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	<title>Gedanken &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Gefühle wie Gedanken haben einen Inhalt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Sep 2024 01:00:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Empfindungen]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
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					<description><![CDATA[Anders als Gedanken besitzen Gefühle eine phänomenale Qualität, sie werden aus der Perspektive dessen, der sie hat, auf bestimmte Weise erfahren. Christoph Demmerling erklärt: „Es klänge eigenartig zu sagen, ich habe Angst, fühle das aber nicht. Das Gefühl der Angst ist etwas anderes als der Gedanke, dass man sich gerade in einer gefährlichen Situation befindet.“ Gefühle sind aber nicht nur von Gedanken zu unterscheiden, sondern auch von bloßen Empfindungen wie einem Kälteschauer oder einem Schmerz. Denn anders als Empfindungen haben Gefühle wie Gedanken einen Inhalt, sie sind auf Sachverhalte oder&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Anders als Gedanken besitzen Gefühle eine phänomenale Qualität, sie werden aus der Perspektive dessen, der sie hat, auf bestimmte Weise erfahren. Christoph Demmerling erklärt: „Es klänge eigenartig zu sagen, ich habe Angst, fühle das aber nicht. Das Gefühl der Angst ist etwas anderes als der Gedanke, dass man sich gerade in einer gefährlichen Situation befindet.“ Gefühle sind aber nicht nur von Gedanken zu unterscheiden, sondern auch von bloßen Empfindungen wie einem Kälteschauer oder einem Schmerz. Denn anders als Empfindungen haben Gefühle wie Gedanken einen Inhalt, sie sind auf Sachverhalte oder Objekte in der Welt bezogen, sie handeln von etwas und präsentieren Sachverhalte und Objekte in einem bestimmten Licht. Univ.-Prof. Dr. Christoph Demmerling lehrt Philosophie mit dem Schwerpunkt Theoretische Philosophie an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena. <span id="more-5640"></span></p>
<p><strong>Gefühle wie Gedanken weisen einen Weltbezug auf</strong></p>
<p>Gefühle sind – wie die Philosophen sagen – intentionale Zustände, das heißt sie sind auf etwas gerichtet. Christoph Demmerling erläutert: „Viele Argumente sprechen dafür, dass Gefühle wie Gedanken und im Unterschied zu Empfindungen einen Weltbezug aufweisen, der allerdings anders zu explizieren ist als der Weltbezug eines Gedankens.“ Mit einem Gefühl ist man nicht nur auf etwas gerichtet oder bezogen, etwas präsentiert sich nicht nur als so oder so, sondern in diesem Bezogen-Sein geht es um etwas, jemand ist betroffen, und der Bezug manifestiert sich auf eine qualitative Art und Weise, er wird verspürt.</p>
<p>Christoph Demmerling stellt fest: „Mit qualitativen Erfahrungen eröffnen sich für die Wesen, die sie haben, ein Bedeutsamkeitshorizont. Im Licht eines Gefühls präsentiert sich etwas auf eine bedeutsame Weise als – grob gesprochen – gut oder schlecht.“ Im Fall von Gefühlen sind der intentionale Aspekt und die qualitative Dimension von vornherein miteinander verwoben. Gefühle lassen sich als qualitatives Gewahrsein von etwas auffassen. Anders als ein bloßes Gewahr-Werden oder Sehen ist das Gefühl der Angst auf eine spezifische Weise auf etwas in der Welt gerichtet.</p>
<p><strong>Hass hat zunächst eine durchaus „positive“ Funktion</strong></p>
<p>Für diesen Umstand – man bezieht sich auf etwas im Lichte einer Emotion – hat sich die Rede von einer „affektiven Intentionalität“ eingebürgert. Christoph Demmerling weiß: „Wer ein Gefühl hat, wird von etwas betroffen. Durch ein Gefühl tritt ein Weltausschnitt in den Blick, und Gefühle machen deutlich, was einem wirklich wichtig ist. Das gilt auch für den Hass.“ Ebenso wie andere Gefühle, hat Hass zunächst einmal durchaus eine „positive“ Funktion, indem sich vermöge seiner die Welt in einem bestimmten Licht präsentiert.</p>
<p>Wer hasst, der sieht etwas, was andere nicht sehen. Selbst wenn man das Widerwärtige und Hassenswerte, das der Hassende zu sehen vorgibt, als Ergebnis einer subjektiven Projektion betrachtet, dem auf der Seite des gehassten Objekts keine Eigenschaft entspricht, könnte man dem Hass immer noch einen Erkenntniswert zubilligen: Er informiert den Hassenden darüber, was für ihn auf negative Weise von Belang ist und was nicht gewollt beziehungsweise abgelehnt wird. Quelle: „Feindselige Gefühle“ von Christoph Demmerling in Philosophicum Lech Band 24 „Der Hass“, herausgegeben von Konrad Paul Liessmann</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Gedanken und Gefühle bilden eine Einheit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Jun 2024 01:00:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Denken]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
