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	<title>Erwartungen &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Die Erwartungen anderer sind nicht die eigenen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Jun 2025 01:00:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erwartungen]]></category>
		<category><![CDATA[Gefallsucht]]></category>
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					<description><![CDATA[Hin und wieder wird es ratsam sein, sich nach den Erwartungen anderer zu richten, will man in einer Gruppe oder einem Team anerkannt werden. Viele Menschen haben aber die Erwartungen anderer derart verinnerlicht, dass sie sie für ihre eigenen halten. Reinhard K. Sprenger weiß: „Das Drama beginnt, wenn Sie sich den Erwartungen anderer reflexhaft unterwerfen. Bisweilen, bevor sie überhaupt ausgesprochen wurden.“ Man folgt dann dem Psychoantreiber „Mach´s andern recht!“ Sein Motto: „Du wirst nur dann geliebt, wenn du anderen gefällst!“ Wer hat dies nicht – so oder ähnlich formuliert –&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Hin und wieder wird es ratsam sein, sich nach den Erwartungen anderer zu richten, will man in einer Gruppe oder einem Team anerkannt werden. Viele Menschen haben aber die Erwartungen anderer derart verinnerlicht, dass sie sie für ihre eigenen halten. Reinhard K. Sprenger weiß: „Das Drama beginnt, wenn Sie sich den Erwartungen anderer reflexhaft unterwerfen. Bisweilen, bevor sie überhaupt ausgesprochen wurden.“ Man folgt dann dem Psychoantreiber „Mach´s andern recht!“ Sein Motto: „Du wirst nur dann geliebt, wenn du anderen gefällst!“ Wer hat dies nicht – so oder ähnlich formuliert – seit frühesten Kindertagen gehört? Erziehung läuft oft darauf hinaus, dass man möglichst nett sein und anderen gefallen soll. Später dann wird von einem erwartet, dass man geradezu enthusiastisch morgens zur Arbeit rennt, leidenschaftlich ist und sich mit der Abteilung, dem Unternehmen, dem Produkt identifiziert. Reinhard K. Sprenger, promovierter Philosoph, ist einer der profiliertesten Führungsexperten Deutschlands. <span id="more-6135"></span></p>
<p><strong>Gefallsucht kann desaströse Folgen haben</strong></p>
<p>Menschen mögen die Ja-Sager mehr als die Nein-Sager, wollen lieber an etwas hängen als unabhängig sein, fühlen sich oft nur dann in Ordnung, wenn andere sagen, dass man in Ordnung ist. Reinhard K. Sprenger ergänzt: „Abgelehnt werden ist etwas, was wir möglichst vermeiden. Und diese Gefahr besteht vor allem dann, wenn wir die Erwartungen anderer nicht erfüllen. Gefallsucht und vorauseilender Gehorsam sind die desaströsen Folgen.“ Die weibliche Sozialisation ist in dieser Hinsicht oft noch druckvoller als die männliche.</p>
<p>Das hat Konsequenzen für das Konfliktverhalten. Reinhard K. Sprenger erklärt: „Viele Menschen haben Mühe, ihre Anliegen zu artikulieren, weil sie fürchten, dass andere sie dann für Zicken, Störenfriede, Querulanten, Miesmacher, ja Wutbürger halten. Und folglich sich ungeliebt fühlen, einsam werden.“ Das Gefallenwollen hat aber auch Konsequenzen für ein durchgetaktetes Leben, das vielen Menschen immer weniger Freude bereitet. Nicht die „Zeitnot“ ist das Problem, wir haben alle dieselbe Zeit. Sondern die Erwartungen anderer.</p>
<p><strong>Viele Zeitgenossen genießen ihre Zeit nicht</strong></p>
<p>Reinhard K. Sprenger stellt fest: „Diese erzeugen das Missverhältnis zwischen den explodierenden To-do-Listen und den 24 Stunden, die wir dafür zur Verfügung haben. Das reicht hinten und vorne nicht.“ Auf diesen Listen stehen Dinge, die man als legitime Erwartungen der Umwelt erlebt. Man fürchtet die Frage: „Warum hast du dies oder jenes nicht getan?“ Und die Erwartung an sich selbst ist, dass man den Erwartungen anderer entsprechen soll.</p>
<p>Das kann man tun, muss man aber nicht tun. Man kann sich auch sagen: „Take back control!“ Sonst endet man wie viele Zeitgenossen, die ihre Zeit nicht genossen. Reinhard K. Sprenger erläutert: „Die Mechanik dahinter ist so simpel wie fatal: Meist richten wir uns nach den Erwartungen anderer, ohne den Preis, den wir dafür zahlen, wirklich zu hinterfragen.“ So pflegen vielen Frauen ihre alten Verwandten, weil es von ihnen erwartet wird. Quelle: „Magie des Konflikts“ von Reinhard K. Sprenger</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Erwartungen fallen zu lassen ist befreiend</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Mar 2025 02:00:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erwartungen]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikt]]></category>
