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	<title>Emotionale Intelligenz &#8211; Psychologie Guide</title>
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		<title>Mitgefühl ist kein zweckgerichteter Wert</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Apr 2025 01:00:44 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Es greift sicher zu kurz und wäre sowohl Hybris aus auch Dummheit, ausschließlich Ignoranz als auch Dummheit für die aktuellen Entwicklungen verantwortlich zu machen. Heidi Kastner schreibt: „Unsere Lebensbedingungen scheinen heute viel weniger abgesichert, die globalen Verhältnisse sind unüberschaubarer, die Bedrohlichkeit kommt aus unterschiedlichen Richtungen, sowohl das Erstarken fanatischer Gruppierungen als auch Klimaveränderungen und allezeit mögliche neue Viren und Krankheiten versprechen nichts Gutes.“ Die Wirkmächtigkeit des Einzelnen ist deshalb sehr überschaubar, ebenso wie das Problembewusstsein und die Lösungsorientiertheit der global Player. Die Aufbruchsgewissheit der 1970er-Jahre – alles wird laufend besser&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es greift sicher zu kurz und wäre sowohl Hybris aus auch Dummheit, ausschließlich Ignoranz als auch Dummheit für die aktuellen Entwicklungen verantwortlich zu machen. Heidi Kastner schreibt: „Unsere Lebensbedingungen scheinen heute viel weniger abgesichert, die globalen Verhältnisse sind unüberschaubarer, die Bedrohlichkeit kommt aus unterschiedlichen Richtungen, sowohl das Erstarken fanatischer Gruppierungen als auch Klimaveränderungen und allezeit mögliche neue Viren und Krankheiten versprechen nichts Gutes.“ Die Wirkmächtigkeit des Einzelnen ist deshalb sehr überschaubar, ebenso wie das Problembewusstsein und die Lösungsorientiertheit der global Player. Die Aufbruchsgewissheit der 1970er-Jahre – alles wird laufend besser – hat einer Ernüchterung Platz gemacht, die mit einem gehörigen Kater daherkommt. Heidi Kastner ist Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie. Seit 2005 ist sie Chefärztin der forensischen Abteilung der Landesnervenklink Linz. <span id="more-5968"></span></p>
<p><strong>Es gibt keine schnellen und simplen Lösungen</strong></p>
<p>Heidi Kastner betont: „Es ist nicht dumm, eine wesentliche Veränderung der bestehenden Verhältnisse zu fordern, es ist nur dumm, an schnelle und simple Lösungen zu glauben.“ Für wirkliche Lösungen bräuchte es ein Mehr an emotionaler Empathie, mit anderen mitzuempfinden, Mitgefühl zu entwickeln, in deren Interesse zu handeln und Beziehungen gleichberechtigt zu gestalten, also keinem das anzutun, was man auch selbst nicht erleiden möchte. Anders als andere Fähigkeiten ist das Mitgefühl, also die emotionale Empathie, kein zweckgerichteter Wert.</p>
<p>Gefühlsverständnis, Gefühlsmodulation und Erfassen fremder Gefühle sind ursprünglich extrinsisch motiviert, also orientiert an den Erwartungen der Umwelt, und können dann intrinsisch begründet sein mit dem Zweck der Verbesserung der eigenen Chancen. Heidi Kastner ergänzt: „Emotionale Intelligenz ist in diesem Verständnis kein Wert an sich, wie den Daniel Goleman auch vor allem Beispiele für die besseren beruflichen Erfolgsaussichten der damit ausgestatteten anführte.“</p>
<p><strong>Die Menschheit kann sich aus Gier und Dummheit selbst zerstören</strong></p>
<p>Die umfassendste Ausprägung der emotionalen Intelligenz existiert hingegen als Wert an sich, unabhängig von der Funktion, in der empfundenen und erlebten Verbundenheit mit allem Lebendigen und der eigenen Bezogenheit darauf. Baruch Spinoza bezeichnet die Erkenntnis der Verbundenheit der Seele mit der gesamten Natur als das höchste Gut. Heidi Kastner weiß: „Stephen Hawking, sicherlich nicht ob seiner Rührseligkeit oder Gefühlsudeselei bekannt, konstatierte, dass wir Gefahr liefen, und aus Gier und Dummheit selbst zu zerstören. Das Einzige, was uns retten könne, wäre Empathie.“ </p>
