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	<title>Psyche &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Priming beeinflusst unsere Entscheidungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Sep 2025 01:00:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Manipulation]]></category>
		<category><![CDATA[Priming]]></category>
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					<description><![CDATA[Hans-Otto Thomashoff weiß: „Andauern nimmt unsere Psyche unbewusst äußere Reize auf und passt sich an sie an. Meist, ohne dass wir das merken.“ Jugendliche bekamen einen Text zu lesen, der Wörter enthielt, die man mit einem hohen Lebensalter assoziiert, wie „schwerhörig“, „Schmerzen“, „geschwächt“, „behindert“, „Hautfalten“ oder „Bridge“. Anschließend brauchten diese Jugendlichen signifikant länger für den Weg zu einem Gedächtnistest in einem Nebengebäude und schnitten auch deutlich schlechter als eine Vergleichsgruppe. Man spricht bei einer solchen Beeinflussung durch unbewussten Anker von Priming. Ohne dass man es bewusst realisiert, ist man durch&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Hans-Otto Thomashoff weiß: „Andauern nimmt unsere Psyche unbewusst äußere Reize auf und passt sich an sie an. Meist, ohne dass wir das merken.“ Jugendliche bekamen einen Text zu lesen, der Wörter enthielt, die man mit einem hohen Lebensalter assoziiert, wie „schwerhörig“, „Schmerzen“, „geschwächt“, „behindert“, „Hautfalten“ oder „Bridge“. Anschließend brauchten diese Jugendlichen signifikant länger für den Weg zu einem Gedächtnistest in einem Nebengebäude und schnitten auch deutlich schlechter als eine Vergleichsgruppe. Man spricht bei einer solchen Beeinflussung durch unbewussten Anker von Priming. Ohne dass man es bewusst realisiert, ist man durch Priming beeinflussbar. Wer eine wärme Tasse Kaffee in Händen hält, schätzt andere Menschen als warmherziger ein. Hans-Otto Thomashoff ist Facharzt für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychoanalyse in eigener Praxis in Wien. <span id="more-6269"></span></p>
<p><strong>Manipulationen lauern überall</strong></p>
<p>Wer in einem Chefsessel sitzt, lässt die Meinungen anderer weniger gelten. Wer ein weiches Sitzkissen hat, ist kompromissbereiter in Verhandlungen. Hans-Otto Thomashoff fügt hinzu: „Priming beeinflusst unsere Entscheidungen beim Konsum und in der Politik, ja selbst auf unser Selbstgefühl und unseren Körper wirkt es ein. Wer bewusst eine betont dominante Körperhaltung einnimmt, bei dem steigt der Testosteronwert im Blut.“ Der Selbstverstärkung sei Dank, hat jede Anpassung unserer Psyche die Tendenz, eine sich selbst weiter verstärkende Eigendynamik anzustoßen. </p>
<p>Selbsterfüllende Prophezeiungen bestätigen daher die Erwartungshaltung. Hans-Otto Thomashoff nennt ein Beispiel: „Frauen, die vor einem Mathematiktest ihr Geschlecht angeben mussten, schnitten um 30 Prozent schlechter ab als solche, die vor dem Test nicht daran erinnert wurden, dass sie eine Frau waren.“ Manipulationen lauern überall. Jeder von uns ist für sie empfänglich, da sie an den Fallstricken unserer Psyche ansetzen. Man kann ihnen nur vorbeugen, indem man sich klarmacht, wie sie funktionieren und wie leicht man ihnen erliegt.</p>
<p><strong>In der Regression arbeitet die Psyche auf kindlichem Niveau</strong></p>
<p>Gerade in der Politik verstärkt oft unsere Regressionsneigung die Anfälligkeit für Manipulationen. Hans-Otto Thomashoff erklärt: „Wenn wir Angst haben, wütend sind oder uns in einer Sache nicht auskennen, vertrauen wir ganz automatisch anderen. Ein Politiker, der uns vertrauenswürdig erscheint, hat dann die besten Chancen, von uns gewählt zu werden.“ Weil es ehrlich ist oder weil er uns vorspielt, dass er ehrlich ist. Oder weil er die Quadratur des Kreises schafft wie jüngst Donald Trump glaubhaft zu verstehen gibt, dass er nie behauptet hat, ehrlich zu sein. Demnach ist er ehrlich.</p>
<p>In der Regression arbeitet die Psyche auf kindlichem Niveau. Das Gefühl herrscht vor, ist oft überschwänglich und anfällig für Schwankungen, der Verstand hingegen hat Pause. Hans-Otto Thomashoff stellt fest: „Wenig überraschend besteht das Ziel politischer Manipulation darin, uns gezielt in die Regression zu drängen. Wahlstrategen wissen nur zu gut, dass unsere Stimmungen unser Verhalten meist stärker beeinflussen als unsere bewussten Entscheidungen.“ Quelle: „Mehr Hirn in die Politik“ von Hans-Otto Thomashoff</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Patienten erschöpft oft die Suche nach Hilfe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Sep 2025 01:00:10 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Patienten]]></category>
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					<description><![CDATA[Viele ihrer Patientinnen erzählen Diana Pflichthofer von Odysseen. Manchmal weiß man nicht, ob sie von der eigentlichen Lebenskrise oder von der Suche nach Hilfe erschöpft sind. Diana Pflichthofer ergänzt: „Dann sitzen sie vor mir, angefüllt mit „Übungen“ und „Glaubenssätzen“, ausgefüllten „Übungsbüchern“ und Fragebögen. Oder mit einer Diagnose versehen, die niemand so richtig geprüft hat.“ Sie wurde aber womöglich gestellt, weil sie gerade modern ist oder sich damit treffliche Geld verdienen lässt – es gibt schließlich dafür so schöne Medikamente. Oder sie sitzen vor Diana Pflichthofer, weil die vermeintlichen Psychotherapeuten, bei&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Viele ihrer Patientinnen erzählen Diana Pflichthofer von Odysseen. Manchmal weiß man nicht, ob sie von der eigentlichen Lebenskrise oder von der Suche nach Hilfe erschöpft sind. Diana Pflichthofer ergänzt: „Dann sitzen sie vor mir, angefüllt mit „Übungen“ und „Glaubenssätzen“, ausgefüllten „Übungsbüchern“ und Fragebögen. Oder mit einer Diagnose versehen, die niemand so richtig geprüft hat.“ Sie wurde aber womöglich gestellt, weil sie gerade modern ist oder sich damit treffliche Geld verdienen lässt – es gibt schließlich dafür so schöne Medikamente. Oder sie sitzen vor Diana Pflichthofer, weil die vermeintlichen Psychotherapeuten, bei denen sie vorher waren und die sie aus eigener Tasche bezahlt haben, jetzt irgendwie auch nicht weiter wissen. Dr. Diana Pflichthofer ist Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychoanalytikerin und Gruppenanalytikerin. <span id="more-6258"></span></p>
