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	<title>Frauen &#8211; Psychologie Guide</title>
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		<title>Rechtspopulisten sind unterkühlte Männer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Jun 2024 01:00:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
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					<description><![CDATA[Für Rechtspopulisten ist autoritäre Männlichkeit die Lösung für alles, wovon sie sich bedroht fühlen. Tobias Haberl kennt diese vermeintlichen Bedrohungen: „Muslimische Flüchtlinge, gierige Techkonzerne, lästige Gendersternchen, tätowierte Frauen mit Nasenring, nervige Veganer, aufmüpfige Klimaaktivisten und das permanente Gefühl, den Boden unter den Füßen zu verlieren.“ Manchmal können sie an gar nichts anderes mehr denken, wie ... <a title="Rechtspopulisten sind unterkühlte Männer" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/tobias-haberl-rechtspopulistische-maennlichkeit.html" aria-label="Mehr Informationen über Rechtspopulisten sind unterkühlte Männer">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Für Rechtspopulisten ist autoritäre Männlichkeit die Lösung für alles, wovon sie sich bedroht fühlen. Tobias Haberl kennt diese vermeintlichen Bedrohungen: „Muslimische Flüchtlinge, gierige Techkonzerne, lästige Gendersternchen, tätowierte Frauen mit Nasenring, nervige Veganer, aufmüpfige Klimaaktivisten und das permanente Gefühl, den Boden unter den Füßen zu verlieren.“ Manchmal können sie an gar nichts anderes mehr denken, wie man nicht mehr von einem Gemälde wegschauen kann, das leicht schief an der Wand hängt. Weil sie die Gegenwart als „ver-rückt“ empfinden, nehmen sie Zuflucht bei verklärten Erinnerungen an die Vergangenheit, von denen sie sich trösten lassen. Im Gegenzug verteufeln sie die Generation „Greta“ und überhaupt alle, die ihnen ihre Erinnerungen nachträglich vermiesen wollen. Der Literaturwissenschaftler Tobias Haberl schreibt für das „Süddeutsche Zeitung Magazin“. Sein letztes Buch „Die große Entzauberung – Vom trügerischen Glück des heutigen Menschen“ wurde ein Bestseller. <span id="more-5476"></span></p>
<p><strong>Rechtspopulistische Männer bilden einen Panzer aus</strong></p>
<p>Diese rechtspopulistischen Männer sind Nachfahren jener Freikorpssoldaten, die der Kulturtheoretiker Klaus Theweleit vor vierzig Jahren in seinem zwölfhundert Seiten starken Standardwerk „Männerfantasien“ analysierte, indem er Briefe aus den 1920er Jahren auswertete. Dabei handelt es sich um soldatisch geprägte Männer, die statt einer Beziehung einen Panzer ausbildeten, um das angsterfüllte, instabilere Innere im Zaum zu halten. Es waren unterkühlte Männer, die Frauen nur denken konnten als Huren, Mütter oder weiße Krankenschwestern.</p>
<p>Im Endeffekt waren sie unfreie Männer, die darunter leiden, nicht zu Ende geboren zu sein. Tobias Haberl stellt fest: „Während die westliche Welt weiblicher, liberaler und ökologischer wird, fühlen sich diese Männer funktionslos, ja entwertet. Es ist wie in einem Paternoster: Die einen fahren rauf, die anderen runter, und zwar mit Schwung ins Souterrain.“ Die Frauen aber lassen sich nicht mehr einschüchtern. Sie sind gekommen, um zu bleiben. Sie sind nicht mehr bereit, die Schwäche von Männern auszugleichen und dabei auch noch blendend aussehen zu müssen.</p>
<p><strong>Viele Frauen werden lauter und mutiger</strong></p>
<p>Jede Gemeinheit, jeder Übergriff wird kritisch zurückgespiegelt. Sie taufen den „Weltfrauentag“ am 8. März in „Frauenkampftag“ um und schließen sich zu Protestmärschen zusammen. Die Frauen werden lauter, mutiger, fordernder im Netz, im Beruf, in der Familie, verzichten auf Rasieren und Diäthalten. Sie präsentieren selbstbewusst vermeintliche Makel, wehren sich gegen verbale Belästigung, indem sie die Sprüche, die ihnen hinterhergerufen werden, sogenannte Catcalls, mit Kreide auf die Straße schreiben.</p>
<p>Die Gewaltstatistiken sind erschütternd: Jede zehnte Frau in der Europäischen Union (EU) wurde schon mal vergewaltigt. Tobias Haberl fügt hinzu: „In Deutschland erlebt alles dreiunddreißig Minuten eine Frau häusliche Gewalt. Alle zwei Tage versucht ein Mann, seine Partnerin oder Ex-Partnerin umzubringen, alle drei Tage gelingt es.“ Besonders gefährdet sind Frauen in der Schwangerschaft, nach einer Trennung oder wenn sie beruflich erfolgreich sind. Die Zeitungen berichten dann von einem Eifersuchtsdrama und verschleiern, was eigentlich passiert ist, nämlich dass ein Mann eine Frau getötet hat, weil sie eine Frau ist. Quelle: „Der gekränkte Mann“ von Tobias Haberl</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Entmachtung der Männer schreitet voran</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Mar 2024 09:05:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Mann ist nicht mehr der Garant der sozialen Ordnung und die Frau nicht mehr sein launisches Beiwerk. Tobias Haberl stellt fest: „Die Zeiten, in denen eine männliche Monokultur Frauen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaften ausschließen konnte, sind vorbei.“ Nur die katholische Kirche wehrt sich noch gegen die allmähliche Entmachtung der Männer, aber die ... <a title="Die Entmachtung der Männer schreitet voran" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/tobias-haberl-entmachtung-der-maenner.