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	<title>Geist &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Gute Beziehungen prägen das Wohlergehen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Oct 2023 01:00:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühle]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Raum, in dem eine Handlung ihre Auswirkungen zeigt, ist die Gemeinschaft. Hans-Otto Thomashoff erläutert: „Das Gemeininteresse ist wichtiger als das des Individuums, womit der Schwerpunkt des Lebens stärker beim Oxytocin liegt als bei uns. Damit wird der entscheidenden Bedeutung, die Beziehungen auf unser Wohlergehen haben, Rechnung getragen.“ Der Preis für die geringere Wertschätzung der Leistungen des Geistes ist allerdings eine Begrenzung des kreativen Potenzials, weil das individuelle, freie geistige Schöpfertum eben nachrangigen Wert besitzt. Beide Denkschulen, die des Westens und die des Ostens, funktionieren offenkundig gut zum Überleben. Auch&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Raum, in dem eine Handlung ihre Auswirkungen zeigt, ist die Gemeinschaft. Hans-Otto Thomashoff erläutert: „Das Gemeininteresse ist wichtiger als das des Individuums, womit der Schwerpunkt des Lebens stärker beim Oxytocin liegt als bei uns. Damit wird der entscheidenden Bedeutung, die Beziehungen auf unser Wohlergehen haben, Rechnung getragen.“ Der Preis für die geringere Wertschätzung der Leistungen des Geistes ist allerdings eine Begrenzung des kreativen Potenzials, weil das individuelle, freie geistige Schöpfertum eben nachrangigen Wert besitzt. Beide Denkschulen, die des Westens und die des Ostens, funktionieren offenkundig gut zum Überleben. Auch haben beide die bewusste Beherrschung der von den Gefühlen angestoßenen Impulse, also eine Selbststeuerung zum Ziel. Hans-Otto Thomashoff ist Facharzt für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychoanalyse in eigener Praxis in Wien. <span id="more-4936"></span></p>
<p><strong>Das Gefühl im Hier und Jetzt ist der Schlüssel zum Glück</strong></p>
<p>Sie orientieren sich dabei an der Arbeitsweise des menschlichen Gehirns. Und doch ignorieren beide die letztlich entscheidende Instanz für ein gelungenes Leben: das Gefühl. Denn wie ein Mensch sein Leben einschätzt, bestimmt allein das Gefühl. Das Gefühl im Hier und Jetzt ist der Schlüssel zum Glück und damit zu einer zufriedenen Lebenseinschätzung. In ursprünglichen Stammeskulturen wird im Hier und Jetzt gelebt, weniger bewusst als intuitiv. Doch auch das Leben im Hier und Jetzt bringt, wenn es Ausschließlichkeit erlangt, ein Problem mit sich: Es fehlt eine Planung für die Zukunft. </p>
<p>In tropischen Idyllen, wo immer etwas zu essen zu finden ist, hat das für das Überleben keine einschneidenden Konsequenzen. Hans-Otto Thomashoff ergänzt: „Jedoch bei uns in Europa, wo der Wandel der Jahreszeiten ein vorausschauendes Planen zum Überleben notwendig macht, genügt der alleinige Fokus auf die aktuelle Befindlichkeit nicht als Lebenskonzept.“ Um den Anforderungen des Daseins bestmöglich gerecht zu werden, müssen die drei unterschiedlichen Philosophien der drei Kulturbereiche miteinander verbunden werden. </p>
<p><strong>Bindungen fördern Zufriedenheit und Gesundheit</strong></p>
<p>Hans-Otto Thomashoff erklärt: „Wahre Lebenskunst besteht demnach darin, mithilfe bewusster Entscheidungen und Handlungen dafür zu sorgen, dass in abstrakter Vorschau überlebenswichtige Handlung gesetzt werden und zugleich Momente des kleinen und großen Glücks in Aussicht stehen und bewusst genossen werden können. Lebensglück und Überlebenskunst gelingen demnach nicht, indem man naiv die Entscheidungen in seinem Leben den Gefühlen überlässt. </p>
<p>Sondern man muss bewusst dafür sorgen, dass die eigenen Entscheidungen und die von ihnen geleiteten Handlungen gut für die persönlichen Gefühle sind. Hans-Otto Thomashoff betont: „Indem wir durch bewusste Selbststeuerung den Fokus auf die Konsequenzen unseres Handelns für den Gefühlshaushalt von uns selbst und anderen legen, berücksichtigen wir die bereits erwähnte enorme Bedeutung, die soziale Bindungen in unserem Leben haben.“ Bindungen zu sichern fördert Zufriedenheit, Gesundheit und Lebensdauer, weil Bindungen einem Menschen dabei helfen, den eigenen Gefühlshaushalt zu regulieren. Quelle: „Mehr Hirn in die Politik“ von Hans-Otto Thomashoff</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Das Bewusstsein braucht das Nervensystem</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Jun 2022 01:00:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Jede Theorie, die das Vorhandensein von Geist und Bewusstsein erklären will, dabei aber das Nervensystem umgeht, ist zum Scheitern verurteilt. Antonio Damasio erklärt: „Das Nervensystem leistet den entscheidenden Beitrag zur Verwirklichung von Geist, Bewusstsein und den von beidem ermöglichten kreativen Überlegungen.“ Aber jede Theorie, die sich ausschließlich auf das Nervensystem beruft, um Geist und Bewusstsein zu erklären, muss ebenfalls scheitern. Das gilt heute leider für die meisten Theorien. Die hoffnungslosen Versuche, Bewusstsein ausschließlich unter dem Gesichtspunkt der Nerventätigkeit zu erklären, sind zum Teil eine Ursache für die Vorstellung, das Bewusstsein&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Jede Theorie, die das Vorhandensein von Geist und Bewusstsein erklären will, dabei aber das Nervensystem umgeht, ist zum Scheitern verurteilt. Antonio Damasio erklärt: „Das Nervensystem leistet den entscheidenden Beitrag zur Verwirklichung von Geist, Bewusstsein und den von beidem ermöglichten kreativen Überlegungen.