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	<title>Humor &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Viktor Frankl entwickelt die Logotherapie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Sep 2022 01:00:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Logotherapie]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Logotherapie – Philosophie oder eine Methode der Psychologie? Beides? Die Klärung ist müßig und letzten Endes ohne Bedeutung. Vielleicht ist Logotherapie angewandte Philosophie, die aus der Praxis entwickelt ist. Jedenfalls ist sie wirkungsvoll und hat zahllosen Menschen geholfen, ein entglittenes Leben wieder in den Griff zu bekommen. Viktor Frankl, geboren am 26. März 1905 ... <a title="Viktor Frankl entwickelt die Logotherapie" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/viktor-frankl-logotherapie.html" aria-label="Mehr Informationen über Viktor Frankl entwickelt die Logotherapie">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Logotherapie – Philosophie oder eine Methode der Psychologie? Beides? Die Klärung ist müßig und letzten Endes ohne Bedeutung. Vielleicht ist Logotherapie angewandte Philosophie, die aus der Praxis entwickelt ist. Jedenfalls ist sie wirkungsvoll und hat zahllosen Menschen geholfen, ein entglittenes Leben wieder in den Griff zu bekommen. Viktor Frankl, geboren am 26. März 1905 in Wien, hat ein Medizinstudium absolviert und regen Gedankenaustausch mit Sigmund Freud und Alfred Adler gehabt. Sein Spezialgebiet war von Anfang an die Suizidprävention. Im Jahr 1928 gründete er in Wien die Jugendberatungsstellen mit dem Zweck, Schülersuiziden zuvorzukommen. Die hatten sich nämlich gehäuft, zumal wenn die Matura – Abitur – nicht bestanden wurde. Friedrich Torbergs Roman „Der Schüler Gerber“ ist die literarische Aufarbeitung dieser Zustände. Weltweit bekannt ist Viktor Frankl für seine Entwicklung der Logotherapie. <span id="more-3950"></span></p>
<p><strong>Die Bestialität des Nationalsozialismus zerbrach an Viktor Frankl</strong></p>
<p>Tatsächlich glückte es Viktor Frankls Jugendberatungsstellen, die Zahl der Schülersuizide auf null zu drücken. Eine der wichtigsten Lehren formulierte Frankl so: „Es ist keine Schande sein Ziel nicht zu erreichen, aber es ist eine Schande, kein Ziel zu haben.“ Das Ziel, das sich Frankl selbst vorgeben musste, war das schiere Überleben. Am 25. September 1942 wurde er mit seinen Eltern ins Ghetto Theresienstadt deportiert. Am 27. April 1945 befreite ihn die US-Armee in Türkheim, einem Außenlager des KZs Dachau. </p>
<p>Die Bestialität des Nationalsozialismus – sie zerbrach an Viktor Frankl. Seine Erfahrungen in den Konzentrationslagern verarbeitete er in dem Buch „… trotzdem Ja zum Leben sagen“. Und kurz nach der nationalsozialistischen Diktatur postulierte Frankl, dass nur eine Versöhnung einen sinnvollen Ausweg aus den Katastrophen von Krieg und Schoa weisen könne. Vor allem wendet sich Frankl dabei gegen die Kollektivschuld: „Der Nationalsozialismus hat den Rassenwahn aufgebracht.“ </p>
<p><strong>Humor ist die Waffe der Seele im Kampf um Selbsterhaltung</strong></p>
<p>Viktor Frankl fährt fort: „In Wirklichkeit gibt es aber nur zwei Menschenrassen, nämlich die „Rasse“ der anständigen Menschen und die „Rasse“ der unanständigen Menschen. Und die „Rassentrennung verläuft quer durch alle Nationen und innerhalb jeder einzelnen Nation quer durch alle Parteien.“ Viktor Frankl heute: Selbsttranszendenz und Selbstdistanzierung wären in einer gespaltenen Gesellschaft für alle von hohem Nutzen. Selbsttranszendenz bedeutet den hohen ethischen Wert der Hingabe an eine Aufgabe oder Person. </p>
<p>Vor allem wäre in der gegenwärtigen Ich-Gesellschaft die Selbstdistanzierung, das humorvolle Absehen von sich selbst, geboten. Viktor Frankl schreibt: „Nichts lässt den Patienten von sich selbst so sehr distanzieren wie der Humor. Der Humor würde verdienen, ein Existenzial genannt zu werden.“ Es war die heitere Gelassenheit der antiken Stoiker, die Frankl als Methode der von Psychologie und Psychiatrie vorschlägt – und als Ideal einer Grundeinstellung: „Humor ist die Waffe der Seele im Kampf um Selbsterhaltung.“ Quelle: Wiener Zeitung vom 2. September 2022</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Der Blödsinn ist zur Seuche mutiert</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Jun 2021 01:00:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Blödsinn]]></category>