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Entmachtung der Männer schreitet voran">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Mann ist nicht mehr der Garant der sozialen Ordnung und die Frau nicht mehr sein launisches Beiwerk. Tobias Haberl stellt fest: „Die Zeiten, in denen eine männliche Monokultur Frauen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaften ausschließen konnte, sind vorbei.“ Nur die katholische Kirche wehrt sich noch gegen die allmähliche Entmachtung der Männer, aber die ist mit ihren zweitausend Jahren auch schon alt und nicht immer so beweglich. Von Google über Hollywood bis zur Jungen Union berichten Frauen über Diskriminierung und verkrustete Rollenklischees, nicht tuschelnd auf dem Frauenklo, sondern laut und öffentlich. Und je selbstbewusster Frauen von Missbrauch berichten und Spitzenpositionen fordern, desto größer wird der Druck auf Männer, sich zu positionieren. Der Literaturwissenschaftler Tobias Haberl schreibt für das „Süddeutsche Zeitung Magazin“. Sein letztes Buch „Die große Entzauberung – Vom trügerischen Glück des heutigen Menschen“ wurde ein Bestseller. <span id="more-5306"></span></p>
<p><strong>Männer definieren sich stark über Hierarchien und Abgrenzung</strong></p>
<p>Im Moment zieht sich ein Graben durch die Männerwelt. Auf der linken Seite heißt es: Männer müssen sich anpassen. Auf der rechten Seite: Männer sind, wie sie sind – ein gigantischer Haufen Testosteron. Tobias Haberl erklärt: „Die einen haben sich in der neuen Vielfalt gekonnt positioniert, die anderen verstehen die Welt nicht mehr, weil sie von Menschen kritisiert, beschimpft und verdrängt werden, die sie vorher nicht mal bemerkt haben.“</p>
<p>Laut Studien definieren sich Männer stärker über Hierarchien und Abgrenzung als Frauen. Je weiter politisch rechts sie stehen, desto größer ist ihre Sehnsucht nach Autorität und militärischen Strukturen. Tobias Haberl fügt hinzu: „Es sind also vor allem bürgerliche, konservative und rechte Männer, die Schnappatmung bekommen, wenn die Ordnung, die ihnen ein Leben lang natürlich vorgekommen ist, ins Wanken gerät.“ Im Moment kämpfen sie darum, in einer sich rasant wandelnden Welt noch ein bisschen mitmischen zu dürfen. </p>
<p><strong>Manche Männer fühlen sich permanent bedroht</strong></p>
<p>Diese Männer haben das heftige Gefühl, dass ihnen etwas weggenommen wird. Und damit haben sie, Tobias Haberl kann es nicht anders sagen: vollkommen recht. Sie verlieren tatsächlich Privilegien, die sie jahrhundertelang auf Kosten anderer innehatten. Und nun fühlen sie sich permanent bedroht. Für Alice Schwarzer, die die Frauenzeitschrift „Emma“ gegründet hat, sind Rechtsradikale und Islamisten lauter gekränkte Männer, die an Minderwertigkeitskomplexen und Größenwahn leiden. </p>
<p>Diese gekränkten Männer kompensieren ihren Bedeutungsverlust durch Aggressionen und können den Gedanken nicht ertragen, die traurigen Überbleibsel einer untergehenden Ära zu sein. Dagegen scheinen die Frauen, die auf sie herabsehen, von einer strahlenden Zukunft geküsst zu sein. Tobias Haberl weiß: „Viele Männer tun sich schwer mit einem Kultur- und Normenwandel, auch mit neuen Anforderungen, die an sie gestellt werden. Die Vorstellung, dass Frauen und Männer nicht nur theoretisch, sondern tatsächlich gleiche Rechte haben, empfinden sie nicht als Fortschritt, sondern als Angriff auf ihre Identität, ja als Niederlage.“ Quelle: „Der gekränkte Mann“ von Tobias Haberl</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Für die Sexualität von Frauen gibt es Märkte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Dec 2023 02:00:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Die körperliche Attraktivität und Sexualität von Frauen sind austauschbare Waren. Eva Illouz erläutert: „Mittels einer breiten Palette von Konsumgütern zur Verbesserung und Formung ihres Körpers arbeiten Frauen an ihrem Erscheinungsbild.“ Dieses investieren sie wiederum in vielfältige Märkte, um Kapital zu produzieren. Der Geldumlauf in diesen Märkten stützt eine symbolische Ökonomie. Diese macht die Sexualität und ... <a title="Für die Sexualität von Frauen gibt es Märkte" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/eva-illouz-analysiert-die-sexualitaet-von-frauen.html" aria-label="Mehr Informationen über Für die Sexualität von Frauen gibt es Märkte">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die körperliche Attraktivität und Sexualität von Frauen sind austauschbare Waren. Eva Illouz erläutert: „Mittels einer breiten Palette von Konsumgütern zur Verbesserung und Formung ihres Körpers arbeiten Frauen an ihrem Erscheinungsbild.“ Dieses investieren sie wiederum in vielfältige Märkte, um Kapital zu produzieren. Der Geldumlauf in diesen Märkten stützt eine symbolische Ökonomie. Diese macht die Sexualität und sexuelle Attraktivität zu einem Attribut von Weiblichkeit als echter, für den Blick produzierter Ware. Seine Visualität macht den Körper zu einer Konsummaschine, die Konsumobjekte formen. Der Look ist eine Form von Eigeninvestition, die durch Netzwerke von Geld und Sexualität fließt. Eva Illouz ist Professorin für Soziologie an der Hebräischen Universität von Jerusalem. Außerdem ist sie Studiendirektorin am Centre européen de sociologie et de science politique de la Sorbonne. <span id="more-5110"></span></p>
<p><strong>Bilder sexueller Körper steigern deren Wert</strong></p>
