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	<title>Meinung &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Die eigenen Meinungen können heilig werden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Jun 2024 01:00:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
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					<description><![CDATA[Die meisten Menschen sind daran gewöhnt, sich mittels ihrer Überzeugungen, Ideen und Ideologien zu definieren. Adam Grant warnt: „Das kann zum Problem werden, wenn es uns davon abhält, unsere Meinungen zu ändern, während die Welt sich ändert und Wissen sich weiterentwickelt.“ Die eigenen Meinungen können dabei so heilig werden, dass man allein schon den Gedanken ablehnt, im Irrtum zu sein. Das totalitäre Ego macht sich sofort daran, Gegenargumente auszuschalten, Gegenbeweise zu unterdrücken und Lernen unmöglich zu machen. Wer man ist, sollte sich daran orientieren, was man wertschätzt, und nicht daran,&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die meisten Menschen sind daran gewöhnt, sich mittels ihrer Überzeugungen, Ideen und Ideologien zu definieren. Adam Grant warnt: „Das kann zum Problem werden, wenn es uns davon abhält, unsere Meinungen zu ändern, während die Welt sich ändert und Wissen sich weiterentwickelt.“ Die eigenen Meinungen können dabei so heilig werden, dass man allein schon den Gedanken ablehnt, im Irrtum zu sein. Das totalitäre Ego macht sich sofort daran, Gegenargumente auszuschalten, Gegenbeweise zu unterdrücken und Lernen unmöglich zu machen. Wer man ist, sollte sich daran orientieren, was man wertschätzt, und nicht daran, was man glaubt. Werte – wie Vortrefflichkeit und Großzügigkeit, Freiheit und Fairness oder Sicherheit und Integrität – sind wünschenswerte Grundprinzipien im Leben. Adam Grant ist Professor für Organisationspsychologie an der Wharton Business School. Er ist Autor mehrerer internationaler Bestseller, die in 35 Sprachen übersetzt wurden. <span id="more-5489"></span></p>
<p><strong>Die besten Prognostiker durchlaufen mehrere Umdenkzyklen</strong></p>
<p>Die eigene Identität auf diese Art von Prinzipien zu gründen, befähigt Menschen, offen gegenüber den besten Möglichkeiten zu sein und diese weiterzuentwickeln. Wenn man sich über Werte statt über Meinungen definiert, erwirbt man sich die Flexibilität, eigene Praktiken angesichts neuer Beweise zu verbessern. Adam Grants Kollege Phil Tetlock vertritt die Ansicht, dass die Fähigkeit Prognosen zu erstellen, weniger eine Frage des Wissens, sondern der Art zu denken ist.</p>
<p>Der Erfolg von Prognostikern hängt in allererster Linie davon ab, wie oft sie ihre Überzeugungen aktualisieren. Die besten Prognostiker durchlaufen mehr Umdenkzyklen als die anderen. Sie besitzen die selbstsichere Demut, ihre Urteile anzuzweifeln, und die Neugier, neue Informationen zu entdecken, die sie dazu veranlassen, ihre Vorhersagen zu revidieren. Adam Grant betont: „Eine Schlüsselfrage in diesem Zusammenhang ist, wie viel Umdenken nötig ist. Obwohl das Optimum je nach Person und Situation variieren wird, können die Durchschnitte uns einen Hinweis geben.“</p>
<p><strong>Die meisten Menschen gestehen sich einen Irrtum nicht ein</strong></p>
<p>Adam Grant weiß: „Bessere Urteile erfordern nicht unbedingt Dutzende oder sogar Hunderte von Korrekturen. Nur wenige Versuche, umzudenken, können was bewirken.“ Erwähnenswert ist auch, wie ungewöhnlich dieses Level des Umdenkens ist. Wie viele Menschen können sich auch nur daran erinnern, wann sie das letzte Mal einen Irrtum eingestanden und ihre Meinungen entsprechend geändert haben? Die Journalistin Kathryn Schulz bemerkt: „Obwohl uns nur wenige Beweise ausreichen, um Schlussfolgerungen zu ziehen, reichen sie uns selten aus, um diese wieder zu revidieren.“ </p>
<p>Die besten Prognostiker zeichnet folgendes aus: Sie brennen darauf, etwas neu zu durchdenken. Sie betrachten ihre Meinungen eher als Vermutungen denn als Wahrheiten – als zu erwägende Möglichkeiten statt zu akzeptierende Fakten. Sie hinterfragen Ideen, bevor sie sie akzeptieren, und sind bereit, sich selbst noch dann weiter zu hinterfragen, nachdem sie sie akzeptiert haben. Sie suchen ständig nach neuen Informationen und besseren Beweisen – vor allem widerlegenden Beweisen. Quelle: „Think Again“ von Adam Grant</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Meinungen und Fakten unterscheiden sich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Mar 2023 02:00:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Autonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Dummheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Dialogbereitschaft ist prinzipiell zu befürworten und eine gute Sache, allerdings nur, wenn sie auf beiden Seiten vorhanden ist. Heidi Kastner erläutert: „Alles andere benennt man besser als das, was es ist. Nämlich als eine zweckbefreite und absehbar ergebnislose Kombination zweier Monologe.