“ Aber jede Theorie, die sich ausschließlich auf das Nervensystem beruft, um Geist und Bewusstsein zu erklären, muss ebenfalls scheitern. Das gilt heute leider für die meisten Theorien. Die hoffnungslosen Versuche, Bewusstsein ausschließlich unter dem Gesichtspunkt der Nerventätigkeit zu erklären, sind zum Teil eine Ursache für die Vorstellung, das Bewusstsein sei ein unerklärliches Geheimnis. Zwar stimmt es, dass Bewusstsein, wie die Wissenschaft es kennt, in vollem Umfang nur in Lebewesen entsteht, die mit einem Nervensystem ausgestattet sind. Antonio Damasio ist Dornsife Professor für Neurologie, Psychologie und Philosophie und Direktor des Brain and Creativity Institute an der University of Southern California. <span id="more-3685"></span></p>
<p><strong>Gefühle können sich nur dank eines Nervensystems entwickeln</strong></p>
<p>Etwas anderes stimmt aber auch: Bewusstsein erfordert eine Fülle von Wechselwirkungen zwischen dem zentralen Teil dieses Systems – dem eigentlichen Gehirn – und verschiedenen nicht zum Nervensystem gehörenden Teilen des Körpers. Der Körper bringt in die Ehe mit dem Nervensystem seine grundlegende biologische Intelligenz ein. Nämlich jene nichtexplizite Fähigkeit, die über das Leben bestimmt, indem sie die Erfordernisse der Homöostase erfüllt und ihren Ausdruck letztlich in der Form von Gefühlen findet. </p>
<p>Antonio Damasio betont: „Die Tatsache, dass Gefühl sich nur dank eines Nervensystems vollständig verwirklichen kann, ändert nichts an dieser grundlegenden Tatsache.“ Das Nervensystem steuert zu der Ehe mit dem Körper die Möglichkeit bei, Kenntnisse explizit zu machen. Dazu konstruiert es die räumlichen Muster, die Bilder darstellen. Nervensysteme tragen auch dazu bei, dem Gedächtnis die Kenntnisse zu vermitteln, die in Bildern repräsentiert sind. Damit öffnet es den Weg für die Form der Bildmanipulation, die Reflexion, Planung, vernünftiges Überlegen und letztlich die Erzeugung von Symbolen sowie die Schaffung neuer Reaktionen, Artefakte und Ideen möglich macht. </p>
<p><strong>Nervensysteme waren nichts Primäres</strong></p>
<p>Die Ehe von Körper und Gehirn legt sogar einige geheime Kenntnisse der Biologie offen, oder mit anderen Worten: die Reime und Rhythmen intelligenten Lebens. Nervensysteme erschienen in der Geschichte des Lebendigen erst spät auf der Bildfläche. Sie waren nichts Primäres, sondern tauchten auf, um dem Leben zu dienen, um Leben auch dann noch möglich zu machen, als die Komplexität der Lebewesen ein hohes Maß an Funktionskoordination erforderte. Und ja, Nervensysteme trugen dazu bei, bemerkenswerte Phänomene und Funktionen zu erzeugen, die es vor ihrer Entstehung nicht gab. </p>
<p>Antonio Damasio nennt Erscheinungen wie Gefühle, Geist, Bewusstsein, explizites Überlegen, eine verbale Sprache und Mathematik. Die neuronalen Neuerungen bewirkten zudem, dass die Regulation der Homöostase optimiert wurde und das Leben mit größerer Sicherheit aufrechterhalten werden konnte. Genau das erreichen die Nervensysteme, indem sie das hohe Maß an Funktionskoordination bereitstellen, das komplexe, vielzellige Organismen mit vielen Organen brauchen. Komplexe, vielzellige Lebewesen mit differenzierten Systemen – Hormon-, Atmungs-, Verdauungs-, Immun- und Fortpflanzungssystem – wurden durch die Nervensysteme gerettet. Quelle: „Wie wir denken, wie wir fühlen“ von Antonio Damasio </p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Der Geist muss sich aussprechen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 May 2022 01:00:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Psychoanalyse]]></category>
		<category><![CDATA[Sigmund Freud]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit Philosophie hat Sigmund Freud wenig am Hut. Er reiht sich in die positivistische Tradition des puren Wissenschaftlers ein. Gleichwohl, so stellt er fest, erfordert der Geist eine besondere Untersuchungsmethode, für welche die spekulative Physiologie Franz Joseph Galls und seiner Schüler viel zu oberflächlich ist. Ger Groot erklärt: „Psychologische Beobachtung ist weniger eine Frage des Sehens als des Zuhörens. Der Geist muss sich aussprechen, auch und vielleicht sogar von allem, wenn man seine tiefsten, unbewussten Abgründe ausloten will.“ Ein solches Ausloten ist unumgänglich, will man den Geist nicht nur verstehen,&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit Philosophie hat Sigmund Freud wenig am Hut. Er reiht sich in die positivistische Tradition des puren Wissenschaftlers ein. Gleichwohl, so stellt er fest, erfordert der Geist eine besondere Untersuchungsmethode, für welche die spekulative Physiologie Franz Joseph Galls und seiner Schüler viel zu oberflächlich ist. Ger Groot erklärt: „Psychologische Beobachtung ist weniger eine Frage des Sehens als des Zuhörens. Der Geist muss sich aussprechen, auch und vielleicht sogar von allem, wenn man seine tiefsten, unbewussten Abgründe ausloten will.“ Ein solches Ausloten ist unumgänglich, will man den Geist nicht nur verstehen, sondern auch seine Krankheit heilen können. Ger Groot lehrt Kulturphilosophie und philosophische Anthropologie an der Erasmus-Universität Rotterdam und ist Professor für Philosophie und Literatur an der Radboud Universität Nijmegen. <span id="more-3582"></span></p>
<p><strong>In der Psychologie geht es vor allem um Bedeutungen</strong></p>
