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	<title>Hilfe &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Ambiguitätstoleranz ist östliches Denken</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Aug 2022 01:00:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ambiguitätstoleranz]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn jemand zum Beispiel anderen Menschen hilft, tut er diesen etwas Gutes – aber auch sich selbst, weil er sich selbst gefallen oder besser fühlen will. Reinhard K. Sprenger fügt hinzu: „Manchmal, und da wird oft übersehen, schwächt Hilfe auch – wenn der andere es alleine schaffen könnte, wenn Hilfe zudringlich wird, wenn Hilfe gleichsam ... <a title="Ambiguitätstoleranz ist östliches Denken" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/reinhard-k-sprenger-ambiguitaetstoleranz-2.html" aria-label="Mehr Informationen über Ambiguitätstoleranz ist östliches Denken">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn jemand zum Beispiel anderen Menschen hilft, tut er diesen etwas Gutes – aber auch sich selbst, weil er sich selbst gefallen oder besser fühlen will. Reinhard K. Sprenger fügt hinzu: „Manchmal, und da wird oft übersehen, schwächt Hilfe auch – wenn der andere es alleine schaffen könnte, wenn Hilfe zudringlich wird, wenn Hilfe gleichsam ihr Gebrauchtwerden erzeugt.“ Ambiguitätstoleranz bedeutet, Kontexte zu sehen, sich bezogen auf diese korrekt zu verhalten, also Gleichheit und Verschiedenheit gleichermaßen ernst zu nehmen: hier so, dort anders. Ambiguitätstoleranz übernimmt Verantwortung für beide Seiten – im Umgang mit Unsicherheit, Widersprüchen, anderen Menschen. Der Gewinn wäre Gelassenheit, und Wohlwollen mit anderen, vor allem aber auch mit sich selbst. Reinhard K. Sprenger ist promovierter Philosoph und gilt als einer der profiliertesten Managementberater und Führungsexperte Deutschlands. <span id="more-3818"></span></p>
<p><strong>Anspruch und Wirklichkeit passen selten zusammen</strong></p>
<p>Die Grundlage dafür bildet die Einsicht, dass Anspruch und Wirklichkeit im Leben selten zusammenpassen. Ein ambiguitätstoleranter Mensch hat mithin einen integrativen Blick auf die Dinge. Er verlässt möglichst oft seinen privaten Realitätstunnel, fügt viele Informationskanäle zusammen, ist skeptisch gegenüber den eigenen Dogmen. Er anerkennt die Ko-Existenz von positiven und negativen Eigenschaften einer Person und öffnet sich für Ungewöhnliches. Auch seine Partnerschaft kann man nicht stabilisieren, indem man mit dem anderen symbiotisch verschmilzt. </p>
<p>Glück ergibt sich auch in einer Partnerschaft aus dem Spannungsfeld von Nähe und Distanz. Man muss es aushalten können, wenn man beispielsweise mit einem Freund bei vielen Themen einer Meinung ist, sich in der politischen Ausrichtung plötzlich jedoch an entgegengesetzten Seiten des Parteienspektrums wiederfindet. Will man darüber eine jahrelange Freundschaft zerbrechen lassen? Reinhard K. Sprenger weiß: „Ohne Ambiguitätstoleranz können sie in einer schnelllebigen, ja mitunter chaotischen Wirtschaftswelt, aber auch in einem komplexen und von Widersprüchen gekennzeichneten privaten Umfeld nicht überleben.“ </p>
<p><strong>Alle Dinge sind im Fluss</strong></p>
<p>Anders formuliert: Man muss Unklarheit und Mehrdeutigkeit mögen. Und darin nicht Risiken sehen, sondern Chancen. Dabei steht viel auf dem Spiel. Die Gesundheit zum Beispiel, nicht nur die seelische, auch die körperliche, und ebenso das Lebensglück. Ab einer gewissen Reife heißt Gesundheit: gesund mit Krankheit umgehen. Ambiguitätstoleranz ist jedoch in Mitteleuropa nicht sehr verbreitet. Im Grunde ist es östliches Denken. Dort ist, was vernünftig ist, nie von vornherein klar und eindeutig. </p>