<p>Was lässt sich nun abschließend über die Dummheit sagen? Carlo Cipolla, ein italienischer Wirtschaftshistoriker, wurde allerdings bekannt über ein Büchlein, das er nachts kurz zusammengeschrieben hatte, vermutlich um seine Frustration aus der Konfrontation mit angewandter, wirkmächtiger Dummheit von der Seele zu schreiben. In „The Basic Laws of Human Stupidity“ (1988) benannte er fünf fundamentale Prinzipien der Dummheit, die allesamt unserer alltäglichen Erfahrung entnommen sind, die von Carlo Cipolla pointiert auf den Punkt gebracht werden. Quelle: „Dummheit“ von Heidi Kastner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die eigenen Emotionen lassen sich beeinflussen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Nov 2024 02:00:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine menschliche Fähigkeit baut auf der Selbsterkenntnis auf und besteht darin, die Emotionen zu steuern. Heidi Kastner erklärt: „Jede erkannte Emotion kann durch Beigabe unterschiedlicher Gedanken dramatisiert oder relativiert werden, was den weiteren Verlauf einer Interaktion beeinflusst.“ Eine weitere Komponente der emotionalen Intelligenz, die mit der zuvor beschriebenen eng verwandt ist und von Daniel Goleman später auch dieser zugerechnet wurde, besteht darin, die eigenen Emotionen möglichst zielorientiert zu steuern und zu nutzen. Goleman argumentiert hier vor allem mit der Fähigkeit, sich selbst zu motivieren, ausdauernd ein Ziel zu verfolgen und&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine menschliche Fähigkeit baut auf der Selbsterkenntnis auf und besteht darin, die Emotionen zu steuern. Heidi Kastner erklärt: „Jede erkannte Emotion kann durch Beigabe unterschiedlicher Gedanken dramatisiert oder relativiert werden, was den weiteren Verlauf einer Interaktion beeinflusst.“ Eine weitere Komponente der emotionalen Intelligenz, die mit der zuvor beschriebenen eng verwandt ist und von Daniel Goleman später auch dieser zugerechnet wurde, besteht darin, die eigenen Emotionen möglichst zielorientiert zu steuern und zu nutzen. Goleman argumentiert hier vor allem mit der Fähigkeit, sich selbst zu motivieren, ausdauernd ein Ziel zu verfolgen und Rückschläge als vorübergehend, aber nicht bestimmend zu erleben. Er sieht darin eine übergeordnete Fähigkeit, die sich verstärkend oder hemmend auf alle anderen Befähigungen auswirkt. Heidi Kastner ist Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie. Seit 2005 ist sie Chefärztin der forensischen Abteilung der Landesnervenklink Linz. <span id="more-5776"></span></p>
<p><strong>Es gibt eine kognitive und eine emotionale Empathie</strong></p>
<p>Eine wesentliche Rolle kommt dabei der Impulsbeherrschung zu, die es Menschen ermöglicht, auf kurzfristig erreichbare kleinere Belohnungen zugunsten langfristiger größerer Gratifikationen zu verzichten. Eine weitere Fähigkeit bezieht sich auf einen Begriff, der mittlerweile zu einem Schlagwort geworden – fast möchte man sagen: verkommen – ist, nämlich die Empathie. Heidi Kastner weiß: „Daniel Goleman verstand Empathie als zentral für funktionierende Zusammenarbeit im beruflichen Kontext und als Voraussetzung für Beliebtheit, Wertschätzung und Anerkennung, also auch für die Einnahme von Führungspositionen.“</p>
<p>Unter dem Begriff versteht man die prinzipielle Möglichkeit, Emotionen und Motive anderer zu erkennen und sie nachzuempfinden. Heidi Kastner erläutert: „Ersteres wird als kognitive Empathie bezeichnet und ist verwandt mit der „theory of mind“, also der Fähigkeit, Handlungsmotive anderer aus dem Einfühlen in deren innerpsychische Abläufe nachzuvollziehen, Zweiteres als emotionale Empathie.“ Kognitive Empathie ist also erst einmal nichts anderes als die Fähigkeit, zu erkennen, was ein anderer in einer bestimmten Situation empfindet.</p>
<p><strong>Missbrauch der Empathie für manipulative Zwecke ist nichts Neues</strong></p>
<p>Heidi Kastner stellt fest: „Ob dieses Empfinden jetzt Auswirkungen hat auf mein eigenes Empfinden, indem ich mich beispielsweise auf diese Emotionen einstimme, mich „anstecken“ lasse und dieselben Gefühle entwickle, oder aus der Wahrnehmung heraus Hilfsbereitschaft, Mitgefühl und Fürsorge entfalte, steht auf einem ganz anderen Blatt.“ Logisch weitergedacht bedeutet das, dass jeder erfolgreiche Betrüger und jeder erfolgreiche Manipulator über ein hohes Ausmaß an Empathie verfügen muss.</p>
