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	<title>Illusion &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Es gibt verschiede Arten von Überzeugungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Aug 2023 01:00:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Illusion]]></category>
		<category><![CDATA[Überzeugungen]]></category>
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					<description><![CDATA[Bei bestimmten Überzeugungen ist die entscheidende Frage, ob eine Aussage wahr oder falsch ist. „Deskriptive Überzeugungen“ betreffen Aussagen oder Theorien über die Realität. Philipp Sterzer erklärt: „Das heißt, sie können in der Regel durch Überprüfungen bestätigt oder widerlegt werden, zumindest mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit.“ Deskriptiv sind zum Beispiel Überzeugungen wie die, dass die Erde um die Sonne kreist oder dass regelmäßiger Sport gesund ist. Im Unterschied dazu gibt es aber auch Überzeugungen, deren Wahrhaftigkeit nicht überprüfbar ist. Sie beschäftigen sich gar nicht mit der Frage, ob etwas mit der Realität&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bei bestimmten Überzeugungen ist die entscheidende Frage, ob eine Aussage wahr oder falsch ist. „Deskriptive Überzeugungen“ betreffen Aussagen oder Theorien über die Realität. Philipp Sterzer erklärt: „Das heißt, sie können in der Regel durch Überprüfungen bestätigt oder widerlegt werden, zumindest mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit.“ Deskriptiv sind zum Beispiel Überzeugungen wie die, dass die Erde um die Sonne kreist oder dass regelmäßiger Sport gesund ist. Im Unterschied dazu gibt es aber auch Überzeugungen, deren Wahrhaftigkeit nicht überprüfbar ist. Sie beschäftigen sich gar nicht mit der Frage, ob etwas mit der Realität übereinstimmt oder nicht, sondern nur mit der Frage, wie etwas sein „sollte“. Im Jahr 2011 berief man Philipp Sterzer zum Professor für Psychiatrie und computationale Neurowissenschaften an die Charité in Berlin. 2022 wechselte er an die Universität Basel. <span id="more-4813"></span></p>
<p><strong>Man kann „Verrücktheit“ nur mit bestimmten Symptomen beschreiben</strong></p>
<p>In diesem Fall spricht man von „normativen Überzeugungen“. Sie betreffen zum Beispiel die Frage, ob eine Handlung gut oder böse ist oder ob ein Verhalten moralisch richtig oder falsch ist. Normativ wären etwa Überzeugungen wie die, dass alle Menschen ein Recht auf freie Meinungsäußerung haben oder dass sich Frauen in der Öffentlichkeit verschleiern müssen. In seinem Buch „Die Illusion der Vernunft“ beschäftigt Philipp Sterzer mit „deskriptiven Überzeugungen“. Diese Überzeugungen erheben Anspruch auf Wahrhaftigkeit.</p>
<p>Philipp Sterzer beschäftigt sich auf mit der Frage, was mit dem Begriff „verrückt“ gemeint ist. Dabei handelt es sich nicht um einen medizinischen oder psychiatrischen Fachbegriff. Psychiater bezeichnen Menschen in der Regel nicht als „verrückt“, sondern sie beschreiben Symptome und stellen Diagnosen. „Verrücktheit“ ist jedoch kein Symptom und auch keine Diagnose. Man kann „Verrücktheit“ nur mit bestimmten Symptomen beschreiben. Gemeinhin bezeichnet man Personen dann als „verrückt“, wenn sie Überzeugungen haben, die nicht mit der Realität übereinstimmen. </p>
<p><strong>Beim Wahn handelt es sich um eine Überzeugung</strong></p>
