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	<title>Einfluss &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Kontrolle suggeriert Macht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Mar 2022 02:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Sobald Menschen etwas aktiv gestalten, wählen und kontrollieren können, fühlen sie sich weniger machtlos, hilflos und ausgeliefert. Wer die Schuld von Ursachen, Moral oder Regel bei sich findet, akzeptiert nicht nur deren Last: „Ich habe etwas falsch gemacht.“ Helga Kernstock-Redl fügt hinzu: „Indirekt suggeriert uns die bloße Existenz eines Schuldgefühls eine verpasste Chance auf Kontrolle.“ ... <a title="Kontrolle suggeriert Macht" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/helga-kernstock-redl-kontrolle-und-einfluss.html" aria-label="Mehr Informationen über Kontrolle suggeriert Macht">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sobald Menschen etwas aktiv gestalten, wählen und kontrollieren können, fühlen sie sich weniger machtlos, hilflos und ausgeliefert. Wer die Schuld von Ursachen, Moral oder Regel bei sich findet, akzeptiert nicht nur deren Last: „Ich habe etwas falsch gemacht.“ Helga Kernstock-Redl fügt hinzu: „Indirekt suggeriert uns die bloße Existenz eines Schuldgefühls eine verpasste Chance auf Kontrolle.“ Denn man hätte es ja auch richtig machen können und man hat möglicherweise das nächste Mal Einfluss darauf. Dann wird es einem vielleicht nicht mehr passieren, denn man kann diesen Fehler vermeiden. Dadurch entsteht Hoffnung. Sogar wenn es in Wahrheit keine Einflussmöglichkeit und damit keinen eigenen Fehler gibt, kann das Gehirn dem Bewusstsein Schuldgefühle zuwerfen wie ein rettendes Seil. Helga Kernstock-Redl ist Psychologin und Psychotherapeutin. Sie beschäftigt sich vor allem mit der Psychologie der Gefühlswelt. <span id="more-3386"></span></p>
<p><strong>Die panische Vermeidung von Ohnmacht kann zu Hässlichkeiten führen</strong></p>
<p>Denn es ist für die Betroffenen immer noch besser Schuldgefühle zu haben, als die eigene Ohnmacht anerkennen zu müssen. Helga Kernstock-Redl rät: „Wer die unberechtigten, quälenden Schuldgefühle von traumatisierten Menschen oder Kindern wirklich verstehen will, sollte diese Schutzmantel-Dynamik als Möglichkeit im Hinterkopf haben. Das Psycho-Logische daran zu verstehen, kann Betroffenen und den Menschen im Umfeld deutlich weiterhelfen. </p>
<p>Das Bedürfnis nach Kontrolle und Einfluss und die panische Vermeidung vom Gegenteil, der Ohnmacht, kann fallweise hässliche Blüten hervorbringen. Helga Kernstock-Redl war mehrmals Zeugin von durchaus selbstgerechten Kommentaren von Gesunden samt offenen Schuldzuweisungen an Kranke. Sie kennt die Kontrollillusion, die dahintersteckt: „Wer alles richtig macht, wird nicht krank. Wer krank ist, hat etwas falsch gemacht.“ Durchaus giftige Sätze hört man da: „Du willst ja gar nicht gesund werden, versteckst Dich nur hinter deiner Krankheit.“</p>
<p><strong>Die Akzeptanz des Zufalls kann tatsächlich erlösen</strong></p>
<p>Es ist ja alles nur eine Frage der Einstellung. Was man wirklich will, das schafft man auch. „Haben Sie überhaupt die Empfehlung genau so umgesetzt, wie ich gesagt habe? Ansonsten ist es kein Wunder, dass es nicht hilft.“ Solche Dialoge führen manche kranke Menschen übrigens auch mit sich selbst. Wer zu hundert Prozent fest daran glaubt, dass jede Krankheit vermeidbar ist oder eine Botschaft haben muss, der sucht genauso im sozialen Umfeld oder der eigenen Psyche nach Schuld. </p>
<p>Helga Kernstock-Redl weiß: „Die Akzeptanz des Zufalls kann tatsächlich erlösen.“ Der Psychologe Roland Kopp-Wichmann beschreibt in seinem Blog, wie er auf die Frage eines Schwerkranken nach dem „Warum ich?“ geantwortet hat: „Vielleicht, weil Sie zum ersten Mal richtig Pech hatten.“ Würde aus der Schuldzuweisung an Kranke eine allgemeine, gesellschaftliche „Moralvorstellung“, dann hätten sich die Menschen seit dem Mittelalter nicht weiterentwickelt. Quelle: „Schuldgefühle“ von Karin Kernstock-Redl</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Vieles spielt sich im Unterbewusstsein ab</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Feb 2021 02:00:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Einfluss]]></category>