<p>Auch scheinbar Vernünftiges ist situationsabhängig. Und wird daher immer wieder neu entschieden. Eben, weil die Dinge im Fluss sind. Chinesen haben kaum Mühe, eine Entscheidung nach zwei Wochen zu revidieren, sollten sich neue Einsichten ergeben. Reinhard K. Sprenger betont: „Für den Einzelnen geht es darum, die Doppelnatur der Werte als Ausgleich und nicht als Zerreißprobe zu erleben. Vollständig leben heißt, beiden Seiten die Ehre zu geben.“ Quelle: „Magie des Konflikts“ von Reinhard K. Sprenger</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Anderen zu helfen scheint angeboren zu sein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Aug 2020 06:44:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Anteilnahme]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Alltag kommen sich die Menschen ständig zu Hilfe. Man hat nichts davon, und es reicht einem in der Regel ein Blick des Dankeschöns als Gegengabe. Heinz Bude fragt: „Warum tun wir das, obwohl nichts passieren würde, wenn wir achtlos wären?“ Das sind einfach zivilisatorische Selbstverständlichkeiten, die man überall findet. Normalerweise wirken alltägliche Hilfen so, ... <a title="Anderen zu helfen scheint angeboren zu sein" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/anderen-zu-helfen-scheint-angeboren-zu-sein.html" aria-label="Mehr Informationen über Anderen zu helfen scheint angeboren zu sein">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Alltag kommen sich die Menschen ständig zu Hilfe. Man hat nichts davon, und es reicht einem in der Regel ein Blick des Dankeschöns als Gegengabe. Heinz Bude fragt: „Warum tun wir das, obwohl nichts passieren würde, wenn wir achtlos wären?“ Das sind einfach zivilisatorische Selbstverständlichkeiten, die man überall findet. Normalerweise wirken alltägliche Hilfen so, wie sie erscheinen: als Signal zwischenmenschlicher Aufmerksamkeit und als freundliche Unterstützung in den Mühen des Alltags. Der Evolutionsanthropologe Michael Tomasello ist der Auffassung, dass diese Art des Helfens angeboren und nicht anerzogen ist. Er führt dafür einige Gründe an. Der erste ist die Tatsache des relativ frühen Auftretens dieses Verhaltens, das im Alter von zwölf bis vierzehn Monaten auftritt. Heinz Bude studierte Soziologie, Philosophie und Psychologie. Seit dem Jahr 2000 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Makrosoziologie an der Universität Kassel. <span id="more-2329"></span></p>
<p><strong>Das Helfen selbst bereitet Kindern eine innere Befriedigung</strong></p>
<p>Der zweite Grund ist, dass Belohnungen und Ermutigungen durch die Eltern die Hilfsbereitschaft der Kinder nicht zu steigern vermochten. Man muss daraus den Schluss ziehen, dass den Kindern das Helfen selbst eine innere Befriedigung bereitet. Dieser Umstand ist vor allem für Mütter und Väter kleiner Kinder von Interesse. Belohnungen und Verstärkungen sind nicht immer gut. Man kann dadurch die inneren Bewegründe für soziales Verhalten, für spontane Hilfe, sogar schwächen.</p>
<p>Drittens zeigt sich, dass kulturelle Faktoren nur eine geringe Rolle spielen. Ein vierter Punkt betrifft die Beeinflussung von Hilfeverhalten durch Mitgefühl. Ein ganz wichtiges Argument für die Ansicht, dass es in der menschlichen Natur liegt, Mitmenschen zu helfen, ergibt sich aus dem Vergleich mit Menschenaffen. Diese Hominiden kooperieren, um gemeinsame Ziele zu erreichen, sogar mit Menschen. Sie zeigen in diesem Zusammenhang auch Verhaltensweisen, die helfenden Charakter haben. </p>
<p><strong>Menschen geben notwendige Informationen an andere weiter</strong></p>
<p>Aber die Menschenaffen helfen nicht so wie die kleinen Kinder, bei denen das Helfen der Zweck der Übung ist. Nur die Menschenkinder helfen um des Helfens willen. Eine spezielle Form des Helfens, die nur beim Menschen vorkommt ist das Weitergeben notwendiger Informationen für andere. Während Kleinkinder informierende Zeigegesten sicher verwenden und zuverlässig verstehen, ist dies bei Menschenaffen anscheinend nicht der Fall. Primaten verwenden untereinander keine Zeigegesten. </p>
<p>Ein Kind kann die Perspektive der hilfsbedürftigen Person übernehmen. Es versteht, wie ihr zu helfen ist. Es kann seine helfende Geste der Person in Not auch so zeigen, dass diese etwas damit anfangen kann. Mit einem Wort: Das Kind weiß durch Übernahme der Perspektive des anderen und durch den Vorschlag brauchbarer Handlungsempfehlungen seinem Nächsten zu helfen. Das kleine Kind zeigt einen spontanen Altruismus, der nicht danach unterscheidet, ob es die erwachsene Person kennt oder nicht kennt. Quelle: „Solidarität“ von Heinz Bude</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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