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	<title>Mündigkeit &#8211; Psychologie Guide</title>
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		<title>Autonomie ist nicht gerade bequem</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Nov 2021 02:00:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Autonomie]]></category>
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					<description><![CDATA[Pflichterfüllung und Gehorsamsbereitschaft führen zu Anpassung, zu Unterordnung und Einordnung, zum Mitläufertum, zum Mitschwimmen im Strom der Mehrheit und zum Wegschauen. Klaus-Peter Hufer betont: „Zweifel, Urteilsfähigkeit, eine eigene Meinung und kritische Reflexion sind da nicht erwünscht – im Gegenteil, sie stören den reibungslosen Ablauf.“ Doch wer Zivilcourage zeigt, muss eine eigene Meinung und den Mut zum Widerspruch haben. Gut beschrieben wird dieses Verhaltensmuster bzw. Persönlichkeitsmerkmal mit dem Begriff „Autonomie“. Von der Wortbedeutung her meint Autonomie Unabhängigkeit, Selbstbestimmung und Willensfreiheit. Damit befindet man sich ganz in der Nähe der Idee der&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Pflichterfüllung und Gehorsamsbereitschaft führen zu Anpassung, zu Unterordnung und Einordnung, zum Mitläufertum, zum Mitschwimmen im Strom der Mehrheit und zum Wegschauen. Klaus-Peter Hufer betont: „Zweifel, Urteilsfähigkeit, eine eigene Meinung und kritische Reflexion sind da nicht erwünscht – im Gegenteil, sie stören den reibungslosen Ablauf.“ Doch wer Zivilcourage zeigt, muss eine eigene Meinung und den Mut zum Widerspruch haben. Gut beschrieben wird dieses Verhaltensmuster bzw. Persönlichkeitsmerkmal mit dem Begriff „Autonomie“. Von der Wortbedeutung her meint Autonomie Unabhängigkeit, Selbstbestimmung und Willensfreiheit. Damit befindet man sich ganz in der Nähe der Idee der Aufklärung, deren berühmteste Definition von Immanuel Kant stammt. Klaus-Peter Hufer promovierte 1984 in Politikwissenschaften, 2001 folgte die Habilitation in Erziehungswissenschaften. Danach lehrte er als außerplanmäßiger Professor an der Uni Duisburg-Essen. <span id="more-3109"></span></p>
<p><strong>Jeder Mensch sollte sich seines eigenen Verstandes bedienen</strong></p>
<p>Immanuel Kant gab auf die Frage „Was ist Aufklärung?“ der „Berlinischen Monatsschrift“ im Jahr 1784 folgende klassisch gewordene Antwort: „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne die Leitung eines anderen zu bedienen.“ Er fordert die Menschen auf, den Mut zu haben, sich ihres eigenen Verstandes zu bedienen. Denn dies ist der Wahlspruch der Aufklärung. </p>
<p>In Immanuel Kants Definition sind Eigenschaften wie Eigenständigkeit, Mündigkeit und Mut enthalten. Allesamt sind sie Kriterien bzw. Voraussetzungen von Autonomie. Michael Pauen und Harald Welzer bezeichnen eine Person als autonom, die nach ihren eigenen Prinzipien handelt, und zwar auch dann, wenn sie dabei Widerstände überwinden oder Gefahr in Kauf nehmen muss. Autonom ist also, wer für seine Überzeugungen einsteht, obwohl diese gerade verpönt oder gar verboten sind. Autonom ist auch derjenige, der zu seinen Freunden steht, auch wenn diese gerade nicht wohl gelitten sind. </p>
<p><strong>Zivilcourage erfordert ein hohes Maß an Autonomie</strong></p>
<p>Autonomie besteht auch darin, sich in Gefahr zu bringen, um jemandem zu helfen oder ganz einfach seinen eigenen Kopf zu haben. Klaus-Peter Hufer weiß: „Autonomie ist nicht gerade bequem. Das gilt auch für die autonome Person selbst; es gilt aber auch für deren Umwelt. Meist sprechen wir dann von Autonomie, wenn jemand gegen Widerstände für wichtige Werte eintritt.“ Doch Autonomie kann auch darin bestehen, abwegige Überzeugungen gegen eine halbwegs vernünftige Mehrheit zu verteidigen. </p>
