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	<title>Übel &#8211; Psychologie Guide</title>
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		<title>Schuldzuweisungen schaden dem Selbstwert</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Aug 2023 01:00:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Empathie]]></category>
		<category><![CDATA[Schuldgefühle]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine andauernde, wenn auch falsche Schuldzuweisung ist leider irgendwann erfolgreich und sei sie noch so abstrus. Helga Kernstock-Redl weiß: „Denn steter Tropfen höhlt jeden Selbstwert, nur ein völlig lernunfähiges Gehirn wäre gefeit. Der unspezifische, ungute Eindruck, wohl doch die Ursache für das aktuelle Übel des anderen zu sein, stellt sich ein.“ Besonders schwierig zu entdecken sind nonverbale Schuldzuweisungen, die das wachsame Auge der Logik unterfliegen: Blicke, Seufzer, subtile Vorwürfe. Sie nähren eine innere Überzeugung, die wie ein Damoklesschwert jederzeit schlagend werden kann: „Wenn etwas nicht funktioniert, bin immer ich schuld. Es liegt an mir.“ Das ist selbstverständlich immer falsch. Sind Sie tatsächlich so allmächtig und enorm wichtig, dass Sie tatsächlich an allen Übeln wirklich schuld sein könnten? Helga Kernstock-Redl ist Psychologin und Psychotherapeutin. Sie beschäftigt sich vor allem mit der Psychologie der Gefühlswelt. <span id="more-4717"></span></p>
<p><strong>Manche Schuldgefühle überschatten jedes eigene Glück</strong></p>
<p>Eine häufig unerkannte Ursache für unberechtigte Schuldgefühle ist die Empathie mit jemandem, der selbst unter Schuldgefühlen leidet. Viele Menschen haben das vermutlich bei Ärger, Angst oder Scham schon selbst erlebt. Es ist überaus peinlich, wenn sich der andere schämen muss, oder man ärgert sich sofort mit, wenn jemand einem von seinem Ärger berichtet. Vorrangig wichtig ist, überhaupt zu erkennen, dass eine solche Ansteckung passiert ist. </p>
<p>In manchen herzensguten Menschen treibt ein ungerechtfertigtes Schuldgefühl sein Unwesen, das seine Energie aus der Regel bezieht: „Mir darf es nicht gut gehen, weil es jemand anderem schlecht geht.“ Wer einem so lebensfeindlichen innerem Gesetz folgt, für den überschattet das Schuldgefühl zwangsläufig jedes eigene Glück. Hat man jemandem Unrecht getan, zwingen einen die Schuldgefühle förmlich, recht oft an die geschädigte Person zu denken. Man beschäftigt sich mir ihr und der eigenen Schuld, das Gehirn sucht verzweifelt nach Möglichkeiten der Wiedergutmachung oder malt sich aus, welch großes Leid man verursacht haben könnte. </p>
<p><strong>Ein Mensch kann sich schuldig und zugleich als Opfer fühlen</strong></p>
<p>Helga Kernstock-Redl stellt fest: „Wir Menschen mit unseren beständig arbeitenden Gehirnen können uns bei entsprechendem innerem Regelwerk sehr leicht schuldig und zugleich als Opfer fühlen.“ Sogar sich selbst gegenüber, weil man sich „etwas angetan“ hat. Ein komplexes Gehirn vollbringt solche Meisterleistungen. Wieder sind es jene mit ehrgeizigen Ansprüchen an sich selbst, die sich – zusätzlich zu all dem Stress – mit Selbstvorwürfen geißeln. </p>
<p>Andere wieder haben starke Schuldgefühle wegen eigener Entscheidungen, die sie in der Vergangenheit getroffen haben, unter denen sie heute am meisten leiden: Opfergefühl steht in der Innenwelt neben Schuldgefühl, Verzweiflung neben Ärger über sich selbst. Man merkt: Das menschliche Gehirn ist enorm erfinderisch. Helga Kernstock-Redl fasst zusammen: „Alle hier besprochenen Varianten von Schuldgefühlen sind vermutlich zumindest zum Teil ungerechtfertigt, aber trotzdem real da.“ Quelle: „Schuldgefühle“ von Helga Kernstock-Redl</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Jeder ist von einem Berg an Übeln umgeben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Oct 2021 01:00:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Moral]]></category>
		<category><![CDATA[Übel]]></category>
		<category><![CDATA[Verdrängung]]></category>