<p>Ebenso wie Le Mettrie ist Sigmund Freud in erster Linie Arzt. Und mag das Unbewusste auch aus einem unbändigen Chaos psychischer Kräfte bestehen, die das „Ich“ mit knapper Not im Zaum halten kann, so besteht dieses Chaos doch nicht nur aus Kräften. In der Psychologie geht es vor allem um Bedeutungen – und um ihnen auf die Spur zu kommen, müssen sie dazu gebracht werden, sich selbst auszudrücken. So entwickelte sich Sigmund Freuds Heilmethode zu dem, was er „a talking cure“ genannt hat. </p>
<p>Ger Groot weiß: „Sigmund Freud steht in der Aufklärungstradition, die nach größtmöglicher Erkenntnis und Klarheit strebt.“ René Descartes hatte erkannt, dass die Leidenschaften für das menschliche Verhalten hilfreich sind, denn sie motivieren den Menschen zum Handeln. Aber sie müssen so weit wie möglich unter die klare Führung der Vernunft gebracht werden. Auch Sigmund Freud will den Einfluss des Unbewussten möglichst weitgehend zügeln, indem er diesen der Autorität des Bewusstseins unterstellt.</p>
<p><strong>Die Psychoanalyse stärkt das Ich</strong></p>
<p>Das „Es“, in dem die primären Triebe hausen, und das „Über-Ich“, das die internalisierte und daher gleichermaßen unbewusste Autorität des Vaters und Gottes beherbergt, müssen durchsichtig und daher für das „Ich“ verständlich gemacht werden. So erlangt der Mensch Einsicht in seine eigenen Triebfedern und sein Verhalten und kann sein Leben selbst in die Hand nehmen. Die freudianische Psychoanalyse wird im 20. Jahrhundert im Film, vor allem im Hollywoodfilm, ungeheuer populär. </p>
<p>Zum Beispiel wäre der Schluss von Alfred Hitchcocks „Psycho“ ohne die Psychoanalyse undenkbar gewesen. Ger Groot stellt fest: „Einblick in die Funktion des Unbewussten zu erlangen ist zugleich eine Form, es in den Griff zu bekommen und rational zu lenken.“ Das Augenmerk der psychotherapeutischen Anstrengung der Psychoanalyse, so schreibt Sigmund Freud, besteht darin, „das Ich zu stärken, es vom Über-Ich unabhängiger zu machen, sein Wahrnehmungsfeld zu erweitern und seine Organisation auszubauen, so dass es sich neue Stücke des Es aneignen kann. Wo Es war, soll Ich werden. Es ist Kulturarbeit wie die Trockenlegung der Zuydersee.“ Quelle: „Und überall Philosophie“ von Ger Groot</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Gedanken sind mit Emotionen verbunden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Apr 2022 01:00:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Geist]]></category>
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					<description><![CDATA[Thorsten Havener definiert einen Gedanken wie folgt: „Ein Gedanke ist eine Form, die unser Geist annehmen kann. Das kann richtig sein oder falsch, eine Fantasie, eine Erinnerung, eine Meinung, eine Ablehnung oder eine Vorliebe. Unsere Gedanken entstehen aufgrund äußerer Ereignisse, aber auch innerer gespeicherter Eindrücke.“ Die Reaktion eines Menschen hinsichtlich von äußeren Ereignissen ist auch abhängig von den gespeicherten Eindrücken wie beispielsweise negativen Erfahrungen, Erinnerungen, Meinungen. Die Gedanken sind mit Emotionen verbunden, die sowohl förderlich als auch hinderlich sein können. Die Gedanken und die damit verbundenen Emotionen können einerseits zu&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Thorsten Havener definiert einen Gedanken wie folgt: „Ein Gedanke ist eine Form, die unser Geist annehmen kann. Das kann richtig sein oder falsch, eine Fantasie, eine Erinnerung, eine Meinung, eine Ablehnung oder eine Vorliebe. Unsere Gedanken entstehen aufgrund äußerer Ereignisse, aber auch innerer gespeicherter Eindrücke.“ Die Reaktion eines Menschen hinsichtlich von äußeren Ereignissen ist auch abhängig von den gespeicherten Eindrücken wie beispielsweise negativen Erfahrungen, Erinnerungen, Meinungen. Die Gedanken sind mit Emotionen verbunden, die sowohl förderlich als auch hinderlich sein können. Die Gedanken und die damit verbundenen Emotionen können einerseits zu neuen Eindrücken führen oder auch bestehende Gedanken festigen. Das Handeln wird von Gedanken beeinflusst und umgekehrt beeinflusst das Handeln das Denken. Thorsten Havener ist Deutschlands bekanntester Mentalist. <span id="more-3479"></span></p>
<p><strong>Ein etablierter Ablauf lässt sich nur schwer ändern</strong></p>
<p>Jeder große Zaubertrick besteht aus drei Akten. Der erste Akt ist „die Ankündigung“ – der Magier zeigt etwas Gewöhnliches, aber natürlich ist es das gar nicht. Das Vorgeben, etwas sei ganz natürlich, was es in Wirklichkeit aber gar nicht ist, ist tatsächlich ein viel genutztes Mittel der Manipulation. Zuerst wird ein normaler Ablauf etabliert. Das dieser normale Ablauf in Wirklichkeit nur die Pforte für eine Manipulation ist, wird den Zuschauern erst viel später klar. </p>
<p>Den Satz „Das haben wir noch nie so gemacht“ oder natürlich auch „Das haben wir schon immer so gemacht“, kennen die meisten Menschen. Sie stehen diesen Sätzen oft deshalb so machtlos gegenüber, weil sich ein etablierter Ablauf sich einfach so schwer ändern lässt. Thorsten Havener erklärt: „Sehr beliebt ist hier die Technik, sich über einen kleinen Gefallen einen größeren zu erschleichen.“ Man kann sich auch selbst manipulieren, in dem Fall würde es Thorsten Havener jedoch eher als „Selbst-Suggestion“ bezeichnen. </p>
<p><strong>Ohne das passende Umfeld gibt es keine Manipulation</strong></p>
