<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Tiefenpsychologie &#8211; Psychologie Guide</title>
	<atom:link href="https://www.psychologie-guide.de/tag/tiefenpsychologie/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.psychologie-guide.de</link>
	<description>Alles über Psychologie</description>
	<lastBuildDate>Fri, 01 Jan 2016 12:39:39 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>
	<item>
		<title>Die Intentionalität ist die Urströmung der Seele</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/die-neurosenlehre-des-harald-schultz-hencke.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/die-neurosenlehre-des-harald-schultz-hencke.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Psychologie Guide]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 May 2012 03:00:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kindheit]]></category>
		<category><![CDATA[Mutter]]></category>
		<category><![CDATA[Neurose]]></category>
		<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Sigmund Freud]]></category>
		<category><![CDATA[Tiefenpsychologie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wissen57.de/?p=4655</guid>

					<description><![CDATA[Die Ideen der Neurosenlehre von Harald Schultz-Hancke sind nach seinen eigenen Worten eine Mischung der Ideen von Sigmund Freud, Alfred Adler und C.G. Jung. Dennoch hatte seine Form der Psychoanalyse durchaus etwas Originelles, da er in seine Lehre nicht nur die Tiefenpsychologie, sondern auch die Biologie, die Philosophie und die Humanwissenschaften hineingearbeitet hatte. Vor allem kritisierte Harald Schultz-Hancke den psychoanalytischen Triebbegriff und das Konstrukt der Libido. Triebe waren seiner Meinung nach erschlossene seelische Instanzen, die nicht direkt beobachtet werden können. Er vertrat das Konzept, dass Seelenleben durch eine Vielzahl von autochthonen Antriebserlebnissen oder Bedürfnissen bewegt werden.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Ideen der Neurosenlehre von Harald Schultz-Hencke sind nach seinen eigenen Worten eine Mischung der Ideen von Sigmund Freud, Alfred Adler und C.G. Jung. Dennoch hatte seine Form der Psychoanalyse durchaus etwas Originelles, da er in seine Lehre nicht nur die Tiefenpsychologie, sondern auch die Biologie, die Philosophie und die Humanwissenschaften hineingearbeitet hatte. Vor allem kritisierte Harald Schultz-Hancke den psychoanalytischen Triebbegriff und das Konstrukt der Libido. Triebe waren seiner Meinung nach erschlossene seelische Instanzen, die nicht direkt beobachtet werden können. Er vertrat das Konzept, dass Seelenleben durch eine Vielzahl von autochthonen Antriebserlebnissen oder Bedürfnissen bewegt werden. <span id="more-130"></span></p>
<p><strong>Das Band des Kindes zur Welt</strong></p>
<p>Für Harald Schultz-Hencke ist die Tafel der Antriebe eines Sigmund Freud zu karg und zu oberflächlich ausgefallen. Für ihn genügt es n nicht für falsch, aber für unvollständig. Er ergänzt und erweitert die Befunde von Sigmund Freud, indem er das Schema der prägenitalen Libidostufen hinter sich lässt und eine Entwicklungspsychologie entwickelt, die realistischer und lebensnäher als die von Sigmund Freud zu sein scheint.</p>
<p>Nach Harald Schultz-Hencke ist das klassisch Seelische ganz einfach das intentionale Antriebserleben, das heißt die Zuwendung des Menschen zur Welt und die Teilhabe an ihr. Schon in den ersten Lebenswochen knüpft das Neugeborene laut Harald Schultz-Hencke ein Band zur Welt, die ihm durch die Mutter beziehungsweise durch die nahrungsspendende Brust dargeboten wird. Die Intentionalität ist für ihn die Urströmung in der Psyche. Von diesem Schicksal des Erlebnisstroms im ersten Lebensjahr hängt sehr viel von der späteren Form der Persönlichkeit eines Menschen ab.</p>
