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	<title>Probleme &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Die meisten Ängste sind überflüssig</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Mar 2024 08:00:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
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					<description><![CDATA[Angst ist ein wichtiges Gefühl, das dem Überleben dient. Heinz-Peter Röhr weiß: „Angst hat die Aufgabe, uns zu warnen, wenn eine Situation gefährlich ist. Angst löst Fluchtimpulse aus, das ist tief in den Genen des Menschen angelegt. Flucht ist dann richtig, wenn man sich aus einer wirklich gefährlichen Situation entfernt.“ Nicht selten stellt einen Menschen ... <a title="Die meisten Ängste sind überflüssig" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/heinz-peter-roehr-krankhafte-angst.html" aria-label="Mehr Informationen über Die meisten Ängste sind überflüssig">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Angst ist ein wichtiges Gefühl, das dem Überleben dient. Heinz-Peter Röhr weiß: „Angst hat die Aufgabe, uns zu warnen, wenn eine Situation gefährlich ist. Angst löst Fluchtimpulse aus, das ist tief in den Genen des Menschen angelegt. Flucht ist dann richtig, wenn man sich aus einer wirklich gefährlichen Situation entfernt.“ Nicht selten stellt einen Menschen Angst jedoch vor eine andere Aufgabe: Hier ist ein Problem zu lösen! Nicht das Ausweichen vor der Angst ist dann die Lösung, sondern das beherzte Zugehen auf das Problem. Oft ist Angst ein Signal, das zum Handeln auffordert: etwas an der Situation zu ändern. Die meisten Ängste sind jedoch völlig überflüssig. Heinz-Peter Röhr ist Pädagoge und war über dreißig Jahre lang in der Fachklinik Fredeburg/Sauerland für Suchtmittelabhängige psychotherapeutisch tätig. <span id="more-5311"></span></p>
<p><strong>Flucht bewirkt eine Verstärkung der Angst</strong></p>
<p>Bevor sich Heinz-Peter Röhr den Angststörungen zuwendet, sollte ein Problem verstanden sein. Wie werden Ängste verstärkt und wie entsteht eine typische Angst vor der Angst? Die Antwort ist einfach: Indem man versucht, vor der Angst zu fliehen. Besonders deutlich wird das bei der Phobie. Die Flucht vor der ängstigenden Situation bewirkt eine Verstärkung der Angst, da man den Schritt umgeht, die Angst zu bewältigen. Heinz-Peter Röhr ergänzt: „Schließlich wird so auch die typische Angst vor der Angst erzeugt. Das Problem beginnt im Kopf.“ </p>
<p>Mit Nachdruck ist zu betonen, dass die Wurzel vieler Probleme im Grübeln steckt. Gedanken laufen Amok, Ängste bekommen Flügel, und die Unsicherheit wächst. Diese Dynamik führt vielfach zum Kontrollverlust über Angst und zu den Angststörungen. Denken und Fühlen gehören für Heinz-Peter Röhr untrennbar zusammen. Manche Betroffene versuchen mit Hilfe von immer intensiverem Nachdenken ihre Ängste zu bewältigen. Das führt jedoch nicht zu einer Lösung, sondern im Gegenteil: Immer mehr Katastrophen entstehen in der Fantasie und die Ängste nehmen zu. </p>
<p><strong>Frei flottierende Angst lässt sich nicht mehr abschalten</strong></p>
<p>Heinz-Peter Röhr stellt fest: „Dieser Prozess kann völlig außer Kontrolle geraten und in eine generalisierte Angststörung ausarten. Betroffene leben in einem permanenten Angstzustand, der sich nicht mehr abstellen lässt. Man spricht von einer frei flottierenden Angst.“ Ein Mensch mit einer starken Phobie erlebt starke Ängste nur dann, wenn er mit dem ängstigenden Objekt konfrontiert ist. Und einen Paniker überflutet nur während eines Anfalls panische Angst.</p>
<p>Dagegen lässt die Angst bei der generalisierten Angststörung nicht nach, sondern bleibt permanent auf hohem Niveau. Heinz-Peter Röhr fügt hinzu: „Immer neue ängstigende Gedanken drängen sich auf. Für Außenstehende scheinen sie völlig abwegig, für Betroffene findet der Terror im Kopf kein Ende.“ Die generalisierte Angststörung ist eine relativ häufige psychische Störung. Etwa vier bis sieben Prozent der Bevölkerung sind davon betroffen. Unbehandelt verläuft sie meist chronisch. Quelle: „Vom klugen Umgang mit Gefühlen“ von Heinz-Peter Röhr</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Probleme bei Paaren sind notwendig</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Dec 2023 02:00:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Paar]]></category>
