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	<title>Handeln &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Eine Unterlassung schont das Selbstbild</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Dec 2024 02:00:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Handeln]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbild]]></category>
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					<description><![CDATA[Erstaunliche Effekte ergeben sich auch, wenn durch die Darstellung oder Unterschiede in der Entscheidungsarchitektur der Fokus entweder auf Handeln oder Unterlassen liegt. Armin Falk erklärt: „Wenn ich also eine Handlungsfolge aktiv durch eine Entscheidung herbeiführe oder dadurch, dass ich nicht eingreife und den Dingen einfach ihren Lauf lasse. Wir empfinden Unterlassungen in der Regel akzeptabler ... <a title="Eine Unterlassung schont das Selbstbild" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/armin-falk-geschehen-lassen.html" aria-label="Mehr Informationen über Eine Unterlassung schont das Selbstbild">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Erstaunliche Effekte ergeben sich auch, wenn durch die Darstellung oder Unterschiede in der Entscheidungsarchitektur der Fokus entweder auf Handeln oder Unterlassen liegt. Armin Falk erklärt: „Wenn ich also eine Handlungsfolge aktiv durch eine Entscheidung herbeiführe oder dadurch, dass ich nicht eingreife und den Dingen einfach ihren Lauf lasse. Wir empfinden Unterlassungen in der Regel akzeptabler als aktive Handlungen, auch wenn die Folgen identisch sind.“ Viele Menschen glauben, dass sie aktiven Handlungen eindeutiger schlechte oder gute Intentionen unterstellen können im Vergleich zu einer Unterlassung. Denn bei einer Unterlassung kann es theoretisch auch andere Ursachen und Gründe geben als beim aktiven Handeln. Armin Falk leitet das Institut für Verhaltensökonomik und Ungleichheit (briq). Außerdem ist er Direktor des Labors für Experimentelle Wirtschaftsforschung sowie Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Bonn. <span id="more-5815"></span></p>
<p><strong>Handeln und Nicht-Handeln werden unterschiedlich bewertet</strong></p>
<p>Man kann also nicht sicher sein, dass ein fragwürdiges Ergebnis nicht auch ohne das eigene Zutun zustande gekommen wäre. Armin Falk ergänzt: „Schließlich kann man sich sagen, dass es auch dann zu den negativen Konsequenzen gekommen wäre, wenn ich gar nicht anwesend gewesen wäre.“ Diese Geschichte kann man sich nicht erzählen, wenn man selbst aktiv geworden ist. Auch unter Philosophen ist umstritten, warum Menschen Handeln oder Nicht-Handeln unterschiedlich bewerten sollten.</p>
<p>Armin Falk erläutert: „Unabhängig von der Begründung können wir feststellen, dass es selbst bei identischen Konsequenzen und Intentionen der Beteiligten zu einer unterschiedlichen moralischen Bewertung kommt, abhängig davon, ob ich aktiv wähle oder mich einer Unterlassung schuldig mache. Für unser Selbstbild ist die Unterlassung daher weniger bedrohlich.“ Man geht aus der Situation weniger „beschädigt“ heraus, wenn man sich damit trösten kann, man selbst hätte ja gar nichts getan und dass die Konsequenzen auch ohne das eigene Zutun entstanden wären.</p>
<p><strong>Viele Menschen wollen eine Fehler nicht eingestehen</strong></p>
<p>Auch gegenüber anderen sieht es offenbar weniger unmoralisch aus, wenn man einfach nichts tut, als eine problematische Handlungsfolge aktiv herbeizuführen. Armin Falk stellt fest: „Jeder kennt den Umgang mit der Wahrheit. Wir nehmen uns anders wahr, wenn wir „lügen“ im Vergleich zu „nicht die Wahrheit“ sagen.“ Es heißt dann: „Ja schon, aber ich hab ja nicht gelogen.“ Der Wunsch, vor sich und anderen als tadellos zu erscheinen, spielt noch in einem anderen Zusammenhang eine wichtige Rolle.</p>
<p>Er lässt Menschen zögern, einen Fehler einzugestehen und sich bei jenen, denen sie Unrecht getan haben, zu entschuldigen. „Ich habe mich falsch verhalten. Entschuldige bitte. Es tut mir leid.“ Armin Falk betont: „Diese Sätze gehen und häufig schwer über die Lippen, auch wenn wir ziemlich genau wissen, dass wir Mist gebaut haben. Ich haben mich lange gefragt, warum das so ist. Vor allem weil eine Entschuldigung ja so viel Gutes tut – demjenigen, bei dem man sich entschuldigt, aber auch für einen selbst.“ Quelle: „Warum es so schwer ist, ein guter Mensch zu sein“ von Armin Falk</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Abenteuer versprechen Funken zu versprühen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Sep 2024 01:00:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Begegnung]]></category>