<p>Wenn Psychiater zu der Einschätzung gelangen, dass eine Person von Ideen überzeugt ist, die eindeutig nicht mit der Realität in Einklang stehen, dann sprechen sie von dem Symptom „Wahn“. Wahn kann man folgendermaßen definieren: „Eine feste Überzeugung, die auch im Lichte entgegengesetzter Evidenz keiner Änderung zugänglich ist.“ Die Unterscheidung zwischen einem Wahn und einer stark behaupteten Idee ist manchmal schwer zu treffen. Sie hängt von dem Grad der Gewissheit ab, mit der an einer Überzeugung festgehalten wird.</p>
<p>Zunächst einmal stellt Philipp Sterzer fest: „Beim Wahn handelt es sich um eine Überzeugung. Das ist ein wichtiger Punkt, denn häufig wird Wahn mit Wahrnehmungsstörungen verwechselt. Wenn also zum Beispiel eine Person etwas wahrnimmt, das nicht da ist, oder einen vorhandenen Reiz falsch wahrnimmt.“ Man spricht dann von „Halluzinationen“ oder „Illusionen“. Der Begriff Wahn hingegen bezieht sich nicht auf das, was man mit seinen Sinnen wahrnimmt, sondern auf das, was im Kopf eines Menschen vor sich geht: auf Einfälle, Gedanken und Ideen. Quelle: „Die Illusion der Vernunft“ von Philipp Sterzer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Selbstsüchtige Wünsche sind Verblendungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 May 2023 01:00:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Illusion]]></category>
		<category><![CDATA[Verblendung]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine Unterweisung im Zen lautet: „Mach dir keine Illusionen.“ Anders formuliert bedeutet dies: „Sei nicht verblendet.“ Shunmyo Masuno erläutert: „Man könnte meinen, dass sich das Wort Verblendung auf alle möglichen Hirngespinste bezieht. Aber im Zen hat das Konzept der Verblendung eine viel tiefere und umfassendere Bedeutung.“ Was auch immer sich im Geist eines Menschen festsetzt, was auch immer sein Herz umklammert und es einschränkt – all das sind Verblendungen. Selbstsüchtige Wünsche nach diesem oder jenem, Anhaftungen, die man nicht loslassen will – auch das sind Verblendungen. Neid auf andere, Gefühle&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Unterweisung im Zen lautet: „Mach dir keine Illusionen.“ Anders formuliert bedeutet dies: „Sei nicht verblendet.“ Shunmyo Masuno erläutert: „Man könnte meinen, dass sich das Wort Verblendung auf alle möglichen Hirngespinste bezieht. Aber im Zen hat das Konzept der Verblendung eine viel tiefere und umfassendere Bedeutung.“ Was auch immer sich im Geist eines Menschen festsetzt, was auch immer sein Herz umklammert und es einschränkt – all das sind Verblendungen. Selbstsüchtige Wünsche nach diesem oder jenem, Anhaftungen, die man nicht loslassen will – auch das sind Verblendungen. Neid auf andere, Gefühle von Selbstzweifeln, das sind ebenfalls Wahnvorstellungen. Natürlich ist es nicht möglich, sich von allen Täuschungen zu befreien, die sich im menschlichen Geist festsetzen. Shunmyo Masuno ist ein japanischer Zen-Mönch, preisgekrönter Zen-Garten-Designer sowie Professor für Umweltdesign an der Tama Art University in Tokyo. <span id="more-4554"></span></p>
<p><strong>Eine einzige Erfahrung färbt auf alles andere ab</strong></p>
<p>Eine solche Befreiung ist der Zustand, den Buddha erreicht hat. Shunmyo Masuno weiß: „Als gewöhnliche Menschen müssen wir akzeptieren, dass es immer Verblendungen in unserem Herzen und Geist geben wird. Das Wichtigste ist, diese Verblendungen, so weit es uns möglich ist, zu reduzieren. Dazu sind wir alle fähig.“ Aber um das tun zu können, muss man zunächst den wahren Charakter der eigenen Täuschungen erkennen. Was ist die Ursache für diese Täuschungen? Es ist die dualistische Denkweise, welche die Dinge in Gegensätze einteilt.</p>