<p>Eva Illouz stellt fest: „Wir können buchstäblich von einem kreuz und quer verlaufenden Netzwerk verschiedener Märkte sprechen, die sich im sexuellen Körper und sexuellen Austausch überschneiden.“ Diese Überschneidung bringt Märkte hervor, in denen man Wert durch die Aufwertung von Bildern sexueller Körper schafft. Diese dienen dem Konsum durch den Blick in ökonomischen und sexuellen Märkten. Dabei handelt es sich um eine kontinuierliche Maschinerie, die Schönheitsikonen und Konsumgegenstände in sexuell attraktive Körper verwandelt.</p>
<p>Diesen Umstand befeuert die Wirtschaft immer wieder neu, indem sie den attraktiven Körper in eine Quelle von Wert verwandelt. Eva Illouz weiß: „Der Blick ist ein essentielles Instrument für diese sexuellen und ästhetische Mehrwertschöpfung.“ Die Entstehung von Internet-Dating-Sites und sozialen Medien vergrößerte und intensivierte dieses Regime. Diese versetzten die Akteure in die Lage, ein idealisiertes und attraktives Selbst zu präsentieren, das auf einer Vielzahl visueller Plattformen weiträumig zirkuliert. </p>
<p><strong>Der weibliche Körper ist einer Kommerzialisierung unterzogen worden</strong></p>
<p>Diese Plattformen formalisieren die Vermarktung von Körpern und sexuellen Begegnungen. Dank der feministischen Theorie weiß man, dass die unbezahlte Arbeit von Frauen in der Familie entscheidend zur Entwicklung und Instandhaltung der kapitalistischen Maschine beiträgt. Eva Illouz erklärt: „Der Konsumkapitalismus nutzt Frauen anderes, nämlich durch die performative Arbeit der Produktion sexuell attraktiver Körper. In der Zivilgesellschaft des Industriekapitalismus verlangten die Männer, dass die weiblichen Körper „nur“ zum Zwecke der Ehe oder der Prostitution verkäuflich seien.“ </p>
<p>Im Konsumkapitalismus ist das anders. In der sozialen und ökonomischen Struktur, welche die Sexualität organisiert, ist der weibliche Körper einem pauschalen Prozess der Kommodifizierung, sprich Kommerzialisierung, unterzogen worden. Er setzt nun eine große Palette an Verbraucherpraktiken voraus. Und man verbreitet ihn in Märkten, die zugleich ökonomisch und sexuell, sexuell und matrimonial sind. Diese Aneignung des weiblichen sexualisierten Körpers stellt eine Enteignung von Wert im Sinne von Karl Marx dar. Eine Klasse – die Männer – zieht Wert aus den Körpern einer anderen Klasse – der Frauen. Quelle: „Warum Liebe endet“ von Eva Illouz</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Männer haben Lust am Untergang</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Nov 2023 02:00:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
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					<description><![CDATA[„Frauen sind Gemälde, Männer sind Probleme“, hat Oscar Wilde mal geschrieben. Für Tobias Haberl sind Männer Gemälde und Frauen Problemlöser, wie wissen wie man Kalkreste aus dem Wasserkocher bekommt: Männer haben immer ein bisschen Lust am Untergang. Männer ziehen sich in Wälder zurück, wenn sie die Menschheit nicht mehr ertragen (Henry David Thoreau).“ Sie tapezieren ... <a title="Männer haben Lust am Untergang" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/tobias-haberl-maenner-versus-frauen.html" aria-label="Mehr Informationen über Männer haben Lust am Untergang">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Frauen sind Gemälde, Männer sind Probleme“, hat Oscar Wilde mal geschrieben. Für Tobias Haberl sind Männer Gemälde und Frauen Problemlöser, wie wissen wie man Kalkreste aus dem Wasserkocher bekommt: Männer haben immer ein bisschen Lust am Untergang. Männer ziehen sich in Wälder zurück, wenn sie die Menschheit nicht mehr ertragen (Henry David Thoreau).“ Sie tapezieren die Wände ihres Schlafzimmers mit Kork, legen sich ins Bett und schreiben einen Jahrhundertroman (Marcel Proust). Oder sie gehen auf den Champs-Élysées spazieren und werden von einem herunterfallenden Ast erschlagen (Ödön von Horváth). Frauen sind für Tobias Haberl seine Mutter, die den Sand aus seinen Tennissocken wäscht. Der Literaturwissenschaftler Tobias Haberl schreibt für das „Süddeutsche Zeitung Magazin“. Sein letztes Buch „Die große Entzauberung – Vom trügerischen Glück des heutigen Menschen“ wurde ein Bestseller. <span id="more-5006"></span></p>
<p><strong>Bei Männern gab es nur Triumph oder Tod</strong></p>
<p>Unter Frauen versteht Tobias Haberl pragmatische Wesen, die mit hausfraulicher Geduld jede Schwierigkeit meistern und beim Anblick eines Mühlrads nicht gleich ans Sterben denken. Und dann sind da noch die unerreichbaren Frauen, die es in Wahrheit gar nicht gibt oder die zu weit weg sind. Dabei handelt es sich um Wesen aus einer anderen Welt, auf der Leinwand und in den Zeitschriften. Wie hätte Tobias Haberl begreifen sollen, dass er keine weiblichen Stimmen vernahm, weil sie in einer männerzentrierten Gesellschaft überhört, ignoriert oder mundtot gemacht wurden?</p>
<p>Es sind ihr Fetisch des „win or lose“, ihre Unvollkommenheit und kindische Selbstüberschätzung, die Tobias Haberl bei Männern anzieht. Roger Willemsen, einer der größten Männer Deutschlands, hat mal geschrieben, „Wie are the Champions“ von Queen und „I`m a loser, baby, so why don`t you kill me? von Beck seien die beiden liturgischen Zeilen der Popkultur – Triumph oder Tod, alles andere ist nicht der Rede wert. Tobias Haberl erklärt: „Die Idole meiner Jugend sind strahlende Sieger oder jämmerliche Verlierer, Kämpfer oder Zweifler, harte Hunde oder verzärtelte Flaneure, die alles sind, nur nicht gewöhnlich.“ </p>
