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	<title>Depression &#8211; Psychologie Guide</title>
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	<description>Alles über Psychologie</description>
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		<title>Eine Depression ist vollständig heilbar</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Apr 2025 01:00:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Antidepressiva]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Depression ist eine Krankheit, die eine Eigendynamik hat, die sich in schweren Stadien dem beruhigenden Gespräch und dann auch der professionellen Psychotherapie entzieht. Manfred Lütz erläutert: „In ihren ganz schweren Formen geht sie sogar mit depressivem Wahn einher: Verarmungswahn, Schuldwahn und der Wahn, nie mehr gesund werden zu können. Es können sogar depressive akustische Halluzinationen vorkommen.“ Gegen so etwas helfen bekanntlich keine Gespräche. Das Schlechte an dieser Störung ist das schwere Leid, das die Patienten empfinden. Das Gute ist, dass sie heilbar ist. Vollständig heilbar. Freilich leiden die Depressiven&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Depression ist eine Krankheit, die eine Eigendynamik hat, die sich in schweren Stadien dem beruhigenden Gespräch und dann auch der professionellen Psychotherapie entzieht. Manfred Lütz erläutert: „In ihren ganz schweren Formen geht sie sogar mit depressivem Wahn einher: Verarmungswahn, Schuldwahn und der Wahn, nie mehr gesund werden zu können. Es können sogar depressive akustische Halluzinationen vorkommen.“ Gegen so etwas helfen bekanntlich keine Gespräche. Das Schlechte an dieser Störung ist das schwere Leid, das die Patienten empfinden. Das Gute ist, dass sie heilbar ist. Vollständig heilbar. Freilich leiden die Depressiven oft nicht bloß an ihrer Depression, sondern auch an den „Normalen“, die mit ihren „guten Ratschlägen“ die Depression so richtig unerträglich machen können. Manfred Lütz hat Medizin, Theologie und Philosophie in Bonn und Rom studiert. Er ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und Autor zahlreicher Bestseller. <span id="more-5953"></span></p>
<p><strong>Die Krankenhauseinweisung bedeutet oft schon eine erhebliche Entlastung</strong></p>
<p>Da wird der Patient immer wieder zu Aktivitäten gedrängt, zu denen er aber gar nicht in der Lage ist, sodass sein Selbstbewusstsein noch mehr Schaden erleidet. Manfred Lütz erklärt: „Und so bedeutet die Krankenhauseinweisung an sich oft schon eine erhebliche Entlastung, weil jetzt dieses alltäglich Drängen mit der unvermeidlichen Folge des Gefühls des eigenen Ungenügens endlich wegfällt.“ Urlaubsfahrten können für solche Patienten zur Qual werden, weil sie fröhliche Menschen in Urlaubsstimmung bei bestem Wetter erleben, sie selbst aber fühlen sich von innen heraus nach wie vor wie ein Stein.</p>
<p>Dieser Kontrast macht dann alles noch schlimmer, als es ohnehin schon ist. Manfred Lütz betont: „Es gibt aber eben auch das Gute am Schlechten. Die schwere Depression ist gut behandelbar und irgendwann ist die Phase beendet. Den genauen Zeitpunkt kann niemand voraussagen, aber das Gute ist, dass sie vorbeigeht.“ Es ist interessant, mit einem Patienten nach Abklingen der Depression noch einmal gründlich zu sprechen. Er erinnert sich an alles. Auch an die hoffnungsvollen Bemerkungen des Arztes und den eigenen tiefen Zweifel daran.</p>
<p><strong>Moderne Antidepressiva können die Qual für den Patienten beenden</strong></p>
<p>Es sind vor allem die modernen Antidepressiva, die eine früher nicht selten jahrelange Qual für den Patienten beenden können. Manfred Lütz weiß: „Durchschnittlich etwa ein halbes Jahr dauern solche depressive Phasen unbehandelt. Eine zeitige richtige Therapie ist daher von unschätzbarer Bedeutung, zumal Antidepressiva zumeist erst nach zwei bis drei Wochen wirken.“ Jeder Tag ohne Depression ist ein gewonnener Tag für ein wieder farbiges Leben. Gewiss spielt bei der Verbesserung der schweren Depression auch Psychotherapie, insbesondere kognitive Verhaltenstherapie, eine wichtige Rolle.</p>
<p>Für chronische Depressionen ist neuerdings CBASP – Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapie – der Renner. Die Methode wurde von James McCullough erfunden, der chronisch depressiv war und sich auf diese Weise selber helfen konnte. Manfred Lütz fügt hinzu: „Aber natürlich sind ebenso Ergotherapie, Kunsttherapie, Musiktherapie, Sporttherapie et cetera eine wichtige Hilfe. Speziell bei der Depression wird auch die Schlafentzugstherapie eingesetzt.“ Quelle: „Neue Irre!“ von Manfred Lütz</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Psyche und Physis leiden unter der Angst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Mar 2025 02:00:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