<p><strong>Vermeintliche Psycho-Experten bieten „Psychotherapie“ als Häppchenkost an</strong></p>
<p>Je mehr sich Diana Pflichthofer sich mit dem befasste, was unter dem Label „Psyche“ und „Psychotherapie“ kursiert, auf desto mehr Abgründe stieß sie. Von solchen Abgründen möchte sie in ihrem Buch „Die Psychoindustrie“ genauer berichten. Als Ärztin und – mehr noch – als Psychotherapeutin – ist man es gewohnt, zuzuhören und sich so seine Gedanken zu machen. Diana Pflichthofer fügt hinzu: „Aber wir hören nicht nur unseren Patientinnen und Patienten zu, sondern auch dem, was da so über die Bildschirme pixelt, und wir lesen auch Zeitungen.“</p>
<p>Immer wieder ist Diana Pflichthofer dann erstaunt, wer sich auf welche Weise so alles zu Themen rund um psychische Erkrankungen und psychische Nichterkrankungen äußert. Sie geraumer Zeit beobachtet sie, wie sehr viele vermeintliche Psycho-Expertinnen auf den Psycho-Markt drängen und „therapieren“ möchten, häufig ohne Ausbildung, ohne fachkundige Supervision, ohne Erfahrung mit psychischen Krankheitsbildern und ohne professionelle Selbsterfahrung. Sie bieten vermeintliche „Psychotherapie“ als Häppchenkost an. </p>
<p><strong>Die Gesellschaft befindet sich einer Art „Optimierungsrausch“</strong></p>
<p>Diese vermeintlichen Psycho-Experten können sich oft nicht entscheiden, ob sie gesunde oder kranke Menschen therapieren wollen, versichern, sie würden sich nur um das „allgemeine Wohlbefinden“ kümmern, um dann doch von „Depressionen“ zu sprechen. Diana Pflichthofer stellt fest: „Man kann vermutlich mit einigem Recht behaupten, dass unsere Gesellschaft sich gegenwärtig ein einer Art „Optimierungsrausch“ befindet. Wir optimieren, wo wir können, was wir können: Prozesse, Produkte, Gewinne, Zeit.“</p>
<p>Und das natürlich im Dienste der Ökonomie. Gewinne sind finanzielle Gewinne. Nur diese verheißen Erfolg und ein glückliches Leben, so das Heilsversprechen der Ökonomisierung des sozialen Lebens. Diana Pflichthofer erläutert: „Jeder, so heißt es immer wieder, könne sich zu einem erfolgreichen Selbst gestalten, es bedürfe nur einiger Optimierungs-, Empowerment- und Managementprogramme und des absoluten Glaubens an die eigene Kraft.“ Es gilt, aktiv zu sein und flexibel. Jeden Morgen mit seinen Affirmationen aufstehen, abends statt Gebet das Dankbarkeitstagebuch! Quelle: „Die Psychoindustrie“ von Diana Pflichthofer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Carl Gustav Jung liebte die Natur</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Jul 2025 01:00:36 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Carl Gustav Jung]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
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					<description><![CDATA[Lucy F. Jones schreibt: „Die Idee, dass wir uns von der Natur abgenabelt, vom Land entwurzelt, Mutter Naturs Nabelschnur durchrissen haben und unsere Psyche nun die Folgen zu spüren bekommt, gehört in der Psychologie nicht gerade zum typischen zeitgenössischen Diskurs.“ Carl Gustav Jung, der Schweizer Psychiater und Psychoanalytiker, ist am besten für seine Theorie zu Archetypen bekannt: die allgemeingültigen, primitiven, uns ureigenen Muster und Tendenzen in unserem kollektiven Unbewussten, die unser Verhalten, unsere Gedanken und unser Bewusstsein prägen. Carl Gustav Jung war ein großer Naturliebhaber. Sein Revier waren die dichten&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Lucy F. Jones schreibt: „Die Idee, dass wir uns von der Natur abgenabelt, vom Land entwurzelt, Mutter Naturs Nabelschnur durchrissen haben und unsere Psyche nun die Folgen zu spüren bekommt, gehört in der Psychologie nicht gerade zum typischen zeitgenössischen Diskurs.“ Carl Gustav Jung, der Schweizer Psychiater und Psychoanalytiker, ist am besten für seine Theorie zu Archetypen bekannt: die allgemeingültigen, primitiven, uns ureigenen Muster und Tendenzen in unserem kollektiven Unbewussten, die unser Verhalten, unsere Gedanken und unser Bewusstsein prägen. Carl Gustav Jung war ein großer Naturliebhaber. Sein Revier waren die dichten Fichtenwälder im Schwarzwald, die Alpengipfel Italiens, die tiefen Rheinschluchten und die Höhenkämme des Jura-Gebirges. Lucy F. Jones ist Journalistin und schreibt regelmäßig zu wissenschaftlichen Themen, Gesundheit, Umwelt und Natur für die BBC, The Guardian und The Sunday Times. <span id="more-6174"></span></p>
<p><strong>Carl Gustav Jung verglich die menschliche Psyche mit einem Haus</strong></p>