<p><strong>Männlichkeit hat ihren positiven Klang verloren</strong></p>
<p>Zu Beginn des 21. Jahrhunderts fliegen den Männern diese Heroisierungsgeschichten um die Ohren. „Männlichkeit hat ihren positiven Klang verloren“, schreibt der Journalist Rainer Hank. Es handelt sich dabei um nichts anderes als Rollenbilder, performativ hergestellt und sozial konstruiert zur Legitimation und Durchsetzung von Macht. Tobias Haberls Helden von damals sind die Lachnummern von heute: Clint Eastwood, Sylvester Stallone, Bruce Willis, unreife Ego-Maschinen, die auf andere eindreschen, um sich ein bisschen geiler vorkommen zu können.</p>
<p>Heute ist tatsächlich alles, was in Tobias Haberls Jugend cool war, fragwürdig, peinlich oder verboten. Daran muss man sich erst einmal gewöhnen, was leichter gesagt als getan ist. Tobias Haberl nennt ein Beispiel: „Ein schlecht rasierter Typ, der allein am Tresen steht, ist nicht mehr lässig, sondern deprimierend, wenn er nicht gerade auf sein Tinder-Date wartet.“ Eine weiße Frau mit großen Brüsten ist kein Sexsymbol mehr, sondern diversitätsfeindlich. Und ein Surfer, der mit dem VW-Bus durch die Welt gondelt, kein Romantiker, sondern ein Klimasünder. Quelle: „Der gekränkte Mann“ von Tobias Haberl</p>
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		<title>Viele Menschen achten auf äußere Signale</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Oct 2023 01:00:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Michael Lehofer erklärt: „Wir sind psychosexuell gesehen Fetischisten. Daher fahren wir alle in gewisser Weise auf äußere Signale ab. Wenn Menschen einen Partner suchen, kann es passieren, dass sie auf einen wunderbaren Menschen treffen.“ Wenn dieser jedoch nicht die Erfüllung der psychosexuellen Bedürfnisse verheißt, wird der wunderbare Mensch lediglich ein guter Freund bleiben und nicht ... <a title="Viele Menschen achten auf äußere Signale" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/michael-lehofer-fetischisten.html" aria-label="Mehr Informationen über Viele Menschen achten auf äußere Signale">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Michael Lehofer erklärt: „Wir sind psychosexuell gesehen Fetischisten. Daher fahren wir alle in gewisser Weise auf äußere Signale ab. Wenn Menschen einen Partner suchen, kann es passieren, dass sie auf einen wunderbaren Menschen treffen.“ Wenn dieser jedoch nicht die Erfüllung der psychosexuellen Bedürfnisse verheißt, wird der wunderbare Mensch lediglich ein guter Freund bleiben und nicht ganzheitlich – damit ist gemeint: auch als geschlechtliches Wesen – angesprochen werden. Eine Frau will, dass ein Mann will, um selbst wollen zu können. Männer, die quasi Frauen fragen, was sie wollen dürfen, werden von den wenigsten als attraktiv wahrgenommen, obwohl das paradoxerweise auch irgendwie viele Frauen einfordern. Univ.-Prof. Dr. med. Dr. phil. Michael Lehofer ist ärztlicher Direktor und Leiter der einer Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie am Landeskrankenhaus Graz II. <span id="more-4951"></span></p>
<p><strong>Angabe ist eine Form von Machotum</strong></p>
<p>Heute weiß Michael Lehofer, dass Frauen es überaus schätzen, wenn man ihre Grenzen, die sie selbst bestimmen wollen und müssen, beachtet. Gleichzeitig weiß er aber auch, dass sie es schätzen, wenn man ihnen vermittelt, dass man auch über die Grenzen gehen könnte, wenn man wollte. Diese Form oberflächlichen Selbstbewusstseins ist für die meisten Frauen ein Gewürz, dass sie als psychosexuellen Attraktor erleben. Viele Männer glauben sich positiv in Szene setzen zu müssen, indem sie angeben.</p>
<p>Das ist eine Form von Machotum, die nicht so gut ankommt, zumindest in der Regel. Doch wer angibt, ist marktschreierisch. Michael Lehofer stellt fest: „Er weiß eigentlich nicht, was er wert ist. Wenn man schon angibt, dann bitte dosiert. Auch da gilt: Oberflächlichkeit ist etwas, das man können sollte.“ Denn ein Mensch, der nicht oberflächlich sein kann, ist meist zu schwerfällig, einfach anstrengend. Es ist nicht fein, seine Zeit mit Menschen zu verbringen, die immer tiefschürfend sind. </p>
<p><strong>Humor ist das Schmiermittel des Lebens</strong></p>
<p>Das macht das Leben zu schwer. Fein dagegen ist es, wenn ein Mensch alles kann, und alles zu seiner Zeit. Irgendwie ist es ja lächerlich, ein Macho zu sein. Und doch bleibt einem als Mann nichts anderes übrig, wenn man für das andere Geschlecht attraktiv sein will. Um die Lächerlichkeit in Maßen zu halten, ist Humor vonnöten. Humor ist das Schmiermittel des Lebens. Er setzt die Möglichkeit voraus, sich selbst nicht zu wichtig zu nehmen und folglich zuallererst über sich selbst lachen zu können.</p>