		<category><![CDATA[Partnerschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Offensichtlich haben viele Paare miteinander Probleme. Diese Tatsache beurteilt man gewöhnlich als nachteilig. Michael Lehofer weiß: „In Wahrheit ist es aber notwendig, in Paarbeziehungen Probleme zu haben. Denn nur bei Problemen können wir reifen. Die Reifung bedeutet Wachstum und ist daher ein Lebenszeichen wie kein anderes.“ Wenn man in einer Paarbeziehung ein gravierendes Problem hat, ... <a title="Probleme bei Paaren sind notwendig" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/bei-paaren-fuehren-probleme-zur-reife.html" aria-label="Mehr Informationen über Probleme bei Paaren sind notwendig">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Offensichtlich haben viele Paare miteinander Probleme. Diese Tatsache beurteilt man gewöhnlich als nachteilig. Michael Lehofer weiß: „In Wahrheit ist es aber notwendig, in Paarbeziehungen Probleme zu haben. Denn nur bei Problemen können wir reifen. Die Reifung bedeutet Wachstum und ist daher ein Lebenszeichen wie kein anderes.“ Wenn man in einer Paarbeziehung ein gravierendes Problem hat, hadert man gewöhnlich mit seinem Schicksal. Im Grunde poppt in diesem Zusammenhang aber meist nur ein bisher verdeckter Konflikt des Paares auf. Nicht das Konflikt ist das Problem, sondern die Weise, wie das Paar mit ihm umgeht. Wenn das Leben wie geschmiert läuft, kann man sich nicht entwickeln. Univ.-Prof. Dr. med. Dr. phil. Michael Lehofer ist ärztlicher Direktor und Leiter der einer Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie am Landeskrankenhaus Graz II. <span id="more-5133"></span></p>
<p><strong>Dehnung führt zur Erweiterung der Persönlichkeit</strong></p>
<p>Michael Lehofer erläutert: „Man spricht in der Psychologie von Dehnung, die notwendig wird, wenn wir Probleme bewältigen wollen. Sich zu dehnen heißt, sich zu erweitern. Wir dehnen uns aus dem fiktiven Korsett unserer Vorstellung von uns selbst hinaus und entwickeln uns in Richtung unserer wahren Möglichkeiten.“ Viele Menschen denken von sich, dass sie nicht ohne Partnerschaft leben können. Natürlich kann es für sie schwer werden, wenn ihnen das Leben eines Tages dieses Menü serviert.</p>
<p>Aber auf eines darf man sich verlassen: Wenn man mit dem Schicksal konfrontiert wird, sendet einem das Leben immer Hilfsangebote. Die Frage ist nur, ob man die Hände, die einem gereicht werden, ergreifen kann. Andere denken, dass sie sich dies und jenes nicht gefallen lassen dürfen. Und manchmal zwingt sie dann das Leben sich zu dehnen, indem sie sich genau solche Dinge gefallen lassen müssen. Zum Beispiel wenn ihre erwachsenen Kinder mit ihnen abwertend umgehen.</p>
<p><strong>Jeder Mensch trägt ein narzisstisches Selbst in sich</strong></p>
<p>Vor einiger Zeit ist Michael Lehofer auf einen kleinen Trick gekommen. Wie jeder Mensch denkt er manchmal, dass er sich dies und jenes nicht gefallen lassen kann. Inzwischen hat er sich angewöhnt, immer dann, wenn er das denkt – ein Aufruf von ihm an sich selbst zur Selbststabilisierung –, sich vorerst gefallen zu lassen, was er eigentlich nicht akzeptieren kann. Und erst wenn Michael Lehofer es ertragen hat, weist er das vermeintlich Unerträgliche zurück oder aber erträgt es ohne Probleme.</p>
<p>So verhindert Michael Lehofer, dass ihn sein narzisstisches Selbst – das jeder Mensch auf seine Art in sich trägt – steuert. Ein großes Mysterium ist die Partnerwahl. Warum wählt man gerade diesen und nicht einen anderen Menschen aus? Psychologen nehmen an, dass die Wahl auf der Basis früherer Erfahrungen mit sogenannten primären Bezugssystemen geschieht, also mit der Mutter, dem Vater etc. Nach dieser Theorie erkennt man im „Strichcode“ einer Person eine Ähnlichkeit mit dem Code derjenigen Menschen, die einem Individuum am Anfang seines Lebens nahe waren. Quelle: „40 verrückte Wahrheiten über Frauen und Männer“ von Michael Lehofer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Geld allein macht nicht glücklich</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/maren-urner-der-unglueckliche-millionaer.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Jul 2023 01:00:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Probleme]]></category>
		<category><![CDATA[Therapeut]]></category>