<p>Menschen stellen zum Beispiel Gegensätze auf wie Leben und Tod, Sieg und Niederlage, Schönes und Hässliches, Reich und Arm, Gewinn und Verlust, Liebe und Hass. Der Tod wird als Gegensatz zum Leben gesehen. Und wenn man die beiden miteinander vergleicht, nimmt man das Leben als heilig und wertvoll wahr, den Tod dagegen als leer und trist. Eine einzige Erfahrung färbt auf alles andere ab. Viele Menschen wenden sie auf ihr ganzes Leben an. Während sie das tun, stauen sich Gefühle wie Selbstverurteilung und Neid auf andere in ihnen an, bis sie davon verzehrt werden. </p>
<p><strong>Die Existenz einer jeden Person ist absolut</strong></p>
<p>Shunmyo Masuno stellt fest: „In der Tat könnte man sagen, dass wir unter dem Einfluss der Menschen um uns herum stehen; dass wir durch unsere Wahnvorstellungen gebunden sind.“ Aber man sollte sich Folgendes fragen: Welchen Sinn hat es, sich mit anderen zu vergleichen? Ein weiterer Lehrsatz aus dem Zen lautet: „Einmal erleuchtet, gibt es keine Vorlieben mehr.“ Wenn man dies auf menschliche Beziehungen anwendet, kann man andere vielleicht so akzeptieren, wie sie sind.</p>
<p>Man kann sich nur allein durch seine eigenen Bemühungen verbessern. Zen lehrt, dass die Existenz jedes Dings und jeder Person absolut ist, allein für sich selbst. Es ist kein Vergleich möglich. Das gilt für einen selbst und andere. Es gibt keinen Vergleich. Shunmyo Masuno betont: „Wenn wir versuchen Dinge zu vergleichen, die sich nicht vergleichen lassen, wird unser Geist von etwas eingenommen, was irrelevant ist, und das ist es, was Angst, Sorgen und Furcht erzeugt. Quelle: „Don´t Worry“ von Shunmyo Masuno</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Alle Menschen haben Illusionen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Mar 2021 02:00:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Illusion]]></category>
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					<description><![CDATA[Alle Menschen haben ihre Illusionen. Mehr als die Hälfte von ihnen glaubt, überdurchschnittlich intelligent zu sein. Fast alle halten sich für gute Menschen und sind zufrieden mit ihrem Leben. Und natürlich glauben die meisten im Allgemeinen, mit ihren Überzeugungen im Recht zu sein. Judith Glück schreibt: „Ein besonders interessanter Bereich sind die sogenannten Kontrollillusionen. Viele Menschen überschätzen den Einfluss, den sie selbst auf die Ereignisse in ihrem Leben haben.“ Es ist der Lebensfreude ja auch zuträglich, wenn man glaubt, dass man im Großen und Ganzen die Kontrolle über sein Leben&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Alle Menschen haben ihre Illusionen. Mehr als die Hälfte von ihnen glaubt, überdurchschnittlich intelligent zu sein. Fast alle halten sich für gute Menschen und sind zufrieden mit ihrem Leben. Und natürlich glauben die meisten im Allgemeinen, mit ihren Überzeugungen im Recht zu sein. Judith Glück schreibt: „Ein besonders interessanter Bereich sind die sogenannten Kontrollillusionen. Viele Menschen überschätzen den Einfluss, den sie selbst auf die Ereignisse in ihrem Leben haben.“ Es ist der Lebensfreude ja auch zuträglich, wenn man glaubt, dass man im Großen und Ganzen die Kontrolle über sein Leben hat. Tatsächlich belegen viele Studien, dass dieses Gefühl, das eigene Leben selbst steuern zu können, für das Wohlbefinden von Menschen sehr wichtig ist. Judith Glück ist seit 2007 Professorin für Entwicklungspsychologie an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. <span id="more-2570"></span></p>