<p><strong>Die Urform der Aggression</strong></p>
<p>Bald wird das Intentionale aber laut Harald Schultz-Hencke von dem Wunsch überlagert, von der Welt Besitz zu ergreifen. Mit gezielten Bewegungen ergreift der Säugling die Umwelt und will sie festhalten. Er verallgemeinert das Thema der analen Lust und postuliert ein retentives Antriebserleben, einen Wunsch und Willen zu behalten, was man besitzt. Sobald das Kind gehen und stehen kann, bemächtigt es sich auch motorisch seiner Umwelt. Beim Spielen will es das Innere der Gegenstände erforschen und macht sie dabei manchmal kaputt, wodurch das destruktive Wesen des Menschen zum Vorschein kommen könnte.</p>
<p>Harald Schultz-Hencke widerspricht diesem uralten Vorurteil. Nach seiner Ansicht ist die Urform der Aggression das Herangehen an die Dinge. Wenn ein Kind diesbezüglich frei agieren darf, dann wird es seiner Meinung nach kaum lebenslängliche Zerstörungswut entwickeln. Vielleicht ermöglicht ein Zerstörendürfen in der Kindheit sogar die spätere Schaffenskraft und Werkfreude eines Menschen, die für seine psychische Gesundheit verantwortlich sind.</p>
<p><strong>Kurzbiographie: Harald Schultz-Hencke</strong></p>
<p>Das Hauptwerk von Harald Schultz-Hencke trägt den Titel „Der gehemmte Mensch“. Zu seinen weiteren bedeutenden Werken zählen „Einführung in die Psychoanalyse“, „Schicksal und Neurose“, „Lehrbuch der Traumanalyse“, das „Lehrbuch der analytischen Psychotherapie und „Das Problem der Schizophrenie“. Harald Schultz-Hencke starb mit 61 Jahren an den Folgen einer Blinddarmoperation.</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/die-neurosenlehre-des-harald-schultz-hencke.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Traumdeutung des Victor-Emil von Gebsattel</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/die-traumdeutung-des-victor-emil-von-gebsattel.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/die-traumdeutung-des-victor-emil-von-gebsattel.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Psychologie Guide]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Dec 2011 03:00:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Sigmund Freud]]></category>
		<category><![CDATA[Tiefenpsychologie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wissen57.de/?p=4096</guid>

					<description><![CDATA[Alle Gründungsväter der Tiefenpsychologie haben eigenständige Theorien über den Traum entwickelt, die zu ihrem Menschenbild und ihrer Weltanschauung passten. Sigmund Freud entdeckte beispielsweise in den Träumen infantile Sexualwünsche, Alfred Adler das Wechselspiel von Minderwertigkeitsgefühl und Machtbedürfns bewusst und hegt nicht die Illusion, die flüchtigen Erscheinungen der Tätigkeit des Bewusstseins während des Schlafes durch eine einzige und einheitliche Theorie erklären zu können.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Alle Gründungsväter der Tiefenpsychologie haben eigenständige Theorien über den Traum entwickelt, die zu ihrem Menschenbild und ihrer Weltanschauung passten. Sigmund Freud entdeckte beispielsweise in den Träumen infantile Sexualwünsche, Alfred Adler das Wechselspiel von Minderwertigkeitsgefühl und Machtbedürfnis. Victor von Gebsattel ergänzt die prospektiven Deutungstechniken eines Alfred Adlers durch seine anthropologische Einsicht, dass der Mensch auf allen Ebenen seines Seins ständig Krisen des Werdens ausgesetzt ist, die mit der ihm aufgegebenen Zeitigung seiner Existenz irgendwie identisch sind. <span id="more-190"></span></p>
<p><strong>Jeder Traum ist ein individuelles Geschehen</strong></p>