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					<description><![CDATA[Laut Reinhard K. Sprenger gibt es keinen Unterschied zwischen rationalem Erkennen und emotionalen Erfühlen. Es sind zwei Seiten einer Medaille. Deshalb kann ein Mensch seine Gefühle in Konflikten durchaus beeinflussen, indem er seine Gedanken ändert. Reinhard K. Sprenger erläutert: „Nur das Zusammenspiel von Gedanken und Gefühlen gibt Ihnen die Möglichkeit, sich in einer wandelnden Umwelt selbst als Einheit zu erleben.“ Studien haben vielfach nachgewiesen, dass die Dominanz der Gefühle im Konfliktfall zu einer gefährlichen Über-Vereinfachung des Konfliktgegenstandes führt. Man „erspart“ sich gleichsam die komplexen Zusammenhänge, kocht die Suppe auf einen&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Laut Reinhard K. Sprenger gibt es keinen Unterschied zwischen rationalem Erkennen und emotionalen Erfühlen. Es sind zwei Seiten einer Medaille. Deshalb kann ein Mensch seine Gefühle in Konflikten durchaus beeinflussen, indem er seine Gedanken ändert. Reinhard K. Sprenger erläutert: „Nur das Zusammenspiel von Gedanken und Gefühlen gibt Ihnen die Möglichkeit, sich in einer wandelnden Umwelt selbst als Einheit zu erleben.“ Studien haben vielfach nachgewiesen, dass die Dominanz der Gefühle im Konfliktfall zu einer gefährlichen Über-Vereinfachung des Konfliktgegenstandes führt. Man „erspart“ sich gleichsam die komplexen Zusammenhänge, kocht die Suppe auf einen simplen Punkt herunter, um ihn umso effektvoller präsentieren zu können. Das sollten man sich und seinem Konfliktpartner mit Blick auf einen weiterer gemeinsamen Weg nicht antun. Reinhard K. Sprenger, promovierter Philosoph, ist einer der profiliertesten Führungsexperten Deutschlands. <span id="more-5492"></span></p>
<p><strong>Denken ohne Gegensätze ist nicht möglich</strong></p>
<p>Beim Rechthaben arbeitet der Verstand in zwei Schritten. Erstens: Er öffnet die Augen und beobachtet die Welt. Genau genommen fasst er nur Teile der Welt ins Auge, was man gemeinhin „selektive Wahrnehmung“ nennt. Reinhard K. Sprenger ergänzt: „Er wählt aus der Gesamtheit aller beobachtbaren Dinge jene aus, die ihm wichtig erscheinen. Deshalb nehmen wir zunächst wahr, was uns emotional entgegenkommt. Das ist ein Akt der Unterscheidung.“ </p>
<p>Gewisse Dinge treten in den Vordergrund, andere bleiben in der Kulisse. Danach spaltet der Verstand das Ausgewählte in zwei Seiten – die Gegensätze. Denn Denken ohne Gegensätze ist nicht möglich. Reinhard K. Sprenger erklärt: „Der Verstand ordnet die Welt in Oppositionen, spitzt Unterscheidungen zu Gegensätzen zu, Gegensätze zu Widersprüchen.“ Auf welche Seite des Gegensatzpaares wird er sich stellen? Natürlich auf die richtige, die gute – und hat so ein „Innen“ geschaffen.</p>
<p><strong>In der „Entzweiung“ liegt der Beginn des Konflikts</strong></p>
<p>Der zweite Akt dieses Prozesses ist die Bewertung. Damit hat der Verstand auch ein „Außen“ bestimmt, etwas, das weniger Geltung beanspruchen kann. Reinhard K. Sprenger formuliert es noch einmal anders: „Jeder Standpunkt, den der Verstand einnimmt, erschafft mit mechanischer Zuverlässigkeit sein eigenes Gegenteil. Weil er etwas braucht, von dem er sich absetzen kann.“ Am Beginn allen Denkens steht also die „Entzweiung“. Hier liegt der Beginn des Konflikts.</p>
<p>Wenn diese andere Seite in der eigenen Person selbst liegt, erlebt man das als innere Zerrissenheit. Wenn diese andere Seite von einem anderen Menschen vertreten wird, gibt man dieser Person unrecht. Und man kann sicher sein, dass es immer jemanden gibt, der genau diese andere, die von einem selbst abgewertete Seite bevorzugt. Reinhard K. Sprenger weiß: „Jeder Mensch unterscheidet nun einmal anders. Manchmal will man sich ja auch nur unterscheiden von jenen, die unterscheiden: zwischen Weißen und Schwarzen, Frauen und Männern, Hiesigen und Fremden.“ Quelle: „Magie des Konflikts“ von Reinhard K. Sprenger</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Vorurteile können sich im Kopf festsetzen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Feb 2024 02:00:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
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					<description><![CDATA[Es liegt in der Natur der Menschen, dass die negative Gedanken nur schwer vertreiben können, wenn sie erst einmal darauf fixiert sind. Man könnte sogar sagen, dass sie sich dann im Großen und Ganzen eher verstärken. Shunmyo Masuno weiß: „Wenn man die Dinge jedoch zu dem Punkt zurückverfolgt, an dem sie begonnen haben, dann erweist sich der Ursprung fast immer als Triviales.“ Meistens sind es Bagatellen. Das ist es, was Shunmyo Masuno als „gefärbte Brille“ bezeichnet. Er meint damit, dass man vorgefasste Meinungen hat. Sie scheinen unerheblich zu sein, aber&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es liegt in der Natur der Menschen, dass die negative Gedanken nur schwer vertreiben können, wenn sie erst einmal darauf fixiert sind. Man könnte sogar sagen, dass sie sich dann im Großen und Ganzen eher verstärken. Shunmyo Masuno weiß: „Wenn man die Dinge jedoch zu dem Punkt zurückverfolgt, an dem sie begonnen haben, dann erweist sich der Ursprung fast immer als Triviales.“ Meistens sind es Bagatellen. Das ist es, was Shunmyo Masuno als „gefärbte Brille“ bezeichnet. Er meint damit, dass man vorgefasste Meinungen hat. Sie scheinen unerheblich zu sein, aber sie können Probleme verursachen, wenn sie die Möglichkeit haben, sich im Kopf festzusetzen. Shunmyo Masuno ist ein japanischer Zen-Mönch, preisgekrönter Zen-Garten-Designer sowie Professor für Umweltdesign an der Tama Art University in Tokyo. <span id="more-5222"></span></p>
<p><strong>Alle Menschen haben eine Buddha-Natur</strong></p>