<p>Die funktioniert natürlich in zwei Richtungen. Man kann sich über seine limitierten Glaubenssätze und unbewussten Motivationen natürlich auch ständig selbst einflüstern, dass man seine Ziele nicht erreichen darf oder kann. Diese Muster der Selbst-Sabotage zu erkennen hat das Potenzial, das eigene Leben zu verändern. In der Regel braucht jede Manipulation mindestens ein Gegenüber, das in die Irre geführt wird. Wichtig ist dabei nicht, was wirklich passiert. Sondern wichtig ist was der andere denkt. </p>
<p>Thorsten Havener erläutert: „Ohne ein Umfeld also keine Beeinflussung und keine Manipulation.“ Als Mensch lebt man mit anderen Menschen zusammen, mit denen man sich verbindet. Wenn man nicht völlig isoliert lebt, befindet man sich im Austausch mit anderen Menschen und da findet automatisch auch Beeinflussung statt. Ein chinesisches Sprichwort sagt: „Jedes Ding hat drei Seiten: eine, die du siehst, eine, die ich sehe, und eine, die wir beide nicht sehen.“ Quelle: „Mach doch, was ich will“ von Thorsten Havener</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Vieles ist dem Geist verborgen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Feb 2021 02:00:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bewusstsein]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerung]]></category>
		<category><![CDATA[Geist]]></category>
		<category><![CDATA[Traum]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn Menschen das Gewicht vom äußeren auf den inneren Bereich des Bewusstseins verlagern, versinken sie in sich selbst. Und indem sie in sich selbst versinken, versinken sie auch in der Vergangenheit. David Gelernter erläutert: „Unser subjektives Ich ist ein Subjekt. Dieses befindet sich in der Zeit wie eine Straße oder ein Baum im Raum. Das Leben eines Menschen ist eine Art Dorf in der Zeit. Dazu gehören tausend kleine in die Zeitlandschaft gesprenkelten Gebäude, von denen die meisten in der frühen Kindheit entstanden.“ Jedes Leben enthält Augenblicke, die dem menschlichen&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Menschen das Gewicht vom äußeren auf den inneren Bereich des Bewusstseins verlagern, versinken sie in sich selbst. Und indem sie in sich selbst versinken, versinken sie auch in der Vergangenheit. David Gelernter erläutert: „Unser subjektives Ich ist ein Subjekt. Dieses befindet sich in der Zeit wie eine Straße oder ein Baum im Raum. Das Leben eines Menschen ist eine Art Dorf in der Zeit. Dazu gehören tausend kleine in die Zeitlandschaft gesprenkelten Gebäude, von denen die meisten in der frühen Kindheit entstanden.“ Jedes Leben enthält Augenblicke, die dem menschlichen Geist verborgen sind. Die meisten von ihnen bekommt man nie zu Gesicht, aber manchen begegnet man noch einmal. Man ruft die Erinnerungen manchmal nicht nur ab, sondern bewohnt sie noch einmal. David Gelernter ist Professor für Computerwissenschaften an der Yale University. <span id="more-2510"></span></p>
<p><strong>Vor dem Traum tritt der Mensch in alte Erinnerungen ein</strong></p>
<p>Die gespenstige Fähigkeit, noch einmal in Erinnerungen aus vergangenen Zeiten einzutreten und sie nicht nur zu kennen, sondern auch noch einmal zu erleben, ist ein bestimmendes Merkmal der geistigen Realität. Solche Augenblicke vergangener Zeiten werden in einem Menschen hinter verschlossenen Türen auf ewig bewahrt. Wenn ein Mensch tief genug taucht, kann er die Türen finden. Dann kann er das Schloss öffnen und noch einmal in die unverhüllte Vergangenheit eintreten. Genau wie er sie beim ersten Mal erlebt hat.</p>
<p>Wenn sich ein Mensch dem Schlaf nähert, durchläuft sein Geist eine Reihe seltsamer Zustände, an die er sich fast nie erinnert. Jenseits der Schwelle zur Halluzination, halluziniert man, als würde man träumen. Aber die Entstellungen des tatsächlichen Träumens haben noch nicht begonnen. Man tritt in alte Erinnerungen ein, wie sie wirklich angelegt sind, und nicht in ihre veränderte Traumform. David Gelernter erklärt: „Insgeheim wurden wir dabei in der Zeit zurück bis zu Situationen geleitet von denen wir glaubten, sie seien für immer vergangen.“</p>
<p><strong>In den Träumen kehrt die Vergangenheit zurück</strong></p>
<p>Im Schlaf wechselt der Mensch von der äußeren in die innere Realität. Eine Studie über den zeitlichen Bezug von Träumen aus dem Jahr 1965 von Paul Verdone kommt zu folgendem Ergebnis: „In den ersten 3,5 Stunden der Schlafperiode bezogen sich die Traumberichte auf Elemente, die in der Realität während der letzten Woche aufgetreten waren; in den nächsten 4 Stunden bewegte sich der zeitliche Bezug zurück zu immer entfernteren Ereignissen …, bis sich nach ungefähr 7,5 Stunden der Schlafperiode der zeitliche Bezug wieder in Richtung kürzer zurückliegender Ereignisse umkehrt.</p>
<p>In den Gedanken beim Einschlafen und in den Träumen kehrt die Vergangenheit zurück. Dort befindet man sich wieder in der Gegenwart von Menschen, die man liebt und die nicht mehr da sind – oder zwischen Menschen oder an Orten, die zentrale Bestandteile der Kindheit waren. Man durchlebt diese Erfahrungen, und doch sind sie einem nicht zugestoßen, weil man sich nicht an sie erinnert. Aber wiederholte Erlebnisse dieser Art können das Ich auf andere Weise verändern: Sie können die eigene Persönlichkeit durch direkten Druck belasten, oder sie hinterlassen in einem Menschen das unheimliche Gefühl, dass unmittelbar hinter dem Horizont etwas Wichtiges geschehen ist. Quelle: „Gezeiten des Geistes“ von David Gelernter</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Bewusstsein und Gedächtnis bilden den Geist</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Jan 2021 07:03:27 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Bewusstsein]]></category>