<p>Der Mensch muss sich zu dem machen, was er in der Zukunft sein soll. Versagt er im Hinblick auf die Vielfalt der Anrufe, die ihm aus den jeweiligen Situationen entgegentönen, so kann sich daraus ein Traumgeschehen entwickeln, dessen Symbolik sich auf das aktuelle Krisenthema bezieht. Der Psychotherapeut kann die Krisen des Patienten erhellen, indem er die aktuelle Lebenslage des Betroffen und die in die Zukunft weisenden Tendenzen des Traumes zur Sprache bringt.</p>
<p>Es zeigt sich dann in der Regel, dass der Mensch einen Traum hat, weil er Führung, Ordnung und Ausrichtung seines Daseins im wirklichen Leben nicht ausreichend umzusetzen vermag. Victor-Emil von Gebsattel rät, die Traumsymbole weder sexualistisch noch religiös zu schematisieren. Die Deutung der Traumsymbole ergibt sich für Victor-Emil von Gebsattel aus der Dramatik der menschlichen Gesamtexistenz, in der Sexualität und Religion nur je ein Bestandteil sind. Jeder Traum ist ein individuelles Geschehen.</p>
<p><strong>Kurzbiographie: Victor-Emil von Gebsattel</strong></p>
<p>Victor-Emil von Gebsattel wurde am 4. Februar 1883 in München geboren. Er studierte bei Henri Bergson in Paris, bei Wilhelm Dilthey in Berlin und bei Theodor Lipps in München. Bei letzt genannten promovierte er mit einer Arbeit über die Gefühlstheorie. Als er die Psychoanalyse kennen lernte, war ihm klar, dass ihm eine medizinische Ausbildung fehlte. 1919 schloss er sein Medizinstudium mit einer Dissertation über Tuberkulose ab.</p>
<p>Vor allem seine Forschungen über Zwangsneurosen, Phobien, Depressionen und Perversionen begründeten seinen ausgezeichneten Ruf als Kliniker und Tiefenpsychologe. In seiner so genannten „biographischen Medizin“ ging das philosophische Denken und das wissenschaftliche Forschen eine beachtliche Synthese ein. Victor-Emil von Gebsattel starb am 22. März 1976 im Alter von vierundneunzig Jahren in Bamberg.</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/die-traumdeutung-des-victor-emil-von-gebsattel.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Viktor Frankl empfiehlt das Buch als Therapeutikum</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/viktor-frankl-empfiehlt-das-buch-als-therapeutikum.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/viktor-frankl-empfiehlt-das-buch-als-therapeutikum.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Psychologie Guide]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Apr 2011 02:00:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Neurose]]></category>
		<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Tiefenpsychologie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wissen57.de/?p=5661</guid>

					<description><![CDATA[Für Viktor Frankl nte über Menschen, die jahrzehntelang an Neurosen gelitten hatten und die einzig und allein aufgrund der Lektüre eines einzigen Buches eine bestimmte Methode und Technik der Psychotherapie selber und selbstständig anwendeten und sich damit endlich von ihrer Neurose befreien konnten.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Möglichkeit, das Buch therapeutisch einzusetzen, geht gemäß Viktor Frankl weit über das Pathologische hinaus. Er schreibt: „So vermag das Buch etwa in existentiellen Krisen – von denen ja niemand verschont bleibt – einfach Wunder zu wirken. Das rechte Buch zur rechten Zeit hat viele Menschen vor dem Selbstmord bewahrt, und davon wissen wir Psychiater sehr wohl ein Lied zu singen.“ In diesem Sinne leistet ein Buch echte Lebenshilfe. <span id="more-98"></span></p>
<p><strong>Bücher vermitteln neuen Lebenssinn</strong></p>
<p>Solche therapeutischen Erfolge lassen sich noch erhöhen, wo immer sich eine Gruppe bildet, um irgendwelche Bücher gemeinsam zu studieren und über deren Inhalt zu diskutieren. Ein Häftling aus dem Staatsgefängnis Florida schrieb Viktor Frankl über seine Erfahrungen einer Gruppenlektüre. Was dort geschah, grenzte für den Inhaftierten an ein Wunder. Menschen, die hilflos und hoffnungslos gewesen waren, fanden einen neuen Sinn in ihrem Leben.</p>