<p><strong>Es gibt typische Denkmuster bei Depressionen</strong></p>
<p>Menschen, die oft genug erlebt haben, dass es keinen Sinn hat zu versuchen, eine belastende Situation zu verändern, versuchen dies auch dann nicht, wenn es durchaus möglich wäre. Solche Denkmuster sind typisch für Menschen mit Depressionen. Sie sehen einfach keinen Weg, ihr Leben so zu verändern, dass es ihnen lebenswerter erschiene. Nicht alle Menschen reagieren jedoch auf Erfahrungen der Hilflosigkeit mit Depressionen. Und nicht alle derartigen Erfahrungen sind depressionsauslösend.</p>
<p>Denn Menschen denken ja darüber nach, wie es zu einer Situation gekommen ist. Und die Erklärung für das Entstehen von Depressionen scheint eher in den unterschiedlichen Interpretationen der Betroffenen zu liegen als in der Situation selbst. Eine fundamental unkontrollierbare Situation ist etwa die, von jemandem, den man liebt, verlassen zu werden. Diese Situation wird wohl in jedem Menschen Trauer, Wut und auch Angst hervorrufen. Zu einer längerfristigen Depression führt sie jedoch vor allem dann, wenn der betroffene Mensch denkt, dass die Ursache für das Problem in ihm selbst liegt und unveränderlich ist.</p>
<p><strong>Hilflosigkeit macht Menschen schwach und passiv</strong></p>
<p>Auch hier geht es also letztlich um eine Form von Kontrollierbarkeit. Also das grundlegende Vertrauen darauf, der Liebe eines anderen Menschen würdig und zur Aufrechterhaltung einer Beziehung in der Lage zu sein. Judith Glück erläutert: „Menschen fühlen sich umso wohler, je mehr sie das Gefühl haben, selbst etwas tun zu können, um ihre Ziele zu erreichen.“ Das Gefühl, hilflos und auf andere angewiesen zu sein, macht einen Menschen schwach und passiv.</p>
<p>Warum ist die Kontrolle so wichtig für einen Menschen? Schon als kleines Kind ist man bestrebt, zu verstehen, wie die Welt um einen herum funktioniert. Es ist sozusagen die Hauptaufgabe kleiner Kinder, die Gesetzmäßigkeiten der Welt zu verstehen. So können sie ihr eigenes Verhalten daran orientieren. Auch die eigenen Vorstellungen über Beziehungen zu anderen Menschen werden durch das Verhalten der persönlichen frühen Bezugspersonen geprägt. Das hat die Bindungsforschung gezeigt. Quelle: „Weisheit“ von Judith Glück</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Das Schicksal lässt sich nicht ausschalten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Mar 2021 02:00:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Illusion]]></category>
		<category><![CDATA[Resilienz]]></category>
		<category><![CDATA[Schicksal]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstverantwortung]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Satz „Erkenne dich selbst“ stand in der Antike über dem Eingang zum Orakel von Delphi. Er zielte auf die Einsicht des Menschen in seiner Begrenztheit ab und galt als Warnung vor der Überschätzung individueller Möglichkeiten. Andreas Salcher weiß: „Den Lebenszyklus des Mehr und Weniger kann man genauso wenig abschaffen wie den Wechsel der Jahreszeiten.“ Es ist auch nicht möglich, das Schicksal durch administrative Maßnahmen abzuschaffen. Rückschläge sind jederzeit möglich, auch wenn dies manche Sozialbüroraten nicht wahr haben wollen. Im Leben wird es immer Kündigungen, Scheidungen, Kränkungen und Ungerechtigkeiten geben.