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					<description><![CDATA[Die wenigsten Menschen können ihre Erwartungen fallen lassen. Reinhard K. Sprenger nennt ein Beispiel: „Viele Ehepaare halten oft jahrzehntelang wechselseitig an Erwartungen fest, die der andere beim besten Willen gar nicht erfüllen kann. Der eine macht permanent Druck und wundert sich, dass der andere verhärtet.“ Mehr noch: Die meisten Menschen kommen überhaupt nicht auf die Idee, dass man Erwartungen auch loslassen kann. Diese Menschen haben keine Erwartungen, sie sind ihre Erwartungen. Dabei kann niemand eine Person zwingen, an Erwartungen festzuhalten. Wer das erkennt, ist nicht frei von Problemen, aber frei&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die wenigsten Menschen können ihre Erwartungen fallen lassen. Reinhard K. Sprenger nennt ein Beispiel: „Viele Ehepaare halten oft jahrzehntelang wechselseitig an Erwartungen fest, die der andere beim besten Willen gar nicht erfüllen kann. Der eine macht permanent Druck und wundert sich, dass der andere verhärtet.“ Mehr noch: Die meisten Menschen kommen überhaupt nicht auf die Idee, dass man Erwartungen auch loslassen kann. Diese Menschen haben keine Erwartungen, sie sind ihre Erwartungen. Dabei kann niemand eine Person zwingen, an Erwartungen festzuhalten. Wer das erkennt, ist nicht frei von Problemen, aber frei von der daraus entstehenden Lähmung. Es ist nämlich unglaublich befreiend, über diese Denkmöglichkeit zu verfügen. Jedenfalls war es für Reinhard K. Sprenger eine wertvolle Erkenntnis, dass er Erwartungen loslassen kann – an seine Kinder, an seine Frau, an seine Freunde. Reinhard K. Sprenger, promovierter Philosoph, ist einer der profiliertesten Führungsexperten Deutschlands. <span id="more-5914"></span></p>
<p><strong>An manchen Erwartungen sollte man unbedingt festhalten</strong></p>
<p>Reinhard K. Sprenger betont: „Denn, und das ist wichtig: Es gibt Erwartungen, an denen Sie unbedingt festhalten sollten. Wenn Sie sie vorher als solche erkannt und erkannt haben.“ Die Freiheit, die Reinhard K. Sprenger sich selbst gibt, beginnt mit Loslassen. Es ist ein berauschendes Gefühl, nichts zu erwarten, nichts zu wollen, sich in den Strom des Lebens einzufügen, nichts abzusichern. Erwartungen los zu lassen, das ist wahre Gelassenheit. Daneben besteht die Möglichkeit, die eigenen Erwartungen zu verhandeln.</p>
<p>Dabei sollte man wie folgt vorgehen. Zunächst sagen: „Dies sind meine Erwartungen.“ Damit definiert man sein persönliches Soll. Dann fragen: „Was sind die Erwartungen des Anderen.“ Damit erkundet man das Soll seines Gegenübers. Wenn die Erwartungen nicht richtungsgleich sind beziehungsweise die Schnittmenge zu gering, muss man abklären: „Wo ist der Punkt, an dem wir uns treffen können?“ Reinhard K. Sprenger ergänzt: „Wenn Sie diesen Punkt nicht finden, können Sie sich zunächst vertagen und die Situation überdenken.“ </p>
<p><strong>Hohe Erwartungen führen oftmals zu Konflikten</strong></p>
<p>Sollte man zu denjenigen Menschen gehören, die Konflikte eher vermeiden, dann gilt folgendes: Je weniger Erwartungen man hat, desto konfliktfreier ist das eigene Leben. Je höher die Erwartungen sind, desto wahrscheinlicher werden Konflikte. Und desto extremer. Zugespitzt: Wollen Sie recht haben oder glücklich sein? „Beides“, werden Sie rufen. „Klappt nur selten“, wird Reinhard K. Sprenger antworten. Der Konflikt als Erwartungsdifferenz wird also von zwei Seiten genährt – von den eigenen Erwartungen an andere und den Erwartungen anderer an die eigene Person.</p>
<p>Die Erwartungen anderer haben zunächst nichts mit der eigenen Person zu tun. Reinhard K. Sprenger erläutert: „Die Erwartungen anderer können auch dort bleiben, wo sie herkommen – bei den anderen. Ob Sie sie erfüllen oder nicht, das können Sie wählen.“ Wenn man sie nicht erfüllt, ist ein sozialer Konflikt wahrscheinlich. Wenn man sie erfüllt, ist ein intrapsychischer Konflikt wahrscheinlich. In jedem Fall aber ist ein Preis zu zahlen, entweder auf der einen Seite oder auf der anderen. Quelle: „Magie des Konflikts“ von Reinhard K. Sprenger</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Unflexibilität führt zu einem doppelten Fehler</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Feb 2025 02:00:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Begegnung]]></category>
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					<description><![CDATA[Menschen können sich hinsichtlich dessen, was sie glücklich macht, irren. Eine Begegnung hat beispielsweise tatsächlich das Vermögen, die eigenen Erwartungen und Wünsche, ja sogar die eigenen Vorstellungen von den Dingen und vom Leben umzukrempeln. Charles Pépin fügt hinzu: „Das ist eine schöne Einladung zur Bereitschaft: Zu wissen, dass wir uns hinsichtlich unserer Erwartungen irren können, kann überzeugend sein, um uns für das zu öffnen, was wir nicht erwarten.“ Wer sich unflexibel zeigt und nur in Erwägung zieht, was den eigenen präzisen Wünschen entspricht, macht einen doppelten Fehler. Erstens einen strategischen:&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Menschen können sich hinsichtlich dessen, was sie glücklich macht, irren. Eine Begegnung hat beispielsweise tatsächlich das Vermögen, die eigenen Erwartungen und Wünsche, ja sogar die eigenen Vorstellungen von den Dingen und vom Leben umzukrempeln. Charles Pépin fügt hinzu: „Das ist eine schöne Einladung zur Bereitschaft: Zu wissen, dass wir uns hinsichtlich unserer Erwartungen irren können, kann überzeugend sein, um uns für das zu öffnen, was wir nicht erwarten.“ Wer sich unflexibel zeigt und nur in Erwägung zieht, was den eigenen präzisen Wünschen entspricht, macht einen doppelten Fehler. Erstens einen strategischen: Diese Person lässt sich höchstwahrscheinlich so mache Gelegenheit entgehen. Zweitens einen psychologischen: Vielleicht irrt man sich hinsichtlich seiner Wünsche, aber verschließt die Tür für die Begegnung mit jenem Anderen, der es einem ermöglich hätte, sich darüber im Klaren zu werden. Charles Pépin ist Schriftsteller und unterrichtet Philosophie. Seine Bücher wurden in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt. <span id="more-5889"></span></p>