		<category><![CDATA[Gedächtis]]></category>
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					<description><![CDATA[Der bewusste Geist und das Gedächtnis haben jeweils eigene Funktionen, aber für die Funktionsfähigkeit des Ganzen ist entscheidend, wie sie zusammenwirken. Wenn ein Mensch denkt, taucht er immerzu in Erinnerungen hinab. David Gelernter erläutert: „Rückgriffe auf das Gedächtnis sind ein Teil des Denkens.“ Zwischen Wahrnehmung und Erinnerungsvermögen findet ein ständiger Austausch statt. Aber wie funktioniert das Erinnern? Ein äußeres Ereignis oder ein Gedanke kann als Stichwort für eine Erinnerung dienen und dafür sorgen, dass man sich erinnert. Freie Assoziationen können oberflächlich sein oder tief gehen. Häufig führt die flache Variante&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der bewusste Geist und das Gedächtnis haben jeweils eigene Funktionen, aber für die Funktionsfähigkeit des Ganzen ist entscheidend, wie sie zusammenwirken. Wenn ein Mensch denkt, taucht er immerzu in Erinnerungen hinab. David Gelernter erläutert: „Rückgriffe auf das Gedächtnis sind ein Teil des Denkens.“ Zwischen Wahrnehmung und Erinnerungsvermögen findet ein ständiger Austausch statt. Aber wie funktioniert das Erinnern? Ein äußeres Ereignis oder ein Gedanke kann als Stichwort für eine Erinnerung dienen und dafür sorgen, dass man sich erinnert. Freie Assoziationen können oberflächlich sein oder tief gehen. Häufig führt die flache Variante zu etwas tiefer Liegendem. Durch oberflächliche Gedankenstreifzüge können oft tiefergehende freie Assoziationen entstehen, ja sogar manchmal ein Denken in Themenkreisen. Bei solche tiefergehenden Assoziationen führt eine Erinnerung als Ganzes zur nächsten. David Gelernter ist Professor für Computerwissenschaften an der Yale University. <span id="more-2479"></span></p>
<p><strong>Das Gedächtnis wird auch das Unterbewusste genannt</strong></p>
<p>Denken in Themenkreisen ist also eine Abfolge miteinander verbundenen Erinnerungen. Es tritt immer ein, wenn der bewusste Geist seinen Griff gelockert hat und das Gedächtnis seinen eigenen Weg gehen lässt. Ansonsten handelt der bewusste Geist – dies ist nicht die Domäne des Seins, sondern des Tuns. Wie entscheidet ein Mensch, was seiner Aufmerksamkeit bedarf? In der Regel befolgt er einfach eine Routine. Plötzlich lässt ein drängendes Problem einen Menschen plötzlich innehalten, und die Gefühle machen sich bemerkbar.</p>
<p>Häufig aber trifft man Entscheidungen ganz locker: Was zuerst auftaucht, bekommt als Erstes die Aufmerksamkeit. In der Regel bemerkt man selbst kaum, dass man Entscheidungen trifft. Der Geist besteht aus Bewusstsein, das sich aus Denken und Fühlen zusammensetzt und dem Gedächtnis, das auch das Unterbewusste genannt wird. Die Vernunft ist in der Regel der beste Weg, um Probleme zu lösen, mit denen man nicht vertraut ist, oder um sich für die richtige Reaktion zu entscheiden. Bevor man sich aber an das vernünftige Nachdenken macht, stellt man eine Routineprüfung an.</p>
<p><strong>Abstraktion führt zu Prägnanz</strong></p>
<p>Findet man keine Lösung, ohne nachzudenken, wird man seine Probleme und Pläne rational durchdenken. Rational bedeutet logisch und systematisch und, soweit möglich, abstrahierend. David Gelernter erklärt: „Mit anderen Worten: Wir verlieren uns nicht in unbedeutenden Details, sondern kommen geradewegs zur Sache, geradewegs zum Kern der Angelegenheit.“ Abstraktion führt zu Prägnanz. Abstraktion bedeutet, dass man Details und Sonderfälle übergeht. Eine hohe analytische Intelligenz, ein hoher Intelligenzquotient verleiht einem Menschen Schnelligkeit.</p>
<p>Schnell sind solche Menschen, weil sie souverän Abstraktionen erstellen und auf höchstem Niveau anwenden – sie nutzen diejenige Abstraktion, die ihnen vielversprechend erscheint. Abstraktion ist der Vorgang, der den rationalen Geist definiert. Beim rationalen Denken ist man wie bei allen Denkvorgängen auf die ständige Abfrage des Gedächtnisses angewiesen. David Gelernter betont: „Rückgriffe auf die Erinnerung sind für alle Formen des Denkens gewissermaßen die Luft zum Atmen.“ Quelle: „Gezeiten des Geistes“ von David Gelernter</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Der Geist ist zuständig für Assoziationen</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/der-geist-ist-zustaendig-fuer-assoziationen.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Jan 2021 06:30:09 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Assoziationen]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerungen]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Assoziation wurde als Kerneigenschaft des Geistes angesehen, seit die frühesten Philosophen zu verstehen versuchten, wie die Menschen ticken. Julia Shaw erklärt: „Die sogenannten Assoziationsgesetze beruhen auf einem Konzept Platons. Aristoteles schrieb sie im Jahr 300 vor Christus offiziell als Gesetze fest.“ Er sah sie als Prinzipien an, die jeglichem Lernen zugrunde liegen. Wobei Lernen natürlich ein Prozess der Erinnerung ist. Aristoteles beschreibt in seiner Schrift „Gedächtnis und Erinnerung“ vier Assoziationsgesetze. Das erste ist das Gesetz der Ähnlichkeit – das Erleben oder Erinnern eines Objekts ruft die Erinnerung an Dinge&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Assoziation wurde als Kerneigenschaft des Geistes angesehen, seit die frühesten Philosophen zu verstehen versuchten, wie die Menschen ticken. Julia Shaw erklärt: „Die sogenannten Assoziationsgesetze beruhen auf einem Konzept Platons. Aristoteles schrieb sie im Jahr 300 vor Christus offiziell als Gesetze fest.