<p>Wälder, so schrieb Carl Gustav Jung, brächten ihn der Bedeutsamkeit des Lebens und seiner erstaunlichen Abläufe am nächsten. Lucy F. Jones weiß: „Seine Schriften zur Beziehung zwischen Mensch und Natur, zu unseren Ursprüngen, sind weniger bekannt. Er war davon überzeugt, dass eine gesunde Psyche Zeit in der Natur braucht.“ Im Jahr 1947 schrieb er an einen Kollegen: „Manchmal weiß ein Baum mehr, als in unseren Büchern steht.“ Auch sagte Jung, die „Erfahrung des Numinosen“ sei für Menschen mittleren Alters wichtiger als für junge Menschen, um diese zweite Lebenshälfte leichter zu durchschiffen. </p>
<p>Lucy F. Jones erläutert: „Das Wort „numinos“ stammt vom lateinische Wort „numen“ ab, was so viel bedeutet wie göttliche Macht, göttliches Wirken, Gottheit oder Göttlichkeit. Jung meinte damit eine Erfahrung spiritueller oder übernatürlicher Art.“ Carl Gustav Jung war der Ansicht, die Menschen hätten vergessen, dass sie Primaten sind und insofern den primitiven Schichten ihre Psyche Zugeständnisse machen müssten. Dies verdeutlichte er, indem er die menschliche Psyche mit einem Haus verglich. </p>
<p><strong>Die menschliche Psyche hat ihren animalischen Charakter bewahrt</strong></p>
<p>Man stelle sich ein Haus mit zwei Stockwerken vor. Der erste Stock stammt aus dem 19. Jahrhundert und wurde im 20. Jahrhundert teilweise renoviert. Lucy F. Jones fügt hinzu: „Im frühen 21. Jahrhundert wurde das Haus auf dem Dach um eine Loftwohnung erweitert. Das Erdgeschoss stammt aus dem 16., das Originalmauerwerk sogar aus dem 11. Jahrhundert. Den Keller gab es bereits zu römischen Zeiten, eine kühle Kammer mit staubigen Boden.“ Unter dem Keller befindet sich eine kleine Höhle mit diversen Werkzeugen und Schmuckstücken aus der Jungsteinzeit.</p>
<p>Darunter liegen Fossilien und Knochen von Flora und Fauna, einige davon ausgestorben. Das ist also die menschliche Psyche. Lucy F. Jones erklärt: „Wir leben im ersten Stock, vielleicht in der Softwohnung. Über das Erdgeschoss wissen wir wenig, über den unterirdischen Teil so gut wie gar nichts. Es ist uns völlig unbewusst, schrieb Jung.“ Doch obwohl diese unteren Stockwerke vergraben liegen, sind sie in der menschlichen Psyche immer noch lebendig. Das obere Stockwerk, wo die Menschen wohnen, wird von seinen Grundfesten beeinflusst, während die tieferen Schichten der menschliche Psyche ihren animalischen Charakter bewahrt haben. Quelle: „Die Wurzeln des Glücks“ von Lucy F. Jones</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Psyche können verschiedene Dinge belasten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Oct 2024 02:00:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Psyche]]></category>
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					<description><![CDATA[Viele psychische Beschwerden sind nicht im engeren Sinn „klinisch“, das heißt, Betroffene brauchen weder einen Krankenhausaufhalt noch hoch dosierte Medikamente. Volker Busch fügt hinzu: „Aber sie benötigen unter Umständen eine wohlwollende Unterstützung und profitieren von einer Begleitung durch eine schwierige Phase ihres Lebens. In Krisen liegt der Bedarf diesbezüglich eindeutig höher, wie zuletzt die signifikante Inanspruchnahme psychischer Hilfeleistungen während der Corona-Pandemie gezeigt hat.“ Die menschliche Psyche kann durch verschiedene Faktoren belastet werden. Die üblichen Verdächtigen sind herausfordernde Umstände im beruflichen wie privaten Alltag. Dazu zählen unter anderem ein schlechtes Betriebsklima&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Viele psychische Beschwerden sind nicht im engeren Sinn „klinisch“, das heißt, Betroffene brauchen weder einen Krankenhausaufhalt noch hoch dosierte Medikamente. Volker Busch fügt hinzu: „Aber sie benötigen unter Umständen eine wohlwollende Unterstützung und profitieren von einer Begleitung durch eine schwierige Phase ihres Lebens. In Krisen liegt der Bedarf diesbezüglich eindeutig höher, wie zuletzt die signifikante Inanspruchnahme psychischer Hilfeleistungen während der Corona-Pandemie gezeigt hat.“ Die menschliche Psyche kann durch verschiedene Faktoren belastet werden. Die üblichen Verdächtigen sind herausfordernde Umstände im beruflichen wie privaten Alltag. Dazu zählen unter anderem ein schlechtes Betriebsklima im Büro, ein finanzieller Engpass im eigenen Haushalt, zwischenmenschliche Verletzungen in der Partnerschaft oder soziale Verlusterlebnisse in jedweder Form. Prof. Dr. Volker Busch ist seit circa zwanzig Jahren als Arzt, Wissenschaftler, Autor und mehrfach ausgezeichneter Vortragsredner tätig. <span id="more-5729"></span></p>
<p><strong>Menschen können Belastungen mental verstärken oder abschwächen</strong></p>
<p>Bekanntlich ist der Mensch sozial immer eingebettet in seine Umwelt, und so beeinflussen auch soziologische Umstände des psychischen Empfindens und Erlebens. Volker Busch erklärt: „Auch die aktuellen Beschwerden vieler Menschen sind geprägt von den unruhigen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnissen, die zum Teil ein tiefes Gefühl der Verunsicherung und Zukunftsangst auslösen.“ Alle genannten Belastungsfaktoren wirken sich auf Menschen unterschiedlich schwer aus, denn sie besitzen Eigenschaften, mit denen sie ihrer Welt und ihren Mitmenschen gegenübertreten.</p>
<p>So können manche Menschen besser und andere schlechter mit Ungewissheiten im Leben umgehen, lassen sich durch negative Nachrichten mehr oder weniger leicht herunterziehen und sorgen sich entweder ängstlich um die Zukunft oder blicken eher zuversichtlich nach vorn. Volker Busch ergänzt: „Je nachdem, wie günstig oder ungünstig unsere Strategien sind, können wir die Belastungen mental also verstärken oder abschwächen.“ Kurzum: Das Risiko einer psychischen Belastung entsteht meist in Kombination von äußeren Einflüssen und einer inneren Auseinandersetzung.</p>