<p>Eine zivilcouragiert handelnde Person muss ein hohes Maß an Autonomie besitzen. Das heißt für Klaus-Peter Hufer, dass sie so sichere Gründe, so feste Prinzipien hat, dass sie sich veranlasst und imstande fühlt, auch Widerständen zu trotzen und Gefahren in Kauf zu nehmen, um das zu tun, was sie für richtig hält. Wer Zivilcourage zeigen will, muss sich mit den Faktoren auseinandersetzen, die mutiges und couragiertes Handeln positiv oder negativ beeinflussen, stützen oder verhindern. Quelle: „Zivilcourage“ von Klaus-Peter Hufer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Gestresste Kinder lernen nicht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Dec 2020 07:39:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Autoritarismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Forschung über Autoritarismus hat die möglichen Schutzwirkungen von Bildung inzwischen ziemlich genau untersucht. Und auf den ersten Blick sehen die Befunde nicht einmal schlecht aus. Menschen mit höherem Bildungsgrad sind im Durchschnitt – wenn auch in eher bescheidenem Ausmaß – tatsächlich weniger rechtsautoritär geneigt. Herbert Renz-Polster fügt hinzu: „Insbesondere ein Universitätsstudium geht in manchen Ländern, auch in Deutschland, mit einer geringeren Neigung zu Vorurteilen und Ausgrenzung einher.“ Die Autoritarismusforscherin Susanne Rippl gibt schränkt ein: „Für sich allein reicht Bildung als Faktor zur Prävention gegenüber Vorurteilen nicht aus. Entscheidend seien&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Forschung über Autoritarismus hat die möglichen Schutzwirkungen von Bildung inzwischen ziemlich genau untersucht. Und auf den ersten Blick sehen die Befunde nicht einmal schlecht aus. Menschen mit höherem Bildungsgrad sind im Durchschnitt – wenn auch in eher bescheidenem Ausmaß – tatsächlich weniger rechtsautoritär geneigt. Herbert Renz-Polster fügt hinzu: „Insbesondere ein Universitätsstudium geht in manchen Ländern, auch in Deutschland, mit einer geringeren Neigung zu Vorurteilen und Ausgrenzung einher.“ Die Autoritarismusforscherin Susanne Rippl gibt schränkt ein: „Für sich allein reicht Bildung als Faktor zur Prävention gegenüber Vorurteilen nicht aus. Entscheidend seien vielmehr die Einflüsse der Gesellschaft drumherum.“ So hat zum Beispiel in Ägypten das Bildungsniveau überhaupt keinen Einfluss auf soziale Vorurteile. Der Kinderarzt Dr. Herbert Renz-Polster hat die deutsche Erziehungsdebatte in den letzten Jahren wie kaum ein anderer geprägt. <span id="more-2452"></span></p>
<p><strong>Kinder müssen Mündigkeit lernen</strong></p>
<p>Was passiert, wenn sich Menschen in einer Gesellschaft wie Ägypten einig sind, dass Juden und Homosexuelle schlechte Menschen sind? Dann spricht ein hochgebildeter Arzt genauso schlecht über sie wie ein Analphabet. Warum ist das so? Wenn etwas gegen Vorurteile und Ausgrenzung hilft, dann ist es die gelungene menschliche Entwicklung. Herbert Renz-Polster weiß: „Schutz vor Hass bildet sich dort, wo Kinder lernen, anderen Menschen angstfrei, empathisch und zugewandt zu begegnen.“</p>
<p>Schutz vor Hörigkeit bildet sich dort, wo Kinder Mündigkeit lernen. Indem sie mitsprechen dürfen, indem sie selbstbewusst und sozial kompetent werden. Bildung allein kann dennoch wenig gegen die Verlockungen des Rechtspopulismus ausrichten. Kinder brauchen vielmehr die Fähigkeit, mit ihren Impulsen und Emotionen klarzukommen. Zudem müssen sie lernen, sich in andere hineinzuversetzen und Durchhaltevermögen zu entwickeln. Ohne diesen Haftgrund bleibt die Bildung nicht hängen. Ganz entscheidend ist die Fähigkeit zur Aufnahme von Bildung.</p>
<p><strong>Bindung und Entwicklung kommen vor Bildung</strong></p>
<p>Kinder, denen es bei ihrer Entwicklung nicht gut geht, kommen deshalb auch auf ihrem Bildungsweg nicht weiter. Herbert Renz-Polster stellt fest: „Gestresste Kinder lernen nicht, so einfach und brutal ist die Formel. Solche Kinder sind wie mit Teflon überzogen – selbst das ausgefeilteste Angebot perlt an ihnen ab.“ Und damit ist man bei einer bis heute bestehenden Gemeinheit angelangt. Dieser Haftgrund für Bildung entsteht nämlich vor allem außerhalb der Bildungseinrichtungen. Und dort vor allem in der Familie.</p>
<p>In diesem ersten Bildungsnetz legt das Kind seine wichtigsten Vorräte für seinen Bildungsweg an. Und die Bildungsforschung bestätigt das. Das Elternhaus ist der entscheidende Chancenvermittler. Wer mit guten Bildungsvoraussetzungen in die Kita kommt, wird diese mit guten Bildungsvoraussetzungen für die Schule verlassen. Und wiederum aus Letzterer mit guten Bildungsvoraussetzungen für seine weitere Ausbildung hervorgehen. Anders ausgedrückt: Bindung und Entwicklung kommen vor Bildung. Quelle: „Erziehung prägt Gesinnung“ von Herbert Renz-Polster</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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