<p><strong>Ein Verlangen kann aus einer Begegnung heraus entstehen</strong></p>
<p>Tatsächlich entdecken Menschen oft erst im Handeln, durch den Kontakt mit anderen einen neuen Wunsch. Charles Pépin erklärt: „Diese Vorstellung widerspricht der Idee, die insbesondere der Psychoanalytiker und Philosoph Jacques Lacan entwickelt hat, wonach unser Begehren schon immer da ist, in unserem Innersten, und dass es in unserem Unbewussten, in unserer Familiengeschichte wurzelt.“ Dieser Theorie zufolge ist das Begehren immer vor der Begegnung da.</p>
<p>Menschen gehen auf die anderen zu, um ein Verlangen zu befriedigen, das dem Tun vorausgeht und dieses determiniert. Charles Pépin weiß: „Im Gegensatz dazu erklärt Jean-Paul Sartre in „Das Sein und das Nichts“, dass ein solches Verlangen nicht notwendigerweise vor der Begegnung da ist; es kann aus ihr heraus entstehen.“ Die Lebenserfahrung scheint ihm recht zu geben. Man denke zum Beispiel an jene Männer oder Frauen, die partout keine Kinder haben wollten, bis sie der oder dem Richtigen begegneten.</p>
<p><strong>Die Ordnung der Dinge ist nicht unverrückbar</strong></p>
<p>„Mein dritter Grundsatz war, immer zu versuchen, […] eher meine Wünsche zu ändern als die Ordnung der Welt“, fasste dies René Descartes in einer Formel mit stoischen Anklängen zusammen. Charles Pépin ergänzt: „Dem Verfasser des „Entwurfs der Methode“ ging es nicht darum, neue Wünsche an sich zu entdecken, sondern eher darum, auf unerfüllbare Wünsche zu verzichten , uns aufzufordern, bescheiden zu sein und hinzunehmen, was wir nicht ändern können.“</p>
<p>„Die Ordnung der Welt ändern, um sie meinen Wünschen anzupassen“, ist im Kern die Antwort des vermessenen Menschen, der unfähig ist, Grenzen zu akzeptieren, und sich in Allmachtsphantasien ergeht. Charles Pépin erläutert: „Wer eine Philosophie der Bereitschaft vertritt, befindet sich auf einer Gratwanderung zwischen resigniertem Hinnehmen und Allmachtwahn, von denen er sich möglichst fernhält. Wer die Ordnung der Dinge für unverrückbar hält, geht nicht mehr aus dem Haus.“ Quelle: „Kleine Philosophie der Begegnung“ von Charles Pépin</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Bedürfnisse verwandeln sich oft in Vorwürfe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Dec 2024 02:00:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bedürfnisse]]></category>
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					<description><![CDATA[Erwartungstypen sind Bedürfnisse, die zumindest teilweise unreflektiert in den tiefen Schichten des Bewusstseins eines Menschen schlummern. Erst der äußere Anstoß des Nicht-Erfüllens verlagert sie ins Bewusstsein. Diese Chance wird jedoch selten genutzt. Reinhard K. Sprenger stellt fest: „Wir haben in der Regel nicht gelernt, uns selbst über unsere Bedürfnisse, Wünsche und Erwartungen aufzuklären, noch haben wir gelernt, darüber zu sprechen. Deshalb lenken wir sie aggressiv nach außen.“ Wenn Menschen sprechen, dann im Modus der Anklage: Sie externalisieren. Das haben sie gelernt. Daher kommen ihre Bedürfnisse zumeist in grimmiger Form ans&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Erwartungstypen sind Bedürfnisse, die zumindest teilweise unreflektiert in den tiefen Schichten des Bewusstseins eines Menschen schlummern. Erst der äußere Anstoß des Nicht-Erfüllens verlagert sie ins Bewusstsein. Diese Chance wird jedoch selten genutzt. Reinhard K. Sprenger stellt fest: „Wir haben in der Regel nicht gelernt, uns selbst über unsere Bedürfnisse, Wünsche und Erwartungen aufzuklären, noch haben wir gelernt, darüber zu sprechen. Deshalb lenken wir sie aggressiv nach außen.“ Wenn Menschen sprechen, dann im Modus der Anklage: Sie externalisieren. Das haben sie gelernt. Daher kommen ihre Bedürfnisse zumeist in grimmiger Form ans Tageslicht: Bedürfnisse werden in Vorwürfe verwandelt. Unausgesprochene Erwartungen sind ebenso zugänglich wie üblich: Erwartungen und Maßstäbe sind dabei nicht abgeglichen worden. Reinhard K. Sprenger, promovierter Philosoph, ist einer der profiliertesten Führungsexperten Deutschlands. <span id="more-5823"></span></p>
<p><strong>Viele Menschen können sich nicht offen zu ihren Bedürfnissen bekennen</strong></p>
<p>Der naheliegende Grund dafür: Solange der Konflikt „negativ“ erlebt wird, fällt es vielen Menschen schwer, sich offen zu ihren Bedürfnissen zu bekennen. Reinhard K. Sprenger erklärt: „Es könnte ja deutlich werden, dass der andere ihren Erwartungen nicht entsprechen will. Oder ihr eigener Zweifel an der Angemessenheit ihrer Erwartungen bestätigt wird.“ Deshalb ist die Neigung verbreitet, vorbeugend nicht zu viel zu erwarten. Das ist ein Leben aus dem Halben, nicht aus dem Vollen.</p>
<p>Wer diesen Konflikt vermeidet, vermeidet die Welt. Reinhard K. Sprenger fügt hinzu: „Und hofft. Häufig vergeblich. Dann wird es teuer. Sie zahlen entweder den Preis ihrer Selbstachtung oder hohe Abfindungen.“ Allerdings gilt auch: Man sollte sich nicht in Ausgesprochenen verlieren. Manchmal ist Schweigen einfach praktisch. Wer alle Konflikte im Voraus beseitigen will, sollte erst gar keine Beziehung beginnen. Denn allem Anfang wohnt bekanntlich ein Zauber inne.</p>
<p><strong>Die Liebe ist immer eine zweifelnde Liebe</strong></p>