<p><strong>Ein stabiles inneres System schützt vor den Angriffen der Welt</strong></p>
<p>Je stärker und stabiler das „innere System“ eines Menschen ist, je flexibler er reagiert und je vielfältiger sein Repertoire an Lösungsmöglichkeiten ist, desto weniger kann ihm eine belastende Welt etwas anhaben. Volker Busch nennt ein Beispiel: „Es ist vergleichbar mit einer Erkältung: Schnupfenviren im Winter können Ihnen weniger zusetzen, wenn Sie über gute Abwehrkräfte verfügen, etwa weil Sie sich vitamin- und mineralstoffreich ernähren und warm kleiden.“</p>
<p>Wer diese Verteidigungsmaßnahmen jedoch vernachlässigt, kann sich bei entsprechender Exposition leichter mit Schnupfenviren anstecken. Mit der Psyche eines Menschen verhält es sich im Grunde genommen genauso. Volker Busch erläutert: „Äußere Belastungsfaktoren sind ständig um uns herum, und die Welt hustet sie uns ständig ins Gesicht. Aber ob wir uns von ihnen „anstecken“ lassen, hängt zum großen Teil davon ab, wie gut wir unsere Psyche gegen sie verteidigen und die Krankmacher abwehren können.“ Quelle: „Kopf hoch!“ von Volker Busch</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Das Sein ist besser als das Haben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Feb 2024 02:00:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Psyche]]></category>
		<category><![CDATA[Psychoanalytiker]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstentfaltung]]></category>
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					<description><![CDATA[Menschen bestehen aus Körper und Psyche. Doch wonach streben beide? Michaele Brohm-Badry stellt fest: „Bei der Antwort kommt es darauf an, was der Mensch für uns ist. Ob wir ein positives oder negatives Menschenbild haben, in dem der Mensch des Menschen Wolf ist, Pfahl im Fleische des anderen oder im Grunde gut.“ Michaela Brohm-Badry hat sich hier für die positive Perspektive entschieden. Wonach strebt der Mensch? Bei der Beantwortung dieser Frage beginnt sie mit einem großen Geist, einer Philosophieikone ihrer Studienzeit. Jeder diskutierte damals mit, ob das Sein besser ist&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Menschen bestehen aus Körper und Psyche. Doch wonach streben beide? Michaele Brohm-Badry stellt fest: „Bei der Antwort kommt es darauf an, was der Mensch für uns ist. Ob wir ein positives oder negatives Menschenbild haben, in dem der Mensch des Menschen Wolf ist, Pfahl im Fleische des anderen oder im Grunde gut.“ Michaela Brohm-Badry hat sich hier für die positive Perspektive entschieden. Wonach strebt der Mensch? Bei der Beantwortung dieser Frage beginnt sie mit einem großen Geist, einer Philosophieikone ihrer Studienzeit. Jeder diskutierte damals mit, ob das Sein besser ist als das Haben, und jeder, zumindest bei ihr im Musikstudium, wusste, die wie Kunst des Liebens tatsächlich geht. Prof. Dr. Michaela Brohm-Badry ist Professorin für Lernforschung. Sie war langjährige Dekanin des Fachbereichs Erziehungs- und Bildungswissenschaften, Philosophie und Psychologie an der Universität Trier. <span id="more-5268"></span></p>
<p><strong>Erich Fromms Denken ist heute brisanter denn je</strong></p>
<p>Erich Fromm (1900 – 1980), der große Philosoph und Psychoanalytiker, hatte ihr und ihren Kommilitonen, diese Weisheiten nahegebracht. Michaela Brohm-Badry stellt erläutert: „Die Texte von Erich Fromm sind mir im Laufe der Zeit zunehmend wichtig geworden, vielleicht weil unsere Zeit flacher geworden ist, entfremdet. Weil wir weiter weg sind von uns selbst – ein Zukunftsszenario, vor dem er oft gewarnt hat. Und so ist sein Denken heute vielleicht brisanter denn je.“ </p>
<p>Einen großen Teil seines Lebens hat Erich Fromm der Frage gewidmet, wonach Menschen streben. Seine Antwort ist, dass Menschen ihr Leben lang danach streben, sich zu vereinen und sich in ihrer Ganzheit zu fühlen. Michaela Brohm-Badry erklärt: „Demnach befinden wir uns bis zum Tod ständig auf dem Weg dorthin und in Wachstums- und Wandlungsprozessen. Somit kann das Leben als Entwicklungsprozess auf das hin verstanden werden, was der Mensch potentiell ist.“ </p>
<p><strong>Die aktive innere Tätigkeit führt zur Selbstentfaltung</strong></p>
<p>Dieses Wachstum erreichen Menschen durch Aktivität, die man aber nicht im Sinne von Geschäftigkeit verstehen soll, sondern als produktiver Gebrauch der menschlichen Kräfte, als inneres Tätigsein. Erich Fromm schreibt: „Tätigsein heißt, seinen Anlagen, seinen Talenten, dem Reichtum menschlicher Gaben Ausdruck zu verleihen, mit denen jeder – wenn auch in verschiedenem Maß – ausgestattet ist.“ Sich demnach selbst zu entfalten durch das aktive innere Tätigsein.</p>
<p>Erich Fromm schreibt: „Es bedeutet, sich selbst zu erneuern, zu wachsen, sich zu verströmen, zu lieben, das Gefängnis des eigenen isolierten Ichs zu transzendieren, sich zu interessieren, zu lauschen, zu geben.“ Die Energie für diese aktiven Prozesse entstammt weniger der körperlichen als vielmehr der psychischen Energie. Diese wird daraus gezogen, sich auf die Welt zu beziehen, interessiert an ihr zu sein. In Situationen, in denen man jemanden liebt oder etwas sehr Anregendes liest oder sieht, kann man so Erich Fromm, diese Energie wahrnehmen. Quelle: „Aufbrechen“ von Michaele Brohm-Badry</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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			</item>