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					<description><![CDATA[Angst beeinflusst Psyche und Physis in vielfältiger Weise. Jonathan Haidt nennt Beispiele: „Viele spüren Angst als Spannung oder Engegefühl in Bauch und Brusthöhle. Emotional wird Angst als Schrecken, Sorge und nach einer Weile als Erschöpfung wahrgenommen.“ Was kognitive Prozesse angeht, so erschwert Angst oft das klare Denken und führt zu unproduktivem Grübeln; dies verursacht dann die kognitiven Verzerrungen, auf die sich die Kognitive Verhaltenstherapie (CBT) konzentriert, beispielsweise Schwarzmalerei, zu starke Verallgemeinerung und Schwarz-Weiß-Denken. Bei Menschen mit Angststörungen lösen diese verzerrten Denkmuster oft unangenehme körperliche Symptome aus, die dann wiederum Gefühle&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Angst beeinflusst Psyche und Physis in vielfältiger Weise. Jonathan Haidt nennt Beispiele: „Viele spüren Angst als Spannung oder Engegefühl in Bauch und Brusthöhle. Emotional wird Angst als Schrecken, Sorge und nach einer Weile als Erschöpfung wahrgenommen.“ Was kognitive Prozesse angeht, so erschwert Angst oft das klare Denken und führt zu unproduktivem Grübeln; dies verursacht dann die kognitiven Verzerrungen, auf die sich die Kognitive Verhaltenstherapie (CBT) konzentriert, beispielsweise Schwarzmalerei, zu starke Verallgemeinerung und Schwarz-Weiß-Denken. Bei Menschen mit Angststörungen lösen diese verzerrten Denkmuster oft unangenehme körperliche Symptome aus, die dann wiederum Gefühle von Furcht und Sorge indizieren, und diese lösen weitere ängstliche Gedanken aus – ein Teufelskreis. Jonathan Haidt ist Professor für Sozialpsychologie an der New York University. Seine Forschungsschwerpunkte sind die psychischen Grundlagen von Moral, moralische Emotionen und Moralvorstellungen in verschiedenen Kulturen. <span id="more-5920"></span></p>
<p><strong>Die zweithäufigste Erkrankung bei Jugendlichen ist die Depression</strong></p>
<p>Jonathan Haidt weiß: „Die zweithäufigste Erkrankung bei jungen Leuten unserer Tage ist die Depression. Die wichtigste psychiatrische Kategorie hier ist die schwere depressive Störung oder kurze schwere Depression.“ Die beiden Schlüsselsymptome sind eine depressive Verstimmung – ein Gefühl von Traurigkeit, Leere, Hoffnungslosigkeit – und ein Verlust an Interesse beziehungsweise Freude an fast allen Tätigkeiten. „Wie ekel, schal und flach und unersprießlich erscheint mir das ganze Treiben dieser Welt!“, meint Hamlet, nachdem er kurz zuvor Gottes Verbot des „Selbstmords“ beklagt hat.</p>
<p>Damit eine Major Depressive Disorder (MDD) diagnostiziert wird, müssen diese Symptome mindestens zwei Wochen lang durchgängig anhalten. Jonathan Haidt ergänzt: „Sie gehen oft mit körperlichen Symptomen einher, darunter signifikanter Gewichtsverlust oder Gewichtszunahme, deutlich mehr oder weniger Schlaf als normal sowie Erschöpfung.“ Zudem werden sie oft von kognitiven Problemen begleitet, wie die Unfähigkeit, sich zu konzentrieren.</p>
<p><strong>Eine spielbasierte Kindheit stärkt positive Beziehungen</strong></p>
<p>Dazu kommt eine ständige Beschäftigung mit eigenen Verstößen oder Verfehlungen – was zu Schuldgefühlen führt – und den vielen anderen kognitiven Störungen, denen die CBT entgegenzuwirken versucht. Jonathan Haidt fügt hinzu: „Menschen, die unter einer depressiven Störung leiden, denken oft an Suizid, weil sie das Gefühl haben, ihr gegenwärtiges Leiden werde nie enden, und der Tod ist ein Ende.“ Ein wichtiges Merkmal der Depression ist ihre Verbindung zu sozialen Beziehungen.</p>
<p>Das Risiko für Depressionen steigt, wenn jemand sozial isoliert ist – oder das Gefühl hat, es zu sein – und aufgrund seiner psychischen Verfassung weniger interessiert oder in der Lage ist, soziale Beziehungen einzugehen. Wie bei der Angst ist dies ein Teufelskreis. Daher schenkt Jonathan Haidt Freundschaft und sozialen Beziehungen in seinem Buch „Generation Angst“ große Aufmerksamkeit. Dabei stellt sich heraus, dass eine spielbasierte Kindheit solche positiven Beziehungen stärkt, während eine smartphonebasierte Kindheit sie schwächt. Quelle: „Generation Angst“ von Jonathan Haidt</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Digitale Kontakte führen zur Erschöpfung</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/digitale-kontakte-fuehren-zur-erschoepfung.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Jan 2025 02:00:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
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					<description><![CDATA[Mattias Desmet sieht einen direkten Zusammenhang zwischen Digitalisierung und dem Phänomen Depression. Depression ist in der klassischen psychotherapeutischen Theorie mit der frustrierenden Erfahrung der Hilflosigkeit verbunden, ausgelöst durch Passivität oder Abwesenheit eines geliebten Anderen – in erster Linie meist ein Elternteil. Das zahlt man diesem Anderen – und dem Anderen im Allgemeinen – sozusagen mit gleicher Münze heim: Man wird selbst passiv – das heißt, man fühlt sich depressiv. Digitale Kontakte führen zu einer ähnlichen Dynamik: Man fühlt sich hilflos gegenüber einem als unerreichbar und abwesend erfahrenen Anderen und reagiert&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mattias Desmet sieht einen direkten Zusammenhang zwischen Digitalisierung und dem Phänomen Depression. Depression ist in der klassischen psychotherapeutischen Theorie mit der frustrierenden Erfahrung der Hilflosigkeit verbunden, ausgelöst durch Passivität oder Abwesenheit eines geliebten Anderen – in erster Linie meist ein Elternteil. Das zahlt man diesem Anderen – und dem Anderen im Allgemeinen – sozusagen mit gleicher Münze heim: Man wird selbst passiv – das heißt, man fühlt sich depressiv. Digitale Kontakte führen zu einer ähnlichen Dynamik: Man fühlt sich hilflos gegenüber einem als unerreichbar und abwesend erfahrenen Anderen und reagiert mit Frustration und Passivität – das heißt, man fühlt sich erschöpft. Digitalisierung entmenschlicht ein Gespräch. Das geschieht meist verborgen und schleichend, manchmal zeichnet es sich aber auch haarscharf ab. Mattias Desmet ist Professor für Klinische Psychologie an der Abteilung für Psychoanalyse und klinische Beratung der Universität Gent. <span id="more-5860"></span></p>
