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	<title>Realität &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Lust und Realität passen nicht zusammen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Feb 2024 02:00:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Lust]]></category>
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					<description><![CDATA[Von Sigmund Freud stammt der Gedanke, dass das Lustprinzip und das Realitätsprinzip sich feindlich gegenüberstehen. Ungehindertes Schwelgen in den biologischen und psychologischen menschlichen Bedürfnissen entspricht dem Lustprinzip. Es beeinträchtigt die Freiheit der anderen und muss daher durch Regeln und Disziplin, also dem Realitätsprinzip eingedämmt werden. Stuart Jeffries erläutert: „Folgt man Herbert Marcuse, dann ist in ... <a title="Lust und Realität passen nicht zusammen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/das-lustprinzip-hat-das-realitaetsprinzip-absorbiert.html" aria-label="Mehr Informationen über Lust und Realität passen nicht zusammen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Von Sigmund Freud stammt der Gedanke, dass das Lustprinzip und das Realitätsprinzip sich feindlich gegenüberstehen. Ungehindertes Schwelgen in den biologischen und psychologischen menschlichen Bedürfnissen entspricht dem Lustprinzip. Es beeinträchtigt die Freiheit der anderen und muss daher durch Regeln und Disziplin, also dem Realitätsprinzip eingedämmt werden. Stuart Jeffries erläutert: „Folgt man Herbert Marcuse, dann ist in den fortgeschrittenen Industriegesellschaften etwas geschehen, das so kontraintuitiv wie die Quadratur des Kreises und so unwahrscheinlich wie die Existenz des Steins der Weisen ist: Das Lustprinzip hat das Realitätsprinzip absorbiert.“ Der diabolische Geist, den Herbert Marcuse in der eindimensionalen Gesellschaft am Werk sah, war so beschaffen, dass Lust zu einem Werkzeug der Unterdrückung wurde. Stuart Jeffries arbeitete zwanzig Jahre für den „Guardian“, die „Financial Times“ und „Psychologies“. <span id="more-5264"></span></p>
<p><strong>Die zur Schau gestellte Sexualität prägt die eindimensionale Gesellschaft</strong></p>
<p>In der eindimensionalen Gesellschaft sind Sex und zur Schau gestellte Sexualität überall anzutreffen. Infolgedessen verfällt der eindimensionale Mann auf den Gedanken, er sei in sexueller Hinsicht ein Revolutionär, der über Hemmungen und Ausflüchte aus der Vergangenheit triumphiert hat. Stuart Jeffries ergänzt: „Ein Faktor, der diese zur Schau gestellte Sexualität möglich machte, war nach Herbert Marcuse der Rückgang schwerer körperlicher Arbeit.“ </p>
<p>Herbert Marcuse schreibt: „Ohne dass er aufhört, ein Arbeitsinstrument zu sein, wird es dem Körper gestattet, seine sexuellen Züge in der alltäglichen Arbeitswelt und in den Arbeitsbeziehungen zur Schau zu stellen. Darin besteht eine der einzigartigen Leistungen der Industriegesellschaft – ermöglicht durch die Abnahme von schmutziger und schwerer körperlicher Arbeit.“ Stuart Jeffries gewinnt den Eindruck, die Deindustrialisierung und die entsublimierte Sexualität wären zu einem mürrischen, lüsternen Lambada über die Auslegeware am Arbeitsplatz vermischt worden. Der Arbeiter hat die Grubenhelm und die Sicherheitsschuhe gegen Minirock und exzentrische Stiefel eingetauscht.</p>
<p><strong>Das Persönliche ist das Politische</strong></p>
<p>Herbert Marcuse zog nicht die Möglichkeit sexueller Zurschaustellung als radikaler Aktion gegen eine solche Kommerzialisierung und Verdinglichung von weiblichen Körpern in Betracht. Und es ist unwahrscheinlich, dass er den Protest von Frauen gegen den eindimensionalen Mann und seine verdinglichende Sexualität erkannt hätte. Stuart Jeffries stellt fest: „Immerhin – wenn wir eines aus den 1960er Jahren gelernt haben, dann, dass das Persönliche das Politische ist.“</p>
<p>Sublimierung, also die Umlenkung sexueller Energie auf einen sozialeren, moralischeren oder ästhetischeren Zweck, ist alles andere als schlecht. Stuart Jeffries weiß: „Für Herbert Marcuse hat Sublimierung im Gegenteil utopische Potenz.“ Er dachte dabei unter anderem an den Künstler, der, Sigmund Freud zufolge, seine sexuellen Impulse in der Schaffung von Kunstwerken sublimiert. Sexuelle Energie zu sublimieren, ist etwas anderes als sie zu unterdrücken, aber beide Umgangsformen damit seien, so Freuds Vorstellung, Faktoren, ja sogar notwendige Faktoren der Kultur. Quelle: „Grand Hotel Abgrund“ von Stuart Jeffries</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Wahn und Realität liegen eng beieinander</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Feb 2023 02:00:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kategorie]]></category>