<p>Nur so kann es ihnen gelingen, die Menschen, deren Verhalten sie zu ihrem Gewinn steuern will, auch wirklich dorthin zu lenken, wo er sie braucht. Heidi Kastner fügt hinzu: „Missbrauch der Empathie für manipulative Zwecke ist nichts Neues, schon Immanuel Kant hat auf das destruktive Potenzial des einfühlenden Erkennens verwiesen und davor gewarnt.“ Immer wieder finden sich eindrückliche Beispiele dafür, wie sich Einzelne mit einem besonders guten Sensorium für kollektive Gestimmtheiten der in der Masse wirksamsten Emotionen bedienen. Quelle: „Dummheit“ von Heidi Kastner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Viele Menschen kennen ihre Emotionen nicht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Aug 2024 01:00:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionale Intelligenz]]></category>
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					<description><![CDATA[In seinem Konzept baute Daniel Goleman auf der Definition der „emotionalen Intelligenz“ von Peter Salovey und John D. Mayer (1990) auf, die vier bis fünf wesentliche, darin enthaltene Fähigkeiten benannten. Heidi Kastner erläutert: „Zum ersten die Fähigkeit, die eigenen Emotionen zu erkennen. Wer nicht in der Lage ist, sein Gefühl vorerst einmal neutral und wertfrei zu erkennen und zu benennen, kann in weiterer Folge nicht darüber nachdenken und kann die in Emotionen enthaltene Botschaft – von uns an uns selbst – nicht entschlüsseln.“ Da Menschen in Begrifflichkeiten denken, brauchen sie&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In seinem Konzept baute Daniel Goleman auf der Definition der „emotionalen Intelligenz“ von Peter Salovey und John D. Mayer (1990) auf, die vier bis fünf wesentliche, darin enthaltene Fähigkeiten benannten. Heidi Kastner erläutert: „Zum ersten die Fähigkeit, die eigenen Emotionen zu erkennen. Wer nicht in der Lage ist, sein Gefühl vorerst einmal neutral und wertfrei zu erkennen und zu benennen, kann in weiterer Folge nicht darüber nachdenken und kann die in Emotionen enthaltene Botschaft – von uns an uns selbst – nicht entschlüsseln.“ Da Menschen in Begrifflichkeiten denken, brauchen sie auch Begrifflichkeiten, um über Sachverhalten oder Emotionen reflektieren zu können. Es ist oft erstaunlich, aber auch aufschlussreich, wie wenig Menschen in der Lage sind, ihr Befinden zu beschreiben und ihren Befindlichkeiten zutreffend Ausdruck zu verleihen. Heidi Kastner ist Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie. Seit 2005 ist sie Chefärztin der forensischen Abteilung der Landesnervenklink Linz. <span id="more-5603"></span></p>
<p><strong>Die deutsche Sprache kennt viele Wörter für belastende Befindlichkeiten</strong></p>
<p>Wenn Heidi Kastner Menschen wegen eines gravierenden Delikts begutachtet und sie fragt, wie sie sich unmittelbar davor gefühlt haben, ist die häufigste Antwort „nicht gut“. Heidi Kastner ergänzt: „Die Bitte, dieses „nicht gut“ näher zu definieren, führt meist zu Unverständnis, zu einer Beschreibung der Umstände – aber nicht des Gefühls – oder mehreren Wiederholungen von „nicht gut“.“ Gelegentlich wird auch die Formulierung „depressiv“ verwendet. </p>
<p>Dabei handelt es sich um eine im allgemeinen Sprachgebrauch angekommene Vokabel, die für alle möglichen Zustände, die mit Depression rein gar nichts zu tun haben. Das muss dann wieder genauer definiert werden, aber nur ganz selten kommt es dabei  einer nachvollziehbaren Präzisierung. Heidi Kastner stellt fest: „Nicht nur die deutsche Sprache kennt unterschiedlichste Wörter für belastende, unangenehme Befindlichkeiten. Man kann traurig sein, wütend, gekränkt, verletzt, wehmütig, verzweifelt, hoffnungslos, ohnmächtig oder verärgert.“ </p>
<p><strong>Es gibt Abwehrstrategien gegen unangenehme Situationen</strong></p>
<p>Jedes dieses definierten Gefühle birgt Informationen darüber, was genau jetzt für einen Menschen nicht passt und sein Befinden derart stört, dass irgendeine Handlung angebracht erscheint. Allerdings kann man die sinnvollste Vorgehensweise nur dann erkennen, wenn man darüber nachdenken kann, was einem warum jetzt derart in die Quere kommt, dass ein reines Ertragen und Aussitzen unmöglich erscheint. Es gibt jedoch einige Abwehrstrategien, um eine solche Situation wieder in den Bereich des Handhabbaren zu rücken.</p>
<p>Darunter fallen die Entwertung des Auslösers, Relativierung, für Fortgeschrittene auch: Erkenntnis eigener Anteile am unvorteilhaften Zustand. Diese können laut Heidi Kastner jedoch nur greifen, wenn man gedanklich den Schritt von „nicht gut“ und „es hat nicht gepasst“ zu „es kränkt mich, dass sie/er Vereinbarungen meist nicht einhält, weil ihm/ihr meine Prioritäten offenbar unwichtig sind, weil ich ihm/ihr anscheinend unwichtig bin gehen kann.“ Quelle: „Dummheit“ von Heidi Kastner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Emotionale Intelligenz ist ein Modebegriff</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Mar 2024 02:00:14 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Emotionale Intelligenz]]></category>