<p><strong>Unsicherheit ist ein Merkmal par excellence der menschlichen Erfahrung</strong></p>
<p>Digitale Gespräche kann man auch mit Menschen führen, die weit entfernt sind, und sie kosten weniger Anstrengung – zum Beispiel keine Fortbewegung –, das ist wahr, aber es spielt auch noch ein anderer, psychologischer Faktor eine Rolle. Mattias Desmet erklärt: „Unsicherheit ist ein Merkmal par excellence der menschlichen Erfahrung – kein Tier wird so vom Zweifel verfolgt oder stellt sich existenzielle Fragen –, und das gilt insbesondere für unser Verhältnis zum Anderen.“</p>
<p>Bei einem digitalen Gespräch, bei dem der Andere buchstäblich auf Distanz gehalten wird, aber dennoch erreichbar ist, stellen sich diese ewigen Fragen und die damit verbundene Unsicherheit und Angst weniger akut. Mattias Desmet ergänzt: „Das Gefühl der Kontrolle ist größer; es ist leichter, selektiv bestimmte Dinge zu zeigen und andere zu verbergen. Kurz: Man fühlt sich psychologisch sicherer und komfortabler hinter einer digitalen Mauer und zahlt dafür arglos den Preis eines Verlusts an Seele.“ </p>
<p><strong>Eine Ideologie passt die Wirklichkeit der Theorie an</strong></p>
<p>Die Mechanisierung der Welt führt dazu, dass der Mensch den Kontakt zu seiner Umgebung verliert und zu einem atomisierten Objekt wird, der Art von Subjekt, in dem Hannah Arendt den elementaren Bestandteil des totalitären Staates erkannte. Mattias Desmet betont: „Wissenschaft passt ihre Theorie der Wirklichkeit an, Ideologie passt die Wirklichkeit der Theorie an. Das gilt auch für die mechanistische Ideologie: Sie wollte die Wirklichkeit ihrer theoretischen Fiktion anpassen.</p>
<p>Sie wollte die Natur und die Welt optimieren. Institutionen, die sich gern mit der Gesellschaft der Zukunft beschäftigen, wie das Weltwirtschaftsforum (WEF), gehen unbesehen davon aus, dass sich die Gesellschaft hin zu einem Digikosmos entwickeln wird – einer Gesellschaft, in der sich das menschliche Leben größtenteils online abspielt. Mattias Desmet kritisiert: „Die Umweltbewegung des 21. Jahrhunderts folgt erstaunlicherweise weitgehend diesem Trend.“ Quelle: „Die Psychologie des Totalitarismus“ von Mattias Desmet</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Eine Depression steigt von innen herauf</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Nov 2024 02:00:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
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					<description><![CDATA[Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt, wer ist das schon wirklich? Doc es gibt Menschen, die an einer Krankheit leiden, die sie genau solche extremen Höhen und Tiefen erleben lässt. Manfred Lütz weiß: „Erfahrene Psychiater sagen, dass man bei langer Erfahrung eine Schizophrenie einigermaßen nachvollziehen könne, eine tiefe von innen heraus aufsteigende Depression, eine Melancholie, dagegen könne man nicht nachfühlen.“ Das Wort Depression führt da meist in die Irre. Denn darunter versteht manch einer die heftige Trauer beim Tod eines geliebten Menschen oder auch schon bei einer schmerzhaft erlebten Trennung, bei&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt, wer ist das schon wirklich? Doc es gibt Menschen, die an einer Krankheit leiden, die sie genau solche extremen Höhen und Tiefen erleben lässt. Manfred Lütz weiß: „Erfahrene Psychiater sagen, dass man bei langer Erfahrung eine Schizophrenie einigermaßen nachvollziehen könne, eine tiefe von innen heraus aufsteigende Depression, eine Melancholie, dagegen könne man nicht nachfühlen.“ Das Wort Depression führt da meist in die Irre. Denn darunter versteht manch einer die heftige Trauer beim Tod eines geliebten Menschen oder auch schon bei einer schmerzhaft erlebten Trennung, bei der es einem tage- oder wochenlang nicht gut geht. Manfred Lütz hat Medizin, Theologie und Philosophie in Bonn und Rom studiert. Er ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und Autor zahlreicher Bestseller. <span id="more-5768"></span></p>
<p><strong>Mit dem Wort „Depression“ verbindet sich etwas höchst subjektives</strong></p>
<p>Doch das ist meilenweit entfernt von dem, was ein von innen heraus depressiver Mensch erlebt. Manfred Lütz stellt fest: „Der amerikanische Psychotherapeut Steve de Shazer hat einmal gesagt, Depression sei zwar das Lieblingswort von Therapeuten, doch im Grunde wisse keiner genau, was das eigentlich sei. Denn jeder verbindet mit dem Wort „Depression“ etwas höchst subjektives.“ Jeder erinnert sich beim Wort „Depression“ an Phasen seines eigenen Lebens, in denen es ihm nicht so gut ging.</p>
<p>Meist waren es irgendwelche traurigen Ereignisse, bei denen die Stimmung absackte. Doch das alles hat mit einer krankhaften Depression gar nichts zu tun. Manfred Lütz erklärt: „Auf traurige Lebensereignisse mit Traurigkeit zu reagieren, ist nicht krank, sondern normal. Und wenn Normale, angeregt durch geschäftstüchtige Psychoexperten, diese Befindlichkeitsstörungen zu Krankheiten aufblähen, wenn sie sich durch übertriebene Selbstbeobachtung in eine psychische Störung hineingrübeln, dann schaden sie sich selbst.“</p>
<p><strong>Eine Depression ist eine Stoffwechselstörung im Gehirn</strong></p>
<p>So ist das Wort „Depression“ prekär und man hat versucht, die schwere, von innen her kommende Depression „Melancholie“ zu nennen, um sie von den allgegenwärtigen Depressionen zu unterscheiden. Doch das konnte sich nicht durchsetzen. Manfred Lütz betont: „Eines jedenfalls ist klar: Die hier gemeinte schwere Depression ist nicht irgendeine Verstimmung, die man einfach durch belastende Lebensereignisse erklären kann, selbst wenn unspezifischer Stress auch hier in einzelnen Fällen als Auslöser – aber nicht als Grund – auszumachen ist.“</p>