<p>Im Zen sagt man: „Trage keine gefärbte Brille.“ Das ist eine deutliche Ermahnung, Menschen nicht nur auf der Grundlage vorgefasster Meinungen zu beurteilen. Jeder sollte sich folgenden Satz einprägen: „Alle Lebewesen, ohne Ausnahme, haben eine Buddha-Natur.“ Shunmyo Masuno erläutert: „Das bedeutet, dass wir alle das Potenzial zur Verwirklichung der uns innewohnenden Reinheit und Vollkommenheit des Geistes besitzen, die unsere Buddha-Natur ist.“ </p>
<p>Zen lehrt die Erfahrung, dass alle Menschen eine Buddha-Natur besitzen. Dazu zählen Freundlichkeit und Verständnis, Wärme und Großherzigkeit. Wer seine gefärbte Brille abnimmt und mit klaren Augen sieht, dem werden flüchtige Einblicke in die Buddha-Natur anderer nicht entgehen. Shunmyo Masuno rät: „Nimm Rücksicht, unabhängig von deinem Status oder deiner Position.“ Je mehr man an Dingen festhält, desto mehr wachsen unnötige Ängste. Zum Beispiel hat jeder Mensch dort, wo er arbeitet, einen bestimmten Status, oder er hat eine bestimmte Stellung in der Gesellschaft.</p>
<p><strong>Ein bescheidener Mensch erntet Vorteile</strong></p>
<p>Es ist für jeden wichtig, diesem Status gerecht zu werden, aber manche Menschen neigen auch dazu, sich daran zu klammern. Das kann problematisch sein. Shunmyo Masuno stellt fest: „Ein Chef, der sich an seinen Status oder seine Position klammert oder der übermäßig daran hängt, ist bei seinen Untergebenen nicht beliebt. Auch wenn er vielleicht der Einzige ist, der das nicht merkt.“ Im „Buch der Dokumente“, einem der fünf Klassiker des Konfuzianismus, heißt es: „Hochmut führt zum Scheitern, und Demut wird belohnt.“ </p>
<p>Shunmyo Masuno drückt diesen Umstand noch mit anderen Worten aus: „Eine arrogante und wichtigtuerische Person erleidet Verluste, während ein bescheidener Mensch Vorteile erntet.“ Es ist wichtig zu erkennen, wann man Dinge freundlich abgeben sollte, wenn die Zeit dafür gekommen ist, anstatt sich an seinen Status oder seine Position zu klammern. Das genaue Gegenteil des von allen gehassten Vorgesetzten ist der Chef, der verlässlich und beruhigend verfährt. Und selbstverständlich belebt er auch das Unternehmen. Quelle: „Don´t Worry“ von Shunmyo Masuno</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Das Leben findet immer im Jetzt statt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Apr 2023 01:00:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn man in die Köpfe der Menschen hineinschauen könnte, würde man ihre Selbstgespräche kennenlernen, die sie permanent mit sich führen. Das wäre manchmal lustig, manchmal traurig. Heinz-Peter Röhr weiß: „Was man auf jeden Fall feststellen würde, wäre die Tatsache, dass sie sich vorwiegend mit ihrer Vergangenheit oder mit Sorgen bezüglich ihrer Zukunft beschäftigen. Nur selten richten sie die Aufmerksamkeit auf das Jetzt.“ Viele Menschen verbringen Jahre mit der Hoffnung, dass die Dinge sich von selbst zum Besseren wenden, immer im Glauben, dass das Gute noch kommt. Auf diese Weise wird&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man in die Köpfe der Menschen hineinschauen könnte, würde man ihre Selbstgespräche kennenlernen, die sie permanent mit sich führen. Das wäre manchmal lustig, manchmal traurig. Heinz-Peter Röhr weiß: „Was man auf jeden Fall feststellen würde, wäre die Tatsache, dass sie sich vorwiegend mit ihrer Vergangenheit oder mit Sorgen bezüglich ihrer Zukunft beschäftigen. Nur selten richten sie die Aufmerksamkeit auf das Jetzt.“ Viele Menschen verbringen Jahre mit der Hoffnung, dass die Dinge sich von selbst zum Besseren wenden, immer im Glauben, dass das Gute noch kommt. Auf diese Weise wird das Leben vertan, es rauscht vorbei. Man ist nicht in sich selbst zu Hause. Heinz-Peter Röhr ist Pädagoge und war über dreißig Jahre lang in der Fachklinik Fredeburg/Sauerland für Suchtmittelabhängige psychotherapeutisch tätig. <span id="more-4489"></span></p>
<p><strong>Angst führt zu Kontrollverlust</strong></p>
<p>Besonders Menschen, die grübeln, erleben, dass ihre Gedanken davonfliegen. Die Aufgabe ist jedoch, die Aufmerksamkeit auf den momentanen Augenblick zu lenken. Das Leben findet immer im Jetzt statt, und alles, was man ändern will, muss man im Jetzt tun. Der richtige Moment ist also da, die Frage ist, was ist zu tun. Wenn jemand grübelt, ist alles richtig, was ablenkt, was zu anderen Gedanken, zu anderem, besserem Handeln führt. Das Denken in eine andere Richtung zu lenken ist die Lösung. </p>
<p>Angst ist die eigentliche Ursache für den Kontrollverlust über das Gedankenkarussell. Im Grübeln liegt keine Lösung. Das Jetzt ist auch der Moment, zu dem man immer wieder zurückkehren kann. Eine Methode, die laut Heinz-Peter Röhr das Grübeln stoppen kann, kommt aus der Buddhistischen Therapie, die jedoch ein wenig Übung bedarf: „Man lässt die Gedanken einfach vorüberziehen, ohne sie zu bewerten oder festhalten zu wollen, man lässt sie verglühen.“ Das typische „Anhaften“, wie es in der Buddhistischen Therapie heißt, ist das Problem. </p>
<p><strong>Meditation lenkt die Gedanken in ruhige Bahnen</strong></p>
<p>Wer versucht, grüblerische Gedanken nur zu unterdrücken, verstärkt diese. Anders ist der geplante Umgang mit Grübeln zu bewerten. Heinz-Peter Röhr erläutert: „Die Strategie geht auf, wenn man das Thema, über das man grübeln will, aufschreibt und sich vornimmt, dieses zu einem späteren festgelegten Zeitpunkt zu erledigen.“ Bis dahin kann man alles andere tun. Auch sich auf eine Dauer, etwa zehn oder 15 Minuten, festzulegen ist sinnvoll. Meist wird die Grübelzeit, die man sich vorgenommen hat, nicht in Anspruch genommen. </p>