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					<description><![CDATA[Es gibt ein breites Feld an Möglichkeiten, in der Interaktion mit anderen zu versagen. Heidi Kastner erklärt: „Für die Qualitäten, die in diesem Zusammenhang zum Tragen kommen, hat sich der Begriff der emotionalen Intelligenz eingebürgert.“ Dieser ist allerdings nicht unumstritten. Den Terminus führten zwei amerikanische Psychologen ein, John D. Mayer von der University of New Hampshire und Peter Salovey von der Yale University. Der Begriff schloss sich an Überlegungen an, die schon von David Wechsler aufgestellt worden waren. Schon dieser hatte von sozialer Intelligenz gesprochen, die Idee aber nicht weiterverfolgt.&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt ein breites Feld an Möglichkeiten, in der Interaktion mit anderen zu versagen. Heidi Kastner erklärt: „Für die Qualitäten, die in diesem Zusammenhang zum Tragen kommen, hat sich der Begriff der emotionalen Intelligenz eingebürgert.“ Dieser ist allerdings nicht unumstritten. Den Terminus führten zwei amerikanische Psychologen ein, John D. Mayer von der University of New Hampshire und Peter Salovey von der Yale University. Der Begriff schloss sich an Überlegungen an, die schon von David Wechsler aufgestellt worden waren. Schon dieser hatte von sozialer Intelligenz gesprochen, die Idee aber nicht weiterverfolgt. Einem breiten Publikum wurde das Thema durch ein Buch des Psychologen und Wissenschaftsjournalisten Daniel Goleman bekannt. Heidi Kastner ist Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie. Seit 2005 ist sie Chefärztin der forensischen Abteilung der Landesnervenklink Linz. <span id="more-5299"></span></p>
<p><strong>Die „emotionale Intelligenz“ fand begeisterte Anhänger</strong></p>
<p>Daniel Goleman definierte die emotionale Intelligenz, die sich zu einem Schlagwort entwickelte. Manchmal im wahrsten Sinn des Wortes, wie Heidi Kastner erläutert: „Dem fehlt einfach die emotionale Intelligenz gehört zum Abschätzigsten, das man innerhalb der Grenzen der Höflichkeit über einen anderen sagen kann.“ Das Buch erschien 1995, war 18 Monate lang auf der Bestsellerliste der „New York Times“ und wurde in 40 Sprachen übersetzt. Insgesamt über fünf Millionen Exemplare wurden davon verkauft.</p>
<p>Man integrierte die „emotionale Intelligenz“ in den allgemeinen Sprachgebrauch. Man fragte sie in nichtssagenden Pseudo-Testverfahren von Zeitschriften ab und fand entsprechend begeisterte Anhänger. Diese hatten sich vermutlich weder mit dem Konzept Daniel Golemans noch mit der fehlenden einschlägigen Empirie auseinandergesetzt. Heidi Kastner stellt fest: „Ein typisches Beispiel für ein gar nicht so seltenes Phänomen: Manche Begriffe kommen in Mode und werden recht gerne und häufig verwendet.“ </p>
<p><strong>Ein Mangel an emotionaler Kompetenz ist eng mit Dummheit verbunden</strong></p>
<p>Wenn man diejenigen, die sich ganz selbstverständlich ihrer bedienen, nach der genauen Bedeutung fragt, endet die schwungvolle Rede in Gestammel. Die Kritik an diesem Begriff scheint für Heidi Kastner nicht ganz unberechtigt zu sein. Das Konzept der emotionalen Intelligenz, die man vielleicht eher als emotionale Kompetenz bezeichnen sollte, passt nicht so recht zu den mühsam errungenen Definitionen der Intelligenz. Es ist daher fraglich, ob dieses Konzept überhaupt eine sinnvolle Ergänzung dazu darstellt oder nicht eher ganz andere menschliche Qualitäten beschreibt, die für sich stehen und mit den Bausteinen der Intelligenz wenig gemein haben.</p>