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					<description><![CDATA[Es war einmal ein Mann, der glaubte, wenn er genügend Geld habe, würde er nicht nur Herr seiner Probleme werden, sondern endlich auch ein glückliches Leben führen. Maren Urner fügt hinzu: „Er würde endlich den Wünschen und Ansprüchen seiner Frau und seinen Kindern genügen, würde sich das leisten können, wonach ihm ist, und sorgenfrei alt ... <a title="Geld allein macht nicht glücklich" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/maren-urner-der-unglueckliche-millionaer.html" aria-label="Mehr Informationen über Geld allein macht nicht glücklich">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es war einmal ein Mann, der glaubte, wenn er genügend Geld habe, würde er nicht nur Herr seiner Probleme werden, sondern endlich auch ein glückliches Leben führen. Maren Urner fügt hinzu: „Er würde endlich den Wünschen und Ansprüchen seiner Frau und seinen Kindern genügen, würde sich das leisten können, wonach ihm ist, und sorgenfrei alt werden.“ Mit dieser Vorstellung ist beziehungsweise war der Mann alles andere als allein. Ohne an dieser Stelle Begriffe wie Markt, Kapitalismus und Leistungsgesellschaft bemühen zu wollen: Diese Vorstellung ist grundlegend für das Funktionieren der modernen Gesellschaften, in der viele Menschen leben. Runtergebrochen lässt sich der Gedanke ungefähr so zusammenfassen: Die meisten Probleme lassen sich mit Geld und der damit verbundenen Macht beseitigen oder zumindest verkleinern. Dr. Maren Urner ist Professorin für Medienpsychologie an der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft (HMKW) in Köln. <span id="more-4693"></span></p>
<p><strong>Viele Menschen wollen noch immer etwas mehr</strong></p>
<p>Maren Urner nennt Beispiele: „Das denkt sich der arbeitslose, alleinerziehende Vater, der seinen Kindern endlich mal wieder einen Kurzurlaub spendieren möchte. Das denkt die junge Auszubildende, die seit Jahren auf ein eigenes Auto spart. Und das denkt sich das junge Paar, das soeben die erste Rate des Kredits für die Doppelhaushälfte gezahlt hat.“ Und das denkt eben auch die Multimilliardärin. Denn die Vorstellung von „noch etwas mehr, dann habe ich es geschafft“ kennt im wahrsten Sinne des Wortes keine Grenzen.</p>
<p>So ist er der perfekte Motor für den Gedanken, immer „noch ein wenig mehr“ zu wollen. Und für das entsprechende Handeln. Dennoch gibt es Therapeuten, die mit den wohlhabendsten Menschen der Welt zusammenarbeiten. Das können viele Menschen nicht nachvollziehen. Maren Urner gibt zu: „Mir ging es ähnlich.“ Wozu brauchen Menschen, die alles und noch viel mehr haben, Rat von einem Therapeuten? Die breite Öffentlichkeit ist doch der Überzeugung, dass wenn sie eine gewisse Menge an Problemen hätte, sich diese mit Geld lösen lassen würden. </p>
<p><strong>Wer viel Geld besitzt hat noch immer Probleme</strong></p>
<p>Und sie haben diesen Glauben, dass Geld dabei hilft, ihre Probleme los zu werden. Wenn sie dann erfahren, dass dort draußen jemand ist, der viel Geld besitzt und noch immer Probleme hat, zerstört das diese Fantasie. Maren Urner stellt fest: „Das entscheidende Wort lautet natürlich Fantasie. Unsere Vorstellung, Geld löse unsere Probleme, ist nicht nur ein Motor für unser Denken und Handeln im 21. Jahrhundert, sondern gleichzeitig auch eine der grundlegendsten Säulen unseres statischen Denkens.“ </p>
<p>Getrieben von dieser Vorstellung arbeiten viele Menschen noch ein wenig härter, um am Ende des Monats noch ein wenig mehr Geld auf dem Konto zu haben. Nur noch ein wenig mehr, dann haben sie es geschafft. Wenn ein Therapeut von den Sorgen und Ängsten der Superreichen berichtet, beraubt er seine Zuhörer dieser Fantasie. Und was passiert, wenn sie einer grundlegenden Vorstellung darüber, wie die Welt und ihr Leben funktioniert, beraubt werden? Dann entsteht eine Leerstelle, ein wackeliges Fundament. Quelle: „Raus aus der ewigen Dauerkrise“ von Maren Urner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Der Umgang mit Leid ist unterschiedlich</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/heinz-peter-roehr-die-mystifizierung-eines-problems.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Jun 2023 01:00:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Leid]]></category>
		<category><![CDATA[Probleme]]></category>
