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	<title>Familie &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Die Kleinfamilie hat fast nie funktioniert</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Mar 2023 01:00:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
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					<description><![CDATA[Jeder Anthropologe würde auf Nachfrage ausführen, dass unter dem Begriff „Familie“ erst neuerdings und nur in einem Teil der Welt ein bestimmtes Gebilde verstanden wird. Anne Waak erklärt: „Es basiert auf einer flüchtigen Emotion namens romantische Liebe, bedarf der Eheringe sowie der eigenen Kinder, und zieht sich in die eigenen vier Wände zurück. Dort garantieren seine Mitglieder dann wechselseitig für ihr gesamtes und ewig währendes Lebensglück.“ Entgegen allen anderslautenden Hinweisen sorgen die Arbeitswelt, die Kultur, die Werbung, die Architektur, das Steuer- und das Erbrecht mit vereinten Kräften dafür, dass das&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Jeder Anthropologe würde auf Nachfrage ausführen, dass unter dem Begriff „Familie“ erst neuerdings und nur in einem Teil der Welt ein bestimmtes Gebilde verstanden wird. Anne Waak erklärt: „Es basiert auf einer flüchtigen Emotion namens romantische Liebe, bedarf der Eheringe sowie der eigenen Kinder, und zieht sich in die eigenen vier Wände zurück. Dort garantieren seine Mitglieder dann wechselseitig für ihr gesamtes und ewig währendes Lebensglück.“ Entgegen allen anderslautenden Hinweisen sorgen die Arbeitswelt, die Kultur, die Werbung, die Architektur, das Steuer- und das Erbrecht mit vereinten Kräften dafür, dass das Familienbild mitteleuropäischer Prägung so bleibt, wie es erst im Zuge der Industrialisierung erfunden wurde. Dabei hat die gegengeschlechtliche Kleinfamilie, wenn man ehrlich ist, kaum jemals in ihrer 200-jährigen Geschichte funktioniert. Also allen Mitgliedern dauerhaft zu Zufriedenheit verholfen, weil sie es gar nicht kann. <span id="more-4411"></span></p>
<p><strong>Meist sorgt der Vater fürs Bruttosozialprodukt</strong></p>
<p>Anne Waak weiß: „Sie muss unter dem Druck der an sie gestellten Erwartungen, Ansprüche und auf sie geladenen Lasten unweigerlich kollabieren. Denn sie verlangt zu viel von zu wenigen.“ Sobald ein Kind die Szenerie betritt, macht es einen Elternteil – meistens ist es die Mutter – zur rund um die Uhr arbeitenden, lediglich mit zukünftiger Altersarmut bezahlten Babypflege- und Haushaltskraft. Oft übernimmt sie einen zusätzliche Halb- bis Ganztagsjob in der Wirtschaft, zu deren Erhaltung sie ja parallel frisches Humankapital heranzieht. </p>
<p>Der andere Elternteil – meist handelt es sich um den Vater, wenn er denn Teil des Arrangements ist – sorgt ohnehin fürs Bruttosozialprodukt. Gezwungen wird er dazu vom Baby, dessen Hunger und unstillbarem Bedürfnis nach einem größeren Auto, einer größeren Wohnung, einem Garten und einmal im Jahr einen erholsamen Familienurlaub. Anne Waak erläutert: „Das Baby wurde nicht um sein Einverständnis hierzu gebeten. Die Eltern aber auch nicht so richtig. Das alles gehört nun mal zum Familie-Sein dazu, hat man ihnen gesagt.“ </p>
<p><strong>Die Kleinfamilie kann sich in eine Terrorzelle verwandeln</strong></p>
<p>Wenn die fragile Liebe dann leidet, wenn die Gefühlsträger unter Druck geraten, wenn die Jobs der Eltern abgebaut werden, wenn die Miete ins Unermessliche steigt, wenn ein Familienmitglied krank wird und niemand oder nichts da ist, um das aufzufangen, dann kann die kleinste Zelle der Gesellschaft in kürzester Zeit zur kleinsten Terrorzelle der Welt werden. Nicht immer, aber auch nicht selten. Laut Bundeskriminalamt gab es im Jahr 2021 in Deutschland mehr als 15.500 registrierte Fälle von sexuellem Missbrauch, 6,3 Prozent mehr als im Vorjahr. </p>
<p>Womit noch nichts gesagt wäre über sogenannte häusliche Gewalt gegen Erwachsene, infolge derer jeden dritten Tag eine Frau durch die Hand eines Mannes stirbt, der vorgibt, sie zu lieben. Anne Waak fügt hinzu: „Davon sind Kinder dann mitbetroffen, denn eine tote Mutter ist keine gute Mutter mehr. Wie gesagt: Das passiert nicht immer, aber keinesfalls selten, dafür aber quer durch alle gesellschaftlichen Schichten.“ Dennoch sind es die Glücksverheißungen, denen viele Menschen mehr oder weniger verfallen sind, und die immer gerade nicht eintreten. Quelle: „Unglück für alle“ von Anne Waak in „DIE WELT“ vom 22. Februar 2023</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Junge Erwachsene haben viel zu tun</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/andreas-salcher-beschreibt-das-fruehe-erwachsenenalter.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 May 2021 01:00:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ehe]]></category>