“ Er sah sie als Prinzipien an, die jeglichem Lernen zugrunde liegen. Wobei Lernen natürlich ein Prozess der Erinnerung ist. Aristoteles beschreibt in seiner Schrift „Gedächtnis und Erinnerung“ vier Assoziationsgesetze. Das erste ist das Gesetz der Ähnlichkeit – das Erleben oder Erinnern eines Objekts ruft die Erinnerung an Dinge hervor, die diesem Objekt ähnlich sind. Das zweite ist das Gesetz des Gegensatzes. Das Erleben oder Erinnern eines Objekts weckt die Erinnerung an Dinge, die konträr zu ihm sind. Die Rechtspsychologin Julia Shaw lehrt und forscht an der London South Bank University. <span id="more-2478"></span></p>
<p><strong>Hermann Ebbinghaus untersuchte die Erinnerungen</strong></p>
<p>Das dritte ist das Gesetz der Kontiguität – das Erleben oder Erinnern eines Objekts ruft die Erinnerung an Dinge wach, die ursprünglich zusammen mit diesem Objekt erfahrbar waren. Das vierte Gesetz ist das der Häufigkeit – je öfter zwei Dinge gemeinsam erfahren werden, desto wahrscheinlicher wird es sein, dass das Erleben oder Erinnern des einen auch die Erinnerung an das andere hervorruft. Man kann diese Gesetze noch heute in vielen Konzeptualisierungen von Gedächtnis erkennen.</p>
<p>Rund 2.000 Jahre lang hielt man diese Gesetze für richtig, aber ihre Bedeutung wurde weitgehend trivialisiert. Zumindest, bis sie im 17. Jahrhundert John Locke wieder zum Leben erweckte und dann im späten 19. Jahrhundert erneut von Hermann Ebbinghaus. Julia Shaw erläutert: „Ebbinghaus war zu seiner Zeit ein Pionier, er gehörte zu den ersten, die höhere kognitive Funktionen auf experimentelle Weise untersuchten.“ Er fand eine neue Methode, die Entwicklung von Erinnerungen zu untersuchen.</p>
<p><strong>Bestimmte Erinnerungen erhöhen die Aktivität des Geistes</strong></p>
<p>Hermann Ebbinghaus lernte sinnfreie Silben. Solche Silben sind Buchstabenfolgen wie etwa OOB oder KOJ. Der Forscher dachte, sie wären leicht zu memorieren. Und zudem wären keine Assoziationen mit ihnen verbunden. Er wählte sie aus, weil er glaubte, sie würden die Ergebnisse nicht durch einen bereits bekannten Sinn verzerren, denn ein solcher Sinn würde die Erinnerung an einige von ihnen erleichtern. Seine Annahme wurde zwar inzwischen angefochten, aber sein Versuch war nichtsdestotrotz sehr löblich.</p>
<p>Im Jahr 1885 fasste Hermann Ebbinghaus seine Ergebnisse zusammen und veröffentlichte sein Hauptwerk „Über das Gedächtnis“. Das moderne Konzept der Aktivierung durch Assoziation ist eine Erweiterung der ursprünglichen Aussagen von Aristoteles und Hermann Ebbinghaus. Es beinhaltet die Vorstellung, dass es eine erhöhte Aktivität bei bestimmten Erinnerungen gibt, wenn man andere, begrifflich ähnliche Gedanken oder Erfahrungen verarbeitet. Man geht inzwischen davon aus, dass Individuen eine Reihe von häufig benutzten Wörtern und Ideen haben. Quelle: „Das trügerische Gedächtnis“ von Julia Shaw</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Fühlen und Gedächtnis gehören zusammen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Dec 2020 09:13:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Denken]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerungen]]></category>
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					<description><![CDATA[Fühlen ist ein Resultat des bewussten Geistes. Gedächtnis ist das Nachbarland. Man kann aber das Gedächtnis nicht verstehen, wenn man nicht versteht, wie das Fühlen dazu beiträgt, dass Erinnerung funktioniert. David Gelernter erklärt: „Während ein Aspekt vieler Erinnerungen eine Abstraktion liefert, können alle Aspekte einer Erinnerung ein Gefühl liefern.“ Manche Erlebnisse sind kompakt und einfach. Andere haben viele Teile. Der Unterschied liegt vor allem darin, wie man jedes Ereignis erleben will und mit welchem Tempo man sich bewegt. Ein Gefühl oder eine Stimmung ist die Zusammenfassung einer Szene, die einen&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Fühlen ist ein Resultat des bewussten Geistes. Gedächtnis ist das Nachbarland. Man kann aber das Gedächtnis nicht verstehen, wenn man nicht versteht, wie das Fühlen dazu beiträgt, dass Erinnerung funktioniert. David Gelernter erklärt: „Während ein Aspekt vieler Erinnerungen eine Abstraktion liefert, können alle Aspekte einer Erinnerung ein Gefühl liefern.“ Manche Erlebnisse sind kompakt und einfach. Andere haben viele Teile. Der Unterschied liegt vor allem darin, wie man jedes Ereignis erleben will und mit welchem Tempo man sich bewegt. Ein Gefühl oder eine Stimmung ist die Zusammenfassung einer Szene, die einen oder mehrere Aspekte vieler Erinnerungen komprimiert. Eine solche Gefühlszusammenfassung kann wie der Köder an einem Haken sein, mit dem man aus dem tiefen Ozean seines Gedächtnisses eine bestimmte Erinnerung herausfischt. David Gelernter ist Professor für Computerwissenschaften an der Yale Universität. <span id="more-2463"></span></p>
<p><strong>Erinnerungen benötigen einen Ausgangspunkt</strong></p>
<p>Man kann eine Erinnerung nicht abrufen, wenn man nicht von irgendetwas ausgeht. Irgendetwas muss einen Menschen dorthin führen – ein Anhaltspunkt, ein Fragment der Szene, eine Assoziation. Bei geringer Konzentration führen Zusammenfassungen von Gefühlen zu Erinnerung, die ansonsten verloren gegangen wären. Ohne die Gefühle als Köder gäbe es keinen Weg, sie wiederzufinden. Die Tatsache, dass Gefühle eine Rolle als Zusammenfassungen oder Abstraktionen spielen, ist für David Gelernter eine tiefgreifende, grundlegende Erkenntnis über den Geist.</p>
