass Menschen stundenlang Youtube-Videos ansehen können, sich oft für ihre Träume wenig interessieren: „Denn Träume sind allemal spannender als Clips, und überdies haben sie etwas mit uns zu tun.“ Ob man sie als Botschaften des Unbewussten liest oder ob man, wie der Wissenschaftstheoretiker Paul Feyerabend einmal sagte, beim Träumen bloß die „Show“ genießt, ist dabei zunächst einmal unwesentlich. Als Psychologe des&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Zeit, die so von Bildern geprägt ist wie die heutige, müsste die inneren Bilderwelten ebenso zu schätzen wissen wie die äußeren. Daher ist es für Georg Milzner merkwürdig, dass Menschen stundenlang Youtube-Videos ansehen können, sich oft für ihre Träume wenig interessieren: „Denn Träume sind allemal spannender als Clips, und überdies haben sie etwas mit uns zu tun.“ Ob man sie als Botschaften des Unbewussten liest oder ob man, wie der Wissenschaftstheoretiker Paul Feyerabend einmal sagte, beim Träumen bloß die „Show“ genießt, ist dabei zunächst einmal unwesentlich. Als Psychologe des Unbewussten arbeitet Georg Milzner oft mit Träumen. Und er macht dabei immer wieder dieselbe Erfahrung: Menschen, die sich um ihre Träume jahrelang nicht gekümmert haben, ja, sich nicht einmal sicher waren, ob sie überhaupt träumen, werden plötzlich neugierig. Georg Milzner ist Diplompsychologe und arbeitet in eigener Praxis als Psychotherapeut. <span id="more-2635"></span></p>
<p><strong>Viele können ihre Träume nicht mehr wahrnehmen</strong></p>
<p>Und zwar, weil die Welt der Träume so reichhaltig, so faszinierend und letzten Endes so abenteuerlich ist, dass ein paar Videos ihr schwerlich Konkurrenz machen können. Wenn man auf der Suche nach dem ist, was die eigene Person ausmacht, sind Träume ein ausgezeichneter Weg. Träumen im Informationszeitalter – das wird für viele erst einmal seltsam klingen. Aber bei Licht betrachtet, ist dies eine ausgesprochen sinnvolle Ergänzung. Für Georg Milzner sind Träume das natürliche Gegenstück zu den Youtube-Clips. </p>
<p>Die Clips sind draußen, im Netz und stammen von anderen Leuten, denen ich meine Aufmerksamkeit schenke, indem ich ihre Filme betrachte. Die Träume dagegen sind innen und stammen vom eigenen Selbst. Und das eigene Selbst ist es, das Aufmerksamkeit bekommt, indem man es wahrnimmt. Sich mit Träumen zu beschäftigen heißt zunächst einmal, Träume überhaupt wieder wahrzunehmen. Viele können dies nicht mehr oder vermuten, sie würde überhaupt nicht träumen. </p>
<p><strong>Träume gleichen der bewussten Außenwelt</strong></p>
<p>Das aber stimmt nicht, wie man aus der Schlaf- und Traumforschung weiß. Vielmehr ist das Wahrnehmen und Erinnern von Träumen einmal mehr eine Sache der Verteilung der Aufmerksamkeit. Wer Träume wieder wahrnehmen möchte, der muss nur eine kleine Regel beherzigen: Man sollte nach dem ersten Aufwachen alles auf einen Zettel notieren oder ins Smartphone sprechen, was an Traumerinnerung noch vorhanden ist. Dies sollte unbedingt vor dem ersten Kaffee oder dem Gang zur Toilette passieren, denn beide lassen die Erinnerung an den Traum oft verschwinden. </p>
<p>Georg Milzner weiß: „Anfangs ist das meist wenig. Aber gerade dann ist das Notieren wichtig, denn damit geben wir uns gewissermaßen das Signal, Träume wieder wichtig zu nehmen.“ Wer dieser Regel folgt, macht die Erfahrung: Nach wenigen Tagen nimmt die Erinnerung an Träume zu. Als hätte man nie damit aufgehört, träumt man wieder bewusster und reichert damit seine Erlebnisse mit neuen Inhalten an. Träume werden ja erlebt wie bewusstes Leben in der Außenwelt – nur eben ohne äußere Regung. Quelle: „Wir sind überall, nur nicht bei uns“ von Georg Milzner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Das Unbewusste sollte mit Respekt behandelt werden</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/das-unbewusste-sollte-mit-respekt-behandelt-werden.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2020 10:13:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Geist]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Unbewusstes]]></category>
		<category><![CDATA[Unterbewusstsein]]></category>