		<category><![CDATA[Erwachsene]]></category>
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					<description><![CDATA[Das frühe Erwachsenenalter erstreckt sich vom 19. bis zum 40. Lebensjahr. Andreas Salcher erklärt: „In dieser Phase versuchen die meisten von uns, den richtigen Liebespartner zu finden und zu beruflichem Erfolg zu gelangen.“ Irgendwann trifft man dann die Entscheidung sich fix zu binden, weil man davon überzeugt ist oder zumindest hofft, die Liebe seines Lebens gefunden zu haben. Es folgen das Zusammenziehen in eine gemeinsame Wohnung oder der Bau eines Hauses, oft die Hochzeit und die Geburt des ersten Kindes. Vielleicht gibt es kurz vor dem Traualtar noch eine Mentalreservation,&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das frühe Erwachsenenalter erstreckt sich vom 19. bis zum 40. Lebensjahr. Andreas Salcher erklärt: „In dieser Phase versuchen die meisten von uns, den richtigen Liebespartner zu finden und zu beruflichem Erfolg zu gelangen.“ Irgendwann trifft man dann die Entscheidung sich fix zu binden, weil man davon überzeugt ist oder zumindest hofft, die Liebe seines Lebens gefunden zu haben. Es folgen das Zusammenziehen in eine gemeinsame Wohnung oder der Bau eines Hauses, oft die Hochzeit und die Geburt des ersten Kindes. Vielleicht gibt es kurz vor dem Traualtar noch eine Mentalreservation, ob man sich jetzt wirklich für diesen einen Menschen entscheiden soll. Die Bedenken werden aber meist weggedrückt. Von Frauen wird erwartet, dass es der schönste Tag ihres Lebens ist. Dr. Andreas Salcher ist Unternehmensberater, Bestseller-Autor und kritischer Vordenker in Bildungsthemen. <span id="more-2650"></span></p>
<p><strong>Das erträumte Leben stimmt nicht mit dem realen überein</strong></p>
<p>Von Männern erwartet man, dass sie durch die Hochzeit offiziell ihre Freiheit aufgeben und glaubhaft ewige Treue schwören. Es ist der Augenblick der großen Hoffnung. Viele Ehepaare sind jedoch oft wenige Jahre danach so niedergeschlagen, weil sich ihre Träume nicht erfüllt haben. Leo Tolstoi schreibt in seinem Roman „Anna Karenina“: „Alle glücklichen Familien gleichen einander, jede unglückliche Familie ist auf ihre eigene Weise unglücklich.“ Selbst wenn sich die Träume von der idealen Familie und dem Haus im Grünen in einem hohen Ausmaß verwirklicht haben, bringt das Konsequenzen mit sich, die sich die Betroffenen nicht vorstellen konnten. </p>
<p>Andreas Salcher erläutert: „Sie finden sich in einem Leben wieder, das aus einer Vielzahl von Verpflichtungen, großem Stress, Verlust an vertrauten Lebensgewohnheiten und lähmenden Alltagsproblemen besteht.“ Das erträumte Leben stimmt nicht mit dem realen überein. Der Partner entpuppt sich als streitlustig oder langweilig, als geizig oder leichtsinnig, als karrierebesessen oder als Versager, als lustlos oder notorisch untreu. Eine Reaktion darauf ist Wut gegen sich selbst. </p>
<p><strong>Die Träume verändern sich im Laufe der Jahre</strong></p>
<p>Andere Reaktionen sind spontane Weinkrämpfe ohne Anlass, Streit über Nebensächlichkeiten, Flucht in die Arbeit und Erschöpfung. Die unerklärliche Traurigkeit, die einen manchmal überwältigt, ist typisch für diese Lebensphase. Das liegt aber nicht darin, dass sich oft Träume, die man einst hatte, nach ihrer Erfüllung als Illusionen erweisen. Es ist vielmehr die Tatsache, dass sich die persönlichen Vorstellungen davon, was erstrebenswert ist, im Laufe der Jahre sehr verändert haben.</p>
<p>Diese Veränderungen sind vielen Menschen gar nicht bewusst. Das betrifft das Privatleben genauso wie den Beruf. Dazu kommt die Überlastung. Arbeit, Familie, eine Flut aus sonstigen Verpflichtungen und zusätzlich unerwartete Krisen werfen jeden Plan über den Haufen. Andreas Salcher fügt hinzu: „Die To-do-Listen werden immer länger statt kürzer. Wir wachen jeden Tag mit dem Gefühl auf, allein in einem Bergwerk Steine abbauen zu müssen, und selbst die Wochenenden sind fix mit Dingen verplant, die wenig Euphorie auslösen.“ Quelle: „Das ganze Leben in einem Tag“ von Andreas Salcher</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Der Begriff „Familie“ ist out</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Oct 2020 13:28:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Autorität]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Patriarchat]]></category>