		<category><![CDATA[Comedy]]></category>
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					<description><![CDATA[Blödsinn kann durchaus etwas Erfreuliches sein. Der rheinische Karneval zum Beispiel feiert den Blödsinn. Erwachsene Menschen verhalten sich kindisch und albern. Und sie lieben das. Manfred Lütz erläutert: „Die üblichen Kontrollen fallen weg. Das Kind im Manne kann sich genauso austoben wie alle anderen Kinder. Man sieht das Leben von einer ganz anderen Seite.“ Es ... <a title="Der Blödsinn ist zur Seuche mutiert" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/manfred-luetz-bloedsinn.html" aria-label="Mehr Informationen über Der Blödsinn ist zur Seuche mutiert">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Blödsinn kann durchaus etwas Erfreuliches sein. Der rheinische Karneval zum Beispiel feiert den Blödsinn. Erwachsene Menschen verhalten sich kindisch und albern. Und sie lieben das. Manfred Lütz erläutert: „Die üblichen Kontrollen fallen weg. Das Kind im Manne kann sich genauso austoben wie alle anderen Kinder. Man sieht das Leben von einer ganz anderen Seite.“ Es gibt Leute, die behaupten, Rheinländer seien nur in der sogenannten fünften Jahreszeit, im Karneval, sie selbst. Den Rest des Jahres würden sie sich bloß verstellen und als normal verkleiden, um die anderen nicht zu irritieren. Ähnliches hat Manfred Lütz beim Karneval in Venedig erlebt. Venedig wird zur Bühne und die Italiener spielen in den fantasievollsten Verkleidungen sich selbst und andere. Dr. med. Dipl. theol. Manfred Lütz ist Psychiater, Psychotherapeut, Kabarettist und Theologe. <span id="more-2766"></span></p>
<p><strong>Selbstverliebte Stars sind nicht krank</strong></p>
<p>Es gibt fantasievolle Menschen, die spielen nur mal Blödsinn. Die versuchen auf diese Weise bloß probeweise aus allzu eingefahrenen Gleisen auszubrechen. Allerdings gibt es leider auch Menschen, die wollen den Blödsinn sozusagen persönlich verkörpern. Doch das ist dann nicht lustig, leicht und unterhaltsam. Das ist eher bierernst. Und so etwas gibt es inzwischen flächendecken, es greift um sich wie eine Seuche: der ganz normale Blödsinn. An dem ganz normalen Blödsinn zeigt sich allerdings nur umso drastischer: Das Problem sind die Normalen.</p>
<p>Selbstverliebte Stars sind nicht krank. Sie leiden nicht an ihrer offensichtlichen Egozentrik. Sie machen Geschäfte damit. Auf diese Weise ruinieren sie zwar die sozialen Standards der Gesellschaften, aber das stört sie nicht weiter. Denn der ganz normale Blödsinn, denn sie tagaus, tagein produzieren, verkauft sich prachtvoll. Manfred Lütz stellt fest: „Keine meiner Patientinnen hat sich jemals so dämlich und verantwortungslos benommen wie jene Party-Ladys. Dennoch, behandlungsbedüftig sind die Hiltons, Katzenbergers, Wendlers und Co. jedenfalls nicht. Alles völlig normal!“</p>
<p><strong>Comedy hat nichts mit Humor zu tun</strong></p>
<p>Unterdessen hat sich der ganz normale Blödsinn zu einem eigenen Berufszweig entwickelt. Comedy heißt das Gewerbe und da werden ziemlich mühsame Witze im Fernsehen gewöhnlich mit woanders aufgezeichneten Publikumsbeifall zusammengeschnitten. Comedy hat mit Humor nichts zu tun, Comedy rechnet mit Rudelreaktionen. Man macht sich einfach über alles lustig. Jede noch so entfernte, witzfreie Assoziation mit den Geschlechtsorganen löst wieherndes Gelächter aus.</p>