<p>Mit dem Grübeln einfach aufzuhören ist fast unmöglich, weil Gedanken sich immer wieder verselbstständigen und in gewohnte Bahnen geraten. Wie beruhigt man seinen Geist? Der Königsweg, Gedanken in ruhige Bahnen zu lenken, ist Meditation. Für Heinz-Peter Röhr gibt es keine wirksamere Maßnahme. Normalerweise gelingt es, nach konzentrierter Arbeit und geistiger Anstrengung in einen entspannten Zustand zu gelangen und Erholung zu erleben. Dem Opfer der Grübelfalle gelingt das meist nicht. Quelle: „Vom klugen Umgang mit Gefühlen“ von Heinz-Peter Röhr</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Selbstfürsorge steht an erster Stelle</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Nov 2022 02:00:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Fremdbild]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbild]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfürsorge]]></category>
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					<description><![CDATA[Auch wenn es einem selbst gut geht, kann man dennoch für sich sorgen. Thomas W. Albrecht erklärt: „Nur wenn du für dich sorgen kannst, kannst du für andere Menschen da sein. Deine Selbstfürsorge steht deshalb an oberster Stelle. Darum achte auf dich, übe dich in Achtsamkeit dir gegenüber.“ Genauso sollte man achtsam mit seinen Mitmenschen umgehen. Die Selbstfürsorge darf nicht auf Kosten anderer gehen. Alles was man tut, soll sowohl zur Verbesserung des eigenen Lebens als auch zur Verbesserung des Lebens aller Menschen im persönlichen Umfeld beitragen. Die Gedanken bestimmen&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auch wenn es einem selbst gut geht, kann man dennoch für sich sorgen. Thomas W. Albrecht erklärt: „Nur wenn du für dich sorgen kannst, kannst du für andere Menschen da sein. Deine Selbstfürsorge steht deshalb an oberster Stelle. Darum achte auf dich, übe dich in Achtsamkeit dir gegenüber.“ Genauso sollte man achtsam mit seinen Mitmenschen umgehen. Die Selbstfürsorge darf nicht auf Kosten anderer gehen. Alles was man tut, soll sowohl zur Verbesserung des eigenen Lebens als auch zur Verbesserung des Lebens aller Menschen im persönlichen Umfeld beitragen. Die Gedanken bestimmen die Gefühle. Die Gefühle wiederum bestimmen das Handeln und das Verhalten. Die Rückmeldung und das Feedback, das man über sein Verhalten bekommt, beeinflussen erneut die Gedanken. Thomas W. Albrecht ist Experte für Kommunikation und Rhetorik. <span id="more-4048"></span></p>
<p><strong>Menschen sind selbstzentriert</strong></p>
<p>Denken, Fühlen und Handeln bilden für Thomas W. Albrecht eine Einheit: „Verändert sich nur einer der drei Parameter, ändern sich die anderen automatisch mit. Dieses Zusammenwirken geschieht unbewusst.“ Menschen sind selbstzentrierte Individuen. Sie haben ein eigenes Bild von sich, eine Vorstellung von ihrer eigenen Person, ihr Selbstbild. Während man andere Menschen beobachtet und Dinge an ihnen wahrnimmt, die ihnen selbst nicht auffallen, geht es anderen Menschen mit dem eigenen Selbst genauso. Andere beobachten die eigene Person und entwickeln ein sogenanntes Fremdbild.</p>
<p>Selbst- und Fremdbild stimmen oftmals nicht überein, die beiden Wahrnehmungen weichen deutlich voneinander ab. Selbst- und Fremdbild sind das Ergebnis von jeweils persönlichen Eindrücken, Wahrnehmungen und Bewertungen. Das schließt Irrtümer mit ein. Auf beiden Seiten. Es handelt sich ausschließlich um unterschiedliche Wahrnehmungen, nämlich um die eigene und um die einer anderen Person. Wenn man erfährt, was andere über einen denken, und dies nicht dem eigenen Selbstbild entspricht, ist man zunächst irritiert und denkt: „So bin ich doch gar nicht!“ </p>
<p><strong>Tragfähig sind Beziehungen nur auf Augenhöhe</strong></p>
<p>Das Feedback anderer Menschen hilft einem, sein eigenes Selbstverständnis zu erweitern und sein Verhalten zu verändern. Man sollte seinem Gesprächspartner dabei ehrliches Zutrauen entgegenbringen, neugierig und empathisch sein. Zudem sollte man seine Meinungen und Sichtweisen akzeptieren, auch wenn man mit diesen nicht ganz einverstanden ist. Man muss verstehen, bevor man verstanden werden will. Es ist wichtig, mit anderen Menschen auf Augenhöhe in Kontakt zu treten. Nur so kann man eine tragfähige Beziehung aufbauen. </p>
<p>Thomas W. Albrecht schränkt ein: „Natürlich musst du nicht mit allem, was dein Gegenüber äußert, einverstanden sein. Auch wenn du anderer Meinung bist, seine Menschwürde solltest du in jedem Fall anerkennen.“ Jeder Mensch hat sein eigenes Weltbild und das ist einzigartig. Es gibt keine zwei Menschen, die genau die gleichen Erfahrungen gemacht haben und deren persönliche Sicht auf die Welt identisch ist. Die jeweiligen Erfahrungen von Menschen sind einzigartig. Damit sind auch ihre Denkmuster, die sie bei der Bewertung ihrer Erfahrungen benutzen, im Detail verschieden. Quelle: „Die besondere Kraft der achtsamen Sprache“ von Thomas W. Albrecht</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Gute Gefühle erzeugen kluge Entscheidungen</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/maren-urner-gedankenwelt.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Aug 2022 01:00:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühle]]></category>