<p>Eine schwere Depression ist nicht bloß eine Überanstrengung oder ein „Burn-out“. Manfred Lütz erläutert: „Gerade weil im Übrigen auch hier wieder die armen Angehörigen so oft ungerecht beschuldigt werden, muss klar gesagt werden, dass an dieser schweren, von innen kommenden Depression niemand „schuld“ ist. Es gibt einen bemerkenswerten Erbfaktor.“ Am besten beschreibt man diese Depression also als Stoffwechselstörung im Gehirn, die man vor allem mit Stoffwechselprodukten, nämlich Medikamenten, behandelt. Quelle: „Neue Irre!“ von Manfred Lütz</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Viele Menschen fühlen sich erschöpft</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/ein-gefuehl-von-unruhe-und-getriebenheit-breitet-sich-aus.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Jul 2024 01:00:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ängste]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Neurasthenie]]></category>
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					<description><![CDATA[In der Sprechstunde von Volker Busch klagen derzeit viele Patienten über innere Anspannung, Nervosität und ein Gefühl von Unruhe und Getriebenheit. Volker Busch fügt hinzu: „Den Lärm der Welt können sie kaum mehr ertragen und möchten sich am liebsten zurückziehen. Der ständige Streit in Politik, Medien und sozialen Netzwerken regt sie auf, genauso wie die unablässige Flut negativer Nachrichten.“ Sie erleben sich als reizbar und fahren schneller aus der Haut. Manche haben das Gefühl, dünnhäutiger geworden zu sein. Alles spannt maximal an und „nervt“. Oft können sie abends den Kopf&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In der Sprechstunde von Volker Busch klagen derzeit viele Patienten über innere Anspannung, Nervosität und ein Gefühl von Unruhe und Getriebenheit. Volker Busch fügt hinzu: „Den Lärm der Welt können sie kaum mehr ertragen und möchten sich am liebsten zurückziehen. Der ständige Streit in Politik, Medien und sozialen Netzwerken regt sie auf, genauso wie die unablässige Flut negativer Nachrichten.“ Sie erleben sich als reizbar und fahren schneller aus der Haut. Manche haben das Gefühl, dünnhäutiger geworden zu sein. Alles spannt maximal an und „nervt“. Oft können sie abends den Kopf nicht ausschalten und grübeln über das, was war, oder sie zerbrechen sich den Kopf darüber, was kommen könnte. Prof. Dr. Volker Busch ist seit circa zwanzig Jahren als Arzt, Wissenschaftler, Autor und mehrfach ausgezeichneter Vortragsredner tätig. <span id="more-5559"></span></p>
<p><strong>Kraftlosigkeit und Motivationslosigkeit liegen im Trend</strong></p>
<p>Die Zukunft bereitet diesen Menschen Sorgen. Gleichzeitig berichten die Volker Busch von einer verringerten Belastbarkeit. Sie fühlen sich schnell matt, häufig lustlos und erschöpft. Es fehlt an Kraft und Motivation. Die Beschwerden, die Volker Busch sein Klienten schildern, könnte man zusammenfassend als „psychophysiologischen Spannungszustand“ beschreiben. Das klingt etwas technisch, aber tatsächlich stammen viele Begriffe der Stressforschung ursprünglich aus der Bauphysik – wie auch „Traglast“ oder „Widerstand“.</p>
<p>Bei mancher der Patienten von Volker Busch zeigen die Beschwerden in der Summe frappierende Ähnlichkeiten zur Neurasthenie. Sie entsprechen meist keinem psychischen Störungsbild im engeren Sinn, sind aber trotz alledem nicht „nichts“. Volker Busch ergänzt: „Die Betroffenen können im Alltag weiterhin einigermaßen gut „funktionieren“; als entspannt, ausgeglichen, zufrieden und voller Tatendrang empfinden sie sich aber nicht.“ Salopp gesagt: Sie sind nicht wirklich krank, aber auch nicht richtig gesund.</p>
<p><strong>Psychische Erkrankungen sind prinzipiell etwas sehr Häufiges</strong></p>
<p>Zunächst muss man festhalten, dass psychische Beschwerden und Erkrankungen prinzipiell etwas sehr Häufiges sind, auch außerhalb von Krisen. Volker Busch weiß: „Basierend auf epidemiologischen Studien ist in Deutschland mehr als jeder vierte Erwachsene innerhalb der Betrachtung von zwölf Monaten von irgendeiner psychischen Störung betroffen. Am häufigsten sind dabei Ängste und Depressionen, gefolgt von Schlafstörungen, Alkohol- und Medikamentenmissbrauch und somatoforme Störungen – Beschwerden ohne organische plausible Ursachen.“ Bis heute ist die Mehrheit der Betroffenen wegen ihrer Beschwerden übrigens nicht in Behandlung.</p>
<p>Die Häufigkeit manifester psychischer Erkrankungen bleibt großen epidemiologischen Studien zufolge in Krisenzeiten in der Regel zwar relativ konstant; dennoch können die subjektiven Belastungen von Menschen währenddessen stark ansteigen. Volker Busch stellt fest: „Das ist kein Widerspruch! Psychische Störungen sind nämlich nicht zwangsläufig durch biologisch definierte Krankheiten des Gehirns oder des zentralen Nervensystems definiert.“ Sie können auch sehr häufig Ausdruck belastender Lebensumstände sein, ohne dass sie gleich eine Krankheitsdiagnose nach sich ziehen. Quelle: „Kopf hoch!“ von Volker Busch</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Eine Depression kann man nicht nachfühlen</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/eine-depression-kann-man-nicht-nachfuehlen.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 May 2024 01:00:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