<p>Was macht einen Macho attraktiv? Michael Lehofer erläutert: „Es ist die Tatsache, dass er cool ist. Cool ist jemand, der nicht Opfer seiner eigenen Emotionen ist. Manchmal ist es ganz angenehm, wenn die Emotionen nicht so drängend sind. Genau das bietet der Macho den Frauen.“ Es ist also nicht von Nachteil, als Voraussetzung einer Beziehung zwischen Mann und Frau Macho zu können. Die Dosis bestimmt allerdings die Qualität beziehungsweise macht das Gift. Quelle: „40 verrückte Wahrheiten über Frauen und Männer“ von Micheal Lehofer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Männer stehen für Freiheit und Macht</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Aug 2023 01:00:35 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Eigentlich wird die ganze verdammte Welt von Männern am Laufen gehalten, die sich am liebsten selbst reden hören und ihre Vorstellung von Männlichkeit an ihre Söhne weitergeben. Tobias Haberl stellt fest: „Es ist eine sexistische Welt, sehr weiß, sehr männlich, sehr heterosexuell, die von zahllosen Filmen und Werbespots reproduziert wird.“ Frauen machen Werbung für Geschirrspülmittel, ... <a title="Männer stehen für Freiheit und Macht" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/tobias-haberl-vorteile-von-maennern.html" aria-label="Mehr Informationen über Männer stehen für Freiheit und Macht">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich wird die ganze verdammte Welt von Männern am Laufen gehalten, die sich am liebsten selbst reden hören und ihre Vorstellung von Männlichkeit an ihre Söhne weitergeben. Tobias Haberl stellt fest: „Es ist eine sexistische Welt, sehr weiß, sehr männlich, sehr heterosexuell, die von zahllosen Filmen und Werbespots reproduziert wird.“ Frauen machen Werbung für Geschirrspülmittel, Gardinen und Waschpulver, Männer für Autos, Versicherungen und Weinbrand. Männer stehen für Freiheit, Abenteuer und Macht, Frauen für Saubermachen und Körperpflege. So etwas wie Lebensglück wird so gut wie immer von einem heterosexuellen Paar mit einem Sohn und einer Tochter symbolisiert. Der Literaturwissenschaftler Tobias Haberl schreibt für das „Süddeutsche Zeitung Magazin“. Sein letztes Buch „Die große Entzauberung – Vom trügerischen Glück des heutigen Menschen“ wurde ein Bestseller. <span id="more-4772"></span></p>
<p><strong>Menschen sollten partnerschaftlich ihre Rolle finden können</strong></p>
<p>Trotzdem hat Tobias Haberl nicht das Gefühl, dass er, zum Beispiel gegenüber seiner Schwester, privilegiert sein könnte, dass ihr weniger zugetraut oder gestattet wurde. Sie bekommt alles, was auch Tobias Haberl bekommt, das gleiche Taschengeld, die gleiche Liebe, an Weihnachten liegen genau so viele Geschenke auf der linken wie auf der rechten Seite des Baumes. Tobias Haberl weiß nichts von der permanenten Unsicherheit, ohne die sich Frauen ihr Leben nicht vorstellen können. </p>
<p>Tobias Haberl ist tatsächlich erst bei der Arbeit an seinem Buch „Der gekränkte Mann“ aufgefallen, dass sein halbes Leben fast ausnahmslos von Männern geprägt wurde. Die Politikerin Rita Süßmuth hat einmal gesagt, dass Politik keine Männer- und Frauenbilder entwerfen, sondern Bedingungen schaffen solle, dass Menschen partnerschaftlich ihre Rolle finden könnten. Das kann man gar nicht oft genug wiederholen. Tobias Haberl merkt es nicht und denkt nicht darüber nach, dass es sich den ganzen Tag mit Ideen, Meinungen und Fantasien von Männern beschäftigt. </p>
<p><strong>Tobias Haberl identifiziert sich mit männlichen Helden</strong></p>
<p>Tobias Haberl weiß noch, wie irritiert er war, als er mit siebzehn zum ersten Mal „Thelma &#038; Louise“ sah: „Es war nur so ein Gefühl, eine Ahnung, ich mochte den Film, aber etwas störte und hinderte mich daran, in die Handlung einzutauchen.“ Heute weiß er, woran es lag: Die beiden Hauptfiguren, die am Ende jubelnd mit dem Cabrio über die Klippe rasen, sind Frauen. Oder anders: keine Männer. Denn Tobias Haberl schwärmt für Männer, die grandios auftrumpfen oder interessant scheitern. </p>
<p>Auch in Büchern identifiziert sich Tobias Haberl ausnahmslos mit männlichen Helden, obwohl er zu seiner Verteidigung sagen muss, dass es weibliche kaum gibt, zumindest nicht in den Romanen, die er in die Finger kriegt. Okay, vielleicht Lolita, aber die wird ja von einem älteren notgeilen Schriftsteller durch die Gegend kutschiert. Wahrscheinlich hat Tobias Haberl sogar unbewusst einen Bogen um Frauenfiguren gemacht und er ist ihnen, ohne es zu merken, aus dem Weg gegangen. Quelle: „Der gekränkte Mann“ von Tobias Haberl</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Weiße Männer sind Geisterfahrer der Nation</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Apr 2023 01:00:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
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					<description><![CDATA[Von Michel de Montaigne stammt der Satz, dass es doch erlaubt sein müsse, von einem Dieb zu sagen, dass er ein schönes Bein habe. Heute sagen viele: Dieb ist Dieb – und meist ist er ein Mann. Die feministische Schriftstellerin Doris Lessing beklagte schon vor Jahren, dass die Abwertung alles Männlichen so sehr Teil der ... <a title="Weiße Männer sind Geisterfahrer der Nation" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/tobias-haberl-weisse-maenner-als-geisterfahrer.html" aria-label="Mehr Informationen über Weiße Männer sind Geisterfahrer der Nation">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Von Michel de Montaigne stammt der Satz, dass es doch erlaubt sein müsse, von einem Dieb zu sagen, dass er ein schönes Bein habe. Heute sagen viele: Dieb ist Dieb – und meist ist er ein Mann. Die feministische Schriftstellerin Doris Lessing beklagte schon vor Jahren, dass die Abwertung alles Männlichen so sehr Teil der westlichen Kultur geworden ist, dass sie kaum noch wahrgenommen werde. Man hätte sich so lange eingeredet, dass Männer das Problem und Frauen die Lösung seien, dass es sich natürlich anfühle, ja dass man es tatsächlich glaubte. Tobias Haberl fügt hinzu: „Im Moment sind weiße Männer die Geisterfahrer der modernen Gesellschaft, über die alles gesagt werden darf – nur nichts Gutes.“ Der Literaturwissenschaftler Tobias Haberl schreibt für das „Süddeutsche Zeitung Magazin“. Sein letztes Buch „Die große Entzauberung – Vom trügerischen Glück des heutigen Menschen“ wurde ein Bestseller. <span id="more-4517"></span></p>