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		<title>Die Psyche gliedert sich in drei Bereiche</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/michaela-brohm-badry-koerper-und-psyche.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Dec 2023 02:00:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Emotion]]></category>
		<category><![CDATA[Kognition]]></category>
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		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit der Entfaltung eines Menschen ist es derzeit nicht so einfach, denn auch das Privatleben hat sich stark verändert. Erfahrungen verändern einen Menschen. Michaela Brohm-Badry erläutert: „Wir bestehen aus unserem Körper und unserer Psyche, die sich in drei Bereiche gliedert: Kognition, Motivation und Emotion – Denken, Wollen und Fühlen.“ Der Körper als Organismus ist der materielle Teil des Menschen, welcher der Seele – Emotion – beziehungsweise dem Geist – Kognition und Motivation – als immateriellem Teil Heimat gibt. Physiologisch ist er aus Blut und Wasser, Knochen, Muskeln, Eiweiß, Phosphor und&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der Entfaltung eines Menschen ist es derzeit nicht so einfach, denn auch das Privatleben hat sich stark verändert. Erfahrungen verändern einen Menschen. Michaela Brohm-Badry erläutert: „Wir bestehen aus unserem Körper und unserer Psyche, die sich in drei Bereiche gliedert: Kognition, Motivation und Emotion – Denken, Wollen und Fühlen.“ Der Körper als Organismus ist der materielle Teil des Menschen, welcher der Seele – Emotion – beziehungsweise dem Geist – Kognition und Motivation – als immateriellem Teil Heimat gibt. Physiologisch ist er aus Blut und Wasser, Knochen, Muskeln, Eiweiß, Phosphor und all den anderen Bestandteilen zusammengesetzt. Den Menschen unterscheidet von den meisten anderen Säugetieren sein aufrechter Gang, sein überproportional großes Gehirn und seine dürftige Körperbehaarung. Prof. Dr. Michaela Brohm-Badry ist Professorin für Lernforschung. Sie war langjährige Dekanin des Fachbereichs Erziehungs- und Bildungswissenschaften, Philosophie und Psychologie an der Universität Trier. <span id="more-5102"></span></p>
<p><strong>Kognition bezeichnet alle mentalen Prozesse</strong></p>
<p>Durch den aufrechten Gang wurden die Hände frei und die Menschen konnten greifen, aufbauen, schaffen, halten, Höhlen frei räumen, Wohnraum schaffen, Getreide anbauen – Natur zähmen und Kultur schaffen. Michaele Brohm-Badry weiß: „Rein biologisch betrachtet bestehen wir aus einem Zellhaufen, der in Kopf, Hals, Rumpf und Gliedmaßen sowie Organe gegliedert ist. Er sind wohl rund 100 Billionen Zellen pro Mensch – also 100 mal 1000 Milliarden, wobei allein 86 Milliarden Nervenzellen im Gehirn liegen.“ </p>
<p>Kognition, Motivation und Emotion sind die drei psychischen Grundfunktionen. Kognition bezeichnet alle mentalen – also geistigen – Prozesse eines Lebewesens. Dazu gehören etwa Wahrnehmen, Denken, Lernen, Erinnern, sich etwas vorstellen, Fantasieren, Beobachten, Bewerten oder Planen. Alles also, was im Gehirn vor sich geht und mit unbewussten oder bewussten geistigen Vorgängen zu tun hat. Motivation bezieht sich auf das Wollen und schließt Handlungsvorsätze ein.</p>
<p><strong>Die Stimmung ist ein diffuser Gefühlszustand</strong></p>
<p>Man versteht die Motivation als die Kraft, die ein Verhalten auslöst, ändert oder aufrecht hält. Michaela Brohm-Badry fügt hinzu: „Das Verhalten bezieht sich meist auf die Motive, etwas zu leisten, sozialen Anschluss zu finden, zu festigen oder Macht auszuüben.“ Die Emotion beschreibt Gefühle und deren Entstehungszusammenhang. Man verstand unter Emotion lange das Gegenstück des Geistes und umfasst alltagssprachlich alles, was ein Mensch fühlt. Heute weiß man, dass Angst, Ärger oder Liebe erst durch kognitive Prozesse entstehen.</p>
<p>Die Seele kann dabei drei emotionale Zustände annehmen: als Stimmung, Emotion oder Affekt. Die Stimmung ist ein diffuser Gefühlszustand, der länger andauert und keinen besonderen Auslöser oder Fokus – ein Objekt – benötigt. Michaela Brohm-Badry ergänzt: „Sie ist die Alltagsemotion auf niedrigem Level. Man fühlt sich einfach so gut, schlecht, angenehm oder eben unangenehm gestimmt. Wir können die Stimmung als nicht besonders intensives emotionales Grundrauschen verstehen.“ Quelle: „Aufbrechen“ von Michaela Brohm-Badry</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Schuldgefühle sind unangenehm</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/schuldgefuehle-sind-unangenehm.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Feb 2021 07:26:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gerechtigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Psyche]]></category>
		<category><![CDATA[Schuldgefühle]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Biologie hat die Menschheit wohl nur jene Gefühle vererben lassen, die grundsätzlich sinnvoll sind. Oder zumindest in der Steinzeit gut für die Menschen waren. Das wichtigste: Menschen strengen sich an, verinnerlichten Gesetzen zu folgen, damit sie sich eben nicht schuldig fühlen müssen. Helga Kernstock-Redl erläutert: „Denn weil Schuldgefühle so unangenehm sind, wollen wir instinktiv vermeiden, unrecht zu handeln.“ Diese Dynamik hat der Menschheit bei der Selbst- und Arterhaltung geholfen und wurde deshalb irgendwann zur emotionalen Standardausrüstung. Wer frei von Schuldgefühlen und zugleich als Teil einer Gruppe leben will, verinnerlicht&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Biologie hat die Menschheit wohl nur jene Gefühle vererben lassen, die grundsätzlich sinnvoll sind. Oder zumindest in der Steinzeit gut für die Menschen waren. Das wichtigste: Menschen strengen sich an, verinnerlichten Gesetzen zu folgen, damit sie sich eben nicht schuldig fühlen müssen. Helga Kernstock-Redl erläutert: „Denn weil Schuldgefühle so unangenehm sind, wollen wir instinktiv vermeiden, unrecht zu handeln.“ Diese Dynamik hat der Menschheit bei der Selbst- und Arterhaltung geholfen und wurde deshalb irgendwann zur emotionalen Standardausrüstung. Wer frei von Schuldgefühlen und zugleich als Teil einer Gruppe leben will, verinnerlicht und beachtet zumindest teilweise die moralischen und sozialen Regeln, die dort herrschen. Das sorgt für Anerkennung, soziale Sicherheit und viele andere Vorzüge. Helga Kernstock-Redl ist Psychologin und Psychotherapeutin. Sie beschäftigt sich vor allem mit der Psychologie der Gefühlswelt. <span id="more-2518"></span></p>