“ Dadurch spart man sich Mühe, Ärger und Zeit mit Menschen, die das Recht auf eine eigene Meinung mit dem Recht auf eigene Fakten verwechseln oder zwischen den beiden Begriffen nicht unterscheiden können oder wollen. Gemeinsames Merkmal sind die larmoyante Empörung über gelegentliche abwertende Kommentare anderer, die Berufung auf die&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dialogbereitschaft ist prinzipiell zu befürworten und eine gute Sache, allerdings nur, wenn sie auf beiden Seiten vorhanden ist. Heidi Kastner erläutert: „Alles andere benennt man besser als das, was es ist. Nämlich als eine zweckbefreite und absehbar ergebnislose Kombination zweier Monologe.“ Dadurch spart man sich Mühe, Ärger und Zeit mit Menschen, die das Recht auf eine eigene Meinung mit dem Recht auf eigene Fakten verwechseln oder zwischen den beiden Begriffen nicht unterscheiden können oder wollen. Gemeinsames Merkmal sind die larmoyante Empörung über gelegentliche abwertende Kommentare anderer, die Berufung auf die eigene zwangsläufig bessere Urteilsfähigkeit und das gänzliche Fehlen der Fähigkeit, sich selbst auch gelegentlich infrage zu stellen. Heidi Kastner ist Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie. Seit 2005 ist sie Chefärztin der forensischen Abteilung der Landesnervenklink Linz. <span id="more-4423"></span></p>
<p><strong>Autonomie ist mit Rechten und Plichten verbunden</strong></p>
<p>Die fundamentale Dummheit besteht allerdings in der Verweigerung eines Lebens in begrenzter, geordneter Freiheit, das als Grundkonzept aller demokratischen Gesellschaftsstrukturen verstanden werden muss. Heidi Kastner betont: „Unbegrenzte Freiheit wäre erstmal Anarchie und dann ziemlich schnell viel Unfreiheit für ziemlich viele, all diejenigen nämlich, die nicht über ausreichend psychisches Durchsetzungsvermögen verfügen, um den freien Handlungen anderer ihre eigenen Freiheitsvorstellungen entgegenzusetzen.“ </p>
<p>Eine freiheitliche Gesellschaft kann nur dann funktionieren, wenn ihre Werte und Regeln von der Mehrzahl der Mitglieder verinnerlicht, als intrinsisches Gut anerkannt und daher auch hochgehalten werden. Jeder in einer Gesellschaftsorganisation lebende Mensch bezahlt für seine Freiheit mit dem Verzicht auf Teile ebendieser Freiheit. Wer an dieser Grunderkenntnis vorbeiargumentiert und -fordert, hat einiges nicht durchdacht, nicht verstanden oder verstehen wollen. Überdies wird von vielen Menschen übersehen, dass Autonomie nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten mit sich bringt und keine verantwortungsfreie Selbstverständlichkeit ist. </p>
<p><strong>Verschwörungsmythen und Rechtspopulismus haben Gemeinsamkeiten</strong></p>
<p>Niemand kann nach Lust und Laune auf Kosten seiner Mitmenschen leben. Heidi Kastner stellt fest: „Im Wesentlichen ist das hohle Gerede von Autonomie ein Wunsch nach uneingeschränkter Selbstermächtigung, die sich im sozialen Miteinander immer als unverträglich und unerträglich erwiesen hat und daher weder Respekt noch Toleranz verdient hat.“ Und es ist eine Form von Dummheit, das einmal mehr das Schädigungspotenzial dieser geistigen Verfassung offenbart. </p>
<p>Die Corona-Pandemie war ein Booster für ein schon vorhandenes, etwas systematisierteres Verschwörungsnarrativ, das unter der Bezeichnung QAnon seit 2017 durch das weltweite Netz geistert. Bis dato ist nicht klar, wer hinter diesen Mythen und Prophezeiungen des Weltuntergangs steckt. Michael Butter, Amerikanistik-Professor an der Universität Tübingen, der sich seit Jahren mit Verschwörungstheorien beschäftigt ist nicht der Einzige, der eine Verbindung zwischen Verschwörungsmythen und Rechtspopulismus erkennt: „Beide lösen komplexe politische Themen in einen Gegensatz von Gut und Böse auf. Auf der einen Seite die Verschwörer beziehungsweise die Eliten, auf der anderen Seite die Opfer der Verschwörung oder das einfache Volk“, sagte er im ARD-Magazin „Monitor“ im April 2020. Quelle: „Dummheit“ von Heidi Kastner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Menschen ändern sehr selten ihre eigene Meinung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 May 2020 05:05:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Beweis]]></category>