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					<description><![CDATA[Große Enttäuschungen, schwere Schicksalsschläge, Verluste, Trennung, der Tod wichtiger Menschen können zur Minderung der Lebensfreude führen und das Dasein nachhaltig belasten. Der Umgang mit Leid ist jedoch unterschiedlich. Heinz-Peter Röhr erläutert: „Da es immer auf den Blickwinkel ankommt, unter dem ein Problem betrachtet wird, sind es möglicherweise auch weniger schwerwiegende Ereignisse, die eine überwertige Bedeutung ... <a title="Der Umgang mit Leid ist unterschiedlich" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/heinz-peter-roehr-die-mystifizierung-eines-problems.html" aria-label="Mehr Informationen über Der Umgang mit Leid ist unterschiedlich">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Große Enttäuschungen, schwere Schicksalsschläge, Verluste, Trennung, der Tod wichtiger Menschen können zur Minderung der Lebensfreude führen und das Dasein nachhaltig belasten. Der Umgang mit Leid ist jedoch unterschiedlich. Heinz-Peter Röhr erläutert: „Da es immer auf den Blickwinkel ankommt, unter dem ein Problem betrachtet wird, sind es möglicherweise auch weniger schwerwiegende Ereignisse, die eine überwertige Bedeutung bekommen.“ Um die Dinge gleich ins rechte Licht zu rücken, betont Heinz-Peter Röhr, dass betroffene Menschen tatsächlich sehr leiden. Auffällig sind jedoch die Übertreibungen nach dem Motto: „Mein Schmerz ist so groß, dass niemand ihn verstehen kann; ich werde das Problem nie hinter mir lassen können; diese Enttäuschung werde ich nie verzeihen; ich kann mich nie mehr freuen …“ Heinz-Peter Röhr ist Pädagoge und war über dreißig Jahre lang in der Fachklinik Fredeburg/Sauerland für Suchtmittelabhängige psychotherapeutisch tätig. <span id="more-4677"></span></p>
<p><strong>Manche Menschen suchen Erleichterung im Jammern und Klagen</strong></p>
<p>Bei den meisten solcher Aussagen handelt es sich um selbst erfüllende Prophezeiungen. Weil die Betroffenen fest daran glauben, dass ihre Annahmen richtig sind, werden sie sich auch bewahrheiten. Das Problem wird in mystische Höhen gehoben und damit einer Lösung quasi entzogen. Die negative Energie lässt sich auf diese Weise nicht unter Kontrolle bringen. Bei der Mystifizierung eines Problems sucht man eine Erleichterung im Jammern und Klagen. Das führt jedoch nicht zu einer wirklichen Erlösung, da das innere „Nein“ bleibt. </p>
<p>So kann es auch hier zu einem Kontrollverlust kommen. Heinz-Peter Röhr stellt fest: „Die Auseinandersetzung mit dem Kontrollverlust nimmt immer die Frage nach dem Missbrauch in den Fokus. Wo ist der scheinbare Vorteil, wenn ein Problem mystifiziert wird? Die Frage lässt sich nur beantworten, wenn das tiefere Problem beleuchtet wird.“ Es geht hier um Verantwortung, die der Betroffene nicht übernehmen will. Man verharrt in der Opferrolle und sucht die Schuld bei anderen oder in widrigen Umständen. </p>
<p><strong>Jeder Mensch hat das Recht auf Trauer und Wut</strong></p>
<p>In vielen Fällen ist dies zunächst als normale Reaktion zu verstehen. Wer plötzliches Unheil erlebt, darf sich selbst auch als Opfer sehen und das Schicksal beklagen. Niemand ist ein Computer und jeder Mensch hat das Recht auf Trauer und Wut. Dies gehört zum normalen Umgang mit den Zumutungen des Schicksals. Nach einer Zeit der Trauer und der Wut wenden sich die meisten Menschen jedoch wieder dem Alltag zu, denn sie haben sich mit dem Unabwendbaren abgefunden. </p>
<p>Wird ein Problem mystifiziert, bleiben die Betroffenen in der beklagenswerten Situation förmlich stecken. Sie finden nicht zu einem „Ja“, weil sie sich „unbewusst“ weigern, die Verantwortung zu übernehmen. Heinz-Peter Röhr weiß: „Im psychotherapeutischen Prozess ist es notwendig, auch Haltungen und Einstellungen infrage zu stellen. Irgendwo wissen Betroffene, dass sie übertreiben.“ Die Frage des Therapeuten „Kann es sein, dass Sie das Problem mystifizieren ist erst dann zu stellen, wenn ein Vertrauensverhältnis so stabil ist, dass sich der Patient hierdurch nicht abgewertet fühlt. Quelle: „Vom klugen Umgang mit Gefühlen“ von Heinz-Peter Röhr</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Viele Menschen verdrängen gerne Krisen</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/jakob-hein-umgang-mit-krisen.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Dec 2022 02:00:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Patient]]></category>