<p><strong>Jeder Mann ist ein möglicher Teufel</strong></p>
<p>Verdächtig ist jeder, der weiß, heterosexuell, über vierzig und mit seiner Identität einigermaßen einverstanden ist. Problematisch wird es, wenn er beispielsweise Tweedsakkos trägt, Botho Strauß liest, in der Provinz lebt, CDU wählt und in die Kirche geht. Dann nämlich wird er verspottet, und zwar von denselben Menschen, die im Internet für Toleranz und Meinungsfreiheit eintreten. Tobias Haberl weiß: „Die meisten Männer sind weder glühende Feministen noch Frauenfeinde, sondern irgendwas dazwischen.“</p>
<p>Im Moment sind viele verunsichert, weil man sie mit fragwürdigen Geschlechtsgenossen in einen Topf wirft, als steckte in jedem Mann ein möglicher Teufel. Viele ältere Männer fühlen sich abgehängt in einer Arbeitswelt, die jünger und weiblicher zu werden versucht. Sie sind irritiert von einer digitalen Gegenwart, die sich so rasant verändert, dass sie sich überfordert und bedeutungslos vorkommen. Die Ära des Patriarchats stirbt vor sich hin, die Gesellschaften des Westens sind transparenter und vielfältiger geworden. </p>
<p><strong>Die Gesellschaft steckt in einem angestrengten Kulturkampf</strong></p>
<p>Trotzdem gibt es noch jede Menge zu tun. Tobias Haberl stellt fest: „Es wird Jahrzehnte dauern, bis die erkämpften Rechte Wirklichkeit werden und sämtliche Vorurteile gegen Frauen und Minderheiten aus unseren Köpfen verschwunden sind. Neue Formen von Macht, Verantwortung und Liebe werden entstehen, die wir uns noch gar nicht vorstellen können, auch neue Konflikte und Verteilungskämpfe.“ Wer weiß, vielleicht ist die Zukunft am Ende tatsächlich eine Verweichlichung.</p>
<p>Dann triumphiert das vermeintlich schwache Geschlecht über das vermeintlich starke. Aber noch ist diese Zeit nicht gekommen. Noch steckt die Gesellschaft in einem angestrengten Kulturkampf, der mit Verletzungen auf beiden Seiten einhergeht. Tobias Haberl erklärt: „Ich glaube nicht, dass wir uns als Gesellschaft weiterentwickeln, wenn wir ältere weiße Männer grundsätzlich als Mängelwesen demontieren.“ Man kann viel kaputt machen, wenn man für eine gute Sache ohne Empathie und Rücksicht auf Verluste kämpft. Quelle: „Der gekränkte Mann“ von Tobias Haberl</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Jeder Mensch braucht Bewunderung</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/michael-lehofer-gut-funktionierende-beziehungen.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Feb 2023 02:00:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bewunderung]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
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					<description><![CDATA[Beziehungen, die gut funktionieren, haben überdurchschnittlich häufig etwas Erstaunliches gemeinsam: Die Männer werden von den Frauen bewundert und die Frauen fühlen sich von den Männern gesehen. Männer brauchen oft viel Bewunderung, vor allem in partnerschaftlichen Beziehungen. Michael Lehofer ergänzt: „Natürlich brauchen auch Frauen Bewunderung. Bewunderung ist die reinste narzisstische Zufuhr, und es gibt einen gesunden ... <a title="Jeder Mensch braucht Bewunderung" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/michael-lehofer-gut-funktionierende-beziehungen.html" aria-label="Mehr Informationen über Jeder Mensch braucht Bewunderung">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Beziehungen, die gut funktionieren, haben überdurchschnittlich häufig etwas Erstaunliches gemeinsam: Die Männer werden von den Frauen bewundert und die Frauen fühlen sich von den Männern gesehen. Männer brauchen oft viel Bewunderung, vor allem in partnerschaftlichen Beziehungen. Michael Lehofer ergänzt: „Natürlich brauchen auch Frauen Bewunderung. Bewunderung ist die reinste narzisstische Zufuhr, und es gibt einen gesunden Narzissmus, ohne den keine gedeihliche Entwicklung möglich ist.“ Daher benötigt jedes Kind Bewunderung, ehrliche Bewunderung. Es braucht sie, um zu einem positiven Selbstbild zu kommen, um letztlich Ja zu sich sagen zu können. Bewunderung wirkt in zwischenmenschlichen Beziehungen unterschiedlich. So kann beispielsweise der Mächtige mittels Bewunderung den anderen auf Augenhöhe bringen. Univ.-Prof. Dr. med. Dr. phil. Michael Lehofer ist ärztlicher Direktor und Leiter der einer Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie am Landeskrankenhaus Graz II. <span id="more-4335"></span></p>
<p><strong>Mit der Bewunderung von Chefs sollte man vorsichtig sein</strong></p>
<p>Der Vater, der den Sohn bewundert, hebt den Sohn auf die gleiche Stufe, auf die ihn der Sohn gestellt hat. Wie schön ist das! Bewunderung bedeutet, den anderen als Wunder anzuerkennen. Andererseits birgt Bewunderung auch die Möglichkeit einer Machtdefinition: Wenn nämlich der Untere den Oberen bewundert, lässt sich der Obere durch den Unteren definieren. Michael Lehofer nennt ein Beispiel: „Wenn ein Chef offen von einem Mitarbeiter bewundert wird, dann könnte es sein, dass der Mitarbeiter den Chef durch seine Bewunderung steuern möchte.“ </p>
