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	<title>Trotzphase &#8211; Psychologie Guide</title>
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		<title>Die Trotzphase ist für alle sehr anstrengend</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Mar 2023 02:00:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Autonomie]]></category>
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					<description><![CDATA[Wut, Geschrei, Tränen: Die Trotzphase ist anstrengend – für Kinder genauso wie für Eltern. Patrizia Burgmayer erklärt: „Die einen ordnen den Beginn der Trotzphase im zweiten Lebensjahr ein, die anderen sehen sie schon im Babyalter. Die Pädagogin und Buchautorin Susanne Mierau beschreibt dazu etwa die Situation, wenn sich ein Baby beim Wickeln abwendet und zu ... <a title="Die Trotzphase ist für alle sehr anstrengend" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/patrizia-burgmayer-trotzphase.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Trotzphase ist für alle sehr anstrengend">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wut, Geschrei, Tränen: Die Trotzphase ist anstrengend – für Kinder genauso wie für Eltern. Patrizia Burgmayer erklärt: „Die einen ordnen den Beginn der Trotzphase im zweiten Lebensjahr ein, die anderen sehen sie schon im Babyalter. Die Pädagogin und Buchautorin Susanne Mierau beschreibt dazu etwa die Situation, wenn sich ein Baby beim Wickeln abwendet und zu wehren versucht. Noch schaffe man es leicht, das Baby abzulenken. Bei Kleinkindern wird das schwieriger. Grundsätzlich ist die Trotzphase nichts Schlechtes, sondern ein Entwicklungsschritt: „Kinder möchten die Welt entdecken, brauchen gleichzeitig die Geborgenheit er Eltern“, heißt es etwa im Bayerischen Erziehungsratgeber, dem Online-Erziehungsratgeber des Bayerischen Landesjugendamtes. Hin- und hergerissen von beiden Bedürfnissen seien sie verunsichert. Diese inneren Spannungen führen oft zu heftigen Gefühlsausbrüchen. Motto: „Ich will aber!“ <span id="more-4404"></span></p>
<p><strong>Experten sprechen bei der Trotzphase oft von der Autonomiephase</strong></p>
<p>Wenn der Nachwuchs auf dem Spielplatz, an der Supermarktkasse oder beim Anziehen eine lautstarke Szene macht, schwanken Eltern häufig zwischen der eigenen Wut und Hilflosigkeit. Denn viele Mamas und Papas würden es nach den zahlreichen schlaflosen Nächten des Zahndurchbruchs und der ersten Kita-Infektionen gern ruhiger angehen lassen. Patrizia Burgmayer ergänzt: „Und oft ist auch noch ein Baby im Haus – eine zweijähriger Altersabstand von Geschwister ist recht häufig.“</p>
<p>Manche fragen sich, ob die Konflikte jetzt bis zur Pubertät so weitergehen. Die schlechte Nachricht lautet: Im Grunde schon. Die gute: Dass sich Kinder von den Eltern distanzieren, ist ein wichtiger Schritt in der Entwicklung. Patrizia Burgmayer weiß: „Statt von Trotzphase sprechen Experten gern von der Autonomiephase. Denn unabhängig zu werden, ist überlebenswichtig.“ Es sei ein menschliches Grundbedürfnis und damit etwas Gutes, erklärt die Kindheitspädagogin Kathrin Hohmann. Aber grau ist bekanntlich alle Theorie. </p>
<p><strong>Kinder brauchen eine feste Bindung zu den Eltern</strong></p>
<p>Eltern müssen mit der Wirklichkeit klarkommen, und die ist bei einem Trotzanfall meist laut, unschön und sehr anstrengend. Der Bayerische Erziehungsratgeber listet eine ganze Reihe von Tipps auf, welche die Nerven von Müttern und Vätern schonen helfen sollen. Ein Rat lautet: „Je mehr Freiräume ein Kind hat, desto weniger wird es zu Trotzanfällen kommen. Je weniger Neins, desto wirkungsvoller sind sie.“ Zudem sollten Eltern ihrem Nachwuchs Entscheidungshilfen anbieten. </p>