<p>Das Niveau der Comedy liegt irgendwo zwischen spätem Kindergarten und früher Pubertät. Saublöde Witzfiguren rennen atemlos durch eine Dekoration, die verdächtig nach Kindergeburtstag aussieht. Gegen eine solch elende Quälerei erscheint das Zwangslachen bei Mittelhirnkrankheiten geradezu als Wohltat. Die Witze eines hinreißenden Manikers sind allemal geistreicher als solche abgefahrenen Witzmüllhalden. Der ganz normale Comedy-Blödsinn ist inzwischen sogar drauf und dran, aufs Privatleben überzugreifen. Quelle: „Neue Irre!“ von Manfred Lütz </p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Lachen tötet die Furcht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Mar 2021 02:00:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Lachende gibt für einen Augenblick Kontrolle ab. Doch dieser Kontrollverlust weckt positive Emotionen. Er schwächt einen Menschen nicht, sondern stärkt ihn. Ulrich Schnabel weiß: „Solange in einer Gesellschaft noch viel gelacht wird, kann die Angst sie nicht zerstören.“ Deshalb schöpfen karnevalistische Kulturen wie Parodien und Komödien häufig aus der Angst. Sie verspotten, was Befürchtungen ... <a title="Lachen tötet die Furcht" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/ulrich-schnabel-lachen.html" aria-label="Mehr Informationen über Lachen tötet die Furcht">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Lachende gibt für einen Augenblick Kontrolle ab. Doch dieser Kontrollverlust weckt positive Emotionen. Er schwächt einen Menschen nicht, sondern stärkt ihn. Ulrich Schnabel weiß: „Solange in einer Gesellschaft noch viel gelacht wird, kann die Angst sie nicht zerstören.“ Deshalb schöpfen karnevalistische Kulturen wie Parodien und Komödien häufig aus der Angst. Sie verspotten, was Befürchtungen weckt, verkehren das Erschreckende ins Groteske. Gerade heute, in der angespannten Weltlage, sei daher eine heitere Haltung angemessen, argumentiert auch der ZEIT-Politikredakteur Gero von Randow: „Das Leben ist eben keineswegs nur dort zum Lachen, wo das Böse abwesend ist, ganz im Gegenteil: Das Böse selbst ist absurd und allemal ein bitteres Auflachen wert.“ Ulrich Schnabel ist seit über 25 Jahren Wissenschaftsredakteur bei der ZEIT. <span id="more-2558"></span></p>
<p><strong>Humor erhöht die Resilienz eines Menschen</strong></p>
<p>Religiöse Fanatiker wissen: „Lachen tötet die Furcht, und wenn es keine Furcht gibt, wird es keinen Glauben mehr geben.“ Deshalb gehören Satiriker zu den ersten Opfern repressiver Regime. Nichts fürchten Diktatoren mehr, als lächerlich gemacht zu werden, weil das ihren Machtanspruch und ihr Überlegenheitsgefühl untergräbt. Möglicherweise ist es daher sogar wirksamer, einen Mächtigen lächerlich zu machen, als ihn anderweitig anzugreifen. Doch Humor ist nicht nur eine Waffe gegen die Auswüchse der Macht. </p>
<p>Vor allem schützt der Humor den, der ihn hat. Ulrich Schnabel erklärt: „In schwieriger Lage verschafft der Humor inneren Handlungsspielraum und wirkt gegen das frustrierende Gefühl der Ohnmacht.“ Die Neurologin und Psychiaterin Barbara Wild sagt: „Humor zu haben rettet nicht vor negativen Ereignissen, aber es hilft bei deren Bewältigung.“ Schon der Dichter Jean Paul wusste: „Freiheit schenkt Witz und Witz schenkt Freiheit.“ Tatsächlich geht eine heitere Stimmung mit erhöhter Resilienz einher, also der seelischen Widerstandskraft nach Traumata.</p>
<p><strong>Heiterkeit macht unempfindlicher gegen Schmerzen</strong></p>
<p>Eine wichtige Rolle dabei spielt für die Neurologin Barbara Wild das Phänomen der „kognitiven Distraktion“, sprich: der geistigen Ablenkung. Denn negative Ereignisse führen leicht zu Grübelschleifen – Warum muss das mir passieren? Diese halten noch lange an, auch wenn das Ereignis längst vorbei ist. Um das zu durchbrechen, haben sich humorvolle Stimuli als besonders wirksam erwiesen. Eine Studie des Psychologen Robin Dunbar von der Oxford University wies gar nach, dass Heiterkeit unempfindlicher gegenüber Schmerzen macht. </p>