<p>Zu den Aufgaben der Literatur gehört es laut Viktor Frankl, jenseits der Wirklichkeit eine Möglichkeit aufleuchten zu lassen, eine Chance zur Umgestaltung der Realität aufzuzeigen. Viktor Frankl fordert: „Wenn der Schriftsteller nicht fähig ist, den Leser gegen Verzweiflung zu immunisieren, dann soll er es doch wenigstens unterlassen, ihn mit Hoffnungslosigkeit zu infizieren.“</p>
<p><strong>Kurzbiographie: Viktor Frankl</strong></p>
<p>Viktor Frankl wurde 1905 in Wien geboren, studierte dort Medizin und arbeitete in den 30er Jahren auf der Station für Selbstmordgefährdete am Allgemeinen Krankenhaus in Wien. Gleichzeitig eröffnete er eine private psychiatrische Praxis. Von 1940 bis 1942 leitete er die Neurologie am Rothschild-Hospital. 1942 wurde er ins Konzentrationslager Theresienstadt verschleppt, später ins Lager Dachau verlegt und 1945 von den Amerikanern befreit. Nach dem Krieg wurde Viktor Frankl Leiter der Wiener Neurologischen Polyklinik, der er bis 1971 vorstand.</p>
<p>Er hatte außerdem Professuren an der Harvard Urika, Australien, Asien und Afrika. Zu seinen erfolgreichen Büchern zählen unter anderen „Ärztliche Seelsorge“, „Das Leiden am sinnlosen Leben“ und „Der unbewusste Gott“. Seine 27 Bücher erschienen in 21 Sprachen. Allein von seinem Buch „Man`s Search for Meaning“ wurden über vier Millionen Exemplare verkauft. Viktor Frankl starb 1997.</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/viktor-frankl-empfiehlt-das-buch-als-therapeutikum.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Thomas Szasz hält die Psychoanalyse für einen Mythos</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/thomas-szasz-halt-die-psychoanalyse-fur-einen-mythos.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/thomas-szasz-halt-die-psychoanalyse-fur-einen-mythos.html#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Psychologie Guide]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Aug 2010 03:00:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Sigmund Freud]]></category>
		<category><![CDATA[Tiefenpsychologie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wissen57.de/?p=1687</guid>

					<description><![CDATA[Thomas Szasz betrachtete die Tätigkeit der Psychotherapeuten als verwandt zur Freundschaft, Ehe, religiöser Sitte, Werbung oder Unterricht und als verbale Form der Behandlung, die sich gravierend von jedem somatischen Eingriff eines Arztes unterschied. Der Psychotherapeut hat die Aufgabe, dem Patienten mit Worten bestimmte Werte und Überzeugungen zu vermitteln und negative Gewohnheiten zum Guten hin zu verändern. Da das ursprünglich das Betätigungsfeld der Philosophen und Theologen war, stellt Szasz die Frage, ob die Psychotherapie nicht in der Nähe der Rhetorik, Philosophie oder gar Demagogie anzusiedeln sei.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Thomas Szasz betrachtete die Tätigkeit der Psychotherapeuten als verwandt zur Freundschaft, Ehe, religiöser Sitte, Werbung oder Unterricht und als verbale Form der Behandlung, die sich gravierend von jedem somatischen Eingriff eines Arztes unterschied. Der Psychotherapeut hat die Aufgabe, dem Patienten mit Worten bestimmte Werte und Überzeugungen zu vermitteln und negative Gewohnheiten zum Guten hin zu verändern. Da das ursprünglich das Betätigungsfeld der Philosophen und Theologen war, stellt Thomas Szasz die Frage, ob die Psychotherapie nicht in der Nähe der Rhetorik, Philosophie oder gar Demagogie anzusiedeln sei. <span id="more-56"></span></p>