<p><strong>Gerechtigkeit ist ein äußerst unklarer Begriff</strong></p>
<p>Das System funktioniert natürlich nicht immer. Regeln werden gebrochen, Unrecht geschieht, Konflikte entstehen, vielleicht gibt es sogar Geschädigte. Sobald jemand ein Schuldgefühl spürt, ist er meistens stark motiviert, es wieder loszuwerden. Indem er Schuldausgleich, Strafe oder ähnliches auf sich nimmt. Er lernt aus Fehlern, entschuldigt sich oder verhandelt das Gesetz neu, befreit sich davon und stellt Gerechtigkeit her. Das beendet Konflikte, bringt gegenseitige Unterstützung und sichert den Fortbestand einer Gemeinschaft.</p>
<p>Gerechtigkeit ist jedoch ein äußerst unklarer Begriff. Obwohl die meisten Menschen das dazugehörige Gefühl und den Gedanken „So ist das fair“ gut kennen. Nur selten denkt man darüber nach, was genau damit gemeint ist: „Gerecht ist, wenn jene Gesetze befolgt werden, die ich für richtig halte.“ „Gerecht ist, Schwache zu schützen.“ Oder doch: „Gerecht ist die Gleichbehandlung“? Es sind in den allermeisten Fällen die herzensguten, mitfühlenden Personen, die unter starken Schuldgefühlen leiden.</p>
<p><strong>Überstarke Schuldgefühle belasten die Psyche</strong></p>
<p>Sie sind ehrenwert, haben hohe Ansprüche an sich selbst, sehen oder suchen den eigenen Anteil am Geschehen. Ein solcher Mensch schiebt die Verantwortung nicht ab, sondern übernimmt sie. Schuldgefühle sagen also grundsätzlich etwas Gutes über den Charakter der Person aus, die sie hat. Sie laden mit Recht ein, ihr zu vertrauen. Doch trotz aller guten Absicht: Überstarke Schuldgefühle belasten Psyche, Körper und soziale Beziehungen – und damit auch das Umfeld.</p>
<p>Falls sie zu lange oder zu stark auf Menschen einwirken, machen sie regelrecht krank. Dann können sie sogar Depressionen, Burn-out, Traumafolgesymptome, sogar Gewaltbeziehungen erzeugen oder stabilisieren. Glücklicherweise ist jede erwachsene Person imstande, das Ruder selbst in die Hand zu nehmen. Schließlich muss man Ursachen-Schuldzuweisungen nicht übernehmen. Zudem kann man Verantwortung abgeben, sich für neue Spielregeln entscheiden oder den persönlichen Moralkodex verändern. Quelle: „Schuldgefühle“ von Helga Kernstock-Redl</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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			</item>
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		<title>Emotionen erweisen sich als ansteckend</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Dec 2020 07:58:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionen]]></category>
		<category><![CDATA[Mimik]]></category>
		<category><![CDATA[Psyche]]></category>
		<category><![CDATA[Stimmung]]></category>
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					<description><![CDATA[Sehr wertvoll sind Verbündete eines Menschen, die dasselbe Ziel haben und ihn auf dem Weg dorthin begleiten und unterstützen. Ulrich Schnabel weiß: „Kaum etwas prägt uns stärker als das Verhalten und die Stimmung der Menschen in unserer Umgebung. Deren Emotionen können sich sogar als regelrecht ansteckend erweisen.“ Daher gibt es eine einfache Strategie, um Zuversicht zu entwickeln. Man umgibt sich mit zuversichtlichen Menschen, denn deren Haltung wird automatisch auf die eigene Persönlichkeit abfärben. Auch bei der Überwindung von Depression und Verzweiflung sind wohlwollende Mitmenschen von unschätzbarem Wert. Dazu zählt Ulrich&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr wertvoll sind Verbündete eines Menschen, die dasselbe Ziel haben und ihn auf dem Weg dorthin begleiten und unterstützen. Ulrich Schnabel weiß: „Kaum etwas prägt uns stärker als das Verhalten und die Stimmung der Menschen in unserer Umgebung. Deren Emotionen können sich sogar als regelrecht ansteckend erweisen.“ Daher gibt es eine einfache Strategie, um Zuversicht zu entwickeln. Man umgibt sich mit zuversichtlichen Menschen, denn deren Haltung wird automatisch auf die eigene Persönlichkeit abfärben. Auch bei der Überwindung von Depression und Verzweiflung sind wohlwollende Mitmenschen von unschätzbarem Wert. Dazu zählt Ulrich Schnabel Freunde, Familienmitglieder, Kollegen und bei Bedarf auf Therapeuten. Denn wer im Stimmungsloch sitzt, kann sich nur schwer selbst an den Haaren herausziehen. Ulrich Schnabel ist seit über 25 Jahren Wissenschaftsredakteur bei der ZEIT. <span id="more-2461"></span></p>
<p><strong>Psyche und Körper sind nicht getrennt</strong></p>
<p>„Die psychologische Schwerkraft wirkt automatisch nach unten“, sagt der Unternehmensberater Werner Berschneider. Er coacht mit Viktor Frankls Methode Führungskräfte. Soll heißen: Wer sich schlecht fühlt, dem fällt meist nichts Freudiges mehr ein. „Stattdessen legen wir uns zu Hause aufs Sofa und tun uns leid“, sagt Werner Berschneider. Deshalb braucht man meist ein Gegenüber, um aus dieser schlechten Stimmung herauszukommen.</p>