<p>Es ist nicht klug, ihn gleich zu Beginn zu zerstören. Viele Wege entstehen erst beim Gehen. Und selbst die Liebe kann sich entwickeln. Auch die Liebe zu einer Aufgabe. Eine Definition sozialer Konflikte lautet: Der andere erfüllt nicht die eigenen Erwartungen. Das Gefühl kennen viele Menschen seit frühester Kindheit – dass ihre Erwartungen frustriert werden. Reinhard K. Sprenger erläutert: „Was ihr ganzes Leben überschattet mit der Möglichkeit, nicht das zu bekommen, was sie wollen.“</p>
<p>Verständlicherweise gefällt ihnen das heute noch nicht. Wenn mich ein anderer enttäuschen kann, gebe ich ihm ja Bedeutung für mein Leben. So wie die Liebe für einen anderen immer eine zweifelnde Liebe ist, die mit der Möglichkeit Nichtwiedergeliebtwerdens rechnen muss – sonst wäre sie nicht die ganze Liebe. Bezogen auf die eigenen Erwartungen hat man verschiedene Handlungsmöglichkeiten. Erstens kann man an seinen Erwartungen festhalten. Das tut man sehr häufig. Aber das ist nicht kostenlos. Quelle: „Magie des Konflikts“ von Reinhard K. Sprenger </p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Falsche Erwartungen sorgen für Konflikte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Oct 2024 01:00:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erwartungen]]></category>
		<category><![CDATA[Konflikte]]></category>
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					<description><![CDATA[Was hat die Wirkungsweise des Verstandes mit den Erwartungen eines Menschen zu tun? Man kann es so zusammenfassen: Erwartungen sind Konstruktionen des Verstandes zum Zwecke des Rechthabens. Genauer: des Voraus-Rechthabens. Reinhard K. Sprenger erläutert: „Der Verstand wendet die Erfahrungen der Vergangenheit auf die Zukunft an. Er glaubt reflexhaft, dass das, was früher funktionierte, auch zukünftig das Überleben sichert. Alle Erfahrung sagt: Die Macht vergangener Erfolge ist der härteste Klebstoff der Welt.“ Einen Konflikt kann man als Erwartungsdifferenz modulieren. Diese Differenz wird von zwei Seiten genährt: von den eigenen Erwartungen und&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Was hat die Wirkungsweise des Verstandes mit den Erwartungen eines Menschen zu tun? Man kann es so zusammenfassen: Erwartungen sind Konstruktionen des Verstandes zum Zwecke des Rechthabens. Genauer: des Voraus-Rechthabens. Reinhard K. Sprenger erläutert: „Der Verstand wendet die Erfahrungen der Vergangenheit auf die Zukunft an. Er glaubt reflexhaft, dass das, was früher funktionierte, auch zukünftig das Überleben sichert. Alle Erfahrung sagt: Die Macht vergangener Erfolge ist der härteste Klebstoff der Welt.“ Einen Konflikt kann man als Erwartungsdifferenz modulieren. Diese Differenz wird von zwei Seiten genährt: von den eigenen Erwartungen und den Erwartungen anderer. Für die Entstehung von Konflikten kann man verschiedene Typen eigener Erwartungen unterscheiden. Dazu zählen unausgesprochene Erwartungen, die man selten mitteilt, weil man sie kaum als Erwartungen wahrnimmt. Reinhard K. Sprenger, promovierter Philosoph, ist einer der profiliertesten Führungsexperten Deutschlands. <span id="more-5693"></span></p>
<p><strong>Es gibt verschiedene Arten von Erwartungen</strong></p>
<p>Man etikettiert sie als Selbstverständlichkeiten. Als wären sie vom Himmel gefallen. Und läuft damit geradewegs in eine Falle. Denn nur sehr wenig ist zwischen Menschen selbstverständlich. Reinhard K. Sprenger ergänzt: „Zwischen Menschen aus unterschiedlichen Kulturen noch viel weniger. Zudem schrumpft die Summe des Selbstverständlichen von Tag zu Tag.“ Vieles versteht sich nicht mehr von selbst, muss vielmehr neu ausgehandelt werden. </p>
<p>Nicht nur unter diesen Umständen sollte man sich die Mühe machen, Erwartungen auszusprechen. Das gibt dem anderen die Möglichkeit zu entscheiden, ob er den eigenen Erwartungen entsprechen will. Dann gibt es die uneingestandenen Erwartungen. Reinhard K. Sprenger erklärt: „Das sind Erwartungen, die wir nicht mitteilen, deren Erfüllung wir uns aber wünschen. Die Wunscherfüllung ist dabei oft an Vorstellungen des guten Lebens geknüpft. Nicht selten jedoch verschweigen oder verdrängen wir auch Erwartungen, weil wir uns ihrer schämen.“</p>
<p><strong>Der Todestrieb und der Kriegstrieb sind nicht bewusstseinsfähig</strong></p>
<p>Man kann sie dann Peinlichkeiten nennen. Menschen haben aber nun einmal diese tageslichtuntauglichen Erwartungen, halten auch an ihnen fest – und hoffen inständig, dass der andere sie erraten möge. Reinhard K. Sprenger fügt hinzu: „Wenn er das nicht tut, bestrafen wir ihn dafür. Ohne dass er wissen könnte, warum wir ihn so unfreundlich behandeln.“ Dann gibt es noch die unbewussten Erwartungen. Das sind Erlebnisse, Erinnerungen, sogar Traumata, die oft jahrzehntelang unerkannt ruhen, abgelagert in unterirdischen Deponien.</p>
<p>Menschen teilen sie nicht mit, weil sie sich über sie nie Rechenschaft ablegen. Im Grunde wissen sie gar nicht, dass sie diese Erwartungen haben. Reinhard K. Sprenger stellt fest: „Sie verharren unterhalb der Bewusstseinsschwelle. Der Machttrieb, der Todestrieb, der Kriegstrieb – sie sind nicht bewusstseinsfähig. Wir können hier nicht sagen, was wir wollen.“ Bedauerlicherweise sind unbewusste Erwartungen für Konflikte eminent wichtig: Wenn man nicht weiß, was einen heimlich steuert, kann man es auch nicht beeinflussen. Quelle: „Magie des Konflikts“ von Reinhard K. Sprenger</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<item>