		<category><![CDATA[Probleme]]></category>
		<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
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					<description><![CDATA[Seit jeher ist die Menschheit überzeugt, dass alles immer schlimmer wird. Jakob Hein ergänzt: „Und auch jetzt gerade erscheint es uns so schlimm und ausweglos wie nie zuvor. Die Krisen schieben sich förmlich übereinander, bedingen und verstärken einander. Wenn wir eine von ihnen gerade nicht beobachten, scheint sie sich in diesem Schatten heimlich zu verstärken.“ ... <a title="Viele Menschen verdrängen gerne Krisen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/jakob-hein-umgang-mit-krisen.html" aria-label="Mehr Informationen über Viele Menschen verdrängen gerne Krisen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit jeher ist die Menschheit überzeugt, dass alles immer schlimmer wird. Jakob Hein ergänzt: „Und auch jetzt gerade erscheint es uns so schlimm und ausweglos wie nie zuvor. Die Krisen schieben sich förmlich übereinander, bedingen und verstärken einander. Wenn wir eine von ihnen gerade nicht beobachten, scheint sie sich in diesem Schatten heimlich zu verstärken.“ Deshalb wollen viele Deutsche überhaupt keine Nachrichten mehr sehen oder hören. Mit Krisen, die zwar real existieren, mit denen aber die betroffenen Menschen keinen anderen Umgang finden als den hilflosen Versuch, sie zu verdrängen, kenne psychotherapeutisch arbeitende Menschen sich aus. Sie wissen nicht mehr als andere von Waffen, Viren oder dem Klimawandel, aber sie kennen Menschen in Krisensituationen. Jakob Hein ist Psychiater für Kinder und Erwachsene und Schriftsteller. Seit 2011 führt er seine eigene Praxis. <span id="more-4137"></span></p>
<p><strong>Es gibt kein Geheimwissen über die Lösung von Problemen</strong></p>
<p>Denn im Gegensatz zu bestimmten Klischees werden Psychiater wie Jakob Hein in aller Regel von Leuten aufgesucht, die veritable Probleme haben. Und praktisch niemals ist es nur ein einziges Problem. Wenn die Dinge hübsch nacheinander aus dem Ruder laufen würden, dann wäre das nicht gut, aber handhabbar. Doch leider läuft es so oft nicht. Ein einziges Problem kann praktisch jeder lösen. Aber es gilt Murphys Gesetz: „Alles, was schiefgehen kann, geht schief“, und die erste logische Schlussfolgerung daraus lautet: „Alles geht auf einmal schief.“ </p>
<p>Jakob Hein gibt zu: „Leider haben wir Psychotherapeuten und Psychiaterinnen kein Geheimwissen über die Lösung von Problemen.“ Nicht einmal die psychopharmakologischen Medikamente können Wunder vollbringen. Aber sie spielen oft eine wichtige Rolle in der Linderung der schlimmsten Symptome und helfen den Patienten, sich überhaupt dem psychotherapeutischen Prozess stellen zu können. Psychotherapie ist individuelle Arbeit, die nicht immer leicht ist für den Therapeuten, aber für die Patienten ist sie sehr schwer. </p>
<p><strong>Die Psychotherapie analysiert die Vergangenheit</strong></p>
<p>Alles, was in der Psychotherapie geschieht, unterliegt der Schweigepflicht. Dennoch ist nichts von dem was Psychiater wie Jakob Hein tun, geheim: „Wir können nur die Vergangenheit analysieren, denn allein sie steht uns zur Verfügung. Wir tun dies aber, um die Zukunft besser gestalten zu können, so ungewiss sie ist. Denn wir wollen nicht de Lebensgeschichte der Patienten als eine endlose Abfolge von tragischen Fehlentscheidungen nachzeichnen, die in logischer Konsequenz zur jetzigen Krise geführt hat, wir wollen gemeinsam schauen, was die Patienten ändern können. Wir erheben eine Anamnese, keine Katastrophe. </p>
<p>Dazu suchen Jakob Hein und Kollegen Muster von Fehlentscheidungen, systematische Probleme, Dinge, die immer wieder zu Krisensituationen geführt haben, und diskutieren Möglichkeiten, an welcher Stelle er oder sie sich vielleicht anders entscheiden hätten können. Das müssen nicht immer Entscheidungen sein, die besser anders getroffen worden wären. Manchmal war es auch die für einen Patienten richtige Entscheidung, die nur von anderen Personen als falsch bewertet wurde. Quelle: „Finde die Lücke“ von Jakob Hein in „chrismon“ Nr.11/2022</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Grübeln verursacht psychische Störungen</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/heinz-peter-roehr-gruebeln.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Jul 2022 01:00:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Grübeln]]></category>