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					<description><![CDATA[Philipp Sterzer hält öfter Vorträge vor Psychiatriekollegen. Manchmal fragt es sie, ob jemand von ihnen schon einen Fall erlebt habe, bei dem die Unterscheidung zwischen Wahn und Realität schwierig oder unmöglich war. Als Antwort erhält er dann von allen Seiten zustimmendes Nicken. Ein Gehirn, das normalerweise nach dem Prinzip der Rationalität operiert, baut sich aufgrund ... <a title="Wahn und Realität liegen eng beieinander" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/philipp-sterzer-wahn-versus-realitaet.html" aria-label="Mehr Informationen über Wahn und Realität liegen eng beieinander">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Philipp Sterzer hält öfter Vorträge vor Psychiatriekollegen. Manchmal fragt es sie, ob jemand von ihnen schon einen Fall erlebt habe, bei dem die Unterscheidung zwischen Wahn und Realität schwierig oder unmöglich war. Als Antwort erhält er dann von allen Seiten zustimmendes Nicken. Ein Gehirn, das normalerweise nach dem Prinzip der Rationalität operiert, baut sich aufgrund einer Überdosis Stresshormon plötzlich eine eigene, völlig irrationale Realität. Philipp Sterzer fragt: „Hängt die Realität, die wir erleben, also davon ab, wie gestresst wir gerade sind? Und nicht nur davon, sondern auch von vielen anderen Faktoren, die unsere Hirnfunktion beeinflussen könnten?“ Im Jahr 2011 berief man Philipp Sterzer zum Professor für Psychiatrie und computationale Neurowissenschaften an die Charité in Berlin. 2022 wechselte er an die Universität Basel. <span id="more-4349"></span></p>
<p><strong>Die Grenzen zwischen „normal“ und „verrückt“ sind fließend</strong></p>
<p>Philipp Sterzer hält fest, dass „normal“ und „verrückt“ erstaunlich nah beieinanderliegen. Deshalb sollte man vorsichtig sein mit vorschnellen Schlussfolgerungen. Natürlich gibt es Fälle, in denen die Sache eindeutig ist. Oft entwickeln Menschen im Rahmen psychischer Erkrankungen Überzeugungen, die so bizarr und zweifellos weit entfernt von der Realität sind, dass man sie ganz eindeutig als wahnhaft einordnen muss. Häufig liegen solchen wahnhaften Überzeugungen schwere psychische oder auch körperliche Erkrankungen zugrunde.</p>
<p>Diese muss man sehr ernst nehmen und sie bedürfen zwingend einer Behandlung. Allerdings sind die Grenzen zwischen „normal“ und „verrückt“, zwischen psychisch „gesund“ und „krank“ fließend. Diese Kategorien sind keineswegs in Stein gemeißelt und ein Psychiater kann sich bei der Zuordnung zu diesen Kategorien durchaus irren. Und doch denken viele Menschen genau in diesen Kategorien. Sie treffen dichotome Entscheidungen wie die zwischen „normal“ und „verrückt“, denn sie erscheinen ihnen intuitiv plausibel.</p>
<p><strong>Kategorien reduzieren Komplexität</strong></p>
<p>Kategorisches Denken ist in der Psychologie ein seit Langem bekanntes Phänomen. Wie der Sozialpsychologe Gordon Allport feststellte, muss „[…] der menschliche Geist mit der Hilfe von Kategorien denken. Wir können diesen Prozess nicht vermeiden. Geordnetes Leben hängt davon ab.“ Philipp Sterzer fügt hinzu: „Die unzähligen Phänomene, die uns in der Welt begegnen, in Kategorien einzuteilen, macht vieles einfacher. Kategorien reduzieren Komplexität, sie ordnen, schaffen Struktur und helfen dadurch, Entscheidungen zu treffen.“ </p>
<p>Aber die Neigung der Menschen zum Kategorisieren birgt auch Gefahren. Sie führt zu Schwarz-Weiß-Denken und kann Gräben reißen, die schwer zu überwinden sind. Besonders tief ist dieser Graben zwischen den Kategorien „normal“ und „verrückt“. So fließend die Übergänge sein können, so scharf ist doch die Grenze, die Menschen in ihren Köpfen zwischen diesen Kategorien ziehen. Wer „normal“ ist, der ist in Ordnung. Wer aber „verrückt“ ist, der ist anders, der lebt in einer anderen Welt, ist den Mitmenschen fremd, unheimlich, vielleicht sogar gemeingefährlich. Quelle: „Die Illusion der Vernunft“ von Philipp Sterzer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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