<p>Zweijährige Kinder sind bei Entscheidungen schnell überfordert. Mamas und Papas sollten daher das Kind zwar einbeziehen bei Entscheidungen, aber ihm klare Hilfestellungen geben und die Auswahl begrenzen. Pädagogin Susann Mierau betont: „Obwohl Kinder nach mehr Autonomie streben, brauchen sie eine feste Bindung zu den Eltern.“ Erwachsene sollten im Falle eines Trotzanfalls ihres Kindes auch das eigene Verhalten thematisieren, vor allem, wenn es unbeherrscht war, heißt es im Bayerischen Erziehungsratgeber. Dabei könnte auch eine Entschuldigung angebracht sein. Quelle: „Ich will aber!“ von Patrizia Burgmayer in der „Abendzeitung“ vom 18./19. Februar 2023</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Trotz beginnt schon in der Babyzeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Oct 2022 01:00:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Baby]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Alter zwischen zwei und sechs Jahren können simple Situationen heftigen Trotz auslösen. Für Eltern ist die Autonomiephase, wie man die Zeit der beginnenden Selbstständigkeit des Kleinkindes nennt, oft belastend. Wie reagiert man auf Wutanfälle? Und wie können Kinder lernen, mit Gefühlsausbrüchen umzugehen? Kinder wissen schon früh, was sie wollen. Und das teilen sie deutlich ... <a title="Trotz beginnt schon in der Babyzeit" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/evelyn-steinbach-trotzphase-kind.html" aria-label="Mehr Informationen über Trotz beginnt schon in der Babyzeit">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Alter zwischen zwei und sechs Jahren können simple Situationen heftigen Trotz auslösen. Für Eltern ist die Autonomiephase, wie man die Zeit der beginnenden Selbstständigkeit des Kleinkindes nennt, oft belastend. Wie reagiert man auf Wutanfälle? Und wie können Kinder lernen, mit Gefühlsausbrüchen umzugehen? Kinder wissen schon früh, was sie wollen. Und das teilen sie deutlich mit. „Trotz beginnt schon in der Babyzeit“, erklärt die Pädagogin und Buchautorin Susanne Mierau. Zum Beispiel, wenn es sich abwendet und nicht wickeln lassen will, so die Expertin. Noch schafft man es, das Baby abzulenken. Ab zwei Jahren wird das schwieriger. Die Sprache kommt dazu, die Kinder werden stärker und motorisch geschickter. Ein lautstarkes „Nein“ oder „Ich will aber nicht“ ist nicht mehr zu überhören. <span id="more-4017"></span></p>
<p><strong>Frust und Enttäuschung gehören zum Alltag von Kleinkindern</strong></p>
<p>„Die Hochphase der Autonomiebestrebungen liegt bei drei bis vier Jahren“, sagt Sebastian Arnold vom Berufsverband der Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten (bkj). „Kinder lernen in dieser Zeit, dass sie einen eigenen Willen haben und bestimmen können, kommen aber in ihrem Ausdruck an ihre Grenzen.“ Eltern sollten die Phase gut begleiten. Denn „wie Kinder sie durchleben, hat Auswirkungen auf das gesamte Leben“, so Susanne Mierau. Frust und Enttäuschung gehören im Alltag von Kleinkindern, wo viel Neues entdeckt wird, dazu. </p>
<p>„Das Gehirn befindet sich noch in der Reifung“, sagt Sebastian Arnold. Kinder müssen erst lernen, mit ihren Gefühlen umzugehen. „Eine Trotzreaktion ist wie ein Kurzschluss“, meint er. „Die Sicherung brennt durch und es fehlt noch an einem Weg daran vorbei.“ Gleichzeitig lernt das Kind viel über seine Wirkung auf andere. „Wenn Kinder ihre Eltern ärgern, dann vor dem Hintergrund zu schauen, was sie bewirken können“, so der Familientherapeut. Bewusstes provozieren stecke nicht dahinter, das können sie erst viel später. </p>
<p><strong>Alte Erziehungsstile haben ausgedient</strong></p>
<p>Trotzen ist demnach kein Fehlverhalten, sondern eine innere Not, die raus muss. „Wenn Gefühle unterdrückt werden, kommen sie später als Bumerang zurück“, weiß Sebastian Arnold. Oft seien solche Kinder dann im Grundschulalter oder in der Pubertät auffälliger. Susanne Mierau warnt vor alten Erziehungsstilen: „Kinder mussten früher gehorchen, sie durften keinen eigenen Willen zeigen, und wenn doch, so wurden Strafen eingesetzt, um diesen zu unterdrücken“, erzählt sie. </p>
<p>Besser ist, in einer Trotzreaktion ruhig zu bleiben, durchzuatmen und abzuwarten, so der Experte. „Oft hilft es, den Wutanfall auszusitzen und einfach in der Nähe des Kindes zu bleiben – etwa mit Körperkontakt, wenn es das zulässt,“ sagt er. Auf ein Kind einzureden, bringt wenig. „Die vielen Worte kommen gar nicht an.“ Äußert sich die Wut körperlich, sollten Eltern sagen: „Mir tut es weh, wenn du mich haust.“ Selbst laut und wütend zu werden ist keine gute Idee. „Das verschlechtert die Situation“, sagt Susanne Mierau. Quelle: „Die Trotzphase des Kindes meistern“ von Evelyn Steinbach in der „Passauer Neuen Presse“ vom 29. September 2022</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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