		<category><![CDATA[Lösungen]]></category>
		<category><![CDATA[Probleme]]></category>
		<category><![CDATA[Schmerz]]></category>
		<category><![CDATA[Stress]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie sehr Grübeln für viel psychischen Störungen und psychosomatische Krankheiten verantwortlich ist, wurde lange Zeit unterschätzt. Gerade der Umgang mit negativen Gedanken ist für viele Menschen ein Problem, für das sie keine geeignete Lösung haben. Heinz-Peter Röhr erklärt: „Nachdenken ist ein Instrument, um Probleme zu lösen. Finden wir keine Lösung, suggeriert nicht selten ein unbestimmtes ... <a title="Grübeln verursacht psychische Störungen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/heinz-peter-roehr-gruebeln.html" aria-label="Mehr Informationen über Grübeln verursacht psychische Störungen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie sehr Grübeln für viel psychischen Störungen und psychosomatische Krankheiten verantwortlich ist, wurde lange Zeit unterschätzt. Gerade der Umgang mit negativen Gedanken ist für viele Menschen ein Problem, für das sie keine geeignete Lösung haben. Heinz-Peter Röhr erklärt: „Nachdenken ist ein Instrument, um Probleme zu lösen. Finden wir keine Lösung, suggeriert nicht selten ein unbestimmtes Gefühl, dass durch intensiveres Nachdenken doch noch eine Lösung gefunden werden könne.“ Liegt die Lösung für ein Problem in der Zukunft beziehungsweise ist nicht möglich, kann noch so viel Nachdenken nicht weiterhelfen, sondern läuft ins Leere. In diesem Fall ist Nachdenken schädlich! Man gerät in einen Teufelskreis und fängt an zu grübeln. Heinz-Peter Röhr ist Pädagoge und war über dreißig Jahre lang in der Fachklinik Fredeburg/Sauerland für Suchtmittelabhängige psychotherapeutisch tätig. <span id="more-3753"></span></p>
<p><strong>Durch Grübeln entsteht Stress</strong></p>
<p>Da keine wirkliche Lösung zu erkennen ist, entsteht Stress, der die Ausschüttung von negativen Botenstoffen bewirkt. Stresshormone wie Adrenalin und Noradrenalin werden freigesetzt, laufen aber quasi ins Leere, da sie nicht in tatsächliche Handlungen umgesetzt werden. Das Gehirn erlebt beim Grübeln somit Ähnliches wie ein Motor, der seine Energie nicht abgeben kann. Das Auto steht, und der Motor, da er mit Kraftstoff überversorgt wird, läuft immer schneller. Fachleute sprechen davon, dass ein Motor überdrehen kann, mit der Folge, dass er sich selbst zerstört. </p>
<p>Heinz-Peter Röhr weiß: „Menschen, die in die Grübelfalle geraten sind, erleben auch ein „Überdrehtsein“. Das gesamte psychische System steht unter Hochspannung und Stress und kann im Extremfall entgleisen.“ Grübeln ist für viele psychische und körperliche Beschwerden verantwortlich. Allzu oft werden körperliche Schmerzen nicht mit zwanghaftem Grübeln in Verbindung gebracht. Ähnlich wie bei dem Motor, der überdreht, wird die mobilisierte Energie nicht abgeleitet. </p>
<p><strong>Psychische Überforderung erzeugt körperliche Schmerzen</strong></p>
<p>Verspannungen und Verhärtungen der Muskulatur und/oder Entzündungen der Nervenbahnen, der Haut, der Organe sind die Folge und bewirken Scherzzustände, die unerträglich erscheinen können. Heinz-Peter Röhr stellt fest: „Wie die körperlichen Reaktionen sich niederschlagen, ist unterschiedlich. Bei einigen steigt der Blutdruck, bei anderen führt der Stress zu Übersäuerung, manchmal auch zu Schmerz, für den es keine körperliche Ursache gibt.“  </p>
<p>Oft ist der Magen-Darm-Trakt betroffen, sodass es hier zu Entzündungen und Reizungen kommt, die wiederum weitere Auswirkungen auf den gesamten Organismus und das Immunsystem haben können. Die gesamte Chemie des Körpers wird durch die psychische Überforderung belastet und mehr oder weniger aus dem Gleichgewicht gebracht. Wenn es sich um chronifizierte Prozesse handelt, sind die Langzeitfolgen oft besonders problematisch. Menschen nehmen beispielsweise starke Schmerzmittel, die bei dauerhafter Einnahme zu einem Kontrollverlust und zur Suchtentwicklung führen. Quelle: „Vom klugen Umgang mit Gefühlen“ von Heinz-Peter Röhr</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Viele alltägliche Ängste sind völlig überflüssig</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/heinz-peter-roehr-aengste.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 May 2022 01:00:48 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Strategie]]></category>