		<title>Viele Menschen wollen immer mehr</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Jul 2023 01:00:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erwartungen]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Glück der Menschen hängt von Erwartungen ab, nicht von objektiven Umständen. Reinhard K. Sprenger erläutert: „Wenn sie bekommen, was sie wollen, sind sie glücklich, wenn sie nicht bekommen, was sie wollen, sind sie unglücklich.“ Die Krux: Je besser die Lebensbedingungen werden, desto größer werden die Erwartungen. In der Gegenwart kann man Dinge genießen, von denen frühere Menschen nur träumen konnten. Das reicht jedoch vielen Menschen nicht – sie wollen mehr. Egal was sie erreichen. Das ist automatisch ein Dauerkonflikt. Das hat Odo Marquard „Übererwartung“ genannt, die bisweilen völlig überzogenen&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Glück der Menschen hängt von Erwartungen ab, nicht von objektiven Umständen. Reinhard K. Sprenger erläutert: „Wenn sie bekommen, was sie wollen, sind sie glücklich, wenn sie nicht bekommen, was sie wollen, sind sie unglücklich.“ Die Krux: Je besser die Lebensbedingungen werden, desto größer werden die Erwartungen. In der Gegenwart kann man Dinge genießen, von denen frühere Menschen nur träumen konnten. Das reicht jedoch vielen Menschen nicht – sie wollen mehr. Egal was sie erreichen. Das ist automatisch ein Dauerkonflikt. Das hat Odo Marquard „Übererwartung“ genannt, die bisweilen völlig überzogenen Ansprüche an die Vollkommenheit der Welt. Perfektionsforderung als Realitätsvermiesung. Nun, was genau sind Erwartungen? Reinhard K. Sprenger ist promovierter Philosoph und gilt als einer der profiliertesten Managementberater und Führungsexperte Deutschlands. <span id="more-4745"></span></p>
<p><strong>Die Menschen waren einst Kugelwesen</strong></p>
<p>Reinhard K. Sprenger erklärt: „Erwartungen sind Annahmen, die in die Zukunft gerichtet sind, aber von vergangenen Erfahrungen geprägt werden. Sie sind praktisch Üblichkeiten und theoretisch Vorurteile.“ Wenn man also erwartet, dass man sich auf landläufige Weise begrüßt, auf gebräuchliche Weise gekleidet ist oder mehrere Argumente auf respektvolle Weise diskutiert. Damit sind gegenwärtige Erwartungen lebendige Vorzeit. Bisweilen wünschen Erwartungen sogar, dass Gegenwärtiges vorübergeht. Sie wenden sich dann der Zukunft zu.</p>
<p>Dies ist das Gegenteil von dem, was man heute unter „Achtsamkeit“ definiert. Der Vollständigkeit halber: Man kann sich auch in der Gegenwart Zukunft schenken. In der Liebe. Und nicht nur dort. Die Menschen waren einst Kugelwesen, so lässt Platon in seinem berühmten Gastmahl-Dialog den Aristophanes erzählen. Sie hatten kugelförmige Rümpfe, vier Arme, vier Beine, vier Ohren und zwei Gesichter, die in gegengesetzte Richtung blickten. Dadurch verfügten die Menschen nicht nur über gewaltige Beweglichkeit und Kräfte, sondern waren auch kenntnisreich und klug. </p>
<p><strong>Zeus schnitt die Kugelmenschen in der Mitte durch</strong></p>
<p>Schon bald erlebten die Götter sie als Bedrohung. Ein Konflikt bahnte sich an. Reinhard K. Sprenger weiß: „Einerseits wollten die Götter die Kugelmenschen nicht vernichten, weil sie Wert auf deren Opfer legten. Andererseits war ihr göttliches Machtmonopol gefährdet.“ Himmelsherrscher Zeus entschied sich daher, die Kugelmenschen lediglich zu schwächen. Wie? Er schnitt sie in der Mitte durch! Die Menschen litten schwer unter der Halbierung. Sie haderten mit ihrer Unvollständigkeit. </p>
<p>Sie suchten nach Ergänzung, die manche als ihre „bessere Hälfte“ bezeichnen. Was hat diese alte Geschichte mit Erwartungen zu tun? Das erotische Begehren sei so entstanden, vielleicht sogar die Liebe, will der Hauptstrom der Interpreten wissen. Die Liebenden sind getrennte Hälften eines Ganzen und streben immer wieder nach Vereinigung. Diese Sichtweise eignet sich für manch romantische Indienstnahme. Aber es gilt auch: Um die Gottwerdung zu verhindern, hat Zeus den Konflikt durch die Entzweiung gleichsam in die Menschen hineinverlagert! Quelle: „Die Magie des Konflikts“ von Reinhard K. Sprenger</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Falsche Erwartungen führen zu Erschöpfung</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/andreas-salcher-erschoepfung-und-erwartung.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Jul 2023 01:00:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erschöpfung]]></category>
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					<description><![CDATA[Erschöpfung hat viel mit falschen Erwartungen zu tun. Wenn durchschnittliche Menschen glauben, ständig ihr ganzes Leben wie Hollywood-Stars posten zu müssen, um mit zehn Likes belohnt zu werden, dann stresst das auf Dauer. Das führt letztlich automatisch zu Enttäuschungen, weil man doch kein Instagram-Star mit Hunderttausenden Followern ist. Andreas Salcher nennt ein anderes Beispiel: „Junge Mütter erwarten oft, dass alles besser wird, sobald die Kinder in die Schule eintreten. Diese Erwartung wird fast immer enttäuscht, da die meisten Kinder in der Schule wesentlich mehr Unterstützung als im Kindergarten brauchen. Arbeiten&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Erschöpfung hat viel mit falschen Erwartungen zu tun. Wenn durchschnittliche Menschen glauben, ständig ihr ganzes Leben wie Hollywood-Stars posten zu müssen, um mit zehn Likes belohnt zu werden, dann stresst das auf Dauer. Das führt letztlich automatisch zu Enttäuschungen, weil man doch kein Instagram-Star mit Hunderttausenden Followern ist. Andreas Salcher nennt ein anderes Beispiel: „Junge Mütter erwarten oft, dass alles besser wird, sobald die Kinder in die Schule eintreten. Diese Erwartung wird fast immer enttäuscht, da die meisten Kinder in der Schule wesentlich mehr Unterstützung als im Kindergarten brauchen. Arbeiten wird eher noch schwieriger.“ Dr. Andreas Salcher ist Mitgebegründer der „Sir Karl-Popper-Schule“ für besonders begabte Kinder. Mit mehr als 250.000 verkauften Büchern gilt er als einer der erfolgreichsten Sachbuchautoren Österreichs. <span id="more-4737"></span></p>