<p>Heidi Kastner weiß: „Intelligenz und emotionale Intelligenz korrelieren nur schwach, die wissenschaftliche gestaltet sich schwierig. Dass es sich bei der emotionalen Kompetenz um wesentliche Qualitäten handelt, die für das Zusammenleben von Menschen herausragende Bedeutung besitzen, wird wissenschaftlich nicht infrage gestellt, dass ein Mangel daran der Dummheit eng verbunden ist, ist alltägliche Erfahrung.“ In früheren Zeiten wären die konstituierenden Bestandteile der emotionalen Intelligenz als moralische oder theologische Fragen abgehandelt worden. Quelle: „Dummheit“ von Heidi Kastner</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Emotionale Intelligenz ist keine Intelligenz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Sep 2022 01:00:15 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Emotionale Intelligenz]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn man darüber spricht, was Intelligenz denn eigentlich sei, ist es für Jakob Pietschnig auch wichtig festzuhalten, was sie auf keinen Fall ist. Er erklärt: „Auch wenn der Begriff von der „Emotionalen Intelligenz“ seit den 1960er-Jahren immer wieder auftaucht – und von Howard Gardner in die Liste seiner „multiplen Intelligenzen“ aufgenommen worden ist, zählen emotionale Intelligenz und auch soziale Kompetenzen nicht zur Intelligenz.“ Bei ihnen handelt es sich vielmehr um Persönlichkeitseigenschaften als um Fähigkeiten. In aller Munde ist die „Emotionale Intelligenz“ sei der Publikation „EQ. Emotionale Intelligenz“ des Psychologen und&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man darüber spricht, was Intelligenz denn eigentlich sei, ist es für Jakob Pietschnig auch wichtig festzuhalten, was sie auf keinen Fall ist. Er erklärt: „Auch wenn der Begriff von der „Emotionalen Intelligenz“ seit den 1960er-Jahren immer wieder auftaucht – und von Howard Gardner in die Liste seiner „multiplen Intelligenzen“ aufgenommen worden ist, zählen emotionale Intelligenz und auch soziale Kompetenzen nicht zur Intelligenz.“ Bei ihnen handelt es sich vielmehr um Persönlichkeitseigenschaften als um Fähigkeiten. In aller Munde ist die „Emotionale Intelligenz“ sei der Publikation „EQ. Emotionale Intelligenz“ des Psychologen und Wissenschaftsjournalisten Daniel Goleman (*1946) aus dem Jahr 1995, die international zum Bestseller avancierte. Er stellt darin einer breiten Öffentlichkeit sein Konzept von der „emotionalen Intelligenz“ vor und preist die Vorzüge zwischenmenschlicher Kompetenzen gegenüber den, wie er sagt, „herkömmlichen“ Fähigkeiten. Jakob Pietschnig lehrt Differentielle Psychologie und Psychologische Diagnostik an der Universität Wien. <span id="more-3945"></span></p>
<p><strong>Die emotionale Intelligenz lässt sich nicht messen</strong></p>
<p>Den theoretischen Unterbau für seine Theorie lieferten die Persönlichkeitspsychologen John D. Mayer (*1953) und Peter Salovey (*1958) in den 1990er-Jahren, die auf die Schlüsselrolle der Kompetenz im Umgang mit Gefühlen für ein glückliches Leben hingewiesen haben. Im Gegensatz zur psychometrischen Intelligenz lässt sich beim Versuch der Erfassung der emotionalen Intelligenz nicht zwischen eindeutig richtigen und eindeutig falschen Antworten unterscheiden. </p>
<p>Bei emotionalen Intelligenztests soll etwa die emotionale Aussage eines Gesichtsausdrucks auf einem Foto bestimmt werden. Wirkt die Person eher erfreut oder überrascht? Jakob Pietschnig weiß: „Eine objektiv richtige Antwort gibt es darauf nicht. Man versucht, diesem Problem mit einer Art „Mehrheitsentscheid“ der Testteilnehmer zu begegnen, indem man diejenige Antwort als „am richtigsten“ wertet, die von den meisten Teilnehmern gewählt wird.“ Bei dem Versuch der Erfassung einer kognitiven Fähigkeit wäre ein solches Verhalten undenkbar. </p>
<p><strong>Soziale Kompetenzen sind nicht unwichtig</strong></p>
<p>Die Erfassung von emotionaler Intelligenz basiert auf demokratischen Prinzipien, die von kognitiven Fähigkeiten auf objektiven Kriterien. Noch schwerer wiegt der Umstand, dass sich nur verhältnismäßig geringe Zusammenhänge mit anderen etablierten Faktoren, welche die psychometrische Intelligenz repräsentieren, zeigen. Emotionale Intelligenz und sozialen Kompetenzen haben also mit psychometrisch erfasster Intelligenz wenig zu tun. Das bedeutet natürlich nicht, dass soziale Kompetenzen unwichtig sind.</p>