<p>Das will dieser gewöhnlich nicht. Daher muss man mit der Bewunderung von Chefs etwas vorsichtig sein. Was Chefs wirklich wollen, ist gesehen zu werden. Denn sie führen, sie gehen ihren Mitarbeitern voran. Sie sind darauf angewiesen, sicher gesehen zu sein. Nur dann können sie unbesorgt vorangehen. Aus dieser Sicht sind Männer in Partnerschaften Mitarbeiter in der Firma ihrer Frau – so schlimm das klingt! Daher ist die Bewunderung für den Mann seitens der Frau quasi eine Einladung, in eine ebenbürtige Beziehung zu kommen. </p>
<p><strong>Bewunderung und Gesehenwerden führt zur Verbundenheit</strong></p>
<p>Die Achtung des Mannes für die Frau wiederum gewährt eine gewisse Sicherheit, dass die Anliegen der Frau, die sie mit dieser Beziehung verbindet, realisiert werden. Michael Lehofer erläutert: „Natürlich sind sowohl Bewunderung als auch das Gesehenwerden in einer funktionierenden Beziehung etwas Gegenseitiges.“ Wenn eine Beziehung in eine Schieflage gerät, liegt eigentlich immer eine Miss- oder gar Verachtung der Frau oder/und ein entwürdigendes Übersehen der Frau durch den Mann vor. </p>
<p>Daran kann man jedoch arbeiten, wenn man noch will. Michael Lehofers Lebenserfahrung nach gibt es bei beiden Modalitäten kein Mittelmaß: „Entweder die Frau bewundert ihren Mann oder sie verachtet ihn. Gleichermaßen ist der Mann entweder mit allen Sinnen bei der Frau oder er übersieht sie vollkommen.“ Man muss einer Frau nicht nur stereotyp die Tür aufhalten, um dafür zu sorgen, dass sie sich gesehen fühlt. Im Grunde sind Bewunderung und Gesehenwerden nur äußere Zeichen für das Gleiche: die Verbundenheit. Quelle: „40 verrückte Wahrheiten über Frauen und Männer“ von Michael Lehofer</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Herrschaft der weißen Männer ist vorbei</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/tobias-haberl-alleinherrschaft-der-weissen-maenner.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Nov 2022 02:00:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Männlichkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Auch Tobias Haberl findet, dass es jetzt mal reicht mit der Alleinherrschaft der weißen Männer. Gleichzeitig geht ihm die Aggressivität und manchmal auch Heuchelei der Gender-Debatte ziemlich auf die Nerven. Einerseits ist die Gleichstellung von Mann und Frau noch lange nicht erreicht. Andererseits beobachtet Tobias Haberl, wie ein teils dogmatischer Feminismus verunsicherte Männer nicht nur ... <a title="Die Herrschaft der weißen Männer ist vorbei" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/tobias-haberl-alleinherrschaft-der-weissen-maenner.html" aria-label="Mehr Informationen über Die Herrschaft der weißen Männer ist vorbei">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auch Tobias Haberl findet, dass es jetzt mal reicht mit der Alleinherrschaft der weißen Männer. Gleichzeitig geht ihm die Aggressivität und manchmal auch Heuchelei der Gender-Debatte ziemlich auf die Nerven. Einerseits ist die Gleichstellung von Mann und Frau noch lange nicht erreicht. Andererseits beobachtet Tobias Haberl, wie ein teils dogmatischer Feminismus verunsicherte Männer nicht nur nicht überzeugt, sondern verschreckt. Denn er diffamiert sie als Mängelwesen, die hoffentlich bald tot sind. Rational erkennt Tobias Haberl die Notwendigkeit einer Neuordnung. Emotional kann er sich nur schwer vom Bild des traditionellen und ja, wahrscheinlich auch fragwürdigen Mannes lösen. Der Literaturwissenschaftler Tobias Haberl schreibt für das „Süddeutsche Zeitung Magazin“. Sein letztes Buch „Die große Entzauberung – Vom trügerischen Glück des heutigen Menschen“ wurde ein Bestseller. <span id="more-4061"></span></p>
<p> <strong>Millionen gekränkter Männer sind ein politisches Problem</strong></p>
<p>Im Moment geht es vielen Männern so. Woher weiß Tobias Haberl das? Sie erzählen es ihm. Die einen offen, die anderen hinter vorgehaltener Hand, im Flüsterton oder per E-Mail. Männer die weltoffen und selbstkritisch sind, sich aber schon fragen, warum sie auf einmal „gebärender Elternteil“ sagen sollen, wenn sie „Mutter“ meinen. Der Männlichkeit ist die Selbstverständlichkeit abhandengekommen. Das ist gut, weil sich gesellschaftliche Normen verschoben haben, das ist aber auch heikel, weil Millionen gekränkter Männer ein politisches Problem sind.</p>
<p>Im Moment inszenieren sich die einen als Vorzeigefeministen, während sich andere resigniert durch die Kommentarspalten im Internet hassen. Tobias Haberl kann sich mit keinem der beiden Lager identifizieren. Er ist irgendetwas dazwischen. Für gleiche Chancen, gleiche Rechte, gleiches Einkommen. Er ist aber gegen Gendersternchen, für mehr Frauen in Führungspositionen, aber gegen die reflexartige Skandalisierung jedes nicht hundertprozentig besenreinen Satzes. Es gibt Feministinnen, mit denen ist Tobias Haberl befreundet, andere respektiert er, wieder andere empfindet er als Zumutung.</p>
<p><strong>Die Idee der Männlichkeit gilt nicht mehr</strong></p>
<p>Es ist tatsächlich so, dass Tobias Haberl im Bayerischen Wald, wo er aufgewachsen ist, als fortschrittlich und in München, wo er wohnt, als konservativ wahrgenommen wird. Es geht in seinem Buch „Der gekränkte Mann“ um die Sehnsucht nach einer Männlichkeit, die sich nicht verleugnet, aber auch nicht anbiedert. Denn natürlich möchte Tobias Haberl kein Typ von gestern, aber halt auch nicht dressiert und totalangepasst, nicht immer nur zeitgemäß und glatt geschliffen sein.</p>