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					<description><![CDATA[Paul Verhaeghe setzt den Begriff „Familie“ in Anführungszeichen, um damit zu zeigen, dass dieses Wort kaum noch seine traditionelle Bedeutung besitzt. In der Vergangenheit offenbarte der Blick auf die Familie häufig einen leicht gelangweilten Vater, eine stolze Mutter und einige Kinder. Heute ist die traditionelle Familie im Aussterben begriffen. Patchwork-Familien aller Art und Alleinerziehende dominieren das Geschehen. Außerdem ist die Scheidungsrate extrem hoch und man schließt immer weniger Ehen. Das hat verschiedene Gründe, die zu einem großen Teil mit dem Schwinden des Patriarchats und der dazugehörigen verpflichtenden Erwartungen zu tun&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Paul Verhaeghe setzt den Begriff „Familie“ in Anführungszeichen, um damit zu zeigen, dass dieses Wort kaum noch seine traditionelle Bedeutung besitzt. In der Vergangenheit offenbarte der Blick auf die Familie häufig einen leicht gelangweilten Vater, eine stolze Mutter und einige Kinder. Heute ist die traditionelle Familie im Aussterben begriffen. Patchwork-Familien aller Art und Alleinerziehende dominieren das Geschehen. Außerdem ist die Scheidungsrate extrem hoch und man schließt immer weniger Ehen. Das hat verschiedene Gründe, die zu einem großen Teil mit dem Schwinden des Patriarchats und der dazugehörigen verpflichtenden Erwartungen zu tun haben. Früher war man schon fast zur Heirat verpflichtet. Kinderlos zu bleiben war eine Katastrophe oder galt als höchst verdächtig. Paul Verhaeghe lehrt als klinischer Psychologe und Psychoanalytiker an der Universität Gent. <span id="more-2396"></span></p>
<p><strong>Eine lange Beziehung ist tödlich für die Leidenschaft</strong></p>
<p>In früheren Zeiten heiratete ein Mann, um moralisch einwandfreien Zugang zu Sex zu bekommen. Und er bekam als Zugabe noch eine Haushälterin dazu. Frauen heirateten in der Hoffnung auf Kinder und einen guten Versorger. In der Vergangenheit hing der Erfolg einer Frau oft davon ab, welchen Mann sie heiratete. Paul Verhaeghe kennt die Veränderungen, die seit damals eingetreten sind: „Heute wollen oft die Männer Kinder haben, und Sex ist eher ein Scheidungsgrund als ein Grund für eine Eheschließung.“</p>
<p>Das Zusammenspiel zwischen ihrer erotischen und ihrer elterlichen Rolle ist bei Vätern und Müttern nicht einfach. Und eine langjährige Beziehung ist tödlich für die Leidenschaft. Verglichen mit früher genießen die Menschen eine wesentlich größere sexuelle Freiheit – besonders die Frauen. Und obwohl Menschen biologisch gesehen ganz klar nicht monogam sind, erwarten die meisten wider besseres Wissen von ihrem Partner Treue. Dadurch ist eine neue Doppelmoral entstanden, bei der auch Frauen häufig mehr als eine Beziehung zugleich haben. Sie können jedoch dasselbe Verhalten bei ihrem Partner nur schwer ertragen.</p>
<p><strong>Autorität ist kein Synonym für Macht oder Gewalt</strong></p>
<p>Das Patriarchat funktioniert aufgrund einer typischen Pyramidenstruktur. Das Militär und die Kirche gelten dafür als Musterbeispiele. Weibliche Pendants gibt es kaum. Auch daran kann man erkennen, dass eine solche Struktur bei Frauengruppen weniger häufiger vorkommt. Nun, da das Patriarchat auf dem Rückzug ist und immer mehr besser ausgebildete Frauen Führungspositionen übernehmen, träumen manche von einer sanfteren, von Frauen dominierten Gesellschaft. Diese basiert auf angeblich typisch weiblichen Eigenschaften wie Empathie, Streben nach Einvernehmen und langfristigem Denken.</p>
<p>Autorität ist für Paul Verhaeghe kein Synonym für Macht, geschweige denn für Gewalt. Autorität hat mit Zwang zu tun, im Idealfall ein Zwang, der von innen heraus funktioniert. Notfalls muss dieser Zwang auch von außen auferlegt werden durch eine Instanz, die dazu autorisiert ist und eventuell Gewalt gebrauchen darf. Ein Gesetz muss durchgesetzt werden können, sonst wird es nicht ernst genommen. Das wusste schon Blaise Pascal: „Das Recht ohne Gewalt ist unvermögend, die Macht ohne das Recht ist tyrannisch.“ Quelle: „Autorität und Verantwortung“ von Paul Verhaeghe</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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