<p>Oft im Gegenteil. Aber sie stellen eben keine Form der Intelligenz dar. Jakob Pietschnig betont: „Die große Herausforderung bei der Messung unserer geistigen Fähigkeiten besteht darin, dass diese unsichtbar in unserem Inneren wirken. Anders als physische Merkmale lassen sich psychische – und zwar weder Persönlichkeitseigenschaften noch geistige Fähigkeiten – direkt beobachten.“ Grundsätzlich ist das für andere Maße einfacher. Will man beispielsweise eine Distanz bestimmen, dann besorgt man sich ein Lineal, Maßband oder etwas Ähnliches. Quelle: „Intelligenz“ von Jakob Pietschnig</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Howard Gardner fordert eine Schule des tiefen Verstehens</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Apr 2020 05:29:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionale Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Harvard-Psychologe Daniel Goleman definiert die „Emotionale Intelligenz“ wie folgt: die eigenen Emotionen kennen, Emotionen beeinflussen, Emotionen in die Tat umsetzen, Empathie und Umgang mit Beziehungen. Andreas Salcher weiß: „Wer Erfolg im Leben haben will, muss dieses emotionale Alphabet beherrschen.“ Daniel Goleman macht klar, dass formale Ausbildung und ein entsprechender Intelligenzquotient notwendig sind, um einen bestimmten Job zu bekommen. Dann aber ist die Emotionale Intelligenz die wichtigste Voraussetzung dafür, um diesen Job auch erfolgreich erfüllen zu können. Je höher ein Mensch in einer Organisation aufsteigt, desto wichtiger wird der Faktor&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Harvard-Psychologe Daniel Goleman definiert die „Emotionale Intelligenz“ wie folgt: die eigenen Emotionen kennen, Emotionen beeinflussen, Emotionen in die Tat umsetzen, Empathie und Umgang mit Beziehungen. Andreas Salcher weiß: „Wer Erfolg im Leben haben will, muss dieses emotionale Alphabet beherrschen.“ Daniel Goleman macht klar, dass formale Ausbildung und ein entsprechender Intelligenzquotient notwendig sind, um einen bestimmten Job zu bekommen. Dann aber ist die Emotionale Intelligenz die wichtigste Voraussetzung dafür, um diesen Job auch erfolgreich erfüllen zu können. Je höher ein Mensch in einer Organisation aufsteigt, desto wichtiger wird der Faktor Emotionale Intelligenz. Deshalb haben mittlerweile sechs von sieben Bewertungskriterien, nach denen Firmen neue Mitarbeiter aussuchen, im weitesten Sinn mit Emotionaler Intelligenz zu tun. Dr. Andreas Salcher ist Unternehmensberater, Bestseller-Autor und kritischer Vordenker in Bildungsthemen. <span id="more-2184"></span></p>
<p><strong>Emotionale Intelligenz lässt sich lernen</strong></p>
<p>Es gibt eine gute Nachricht. Während der Intelligenzquotient fast nicht steigerbar ist, kann man Emotionale Intelligenz sehr wohl lernen. Sie lässt sich im Laufe des Lebens wie ein Muskel trainieren. Der amerikanische Erziehungswissenschaftler Howard Gardner möchte die Kluft zwischen dem „Lehrplan der Schule“ und den „Lernaufgaben für das Leben“ verringern. Er fordert Schulen, die den Schülern gute Gelegenheit bieten sollen, statt bloßen Fakten und Regeln eigene Erfahrungen und Einsichten zu erwerben.</p>
<p>Es geht Howard Gardner um eine Schule des tiefen Verstehens. Er beweist in seinem Buch „Der ungeschulte Kopf – Wie Kinder denken“, dass selbst gut ausgebildete Schüler, die hervorragende Noten aufweisen, in den Regel den Unterrichtsstoff wie gefordert wiedergeben. Sie können diesen aber in Wirklichkeit nicht anwenden. Kinder mit fotografischem Gedächtnis werden im Schulsystem sogar besonders bevorzugt. Sie können auch große Mengen von Stoff ohne großen Aufwand lernen und bis in die Fußnoten reproduzieren.</p>
<p><strong>Menschen sind geradezu süchtig nach Neuem</strong></p>
<p>Die meisten Kinder wollen aus eigener Motivation und Neugier lernen. Der amerikanische Hirnforscher John Gottman sagt: „Eine neue Stadt zu entdecken, eine neue Sprache zu lernen, löst ein ähnliches Gefühl aus wie die Einnahme von Kokain.“ Daher kommt auch das deutsche Wort „Neugier“. Der Botenstoff Dopamin löst im Gehirn freudige Erregung aus. Dopamin ist im Gehirn dafür verantwortlich, dass Menschen geradezu süchtig nach Neuem sind.</p>
<p>Manche Kinder, die sich im Kindergarten auf die Schule gefreut haben, erleben die ersten Schultage noch immer als echten Schock. Auf einmal werden Dinge von ihnen erwartet und gefordert, die für sie keinen Sinn ergeben. Zum Beispiel still sitzen, nicht miteinander reden und das Nachbeten von Vorgebeteten. Wird dann auch noch Druck ausgeübt und korrigiert der Lehrer zu viele Fehler gleich am Anfang, erzeugt das Versagensängste. Und Angst ist eine ganz schlechte Lehrmeisterin. Quelle: „Der talentierte Schüler und seine ewigen Feinde“ von Andreas Salcher</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Emotionale Intelligenz hilft die Gefühle anderer zu erkennen</title>