		<category><![CDATA[Midlife-Crisis]]></category>
		<category><![CDATA[Sinn]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine zentrale Frage ist für Maren Urner, unter welchen Bedingungen Menschen ein gutes und zufriedenstellendes Leben führen können. Bei der Positiven Psychologie geht es im Kern darum, Faktoren zu identifizieren, die glückliche und gesunde Menschen auszeichnen. Maren Urner stellt fest: „Stress, Angst und das Gefühl von Machtlosigkeit sind keine guten Berater. Wenn wir uns hingegen sicher, befähigt und gut fühlen, sind wir in der Lage, clevere und weise Entscheidungen zu treffen.“ Es sind ebendiese Gefühle, die Menschen lösungs- und zukunftsorientiert denken und handeln lassen. Außerdem fällt es ihnen leichter, Gewohnheiten&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine zentrale Frage ist für Maren Urner, unter welchen Bedingungen Menschen ein gutes und zufriedenstellendes Leben führen können. Bei der Positiven Psychologie geht es im Kern darum, Faktoren zu identifizieren, die glückliche und gesunde Menschen auszeichnen. Maren Urner stellt fest: „Stress, Angst und das Gefühl von Machtlosigkeit sind keine guten Berater. Wenn wir uns hingegen sicher, befähigt und gut fühlen, sind wir in der Lage, clevere und weise Entscheidungen zu treffen.“ Es sind ebendiese Gefühle, die Menschen lösungs- und zukunftsorientiert denken und handeln lassen. Außerdem fällt es ihnen leichter, Gewohnheiten zu entwickeln, die sie befähigen und helfen, mutig zu sein. Vor allem geht es dabei darum, sich selbst besser zu verstehen. Dr. Maren Urner ist Professorin für Medienpsychologie an der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft (HMKW) in Köln. <span id="more-3824"></span></p>
<p><strong>Ablenkungen sollte man ignorieren</strong></p>
<p>Das hatten schon die alten Griechen in der Antike erkannt. Sie nannten es „Gnothi seauton – Erkenne dich selbst“. Damit einher ging für sie die Aufforderung „gut zu leben“, was natürlich einer weiteren Definition bedarf. Maren Urner erklärt: „Der erste Schritt, um aus der vermeintlichen „ewigen Dauerkrise“ zu kommen, ist also getan, wenn wir erkennen, dass wir in unserem Kopf beginnen müssen. Dies gelingt am besten, wenn wir uns fokussieren und sämtliche Ablenkungen, um uns herum so viel und häufig vorhanden sind, ignorieren beziehungsweise sie erst gar nicht wahrnehmen.“ </p>
<p>Den Fokus zu finden, fällt Menschen so schwer, weil sich ihr Gehirn so herrlich gern ablenken lässt. Das war in Zeiten von Säbelzahntiger und Mammut eine gute bis überlebenswichtige Eigenschaft. Heute müssen Menschen bei sich selbst beginnen, wenn es darum geht, die Welt besser zu verstehen und vielleicht sogar positiv zu beeinflussen. Vor einigen Jahren – manche mögen sagen, „früher“ – sprach man im Zusammenhang mit persönlichen Krisen von der Midlife-Crisis.</p>
<p><strong>Viele Menschen rauschen von einer Sinnkrise in die nächste</strong></p>
<p>Diese „Krise in der Mitte des Lebens“ trifft vor allem Männer irgendwo zwischen vierzig und fünfzig. Die Midlife-Crisis passt in die eigentliche Bedeutung des Begriffs Krise, weil sie einen Wendepunkt darstellt, der je nach Individuum ein paar Wochen, einige Monate oder wenige Jahre umfassen kann. Karen Urner schreibt: „Was wir dagegen aktuell beobachten, ist der inflationäre Gebrauch des Begriffs der Krise mit Bezug auf die persönliche Ebene. Es scheint, als rauschten viele Menschen von einer Sinnkrise in die nächste.“</p>
<p>Irgendwo zwischen Karriere, Kindern und Kochkurs suchen Menschen in der zivilisierten, aufgeklärten Welt täglich oder wenigstens am Wochenende nach dem oder einen Sinn. Die einen versuchen es mit Spaß, die anderen mit Selbstkasteiung. Während vor wenigen Jahren das ständige Messen und Auswerten möglichst vieler personenbezogener Daten chronisch Kranken und Spitzensportlern vorbehalten war, ist die Vermessung des Selbst längst zu einer internationalen Bewegung geworden. Quelle: „Raus aus der ewigen Dauerkrise“ von Maren Urner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Gedanken entstehen im Gehirn</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/manfred-luetz-psychische-phaenomene.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jun 2022 01:00:16 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Man kann jede psychische Störung, aber auch jede gesunde psychische Reaktion unter biologischer Perspektive sehen. Manfred Lütz weiß: „Zweifellos gehen mit jedem Gedanken biologische Gehirnvorgänge einher. Wenn wir uns freuen, drehen irgendwelche Neurotransmitter Kapriolen. Wenn wir traurig sind, werden andere chemische Substanzen in unserem Gehirn aktiviert.“ Neben der Welt der Gedanken spielt sich im menschlichen Gehirn eine zweite Welt aus Molekülen ab. Da stellt sich für Manfred Lütz die alte Frage, ob zuerst die Henne oder zuerst das Ei da war. Sind also das Ursprüngliche die organischen Vorgänge im Gehirn&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Man kann jede psychische Störung, aber auch jede gesunde psychische Reaktion unter biologischer Perspektive sehen. Manfred Lütz weiß: „Zweifellos gehen mit jedem Gedanken biologische Gehirnvorgänge einher. Wenn wir uns freuen, drehen irgendwelche Neurotransmitter Kapriolen. Wenn wir traurig sind, werden andere chemische Substanzen in unserem Gehirn aktiviert.“ Neben der Welt der Gedanken spielt sich im menschlichen Gehirn eine zweite Welt aus Molekülen ab. Da stellt sich für Manfred Lütz die alte Frage, ob zuerst die Henne oder zuerst das Ei da war. Sind also das Ursprüngliche die organischen Vorgänge im Gehirn – und die psychischen Phänomene sind nur die notwendige Folge davon? Sind Menschen demnach Marionetten ihres Gehirns? Oder ist es umgekehrt, dass sich der Mensch für seines psychischen Reaktionen seines Gehirns bedient, dessen Aktivitäten bloß ein äußeres Zeichen dafür sind, dass man denkt? Dr. med. Dipl. theol. Manfred Lütz ist Psychiater, Psychotherapeut, Kabarettist und Theologe. <span id="more-3661"></span></p>