<p>Wer auf solchen Beistand nicht zählen kann, sollte es mit körperlicher Bewegung versuchen. Da Psyche und Körper nicht getrennt sind, wird die persönliche Stimmung auch von rein körperlichen Verhaltensweisen beeinflusst. So empfehlen Mediziner heute regelmäßige sportliche Betätigung auch gegen Depression. Schließlich ist der Mensch von Hause aus ein Bewegungswesen. Ständiges Sitzen oder stundenlanges Starren auf Bildschirme hat die Natur für ihn eigentlich nicht vorgesehen.</p>
<p><strong>Mimik und Körperhaltung beeinflussen die Emotionen</strong></p>
<p>Eine trübsinnige Stimmung lässt sich daher oft schon allein durch körperliche Bewegung aufhellen. Dabei geht es nicht um Leistungssport, sondern um maßvolle Aktivitäten wie Fahrradfahren, Joggen, Yoga oder Schwimmen. Selbst simples Spazierengehen wirkt auf Dauer gesundheits- und stimmungsaufhellend. Ebenso werden die Emotionen von der Körperhaltung und der Mimik beeinflusst. Denn Gefühle und Gedanken spielen sich nicht im luftleeren Raum ab, sondern immer in einem Körper und rufen entsprechend biologische Reaktionen hervor.</p>
<p>Angst und Sorge schlagen auf den Magen. Aufregung treibt den Blutdruck in die Höhe. Und die Liebe zaubert Schmetterlinge in den Bauch. Ulrich Schnabel fügt hinzu: „Umgekehrt beeinflussen Mimik und Körperhaltung nicht nur unsere Stimmung, sondern selbst unser Denk- und Erinnerungsvermögen.“ Wer sich aufrecht hält, denkt eher positiv, wer in sich zusammensackt, neigt automatisch zu einer pessimistischen Sicht. Wer ständig den Kopf nach vorne neigt, um auf das Display seines Handys zu starren, befördert genau jene gebeugte Rückenhaltung, die so typisch für depressive Verstimmungen ist. Quelle: „Zuversicht“ von Ulrich Schnabel</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Das Selbst ist schwer zu definieren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Aug 2020 05:26:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Psyche]]></category>
		<category><![CDATA[Selbst]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfindung]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstsuche]]></category>
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					<description><![CDATA[Es ist sehr leicht in einer multistimulierten, vielfach vernetzten, überinformierten Welt den Bezug zu sich selbst zu verlieren. Dabei können verschiedene Ebenen betroffen sein. Wer ist das aber eigentlich, wir „selbst“? Georg Milzner erläutert: „Den Begriff Selbst zu definieren fällt selbst erfahrenen und wissenschaftlich gut ausgebildeten Psychologen nicht leicht. Und zwar, weil es schon eine Vielzahl mehr oder weniger diffuser Definitionen davon gibt, was das Selbst denn wohl ist.“ Ja es scheint sich sogar eine regelrechte Aufgabe damit zu verbinden, diese ominöse Instanz ausfindig zu machen. Ungefähr so, als hätte&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist sehr leicht in einer multistimulierten, vielfach vernetzten, überinformierten Welt den Bezug zu sich selbst zu verlieren. Dabei können verschiedene Ebenen betroffen sein. Wer ist das aber eigentlich, wir „selbst“? Georg Milzner erläutert: „Den Begriff Selbst zu definieren fällt selbst erfahrenen und wissenschaftlich gut ausgebildeten Psychologen nicht leicht. Und zwar, weil es schon eine Vielzahl mehr oder weniger diffuser Definitionen davon gibt, was das Selbst denn wohl ist.“ Ja es scheint sich sogar eine regelrechte Aufgabe damit zu verbinden, diese ominöse Instanz ausfindig zu machen. Ungefähr so, als hätte man es mit einem Schatz zu tun, den man in seiner Persönlichkeit heben müsse. Die Begriffe Selbstsuche und Selbstfindung machen deutlich, dass es keineswegs selbstverständlich ist, zu dem vorzudringen, was man das „Selbst“ nennt.  Georg Milzner ist Diplompsychologe und arbeitet in eigener Praxis als Psychotherapeut. <span id="more-2321"></span></p>
<p><strong>Die Selbstfindung ist ein sehr altes Thema</strong></p>
<p>Sich selbst finden zu wollen ist keine moderne Erfindung. Es ist ein jahrhundertaltes, in immer neuen Variationen durchgespieltes Thema. Diese Suche steht für einen tieferen Wunsch der menschlichen Psyche: mit sich selbst in Einklang zu kommen und zwischen dem, was die Psyche wahrnimmt, und dem, was letztendlich gelebt wird, eine Übereinstimmung herzustellen. Dabei lässt fehlende Selbstaufmerksamkeit das Leben öder und unterschwellig wachsende Probleme übermächtig wuchern.</p>
<p>Fehlende Selbstaufmerksamkeit bewirkt aber noch viel mehr, als bloß unter Druck zu stehen, falsche Prioritätsentscheidungen zu treffen oder körperliche Beschwerden zu entwickeln. Georg Milzner weiß: „Fehlende Selbstaufmerksamkeit macht nämlich die Lebensaufgabe jeder menschlichen Psyche, zwischen dem, was die äußeren Bedingungen erfordern, eine befriedigende Synthese herzustellen, ungleich schwieriger, als sie sowieso schon ist.“ Denn wer sich nicht oder nur unzureichend wahrnimmt, der wird jene tiefen Schichten, die das eigentliche Wollen der Psyche enthalten, gar nicht wahrnehmen können. Und so auf subtile Weise an sich vorbeileben.</p>
<p><strong>Das Selbst ist nicht allein das Ich</strong></p>
<p>Das Selbst ist schon ein seltsamer Begriff. Und doch aus der Sprache kaum wegzudenken. Man spricht von Selbstsicherheit, Selbstentwicklung und Selbstmotivation. Und doch fällt es einem schwer, zu umreißen, wer oder was dieses „Selbst“ denn sein soll. Ganz offensichtlich nicht allein das, was man „ich“ nennt. Über die wissenschaftlichen Disziplinen hinweg besteht allerdings keineswegs Einigkeit darüber, was denn unter den großen Begriffen Ego, Ich und Selbst genauer zu verstehen sei. Der amerikanische Hirnforscher Joseph LeDoux verwendet den Begriff des „Selbst“ zum Beispiel im Sinne der „Gesamtheit des lebenden Organismus“.</p>