&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Satz „Erkenne dich selbst“ stand in der Antike über dem Eingang zum Orakel von Delphi. Er zielte auf die Einsicht des Menschen in seiner Begrenztheit ab und galt als Warnung vor der Überschätzung individueller Möglichkeiten. Andreas Salcher weiß: „Den Lebenszyklus des Mehr und Weniger kann man genauso wenig abschaffen wie den Wechsel der Jahreszeiten.“ Es ist auch nicht möglich, das Schicksal durch administrative Maßnahmen abzuschaffen. Rückschläge sind jederzeit möglich, auch wenn dies manche Sozialbüroraten nicht wahr haben wollen. Im Leben wird es immer Kündigungen, Scheidungen, Kränkungen und Ungerechtigkeiten geben. Das meiste davon kann man nach einiger Zeit bewältigen. Wirklich gefährlich ist alles, das den Kern der eigenen Persönlichkeit trifft. Dr. Andreas Salcher ist Unternehmensberater, Bestseller-Autor und kritischer Vordenker in Bildungsthemen. <span id="more-2535"></span></p>
<p><strong>Sieger fühlen sich für ihr Leben selbst verantwortlich</strong></p>
<p>Der Unterschied zwischen Menschen, die an Verletzungen zerbrechen, und jenen, die daraus große Fähigkeiten entwickeln können, lässt sich in drei Worten zusammenfassen: Selbstverantwortung statt Schuldzuweisung. Andreas Salcher erläutert: „Egal wie tief, egal wie oft, egal wie ungerecht Sieger verletzt wurden, sie fühlen sich nicht als ohnmächtige Opfer.“ Sieger leiden sicher nicht weniger als Verlierer an Niederlagen, aber sie fühlen sich immer als für ihr Leben selbst verantwortlich.</p>
<p>Sie suchen im Ernstfall nicht den Schuldigen, sondern den Neuanfang. Diese Fähigkeit zur Resilienz ist teilweise angeboren, man kann sie aber auch erlernen. Resilienz ist ein Begriff aus der Baukunde und beschreibt die Biegsamkeit von Material. Resiliente Menschen lassen sich biegen, aber nicht brechen, sie gedeihen trotz widriger Umstände – wie Schilf in einem Sturm. Resilienz bedeutet auch Anpassungsfähigkeit an veränderte Umweltbedingungen. Wer nur wenige Verhaltensweisen hat, wird schwer in den unterschiedlichen Phasen des jeweiligen Lebenszyklus auf die richtigen Kompetenzen zurückgreifen können, die er benötigt. </p>
<p><strong>Viele Träume erweisen sich als Illusionen</strong></p>
<p>Für resiliente Menschen gehören Enttäuschungen sogar zu den stärksten Antriebskräften in ihrem Leben. Diese ermöglichen ihnen, Lebensträume im zweiten Anlauf zu verwirklichen. In der ersten Lebenshälfte werden die Menschen stark von ihren Wünschen an das Leben getrieben. Andreas Salcher erläutert: „Die Sehnsucht nach Liebe und beruflicher Erfüllung ist dabei zentral. Idealtypisch erleben wir alle vier Möglichkeiten: Erstens, Erfolg in der Liebe und im Beruf. Zweitens, Erfolg in der Liebe und Misserfolg im Beruf.“</p>
<p>Drittens, Misserfolg in der Liebe und Erfolg im Beruf. Und viertens, am wenigsten erfreulich, Misserfolg in der Liebe und im Beruf. Es gibt einen Unterschied zwischen Träumen und Illusionen. Man träumt mit geschlossenen Augen, während man seine Illusionen mit offenen Augen sieht. Daher erweisen sich viele der Träume, sobald man sie verwirklicht hat, als Illusionen. Sie zerbrechen nicht an der Wirklichkeit, sondern man zerbricht sie selbst. Denn die eigene Persönlichkeit hat sich verändert, ohne dass man dies bemerkt hätte. Daher hat die Erfüllung der persönlichen Wünsche nicht die erhoffte Zufriedenheit ausgelöst. Quelle: „Das ganze Leben in einem Tag“ von Andreas Salcher</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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