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					<description><![CDATA[Der berühmte amerikanische Schriftsteller Norman Mailer hielt sein Unbewusstes für einen vollwertigen Partner bei seinen schriftstellerischen Projekten. Er sah in ihm einen Gefährten, der es verdiente, mit Respekt behandelt zu werden. John Bargh weiß: „Er war der festen Überzeugung, dass er eine verlässliche, vertrauensvollen Beziehung zu den verborgenen Sphären seines Geistes eingehen musste.“ Das Unbewusste erkennt die wichtigen Ziele eines Menschen daran, wie oft er bewusst an sie denkt und wie viel Zeit und Mühe er für sie aufwendet. Die persönlichen Werte, Gefühle und Entscheidungen werden dann vor allem bei&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der berühmte amerikanische Schriftsteller Norman Mailer hielt sein Unbewusstes für einen vollwertigen Partner bei seinen schriftstellerischen Projekten. Er sah in ihm einen Gefährten, der es verdiente, mit Respekt behandelt zu werden. John Bargh weiß: „Er war der festen Überzeugung, dass er eine verlässliche, vertrauensvollen Beziehung zu den verborgenen Sphären seines Geistes eingehen musste.“ Das Unbewusste erkennt die wichtigen Ziele eines Menschen daran, wie oft er bewusst an sie denkt und wie viel Zeit und Mühe er für sie aufwendet. Die persönlichen Werte, Gefühle und Entscheidungen werden dann vor allem bei wichtigen Zielen so zurechtgebogen, wie es zur Erreichung dieser Ziele am dienlichsten ist. Das hat zur Folge, dass sich die eigenen Ansichten und Einstellungen in einigen Punkten radikal ändern können. Prof. Dr. John Bargh ist Professor für Psychologie an der Yale University, wo er das Automaticity in Cognition, Motivation, and Evaluation (ACME) Laboratory leitet. <span id="more-2408"></span></p>
<p><strong>Der Geist arbeitet an der Zukunft eines Menschen</strong></p>
<p>Hinter den Kulissen arbeiten die Menschen unbewusst an ihren wichtigsten Zielen. Sie nutzen die Auszeiten am Tag, in denen das Bewusstsein mit keiner anderen Aufgabe beschäftigt ist, und diejenigen nachts, während sie schlafen. Wie ein Wachposten halten sie stets aufmerksam Ausschau nach Informationen, die für dieses Ziel relevant sind, und registrieren potenziell nützliche Ereignisse und Objekte. Diese würden sie sonst vielleicht übersehen. Und sie versuchen, Antworten zu finden, die sich beim bewussten Nachdenken einfach nicht einstellen wollen.</p>
<p>Unterhalb der bewussten Wahrnehmung arbeitet der Geist fortwährend an der Zukunft eines Menschen. Tatsächlich haben die Neurowissenschaften gezeigt, dass dies der Standardmodus des Geistes ist. Wenn nichts anderes geschieht, verbringt er damit seine Zeit. John Bargh erläutert: „Er arbeitet an wichtigen Problemen, die in der Vergangenheit oder der Gegenwart noch nicht gelöst worden sind, aber gelöst werden müssen. Er führt uns auf jede erdenkliche Weise in eine Zukunft, in der wir unsere wichtigen Ziele erreichen, unseren wichtigen Bedürfnisse gestillt und unsere wichtigsten Probleme behoben haben.“</p>
<p><strong>Die Kreativität lebt von unbewussten spontanen Einfällen</strong></p>
<p>In Phasen des unbewussten Denkens gelingt es Menschen besser, viele verschiedene relevante Merkmale und Informationselemente zu kombinieren und zu integrieren. Und bei den ersten Untersuchungen der Kreativität, der menschlichen Fähigkeit, unkonventionelle Lösungen für scheinbar unlösbare Probleme  und Dilemmata zu finden, hat sich folgendes herausgestellt. Solche Lösungen bringen Menschen oftmals durch unbewusste spontane Einfälle oder Aha-Erlebnisse hervor, die dann in vollständiger Form ans Bewusstsein übermittelt werden.</p>
<p>Viele Menschen kleben zu sehr am üblichen Verwendungszweck eines Objekts, sodass ihnen andere, kreativere Einsatzmöglichkeiten entgehen. Dies geschieht besonders, wenn sie unter Zeitdruck stehen oder im Stress sind. Der amerikanische Psychologe Norman Maier fand heraus, dass unbewusste Mechanismen bei der Problemlösung im Vergleich zum bewussten Denken weniger durch einen Aufmerksamkeitsfokus eingeschränkt sind. Deshalb ermöglichen sie manchmal neuartige Lösungen, wo dies dem bewussten logischen Denken nicht gelingt. Quelle: „Vor dem Denken“ von John Bargh</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Seele besteht aus einer Triade</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Aug 2020 05:48:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bewusstsein]]></category>
		<category><![CDATA[Ich]]></category>
		<category><![CDATA[Seele]]></category>