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					<description><![CDATA[Anderes als frühere Generationen ist der Einzelne heute von einem Berg an Übeln umgeben, für die er unmittelbar verantwortlich ist. Zum Beispiel für die Methoden, mit denen die Rohstoffe für seine Unterwäsche oder sein Handy gewonnen wurden. Ein Smartphone ist der Beweis dafür, dass die gesamte Umgebung ständig von Ausbeutung und Umweltschäden belastet ist. Nadav ... <a title="Jeder ist von einem Berg an Übeln umgeben" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/jeder-ist-von-einem-berg-an-uebeln-umgeben.html" aria-label="Mehr Informationen über Jeder ist von einem Berg an Übeln umgeben">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Anderes als frühere Generationen ist der Einzelne heute von einem Berg an Übeln umgeben, für die er unmittelbar verantwortlich ist. Zum Beispiel für die Methoden, mit denen die Rohstoffe für seine Unterwäsche oder sein Handy gewonnen wurden. Ein Smartphone ist der Beweis dafür, dass die gesamte Umgebung ständig von Ausbeutung und Umweltschäden belastet ist. Nadav Eyal stellt fest: „Wir können wenig tun, um das Ausmaß unserer Komplizenschaft einzugrenzen. Außerdem sind wir uns, im Gegensatz zu unseren Vorfahren, dieses moralischen Versagens zutiefst bewusst.“ Selbst wenn man lieber nichts davon wissen will, könnte man zumindest davon wissen. Nun kann der Mensch zum Einsiedler werden und sich ganz von der Zivilisation abkoppeln. Oder er schließt sich Gemeinschaften an, die versuchen, die Ausbreitung dieser Übel zu vermeiden. Nadav Eyal ist einer der bekanntesten Journalisten Israels. <span id="more-3036"></span></p>
<p><strong>Viele Menschen sind moralisch überfordert</strong></p>
<p>Diese Gemeinschaften lehnen das gesamte industrielle Leben für sich ab. Solche radikalen Entscheidungen nehmen wohl zu und vermutlich entstehen immer mehr Gemeinschaften dieser Art. Doch es ist auch anzunehmen, dass die meisten Menschen diesen Weg nicht beschreiten. Sie müssen damit leben, dass die für sie verfügbaren Informationen zu den Übeln, die sie mitzuverantworten haben, beständig zunehmen. Dagegen nimmt das Empfinden, diese beeinflussen zu können, beständig ab.</p>
<p>Im für die Globalisierung charakteristischen Bewusstseinszustand fühlt sich der Mensch von einem griechischen Chor umringt. Dieser ruft ihm zu: Ausbeutung, Verseuchung, Augenverschließen, Schande, Schande, Schande. Nadav Eyal weiß: „Dieses Bewusstsein ist kräftezehrend und führt zu einer Art moralischen Überforderung.“ Von der „Globalisierung der Gleichgültigkeit“ sprach Papst Franziskus einmal in Bezug auf die Haltung der Welt zum Syrienkrieg. Apathie gegenüber den anderen, die Neigung, das Unrecht zu ignorieren, das dem Anderen und Fremden angetan wird, sind in der menschlichen Erfahrung nicht neu.</p>
<p><strong>Verdrängung ist ein psychologischer Schutzmechanismus</strong></p>
<p>Das 20. Jahrhundert war in dieser Hinsicht von allen Epochen die verkommenste. Doch früher gab es die glaubwürdige Erklärung, dass es an zuverlässigen Informationen mangelte. Möglicherweise nahm nicht das Unrecht zu, sondern wuchs das Wissen darüber exponentiell. Die Gleichgültigkeit schlägt manchmal um in eine Revolte, eine Revolte, die aus der Verdrängung entsteht. Die Menschen rebellieren gegen die Machtsysteme, die ihnen Fakten darlegen, die sie nicht akzeptieren wollen.</p>
<p>Und sie tun das, weil ihnen das Verdrängen leichtfällt. Verdrängung ist ein starker und manchmal gesunder psychologischer Schutzmechanismus. Aber sie ist keine gute Methode, um Politik zu gestalten. Wer umweltschädlich handelt und sich vormacht, so schlimm sei es schon nicht, zeigt ein ziemlich menschliches Verhalten. Denn es gibt ein volksnahes und authentisches Bemühen, die Wahrheit wegen ihrer Brutalität zu leugnen. Je weiter die moralische Entfremdung um sich greift und je heftiger die Willkür zuschlägt, desto mehr suchen die Menschen nach Bekanntem und Vertrautem. Quelle: „Revolte“ von Nadav Eyal</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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