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	<title>Intelligenzquotient &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Talent ist ein komplexes soziales Phänomen</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Feb 2021 07:23:30 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Gene]]></category>
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					<description><![CDATA[Genetiker sagen: „Die Gene sind Bleistift und Papier, aber die Geschichte schreiben wir selbst.“ Das Talent eines Menschen hängt laut Andreas Salcher von vier Faktoren ab: Erstens von der genetischen Veranlagung. Zweitens von dem Umfeld von Gesellschaft, Eltern, Lehrern und Freunden. Drittens von der Eigenmotivation und schließlich vom Zufall. Talent ist dabei keine Eigenschaft wie ein hoher Intelligenzquotient (IQ), die einem Menschen angeboren ist, sondern ein komplexes soziales Phänomen. Schon allein was in einer Gesellschaft als besonders wertvolle Eigenschaft gewertet und daher anerkannt wird, ist sehr unterschiedlich. Andreas Salcher nennt&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Genetiker sagen: „Die Gene sind Bleistift und Papier, aber die Geschichte schreiben wir selbst.“ Das Talent eines Menschen hängt laut Andreas Salcher von vier Faktoren ab: Erstens von der genetischen Veranlagung. Zweitens von dem Umfeld von Gesellschaft, Eltern, Lehrern und Freunden. Drittens von der Eigenmotivation und schließlich vom Zufall. Talent ist dabei keine Eigenschaft wie ein hoher Intelligenzquotient (IQ), die einem Menschen angeboren ist, sondern ein komplexes soziales Phänomen. Schon allein was in einer Gesellschaft als besonders wertvolle Eigenschaft gewertet und daher anerkannt wird, ist sehr unterschiedlich. Andreas Salcher nennt ein Beispiel: „So galt Epilepsie in manchen Kulturen als göttliche Gabe und wurde hoch verehrt.“ In den westlichen Gesellschaften gelten Menschen, die einen IQ höher als 130 haben, als besonders begabt. Dr. Andreas Salcher ist Unternehmensberater, Bestseller-Autor und kritischer Vordenker in Bildungsthemen. <span id="more-2506"></span></p>
<p><strong>Talent ist eine Entwicklungschance</strong></p>
<p>Das hängt mit dem sehr hohen Stellenwert zusammen, den man dem abstrakten Denken gibt. Talent kann man sich daher am besten als eine Entwicklungschance vorstellen, und nicht als etwas, das man hat oder nicht. Dabei handelt es sich um einen Prozess, der sich über Jahre entfaltet, und nicht als etwas, mit dem man geboren ist und das man für den Rest des Lebens besitzt. Talent bei Kindern bedeutet daher immer nur die Möglichkeit, dass etwas Besonderes daraus wird.</p>
<p>Andreas Salcher erklärt: „Angeborenes Talent auf einem bestimmten Gebiet erhöht die Wahrscheinlichkeit, auch besser Leistungen zu erzielen.“ Voraussetzung dafür sind Umweltbedingungen, die es überhaupt erst ermöglichen, dass sich ein Talent entwickeln kann. Es ist beschämend, dass auch reiche Länder wie die USA, Deutschland und Österreich nicht in der Lage sind, allen Kindern zumindest Lesen und Schreiben in einer ausreichenden Qualität beizubringen.</p>
<p><strong>Forschung macht auch Freude</strong></p>
<p>Dies zeigen in diesen Staaten die erschreckend hohen Prozentsätze von funktionalen Analphabeten, die nicht sinnerfassend lesen können. Talentierte Schüler, deren Hauptmotivation von der Ausübung ihrer Begabung herrührt, sind glücklicher mit ihrem Leben. Zudem sind sie langfristig erfolgreicher. Es gibt ähnlich talentierte Schüler, die primär durch Druck oder die Erwartung von zukünftigen Belohnungen motiviert sind. Diese verlieren oft die Lust an ihrem Talent, hören auf, es auszuüben und es ist für sie selbst und alle anderen verloren.  </p>
<p>Die Wahrscheinlichkeit, eine Begabung, die in der Pubertät nicht mit viel Konzentration, hoher Intensität und Freude ausgeübt wird, im späteren Leben tatsächlich zu nutzen, ist sehr gering. Im besten Fall wird dann ein Hobby daraus. Junge Naturwissenschaftler sollten deshalb schon früh erleben, dass Forschung auch Freude macht und nicht nur Pflicht ist. Dagegen is es für junge Künstler entscheidend, rechtzeitig zu beginnen, über den langfristigen Nutzen ihres Schaffens nachzudenken. Quelle: „Der talentierte Schüler und seine ewigen Feinde“ von Andreas Salcher</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Nicht jedes Kind ist hochbegabt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Apr 2020 06:02:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wenn sich Andreas Salcher durch die Flut an Büchern zum Thema Talent durcharbeitet, stößt er immer auf eine Kernthese: „Angeborenes Talent ist nicht entscheidend. Ja dieses wird sogar maßlos überschätzt.