<p>Im Moment ist Tobias Haberl auf der Suche, weil die Idee von Männlichkeit, die ihn ein Leben lang begleitet hat, nicht mehr gilt. Weil vieles, was früher okay war, problematisch und vieles, was lässig war, lächerlich geworden ist. Tobias Haberl hat Freuden von seinem geplanten Buch erzählt. Einer hielt ihn für lebensmüde, ein anderer für masochistisch. In den Tagen danach hatte er ernste Motivationsprobleme. Er weiß natürlich, dass er den Zeitgeist nicht auf seiner Seite hat. Die Gefahr, dass er in eine finstere Ecke geschoben wird, ist groß, ziemlich sicher werden ihn einige absichtlich falsch verstehen. Quelle: „Der gekränkte Mann“ von Tobias Haberl </p>
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		<title>Gelegenheitssex ist ein Nullsummenspiel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Aug 2021 01:00:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gelegenheitssex]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstwertgefühl]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualität]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach Auffassung vieler Frauen, mit denen Eva Illouz gesprochen hat, untergräbt die Sexualität die Möglichkeit, als Person anerkannt zu werden. Gelegenheitssex dagegen verwandelt die Begegnung mitunter in ein Nullsummenspiel: das Streben ihres Partners nach einem sexuellen Vergnügen versus ihr Selbstgefühl, das auf Gegenseitigkeit und Anerkennung beruht. Eva Illouz erläutert: „Während sich der Wert einer Frau ... <a title="Gelegenheitssex ist ein Nullsummenspiel" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/eva-illouz-gelegenheitssex.html" aria-label="Mehr Informationen über Gelegenheitssex ist ein Nullsummenspiel">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach Auffassung vieler Frauen, mit denen Eva Illouz gesprochen hat, untergräbt die Sexualität die Möglichkeit, als Person anerkannt zu werden. Gelegenheitssex dagegen verwandelt die Begegnung mitunter in ein Nullsummenspiel: das Streben ihres Partners nach einem sexuellen Vergnügen versus ihr Selbstgefühl, das auf Gegenseitigkeit und Anerkennung beruht. Eva Illouz erläutert: „Während sich der Wert einer Frau in traditionellen patriarchalischen Gesellschaften über ihre Klassenzugehörigkeit und ihre sexuelle Tugend bestimmt, wird der Sitz ihres Werts in einem Regime der sexuellen Freiheit verschwommen und ungewiss.“ Die Autonomisierung der Sexualität führt zu einer eingebauten Ungewissheit über den Ort des Werts selbst und über die Möglichkeit einer emotionalen Interaktion. Eva Illouz ist Professorin für Soziologie an der Hebräischen Universität von Jerusalem. Außerdem ist sie Studiendirektorin am Centre européen de sociologie et de science politique de la Sorbonne. <span id="more-2861"></span></p>
<p><strong>Gelegenheitssex ist eher eine männliche Form der Sexualität</strong></p>
<p>Frauen stehen Gelegenheitssex insgesamt kulturell ambivalenter gegenüber als Männer. Wie die Forschung zeigt, ist Gelegenheitssex tatsächlich ein Prädikator für sexuelle Reue unter Hochschulstudentinnen, vor allem wenn der Geschlechtsverkehr weniger als 24 Stunden nach dem ersten Kennenlernen stattfand und es keine weitere Begegnung mehr gab. Elaine Eshbaugh und Gary Gute stellen fest: „Die weiblichen Beteiligten verspürten eher als die Männer Reue oder Enttäuschung; sie grübelten auch eher über einen One-Night-Stand nach und verspürten mehr Scham und Selbstzweifel nach dem Erlebnis. Die Männer hingegen fühlten sich eher befriedigt.&#8220;</p>
<p>Diese Befunde scheinen einmal mehr zu bestätigen, dass Gelegenheitssex eher einer männlichen Form von Sexualität entspricht. Eva Illouz fügt hinzu: „Geschlechterunterschiede finden sich auch zwischen lesbischen Frauen und schwulen Männern, und zwar dahingehend, dass lesbische Frauen stärker beziehungsorientiert sind als schwule Männer.“ In einem Aufsatz über Depressionen und Liebesbeziehungen unter Heranwachsenden schreiben Catherine Grello und Kollegen: „Junge halbwüchsige Frauen, die Geschlechtsverkehr gleichermaßen in lockeren wie in festen Beziehungen hatten, zeigten das größte Ausmaß an depressiven Symptomen sowohl bevor als auch nachdem sie sexuell aktiv wurden.“ </p>
<p><strong>Gelegenheitssex stärkt das Selbstwertgefühl von Frauen nicht</strong></p>
<p>Andere Wissenschaftlerinnen haben festgestellt, dass Hochschulstudentinnen, die Erfahrungen mit Gelegenheitssex gemacht hatten, über ein geringeres Selbstwertgefühl verfügten als Frauen in sexuellen Liebesbeziehungen. Und überraschender noch, als Frauen ohne jede sexuelle Erfahrung. Auch vermuteten sie, dass bei Frauen, die bei Gelegenheitssex Schuldgefühle empfanden, diese Schuldgefühle zu Unbehagen und Verwirrung führten. Dies mag wiederum mit einem geringen Selbstwertgefühl zu tun haben.</p>
<p>In zahlreichen Studien zeigt sich die robuste Korrelation zwischen geringem Selbstwertgefühl und Gelegenheitssex. Eva Illouz hält fest, dass Gelegenheitssex das Selbstwertgefühl von Frauen nicht stärkt, und das, obwohl Sex für beide Geschlechter zu einer neuen Form von Kapital geworden ist. Nämlich zu etwas, nach dem man aus Lust und aus Statusgründen strebt. Die Sexualität von Frauen bleibt dabei in soziale Beziehungen eingebettet, während die männliche Sexualität häufiger und mit größerer Wahrscheinlichkeit entbettet wird. Quelle: „Warum Liebe endet“ von Eva Illouz</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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