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					<description><![CDATA[Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt, wer ist das schon wirklich? Doch es gibt Menschen, die an einer Krankheit leiden, die sie genau solche extreme Höhen und Tiefen erleben lässt. Manfred Lütz schreibt: „Erfahrene Psychiater sagen, dass man bei langer Erfahrung eine Schizophrenie einigermaßen nachvollziehen könne, eine tiefe von innen heraus aufsteigende Depression, eine Melancholie, dagegen könne man nicht nachfühlen.“ Das Wort Depression führt da meist in die Irre. Denn darunter versteht manch einer die heftige Trauer beim Tod eines geliebten Menschen oder auch schon bei einer schmerzhaft erlebten Trennung, bei&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt, wer ist das schon wirklich? Doch es gibt Menschen, die an einer Krankheit leiden, die sie genau solche extreme Höhen und Tiefen erleben lässt. Manfred Lütz schreibt: „Erfahrene Psychiater sagen, dass man bei langer Erfahrung eine Schizophrenie einigermaßen nachvollziehen könne, eine tiefe von innen heraus aufsteigende Depression, eine Melancholie, dagegen könne man nicht nachfühlen.“ Das Wort Depression führt da meist in die Irre. Denn darunter versteht manch einer die heftige Trauer beim Tod eines geliebten Menschen oder auch schon bei einer schmerzhaft erlebten Trennung, bei der es einem tage- oder wochenlang nicht gut geht. Doch das ist meilenweit entfernt von dem, was ein von innen heraus depressiver Mensch erlebt. Dr. med. Dipl. theol. Manfred Lütz ist Psychiater, Psychotherapeut, Kabarettist und Theologe. <span id="more-5453"></span></p>
<p><strong>Traurigkeit ist eine normale Emotion</strong></p>
<p>Der amerikanische Psychotherapeut Steve de Shazer hat einmal gesagt, Depression sei zwar das Lieblingswort von Therapeuten, doch im Grunde wisse keiner genau, was das eigentlich ist. Denn jeder verbindet mit dem Wort „Depression“ etwas höchst Subjektives. Manfred Lütz ergänzt: „Jeder erinnert sich beim Wort „Depression“ an Phasen seines eigenen Lebens, in denen es ihm nicht so gut ging. Meist waren es irgendwelche traurigen Ereignisse, bei denen die Stimmung absackte.“ </p>
<p>Doch das alles hat mit einer krankhaften Depression gar nichts zu tun. Manfred Lütz erläutert: „Auf traurige Lebensereignisse mit Traurigkeit zu reagieren, ist nicht krank, sondern normal. Und wenn Normale, angeregt durch geschäftstüchtige Psychoexperten, diese Befindlichkeitsstörungen zu Krankheiten aufblähen, wenn sie sich durch übertriebene Selbstbeobachtung in eine psychische Störung hineingrübeln, dann schaden sie sich selbst.“ So ist das Wort „Depression“ prekär und man hat versucht, die schwere, von innen her kommende Depression „Melancholie“ zu nennen, um sie von der allgegenwärtigen „Depression“ zu unterscheiden.</p>
<p><strong>Eine Depression ist eine Stoffwechselstörung im Gehirn</strong></p>
<p>Doch das konnte sich nicht durchsetzen. Eines jedenfalls ist klar: Die hier gemeinte schwere Depression ist nicht irgendeine Verstimmung, die man einfach durch belastende Lebensereignisse erklären kann, selbst wenn unspezifischer Stress auch hier in einzelnen Fällen als Auslöser – aber nicht als Grund – auszumachen ist. Manfred Lütz betont: „Die schwere Depression ist nicht nur eine Überanstrengung oder ein „Burn-out“. Gerade weil im Übrigen auch hier wieder die armen Angehörigen so oft ungerecht beschuldigt werden, muss klar gesagt werden, dass an dieser schweren, von innen kommenden Depression niemand „schuld“ ist.“</p>
<p>Am besten beschreibt man diese Depression also als Stoffwechselstörung im Gehirn, die man vor allem mit Stoffwechselprodukten, nämlich Medikamenten“ behandelt. Manfred Lütz weiß: „Die Krankheit hat jedenfalls eine Eigendynamik, die sich in schweren Stadien dem beruhigenden Gespräch und dann auch der professionellen Psychotherapie entzieht.“ In ihren ganz schweren Formen geht sie sogar mit depressivem Wahn einher: Verarmungswahn, Schuldwahn und der Wahn, nie mehr gesund werden zu können. Quelle: „Neue Irre!“ von Manfred Lütz</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Depressive leiden an Hoffnungslosigkeit</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/depressionen-sind-gepraegt-von-sinnlosigkeit.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jan 2024 02:00:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Grübeln]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstwertgefühl]]></category>
		<category><![CDATA[Stimmung]]></category>
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					<description><![CDATA[Während einer depressiven Phase geht die Kontrolle über die Stimmung verloren. Bei einer leichten depressiven Verstimmung sind noch Fähigkeiten vorhanden, den Schleier etwa durch Ablenkung oder bei bestimmten Ereignissen zu durchbrechen. Bei mittelschwerer und schwerer Depression gelingt dies nicht mehr. Heinz-Peter Röhr erläutert: „Die Stimmung hat sich der willentlichen Kontrolle entzogen. Sie ist tief im Keller, verbunden mit dem starken Gefühl der Hoffnungslosigkeit, Leere und Sinnlosigkeit.“ Betroffen beschreiben einen Zustand des „Getrenntseins“ und der Gefühllosigkeit. Auch das Feststecken in endlosen Kreisläufen des Grübelns ist eine typische Beschreibung. Ängste und ein&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Während einer depressiven Phase geht die Kontrolle über die Stimmung verloren. Bei einer leichten depressiven Verstimmung sind noch Fähigkeiten vorhanden, den Schleier etwa durch Ablenkung oder bei bestimmten Ereignissen zu durchbrechen. Bei mittelschwerer und schwerer Depression gelingt dies nicht mehr. Heinz-Peter Röhr erläutert: „Die Stimmung hat sich der willentlichen Kontrolle entzogen. Sie ist tief im Keller, verbunden mit dem starken Gefühl der Hoffnungslosigkeit, Leere und Sinnlosigkeit.“ Betroffen beschreiben einen Zustand des „Getrenntseins“ und der Gefühllosigkeit. Auch das Feststecken in endlosen Kreisläufen des Grübelns ist eine typische Beschreibung. Ängste und ein starkes Grübeln sind zu beobachten. Meist ist auch das Selbstwertgefühl extrem geschädigt: „Ich bin wertlos, ich fühle mich schuldig …“ Heinz-Peter Röhr ist Pädagoge und war über dreißig Jahre lang in der Fachklinik Fredeburg/Sauerland für Suchtmittelabhängige psychotherapeutisch tätig. <span id="more-5187"></span></p>