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					<description><![CDATA[Wer Ängste erlebt, nimmt sie auf seine Weise wahr. Und zunächst spielt es für den Betroffenen keine Rolle, ob es sich um eine reale Gefahr handelt oder um Relikte aus einer anderen Zeit. Die Angst ist dominant und wird als belastend empfunden. Heinz-Peter Röhr weiß: „Das erfolgreichste Rezept gegen unrealistische Ängste ist: Genau das zu ... <a title="Viele alltägliche Ängste sind völlig überflüssig" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/heinz-peter-roehr-aengste.html" aria-label="Mehr Informationen über Viele alltägliche Ängste sind völlig überflüssig">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer Ängste erlebt, nimmt sie auf seine Weise wahr. Und zunächst spielt es für den Betroffenen keine Rolle, ob es sich um eine reale Gefahr handelt oder um Relikte aus einer anderen Zeit. Die Angst ist dominant und wird als belastend empfunden. Heinz-Peter Röhr weiß: „Das erfolgreichste Rezept gegen unrealistische Ängste ist: Genau das zu tun, wovor man Angst hat. Wenn dies erledigt ist, stellt sich Erleichterung ein.“ Man darf jetzt mit Recht stolz auf sich sein. Die technisierte Welt der Gegenwart ist arm an Abenteuern. Die Bewältigung von Ängsten kann ein kostenloser Nervenkitzel und ein Abenteuer sein. Wer seine Ängste besiegt, verschafft sich ein Plus an emotionaler Stabilität. Heinz-Peter Röhr ist Pädagoge und war über dreißig Jahre lang in der Fachklinik Fredeburg/Sauerland für Suchtmittelabhängige psychotherapeutisch tätig. <span id="more-3600"></span></p>
<p><strong>Denken hilft bei der Lösung von Problemen</strong></p>
<p>Viele alltägliche Ängste sind völlig überflüssig. Nichts wird schneller verdrängt und vergessen als unliebsame Wahrheiten über das eigene Verhalten. Daher ist es laut Heinz-Peter Röhr hilfreich, die typischen Situationen schriftlich festzuhalten: „Welcher Ärger bringt mich immer wieder auf die Palme? Welche Person ist ein rotes Tuch für mich? Welchen Ängsten begegne ich immer wieder? Welche Themen verursachen starke Gefühle? Welcher Neid stellt sich immer wieder ein?“ </p>
<p>Menschen reden unablässig mit sich selbst, ein völlig normaler Vorgang. Im Falle von Stress rasen die Gedanken durch den Kopf und lassen sich kaum beruhigen. Ein anderes Mal bewegen sie sich in ruhigen, geordneten Bahnen. Stellt sich ein Problem, ist Denken die richtige Maßnahme. Nur so findet sich eine Strategie, um das Problem zu lösen. Ist die Strategie gefunden, kann man zur Tat schreiten. Ohne Nachdenken ist ein unabhängiges, selbstbestimmtes Leben nicht vorstellbar. </p>
<p><strong>Grübeln ist für die Psyche immer schädlich</strong></p>
<p>Wer nicht selbst Lösungen für Probleme findet, ist darauf angewiesen, dass andere dies für ihn erledigen. Sein Leben wird in sehr abhängigen Bahnen verlaufen. Heinz-Peter Röhr erklärt: „Zielgerichtetes, konstruktives Denken lässt sich mitunter nur schwer von sorgenvollem Grübeln unterscheiden. Denn bevor es eine Lösung gibt, werden die Möglichkeiten innerlich „durchprobiert“, hin und her geschoben, alle Eventualitäten gescheckt.“ Wenn eine Strategie gefunden ist, wird eine Erleichterung spürbar: Hurra, die Lösung ist gefunden!</p>
<p>Der betreffende Mensch fühlt sich zufrieden und in seinem Selbstvertrauen gestärkt. Entscheidend ist, dass eine Strategie gefunden wurde. Erst macht man A, dann B, dann C. Wer seinen Gedanken eine Struktur gibt, wird seine Ängste deutlich vermindern und einen Weg aus dem Gedankenkreislauf finden. In vielen Fällen passiert dies automatisch. Wenn dies jedoch immer wieder nicht gelingt, sondern häufig neue Aspekte zur selben Thematik hin und her gewälzt werden, ohne das dies zu einer Lösung führt, dann handelt es sich mit größter Wahrscheinlichkeit um Grübeln. Für die Psyche ist Grübeln immer schädlich, oft besteht Handlungsbedarf. Der erste Schritt ist, das Problem zu erkennen. Quelle: „Vom klugen Umgang mit Gefühlen“ von Heinz-Peter Röhr</p>
<p>Von Hans Klumbies</p>