		<category><![CDATA[Informationen]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Hang des Menschen, Beweise zu ignorieren, die nicht zu seiner Sicht der Dinge passen, kann persönliche Beziehungen belasten. Dies gilt auch für die Politik, was schon alarmierend genug ist. Der menschliche Verstand scheint äußerst gerne Dinge zu übernehmen, die seinen liebgewordenen Ansichten entgegenkommen. Thali Sharot erklärt: „Auf der einen Seite ist wohlbekannt, dass Menschen in extremer Weise sozialen Einflüssen ausgesetzt sind. Wir unterwerfen uns Trends und ahmen andere nach. Dies geschieht oftmals unbewusst. Auf der anderen Seite zeigt sich, dass es sehr schwer ist, Menschen dazu zu bringen, eine&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Hang des Menschen, Beweise zu ignorieren, die nicht zu seiner Sicht der Dinge passen, kann persönliche Beziehungen belasten. Dies gilt auch für die Politik, was schon alarmierend genug ist. Der menschliche Verstand scheint äußerst gerne Dinge zu übernehmen, die seinen liebgewordenen Ansichten entgegenkommen. Thali Sharot erklärt: „Auf der einen Seite ist wohlbekannt, dass Menschen in extremer Weise sozialen Einflüssen ausgesetzt sind. Wir unterwerfen uns Trends und ahmen andere nach. Dies geschieht oftmals unbewusst. Auf der anderen Seite zeigt sich, dass es sehr schwer ist, Menschen dazu zu bringen, eine neue Entscheidung oder Meinung zu übernehmen. Vor allem, wenn sie sich einmal auf eine festgelegt haben.“ Tali Sharot wurde an der New York University in Psychologie und Neurowissenschaften promoviert und ist Professorin am Institut für experimentelle Psychologie der University of London. <span id="more-2227"></span></p>
<p><strong>Viele Menschen ignorieren neue Informationen</strong></p>
<p>Angesichts vorgefasster Überzeugungen und Meinungen kann es passieren, dass soziale Einflüsse ins Leere laufen. Zudem messen Menschen Informationen, die ihre zurückliegenden Entscheidungen stützen, mehr Gewicht bei als solchen, die diese untergraben. Quer durch alle Lebensbereiche verwerfen Menschen Informationen. Vor allem, wenn sie vorangegangenen Entscheidungen zuwiderlaufen. Sogar wenn es teuer wird. Das Gehirn eines Menschen ist ausgesprochen empfänglich für Informationen, die auf die Erkenntnis folgen, dass jemand anders eine ähnliche Entscheidung getroffen hat.</p>
<p>Bei Informationen hingegen, denen die Erkenntnis vorangegangen war, dass jemand anders entschieden hatte, zeigte sich ein deutlich herabgesetztes Verarbeitungsmuster. Das zeigt, dass Menschen in Fällen, in denen sie sich bereits einer Überzeugung angeschlossen oder eine Handlung begangen haben, Beweise ignorieren. Denn diese lassen sie ahnen, dass sie falschliegen könnten. Sie interpretieren die entsprechenden Daten einfach als unzuverlässig. Und wenn man die neue Beweislage als ungültig erachtet, macht man sich unter Umständen nicht einmal die Mühe, sie genauer in Augenschein zu nehmen.</p>
<p><strong>Gemeinsame Motive führen zu Veränderungen</strong></p>
<p>Egal ob es sich um eine Diskussion über die Kontrolle des Waffenbesitzes, um Football, Impfungen oder häusliche Uneinigkeit über ein Thema handelt. Wenn man Ansichten verändern will, muss man zuallererst in Betracht ziehen, was sich im Kopf des anderen abspielt. Tali Sharot betont: „Wenn wir ein starkes Motiv haben, etwas für wahr zu halten, wird auch der handfestere Beweis des Gegenteils bei uns auf taube Ohren stoßen.“ Ansichten stehen nur selten für sich. Meist sind sie in ein Netz von anderen Überzeugungen und Beweggründen eingebettet.</p>
<p>Die Ausgangsperspektive des anderen in Betracht zu ziehen, hilft, dass man sich darüber klar wird, wie sich Argumente auf eine Weise präsentieren lassen, die sie für den anderen überzeugend machen, und nicht in erster Linie für einen selbst. Mag man auch vom Gefühl her versucht sein, in eine Auseinandersetzung zu stürzen. Vor allem mit einem ordentlichen Haufen an Beweisen, die belegen, dass man recht hat und die andere Seite unrecht. Allerdings führt das einen möglicherweise in die Irre. Um erfolgreich Veränderungen anzustoßen, muss man sich bemühen, gemeinsame Motive zu finden. Quelle: „Die Meinung der anderen“ von Tali Sharot</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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