<p><strong>Depressive Menschen fühlen sich leer und wie versteinert</strong></p>
<p>Hier stellt sich für Heinz-Peter Röhr mitunter die Frage, führt die Depression zu einer starken Störung des Selbstwertgefühls, oder ist die Selbstwertstörung für die Entstehung der Depression verantwortlich? Vermutlich stimmt beides. Heinz-Peter Röhr weiß: „Die depressive Erkrankung legt die Selbstwertstörung quasi unter eine Lupe und verstärkt diese. Wenn die depressiven Symptome abgeklungen sind, ergibt es Sinn, das Selbstwertgefühl genau zu untersuchen und zu bearbeiten.“</p>
<p>Betroffen glauben meist, selbst die Einzigen zu sein, die an dieser schweren Erkrankung leiden. Oft fühlen sie sich zu Recht falsch verstanden, wenn man ihnen zum Beispiel sagt, dass sie sich zusammenreißen sollen, dass sie nur aktiv werden müssen, weil sie das in diesem Stadium nicht mehr können. Bei einer schweren depressiven Episode fühlen sich Menschen gefühllos, leer und wie versteinert. Die Zeit scheint nicht vorüberzugehen, und der Zustand völliger Hoffnungslosigkeit ist absolut quälend. </p>
<p><strong>Heinz-Peter Röhr kennt sehr viele Symptome einer Depression</strong></p>
<p>Heinz-Peter Röhr stellt fest: „In dieser Phase sind Suizidgedanken häufig und die Gefahr, dass es zum Suizid kommt, ist groß.“ Weitere typische Symptome sind: Innere Unruhe und Zittern, Schlaflosigkeit in Verbindung mit Grübelzwängen sowie frühmorgendliches Aufwachen. Hinzu kommen Appetitlosigkeit, Gewichtszunahme beziehungsweise Gewichtsverlust, Probleme bei grellem Licht, wodurch manches nur vernebelt zu sehen ist. Weitere Symptome sind Antriebslosigkeit, zum Beispiel nicht lesen zu können und Probleme mit dem Kurzzeitgedächtnis.</p>
<p>Depressive Menschen fühlen sich schlecht und krank, haben keinerlei Lebensfreude, alles ist ihnen zu viel, selbst einfache Telefonate und sie haben Probleme bei Reizüberflutung. Heinz-Peter Röhr kennt noch weitere Symptome einer Depression: „Ein typisches „Morgentief“: sich besonders morgens extrem schlecht fühlen, müde sein und sich nur hinlegen mögen; im Laufe des Tages verbessert sich die Stimmung etwas. Verlust des Selbstwertgefühls: starke Minderwertigkeitsgefühle.“ Dazu kommt die soziale Isolierung: Termine mit der Familie oder Freunden werden zu einem unüberwindlich scheinenden „Berg“. Quelle: „Vom klugen Umgang mit Gefühlen“ von Heinz-Peter Röhr</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Die Symptome der Bitterkeit sind aggressiv</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/reinhard-haller-kennt-die-symptome-der-bitternis.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Dec 2023 02:00:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bitterkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
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					<description><![CDATA[Reinhard Haller stellt fest: „Die Symptome der Verbitterung ähneln jenen der Depression, sind aber wesentlich aggressiver und selbstzerstörerischer.“ Während die Depression lähmt, regt die Verbitterung auf. „Die Depression ist ein starrer, dunkler Klumpen. Die Bitterkeit schwingt, sie bewegt sich wie ein zirkulierendes Gift und ist leicht abzurufen“, sagt der Berliner Psychiater Michael Linden. Im Vordergrund der Beschwerden stehen Missmut und Freudlosigkeit, Gefühle von Hilflosigkeit, Schuldvorwürfe gegen anderen und sich selbst. Weitere Symptome sind aggressive und suizidale Fantasien, innere Unruhe, Schlafstörungen, psychosomatische Beschwerden wie Magen- und Gallenleiden, Rückenschmerzen sowie Druck auf&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Reinhard Haller stellt fest: „Die Symptome der Verbitterung ähneln jenen der Depression, sind aber wesentlich aggressiver und selbstzerstörerischer.“ Während die Depression lähmt, regt die Verbitterung auf. „Die Depression ist ein starrer, dunkler Klumpen. Die Bitterkeit schwingt, sie bewegt sich wie ein zirkulierendes Gift und ist leicht abzurufen“, sagt der Berliner Psychiater Michael Linden. Im Vordergrund der Beschwerden stehen Missmut und Freudlosigkeit, Gefühle von Hilflosigkeit, Schuldvorwürfe gegen anderen und sich selbst. Weitere Symptome sind aggressive und suizidale Fantasien, innere Unruhe, Schlafstörungen, psychosomatische Beschwerden wie Magen- und Gallenleiden, Rückenschmerzen sowie Druck auf der Brust. Verbitterte meiden zunehmend den sozialen Kontakt, sie erleben die Umwelt als verständnislos und kaltherzig. In vielen Fällen entwickeln sie Neid und Wut auf die scheinbar sorglose, fröhlichen und sie alleinlassende Gesellschaft. Der Psychiater und Psychotherapeut Reinhard Haller arbeitet vornehmlich als Therapeut, Sachverständiger und Vortragender. <span id="more-5097"></span></p>
<p><strong>Verbitterung belastet Psyche und Körper</strong></p>
