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	<title>Freizeit &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Viele Jobs fühlen sich sinnlos an</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Feb 2023 02:00:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Für viele Menschen ist es schwer, in ihrer Arbeit eine „Balance“ zu finden. Und es ist dabei nicht nur die schiere Masse an Arbeit, die das verhindert. Ingo Hamm weiß: „Es ist auch die gefühlte Sinnlosigkeit vieler Jobs.“ Theo Weber, Professor für Arbeits- und Organisationspsychologie an der ETH Zürich sagt: „Es fehlt der intrinsische Aufforderungscharakter, ... <a title="Viele Jobs fühlen sich sinnlos an" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/viele-jobs-fuehlen-sich-sinnlos-an.html" aria-label="Mehr Informationen über Viele Jobs fühlen sich sinnlos an">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Für viele Menschen ist es schwer, in ihrer Arbeit eine „Balance“ zu finden. Und es ist dabei nicht nur die schiere Masse an Arbeit, die das verhindert. Ingo Hamm weiß: „Es ist auch die gefühlte Sinnlosigkeit vieler Jobs.“ Theo Weber, Professor für Arbeits- und Organisationspsychologie an der ETH Zürich sagt: „Es fehlt der intrinsische Aufforderungscharakter, die Sinnkomponente. Wenn die Berufstätigen nicht mehr das Gefühl haben, ganzheitlich tätig zu sein, Probleme zu lösen, etwas bewirken zu können, dann brauchen sie immer stärkere äußere Anreize.“ Wie höherer Lohn, schicker Dienstwagen, allerlei monetäre und nicht-monetäre Benefits. Oder eben den noble Purpose, der von den Zweckoptimisten als größte Kanone der Motivation betrachtet wird. Dr. Ingo Hamm ist Professor für Wirtschaftspsychologie an der Hochschule Darmstadt. <span id="more-4289"></span></p>
<p><strong>Selbst die Freizeit steht unter Leistungsdruck</strong></p>
<p>Theo Weber fährt fort: „Wer aber Gestaltungsfreiraum und Entscheidungsfreiheit hat bei seinem Tun und in der Tätigkeit Befriedigung findet, der muss nicht künstlich motiviert werden.“ Der Purpose soll also retten, was nicht mehr zu retten ist. Hier fällt die Wirtschaft auf ihr eigenes Marketing-Paradigma herein. Im Vorgarten fault zwar ein stinkender, 20 Meter hoher Misthaufen. Aber wenn man diesen mit einem höheren Sinn etikettiert, ignorieren die Mieter vielleicht den üblen Gestank.</p>
<p>Das tun sie nicht – meint zumindest Theo Weber. Sie kommen vielmehr zu der Überzeugung: „Job ist Job, den Genuss hole ich mir in der Freizeit, …was dazu führt, dass wir sogar in der Freizeit unter Stress und Leistungsdruck stehen. Dieses Modell funktioniert immer weniger, weil die Arbeitsgesellschaft so dominant geworden ist, dass sie alle anderen Lebensbereiche synchronisiert.“ Die Work-Life-Balance haben viele Angestellte längst abgeschrieben. Sie sind froh, wenn sie noch einigermaßen die Work-Work-Balance hinbekommen. </p>
<p><strong>Junge Menschen mögen keine Überhöhung der Arbeit</strong></p>
<p>Die Arbeitswelt neigt dazu, die Berufstätigen aufzufressen – Laptops und Smartphones helfen ihr dabei. Es ist paradox. Ingo Hamm fragt: „Ist der Purpose Opium des Volks?“ Zu dieser ernüchternden Schlussfolgerung müsste man nach dem bisher Gesagten nolens volens kommen. Vielleicht sollte man das auch. Danach hat der Noble Purpose nichts Nobles an sich, sondern fungiert als nahezu metaphysische Ersatzreligion moderner Arbeit. Oder wie es eine Betriebsrätin ausdrückt: „Wenn man den Arbeitnehmern nicht mindestens das Himmelreich verspricht, machen sie´s nicht mehr.“ </p>
<p>Dabei wird immer so getan, als ob die Millennials, die Generationen Y und Z es unbedingt so wollen. Ingo Hamm vermutet: „Vielleicht suchen gerade junge Menschen nicht unbedingt diese zwanghafte Überhöhung der Arbeit.“ Doch sie bekommen sie gratis geliefert. Man könnte nun sagen: Selber schuld, wer darauf reinfällt! Doch Victim Blaming, Opferverhöhnung, ist keine schöne Sportart. Denn diese künstliche und kunstvolle Überhöhung der Arbeit ist nachgerade ungesund. Quelle: „Sinnlos Glücklich“ von Ingo Hamm</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Der Optimierungszwang erreicht das Private</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Nov 2022 02:00:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Freizeit]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstoptimierung]]></category>