<p>Der amerikanische Mediziner Gerald Edelmann dagegen definiert das Selbst als „die genetische und immunologische Identität eines Individuums“. Dies ist nun noch ganz ohne jede Form psychischen Erlebens. Daher fügt Gerald Edelman hinzu, dass das Selbst auch „die für ein Individuum charakteristischen Inputs aus dem eigenen Körper, die sich aus seiner Geschichte und seinen Bewertungssystemen“ beinhalte. Das klingt für eine erlebnisfähige Psyche immer noch recht dünn, vor allem aber ungemein abstrakt. Quelle: „Wir sind überall, nur nicht bei uns“ von Georg Milzner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Selbststeuerung führt zu einem guten Leben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Jul 2020 06:19:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Psyche]]></category>
		<category><![CDATA[Selbststeuerung]]></category>
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					<description><![CDATA[Selbststeuerung soll dem Menschen dienen, ein gutes Leben zu führen, sie ist kein Selbstzweck. Zu ihren mächtigsten Potentialen zählt ihr Einfluss auf die biologischen Systeme und damit auf die körperliche Gesundheit des Menschen. Joachim Bauer erklärt: „Beim Einfluss der Selbststeuerung auf die Gesundheit sind zwei Mechanismen im Spiel. Ein offensichtlicher, sozusagen äußerer, und ein verborgener, innerer.“ Unmittelbar einleuchtend ist das erste der beiden Wirkprinzipien. Es beruht darauf, dass ein gesunder Lebensstil Krankheitsrisiken vermindert. Beim zweiten Wirkmechanismus geht es um eine innere Grundhaltung, ein gutes Selbstgefühl, um Vertrauen in die eigenen&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Selbststeuerung soll dem Menschen dienen, ein gutes Leben zu führen, sie ist kein Selbstzweck. Zu ihren mächtigsten Potentialen zählt ihr Einfluss auf die biologischen Systeme und damit auf die körperliche Gesundheit des Menschen. Joachim Bauer erklärt: „Beim Einfluss der Selbststeuerung auf die Gesundheit sind zwei Mechanismen im Spiel. Ein offensichtlicher, sozusagen äußerer, und ein verborgener, innerer.“ Unmittelbar einleuchtend ist das erste der beiden Wirkprinzipien. Es beruht darauf, dass ein gesunder Lebensstil Krankheitsrisiken vermindert. Beim zweiten Wirkmechanismus geht es um eine innere Grundhaltung, ein gutes Selbstgefühl, um Vertrauen in die eigenen Kräfte. Man könnte von Selbstkräften sprechen und so etwas wie einen inneren Mut. Hier steht also nicht das konkrete gesundheitliche Verhalten im Vordergrund, sondern etwas Tiefergehendes. Der Neurobiologe, Arzt und Psychotherapeut Joachim Bauer lehrt an der Universität Freiburg. <span id="more-2279"></span></p>
<p><strong>Die Schulmedizin zeigt wenig Interesse an der Psyche</strong></p>
<p>Von beiden Mechanismen gehen massive biologische Effekte aus, sie sind von gleichrangiger Bedeutung. Sie entfalten ihr volles Wirkpotential aber nur gemeinsam. Das derzeitige medizinische System kommuniziert mit seinen Patienten ausschließlich die Frage der gesunden Lebensführung. Sie ist das erste der beiden genannten Wirkprinzipien der Selbststeuerung. Joachim Bauer kritisiert: „Der zweite Wirkfaktor, die Stärkung der psychischen Situation des Patienten, wird nicht nur sträflich vernachlässigt. Der Medizinbetrieb schwächt ihn oft sogar.“</p>
<p>Dies ist fatal, denn die  bei Patienten weit verbreitete Nichtbeachtung einer gesunden Lebensführung hat ihren Grund vor allem im geschwächten Selbstgefühl, im verloren gegangenen Mut und im fehlenden Vertrauen auf die eigenen Kräfte. Da viele von Krankheit bedrohte oder Betroffene spüren, dass sie ohne das zweite Wirkprinzip, ohne Mut, Hoffnung und Selbstvertrauen nicht gesund werden können, hat sich hier ein paramedizinischer Markt entwickelt. Anstatt über die Abwanderung vieler Patienten zu vermeintlichen Heilern zu klagen, wäre die sogenannte Schulmedizin gut beraten, ihr Desinteresse an der Psyche ihrer Patienten zu hinterfragen.</p>
<p><strong>Menschen sind keine biologischen Maschinen</strong></p>
<p>Joachim Bauer betont: „Die heute verfügbaren, ausgezeichneten schulmedizinischen Möglichkeiten der Krankenbehandlung entfalten ihre volle Potenz nur gemeinsam mit einer Stärkung der Selbstkräfte und der Selbststeuerung aufseiten des Patienten.“ Dies gilt nicht nur für jene beiden Gesundheitsstörungen, an denen Menschen hierzulande am häufigsten sterben, die Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen. Eine Stärkung der psychischen Selbstkräfte ist auch allen weiteren Krankheiten von entscheidender Bedeutung.</p>
<p>Der Grundirrtum der Schulmedizin besteht in der Annahme, Lebewesen seien biologische Maschinen. Dabei übersehen die Ärzte, dass alle lebenden Systeme anders als Maschinen mit ihrer Außenwelt ständig aktiv kommunizieren und dass ihr Wohl und Wehe vom Gelingen dieser Kommunikation abhängt. Joachim Bauer ergänzt: „Auch Gene sind Kommunikatoren und keineswegs autistische, unabhängig von der Außenwelt arbeitende Maschinenteile, als die sie lange Zeit dargestellt wurden.“ Gene steuern den menschlichen Körper nicht nur, umgekehrt steuert der Körper auch seinerseits die Gene. Quelle: „Selbststeuerung“ von Joachim Bauer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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