<p><strong>Die Psychotherapie ist eine Form der Beichte</strong></p>
<p>Die moderne Psychotherapie hat laut Thomas Szasz die Beichte, den Ablasshandel, die Lossprechung der Sünden, verweltlicht. Thomas Szasz wies darauf hin, dass der Mensch seine Sünden nicht durch Beichten oder Geld bezahlen, sondern durch Selbstdisziplin, ehrliche Arbeit und gute Werke und Liebe abtragen kann. Thomas Szasz vertrat die These, dass Sigmund Freud mit der Psychoanalyse ein neues Religionssystem geschaffen hatte, aus dem sich folgerichtig unter anderem Alfred Adler und C.G. Jung abspalteten. Den Streit der verschiedenen Richtungen der Tiefenpsychologie fasste er als Glaubensstreit auf.</p>
<p><strong>Der Patient behandelt sich im Endeffekt selbst</strong></p>
<p>Er ging sogar soweit zu behaupten, die Psychoanalyse sei nichts weiter als eine Kartellgründung, die ein Monopol der seelenärztlichen Behandlung anstrebe. Außerdem kritisierte er Sigmund Freud als einen Menschen, der mit seiner Psychoanalyse Macht über die Seelen aller Menschen gewinnen wolle, den die Psychoanalyse erklärte, dass die ganze Menschheit ihr Patient sei. Thomas Szasz ist der Ansicht, dass die Psychotherapie nichts anderes tut, als nur reden.</p>
<p>Wenn es beim Patienten irgendwelche Veränderungen gibt, werden sie letztlich von diesem selbst herbeigeführt. Demnach könne man nicht behaupten, dass der Psychotherapeut behandelt oder ein Therapeut ist. Nach Thomas Szasz wäre es genauer den Patienten selbst als Behandelnden oder Therapeut zu betrachten, da sich dieser ja im Endeffekt selbst behandelt.</p>
<p><strong>Kurzbiographie: Thomas Szasz</strong></p>
<p>Der Ungar-Amerikaner Thomas Szasz wurde am 15. April 1920 geboren. Im Alter von 21 Jahren verließ er seine Heimat und wanderte in die USA aus. Dort studierte er zuerst Medizin in Cincinnati. Anschließend erhielt er eine internistische und psychiatrische Spezialausbildung in Boston und Chicago. Von 1951 bis 1956 war Szasz Lehranalytiker am Chicago-Institut. 1956 wurde er Professor für Psychiatrie an der State University of New York.</p>
<p>Zu einem der prominentesten Kritiker der offiziellen Psychoanalyse und Psychiatrie wurde Thomas Szasz 1961 durch sein Buch „Geisteskrankheit – ein moderner Mythos“. Zu seinen wichtigsten Publikationen zählen außerdem: „Die Fabrikation des Wahnsinns“ (1974), „Das Ritual der Drogen“ (1978), „Der Mythos der Psychotherapie“ (1979), „Schizophrenie – das heilige Symbol der Psychiatrie“ (1979) und „Theologie der Medizin“ (1980).</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/thomas-szasz-halt-die-psychoanalyse-fur-einen-mythos.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Frigidität und Impotenz zeugen von gestörter Liebesfähigkeit</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/die-frigiditat-der-frau-und-die-impotenz-des-mannes.html</link>
					<comments>https://www.psychologie-guide.de/die-frigiditat-der-frau-und-die-impotenz-des-mannes.html#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Psychologie Guide]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Jun 2010 03:00:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionen]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Neurose]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualität]]></category>
		<category><![CDATA[Sigmund Freud]]></category>
		<category><![CDATA[Tiefenpsychologie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wissen57.de/?p=1236</guid>