<p><strong>Seelische Vorgänge kann man unter biologischer Perspektive sehen</strong></p>
<p>Die letzte Frage ist streng wissenschaftlich nicht zu entscheiden. Manfred Lütz erklärt: „Doch für unseren Bedarf ist das auch nicht nötig. Denn unstreitig ist, dass man alle seelischen Vorgänge unter biologischer Perspektive sehen kann. Ob das die ursprüngliche, die einzig wahre oder auch nur die entscheidende Perspektive ist, muss uns hier gar nicht interessieren.“ Ob sie im einzelnen Fall hilfreich ist, das ist die entscheidende Frage. Am nützlichsten ist die biologische Perspektive selbstverständlich bei allen materiellen Angriffen auf das Organ Gehirn. </p>
<p>Wird das Gehirn verletzt, blutet es hinein, entzündet es sich oder wird es vergiftet, dann ist immer die biologisch-organische Perspektive entscheidend für die Diagnose und auch für die Therapie. Natürlich wird daneben auch die Lebensgeschichte des Patienten für die Bewältigung der Erkrankung eine Rolle spielen, die Reaktionen seiner Mitmenschen und spezielle Ereignisse der jüngsten Zeit. Doch die zentrale Perspektive bleibt die Art und Weise, wie das Organ Gehirn auf die organische Schädigung reagiert.</p>
<p><strong>Die biologische Perspektive ist nicht die einzig wahre</strong></p>
<p>Auch bei den bisher körperlich nicht so klar zu begründenden psychischen Krankheiten, bei Schizophrenie, Depression, Manie und vielen anderen, hat man inzwischen genaue Vorstellungen von den körperlichen Aspekten dieser Erkrankungen und daraus hat man nützliche therapeutische Konsequenzen gezogen. Manfred Lütz fügt hinzu: „Inzwischen steht die biologische Perspektive bei allen psychischen Störungen im Zentrum des Interesses. Sogar bei gesunden Menschen versucht das umstrittene sogenannte Neuro-Enhancement die psychischen Fähigkeiten durch biologische Manipulationen zu verbessern.“ </p>
<p>„Biologisch“ ist übrigens auch die Vererbung. Man kann alle psychischen Eigenarten unter der Perspektive der Erblichkeit betrachten. Die biologische Perspektive ist also zu Recht eine Sichtweise, unter dem man ausnahmslos alle psychischen Phänomene betrachten kann. Ideologisch, also unwissenschaftlich, wird es erst dann, wenn man die biologische Perspektive für die einzig wahre hält. Manfred Lütz stellt fest: „Sie ist nicht wahr. Sie ist bloß mehr oder weniger nützlich.“ Quelle: „Neue Irre!“ von Manfred Lütz</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Alle reden vom Sinn des Lebens</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Apr 2022 01:00:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Sinn]]></category>
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					<description><![CDATA[Sinn ist im Trend. Das fordern die Angestellten und das bieten die Arbeitgeber seit kurzem in rauen Mengen an: Sinn. Ingo Hamm stellt fest: „Alle reden davon. Alles stellen plötzlich die Sinnfrage. Bei der Arbeit. Früher haben wir dem Boss die Gehaltsfrage gestellt, heute stellen wir uns und ihm die Sinnfrage.“ Sinn ist in. Aber nicht die Sinnfrage entscheidet Schlachten, Karrieren und das Schicksal der Welt, sondern gewissenhafte Arbeit. Arbeit, die man gerne macht und deswegen gut erledigt. Nicht der Sinn entscheidet, sondern die Tat. Nicht das, was sinnvoll ist,&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sinn ist im Trend. Das fordern die Angestellten und das bieten die Arbeitgeber seit kurzem in rauen Mengen an: Sinn. Ingo Hamm stellt fest: „Alle reden davon. Alles stellen plötzlich die Sinnfrage. Bei der Arbeit. Früher haben wir dem Boss die Gehaltsfrage gestellt, heute stellen wir uns und ihm die Sinnfrage.“ Sinn ist in. Aber nicht die Sinnfrage entscheidet Schlachten, Karrieren und das Schicksal der Welt, sondern gewissenhafte Arbeit. Arbeit, die man gerne macht und deswegen gut erledigt. Nicht der Sinn entscheidet, sondern die Tat. Nicht das, was sinnvoll ist, verändert die Welt – sonst gäbe es keine Klimakrise – sondern das, was getan wird. Daher die Klimakrise; es wird zu wenig getan, obwohl das allen Sinn der Welt machen würde. Dr. Ingo Hamm ist Professor für Wirtschaftspsychologie an der Hochschule Darmstadt. <span id="more-3521"></span></p>
<p><strong>Mit dem Sinn wird viel Schindluder getrieben</strong></p>
<p>Der Sinn ist ein Gedanke, und Gedanken sind nicht nur frei, sondern wohlfeil. Es macht absolut Sinn, das Klima zu retten, und was machen viele selbsternannte Klima-Kümmerer? Sie denken über die nächste Fernreise nach und laden ihr Smartphone unreflektiert mit Atomstrom. Oder sie genießen Veggie-Food auf nicht nachhaltiger Palmöl-Basis. Das ist der Unsinn vom Sinn. So wird Schindluder mit dem Sinn getrieben. Ingo Hamm möchte sogar behaupten, dass es aus Sicht der Psychologie überhaupt keinen Sinn im herkömmlichen Sinn gibt. </p>