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					<description><![CDATA[Handeln bedeutet, sich in die Welt hinauszuwagen, ohne genau zu wissen, wie dieses Abenteuer sich gestalten wird, und ohne absehen zu können, welche Folgen die Begegnung zwischen dem Handeln eines Menschen und der Welt haben wird. Charles Pépin fügt hinzu: „Doch dieses Abenteuer verspricht Funken zu versprühen, umso mehr, als wir reich sind an Innenleben ... <a title="Abenteuer versprechen Funken zu versprühen" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/abenteuer-versprechen-funken-zu-verspruehen.html" aria-label="Mehr Informationen über Abenteuer versprechen Funken zu versprühen">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Handeln bedeutet, sich in die Welt hinauszuwagen, ohne genau zu wissen, wie dieses Abenteuer sich gestalten wird, und ohne absehen zu können, welche Folgen die Begegnung zwischen dem Handeln eines Menschen und der Welt haben wird. Charles Pépin fügt hinzu: „Doch dieses Abenteuer verspricht Funken zu versprühen, umso mehr, als wir reich sind an Innenleben und in der Verborgenheit unserer Häuser und Zimmer den Garten unserer Innerlichkeit zu pflegen gewusst haben.“ Dem Innenleben neue Nahrung geben und sich dann in die Welt wagen, in sich gehen und dann wieder hinausgehen, diese Haltung gleicht einem Pas de deux und begünstigt Begegnungen weit mehr als die hartnäckige Bemühung, mit anderen in Kontakt zu kommen. Charles Pépin ist Schriftsteller und unterrichtet Philosophie. Seine Bücher wurden in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt. <span id="more-5665"></span></p>
<p><strong>Die Begegnung mit anderen stärkt das Selbstbewusstsein</strong></p>
<p>Charles Pépin hat, mit Georg Wilhelm Friedrich Hegel, die Notwendigkeit der Begegnung mit anderen für die Entstehung von Selbstbewusstsein aufgezeigt, und dass sich Menschen durch die Berührung mit ihnen verändern. Hegels berühmte Dialektik hat geholfen zu begreifen, dass eine Idee des Widerspruchs bedarf, um in ihrer Unterschiedlichkeit vollends offenbar zu werden, dass ein Individuum die Erfahrung des Anderssein machen muss, um seine Einzigartigkeit zu erfassen.</p>
<p>Charles Pépin erklärt: „Wenn wir handeln, begeben wir uns in die Außenwelt. Dabei wenden wir uns nicht von unserer Innerlichkeit ab, sondern streben im Gegenteil danach, ihr gegenständliches Dasein zu verleihen.“ Das Hinausgehen ermöglicht, dass sich in einem Menschen Anbahnende wirksam werden zu lassen, Anerkennung für die Dinge zu bekommen, die dieser Person wichtig sind: Gefühle, die sie durchfluten, Vorlieben, die sie beseelen, Werte, die sie in sich trägt.</p>
<p><strong>Früher oder später müssen Menschen hinausgehen</strong></p>
<p>Wie soll man diese Anerkennung bekommen, ohne jemandem zu begegnen? Unmöglich. Bei Georg Wilhelm Friedrich Hegel muss sogar der „absolute Geist“ seine Heimstatt verlassen und aktiv werden, um zu wissen, dass er Gott ist. Charles Pépin ergänzt: „In dem subjektiven Gefühl, das er von seinem Wert hat, ist Gott „bei sich“, aber das reicht ihm nicht. Für den Gott Hegels gilt wie für uns Menschen: Allein das Anderssein erlaubt uns zu wissen, welchen Wert wir haben, wer wir wirklich sind.“</p>
<p>Früher oder später müssen Menschen also hinausgehen. Dieses Hinausgehen kann in einem ersten Schritt auch metaphorisch verstanden werden im Sinne von „aus sich herausgehen“. Charles Pépin erläutert: „Hinausgehen ist vor allem ein Aus-sich-Herausgehen: Wir lassen den beunruhigenden Alltag hinter uns, verlassen die Komfortzone, setzen uns in Bewegung, um Dinge zu bewegen. Die Lockdowns, die wir in letzter Zeit durchmachen mussten, haben uns gezwungen, unsere Beziehungen neu zu denken.“ Quelle: „Kleine Philosophie der Begegnung“ von Charles Pépin</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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