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					<description><![CDATA[Ingo Hamm macht sich nichts vor: „Freizeit ist auch nicht mehr das, was sie mal war. Noch unsere Eltern erholten und entspannten sich gut in ihrer Freizeit. Nach Feierabend legte man die Beine hoch oder vergnügte sich gesellig – totales Abschalten.“ So erfanden etliche Industriekonzerne für ihre Mitarbeiter bereits vor Jahrzehnten sogenannte Feierabendhäuser. Diese dienten ... <a title="Der Optimierungszwang erreicht das Private" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/ingo-hamm-die-industrialisierung-des-privaten.html" aria-label="Mehr Informationen über Der Optimierungszwang erreicht das Private">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ingo Hamm macht sich nichts vor: „Freizeit ist auch nicht mehr das, was sie mal war. Noch unsere Eltern erholten und entspannten sich gut in ihrer Freizeit. Nach Feierabend legte man die Beine hoch oder vergnügte sich gesellig – totales Abschalten.“ So erfanden etliche Industriekonzerne für ihre Mitarbeiter bereits vor Jahrzehnten sogenannte Feierabendhäuser. Diese dienten ausschließlich zur Bespaßung und Rekreation der ausgelaugten Belegschaft. Und zwar nach Feierabend und schon während der Arbeit. Essenssaal statt Espressomaschine, Konzert statt Kicker. Aber das ist vorbei. Dem Optimierungszwang sind viele Menschen nicht mehr nur am Arbeitsplatz ausgesetzt, sondern seit Jahren intensiv auch im Privaten. Wenn man zum Beispiel joggt, dann muss es mit Puls-Uhr und Lauf-App sein. Dr. Ingo Hamm ist Professor für Wirtschaftspsychologie an der Hochschule Darmstadt. <span id="more-4032"></span></p>
<p><strong>Apps vermessen sogar den Schlaf</strong></p>
<p>Viele Menschen brauchen keinen Sklaventreiber mehr. Sie treiben sich selber an und nennen die massenhafte Zwangsneurose euphemistisch „Selbstoptimierung“. Wenn eine auf Abwertung gepolte Gesellschaft von unseren Eltern verlangt hätte, dass sie sich auch noch nach Feierabend weiter optimieren, hätte Papa wohl gesagt: „Ich hol mir erst mal ein Bier aus dem Keller – danach sehen wir weiter!“ Wir aber sagen: „Ich muss besser werden!“ Selbst vor dem letzten Zufluchtsort des durchoptimierten Menschen macht die Industrialisierung nicht Halt. </p>
<p>Es gibt auch Apps, die den Schlaf vermessen und den Anwender morgens Sekunden nach dem Aufwachen ermahnen, dass er auch in dieser Nacht lediglich nur wieder zweit volle REM-Zyklen geschafft hat: Das muss besser werden! Millionen Menschen, die nachts schlecht schlafen und sich in den zerwühlten Laken wälzen, kaufen quartalsweise neue Matratzen – allein die Matratzen-Werbung ist ein Millionenmarkt geworden. Sie wechseln die Matratzen aus wie andere Leute die Oberhemden – anstatt sich einen Job zu suchen, der sich nachts nicht mit quälenden Gedanken wachhält. </p>
<p><strong>Die Selbstoptimierung ruiniert einen Menschen geistig und körperlich</strong></p>
<p>Ingo Hamm warnt: „Die Industrialisierung des Individuums ruiniert uns geistig und körperlich.“ Oder wie ein Hausarzt das ausdrückt: „Das wirft den stärksten Hünen um. Das hält kein Mensch im Kopf nicht aus!“ Diese ganze irre Überforderung auch und gerade des Privaten, diesen immensen gesellschaftlichen Druck, diesen erdrückenden Peer Pressure hält ein Mensch nur aus, wenn er dem ganzen Wahnsinn einen Sinn zuschreibt. So viel Quatsch und Selbstoptimierung hält kein Mensch aus, dem man nicht sagt, warum und wozu das Ganze. </p>
<p>In der Arbeitswelt kursiert in allen Branchen schon seit Jahrzehnten der Spruch: „Bei uns machen heute drei Kollegen die Arbeit, die früher fünf gemacht haben.“ Was immer noch Heiterkeit auslöst – und unter Garantie die Reprise eines Naseweisen: „Da habt ihr ja noch Glück gehabt! Bei uns sind es nur noch zwei!“ Nicht umsonst wurde der Modebegriff der „Work-Life-Balance“ geprägt und kurz nach seiner Einführung der Lächerlichkeit preisgegeben: Nichts hat sich geändert. Quelle: „Sinnlos glücklich“ von Ingo Hamm</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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