<p>Man kann einen Menschen ansehen und sich daran erinnern, dass man ihm zuvor schon einmal begegnet ist. Man kann an einen Ort reisen und sich an Dinge erinnern, die man mit diesem Ort assoziiert. Der Geist hat die Fähigkeit, aus vielen Elementen einer Erinnerung eine einzige, zusammenfassende Stimmung herauszudestillieren – genau wie er ein Element vieler Erinnerungen auf eine Matrize oder Abstraktion reduzieren kann. Alle Details eines Ortes erzeugen gemeinsam ein bestimmtes Ambiente, eine Stimmung oder ein Gefühl.</p>
<p><strong>Rückgriffe auf das Gedächtnis sind ein Teil des Denkens</strong></p>
<p>David Gelernter stellt fest: „Und mit diesem Gefühl als Suchschlüssel können wir andere Erinnerungen finden, die mit der gleichen Stimmung markiert sind.“ Bewusstsein kann destillieren und synthetisierend: Das ist eine der wichtigsten Fähigkeiten des Geistes und ein zentraler Aspekt von Gedächtnis und Erinnerung. Bewusster Geist und Gedächtnis haben jeweils eigene Funktionen, aber für die Funktionsfähigkeit des Ganzen ist entscheidend, wie sie zusammenwirken. Wenn man denkt, taucht man immerzu in Erinnerungen ein.</p>
<p>Rückgriffe auf das Gedächtnis sind ein Teil des Denkens. Zwischen Wahrnehmung und Erinnerungsvermögen findet ein ständiger Austausch statt. Heute sind die meisten Forscher generell davon überzeugt, dass die Wahrnehmung äußerer Reize ohne einen gewissen Abgleich dieser Reize mit Inhalten des Langzeitgedächtnisses nicht effizient funktionieren könnte. Ein äußeres Ereignis oder ein Gedanke kann als „Erinnerungsstichwort“ dienen und dafür sorgen, dass man sich an einen Ort, ein Ereignis oder einen Menschen erinnert. Quelle: „Gezeiten des Geistes“ von David Gelernter</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Das Unbewusste sollte mit Respekt behandelt werden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2020 10:13:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Geist]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Unbewusstes]]></category>
		<category><![CDATA[Unterbewusstsein]]></category>
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					<description><![CDATA[Der berühmte amerikanische Schriftsteller Norman Mailer hielt sein Unbewusstes für einen vollwertigen Partner bei seinen schriftstellerischen Projekten. Er sah in ihm einen Gefährten, der es verdiente, mit Respekt behandelt zu werden. John Bargh weiß: „Er war der festen Überzeugung, dass er eine verlässliche, vertrauensvollen Beziehung zu den verborgenen Sphären seines Geistes eingehen musste.“ Das Unbewusste erkennt die wichtigen Ziele eines Menschen daran, wie oft er bewusst an sie denkt und wie viel Zeit und Mühe er für sie aufwendet. Die persönlichen Werte, Gefühle und Entscheidungen werden dann vor allem bei&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der berühmte amerikanische Schriftsteller Norman Mailer hielt sein Unbewusstes für einen vollwertigen Partner bei seinen schriftstellerischen Projekten. Er sah in ihm einen Gefährten, der es verdiente, mit Respekt behandelt zu werden. John Bargh weiß: „Er war der festen Überzeugung, dass er eine verlässliche, vertrauensvollen Beziehung zu den verborgenen Sphären seines Geistes eingehen musste.“ Das Unbewusste erkennt die wichtigen Ziele eines Menschen daran, wie oft er bewusst an sie denkt und wie viel Zeit und Mühe er für sie aufwendet. Die persönlichen Werte, Gefühle und Entscheidungen werden dann vor allem bei wichtigen Zielen so zurechtgebogen, wie es zur Erreichung dieser Ziele am dienlichsten ist. Das hat zur Folge, dass sich die eigenen Ansichten und Einstellungen in einigen Punkten radikal ändern können. Prof. Dr. John Bargh ist Professor für Psychologie an der Yale University, wo er das Automaticity in Cognition, Motivation, and Evaluation (ACME) Laboratory leitet. <span id="more-2408"></span></p>
<p><strong>Der Geist arbeitet an der Zukunft eines Menschen</strong></p>
<p>Hinter den Kulissen arbeiten die Menschen unbewusst an ihren wichtigsten Zielen. Sie nutzen die Auszeiten am Tag, in denen das Bewusstsein mit keiner anderen Aufgabe beschäftigt ist, und diejenigen nachts, während sie schlafen. Wie ein Wachposten halten sie stets aufmerksam Ausschau nach Informationen, die für dieses Ziel relevant sind, und registrieren potenziell nützliche Ereignisse und Objekte. Diese würden sie sonst vielleicht übersehen. Und sie versuchen, Antworten zu finden, die sich beim bewussten Nachdenken einfach nicht einstellen wollen.</p>
<p>Unterhalb der bewussten Wahrnehmung arbeitet der Geist fortwährend an der Zukunft eines Menschen. Tatsächlich haben die Neurowissenschaften gezeigt, dass dies der Standardmodus des Geistes ist. Wenn nichts anderes geschieht, verbringt er damit seine Zeit. John Bargh erläutert: „Er arbeitet an wichtigen Problemen, die in der Vergangenheit oder der Gegenwart noch nicht gelöst worden sind, aber gelöst werden müssen. Er führt uns auf jede erdenkliche Weise in eine Zukunft, in der wir unsere wichtigen Ziele erreichen, unseren wichtigen Bedürfnisse gestillt und unsere wichtigsten Probleme behoben haben.“</p>
<p><strong>Die Kreativität lebt von unbewussten spontanen Einfällen</strong></p>