<p>Ingo Hamm erklärt: „Nur weil wir über etwas wie den Sinn nachdenken können, heißt das nicht, dass der Sinn unser Handeln bestimmt.“ Wie jeder weiß, der schon einmal eine Diät machen wollte. Sinn ist ein erbärmlicher Ersatz für Taten. Es ist ganz erstaunlich, welche Firmen neuerdings von sich behaupten, einem noblen Zweck zu folgen. Sogar ein Waffenhersteller überraschte Ingo Hamm neulich damit. SAP bietet zum Beispiel Meditation im Büro an. Bereits mehr als 7.000 Mitarbeiter haben bereits Achtsamkeits-Trainings absolviert.</p>
<p><strong>Arbeitgeber gewähren ihren Angestellten viele Vergünstigungen</strong></p>
<p>Im Mittelpunkt der Meditationspraxis steht die Selbstreflexion. Cisco Systems gewährt Home Office – ohne Limit! Die Deutsche Telekom fördert die Gesundheit ihrer Mitarbeiter mit mehr als 5.000 Deskbikes. Das sind sozusagen Heimtrainer fürs Büro. Warum dann noch Sinn? Das fragt man sich dann doch, wenn man die Vergünstigungen betrachtet, die viele Arbeitgeber ihren Angestellten zur Verfügung stellen. Wer braucht dann noch einen Sinn bei der Arbeit, wenn man derart bespaßt, gepampert und verwöhnt wird?</p>
<p>Es gibt mögliche Antworten auf diese Frage: Die Unternehmer wollen es so, und die Mitarbeiter wollen es ebenfalls. Der plötzliche Hang zum Sinn kann zum einen bedingt sein durch den Fachkräftemangel. Deshalb buhlen verzweifelte Unternehmen mit buchstäblich sämtlichen legalen Mitteln um Nachwuchs. Die Ratio dahinter ist allerdings bedenklich. Sie könnte lauten: „Mit sachlichen Argumenten gewinnen wir keine hochqualifizierten Bewerber mehr.“ Quelle: „Sinnlos glücklich“ von Ingo Hamm</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Gedanken sind mit Emotionen verbunden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Apr 2022 01:00:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Geist]]></category>
		<category><![CDATA[Manipulation]]></category>
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					<description><![CDATA[Thorsten Havener definiert einen Gedanken wie folgt: „Ein Gedanke ist eine Form, die unser Geist annehmen kann. Das kann richtig sein oder falsch, eine Fantasie, eine Erinnerung, eine Meinung, eine Ablehnung oder eine Vorliebe. Unsere Gedanken entstehen aufgrund äußerer Ereignisse, aber auch innerer gespeicherter Eindrücke.“ Die Reaktion eines Menschen hinsichtlich von äußeren Ereignissen ist auch abhängig von den gespeicherten Eindrücken wie beispielsweise negativen Erfahrungen, Erinnerungen, Meinungen. Die Gedanken sind mit Emotionen verbunden, die sowohl förderlich als auch hinderlich sein können. Die Gedanken und die damit verbundenen Emotionen können einerseits zu&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Thorsten Havener definiert einen Gedanken wie folgt: „Ein Gedanke ist eine Form, die unser Geist annehmen kann. Das kann richtig sein oder falsch, eine Fantasie, eine Erinnerung, eine Meinung, eine Ablehnung oder eine Vorliebe. Unsere Gedanken entstehen aufgrund äußerer Ereignisse, aber auch innerer gespeicherter Eindrücke.“ Die Reaktion eines Menschen hinsichtlich von äußeren Ereignissen ist auch abhängig von den gespeicherten Eindrücken wie beispielsweise negativen Erfahrungen, Erinnerungen, Meinungen. Die Gedanken sind mit Emotionen verbunden, die sowohl förderlich als auch hinderlich sein können. Die Gedanken und die damit verbundenen Emotionen können einerseits zu neuen Eindrücken führen oder auch bestehende Gedanken festigen. Das Handeln wird von Gedanken beeinflusst und umgekehrt beeinflusst das Handeln das Denken. Thorsten Havener ist Deutschlands bekanntester Mentalist. <span id="more-3479"></span></p>
<p><strong>Ein etablierter Ablauf lässt sich nur schwer ändern</strong></p>
<p>Jeder große Zaubertrick besteht aus drei Akten. Der erste Akt ist „die Ankündigung“ – der Magier zeigt etwas Gewöhnliches, aber natürlich ist es das gar nicht. Das Vorgeben, etwas sei ganz natürlich, was es in Wirklichkeit aber gar nicht ist, ist tatsächlich ein viel genutztes Mittel der Manipulation. Zuerst wird ein normaler Ablauf etabliert. Das dieser normale Ablauf in Wirklichkeit nur die Pforte für eine Manipulation ist, wird den Zuschauern erst viel später klar. </p>
<p>Den Satz „Das haben wir noch nie so gemacht“ oder natürlich auch „Das haben wir schon immer so gemacht“, kennen die meisten Menschen. Sie stehen diesen Sätzen oft deshalb so machtlos gegenüber, weil sich ein etablierter Ablauf sich einfach so schwer ändern lässt. Thorsten Havener erklärt: „Sehr beliebt ist hier die Technik, sich über einen kleinen Gefallen einen größeren zu erschleichen.“ Man kann sich auch selbst manipulieren, in dem Fall würde es Thorsten Havener jedoch eher als „Selbst-Suggestion“ bezeichnen. </p>
<p><strong>Ohne das passende Umfeld gibt es keine Manipulation</strong></p>
<p>Die funktioniert natürlich in zwei Richtungen. Man kann sich über seine limitierten Glaubenssätze und unbewussten Motivationen natürlich auch ständig selbst einflüstern, dass man seine Ziele nicht erreichen darf oder kann. Diese Muster der Selbst-Sabotage zu erkennen hat das Potenzial, das eigene Leben zu verändern. In der Regel braucht jede Manipulation mindestens ein Gegenüber, das in die Irre geführt wird. Wichtig ist dabei nicht, was wirklich passiert. Sondern wichtig ist was der andere denkt. </p>
