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	<title>Kategorie &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Wahn und Realität liegen eng beieinander</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Feb 2023 02:00:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Philipp Sterzer hält öfter Vorträge vor Psychiatriekollegen. Manchmal fragt es sie, ob jemand von ihnen schon einen Fall erlebt habe, bei dem die Unterscheidung zwischen Wahn und Realität schwierig oder unmöglich war. Als Antwort erhält er dann von allen Seiten zustimmendes Nicken. Ein Gehirn, das normalerweise nach dem Prinzip der Rationalität operiert, baut sich aufgrund einer Überdosis Stresshormon plötzlich eine eigene, völlig irrationale Realität. Philipp Sterzer fragt: „Hängt die Realität, die wir erleben, also davon ab, wie gestresst wir gerade sind? Und nicht nur davon, sondern auch von vielen anderen&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Philipp Sterzer hält öfter Vorträge vor Psychiatriekollegen. Manchmal fragt es sie, ob jemand von ihnen schon einen Fall erlebt habe, bei dem die Unterscheidung zwischen Wahn und Realität schwierig oder unmöglich war. Als Antwort erhält er dann von allen Seiten zustimmendes Nicken. Ein Gehirn, das normalerweise nach dem Prinzip der Rationalität operiert, baut sich aufgrund einer Überdosis Stresshormon plötzlich eine eigene, völlig irrationale Realität. Philipp Sterzer fragt: „Hängt die Realität, die wir erleben, also davon ab, wie gestresst wir gerade sind? Und nicht nur davon, sondern auch von vielen anderen Faktoren, die unsere Hirnfunktion beeinflussen könnten?“ Im Jahr 2011 berief man Philipp Sterzer zum Professor für Psychiatrie und computationale Neurowissenschaften an die Charité in Berlin. 2022 wechselte er an die Universität Basel. <span id="more-4349"></span></p>
<p><strong>Die Grenzen zwischen „normal“ und „verrückt“ sind fließend</strong></p>
<p>Philipp Sterzer hält fest, dass „normal“ und „verrückt“ erstaunlich nah beieinanderliegen. Deshalb sollte man vorsichtig sein mit vorschnellen Schlussfolgerungen. Natürlich gibt es Fälle, in denen die Sache eindeutig ist. Oft entwickeln Menschen im Rahmen psychischer Erkrankungen Überzeugungen, die so bizarr und zweifellos weit entfernt von der Realität sind, dass man sie ganz eindeutig als wahnhaft einordnen muss. Häufig liegen solchen wahnhaften Überzeugungen schwere psychische oder auch körperliche Erkrankungen zugrunde.</p>
<p>Diese muss man sehr ernst nehmen und sie bedürfen zwingend einer Behandlung. Allerdings sind die Grenzen zwischen „normal“ und „verrückt“, zwischen psychisch „gesund“ und „krank“ fließend. Diese Kategorien sind keineswegs in Stein gemeißelt und ein Psychiater kann sich bei der Zuordnung zu diesen Kategorien durchaus irren. Und doch denken viele Menschen genau in diesen Kategorien. Sie treffen dichotome Entscheidungen wie die zwischen „normal“ und „verrückt“, denn sie erscheinen ihnen intuitiv plausibel.</p>
<p><strong>Kategorien reduzieren Komplexität</strong></p>
<p>Kategorisches Denken ist in der Psychologie ein seit Langem bekanntes Phänomen. Wie der Sozialpsychologe Gordon Allport feststellte, muss „[…] der menschliche Geist mit der Hilfe von Kategorien denken. Wir können diesen Prozess nicht vermeiden. Geordnetes Leben hängt davon ab.“ Philipp Sterzer fügt hinzu: „Die unzähligen Phänomene, die uns in der Welt begegnen, in Kategorien einzuteilen, macht vieles einfacher. Kategorien reduzieren Komplexität, sie ordnen, schaffen Struktur und helfen dadurch, Entscheidungen zu treffen.“ </p>