		<category><![CDATA[Priming]]></category>
		<category><![CDATA[Unterbewusstsein]]></category>
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					<description><![CDATA[Unbewusste Einflüsse tun ihr Werk auf natürliche Weise und ganz von selbst. Deshalb muss man den Prozess nur in Gang bringen, kann sich dann entspannen und alles Weitere ihm überlassen. Als Beispiel nennt John Bargh den Chamäleon-Effekt. Bei diesem führt das schlichte Interessen an einer neuen Bekanntschaft auf natürliche Weise zu Imitation und Mimikry. Diese ... <a title="Vieles spielt sich im Unterbewusstsein ab" class="read-more" href="https://www.psychologie-guide.de/unbewusste-einfluesse-tun-ihr-werk-ganz-von-selbst.html" aria-label="Mehr Informationen über Vieles spielt sich im Unterbewusstsein ab">Weiterlesen ...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Unbewusste Einflüsse tun ihr Werk auf natürliche Weise und ganz von selbst. Deshalb muss man den Prozess nur in Gang bringen, kann sich dann entspannen und alles Weitere ihm überlassen. Als Beispiel nennt John Bargh den Chamäleon-Effekt. Bei diesem führt das schlichte Interessen an einer neuen Bekanntschaft auf natürliche Weise zu Imitation und Mimikry. Diese ziehen wiederum Sympathie und Freundschaft nach sich. John Bargh empfiehlt: „Sie müssen der anderen Person nur Aufmerksamkeit schenken – sehen Sie sie an und hören Sie ihr zu. Alles andere geschieht von selbst.“ Vielleicht möchte man sich ein wichtiges Ziel setzen, möchte etwas erledigen oder ein Problem lösen. Prof. Dr. John Bargh ist Professor für Psychologie an der Yale University. Dort leitet er das Automaticity in Cognition, Motivation, and Evaluation (ACME) Laboratory. <span id="more-2496"></span></p>
<p><strong>Priming hat auch unerwünschte Seiten</strong></p>
<p>Dann muss man seinem Ziel einige bewusste Gedanken widmen, um es als wichtiges Ziel zu „programmieren“. Dann wird sich herausstellen, dass man unbewusst daran arbeitet und von dem Prozess profitiert. Dieses sogenannte Priming hat allerdings auch seine unerwünschten Seiten, wie etwa die Einflüsse von Fernsehwerbesports. Den Spruch „Was wir sehen, bestimmt unser Handeln“ sollte jeder ernst nehmen. Es gibt auch noch andere unbewusste Einflüsse, die im eigenen Leben zu Problemen führen könnten. </p>
<p>John Bargh nennt als Beispiel Verhaltensmuster, die man von einer Situation auf die nächste überträgt. Dieser Bann lässt sich mithilfe von Realisierungsintentionen brechen. Wenn man neue Bekanntschaften schließt, sollte man nicht auf der oberflächlichen Ebene verweilen, also bei jenen Aspekten, welche die persönlichen Eindrücke zunächst bestimmen. Das heißt, es ist ratsam, sich nicht auf die ethnische Zugehörigkeit, das Gesicht und die Attraktivität zu konzentrieren. Stattdessen sollte man auf die Persönlichkeit dieses Menschen und auf die Art seines Umgangs mit der eigenen Person eingehen. </p>
<p><strong>Jeder sollte gute Angewohnheiten entwickeln</strong></p>
<p>John Bargh rät: „Die Grundlage dafür, was Sie über sie denken und wem Sie Vertrauen schenken, sollten ihre Handlungen sein, nicht ihre äußere Erscheinung.“ Und es ist sicherlich von Vorteil, wenn man bei der Auswahl seiner „Freunde“ auf Facebook größere Vorsicht walten lässt. Generell sollte man mehr Kontrolle über seine Newsfeed und seine sozialen Netzwerke übernehmen. Denn dort beeinflussen Menschen, die man nicht einmal kennt, die persönliche Stimmungen, Neigungen und noch vieles mehr, ohne dass man es selbst bemerkt. </p>
<p>Die Verhaltensweisen, Gefühle und Gedanken dieser Menschen sickern durch die sozialen Netzwerke in die eigene Persönlichkeit ein und werden Teil des eigenen Selbst. Erfreulicherweise ist man diesen Leuten nicht auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. John Bargh weiß: „Sie können steuern, mit wem Sie in Kontakt kommen, zumindest in viel größerem Ausmaß, als es die meisten von uns gegenwärtig tun.“ Dazu sollte jeder gute Angewohnheiten entwickeln, um der Mensch zu werden, der er sein möchte. Quelle: „Vor dem Denken“ von John Bargh</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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