<p>Thorsten Havener erläutert: „Ohne ein Umfeld also keine Beeinflussung und keine Manipulation.“ Als Mensch lebt man mit anderen Menschen zusammen, mit denen man sich verbindet. Wenn man nicht völlig isoliert lebt, befindet man sich im Austausch mit anderen Menschen und da findet automatisch auch Beeinflussung statt. Ein chinesisches Sprichwort sagt: „Jedes Ding hat drei Seiten: eine, die du siehst, eine, die ich sehe, und eine, die wir beide nicht sehen.“ Quelle: „Mach doch, was ich will“ von Thorsten Havener</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Alle turnen am Abgrund des Todes entlang</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/manfred-luetz-genie-und-wahnsinn.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Dec 2021 02:00:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Friedrich Nietzsche]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Psychiatrie]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>
		<category><![CDATA[Wahnsinn]]></category>
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					<description><![CDATA[Manche Menschen können sich selbst und andere aufgrund einer psychischen Erkrankung in Gefahr bringen. Im Fachjargon heißt das: Sie sind selbst- oder fremdgefährdend. Diese Menschen können auch gegen ihren Willen über das zuständige Ordnungsamt in die örtliche Psychiatrie eingewiesen werden. So etwas kommt jedoch vergleichsweise selten vor. Manfred Lütz warnt: „Die Psychiatrie darf sich nicht dazu verleiten lassen, das Außergewöhnliche, das Exzentrische durch Diagnosen ruhig zu stellen. Wir alle turnen mehr oder weniger kunstvoll am Abgrund des sicheren Todes entlang.“ Normalerweise schauen Menschen da nicht hinein. Das heißt zwar nicht,&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Manche Menschen können sich selbst und andere aufgrund einer psychischen Erkrankung in Gefahr bringen. Im Fachjargon heißt das: Sie sind selbst- oder fremdgefährdend. Diese Menschen können auch gegen ihren Willen über das zuständige Ordnungsamt in die örtliche Psychiatrie eingewiesen werden. So etwas kommt jedoch vergleichsweise selten vor. Manfred Lütz warnt: „Die Psychiatrie darf sich nicht dazu verleiten lassen, das Außergewöhnliche, das Exzentrische durch Diagnosen ruhig zu stellen. Wir alle turnen mehr oder weniger kunstvoll am Abgrund des sicheren Todes entlang.“ Normalerweise schauen Menschen da nicht hinein. Das heißt zwar nicht, dass man alle diese Menschen einfach für kurzsichtig erklären darf. Aber man darf diejenigen, die immer mal wieder in diesen Abgrund starren und dann etwas anders wirken als die meisten, deswegen nicht für verrückt erklären.  Dr. med. Dipl. theol. Manfred Lütz ist Psychiater, Psychotherapeut, Kabarettist und Theologe. <span id="more-3181"></span></p>
<p><strong>Friedrich Nietzsche war nicht wahnsinnig</strong></p>
<p>Der große Denker Friedrich Nietzsche hat wie kaum ein anderer Mensch an den Grenzen der menschlichen Existenz gedacht, gedichtet und gelitten. Manfred Lütz stellt fest: „Es ist kein Zeichen von geistiger Souveränität, wenn manche Christenmenschen sein ganzes Denken am liebsten als Ausgeburt des Wahnsinns darstellen. Friedrich Nietzsche war nicht wahnsinnig.“ Nur am Ende seines Lebens litt er an den Folgen einer Hirnentzündung durch Syphilisbakterien. Das hat ihn dann zeitweilig verwirrt. </p>
<p>Aber seine großen Gedankenexperimente waren überhaupt nicht verrückt, sondern die konsequenteste Ausformulierung eines leidenden Atheismus. Nicht dieses Denken hat Friedrich Nietzsche in den Wahnsinn getrieben, wie es manche gerne hätten, sondern es waren kleine Bakterien, die sein Gehirn zerstörten. Es ist ein Mythos von missgünstigen und kleingeistigen Stammtischphilosophen, dass zu viel Denken einen Menschen wahnsinnig machen kann. </p>
<p><strong>Die wenigsten Gedanken sind krank</strong></p>
<p>Die Psychiatrie kennt so etwas nicht. So eignet sie sich nicht für die Entschärfung schwieriger oder gefährlicher Gedanken. Wenige Gedanken sind richtig, viele Gedanken sind falsch, aber die wenigsten Gedanken sind krank. Genie und Wahnsinn, das gehe häufig zusammen, meint der Volksmund. Doch da hat er ausnahmsweise einmal Unrecht. Manfred Lütz erklärt: „Menschen, die Geniales vollbringen, sind zwar nicht normal, aber deswegen noch lange nicht verrückt.“</p>
<p>Im Gegenteil, um Großes zu vollbringen, muss man seine Tassen im Schrank ziemlich geordnet haben. Zwar sind auch „Wahnsinnige“ bisweilen zu genialen Produktionen in der Lage, aber am ehesten dann, wenn die Krankheit nicht akut ist. Es wird mitunter übertrieben viel Aufhebens von der Kunst psychisch Kranker gemacht. Die Sammlung Prinzhorn in Heidelberg ist legendär. Und doch ist nicht das Verrückte selbst das Künstlerische. Psychisch kranke Künstler sind in der Regel nicht wegen, sondern trotz ihrer psychischen Krankheit kreativ. Auch wenn sie sie psychische Erkrankung vielleicht unmittelbarer mit ihren existenziellen Tiefen in Berührung gebracht haben mag. Quelle: „Neue Irre!“ von Manfred Lütz</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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