<p>Vor allem das gemeinsame Lachen mit anderen stellte Robin Dunbar fest, erhöht die Schmerzgrenze von Versuchspersonen. Ein Effekt, den der Forscher auf die Freisetzung von Endorphinen zurückführt, also jenen Hormonen, die sowohl für angenehme Gefühle als auch für die Schmerzverarbeitung wichtig sind. Allerdings schlägt das Therapeutikum Humor längst nicht bei jedem gleich an. Denn neben den vielen unterschiedlichen Arten des Humors gibt es auch – je nach Geschmack des Empfängers – ganz verschiedene Reaktionen darauf. Quelle: „Zuversicht“ von Ulrich Schnabel</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Botschaft eines Lächelns erkennt jeder</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Feb 2021 02:00:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Heiterkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit Humor kann man selbst in der größten Not seine Selbstachtung und Zuversicht verteidigen. Er kann zur letzten rettenden Lücke werden, wenn sämtliche andere Auswege verbaut und vernagelt erscheinen. Die Heiterkeit ist für die Zuversicht von großer Bedeutung. Es gibt schätzungsweise 7.000 verschiedene Sprachen auf der Welt. In vielen Ländern begreift man als Fremder weder ... <a title="Die Botschaft eines Lächelns erkennt jeder" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/die-botschaft-eines-laechelns-erkennt-jeder.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Botschaft eines Lächelns erkennt jeder">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit Humor kann man selbst in der größten Not seine Selbstachtung und Zuversicht verteidigen. Er kann zur letzten rettenden Lücke werden, wenn sämtliche andere Auswege verbaut und vernagelt erscheinen. Die Heiterkeit ist für die Zuversicht von großer Bedeutung. Es gibt schätzungsweise 7.000 verschiedene Sprachen auf der Welt. In vielen Ländern begreift man als Fremder weder die Schrift noch das gesprochene Wort. Ulrich Schnabel weiß: „Und doch gibt es eine Form der Kommunikation, die rund um den Globus verstanden wird – die Botschaft eines Lächelns.“ Und überall hat Freundlichkeit etwas Entwaffnendes. Leider trifft man selten Menschen, die diese schwierige Kunst der humorvollen Entspannung beherrschen. Im Gegenteil: Je grimmiger die Zeiten, umso angespannter sind in der Regel die Reaktionen der Menschen. Ulrich Schnabel ist seit über 25 Jahren Wissenschaftsredakteur bei der ZEIT. <span id="more-2514"></span></p>
<p><strong>Entspannte Heiterkeit hat einen hohen Wert</strong></p>
<p>Das beschwört am Ende oft erst jene Konfrontationen herauf, vor denen sich alle fürchten. Daher gilt, auch wenn es paradox klingt: In Krisen- und Notsituationen kann der Humor zur entscheidenden Waffe werden. Doch Heiterkeit und Humor haben, zumal in Deutschland nicht den besten Ruf. In schwierigen Zeiten haftet ihnen der Ruch des kindisch Unstatthaften an, das nicht dem Ernst der Lage angemessen sei. Dabei gilt das Gegenteil: „Gerade wenn es ernst wird, zeigt sich der Wert entspannter Heiterkeit.</p>
<p>Das hat niemand deutlicher zum Ausdruck gebracht als der Psychiater Viktor Frankl. Er beschrieb den Humor als „eine Waffe der Seele im Kampf um ihre Selbsterhaltung“. Das berichtete er über seine Zeit im Konzentrationslager. In der schlimmsten Zeit habe ihm der besondere „Lagerhumor“ oft aus dem Elend geholfen, wenn auch nur für Sekunden oder Minuten. Für Viktor Frankl war die Heiterkeit gar ein „Essential“. Er sagt: „Wie kaum sonst etwas im menschlichen Dasein ist sie geeignet, Distanz zu schaffen und sich über die Situation zu stellen.“</p>
<p><strong>Humor erweitert das Blickfeld</strong></p>
<p>Freude ist der mächtigste Gegenspieler der Angst. Der Psychologe Willibald Ruch erklärt: „Der Humor ist eine der wichtigsten Techniken der Gefühlsverarbeitung.“ Für ihn benötigt der Mensch den Humor daher gerade dann, wenn er es schwer hat. Willibald Ruch fährt fort: „Positive Emotionen erweitern das Blickfeld, Angst und Ärger bewirken das Gegenteil. Zahlreiche Studien zeigen, dass der Mensch mit schwierigen Situationen besser umgehen kann, wenn er Humor einsetzt.“</p>
<p>Ähnlich sieht es der Soziologe Heinz Bude, der die moderne Ängstlichkeit erforscht. Das Wichtigste im Umgang mit Ängsten sei, dass man Distanz dazu gewinne. Heinz Bude sagt: „Das geht aber nicht rein willentlich und rein geistig.“ Deshalb sei der Humor ein probates Gegenmittel. Heinz Bude fährt fort: „Der Lachende kann über die Angst siegen, denn das Lachen ist genauso unwillkürlich wie die Angst. Beide Zustände überkommen uns, sie überwältigen Körper und Geist.“ Quelle: „Zuversicht“ von Ulrich Schnabel</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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