<p>Aber die Neigung der Menschen zum Kategorisieren birgt auch Gefahren. Sie führt zu Schwarz-Weiß-Denken und kann Gräben reißen, die schwer zu überwinden sind. Besonders tief ist dieser Graben zwischen den Kategorien „normal“ und „verrückt“. So fließend die Übergänge sein können, so scharf ist doch die Grenze, die Menschen in ihren Köpfen zwischen diesen Kategorien ziehen. Wer „normal“ ist, der ist in Ordnung. Wer aber „verrückt“ ist, der ist anders, der lebt in einer anderen Welt, ist den Mitmenschen fremd, unheimlich, vielleicht sogar gemeingefährlich. Quelle: „Die Illusion der Vernunft“ von Philipp Sterzer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Alle Menschen sind Sammler</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Oct 2022 01:00:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[In gewissem Maße sind alle Menschen Sammler. Kevin Dutton erklärt: „Die Einstellung „Man weiß nie“ in uns angelegt. Sie haben vielleicht keine große Anzahl von Dingen aus den 1980er Jahren in Ihrem Wohnzimmer oder auf der Treppe herumliegen. Aber was soll dieser kleine Papierstapel da drüben neben dem Computer auf Ihrem Schreibtisch?“ Aller Wahrscheinlichkeit nach wird er dort länger bleiben, als er willkommen ist, weil man sich nicht entscheiden kann, was man damit tun soll. Wenn man normalerweise an Sammler denkt, dann haben die meisten Menschen langfingrige, schielende Einsiedler im&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In gewissem Maße sind alle Menschen Sammler. Kevin Dutton erklärt: „Die Einstellung „Man weiß nie“ in uns angelegt. Sie haben vielleicht keine große Anzahl von Dingen aus den 1980er Jahren in Ihrem Wohnzimmer oder auf der Treppe herumliegen. Aber was soll dieser kleine Papierstapel da drüben neben dem Computer auf Ihrem Schreibtisch?“ Aller Wahrscheinlichkeit nach wird er dort länger bleiben, als er willkommen ist, weil man sich nicht entscheiden kann, was man damit tun soll. Wenn man normalerweise an Sammler denkt, dann haben die meisten Menschen langfingrige, schielende Einsiedler im Sinn. Doch wenn alle Menschen auf einem Spektrum angesiedelt sind, was genau trennt sie dann von ihnen? Kevin Dutton ist Forschungspsychologe an der University of Oxford und Mitglied der British Psychological Society. <span id="more-3974"></span></p>
<p><strong>Sammler sind weder verrückt noch faul</strong></p>
<p>Die Antwort, die Kevin Dutton gibt, mag überraschen. Sammler sind weit davon entfernt, verrückt, faul oder beides zu sein. Vielmehr kann ihr Sammelzwang, wie die Psychologen glauben, teilweise mit einer Kategorisierungsstörung erklärt werden. Genauer gesagt, einem „zu wenig einschließenden“ Stil der Kategorisierung. Dadurch definieren die Betroffenen Kategorien enger und produzieren deswegen eine relativ große Anzahl, jedoch mit weniger Mitgliedern. Es ist für Kevin Dutton unschwer zu erkennen, wie eine solche Denkart funktionieren könnte. </p>
<p>Menschen mit dieser Art von Defizit finden es vielleicht schwieriger, ihre Besitztümer Kategorien zuzuordnen, wenn sie zu Hause Ordnung schaffen. Dabei entdecken sie bei ihnen weniger Gemeinsamkeiten. Als Folge davon nehmen sie bestimmte Artikel vielleicht als einzigartiger wahr, als schlechter ersetzbar, sodass es ihnen schwerer fällt, sich von ihnen zu trennen. Wenn im schlimmsten Fall jeder Haushaltsgegenstand seine eigene unabhängige Kategorie bildet, kann überhaupt kein Organisationssystem entwickelt werden. </p>
<p><strong>Stereotypen sind Kategorien ohne Grenzen</strong></p>
<p>Kevin Dutton erläutert: „Sammler sehen die Welt in Bruchstücken von Schwarz und Weiß, nicht in Schattierungen. Forschungen zu Zwangsstörungen scheinen diese Theorie zu bestätigen.“ Doch nicht nur ein übermäßiges Strukturieren der Welt kann für Probleme sorgen, sondern auch das Gegenteil. Nämlich wenn man zu hart und zu früh auf die Bremse tritt. Die Folgen können sogar noch schlimmer sein. Wenn Sammeln zu wenig einschließen bedeutet, dann bedeutet Stereotypisieren zu viel einschließen.</p>
<p>Stereotypen sind Kategorien ohne Grenzen. So denken zum Beispiel Extremisten in reinem, unverfälschtem Schwarz-Weiß. Kevin Dutton stellt fest: „Wir sind dazu geboren, zu kategorisieren und in Schubladen einzuordnen. Und so wie bei allem anderen im Leben können wir es entweder zu wenig tun oder übertreiben. Wenn wir es richtig hinkriegen, können wir Wunder vollbringen.“ Kriegt man es aber nicht hin, kann es passieren, dass man völlig unbesonnene Fehleinschätzungen vornimmt. Quelle: „Schwarz. Weiß. Denken!“ von Kevin Dutton</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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