<p>Im Gegensatz zum depressiven Menschen sind die Affekte einer verbitterten Person nicht erstarrt. Reinhard Haller weiß: „Während bei der klassischen Depression die Antriebshemmung als Hauptsymptom zu sehen ist und der lähmende Aspekt der Störungen im Vordergrund steht, leidet der Verbitterte an einer agitierten Form der Depressivität.“ Verbitterung aber belastet nicht nur die Psyche, sondern auch den Körper. Wie bei jeder chronischen Stressreaktion sind durch chronische Verbitterung die somatischen Funktionen wie Herzschlag, Blutdruck, Stoffwechsel, Hormonhaushalt oder Muskelverspannung indirekt mitbetroffen.</p>
<p>Die anfänglich vorübergehenden vegetativen Begleitsymptome des Ärgers werden gleichsam organisch fixiert. „Kümmern Sie sich jetzt um Ihre Bitterkeit, sonst wird sie Sie in fünf Jahren in Form von chronischen Kopfschmerzen, Erschöpfung oder Rückenschmerzen heimsuchen“, meint der Psychosomatiker Frederic Luskin von der Stanford University. Ursachen und Auslöser einer schweren Verbitterungsstörung werden in der groben Verletzung von sogenannten „Grundannahmen“ wie psychologische Einstellungen, innere Haltungen und Wertorientierungen verortet.</p>
<p><strong>Der Verlust zentraler Werte führen zu Verbitterung</strong></p>
<p>Reinhard Haller erläutert: „Werden diese „basic beliefs“ durch den Verlust zentraler Werte einer Person verletzt, geht gleichsam der Boden unter den Füßen verloren. Die Betroffenen fühlen sich ungerecht behandelt und verraten – vom Schicksal und vom Leben, von der Gesellschaft und vom Staat, vom Dienstgeber und den Kollegen, vom Freund und Partner.“ Solche „basic beliefs“ sind beispielsweise: „Leistung lohnt sich, Liebe ist ewig und heilig. Es wird alles wieder gut.“ </p>
<p>Der entlassene Angestellte glaubt fest an die Wertschätzung von Loyalität und Fleiß, die verlassene Ehefrau an Dankbarkeit und Treue. Reinhard Haller erklärt: „Man könnte auch sagen, dass Verbitterung besonders dann eintritt, wenn das jedem Menschen innewohnende Grundvertrauen enttäuscht worden ist. Es überrascht deshalb nicht, dass vor allem Menschen mit einem starren Korsett aus Werten von Verbitterungsstörungen betroffen sind.“ Quelle: „Die Macht der Kränkung“ von Reinhard Haller</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Jeder kann seine Stimmung beeinflussen</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/heinz-peter-roehr-depressionsprophylaxe.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Nov 2023 02:00:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Grübeln]]></category>
		<category><![CDATA[Stimmung]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Depressionsprophylaxe ist von höchster Bedeutung. Geht es doch darum, die Stimmung im positiven Bereich zu halten. Etwas, das für jeden Menschen fast alles bedeutet. Nicht jeder ist eine Frohnatur und fast immer bei bester Laune. Aber jeder, der nicht psychisch krank ist, kann seine Stimmung beeinflussen und ist keineswegs nur Opfer der Umstände. Heinz-Peter Röhr fügt hinzu: „Allerdings fühlen sich viele Menschen genau so. Sie machen sich abhängig von den momentanen Gegebenheiten.“ Wie ist es möglich, in eine positive Stimmung zu gelangen und möglichst zu bleiben? „Ich muss aufpassen,&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Depressionsprophylaxe ist von höchster Bedeutung. Geht es doch darum, die Stimmung im positiven Bereich zu halten. Etwas, das für jeden Menschen fast alles bedeutet. Nicht jeder ist eine Frohnatur und fast immer bei bester Laune. Aber jeder, der nicht psychisch krank ist, kann seine Stimmung beeinflussen und ist keineswegs nur Opfer der Umstände. Heinz-Peter Röhr fügt hinzu: „Allerdings fühlen sich viele Menschen genau so. Sie machen sich abhängig von den momentanen Gegebenheiten.“ Wie ist es möglich, in eine positive Stimmung zu gelangen und möglichst zu bleiben? „Ich muss aufpassen, dass ich nicht kippe!“ So lautet der Satz eines Patienten, der bereits mehrere depressive Episoden im Sinne einer Erkrankung während seines Lebens erfahren musste. Heinz-Peter Röhr ist Pädagoge und war über dreißig Jahre lang in der Fachklinik Fredeburg/Sauerland für Suchtmittelabhängige psychotherapeutisch tätig. <span id="more-5048"></span></p>
<p><strong>Grübeln hat eine destruktive Wirkung auf die Stimmung</strong></p>
<p>Der Patient spürt, dass sich in seinem Denken und Fühlen ein kritisches Maß an destruktiver Energie breitgemacht hat. Zusätzlich reagiert der Körper mit innerer Unruhe, Sehstörungen, Druck auf der Brust. Heinz-Peter Röhr erklärt: „Wenn hier ein gewisses Limit überschritten ist, wird die Stimmung zum Selbstläufer ins Negative und entgleitet der Einflussnahme. Bevor es zum Kontrollverlust kommt, gilt es, die Zeit zu nutzen.“ Mithilfe eines psychologischen Experiments konnte die destruktive Wirkung von Grübeln auf die Stimmung gezeigt werden. </p>
<p>Gesunde Studenten wurden acht Minuten mit künstlichem Grübeln beschäftigt. Anschließend bewerteten sie ihre Vergangenheit und Zukunft deutlich pessimistischer. Heinz-Peter Röhr betont: „Wenn es eine wirksame Prophylaxe gegen eine depressive Erkrankung gibt, ist der Fokus auf das Grübeln zu richten. Dabei sollen Gedanken, die die Stimmung herunterziehen, vermieden werden.“ Das ist viel einfacher gesagt als getan. Denn in der Frühphase einer Depression fühlen sich Menschen von düsteren negativen Gedanken magisch angezogen.</p>
<p><strong>Selbstabwertungen ziehen die Stimmung in ein Tief</strong></p>
<p>Heinz-Peter Röhr rät: „Wer spürt, dass diese zu vermeiden nicht ohne Hilfe gelingt, sollte unter allen Umständen so schnell wie möglich therapeutische Hilfe suchen.“ Denn die Behandlung der Krankheit ist viel schwieriger und langwieriger, wenn sie erst ausgebrochen ist. Oft drehen sich die depressiven Gedanken um das Selbstwertgefühl, beispielsweise Gedanken wie: „Ich hätte eine klügere Antwort geben müssen, man nimmt mich überhaupt nicht ernst. Ich bin unfähig mein Leben in gute Bahnen zu lenken.“  </p>