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		<pubDate>Wed, 30 May 2018 06:38:19 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Emotionale Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühle]]></category>
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					<description><![CDATA[Menschen, die über emotionale Intelligenz (EQ) verfügen, sind mit einer Reihe von Qualitäten ausgestattet, die in der „Dimension Intelligenz“ nicht vorkommen. Das Psychologe und Bestsellerautor Daniel Goleman erläutert: „Sie haben ein gutes Bild davon, wer sie sind. Sie können mit schlechten Gefühlen umgehen. Sie bleiben auch bei Niederlagen optimistisch. Sie können die Gefühle anderer Menschen erspüren.“ Bei Managern etwa, die ihre Mitarbeiter vor versammelter Mannschaft zusammenstauchen, oder bei aufbrausenden Typen, die sich und andere blamieren, sieht er ein enormes EQ-Defizit. Ausgeglichenheit dagegen und die Fähigkeit, mit vielen verschiedenen Charakteren auszukommen,&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Menschen, die über emotionale Intelligenz (EQ) verfügen, sind mit einer Reihe von Qualitäten ausgestattet, die in der „Dimension Intelligenz“ nicht vorkommen. Das Psychologe und Bestsellerautor Daniel Goleman erläutert: „Sie haben ein gutes Bild davon, wer sie sind. Sie können mit schlechten Gefühlen umgehen. Sie bleiben auch bei Niederlagen optimistisch. Sie können die Gefühle anderer Menschen erspüren.“ Bei Managern etwa, die ihre Mitarbeiter vor versammelter Mannschaft zusammenstauchen, oder bei aufbrausenden Typen, die sich und andere blamieren, sieht er ein enormes EQ-Defizit. Ausgeglichenheit dagegen und die Fähigkeit, mit vielen verschiedenen Charakteren auszukommen, zeuge von emotionaler Intelligenz. Auch die gute Beherrschung spontaner Gefühle zeige EQ-Stärke. Dr. phil. Klaus Biedermann leitet seit mehr als 30 Jahren Selbsterfahrungskurse und Burn-In-Seminare in seiner Sommerakademie auf der Insel Korfu. <span id="more-1866"></span></p>
<p><strong>Jeder Mensch entscheidet selbst über seine Gefühle</strong></p>
<p>Wer auf die Gefühle seiner Mitmenschen eingehen möchte, muss seine eigenen gut kennen. Es geht also darum, sich zu beherrschen. Anders als vielleicht herkömmlich gemeint, bedeutet dies, dass man Herr über seine Gefühle ist, statt deren hilflos ausgeliefertes Opfer. Wie oft hört man Menschen sagen: „Du regst mich auf, du machst mich traurig, du machst mich wütend?“ Doch noch immer gilt: Niemand kann einen Menschen wütend machen, niemand kann ihn ärgern, niemand kann ihn unglücklich oder traurig machen – das erledigt er immer selbst. </p>
<p>Klaus Biedermann fügt hinzu: „Sie entscheiden immer über Ihre Gefühle und wie Sie in welchen Situationen reagieren – ob Ihnen das bewusst ist oder nicht.“ Es kann aber natürlich sein, dass jemand gelernt hat, andere mit seiner Wut oder Trauer zu manipulieren. Dann hat er über die manipulierten Menschen Macht, was ihm wiederum ein befriedigendes Gefühl geben kann. Es wird allerdings auch Menschen geben, bei denen diese Masche nicht funktioniert. Was dann?</p>
<p><strong>Jedem Gefühl muss ein Gedanke vorausgegangen sein</strong></p>
<p>Man sollte sich bewusst machen, dass die eigenen Gefühle grundsätzlich abhängig sind von der Art, wie man denkt. Klaus Biedermann erklärt: „Jedem Gefühl muss ein Gedanke vorausgegangen sein.“ Wer nicht glaubt, dass er seine Gedanken selbst steuert – und zwar immer –, sollte sich fragen, wer sie dann steuert. Wann immer man sich dabei ertappt, andere für seine Gefühle verantwortlich zu machen, sollte man innehalten und überprüfen, ob man das wirklich will. </p>
<p>Klaus Biedermann betont: „Mit einem Schöpferbewusstsein können sie niemanden mehr für Ihre Negativität verantwortlich machen, selbst wenn Sie in Ihrer Kindheit nicht positiv bestärkt wurden. Ab sofort können Sie die ganze Verantwortung für sich übernehmen.“ Solange dazu nicht auch die Verantwortung für die eigene Negativität gehört, kann man allerdings positiv denken, soviel man will, es wird nichts bringen. Wer die Trauer vertreiben möchte, vertreibt auch die Freude. Das sind die beiden Seiten einer Medaille. Quelle: „Burn-In statt Burn-Out“ von Klaus Biedermann</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Emotionale Intelligenz wird die treibende Kraft des 21. Jahrhunderts sein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 May 2018 05:06:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionale Intelligenz]]></category>