		<category><![CDATA[Sigmund Freud]]></category>
		<category><![CDATA[Unbewusstes]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit seiner Studie „Das Ich und das Es“ legte Sigmund Freud 1923 das Gefüge der Seele erstmals als Triade fest. Begründet wird es durch drei Kräfte, die in wechselseitiger Abhängigkeit stehen. Keine dieser Kräfte ist selbstständig, keine kann allein die Überhand gewinnen. Peter-André Alt ergänzt: „Es und Über-Ich streben auf unterschiedliche Weise nach Erfüllung der in ihnen angelegten Potentiale, sind aber aufeinander angewiesen.“ Energetische Tendenz und ökonomische Organisation der drei Instanzen fallen sehr unterschiedlich und auch in sich spannungsreich aus – das ist der Grund für die seelische Instabilität des&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit seiner Studie „Das Ich und das Es“ legte Sigmund Freud 1923 das Gefüge der Seele erstmals als Triade fest. Begründet wird es durch drei Kräfte, die in wechselseitiger Abhängigkeit stehen. Keine dieser Kräfte ist selbstständig, keine kann allein die Überhand gewinnen. Peter-André Alt ergänzt: „Es und Über-Ich streben auf unterschiedliche Weise nach Erfüllung der in ihnen angelegten Potentiale, sind aber aufeinander angewiesen.“ Energetische Tendenz und ökonomische Organisation der drei Instanzen fallen sehr unterschiedlich und auch in sich spannungsreich aus – das ist der Grund für die seelische Instabilität des Menschen. Bereits in Sigmund Freuds Traumtheorie ist das Unbewusste vom Vorbewussten und Bewusstsein zwar räumlich – im übertragenen Sinn – getrennt, jedoch wirken die Bereiche ineinander. Peter-André Alt ist Professor für Neuere Deutsche Literaturgeschichte an der Freien Universität Berlin. <span id="more-2335"></span></p>
<p><strong>Das Ich hat seine Vormachtstellung eingebüßt</strong></p>
<p>Ähnlich fasste es Sigmund Freud in seinem neuen Entwurf von 1923 zusammen und betonte dies später immer wieder: „Ich, Es und Über-Ich bilden keine streng zu scheidenden Ebenen, aber auch keine friedlichen Paarverbindungen aus.“ Ich und Es sind gleichberechtigt, die zwar direkte Feindschaft ausschließt, aber auch besagt, dass das Ich seine Vormachtposition eingebüßt hat. Die Botschaft der Traumdeutung dachte Sigmund Freud jetzt in voller Konsequenz zu Ende: „Das Ich bekleidet im seelischen Apparat nur den Rang eines „konstitutionellen Monarchen“ mit eingeschränkten Herrschaftsbefugnissen.“</p>
<p>Einen Zugang zum psychischen System schuf allein die Einsicht in seinen dynamischen Charakter. Peter-André Alt erläutert: „Alle drei Kräfte teilen miteinander die Besonderheit, dass sie veränderlich sind und im Laufe des menschlichen Lebens unterschiedliche Gestalt, Prägung oder Gewichtung gewinnen können.“ Sigmund Freud begann seine Überlegungen, indem er das Unbewusste als eine Kategorie bestimmte, die man nur über die Ebene der Verdrängung erkennen kann. Es existiert entweder latent im Vorbewussten oder verdrängt, jenseits jeder Zugänglichkeit für das Bewusstsein.</p>
<p><strong>Alles Verdrängte bleibt unbewusst</strong></p>
<p>Das Unbewusste fällt zwar nicht mit dem Verdrängten zusammen, weil es auch Bereiche umfasst, die niemals bis zur Stufe des Verdrängtwerdens vorstoßen; umgekehrt aber gilt, dass alles Verdrängte unbewusst bleibt. Diese Definition war für Sigmund Freud wichtig, weil sie die doppelte Besetzung des Unbewussten zeigte – eine Art zweifacher Abwesenheit, aufgehoben in der Nichtzugänglichkeit des Verdrängten oder in der Nichtzugänglichkeit dessen, was bewusstseinsunfähig ist. Den gesamten Bereich, der hier zu Gesicht kam, nannte Sigmund Freud mit einem Begriff Georg Groddecks das „Es“.</p>
<p>Das Ich ist wiederum durch direkte Wirkungen sichtbar und bildet „diejenige seelische Instanz, welche eine Kontrolle über all ihre Partialvorgänge ausübt, welche zur Nachtzeit schlafen geht und dann immer noch die Traumzensur handhabt.“ Das Ich bleibt dennoch keine unabhängige Größe, denn es ist vom Unbewussten nicht klar abgeschieden. Es verhält sich so Sigmund Freud, wie ein Reiter zu einem wilden Pferd, dessen Kräfte niemals gebannt, im günstigsten Fall nutzbringend eingesetzt werden können. Quelle: „Sigmund Freud“ von Peter-André Alt</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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