<p>Menschen, die grübeln, glauben an destruktive Sätze, insbesondere daran, nicht zu genügen. Der Glaube ist bekanntlich die stärkste Energie in jedem Menschen, darum ist die Wirkung so stark. Selbstabwertungen ziehen die Stimmung in ein Tief, der Betroffene fühlt sich schlecht. Heinz-Peter Röhr weiß: „Wer dies häufig praktiziert, konditioniert sein Gehirn in eine unglückliche Richtung. Gefühle werden gelernt, und wie auf Knopfdruck fährt die Stimmung in den Keller, wenn einer dieser destruktiven Gedanken auftaucht.“ „Vom klugen Umgang mit Gefühlen“ von Heinz-Peter Röhr</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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		<title>Grübeln kann zu einer Depression führen</title>
		<link>https://www.psychologie-guide.de/heinz-peter-roehr-kontrollverlust.html</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Klumbies]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Sep 2023 01:00:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrollverlust]]></category>
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					<description><![CDATA[Nicht selten ist „Konfusion“ eine Methode, sich selbst vor unliebsamen Wahrheiten zu verstecken. Nach dem Motto: „Es gibt angeblich keine Lösung; niemand kann helfen; alles führt ins Nichts.“ Man kreiert immer neue Ausreden und Gegenargumente, um die eigene Opferrolle zu verteidigen. Heinz-Peter Röhr rät: „Wer sich von der Mystifizierung eines Problems lösen will, braucht Mut, zum Beispiel auf Konfusion und Übertreibungen zu verzichten. Nicht selten ist es sinnvoll, sich dabei helfen zu lassen, etwa mit Psychotherapie.“ Den Kontrollverlust über negative Gedanken kann man auch als depressives Grübeln bezeichnen. Negative Gedanken&#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht selten ist „Konfusion“ eine Methode, sich selbst vor unliebsamen Wahrheiten zu verstecken. Nach dem Motto: „Es gibt angeblich keine Lösung; niemand kann helfen; alles führt ins Nichts.“ Man kreiert immer neue Ausreden und Gegenargumente, um die eigene Opferrolle zu verteidigen. Heinz-Peter Röhr rät: „Wer sich von der Mystifizierung eines Problems lösen will, braucht Mut, zum Beispiel auf Konfusion und Übertreibungen zu verzichten. Nicht selten ist es sinnvoll, sich dabei helfen zu lassen, etwa mit Psychotherapie.“ Den Kontrollverlust über negative Gedanken kann man auch als depressives Grübeln bezeichnen. Negative Gedanken beeinträchtigen die Stimmung. Dabei wird die schädliche Wirkung von Grübeln oft unterschätzt. Schwere Erkrankungen wie beispielsweise eine Depression können die Folge sein. Heinz-Peter Röhr ist Pädagoge und war über dreißig Jahre lang in der Fachklinik Fredeburg/Sauerland für Suchtmittelabhängige psychotherapeutisch tätig. <span id="more-4870"></span></p>
<p><strong>Bei einer Depression hat eine neurale Entgleisung stattgefunden</strong></p>
<p>Bei einer depressiven Erkrankung ist die Kontrolle über die Stimmung verloren gegangen. Normalerweise gelingt es Menschen, sich auch aus einer miesen Gemütslage herauszuholen, wenn sie dies wollen und mit dem nötigen Nachdruck für einen positiven Blickwinkel sorgen. Heinz-Peter Röhr erläutert: „Dies gelingt beispielsweise damit, dass man sich entschließt, etwas anderes zu tun, als sich der schlechten Laune hinzugeben. Man wechselt sozusagen das Thema, beginnt eine Aktivität, die vom Negativen ablenkt und so weiter. </p>
<p>Die Veränderung des Blickwinkels führt beim gesunden Menschen auch zu einer Veränderung der Stimmung. Bei Menschen mit einer depressiven Erkrankung ist diese Fähigkeit mindestens vorübergehend verloren gegangen. Es gelingt eben nicht mehr, entscheidenden Einfluss auf die Stimmung zu nehmen. Auch positive Ereignisse, die sonst Freude und Glück verursachen würden, bleiben wirkungslos. Heinz-Peter Röhr weiß: „Depression bedeutet, dass eine neurale Entgleisung stattgefunden hat und es nicht möglich ist, sich selbstständig aus der tiefdunklen Stimmung zu befreien.“</p>
<p><strong>Für depressive Erkrankungen gibt es meist ein Ursachenbündel</strong></p>
<p>Für eine Depression gibt es unterschiedliche Ursachen, die einer möglichst präzisen Klärung bedürfen. Genetische Faktoren können den Ausbruch mitverursachen. Ebenfalls können bestimmte Hirntumore eine Depression verursachen. Heinz-Peter Röhr ergänzt: „Auch wenn dem Körper bestimmte Mineralien, Spurenelemente und Vitamine fehlen, kann dies der Grund für eine Verstimmung sein.“ Auch hormonelle Störungen können für eine depressive Erkrankung verantwortlich sein.</p>
<p>In aller Regel gibt es für die depressive Erkrankung ein Ursachenbündel. Genetische sowie Umweltfaktoren spielen eine unterschiedlich starke Rolle. Heinz-Peter Röhr betont: „Die häufigsten Ursachen sind jedoch in Grübelzwängen und Ängsten zu finden.“ Auch eine Posttraumatische Belastungsstörung kann eine depressive Erkrankung auslösen. Grundsätzlich darf die Diagnose nur von Fachärzten und klinischen Psychologen gestellt werden. Zunächst ist es richtig, sich mit der Prophylaxe zu beschäftigen. Nichts ist sinnvoller, als dafür zu sorgen, dass es erst gar nicht zu einer schweren, eventuell lebensgefährlichen Erkrankung kommt. Quelle: „Vom klugen Umgang mit Gefühlen“ von Heinz-Peter Röhr</p>
<p><em>Von Hans Klumbies</em></p>
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