“ Es geht vor allem um andere Faktoren, wie Selbstvertrauen, Hartnäckigkeit, Leidenschaft, intensives Training, Teamwork, Charakter. Wer sich darauf konzentriert und die richtigen Entscheidungen trifft, kann fast alles erreichen. Versucht man ohne ideologische Brille, wissenschaftliche Fakten über die menschliche Fähigkeit der persönlichen Entwicklung zu analysieren, kann man zu folgenden Ergebnissen kommen: Nicht jedes Kind ist hochbegabt, auch wenn die gegenteilige Behauptung&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn sich Andreas Salcher durch die Flut an Büchern zum Thema Talent durcharbeitet, stößt er immer auf eine Kernthese: „Angeborenes Talent ist nicht entscheidend. Ja dieses wird sogar maßlos überschätzt.“ Es geht vor allem um andere Faktoren, wie Selbstvertrauen, Hartnäckigkeit, Leidenschaft, intensives Training, Teamwork, Charakter. Wer sich darauf konzentriert und die richtigen Entscheidungen trifft, kann fast alles erreichen. Versucht man ohne ideologische Brille, wissenschaftliche Fakten über die menschliche Fähigkeit der persönlichen Entwicklung zu analysieren, kann man zu folgenden Ergebnissen kommen: Nicht jedes Kind ist hochbegabt, auch wenn die gegenteilige Behauptung des Neurobiologen Harald Hüther noch so wünschenswert wäre. Jeder Mensch kann nicht alles erreichen, selbst wenn er sich selbst noch so anstrengt. Dr. Andreas Salcher ist Unternehmensberater, Bestseller-Autor und kritischer Vordenker in Bildungsthemen. <span id="more-2168"></span></p>
<p><strong>Der Intelligenzquotient lässt sich nur wenig verändern</strong></p>
<p>Eltern tun ihren Kindern daher nichts Gutes, indem sie ihnen das gut gemeinte Märchen erzählen. Dass es für sie keine Grenzen gebe, wenn sie sich nur besonders anstrengen. Andreas Salcher weiß: „Spitzenleistung basiert auf großem angeborenem Leistungspotenzial und auf Übung.“ Der Intelligenzquotient (IQ) ist angeboren und lässt sich im Laufe des Lebens nur wenig verändern. Und der IQ ist zumindest für Spitzenpositionen in einer Leistungsgesellschaft eine Grundvoraussetzung. Dies allerdings mit abnehmenden Grenznutzen.</p>
<p>Eine weitere sozial unerwünschte Wahrheit lautet: Je gezielter die individuellen Talente von Menschen gefördert werden, desto stärker treten deren Unterschiede hervor. Wer gleiche Ergebnisse bei unterschiedlichen genetischen und sozialen Startvoraussetzungen erzielen will, müsste zwangsläufig die Anforderungen senken und objektive Leistungsvergleiche verhindern. Andreas Salcher bevorzugt persönlich Systeme, die sich das erreichbare Ziel der Chancengleichheit setzen: „Jeder hat das Recht darauf, dass seine Talente im Bildungssystem maximal gefördert werden, dass dadurch Unterschiede stärker hervortreten.“</p>
<p><strong>Tragische Verlierer fühlen sich oft umfangen von Dunkelheit</strong></p>
<p>Der getäuschte Mensch ist fast immer ein unglücklicher Mensch. Viele Eltern jagen sich selbst und ihre Kinder mit viel Aufwand auf den Weg der Überforderung. Für sie endet das meist mit Enttäuschung oder Schuldzuweisungen an andere. Jedes Jahr verschwenden beispielsweise Unternehmen Milliarden für Schulungsmaßnahmen. Sie bilden Mitarbeiter für Positionen aus, für die ihnen die Voraussetzungen fehlen, statt die dafür geeigneten zu rekrutieren.</p>
<p>Zwischen dem 20. und dem 25. Lebensjahr werden einige Menschen von einer Ahnung geplagt. Das Leben könnte es nicht gut mit ihnen meinen. Sie haben das Gefühl, dass Gleichaltrige schon viel mehr erreicht haben. In der Schule kamen sie irgendwie durch. In keinem Fach konnten sie glänzen, in den meisten mussten sie kämpfen. Irgendwie landeten sie in einem Job, der sie nicht ausfüllt. Manchmal mündet dies in unterdrückter Wut, in virtuellen Computerwelten und irgendwann in Apathie. Was die meisten Menschen oft vergessen: Jeder, der als Erster durchs Ziel läuft, lässt viele Verlierer hinter sich. Die tragischen Verlierer fühlen sich oft eingesperrt in einem Raum ohne Fenster und Türen. Sie können eine andere, schönere Welt als die ihre gar nicht sehen. Quelle: „Das ganze Leben in einem Tag“ von Andreas Salcher</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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