<p><strong>Jeder ist für seine Erschöpfung selbst verantwortlich</strong></p>
<p>Das österreichische Schulsystem gleicht immer mehr einem Fernlerninstitut mit Anwesenheitspflicht für die Schüler am Vormittag und Nachlernpflicht für die Mütter am Nachmittag, und das schon ab der Volksschule. Deshalb plädiert Andreas Salcher schon lange dafür, dass Mütter, die keine Matura (Abitur) haben, aber zumindest ein Kind bis zur Matura bringen, diese ebenfalls mitverliehen bekommen sollen. Sie haben es sich redlich verdient. Werden Erwartungen an sich selbst oder andere unrealistisch überhöht, dann führt das erst zur Frustration und in der Folge zum Sinnverlust.</p>
<p>Die Psychologin Martina Rammer-Gmeiner meint dazu: „Erschöpfung ist die Folge von Entscheidungen, die Menschen treffen. Es gibt viele belastende Faktoren, aber die harte Wahrheit lautet: Du entscheidest, ob du erschöpft bist.“ Der Drang zur Perfektion wird vielen Frauen in die Wiege gelegt und dann durch die Eltern noch verstärkt. Perfektion ist an sich nichts Negatives. Das eingelernte Rollenverhalten verleitet Frauen oft dazu, jede Aufforderung an sich als Gelegenheit zu sehen, zu beweisen, wie perfekt sie sind. </p>
<p><strong>Männer konzentrieren ihren Perfektionismus eher auf ihren Beruf </strong></p>
<p>Sagt man ihnen: „Du brauchst es mir nur zu sagen, wenn du es nicht schaffst“, löst das bei ihnen den Reflex „Natürlich kann ich das“ aus. Ohne ein schlechtes Gewissen Nein zu sagen, wurde ihnen selten vorgelebt. Priorität haben immer die Bedürfnisse aller anderen. Andreas Salcher fügt hinzu: „Selbst, wenn sie die Kraft für ein Nein aufbringen, belastet sie danach das schlechte Gewissen.“ Ihre eigenen Bedürfnisse geraten in Konflikt mit ihrer Sehnsucht nach Harmonie in der Familie.</p>
<p>Sie müssen lernen, dass sie auch dann geliebt werden, wenn sie einmal Nein zu den Wünschen anderer sagen. Andreas Salcher weiß: „Bei Männern richte sich der Drang zum Perfektionismus eher auf ihre berufliche Laufbahn. Sie strengen sich ungemein an, um die nächste Sprosse auf der Karriereleiter zu erklimmen.“ Denn sie sind überzeugt davon, dass sie sonst von der Gesellschaft nicht anerkannt und von der Partnerin nicht geliebt werden. Manchmal kommen sie auf der Erfolgsleiter sogar weit hinauf, beim Hinunterblicken realisieren sie jedoch, dass die Leiter an der falschen Mauer lehnt. Quelle: „Die große Erschöpfung“ von Andreas Salcher</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Viele Menschen graben sich ihre Grube selbst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Feb 2023 02:00:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erwartungen]]></category>
		<category><![CDATA[Narrationen]]></category>
		<category><![CDATA[Opfer]]></category>
		<category><![CDATA[Pessimist]]></category>
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					<description><![CDATA[Jeder ist seines Glückes Schmied, so heißt es. Aber vor allem kennt man den umgekehrten Fall: Viele Menschen graben sich ihre Grube selbst. Fritz Breithaupt erläutert: „Das heißt nicht nur, dass wir unbeabsichtigt in die Fallen tappen, die wir anderen stellen. Vielmehr vertiefen wir unser Unglück immer wieder, indem wir unsere Weltsicht auf ein solches Unglück ausrichten.“ Wer kennt nicht einen Pessimisten, für den noch die beste Nachricht irgendwie zum Beleg seines Unglücks wird. Man möchte solch einen Pessimisten rütteln und schütteln, doch es würde nichts ändern. Sondern es würde&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Jeder ist seines Glückes Schmied, so heißt es. Aber vor allem kennt man den umgekehrten Fall: Viele Menschen graben sich ihre Grube selbst. Fritz Breithaupt erläutert: „Das heißt nicht nur, dass wir unbeabsichtigt in die Fallen tappen, die wir anderen stellen. Vielmehr vertiefen wir unser Unglück immer wieder, indem wir unsere Weltsicht auf ein solches Unglück ausrichten.“ Wer kennt nicht einen Pessimisten, für den noch die beste Nachricht irgendwie zum Beleg seines Unglücks wird. Man möchte solch einen Pessimisten rütteln und schütteln, doch es würde nichts ändern. Sondern es würde ihm nur wieder bestätigen, dass alle gegen ihn sind, inklusive der Freunde, die ihn schütteln. Es ist offensichtlich nicht leicht, seine Muster zu ändern. Fritz Breithaupt ist Professor für Kognitionswissenschaften und Germanistik an der Indiana University in Bloomington. <span id="more-4311"></span></p>
<p><strong>Menschen sind immer wieder von ihren Narrationen gefangen</strong></p>