					<description><![CDATA[Mit der Frigidität der Frau und der Impotenz des Mannes beschäftigte sich der Psychoanalytiker Wilhelm Stekel in den beiden Büchern „Die Geschlechtskälte der Frau“ (1921) und „Die Impotenz des Mannes“ (1920). Wilhelm Stekel erkennt in der sexuellen Unfähigkeit beider Geschlechter eine Störung der Liebesfähigkeit. Denn er ist der Meinung, wer wahrhaft lieben kann, vermag auch in der sexuellen Vereinigung sein Glück zu finden.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der Frigidität der Frau und der Impotenz des Mannes beschäftigte sich der Psychoanalytiker Wilhelm Stekel in den beiden Büchern „Die Geschlechtskälte der Frau“ (1921) und „Die Impotenz des Mannes“ (1920). Wilhelm Stekel erkannte in der sexuellen Unfähigkeit beider Geschlechter eine ausgeprägte Störung der Liebesfähigkeit. Denn der Psychoanalytiker war der Meinung, wer wahrhaft lieben könne, vermag auch in der sexuellen Vereinigung sein Glück zu finden. Wilhelm Stekel sieht wie Alfred Adler in dem Kampf der Geschlechter die zentrale Ursache der sexuellen Anomalien des modernen Menschen. <span id="more-49"></span><br />
<strong>Angst ist die Quelle von Neurosen</strong></p>
<p>Schon die Knaben und Mädchen spüren die unterschiedliche Wertung von Mann und Frau. In beiden Geschlechtern entsteht deshalb ein so genannter männlicher Protest. Bei Männern führt das unter anderem zu Härte, Aggression, Grausamkeit sowie Gefühlsarmut. Bei der Frauen kommt es zur Ablehnung ihrer Geschlechterrolle.</p>
<p>Wilhelm Stekel kam es darauf an, den Patienten in der analytischen Kur umzuerziehen, das heißt seine Einstellung zu Liebe, Mitmenschlichkeit und Leibhaftigkeit zu wandeln. Wilhelm Stekel hat auch die verhängnisvollen Auswirkungen der traditionellen Moral für ein gesundes Sexualleben erkannt, die im Wesentlichen eine Moral der Verneinung der Triebe war. Wilhelm Stekel vertrat auch die These, dass jede Erziehung zur Angst, die Quelle von Neurosen und Sexualpathologie ist. An die Stelle der Angst lässt sich ebenso der Begriff Unwissenheit setzten.</p>
<p>Alles Nichtkönnen in der Sexualität ist laut Wilhelm Stekel ein Nichtwollen. Denn Frauen und Männer, die in der Sexualität versagen, haben feindliche Gefühle gegenüber dem anderen Geschlechtspartner. Solche ängstlichen oder kämpferischen Emotionen werden allerdings an den Rand ihres Bewusstseins gedrängt und existieren deshalb nur in einer Art Nebenbewusstsein.</p>
<p><strong>Viele Patienten lieben ihre Neurosen<br />
</strong><br />
Erklärt man einer frigiden Frau oder einem impotenten Mann den emotionalen Hintergrund ihrer sexuellen Störungen, antworten sie oft, dass sie das schon immer gewusst, ihm aber keine Bedeutung beigemessen hätten. Laut Wilhelm Stekel muss man die Patienten darüber aufklären, dass sie in ihrem Sexualleben gleichsam ernten, was sie in ihrem Gefühlsleben säen. Dieser einfache Zusammenhang bietet den Schlüssel zu vielen Sexualneurosen.</p>
<p>Wilhelm Stekel zeigt, wie sehr die Patienten an ihrer Neurose hängen, die sie als das Kunstwerk ihres Lebens betrachten. Er betonte, dass eine Heilung von Impotenz und Frigidität nur durch das Gewinnen einer neuen Lebensanschauung möglich ist. Es muss sich eine Haltung zum Leben entwickeln, die trieb-, menschen- und gefühlsfreundlich ist.</p>
<p><strong>Kurzbiographie: Wilhelm Stekel</strong></p>
<p>Wilhelm Stekel wurde am 18. März 1868 in Boyan in der Bukowina (Alt-Österreich) geboren. In Wien studierte er Medizin. Seit 1902 nahm er an den so genannten Mittwochsgesellschaften teil, die im Hause Sigmund Freuds stattfanden. 1912/13 löste sich Wilhelm Stekel von Sigmund Freud und gründete eine eigene Schule der Tiefenpsychologie. Im Jahr 1938 floh er, nach Hitlers Einmarsch, aus Österreich nach London. Am 25. Juni 1940 beging er in einem Hotel in der englischen Hauptstadt Selbstmord.</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.psychologie-guide.de/die-frigiditat-der-frau-und-die-impotenz-des-mannes.html/feed</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