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					<description><![CDATA[Emotionales Lernen ist nicht auf die Zeit der Kindheit beschränkt, sondern dauert ein Leben lang und gilt ebenso für Partnerbeziehungen. Immer noch gibt es die Idealvorstellung, dass zwei Menschen, die sich lieben, sich auch in ihren Gefühlen immer verstehen. In der Partnerschaft ist es allerdings so, dass man in einem fortwährenden Prozess lernen muss, den Partner besser zu begreifen. Klaus Biedermann stellt klar: „Egal wie befriedigend Ihre Beziehung zu Ihren Eltern war, bekommen Sie Probleme, wenn Sie nicht erkennen, mit wem Sie jetzt zusammen sind.“ Wenn man sich dieser Person&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Emotionales Lernen ist nicht auf die Zeit der Kindheit beschränkt, sondern dauert ein Leben lang und gilt ebenso für Partnerbeziehungen. Immer noch gibt es die Idealvorstellung, dass zwei Menschen, die sich lieben, sich auch in ihren Gefühlen immer verstehen. In der Partnerschaft ist es allerdings so, dass man in einem fortwährenden Prozess lernen muss, den Partner besser zu begreifen. Klaus Biedermann stellt klar: „Egal wie befriedigend Ihre Beziehung zu Ihren Eltern war, bekommen Sie Probleme, wenn Sie nicht erkennen, mit wem Sie jetzt zusammen sind.“ Wenn man sich dieser Person gegenüber automatisch so verhält, wie man es gewohnt ist, läuft man Gefahr, die Qualität der Beziehung einzubüßen. Hier ist wirklich emotionale Intelligenz gefordert. Dr. phil. Klaus Biedermann leitet seit mehr als 30 Jahren Selbsterfahrungskurse und Burn-In-Seminare in seiner Sommerakademie auf der Insel Korfu. <span id="more-1861"></span></p>
<p><strong>Intelligente Menschen übernehmen für sich selbst die Verantwortung</strong></p>
<p>In der Regel werden Menschen außerhalb ihrer Familie auf dem Gebiet der emotionalen Intelligenz wenig gefördert – mit etwas Glück noch in der Schule. Die Gesellschaften des Westens sind vorwiegend leistungs- und weniger emotionsorientiert; das heißt, dass man sich im Grunde erst als Erwachsener entscheiden kann, sich in diesem Bereich weiterzuentwickeln. Wer es schafft sein Leben als das zu leben, was es ist, und dabei auch noch glücklich ist, ist intelligenter als hundert Professoren, die das nicht tun.</p>
<p>Wer die Verantwortung für sich übernommen hat und weiß, dass er stets wählen kann, ist intelligent. Klaus Biedermann fügt hinzu: „Wenn Sie Probleme als Teil des Lebens anerkennen, an denen Sie wachsen können, wenn sie Glück nicht für einen Zustand halten, der frei von Schwierigkeiten ist, gehören Sie zu den intelligentesten Wesen auf diesem Planeten.“ Rationale Intelligenz war die treibende Kraft des 20. Jahrhunderts. Im 21. Jahrhundert wird es die emotionale Intelligenz sein, die Veränderungen in der Wirtschaft und im Privatleben der Menschen forciert. </p>
<p><strong>Daniel Goleman landete mit seinem Buch „Emotionale Intelligenz“ einen Bestseller</strong></p>
<p>Es gibt Menschen, denen scheinbar alles mühelos zu gelingen scheint. Ihnen bei der Arbeit zuzusehen oder sie auch in ihrem privaten Umfeld zu erleben, macht Spaß. Sie haben das, was man Charisma nennt. Charismatische Menschen lösen bei anderen immer positive Gefühle aus. Die emotionale Intelligenz, die unter dem Kürzel EQ – was eigentlich Emotionale Qualität bedeutet – Furore machte, ist ein Thema, das zunehmen auch Strategen im Management beschäftigt. </p>
<p>Angefangen hat alles mit Daniel Goleman. Mit seinem Buch „Emotionale Intelligenz“ machte er den bereits von J. D. Mayer eingeführten Begriff bekannt und landete 1996 einen Bestseller in den USA, nachfolgend auch in Deutschland und vielen anderen Ländern. Daniel Goleman lehrte als klinischer Psychologe an der Harvard-Universität und betreute mehrere Jahre Psychologiethemen für die New York Times. Mit seinen Gedanken zur emotionalen Intelligenz traf der den Zeitgeist. Quelle: „Burn-In statt Burn-Out“ von Klaus Biedermann</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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