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		<title>Jeder Mensch hat Lösungskompetenzen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Sep 2021 01:00:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Lösungsbegabung]]></category>
		<category><![CDATA[Probleme]]></category>
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					<description><![CDATA[Jeder Mensch ist lösungsbegabt. Zur Umsetzung dieser Begabung in eine Leistung, also die erfolgreiche Lösung eines Problems, bedarf es eines bestimmten Wissens und Übung. Markus Hengstschläger betont: „Um ein konkretes Problem zu lösen, braucht es außerdem den Erwerb und die Perfektionierung allgemeiner und zusätzlich für jedes Problem ganz spezifischer Lösungskompetenzen.“ Kompetenzen sind ja Fähigkeiten und ... <a title="Jeder Mensch hat Lösungskompetenzen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/jeder-mensch-hat-loesungskompetenzen.html" aria-label="Mehr Informationen über Jeder Mensch hat Lösungskompetenzen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Jeder Mensch ist lösungsbegabt. Zur Umsetzung dieser Begabung in eine Leistung, also die erfolgreiche Lösung eines Problems, bedarf es eines bestimmten Wissens und Übung. Markus Hengstschläger betont: „Um ein konkretes Problem zu lösen, braucht es außerdem den Erwerb und die Perfektionierung allgemeiner und zusätzlich für jedes Problem ganz spezifischer Lösungskompetenzen.“ Kompetenzen sind ja Fähigkeiten und Fertigkeiten, die es jemandem ermöglichen, Aufgaben auszuführen und Probleme zu lösen. Zusätzlich muss die genetisch mitbestimmte Lösungsbegabung mit dem entsprechenden Mut, neue Wege zu gehen, in einem kreativen Prozess, durch motivierte harte Arbeit, umgesetzt werden. Um konkrete kreative Ideen- und Lösungsfindungsprozesse umzusetzen, muss man die Lösungsbegabung des Menschen fördern, entfalten und immer wieder inspirieren. Professor Markus Hengstschläger ist Vorstand des Instituts für Medizinische Genetik an der MedUniWien. <span id="more-2962"></span></p>
<p><strong>Seit rund 300.000 Jahren gibt es den Homo sapiens</strong></p>
<p>Es muss ein primäres Anliegen einer Gesellschaft sein, die Lösungsbegabung eines jeden Individuums zu fördern und ihre Entfaltung laufend zu unterstützen. Markus Hengstschläger stellt fest: „Nur so versetzen wir Menschen uns in die Lage, die vorhersehbaren und auch unvorhersehbaren Probleme der Zukunft zu bewältigen.“ Und zusätzlich trägt die Umsetzung der Lösungsbegabung in unvergleichbarer Weise zu Persönlichkeitsentfaltung bei. Ob im Beruf oder im Privatleben – was gibt es Spannenderes und Befriedigenderes als eine gute Idee?</p>
<p>Der Mensch ist wohl das lösungsbegabteste Wesen des Planeten Erde. Schon frühe archaische Menschen lernten, Feuer zu entfachen, und läuteten damit einen entscheidenden Wendepunkt in der Evolution der Menschheit ein. Seit mindestens 300.000 Jahren gibt es nun den Homo sapiens in Afrika. Und vor circa 180.000 Jahren hatte er diesen Kontinent auch schon wieder verlassen. Nach dem Ende der letzten Eiszeit vor rund 11.500 Jahren wurden aus Jägern und Sammlern im Zuge der sogenannten neolithischen Revolution Siedler und Ackerbauern. </p>
<p><strong>Geniale Erfinder gab es zu allen Zeiten</strong></p>
<p>Markus Hengstschläger weiß: „Die Mitte des vierten Jahrtausend vor Christus wird gerne angegeben, wenn es um die Entdeckung der Bedeutung des Rades geht.“ Es folgten die Entwicklung des Schießpulvers im neunten Jahrhundert in China, um 1450 die Erfindung des modernen Buchdrucks durch Johannes Gutenberg und 1769 das Patent für die verbesserte Dampfmaschine von James Watt. 1785/86 hat Edmond Cartwright den ersten mechanischen Webstuhl entwickelt, und Richard Trevithick baute 1804 die erste Lokomotive. </p>
<p>Im Jahr 1796 gelang die erste Entwicklung eines Impfstoffes gegen einen Erreger lebensbedrohlicher Epidemien – Edward Jenner entwickelte den Pockenimpfstoff. Schon 1837 erfand Charles Babbage die „Analytical Engine“, einen ersten Vorläufer von Computern, 1886 folgte das Automobil von Carl Benz, 1903 hat sich ein Flugzeug der Gebrüder Wright aus eigener Kraft in die Luft erhoben, und 1928 leistete Alexander Fleming einen wesentlichen Beitrag für die spätere medizinische Verwendung des Antibiotikums Penicillin. Quelle: „Die Lösungsbegabung“ von Markus Hengstschläger</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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