<p>Ebenso wie der Pessimist können auch alle anderen Menschen gefangen sein in ihrer Sicht der Dinge. Dahinter steckt aber nicht nur irgendeine schwammige Weltsicht, sondern vielmehr konkrete Erwartungen, wer man ist, wo man ist und wie man sich seine Zukunft vorstellt. Und das heißt vor allem, alle Menschen sind immer wieder von ihren Narrationen gefangen. Man erwartet bestimmte Dinge und ist in seinen Erwartungen verstrickt, bis sie dann doch eintreten.</p>
<p>Und wenn sie nicht eintreten, wartet man so lange, bis sie dann doch eintreten. Fritz Breithaupt weiß: „Im Prozess des Wartens gestalten wir die tatsächlichen Ereignisse in unserem Geist so um, dass sie unserer Sicht entsprechen.“ In den USA können beispielsweise viele Menschen auch nach sechs skandalträchtigen Jahren nicht anders, als Donald Trump für einen Helden zu halten. Als Professor kennt Fritz Breithaupt viele Kollegen, die an einer Vision aus Teenager-Jahren festhalten.</p>
<p><strong>Manche Menschen sehen sich gerne in der Opferrolle</strong></p>
<p>Sie wollen Professor in Harvard werden, einen Nobelpreis gewinnen oder ein Allheilmittel gegen Krebs finden. Das sind alles schöne Ziele, die zur Arbeit anspornen. Doch statt, dass solche Visionen die Kollegen glücklich machen, sind sie bitter, frustriert und neidisch auf das, was andere geschafft haben. Die Narration, die sich diese Kollegen ausgesucht haben, passt nicht mehr zu ihrem Leben. Aber fallen lassen können sie sie anscheinend auch nicht. Andere Menschen sehen sich ständig in der Opferrolle.</p>
<p>Fritz Breithaupt erklärt: „Es ist natürlich wichtig, zu erkennen, wann man unterdrückt wird, um sich dagegen aufzulehnen oder Hilfe zu suchen. Doch das Opfersein kann auch zur Rolle werden, die immer wieder aufgesucht wird, weil jemand diese Rolle gut kennt und in sie wie in einen passenden Schuh schlüpfen kann.“ Immerhin stellt die Opfernarration das Opfer als moralisch überlegen dar und spricht ihm die Verantwortung und Handlungsmöglichkeit ab. Für das Opfer ist die Narration insofern eine Entlastung. Quelle: „Das narrative Gehirn“ von Fritz Breithaupt</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Erwartung ist der Schlüssel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Nov 2022 02:00:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erwartungen]]></category>
		<category><![CDATA[Selbsterfüllende Prophezeiung]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie kann es sein, dass manchmal genau das eintrifft, was man am meisten fürchtet und am wenigsten will? Eine Studie im „British Medical Journal“, die Sigi Heidi Hohner in der letzten Zeit sehr beeindruckt hat, wurde an 500 Menschen im Alter von 70 bis 90 Jahren durchgeführt und untersuchte, wie oft die Probanden stürzten und sich dabei verletzten. Sigi Heidi Hohner zitiert: „Das Erstaunliche: Die Senioren, die Angst davor hatten zu stürzen, waren genau die, die das dann auch taten. Die negative Erwartung führte dazu, dass sie häufiger verunglückten.“ Das,&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie kann es sein, dass manchmal genau das eintrifft, was man am meisten fürchtet und am wenigsten will? Eine Studie im „British Medical Journal“, die Sigi Heidi Hohner in der letzten Zeit sehr beeindruckt hat, wurde an 500 Menschen im Alter von 70 bis 90 Jahren durchgeführt und untersuchte, wie oft die Probanden stürzten und sich dabei verletzten. Sigi Heidi Hohner zitiert: „Das Erstaunliche: Die Senioren, die Angst davor hatten zu stürzen, waren genau die, die das dann auch taten. Die negative Erwartung führte dazu, dass sie häufiger verunglückten.“ Das, wovor die älteren Herrschaften am meisten Angst hatten, trat tatsächlich ein, als hätten sie es magnetisch angezogen. Die hinter solchen Manifestationen steckende Gesetzmäßigkeit nennt sich die „selbsterfüllende Prophezeiung“. Sigi Heidi Hohner fragt: „Wie kann eine solche Prophezeiung wahr werden? Handelt es sich dabei um Magie, Schicksal oder Zufall?“ <span id="more-4146"></span></p>
<p><strong>Menschen sind keine Prophezeiungen ausgeliefert</strong></p>
<p>Weder noch: Es liegt an den Erwartungen, entweder den eigenen oder denen der Umwelt. Diese führen dazu, dass man sich bewusst oder unbewusst genauso verhält, dass sie eintreten. Man macht sie also selbst wahr, oft ohne es zu wollen. Mit dem eigenen Körper ist es oft genauso: Hält ein Mensch eine anstehende Veränderung wie beispielsweise eine Gewichtszunahme in den Wechseljahren oder nach einem Nikotinentzug als quasi unausweichlich, dann ist es oft das eigene Verhalten, das dazu führt, dass dieser Effekt verstärkt wird.</p>
<p>Sind Menschen also solchen Prophezeiungen ausgeliefert? Nein: Es besteht überhaupt kein Grund, sich von einer derartigen Gesetzmäßigkeit einschüchtern zu lassen. Jeder hat darauf sehr viel mehr Einfluss, als es zuerst den Anschein hat. Sigi Heidi Hohner betont: „Denn das Gute ist: Die selbsterfüllende Prophezeiung funktionier in beide Richtungen – auch in eine positive.“ Denn die Erwartung ist der Schlüssel: Es kommt darauf an, ob man sich auf eine Sache mehr freut oder Angst vor ihr hat. </p>
<p><strong>Negative Erwartungen kann man in positive verändern</strong></p>
<p>Die positive selbsterfüllende Prophezeiung wurde 1968 von dem amerikanischen Psychologen Robert Rosenthal nachgewiesen. Auf der anderen Seite kann manchmal sinnvoll sein, sich von bestimmten negativen Erwartungen frei zu machen – seien es angekündigte wirtschaftliche Nachteile, steigernde Energiepreise oder nur der Glaube, dass zwei Bier am Tag irgendwann zwangsläufig zu einem Bauch führen werden. Sigi Heidi Hohner stellt fest: „Denn eine negative Erwartung können wir durchaus verändern und zu einem Happy End umprogrammieren.“</p>