<p>In Phasen des unbewussten Denkens gelingt es Menschen besser, viele verschiedene relevante Merkmale und Informationselemente zu kombinieren und zu integrieren. Und bei den ersten Untersuchungen der Kreativität, der menschlichen Fähigkeit, unkonventionelle Lösungen für scheinbar unlösbare Probleme  und Dilemmata zu finden, hat sich folgendes herausgestellt. Solche Lösungen bringen Menschen oftmals durch unbewusste spontane Einfälle oder Aha-Erlebnisse hervor, die dann in vollständiger Form ans Bewusstsein übermittelt werden.</p>
<p>Viele Menschen kleben zu sehr am üblichen Verwendungszweck eines Objekts, sodass ihnen andere, kreativere Einsatzmöglichkeiten entgehen. Dies geschieht besonders, wenn sie unter Zeitdruck stehen oder im Stress sind. Der amerikanische Psychologe Norman Maier fand heraus, dass unbewusste Mechanismen bei der Problemlösung im Vergleich zum bewussten Denken weniger durch einen Aufmerksamkeitsfokus eingeschränkt sind. Deshalb ermöglichen sie manchmal neuartige Lösungen, wo dies dem bewussten logischen Denken nicht gelingt. Quelle: „Vor dem Denken“ von John Bargh</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Gefühle beeinflussen den Geist</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Oct 2020 08:22:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühle]]></category>
		<category><![CDATA[Geist]]></category>
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		<category><![CDATA[Schmerz]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn ein Mensch verletzt ist und Scherzen hat, kann er etwas dagegen tun. Ganz gleich, was die Ursache der Verletzung ist oder wie sich der Schmerz im Einzelnen anfühlt. Antonio Damasio fügt hinzu: „Das Spektrum der Situationen, die beim Menschen Leid verursachen können, umfasst nicht nur körperliche Wunden. Sondern sie umfasst auch die Verletztheit, die wir empfinden, wenn wir einen geliebten Menschen verloren oder eine Demütigung erlitten haben.“ Die Fülle derartiger Erinnerungen erhält das Leiden aufrecht und verstärkt es zugleich. Das Gedächtnis trägt dazu bei, dass ein Mensch die Situation&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ein Mensch verletzt ist und Scherzen hat, kann er etwas dagegen tun. Ganz gleich, was die Ursache der Verletzung ist oder wie sich der Schmerz im Einzelnen anfühlt. Antonio Damasio fügt hinzu: „Das Spektrum der Situationen, die beim Menschen Leid verursachen können, umfasst nicht nur körperliche Wunden. Sondern sie umfasst auch die Verletztheit, die wir empfinden, wenn wir einen geliebten Menschen verloren oder eine Demütigung erlitten haben.“ Die Fülle derartiger Erinnerungen erhält das Leiden aufrecht und verstärkt es zugleich. Das Gedächtnis trägt dazu bei, dass ein Mensch die Situation in eine imaginäre Zukunft projizieren und sich die Folgen ausmalen kann. Antonio Damasio ist Professor für Neurowissenschaften, Neurologie und Psychologie an der University of Southern California und Direktor des dortigen Brain and Creative Institute. <span id="more-2402"></span></p>
<p><strong>Menschen können Schmerz und Freude erleben</strong></p>
<p>Menschen waren schon immer imstande, auf ihr Leiden zu reagieren, indem sie zunächst versuchten, ihre missliche Lage zu verstehen. Und indem sie dann für Ausgleich, Korrektur oder sonstwie effektive Abhilfe sorgten. Menschen konnten nicht nur Schmerz erleiden, sondern auch das genaue Gegenteil – Freude und Begeisterung – erleben. Und das in vielfältigen Situationen vom Einfachen und Banalen bis hin zum Erhabenen – von der Freude als Reaktion auf Geschmack und Geruch, auf Essen, Wein bis hin zu Sex und körperlichem Wohlbehagen.</p>
<p>Freude und Begeisterung stellt sich auch beim Wunder des Spielens oder dem Staunen und den erhabenen Gefühlen, die bei der Betrachtung einer Landschaft entstehen, ein. Oder wenn man eine anderen Menschen bewundert sowie tiefe Zuneigung zu ihm empfindet. Antonio Damasio ergänzt: „Ebenso haben die Menschen entdeckt, dass Machtausübung, Dominanz und sogar die Vernichtung anderer, nicht zur zu schierem Chaos und Zerstörung führen, sondern auch strategisch von Vorteil sein oder gar Vergnügen bereiten können.“</p>
<p><strong>Die Gefühle stufen das Leben positiv oder negativ ein</strong></p>
<p>Auch solche Gefühle wurden von Menschen zu einem praktischen Zweck genutzt: Sie waren der Antrieb zu der grundsätzlichen Frage, warum es Schmerzen überhaupt gibt. Und vielleicht rätselte man deshalb auch über den grotesken Umstand, dass das Leiden anderer unter bestimmten Umständen für Wohlbefinden sorgt. Vielleicht nutzten die Menschen verwandte Gefühle wie Furcht, Überraschung, Wut, Traurigkeit und Mitgefühl als Orientierung. Dadurch möchten sie Wege finden, wie man dem Leiden und seinen Ursachen entgegenwirken kann.</p>
<p>Warum gelingt es den Gefühlen, den menschlichen Geist so zu beeinflussen, dass er vorteilhaft handelt? Antonio Damasio kennt die Antwort auf diese Frage: „Ein Grund liegt in der Beobachtung dessen, was Gefühle im Geist bewirken und für den Geist tun. Ohne dass ein einziges Wort gesprochen wird, teilen Gefühle dem Geist unter normalen Umständen in jedem einzelnen Augenblick mit, ob der Lebensprozess in dem zugehörigen Körper in eine gute oder schlechte Richtung verläuft. Damit stufen die Gefühle den Lebensprozess auf natürlichem Wege danach ein, ob er dem Wohlbefinden und Gedeihen dienlich ist oder nicht.“ Quelle: „Am Anfang war das Gefühl“ von Antonio Damasio</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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