<p>Der erste Schritt, um sicherzustellen, dass negative Prophezeiungen für einen selbst nicht eintreten, ist erst einmal, ehrlich zu sich selber zu sein. Nur wer sich dessen bewusst ist, was er insgeheim befürchtet, kann es auch verändern. Sigi Heidi Hohner rät: „Wenn Sie merken, dass in Ihrem Kopf zu schnell „Worst-Case-Szenarien“ herumschwirren, können Sie sich mit einem einfachen psychologischen Trick helfen: Schreiben Sie das Ende um – vom „Worst-Case“ zum „Best-Case“. Quelle: „Die Erwartung ist der Schlüssel“ von Sigi Heidi Hohner in der „Münchner Abendzeitung“ vom 5./6. November 2022</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Erwartungen können enttäuscht werden</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/helga-kernstock-redl-erwartungen-und-gesetzmaessigkeiten.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Sep 2021 01:00:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erwartungen]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
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					<description><![CDATA[Das menschliche Gehirn ruft fortwährend Vergangenes auf, um Gegenwärtiges zu verstehen und die unmittelbare Zukunft noch genauer und rascher vorhersagen zu können. Helga Kernstock-Redl erklärt: „Dabei ist es immer ein wenig spät dran, denn die hereinkommenden Informationen sind „veraltet“: Nervenleitung und Denkprozesse brauchen zumindest Sekundenbruchteile, die Rückmeldung an den Körper ebenfalls.“ Nur über Erwartungsbildung und die möglichst frühe und richtige Verallgemeinerung von Erfahrungen können sich Menschen so schnell und so sicher fortbewegen. Kleine Kinder, die Treppen steigen, haben noch wenige Vorerfahrungen. Sie erobern sich langsam jede einzelne Stufe, denn sie&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das menschliche Gehirn ruft fortwährend Vergangenes auf, um Gegenwärtiges zu verstehen und die unmittelbare Zukunft noch genauer und rascher vorhersagen zu können. Helga Kernstock-Redl erklärt: „Dabei ist es immer ein wenig spät dran, denn die hereinkommenden Informationen sind „veraltet“: Nervenleitung und Denkprozesse brauchen zumindest Sekundenbruchteile, die Rückmeldung an den Körper ebenfalls.“ Nur über Erwartungsbildung und die möglichst frühe und richtige Verallgemeinerung von Erfahrungen können sich Menschen so schnell und so sicher fortbewegen. Kleine Kinder, die Treppen steigen, haben noch wenige Vorerfahrungen. Sie erobern sich langsam jede einzelne Stufe, denn sie schauen sehr genau. Ihr Gehirn hat noch nichts verallgemeinert und schickt ihnen daher keine vorschnell gebildeten Erwartungen. Helga Kernstock-Redl ist Psychologin und Psychotherapeutin. Sie beschäftigt sich vor allem mit der Psychologie der Gefühlswelt. <span id="more-2929"></span></p>
<p><strong>Manches Gehirn lernt zu engagiert</strong></p>
<p>Besonders im zwischenmenschlichen Bereich tun die Menschen gut daran, immer wieder mal wie kleine Kinder unvoreingenommen an Dinge und Menschen heranzugehen. Dabei sollen sie möglichst bewusst wahrnehmen, was wirklich jetzt da ist, bevor sie handeln. Nachdem eine Erwartung enttäuscht wurde, stehen einem Menschen im Prinzip mehrere Wege offen: Gibt man für einen konkreten Irrtum der Umwelt die Schuld oder sich selbst? Ist die Sache überhaupt wichtig? Und bewertet man etwas daran als veränderbar?</p>
<p>Helga Kernstock-Redl weiß: „Natürlich können wir uns auch selbst verändern, im Verhalten oder zumindest in unseren Vorannahmen.“ Veränderungen zu erhoffen oder einzufordern, ist sinnlos. Solche Lernerfahrungen sind wichtig, denn sonst riskiert man die nächste Enttäuschung. Manches Gehirn lernt jedoch zu engagiert, verallgemeinert einzelne Erfahrungen und bildet daraus fixe Überzeugungen und Gesetze: „Immer sind die anderen schuld.“ „Schon wieder mache ich alles falsch.“ „Ich bin einfach so, ich kann mich nicht ändern.“</p>
<p><strong>Die Wahrnehmung der Menschen ist selektiv</strong></p>
<p>In der Psychologie werden solche Gewohnheiten des menschlichen Gehirns „Attributionsstile“ genannt. Sie können ein ziemlich stabiles Interpretationsmuster der Welt darstellen. Unberechtigte Schuld- und Opfergefühle können die Folge sein. Zu Schwierigkeiten führt eine zweite Eigenheit des Gehirns: Neben seinem unbändigen Lernwillen will es nämlich immer auch Energie sparen. Anders als gute Wissenschaftler oder Forscher möchte es sich selbst nicht gerne korrigieren müssen. </p>
<p>Daher nehmen Menschen bevorzugt genau das wahr, was Bestehendes verstärkt, also was sie erwarten. Anderes „übersehen“ sie automatisch oder wehren es bewusst ab. Die Psychologie kennt diese Phänomene schon lang als „selektive Wahrnehmung“ und „selbsterfüllende Prophezeiung“. Und hartnäckig will das Gehirn seine Erwartungen behalten. Helga Kernstock-Redl fügt hinzu: „Nun ist unser Gehirn natürlich so, wie es ist – und das seit Urzeiten und aus gutem Grund. Denn meistens hat es ungefähr recht mit dem, was es uns beständig an Erwartungen schickt, und bringt uns deshalb gut durch die Welt.“ Quelle: „Schuldgefühle“ von Helga Kernstock-Redl</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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